Beiträge von ingosixecho

    Mitunter macht es ja auch die Masse. Wer weiß schon, was zwei Kilo Hexeneier so anstellen können.


    :gschock:


    Beim Grünling ist es wohl so, dass nicht klar ist, welche Art genau die Rhabdomyolyse -Vergiftungen verursacht hat.

    Vom Gefühl her würde ich eher eine Art aus dem Frondosae Komplex vermuten.

    Insofern ist es in Ordnung, davon die Finger zu lassen.


    GRI

    Ich würde mal unterstellen, dass Otto Normalverbraucher, zumal noch mit Nachwuchs unterwegs, niemals mitbekommt, welche Steinpilze er gerade sammelt.

    Da können durchaus auch mal Anhängselröhrlinge (beide) dabei sein. Für 99,99 % der Berlin-Brandenburgischen Funde sollte es sowieso egal sein.

    Die decken der Gemeine und der Sommersteinpilz ab. Insofern erledigt sich dieses Thema hier im Regionalforum von selbst.

    Übrigens - in über 30 Jahren habe ich hier in der Region keinen einzigen B. pinophilus gesehen. B. aureus - noch nicht einmal auf dem Polenmarkt.


    Frohes Sammeln


    Ingo

    Hallo Miteinander,


    die Regenmengen der letzten zwei Wochen waren auch sehr unterschiedlich verteilt. Gut zu sehen bei Kachelmannwetter. Berlin ist ja recht groß. 30 Tage Summe zwischen 25 und 86 Litern.

    Frankfurt Oder, die Heimat meines Campingplatzes, ist nicht ganz so groß wie Berlin. Hier liegt der Spread zwischen 39 und 103 Litern. Das sind schon gewaltige Unterschiede!

    Am unteren Ende der Summenkarte ist der Boden für Pilzwachstum eher nicht zu gebrauchen. Für die Schönower Heide stehen 22 Liter in der Karte. Das ist so gut wie nichts für Mai.

    Leider.


    GR Ingo


    Ich glaube, mangelnde Niederschläge sind in den kommenden Tagen nicht das Problem.

    Eher das Gegeteil. Für das kommende Wochenende bahnt sich eine potentiell gefährliche Wetterlage an.

    Nicht für die platten Sandkästen. Da versickern 100 Liter an einem Tag problemlos.

    Man sollte aber die Flüsse und anderen Wasserabläufe im Auge behalten.

    Wenn man mal die Pilzbrille absetzt.


    Für die Hauptpilzsaison ist es sowieso egal. Zwei Wochen ohne Regen bei 30°C, dann ist der Oberboden wieder ausgedörrt.


    GR Ingo

    Ja ist denn schon August?!



    50 Liter Regen von Freitag Abend bis jetzt am Helenesee. Die nächsten Tage soll es auch nicht ganz trocken weiter gehen.

    Ich freue mich schon riesig auf eine.....üppige Mückenplage!


    Zuletzt war es 2017 ähnlich. Die Plagegeister trieben seinerzeit ununterbrochen von Ende Mai bis Ende

    Oktober ihr Unwesen. Naja. Schnell noch im Kaufland beim Repellent zugreifen. Wenn es erstmal angefangen hat,

    ist im betreffenden Regal Ebbe!


    GR Ingo

    Hallo Miteinander,


    ich hatte mich zuletzt in meinem weiter unten stehenden Beitrag mit Morcheln und anderen Sachen auseinander gesetzt.

    Darunter auch mit Frühjahrslorcheln. Aufgrund neuerer Erkenntnisse habe ich mir die Sache mal genauer angeschaut.

    Was ja auch Sinn macht, weil die Pilze eben da sind.


    Aus Österreich und anderen Regionen wurde auch von Funden einer relativ großen Lorchelart - der Aufgeblähten

    Lorchel (Gyromitra inflata) berichtet. Diese soll sich von der "normalen" Frühlorchel durch verschiedene makroskopische

    Merkmale unterscheiden. So zum Beispiel durch Hutlappen, die ziemlich voluminös und drei- bis fünflappig

    daherkommen können. Ansonsten gilt wohl das, was sich auch schon im Herbst bei G. infula und Co. beobachten lässt.

    Die Hüte können sehr variabel ausfallen. Auch von den Farben her, die zwischen hellbraun und dunkel-rotbraun variieren können.


    Von der Beschreibung her sollten die Artmerkmale em ehesten im Stielbereich zu finden sein. G. inflata soll relativ lange,

    grubig-furchige und verdrehte Stiele aufweisen, die rötliche Verfärbungen haben können; im Bereich der Stielbasis auch mehr

    oder weniger bläuliche. Das alles nicht immer konstant und gerne auch verblassend.


    Ich hätte hier mal ein paar Funde des vergangenen Wochenendes im Angebot.

