Beiträge von Drosophila

    Hallo Stefan, ich denke, dass die Diskussion zum Buch hier nicht in diesen Thread gehört. Außerdem meine ich, wäre es fairer, Kritiken an dem Buch nicht öffentlich zu führen. Lg Engelchen

    Hallo Engelchen,

    die Diskussion hat an anderer Stelle stattgefunden, worauf Stefan verweist. Nicht hier. Und Kritik an einem Buch hat sowas von öffentlich zu erfolgen, schließlich wurde die Schrift im wahrsten Sinne "publiziert"! Zum Dritten wurde der Thread mit Bitte um Literaturempfehlung gestartet, passt also alles. Zudem fällt die Kritik recht ausgewogen aus: ja, es gibt hartnäckig unkorrigierte Fehler, aber das Buch sei trotzdem gut :)

    Dann herbarisiere ich jetzt einen und hebe ihn auf für vielleicht irgendwann mal. Wird ja nicht schlecht. g:-)

    Hallo Ihr Lieben,

    vermelde nur kurz einen Erstfund der heutmorgigen Gassirunde im Sprühregen. Mit Kaffetasse in der Hand. Normalerweise geht's gerade hoch zur Wiese, damit mit man sich die Hundeleine sparen kann. Wollte aber rechts ab am Waldrand entlang kurz gucken, ob sich endlich mal was auf der Saftlingswiese tut. Immer noch nichts! Dafür vor den Espen ganz viele Grünlinge (Tricholoma frondosae), die sind mir ja noch nie aufgefallen. Also einmal Perser für mich :)


    1_Die Espen am Buchen-Waldrand vor Saftlingsiese. Keinerlei Nadelbäume.


    2_Tricholoma frondosae,gelbe Lamellen mit schönen Schuppen auf Hut


    3_sofortige Guajakreaktion unter 20s nur an Stielbasis, im Schnitt überhaup nichts, auch nicht nach halber Stunde. Fläschchen ist allerdings schon 3 Jahre alt (!), aber es tut ja etwas. Außerdem sehr nass aufgesogener Frk und nur ein Exemplar untersucht. Darf das so?

    Sorry für diese dem schönen Pilz nicht gerecht werdenden Telefon-Bilder. Zufallsfund beim Heimradeln durch den Burgwald, leichter Frost. Die beiden größeren lagen bereits von einem Schweinchen umgeworfen, der Mittlere Fuß oben: Stielbasis leicht angefroren, matschig (daher die Rötung im Anschnitt?)


    Immerhin habe ich gestern Abend den Speisewert untersucht: von einem Flocki nicht zu unterscheiden!




    Guten Morgen ihr Lieben,


    freue mich auch sehr auf den weiteren Verlauf dieses Berichtes, bin dabei!:kaffee:


    Auf meinen Saftlingswiesen scheint es übrigens auch gerade erst los zu gehen. Haben die irgendwie beschlossen, dass es noch lange mild bleibt und keine Eile besteht?


    Und jetzt noch einmal Melönchens 3D-Bild genießen. Hatten die nach Honig gerochen?


    LG,

    Verena

    Hallo Maria,

    klasse Anfrage, die wieder einmal echtes Weiterbildungs-Interesse zeigt! Sich einfach nur die Art verraten lassen, ist einfach, aber nicht nachhaltig. Man muss die alten Hasen bitten, laut zu denken. Der schwierigste Schritt ist tatsächlich, den Fuß in die Tür zu bekommen (Oehrlings Orientierungspunkte), um den dahinterliegenden Raum selbst sortieren und ausschmücken zu können.


