Beiträge von ingosixecho

    Hallo Jörg,


    die braunen (Espen begleitenden) Ritterlinge, wie ich sie kenne, sind eigentlich ziemlich glatthütig. Die erkennbaren, überfaserten Hüte wären für diese Art untypisch.

    Ich hoffe, du hast mal darauf herumgekaut. Sie sollten eigentlich mild schmecken.

    Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass es T. albobrunneum an Espe geschafft hat. Andere Kiefernbegleiter können das ja auch (T. focale).

    Ansonsten könntest du die vielleicht in den kommenden Jahren auch beobachten. Ein paar jüngere Exemplare wären sexy.


    GR Ingo

    Lieber Hans,


    auch von mir die allerbesten Wünsche und viel Kraft für die anstehenden Vorhaben. Zuallererst natürlich für dein finales APR. ==Gnolm16

    Es wird ganz sicher wieder ein gelungenes Adventsevent für alle Beteiligten werden. Ist ganz ehrlich gemeint!


    Grüßlis Ingo

    Hallo Björn,


    deine Pappelritterlinge dürften die "milden" gewesen sein. Es gibt noch die Vertreter der anderen Klade, deren Fruchtkörper weitaus robuster daher kommen und die immer mehr oder weniger bitter schmecken. Hattest du die bei Espe oder bei Kulturpappel gefunden?


    Gruß Ingo

    Hallo Jörg,


    ich bin ein wenig neidisch. Unsere Pilzsaison verlief die ganze Zeit über auf Sparflamme, der Trockenheit geschuldet. Immerhin gab es hier und da etwas zu finden.

    Mit deinen Pappelritterlingen bin ich nicht ganz glücklich. Mit so einheitlich braun gefaserten Hüten kenne ich die nicht. Auch nicht mit so dünnem Stiel.

    Gab es da im Umkreis von, sagen wir mal, 25 Metern auch Kiefern? In dem Fall wohl eher T. albobrunneum.


    GR Ingo

    Hallo Frank,


    ich empfehle in dem Zusammenhang einen Blick auf das Kladogramm bei Heilmann-Clausen (online irgendwo) zu werfen. Sowohl bei T. frondosae als auch bei T. equestre sind mehrere Kladen vorhanden.

    Persönlich kenne ich schon zwei völlig verschiedene T. frondosae, die auch auf Chemikalien verschieden reagieren. Beide bei Espen. Mit einem Gentest landest du wahrscheinlich in einer der vorhandenen Kladen von frondosae oder equestre. Ansonsten ist T. equestre an sich eine sehr variable Art. Ich hatte schon solche mit Zwergwuchs und auch Trümmer mit 20 cm. Hutdurchmesser.


    Hier:

    Neues von den Grünlingen - Forum der Deutschen Gesellschaft für Mykologie
    Hallo Ritterlingsfreunde, neben den ganzen Braunen Ritterlingen habe ich mir in den vergangenen Wochen auch noch einige Grünlinge angeschaut. Besonders…
    forum.dgfm-ev.de

    gibt es mehr dazu.


    Das Tricholoma Sequenzierungsprojekt betrifft die braunen Ritterlinge. Das befindet sich gleich daneben im DGfM Forum. Dazu wollte ich noch mal was schreiben. Ein Projekt mit den Grünen fände ich auch spannend. Mit dem Speisewert verhält es sich wohl so wie mit den Kremplingen. Niemand weiß ganz genau, welche Art aus dem jeweiligen Komplex die Vergiftungen verursacht hatte. Dazu gehören meiner Meinung nach auch noch solche Arten wie T. joachimii, von dem auch mehrere Kladen festgestellt wurden.

    Bei den Braunen weiß ich es mittlerweile ganz genau (hatte ich auch dort geschrieben).


    Grüßlis Ingo

    Hallo Zusammen,


    wir haben wohl ein ziemlich fieses Pilzjahr erwischt, wenn sich Alles auf solche Beiträge stürzt. Würde es so laufen, wie in anderen Jahren, hätte es hier maximal zwei Meldungen zum Thread gegeben. Niemand wurde gezwungen, 'was zum Beitrag zu schreiben. Stephan hatte es schon ganz gut zusammen gefasst.

    Zur Fotografie kann ich nur sagen, dass ich persönlich auch gerne den technischen Fortschritt nutze, und öfter mal das Smartphone der teuren Ausrüstung vorziehe.


    GR Ingo

    Wäre das Bild als Rätsel im Advent gezeigt worden, hätte ich ohne zu Zögern Phellodon tomentosus eingelocht.

    Ob das für 10 Punkte gereicht hätte, werden wir wohl niemals erfahren. ==Gnolm10


    GR Ingo

    Wenn man nach den äußerlichen Merkmalen schaut (Stielbeschaffenheit), käme nach Ludwig oder FNE wohl am ehesten Tricholoma joachimii hin.


