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letzter Beitrag von Beorn am

Vergiftung von Asylsuchenden/Flüchtlingen mit Knollenblätterpilzen

  • Hallo zusammen,


    habe in Pilze 123 folgenden link aufgrund aktueller Pilzvergiftungen in Niedersachsen gefunden:


    [font="Verdana, Arial, sans-serif"]https://www.mh-hannover.de/46.html?&tx_ttnews[tt_news]=4180&cHash=e2bf2888f1134b648ca89fe740f1a07c[/font]



    Wenn direkter Zugriff über den link nicht möglich diesen in den Browser eingeben. Dann klappts auch mit dem link


    Gruß aus dem Taunus
    Waldi

  • Hallo,


    in einem Nachbarforum habe ich folgende Info gelesen:



    https://www.mh-hannover.de/46.html?&tx_ttnews[tt_news]=4180&cHash=e2bf2888f1134b648ca89fe740f1a07c


    Der Link muss wohl kopiert und in die Adresszeile eingegeben werden.



    Asylsuchende/Flüchtlinge verwechselten offensichtlich Knollenblätterpilze mit einem ihnen bekannten essbaren Pilz.
    Alleine in einer Nacht wurden haben sich17 Asylsuchende/Flüchtlinge vergiftet.
    Aktualität: 16.09.15
    MMH Medizinische Hochschule Hannover


    Es gibt dort auch Info-Plakate in der Heimatschrift zum Herunterladen.


    Gruß



    Falke

    LG
    "Vincent der Falke" :)



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  • Waldi,


    das ist ja ein Zufall. Beide gleichzeitig gepostet.


    Gruß
    Vince

    LG
    "Vincent der Falke" :)



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  • Hallo,


    danke für die Info. Ich weiß gerade nicht, ob ich über den schlecht formulierten/fehlerhaften Zeitungsartikel lachen soll oder nicht. Auf alle Fälle ein sehr spannendes Thema. Interessant wäre es noch zu wissen, was das für ein essbarer Pilz in Syrien sein soll. :eek: :eek:


    Trotzdem außer den Plakaten; was oder wer soll die Asylsuchenden noch aufklären vor Giftpilzen; bzw. Funde kontrollieren. Aufgrund des Artikels werden die glaube ich nicht die PSV aufsuchen.


    l.g.
    Stefan

    Risspilz hui; Rissklettern pfui.


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Cool, endlich kann ich aufgrund des Artikels den Knolli sicher identifizieren :alright:


    "Der Knollenblätterpilz wächst im Zeitraum von August bis Oktober in Laub- und Laubmischwäldern. Zu erkennen ist er an einem drei bis 15 Zentimeter breiten Hut, der glockig bis schirmartig ausgebreitet ist. An der Unterseite befinden sich weiße Lamellen. Die Farbe des Giftpilzes ist grün, grün-gelb oder weiß. "




  • Hallo Verena,


    :D Ja genau so was meinte ich. :alright: Trotzdem ist das ein ernstes Thema, das leider nur die Heimbetreiber lösen können.


    l.g.
    Stefan

    Risspilz hui; Rissklettern pfui.


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • "Der Knollenblätterpilz wächst im Zeitraum von August bis Oktober in Laub- und Laubmischwäldern. Zu erkennen ist er an einem drei bis 15 Zentimeter breiten Hut, der glockig bis schirmartig ausgebreitet ist. An der Unterseite befinden sich weiße Lamellen. Die Farbe des Giftpilzes ist grün, grün-gelb oder weiß. "



    :eek: :eek: :eek:

    Alle haben gesagt: Das geht nicht! Dann kam einer -der wußte das nicht- und hat es gemacht ==Gnolm1


  • Hallo Frank,


    Du hast vollkommen recht. Richtig muss es heißen : "haben sich vergiftet".
    Aber ich habe es eben auf die Schnelle gepostet.
    Gruß
    Falke

    LG
    "Vincent der Falke" :)



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  • Mausmann , wollten wir ihnen mit D. zusammen nicht helfen, die richtigen erkennen? Seufz, ich möchte denen so gern helfen!
    [hr]
    PS: sorry wenn ich naiv bin- ich bin gerne naiv!