    Ein krönender Abschluss wäre doch jetzt, Uwes Angebot anzunehmen und ihn zu bitten, uns seinen Weg durch den Schlüssel zu erklären - ich fänd's spannend :)

    Hallo ihr drei,

    wieder einmal toll aufgearbeitete Impressionen eurer Tour ==15


    Aber bei der vermeintlichen "Kröte" wär ich an eurer Stelle ja ausgeflippt: das ist doch eine waschechte Gelbbauchunke! Die hab ich in Deutschland noch nie gefunden. Für's nächste Mal wünsche ich mir ein Bild von der Unterseite ==10

    Moin Alex,


    da muss ich doch mal zugeben, dass deine "schnelle Kryotechnik" für Pilzmaterial durchaus tauglich ist ==Gnolm8

    Wenn man so darüber nachdenkt, ja auch erklärbar: ein einheimischer Asco-Becher muss es gewohnt sein, nachts auch mal einfrieren zu können, ohne gleich Matsch zu sein. Gut möglich, dass das Zytoplasma auch Gefrierschutzmittel (Glykole) enthält. Ein Stück Milz so behandelt sieht ganz anders aus. Unsere Zellmembran hat aber auch keine Chitin-Verstärkung. Außerdem sind die Strukturen, auf die es ankommt, deutlich größer! Wie dick hast du jetzt eigentlich geschnitten? Der Schnitt oben in Nr. 9 ist ja schon ein ganz schöner Oschi. Macht ja auch Sinn. Leichter zu händeln und was will man mit lauter angeschnittenen Schläuchen und Sporen. So gesehen auch nicht verwunderlich, wenn man mit Paraffin Probleme bekommt. Pilzmaterial ist in seiner Festigkeit ganz anders als tierisches Gewebe. Die Methode ist bestimmt nicht einfach übertragbar. Da müsste man erst für gute Ergebnisse verschiedene Wachshärten, Schneidetemperaturen, Messerwinkel -und Härtegrade ausprobieren. Mal suchen, was es da an Protokollen gibt.

    Die Schrumpfungsproblematik nach Fixierung ist natürlich noch so ein Problem, das du hiermit umgehst. Vor allem, wenn man die Probe noch bestimmen will bzw. als Beleg angefertigt hat. Ist ja in der Histo sonst nicht so wichtig bzw. man hat ja seinen internen Maßstab über den Erythrozyten-Durchmesser. Oder zu jeder Pilzprobe in den Finger pieksen ==Gnolm4


    Klar, für die nötige Adhäsion brauchst du beschichtete OT. Wir silanisieren die sogar selbst, spart Geld. Ihr habt es aber nicht zufällig geschafft, entplastete Technovit9100-Schnitte von Knochenmark zu autoklavieren, ohne dass die Bälkchen abschwimmen? Dann komm ich sofort vorbei. Wir wussten uns nicht anders zu helfen, als die umständlicherweise mit einem Epoxidkleber festzukleben.


    Sag noch mal kurz, mit was du rot/blau gefärbt hast. Sieht aus wie Methylenblau-Fuchsin?


    Alles in allem noch mal Danke für die Anregung ==Gnolm8


    Hi Alex,


    feine Idee, Labortechniken vorzustellen ==Gnolm8

    Was jetzt fehlt, sind Mikrobilder des Ergebnisses. Außerdem eine anwendungsbezogene Beschreibung: wozu einen Dünnschnitt und weshalb am Kryostaten.

    Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass das Ergebnis hübsch wird. Die Probe einfach so wie du zeigst in DMSO einfrieren dauert so lange, dass dir unweigerlich riesige Eiskristalle deine Strukturen zerstören. Ich betreibe einigen Aufwand, um das zu vermeiden. Selbst die Probe in flüssigen Stickstoff werfen (-200 °C) reicht nicht. Wird zwar augenscheinlich sofort hart, es hatte sich aber kurz eine isoliernde Gasphase um die (warme) Probe gebildet. Dehalb muss man vorher noch durch ein anderes Medium wie z.B. Isopentan. Die lästige Hampelei besteht darin, dass man das auch in einem Gefäß mit Stickstoff kühlt, es aber schnell zu kalt oder zu warm wird. Wenn festgefroren, dann Mist.


    Warum also nicht gleich fixieren und in Paraffin einbetten? In der Immunhistochemie braucht man die Kryomethode, wie du schon angedeutet hast, wenn man Antigene nachweisen möchte, die durch eine Fixierung so verändert werden, dass man sie mit dem entsprechenden Antikörper nicht mehr nachweisen kann. Durch einige Tricks (Antigendemaskierung) ist es manchmal dennoch möglich. Wie dem auch sei, keine Anwendung für den Hobbymykologen.