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo Harald,


    wenn ich mich recht erinnere, gibt es bei den FNE im Kladogramm 2 oder sogar 3 Joachimii. Wenn das bei einer Sequenzierung in einer der "Schubladen" landet, wäre es auch nicht wirklich hilfreich.

    Bei mir habe ich (ganz selten mal) welche im Sandkasten stehen. Andere berichten von Funden über Kalk im Laubwald. Das ist meiner Meinung nach ein ganz spannender Artkomplex.


    Grüßlis Ingo

    Hallo Philippe,


    hier wäre der eine oder andere ausgewachsene Fruchtkörper hilfreich gewesen. Dennoch erinnern die mich an Tricholoma fulvum.

    Die kommen bei Birken und Fichten vor. Ein Schnittbild wäre hier von Vorteil. In diesem Fall hälfe das auch bei Jungpilzen.


    GR Ingo

    Hallo Zusammen,


    das wird wohl einer der etwas selteneren Raslinge sein. Die Sporen sind ja weißlich.

    Im Schnitt sollten die schwach dunkel verfärben. Ich hatte irgendwann auch mal solche Teile.

    Allerdings im Frühsommer. Was bei Lyophyllum aber nichts bedeuten muss.


    Grüßlis Ingo

    Bei mir im Oderland sind die HLF seit mittlerweile 20 Jahren präsent und breiten sich immer weiter aus. Das könnte tatsächlich auch mit teilweise unregulierten Wildbeständen zusammen hängen.


    Sie versuchen, in den Nacken und unter die Kleidung zu kommen und beißen sich dann fest. Das Resultat sind entzündete Bissstellen, die eitrig werden und erst nach ca. 2 Wochen verheilen. Gegenmittel: normaler Mückenschutz (Repellent) hilft wenig. Ich hatte den Eindruck, dass Mittel mit DEET 50% etwas hilft. Zumindest, im Nacken. Unter den Klamotten - muss man halt die Augen aufhalten. Wenn die in Schwärmen anfliegen, bin ich ganz schnell weg. Da können noch so viele Ritterlinge rumstehen.


    GR Ingo

    Hallo Jürgen,


    wenn das am Stiel rudimentäre/angetrocknete Ringzonen waren/sind, fällt alles andere raus. Falls nicht, sind es albobrunneum. Wie ich oben schon bemerkte.

    T. batschii kann auch mal über Buntsandstein erscheinen, wenn im Boden etwas Kalk ist. Zum Beispiel von geschotterten Wegen etc..

    Die braunen Ritterlinge sind eigentlich mittlerweile nicht mehr das Schreckgespenst der Pilzbestimmung. Man muss halt am Fundort Sorge walten lassen.


    GR Ingo

    Vielen Dank, ihr Beiden,


    ich habe es natürlich auch geändert. Wir sind hier schließlich nicht bei 123 meins.

    Irgendwo hatte ich das auch mal mitbekommen, daher mein "Anfangsverdacht". Erstaunlicherweise findet man im www nur wenig Erhellendes zu dieser Art.

    Sie scheint wohl nicht allzu verbreitet zu sein.


    Grüßlis Ingo

    Hallo nochmal,


    T. pessundatum im Sinne des Erfinders kann hier ausgeschlossen werden. Das ist tatsächlich eine Art, die nicht bitter ist. Außerdem hätte pessundatum eine ziemlich glatte Hutoberfläche, was die namensgebenden Tröpfchen in jedem Fall fördert. Man kann eigentlich ganz gut erkennen, dass da am Stiel Reste von Wülsten vorhanden sind, was wohl der Trockenheit geschuldet ist.

    Eine sichere Bestimmung per Bild und Beschreibung fällt somit aus. Bei Cortinarien wird ja allgemein akzeptiert, dass vor allem Jungpilze für eine sichere Beurteilung benötigt werden.

    Das ist hier nicht anders.

    Nach meinen Erfahrungen würde ich zu 70% für T. batschii plädieren. Die restlichen 30% gehen auf T. albobrunneum. Diese Art ist sehr variabel, vor allem was die Struktur der

    Hutoberfläche und der Stiele anbetrifft. Hätten Pappeln in der Umgebung gestanden, würde das den Horizont noch etwas erweitern.


    Grüßlis Ingo

    Hallo Miteinander,


    am Wochenende standen bei einer kurzen Radtour am Helenesee ein paar untypische (riesige) Birkenpilze im Weg. Genauer gesagt, am Wegrand.

    Dort wo sich in leichten Vertiefungen bei Regen etwas Wasser sammelt. Die Pilze sahen auf den ersten Blick ziemlich untypisch aus.

    Sie erinnerten von der Statur eher an Espenrotkappen. Der größte war schon gut 15 cm hoch und noch nicht aufgeschirmt.