    Liebe Grüße, Juliane




    [font="Arial Black"]man kann alle Pilze essen, manche jedoch nur einmal [/font] :plate:


    83 Pilzchipse (+2 Trompetenschnitzlingabdruck)


    *JE SUIS CHARLIE*

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  • Hallo Stefan und Verena - und natürlich an alle anderen,


    ich sehe das ein wenig anders als Ihr... Natürlich ist der grüne Knolli nicht genau beschrieben - aber dieser Artikel ist ja auch kein Artikel aus einer Fachzeitschrift. ;)


    Ich lese die Beschreibung anders als Ihr: Wenn alle Menschen mit wenig Pilzkenntnissen und womöglich auch noch Sprachverständnisproblemen die dort beschriebenen Pilze stehen lassen - was passiert dann? Es bleiben vielleicht ein paar essbare Pilze im Wald stehen... - aber wahrscheinlich auch sehr viele "Giftzwerge"...


    Okay, das ist jetzt nur meine Sicht der Dinge - und aus dem Berufsleben kenne ich diese Problematik sehr genau: Wie erkläre ich eigentlich mit ganz einfachen Worten auch etwas kompliziertere Dinge? Ist nicht immer einfach... :hmmm: ...


    Liebe Grüße


    Sabine

  • Hallo aus dem Siegerland,
    wir haben heute die in unserem Dorf untergebrachten Asylbewerber gefragt, ob sie mit gehen, wenn wir ab Montag (dann wird es hoffentlich hier etwas trockener sein) in den Wald gehen. Die Leute haben Zeit (dürfen ja nicht arbeiten) und freuen sich über Kontakte. Was liegt da näher, als zusammen mit ihnen in den Wald zu gehen UND noch etwas zu finden, was sie bestimmt aus ihrer Heimat kennen?


    In diesem Sinne - einfach mal fragen!


    LG
    Sibo4630


    PS
    In einem Pilzbuch gibt es gaaaanz viele Bilder, dazu braucht man sogar keine Sparachkenntnisse :)

    [font="Trebuchet MS"] [/font]Beklage Dich nicht, dass es Dir schlecht geht, dafür geht es Anderen besser!


  • wir haben heute die in unserem Dorf untergebrachten Asylbewerber gefragt, ob sie mit gehen, wenn wir ab Montag (dann wird es hoffentlich hier etwas trockener sein) in den Wald gehen. Die Leute haben Zeit (dürfen ja nicht arbeiten) und freuen sich über Kontakte. Was liegt da näher, als zusammen mit ihnen in den Wald zu gehen UND noch etwas zu finden, was sie bestimmt aus ihrer Heimat kennen?


    Ein ganz feiner Zug. :alright: :sun:

                                                                               
    Im Forum gibt es keine Verzehrfreigaben, nur Hilfestellungen zu eigenständigen Vergleichen!


    Hier findet ihr eine Übersicht über bestimmungsrelevante Informationen!


  • Hallo,


    das ist fatal, die Beschreibung trifft auch auf Russula aerugina zu. :hmmnmz:

  • HoBi ich seh das auch so, lieber alle grü+nen Pilze stehen lassen, wenn man sich nicht genug auskennt, das Problem war aber wohl eher, daß es in der Gegend wo sie herkommen, eßbare gibt, die ähnlich aussehen. Also müßte man für Interessierte Führungen machen welche Pilze HIERzulande eßbar sind. Naja, ich trau mich ja selber nicht welche zu sammeln zum Essen.....aber ich zeige gern die Wälder!

    Liebe Grüße, Juliane




    [font="Arial Black"]man kann alle Pilze essen, manche jedoch nur einmal [/font] :plate:


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    *JE SUIS CHARLIE*

  • Das ist ja echt fatal mit den Vergiftungen. :eek:


    Mit den Asylsuchenden mal in die Pilze zu gehen und ihnen erklären was hier wächst, wie man es unterscheidet, was man darunter nutzen kann und all solche Dinge, das hilft ihnen durchaus und ist auch gerne gesehen. Vielleicht kann man dadurch auch die eine oder andere Vergiftung verhindern wenn man sich den Artikel ins Gedächtnis zurückruft.
    Es geht bei so einer Exkursion auch nicht nur um die Pilze an sich obwohl es schon von Gewicht ist den Menschen das richtige Verhalten und die möglichen Gefahren aufzuzeigen. Es geht nämlich auch darum soziale Nähe zu geben. Die Leute haben meist alles verloren, aufgeben müssen oder sind teilweise durch eine Hölle von Tod, Peinigung und Krieg gegangen. Denen ist jede helfende Hand ein großes Geschenk. Ich mach das auch und ich freue mich über das Vertrauen das mir dabei entgegengebracht wird. Luckie hat sich auch bereit erklärt dabei zu helfen.
    Das kannst du vielleicht auch.