    Gyromitra esculenta in der Standardausführung, mit relativ kurzen, fast weißen Stielen.



    Sowie ein paar von den größeren Lorcheln.






    Gut erkennbar, die langen, verdrehten Stiele - mit Verfärbungen





    Schnittbilder sowie beide Kollektionen im Vergleich. Die "Großen" sind sogar im Schnitt leicht rosa-grau.


    Was meint ihr dazu? Hat sich damit schon mal Jemand hier befasst?


    Gruß Ingo



    Hallöle,


    ich war noch mal vor Ort - der Vollständigkeit halber. So schnell kann man gar nicht gucken, wie die Köpfchen wegschrumpeln.

    Gerade mal zwei konnte ich noch halbwegs intakt erwischen.


    Eigentlich wäre es nicht nötig gewesen, denn das waren von Anfang an Böhmische.

    Halbfreie hatte ich in den guten Morcheljahren auch schon mal. Die sehen schon anders aus.


    GR Ingo

    Hallo nochmal,


    eigentlich benötigen Spitzmorcheln Feuchtigkeit und - Kälte!

    Das vorige Frühjahr viel relativ kalt aus. Da hatten die Morcheln genügend Zeit, sich zu entwickeln.

    Ist aber auch nur eine Theorie. Nicht dass sie demnächst im Mai erscheinen.

    :gplemplem:


    GRI

    Hallo Forum,


    im Regionalforum sind eben gerade die Morcheln los. Deshalb versuche ich es mal hier - mit einem halbwegs morchelfreien Beitrag. So richtig schlau werde ich aus diesem Frühjahr nicht. Die Kollegen auf Arbeit meckern schon rum, wenn es draußen nicht sonnig ist und keine 20 Grad hat. Dabei war Anfang voriger Woche noch Frost und vor gut zwei Wochen Winter. Es ist definitiv zu warm für Anfang April. Das Osterwochenende wäre auch dann noch zu warm ausgefallen, wäre es im Schnitt 10 Grad kälter gewesen.


    Spitzmorcheln hätte es nach meinem Verständnis schon seit Wochen geben können - müssen. Eine Einzige (Morchella purpurascens) konnte ich am Osterwochenende entdecken. Die stand einsam und allein am Wegesrand und war deshalb ziemlich angefressen



    An einer meiner uralten Morchelstellen, dort gab es seit mindestens zehn Jahren nichts zu finden, trieben sich eigentümliche Dinger rum.



    Nach diversen Bildvergleichen halte ich die für Böhmische Verpeln. Die Hutfarben waren ziemlich einheitlich hellbraun. Interessant fand ich die Stielmusterung bei einigen Fruchtkörpern.



    Hätte die Jemand mal in einem Pilzrätsel gebracht, hätte ich verloren. Immerhin war es für mich ein Erstfund. Was es nicht alles gibt! Das war' s dann aber auch mit den halben Morcheln; versprochen.


    Interessant fand ich auch, dass alle möglichen Lorcheln bereits erschienen und zum Teil sogar schon ausgewachsen waren.



    Stattliche Scheibenlorcheln zum Beispiel.


    Frühjahrslorcheln gab es auch zuhauf. An einem freien Standort mitten im Kiefernwald (im Moos) begegneten mir recht ungewöhnliche Exemplare.



    Der Umfang betrug gut 10 cm. Wenn es gen Mai geht, sind so große Fruchtkörper nicht ungewöhnlich. Aber Ende März?! Ich habe mal den Stiel etwas vergrößert.



    Es gibt ja, neben der Frühjahrslorchel und einigen anderen Arten, eine Gyromitra inflata, die bläuliche Verfärbungen am Stiel haben soll. Leider habe ich die Fruchtkörper nicht aus verschiedenen Perspektiven abgelichtet. Hat damit schon jemand Erfahrungenn gesammelt? Vielleicht suche ich die Stelle nochmal auf.


    Zu guten Ende mal ein netter Baumpilz. Vergangenes Jahr hatte ich ja berichtet, dass auf unserem Campingplatz (immer noch) etliche Birken stehen. An einer davon fruktizierte die Nebenfruchtform des Schiefen Schillerporlings. Allerdings ziemlich weit gen Boden. Dort wo Fuchs und Igel ihr Geschäft verrichten.

    Zwei Birken weiter ist mir bereits im Vorjahr eine Vorwölbung am Stamm aufgefallen - allerdings in lichter Höhe von etwa 5m. Immer, wenn man das Teil betrachtet, ist es entweder zu dunkel oder von irgendwo her blendet Licht. Diesmal habe ich den Stamm extrem überbelichtet. Und siehe da, das Objekt wurde erkennbar.



    Noch so einer!


    Ich wünsche allen hier ein erfolgreiches Pilzwochenende.