    Dazu noch die merkwürdig dunklen Hutfarben, mit einem Farbspiel Richtung Kiefernsteinpilz. Da ich in den Pilzforen seit Jahren nicht nur schreibe,

    sondern auch aufmerksam mitlese, dachte ich gleich mal daran, einen Längstschnitt zu machen.

    Das war erst einmal enttäuschend, denn es tat sich nichts. Nach ca. 5 min jedoch begannen sich die Stiele dann aber langsam rosa zu verfärben.






    Begleitbäume: Kiefern auf Sand in einem rekultivierten Altbergbaugebiet. Die Pilze standen inmitten

    von Eichensprösslingen. Möglicherweise waren auch Espensprösslinge und Minibirken dabei. Die nächste ausgewachsene

    Birke war ca. 30 m entfernt und kommt somit auch als Wirt in Frage.


    Nach aktueller Datenlage sollte es sich somit um den Rötenden Birkenpilz (Leccinum oxydabile rigidipes) handeln.

    Allerdings bin ich in Hinsicht Taxonomie nicht immer ganz auf der Höhe. Möglicherweise ist mir bei dem ganzen Wust an

    Neubeschreibungen etwas entgangen. Aber unter euch gibt es ja genügend Boleten-Experten, die das eventuell bestätigen können.

    Oder auch nicht.


    GR Ingo

    Obwohl ich meine, dass Kiefern gar nicht in der Lage sind, derart "büschelige" Stämme auszubilden. Robinien schon. Das würde dann eher zu den beiden Gesellschaftern passen.

    Leider ist mein Wissen über heimische Gehölze limitiert. Hat da jemand etwas mehr Ahnung?

    An Kiefern dürfen die beiden Arten wirklich nicht fruktizieren.


    GR Ingo

    Sorry Miteinander, für die Überschrift.


    Vielleicht schauen ja mal Leute rein, die sich darunter was anderes vorstellen.

    In meinen Gefilden finden sich schon Arten die sich solchermaßen verfärben.

    Der hier kann das so gut wie kaum ein anderer:



    Diesmal völlig intakt. In der Vorwoche gab es an gleicher Stelle eine Ruine dieser Art.


    Mitten auf den Sandwegen in unseren Kiefernwäldern erscheinen regelmäßig kleinere Reizker.

    Die stehen meist genau dort oder mal an den Wegrändern, aber nie im Wald.

    Hin und wieder machen die auch mal auf blau. Daher auch der Name.




    Es handelt sich um den Wechselblauen Reizker (L. quieticolor). Eigentlich eine Typusart solcher Biotope.

    Allgemein scheint für Sprödblättler die Feuchtigkeit im Boden noch auszureichen. Einige Täublingsarten

    fruktizieren auch noch. Aber aufgrund der anhaltenden Trockenheit wird es immer weniger.


    Den Baumpilzen scheint das aktuell weniger auszumachen. Die fette Glucke erspare ich euch mal.

    Dafür beschäftigt mich nachfolgender Fund immer noch ein wenig.


    Riesenporling vergesellschaftet mit Schuppigem Stielporling. Aber was machen die an diesem Baum?




    Die große Kiefer steht noch. Die Nebenbäume wurden gefällt. Habe ich was übersehen? Gibt es da eventuell

    altes Gewurz unter den Kiefern oder waren die Nebenbäume was ganz anderes?

    Außer Birken und Robinien haben wir auf den Gelände keine stämmigen Laubbäume.


    Grüßlis Ingo

    Hallo Zusammen,


    die Dürre in den Wäldern ist mal wieder bedrückend. Immerhin gab es im Monat August in meinen Hauswäldern verbreitet Niederschläge.

    Die waren wie immer ungerecht verteilt. So zwischen 50 und 75 Litern. 2/3 davon in den letzten beiden Augustwochen.

    Der September hingegen brachte kaum Zählbares. Die Niederschläge im August reichten zumindest dafür, ein sporadisches Pilzwachstum

    zu entfachen. Vor allem dort, wo das Wasser sich sammeln konnte.


    Hier ein paar Impressionen vom Smartphone:


    Keulenfüßiger Trichterling (unglaublich, aber Erstfund)


    Gallenstacheling (lecker mehlig riechend)


    ein abgefressenes Kornblümchen (Drittfund)


    sowie bei Birken auf Sand dieser Cortinarien - Dickfuß


    Dazu fehlt mir gerade jede Idee. Das Fleisch schmeckte deutlich bitter. Mitgenommen hatte ich nichts.

    Ich meinte, das Teil sollte schon makroskopisch bestimmbar sein.


    Die Prognosen hinsichtlich Niederschlag sind nicht so dolle. Aber vielleicht haben wir ja Glück.

    Immerhin scheint es nun herbstlicher zu werden.

    So, ich für meinen Teil werde jetzt den Rest meiner kleinen Mischmahlzeit auffuttern.


    Grüßlis Ingo