    Was für die Kryomethode in der Mykologie sprechen könnte, wäre der Erhalt einiger Hypheninhaltsstoffe wie Öltropfen. Die würden natürlich bei der Entparaffinierung im Xylol rausgewaschen.


    Du kannst deine Kryoschnitte übrigens halbwegs fixieren, wenn du sie nach dem Trocknen 10 min in Isopropanol inkubierst. Dann verlierst du die Schnitte nicht so leicht beim anschließenden Färben ;)


    Moin Alex,

    als wässriges Einbettmedium für gefärbte Histo-Präparate nehmen wir hier Mowiol (von Merck). Also Polyvinylalkohol (PVA). Es sollte eigentlich nichts dagegen sprechen, sich bei z.B. amazon ein Beutelchen in nicht-Laborqualität zu bestellen. Mit 100 g für 12 € hättest du dann ettliche Lebensvorräte, kann man aber bestimmt auch als Lack oder Klebstoff zum Basteln für Osterdeko einsetzen. Ich kann auch gerne bei den TA's hier nachfragen, wie sie es ansetzen. Man muss das Pulver wohl lange in warmem Wasser anrühren und erhält einen sehr viskösen "Honig", wo man sämtliche Luftbläschen herauszentrifugieren muss. Beim Eindecken gibt's dann auch nochmal Tricks wie Pipettenspitze abschneiden, Deckglas ansetzen, 20 µl Wasser vorlegen und so. Probier doch mal aus und berichte!

    Hallo Hexe,


    ein ausgesprochen hübschen und interessanten Fund hast du da gemacht! Bitte nicht entsorgen, sondern dran bleiben mit den Untersuchungen.


    Mein erster Eindruck, bevor ich vom Vorschlag der mir unbekannten Schildkröten gelesen hatte, war ein stämmiges Büschel sehr ungewöhnlich gewachsener Lepista paneaeolus. Auch eine Option? :/

    Hallo Thomas und Christoph,

    ein interessanter Gedanke zur Begriffsklärung. Lamellen sind ja multifunktionelle Gebilde. Letztendlich Sporenproduzenten, wobei die Mechanik des Sporenabwurfs bezüglich aller Abstände samt Mikroklima nicht trivial entwickelt sind. Andererseits sind Lamellen auch tragende Elemente zur Stabilisierung des Konstruktes Hut.

    Bei tiefligenden aderigen Querverbindungen relativ schmächtiger Hüte würde ich die biomechanische Eigenschaft höher gewichten. Ich frage mich aber gerade, ob diese Erhebungen auch zum Hymenophor zu zählen sind, also Basidien tragen? Oder ob es getrennt wird: sterile Strukturverbindungen sind vielleicht die Queradrigkeit während deutliche Anastomosen fertil sind bis hin zum Extremfall der eckigen Röhren von Hohlfußröhrlingen? Wie sähe es z.B. bei Mycena galericulata aus; wenn ich die Queradern mikroskopiere, würde ich Basidien finden?

    Die Fliegenmaus ==10==11! Und es kommt echt noch ein Poetry-Video??? :ghurra:


    Die Nobi-Pilze wurden verpackt, hatten aber wohl den Transport nicht überstanden. Außerdem kann ich mir schwerlich vorstellen, dass an besagtem Samstag noch Kapazitäten frei waren für gewissenhafte Bestimmungsübungen!? ==Gnolm14 Den auf Nr. 28 und 29 hatte ich auch jemandem ins Körbchen geworfen, weil ich den nicht zuordnen kann. Oder erkennt den jemand so? Ich füg die Bilder noch mal ein:




    Der Entoloma, den ihr bestimmt habt (Entoloma serrulatum caeruleum), entspricht dann wohl dem oberen, den ich abgelichtet habe. Auf meinem Bild fällt auf, dass der unten links pigmentierte Cheilozystiden hat. Sind also mehrere Arten nebeneinander gewachsen:



