In Wandlitz traf ich öfters mal Leute mit kyrillischem Akzent, deren Plastiktüten schimmlige Herbstrotfüße füllten.
Ich glaube, die waren meist ziemlich stolz darauf. Warum soll man anderen Leuten ihre Illusionen rauben.
Grrr Ingo
In Wandlitz traf ich öfters mal Leute mit kyrillischem Akzent, deren Plastiktüten schimmlige Herbstrotfüße füllten.
Ich glaube, die waren meist ziemlich stolz darauf. Warum soll man anderen Leuten ihre Illusionen rauben.
Grrr Ingo
Hallo Zusammen,
das wird wohl einer der etwas selteneren Raslinge sein. Die Sporen sind ja weißlich.
Im Schnitt sollten die schwach dunkel verfärben. Ich hatte irgendwann auch mal solche Teile.
Allerdings im Frühsommer. Was bei Lyophyllum aber nichts bedeuten muss.
Grüßlis Ingo
Bei mir im Oderland sind die HLF seit mittlerweile 20 Jahren präsent und breiten sich immer weiter aus. Das könnte tatsächlich auch mit teilweise unregulierten Wildbeständen zusammen hängen.
Sie versuchen, in den Nacken und unter die Kleidung zu kommen und beißen sich dann fest. Das Resultat sind entzündete Bissstellen, die eitrig werden und erst nach ca. 2 Wochen verheilen. Gegenmittel: normaler Mückenschutz (Repellent) hilft wenig. Ich hatte den Eindruck, dass Mittel mit DEET 50% etwas hilft. Zumindest, im Nacken. Unter den Klamotten - muss man halt die Augen aufhalten. Wenn die in Schwärmen anfliegen, bin ich ganz schnell weg. Da können noch so viele Ritterlinge rumstehen.
GR Ingo
Hallo Jürgen,
wenn das am Stiel rudimentäre/angetrocknete Ringzonen waren/sind, fällt alles andere raus. Falls nicht, sind es albobrunneum. Wie ich oben schon bemerkte.
T. batschii kann auch mal über Buntsandstein erscheinen, wenn im Boden etwas Kalk ist. Zum Beispiel von geschotterten Wegen etc..
Die braunen Ritterlinge sind eigentlich mittlerweile nicht mehr das Schreckgespenst der Pilzbestimmung. Man muss halt am Fundort Sorge walten lassen.
GR Ingo
Vielen Dank, ihr Beiden,
ich habe es natürlich auch geändert. Wir sind hier schließlich nicht bei 123 meins.
Irgendwo hatte ich das auch mal mitbekommen, daher mein "Anfangsverdacht". Erstaunlicherweise findet man im www nur wenig Erhellendes zu dieser Art.
Sie scheint wohl nicht allzu verbreitet zu sein.
Grüßlis Ingo
Hallo nochmal,
T. pessundatum im Sinne des Erfinders kann hier ausgeschlossen werden. Das ist tatsächlich eine Art, die nicht bitter ist. Außerdem hätte pessundatum eine ziemlich glatte Hutoberfläche, was die namensgebenden Tröpfchen in jedem Fall fördert. Man kann eigentlich ganz gut erkennen, dass da am Stiel Reste von Wülsten vorhanden sind, was wohl der Trockenheit geschuldet ist.
Eine sichere Bestimmung per Bild und Beschreibung fällt somit aus. Bei Cortinarien wird ja allgemein akzeptiert, dass vor allem Jungpilze für eine sichere Beurteilung benötigt werden.
Das ist hier nicht anders.
Nach meinen Erfahrungen würde ich zu 70% für T. batschii plädieren. Die restlichen 30% gehen auf T. albobrunneum. Diese Art ist sehr variabel, vor allem was die Struktur der
Hutoberfläche und der Stiele anbetrifft. Hätten Pappeln in der Umgebung gestanden, würde das den Horizont noch etwas erweitern.
Grüßlis Ingo
Hallo Miteinander,
am Wochenende standen bei einer kurzen Radtour am Helenesee ein paar untypische (riesige) Birkenpilze im Weg. Genauer gesagt, am Wegrand.
Dort wo sich in leichten Vertiefungen bei Regen etwas Wasser sammelt. Die Pilze sahen auf den ersten Blick ziemlich untypisch aus.
Sie erinnerten von der Statur eher an Espenrotkappen. Der größte war schon gut 15 cm hoch und noch nicht aufgeschirmt.
Dazu noch die merkwürdig dunklen Hutfarben, mit einem Farbspiel Richtung Kiefernsteinpilz. Da ich in den Pilzforen seit Jahren nicht nur schreibe,
sondern auch aufmerksam mitlese, dachte ich gleich mal daran, einen Längstschnitt zu machen.