    Natürlich kann man auch anders helfen als mit ihnen in den Wald zu gehen. Man muß es nur tun.
    Asylanten sind auch keinesfalls irgendwelche Schmarotzer, Hinterwäldler oder anderes aus dem Reich der Beschimpfungen. Es sind Menschen in Not. Witwen, Waisen, Akademiker und Bauern, Leute wie du und ich. Auf der Flucht vor ihrem alten Leben. Gerne hätten sie ihr altes behalten wenn man es ihnen nicht zerstört hätte.
    Auch meine Eltern und Großeltern waren einst Kriegsflüchtende, das und die Geschichten darum habe ich nicht vergessen.




    Mausmann , wollten wir ihnen mit D. zusammen nicht helfen, die richtigen erkennen? Seufz, ich möchte denen so gern helfen!
    ...


    Ja, nur leider hatte sie jetzt eine OP und die Sache muß nach hinten geschoben werden. Einen Termin können wir momentan nicht machen.

  • Bei uns wohnt eine syrsiche Flüchtlingsfamilie.Sie haben mir fotos von Pilzen gezeigt, die ( nicht nur) sie in Syrien gern gesammelt und gegessen haben. Sie waren weiß und recht groß und hatten einen dicken sandigen Fuß - soviel erinnere ich noch. Und sie sollten bevorzugugt in der Nähe von Zedern zu finden sein. Hatte sowas noch nie gesehen... Ich lassen mir das Bild mal zuschicken und versuche es hier hochzuladen. Damit wird vielleicht deutlicher, wonach Syrer in unseren Wäldern möglicherweise suchen und welche Verwechslungsgefahren bestehen.
    Und ich greife die Idee mal auf und gehe mit Ihnen am WE in den Wald :)
    Liebe Grüße
    eszet

  • Hallo zusammen!


    ich finde das ein sehr spannendes Thema!
    Und freue mich, daß hier auch gleich Möglichkeiten diskutiert werden, wie man da zusammen was machen kann.


    Eszet, das wäre wirklich klasse, wenn du die Bilder zeigen könntest. Ohne jetzt allzuviel Hoffnung auf eine bestimmung zu machen: Aber es ist einfach spannend. Klar, Grüne Knollenblätterpilze kommen als temperate Art in Syrien eben nicht vor. So ähnlich ist es bei Einwanderern aus dem Osten Russlands, wo die Art ebenfalls fehlt.


    Die beiden nahezu gleichlautenden und gleichzeitig entsandenen Themen von Buchi und Falke habe ich übrigens mal zusammengefügt.
    Und verschiebe beides noch ins Forum "Pilze allgemein", denn um eine Bestimmung direkt geht es ja eigentlich nicht.
    Dort bleibt das Thema auch glaube ich etwas länger "frisch", geht nicht zwischen den Anfragen unter.


    Bitte weitermachen! :alright:



    LG, Pablo.

  • Hallo, Eszet!


    Einen verdacht hätte ich, aber das ist schon sehr vage anhand des Bildes. Wenn das eine Art mit weißen lamellen, mit Ring und auch mit großer, häutiger Scheide um die Stielbasis ist (die wird hier beim Rausdrehen abgegangen sein), dann könnte ich mir gut Amanita ovoidea (Eierwulstling) vorstellen. Also durchaus eine verwandte Art des Knollenblätterpilzes (Amanita phalloides), die auch sehr ähnlich sieht.
    Amanita ovoidea ist vor allem in südlichen Ländern verbreitet, dürfte auch in Syrien vorkommen, und gilt in den meisten mediterranen Ländern als guter und begehrter Speisepilz.



    LG, Pablo.

  • der sieht ja spannend aus,danke für das Bild! aber eine Idee hab ich nicht,da müssen die Profis ran


    Ah Pablo war schneller und hatte auch ne Idee!

    Liebe Grüße, Juliane




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