    Oh Mann, jetzt am Schreibtisch sitzend würde ich am liebsten zurück an den sonnigen Sandtrand kriechen und mit Grüni mehr Seeungeheuer bauen ==10==10==10

    Ah, deshalb. Hatte noch nie Bilder nur im Anhang aufgelistet, sondern immer im Text eingefügt und eine Geschichte drumherum geschrieben. Aber jetzt war ich einfach zu genervt wegen des "unbekannten Fehlers beim Hochladen", dass ich es einfach nur raus haben wollte. Hätte ich das jetzt auf morgen verschoben, wär der Sankt Nimmerleinstag draus geworden. So könnt ihr jetzt wenigstens Diashow gucken, Pilze sind ja bereits bestimmt ==Gnolm13

    Hallo liebe Rasselbande :gwinken:,


    ich zehre immernoch von diesem tollen Treffen! Bin so froh, dass ich troz eigentlich keiner Zeit und Tanzen auf zwei Hochzeiten dabei gewesen bin. Für den Samstag Abend hätte ich unbedingt einen Klon von mir haben müssen zum dabei sein ==Gnolm6 Würde mich aber sehr freuen, noch nachträglich dem Hans seinen Film zu gucken ==Gnolm3


    Inzwischen habe auch ich es jedenfalls geschafft, meine Speicherkarte auszuschütten. ==Gnolm7





    (*Stunden später) Menno, ich geb auf. Ist mein erster bildreicher Beitrag im neuen Forum. Cool, dass man nicht mehr jede Datei einzeln hochladen muss, aber bei der Hälfte der Dateien ist nicht hochladbar.


    Nur 40 Bilder, max. 100 sind erlaubt. Habe extra unter 50 MB Gesamtgröße komprimiert. Ich hau das jetzt trotzdem raus, sonst schaff ich das nie. Hab nun aber keine Zeit mehr, alles zu beschriften ==Gnolm9. Mal gucken, was passiert, vielleicht klappt es ja doch...

    Hallihallo,


    bin auch wieder im Lande!


    Mit einem riesengroßen Dankeschön an Christoph :gwinken:! Gut, das Ergebnis wäre anders hübscher gewesen, aber was gelernt und Spaß gehabt ==Gnolm7

    Komme ja gerade von einer tollen pilzreichen (!) Kriegelsteiner-Kurswoche. Über Polyporus gab es zu lernen, dass es nur noch zwei "echte" gibt: den Tuberaster und den Eichhasen. War lange nicht die einzige Systematik-Überraschung, muss ich alles noch sacken lassen und verinnerlichen.


    Und ich sehe, ihr seid schon bei der nächsten Wette g:D

    Hallo zusammen,


    schauen wir mal weiter mit den Erdsternen. Dass es derart auffällige Entwicklungsstörungen mit krassen Sporenanomalien gibt, ist natürlich höchst spannend, wichtig zu wissen, aber macht die Sache nicht einfacher. Ich sehe auch variable Sporengrößen und Ornament-Ausprägungen, aber nicht so krass wie bei Pablo.


    1_An einem der Exemplare mit heller Endoperidie (mutmaßlich G. pectinatum) klebt eine Art Kruste, könnte man abknibbeln. So stelle ich mir Reste eines pseudoparenchymatischen Ringes vor - seht ihr das, rechts unter der Endoperidie?



    2_Aus diesem FRK stammt folgendes Sporenpräparat. Wirklich krass geschmückte Sporen, was?



    3_Die Sporen der Kragenerdsterne (G. striatum, dunkle Endoperidie, s. o.) sind deutlich kompakter mit Ornament bestückt:


    Beide Bilder bei gleichem Objektiv freihand durchs Okular geknipst und mit gleicher Pixelzahl beschnitten. Weil sie so schön sind, werde ich aber gleich mal mit dem Hans das Konfokal-Mikroskop bemühen. Dann gibt's auch Maße und 3D-Bilder! Wollten wir schon immer mal an Pilzen testen. g:D


    Was ich aber immer noch nicht auf die Kette kriege: belastbare Merkmalskombinationen zur Differenzierung von

    - G. pectinatum

    - G. schmidelii

    - G. berkeleyi

    ==Gnolm4