Das war erst einmal enttäuschend, denn es tat sich nichts. Nach ca. 5 min jedoch begannen sich die Stiele dann aber langsam rosa zu verfärben.
Begleitbäume: Kiefern auf Sand in einem rekultivierten Altbergbaugebiet. Die Pilze standen inmitten
von Eichensprösslingen. Möglicherweise waren auch Espensprösslinge und Minibirken dabei. Die nächste ausgewachsene
Birke war ca. 30 m entfernt und kommt somit auch als Wirt in Frage.
Nach aktueller Datenlage sollte es sich somit um den Rötenden Birkenpilz (Leccinum oxydabile rigidipes) handeln.
Allerdings bin ich in Hinsicht Taxonomie nicht immer ganz auf der Höhe. Möglicherweise ist mir bei dem ganzen Wust an
Neubeschreibungen etwas entgangen. Aber unter euch gibt es ja genügend Boleten-Experten, die das eventuell bestätigen können.
Oder auch nicht.
GR Ingo
Hallo Thomas,
wie Stefan schon schrieb, wird es sich wohl um Tricholoma batschii handeln. Zum Teil sind auch die wulstigen Übergänge am Stiel zu erkennen. Wäre es feuchter und die Pilze nicht angetrocknet, wäre dieses namensgebende Merkmal (fastberingter Ritterling) besser zu erkennen.
Grüsslis Ingo
Da auch Felix Hampe mitgemacht hat, sollte das schon ziemlich aktuell sein.
GR Ingo
Obwohl ich meine, dass Kiefern gar nicht in der Lage sind, derart "büschelige" Stämme auszubilden. Robinien schon. Das würde dann eher zu den beiden Gesellschaftern passen.
Leider ist mein Wissen über heimische Gehölze limitiert. Hat da jemand etwas mehr Ahnung?
An Kiefern dürfen die beiden Arten wirklich nicht fruktizieren.
GR Ingo
Sorry Miteinander, für die Überschrift.
Vielleicht schauen ja mal Leute rein, die sich darunter was anderes vorstellen.
In meinen Gefilden finden sich schon Arten die sich solchermaßen verfärben.
Der hier kann das so gut wie kaum ein anderer:
Diesmal völlig intakt. In der Vorwoche gab es an gleicher Stelle eine Ruine dieser Art.
Mitten auf den Sandwegen in unseren Kiefernwäldern erscheinen regelmäßig kleinere Reizker.
Die stehen meist genau dort oder mal an den Wegrändern, aber nie im Wald.
Hin und wieder machen die auch mal auf blau. Daher auch der Name.
Es handelt sich um den Wechselblauen Reizker (L. quieticolor). Eigentlich eine Typusart solcher Biotope.
Allgemein scheint für Sprödblättler die Feuchtigkeit im Boden noch auszureichen. Einige Täublingsarten
fruktizieren auch noch. Aber aufgrund der anhaltenden Trockenheit wird es immer weniger.
Den Baumpilzen scheint das aktuell weniger auszumachen. Die fette Glucke erspare ich euch mal.
Dafür beschäftigt mich nachfolgender Fund immer noch ein wenig.
Riesenporling vergesellschaftet mit Schuppigem Stielporling. Aber was machen die an diesem Baum?
Die große Kiefer steht noch. Die Nebenbäume wurden gefällt. Habe ich was übersehen? Gibt es da eventuell
altes Gewurz unter den Kiefern oder waren die Nebenbäume was ganz anderes?
Außer Birken und Robinien haben wir auf den Gelände keine stämmigen Laubbäume.
Grüßlis Ingo
Hallo Zusammen,
die Dürre in den Wäldern ist mal wieder bedrückend. Immerhin gab es im Monat August in meinen Hauswäldern verbreitet Niederschläge.
Die waren wie immer ungerecht verteilt. So zwischen 50 und 75 Litern. 2/3 davon in den letzten beiden Augustwochen.
Der September hingegen brachte kaum Zählbares. Die Niederschläge im August reichten zumindest dafür, ein sporadisches Pilzwachstum
zu entfachen. Vor allem dort, wo das Wasser sich sammeln konnte.
Hier ein paar Impressionen vom Smartphone:
Keulenfüßiger Trichterling (unglaublich, aber Erstfund)
Gallenstacheling (lecker mehlig riechend)
ein abgefressenes Kornblümchen (Drittfund)
sowie bei Birken auf Sand dieser Cortinarien - Dickfuß
Dazu fehlt mir gerade jede Idee. Das Fleisch schmeckte deutlich bitter. Mitgenommen hatte ich nichts.