    Ingo

    Hallo Pilzfreund,


    oft sind es Bergbau-Folgelandschaften, in denen diese Morcheln auftreten - so auch bei mir am Helenesee. Dort geht es ja meist um langfristig gestörte Böden. Allerdings - im angebauten Flechten-Kiefernwald hatte ich noch nie danach gesucht. Ausschließen kann man die aber auch nicht.


    GR Ingo

    Oh weh!


    Was für schlimme Nachricht. Nobi war für mich einer der nettesten Mitstreiter hier in diesem Pilzforum. Und auch im alten pilzepilze-Forum, über viele Jahre zuvor.

    Sein immenses Fachwissen, seine Bodenständigkeit und vor allem sein Humor hatten mir oft weiter geholfen. Leider konnte ich ihn nie persönlich kennen lernen.

    Vielen Dank für alles und ruhe in Frieden.


    Ingo

    Hallo Miteinander,


    die klassische "Spitzmorchel" hat ausgedient. Es gibt mittlerweile nahezu ein Dutzend Arten, die ich noch vor 5 Jahren als Morchella elata angesprochen hätte.

    Meine Standardmorchel wächst bei Kiefern und Espen - zum Teil auch völlig kalkfrei. Morchella purpurascens ist deren Name und die kann tatsächlich überall mal auftauchen.

    Ich hatte am Wochende eine an einem sandigen Wegrand, mitten im Kiefernwald. Daneben Giftlorcheln!


    Böhmische hatte ich übrigens auch als Erstfund. Kalk war da nicht im Spiel.


    GR Ingo

    Bei Nummer 4 wäre ein Sporenabwurf final hilfreich. Wenn die weiß ausfallen, sollte es zu T. scalpturatum kaum Alternativen geben. Der etwas ähnliche T. argyraceum hätte nicht so deutliche Schuppen und sollte nicht vor dem Sommer erscheinen.


    GR Ingo

    Hallo Micha,


    darf der Ritterling das? Darf die Durchschnittstemperatur im März eigentlich über der vom April liegen, gemittelt im Zeitraum 1980 - 2010?

    Eigentlich nicht. Trotzdem sind beide schon da. Der Temperaturrekord und auch Tricholoma scalpturatum! Leider. ==14


    GR Ingo

    Hallo nochmal,


    die Spitzmorcheln (M. purpurascens) sind definitiv nicht an Totholz interessierrt. 2008 hatte ich mal große, helle Exemplare Mitte März gefunden und diese auch im Doppelpilzeforum präsentiert. Insofern sind das schon mit die ersten, die erscheinen können.


    Wutzi

    Was treibst du denn hier im B&B Forum und warum bist du traurig? Mein Schraubglas mit den Trockenmorcheln könnte auch noch viel länger durchhalten, alldieweil ich damit so gar nichts anfangen kann.


    GR Ingo

    @Nimue


    Erstmal musst du die Habitate, wo Morcheln wachsen, studieren. Morcheln brauchen einen kalkhaltigen Boden und Berlin Brandenburg gibts leider nicht so viele davon. Such mal nach Morchelanzeiger, wie zb. Pflanzen, Leberblümchen,dunkles Lungenkraut, Schlüsselblume. Die Suche ist sehr mühsam und braucht viel Gelduld. Das Zeitfenster, wo Morcheln hier wachsen ist von Anfang/Mitte April bis Anfang Mai. Wenn dir das Suchen Spass macht wiest du Erfolg haben.


    Lg Beski

    Hallo Miteinander,


    dort wo die Forsythien in voller Blüte stehen, sind die Wachstumsbedingungen für Spitzmorcheln erfüllt. Das dürfte eben überall der Fall sein.

    Vor zwei Jahren hatte ich einige Exemplare zur Sequenzierung eingeschickt. Bei uns in Berlin / Brandenburg kommt gerne Morchella purpurascens vor.

    Die benötigt nicht unbedingt Kalk. Bei mir im Revier wächst die zum Beispiel bei Kiefern auf Sand, bei Birken auf Sand und am liebsten in der Nähe von Jungespen.

    Ich schaue aber nicht mehr jede Woche nach. Meine Trockenmorcheln reichen noch mindestens 10 Jahre. :gwinken:


    Grüßlis Ingo

    Kennt jemand von euch vlt eine gute Stelle für Morcheln?

    Hallo

    Ich vermute die Koordinaten bekommst du hier nicht. Ausschau halten im richten Habitat, in der richtigen Zeit am richtigen Ort sein und Violà.....

    BG Andy

    .....und noch drei bis vier Wochen Geduld. Für Spitzmorcheln jedenfalls. Die 200 Punkte Grünlandtemperatursumme (GTS) werden wohl an diesem WE in unserer Region großflächig gerissen.

    Wen wundert's - so zeitig wie noch nie!


    GR Ingo