Ich meinte, das Teil sollte schon makroskopisch bestimmbar sein.
Die Prognosen hinsichtlich Niederschlag sind nicht so dolle. Aber vielleicht haben wir ja Glück.
Immerhin scheint es nun herbstlicher zu werden.
So, ich für meinen Teil werde jetzt den Rest meiner kleinen Mischmahlzeit auffuttern.
Grüßlis Ingo
Man lernt halt nie aus. Noch so eine Rarität!
Hi Jörg,
kannst auch Birkenrotkappe (L. versipelle) dazu sagen. Seit Jahren bei mir leider nur noch sehr vereinzelt. Auf dem Polenmarkt in Slubice konnte ich letzte Woche eine Handvoll erkaufen. Ich finde die nämlich lecker.
GR Ingo
Hallo Uwe,
das sind schon noch verschiedene Arten. Dein Fund sieht stark nach L. giganteus aus. Dazu passt auch der beschriebene Geruch. Übrigens schmeckt der auch pervers süßlich.
Ich hatte hin und wieder was damit kulinarisch versucht. Ist nicht ganz so schlimm wie Nebelkappe, aber auch nicht weit weg. Insofern kommt das nicht mehr in den Topf. ![]()
Begleitbäume spielen eigentlich keine Rolle - das sind Folgezersetzer. Bei uns wachsen die im Rasen unter Kiefern.
GR Ingo
Wer tummelt sich denn hier alles?!? Gut so
. Wird aber so langsam Zeit, dass es regnet.
GRI
Moin Miteinander,
das runde Teil ist für mich genauso eine RIMUMO, wie die anderen im Bild. Solche Wuchsformen gehören einfach in die Variationsbreite. Ich hatte auch schon mal Spitzmorcheln, die mehrheitlich cremefarben waren. Das war noch in den guten, alten Zeiten (2008).
GR Ingo
Hallo Zusammen,
das scheint dieses Jahr regional ziemlich unterschiedlich auszufallen. Die beiden Morcheln am Helenesee waren verdorrt. Es kamen auch keine nach.
Es gab auch ansonsten keinerlei Pilze, abseits von Baumstümpfen. Ich denke, da machen manchmal 10 Liter Regen, oder auch nicht, den Unterschied.
Ganz unmöglich ist es sicher nicht, dass nach dem doch ergiebigen Regen noch etwas hinterher kommt. Mal sehen.
GR Ingo
Heute war ich erfolgreicher. Wenige Kilometer außerhalb Berlins im Norden haben sich 23 Speisemorchel(chen) einsammeln lassen.
Immerhin.
Sieht so aus aus, als wenn sich kommendes Wochenende zum prospecting lohnt.
Hallo Tom,
Apfelbaumplantage???
Die 80 Liter sind schon hochgerechneter Schnitt für Berlin. In Müllrose (privat) haben wir eben 54 Liter Jahresniederschlag. Das nach mittlerweile 100 Tagen.
Ich könnte mir vorstellen, dass die nach wie vor unterkühlten Temperaturen hier eine dramatische Austrocknung bislang verhindert haben.
GR Ingo
Wir hatten in diesem Jahr bislang regional ca. 80 Liter Niederschlag. Ergiebige Niederschläge sind weit und breit nicht in Sicht. Katastrophal!
Bis auf zwei Einzelmorcheln war an meinen Stellen nichts zu finden. Vor allem auch keine einzige Frühjahrslorchel.
Das sind keine guten Voraussetzungen. Ein Morcheljahr wird es auf jeden Fall nicht. Leider.
GR Ingo
Morcheln sehen ist auch eine ganz andere Geschichte.
![]()
Hallo Zusammen,
kein Problem: Kiefer (hauptsächlich), Pappel, Espe. Bei Kiefer und Pappel auf blankem Sandboden (M. norvegiensis).
Alles am Helenesee bei FFO.
GR I
Außer in irgendwelchen Gärten habe ich die noch nicht gesehen. Selbst mit normalen Fichten sieht es hier recht schmal aus.
GR Ingo
Glückwunsch!
Übrigens nicht so ganz verwunderlich. Im Stadtgebiet sollte die 200 Punkte Marke (Grünland Temperatursumme) schon überschritten sein.
In Frankfurt/Oder ist sie übrigens morgen fällig. Das ging dann doch ziemlich schnell, wenn man bedenkt, dass wir bis vor 4 Wochen noch keine 10 Punkte hatten.
Ich glaub' nicht, dass Böhmische unbedingt Kalk brauchen. Ich hatte die schon in Marzahn im Wohngebiet, mitten im Gestrüpp zu stehen.
Bei den Spitzen gibt es auch Arten, die ganz ohne können.
GR Ingo
