Beiträge von Drosophila

    Hallo ihr drei,

    wieder einmal toll aufgearbeitete Impressionen eurer Tour ==15


    Aber bei der vermeintlichen "Kröte" wär ich an eurer Stelle ja ausgeflippt: das ist doch eine waschechte Gelbbauchunke! Die hab ich in Deutschland noch nie gefunden. Für's nächste Mal wünsche ich mir ein Bild von der Unterseite ==10

    Moin Alex,


    da muss ich doch mal zugeben, dass deine "schnelle Kryotechnik" für Pilzmaterial durchaus tauglich ist ==Gnolm8

    Wenn man so darüber nachdenkt, ja auch erklärbar: ein einheimischer Asco-Becher muss es gewohnt sein, nachts auch mal einfrieren zu können, ohne gleich Matsch zu sein. Gut möglich, dass das Zytoplasma auch Gefrierschutzmittel (Glykole) enthält. Ein Stück Milz so behandelt sieht ganz anders aus. Unsere Zellmembran hat aber auch keine Chitin-Verstärkung. Außerdem sind die Strukturen, auf die es ankommt, deutlich größer! Wie dick hast du jetzt eigentlich geschnitten? Der Schnitt oben in Nr. 9 ist ja schon ein ganz schöner Oschi. Macht ja auch Sinn. Leichter zu händeln und was will man mit lauter angeschnittenen Schläuchen und Sporen. So gesehen auch nicht verwunderlich, wenn man mit Paraffin Probleme bekommt. Pilzmaterial ist in seiner Festigkeit ganz anders als tierisches Gewebe. Die Methode ist bestimmt nicht einfach übertragbar. Da müsste man erst für gute Ergebnisse verschiedene Wachshärten, Schneidetemperaturen, Messerwinkel -und Härtegrade ausprobieren. Mal suchen, was es da an Protokollen gibt.

    Die Schrumpfungsproblematik nach Fixierung ist natürlich noch so ein Problem, das du hiermit umgehst. Vor allem, wenn man die Probe noch bestimmen will bzw. als Beleg angefertigt hat. Ist ja in der Histo sonst nicht so wichtig bzw. man hat ja seinen internen Maßstab über den Erythrozyten-Durchmesser. Oder zu jeder Pilzprobe in den Finger pieksen ==Gnolm4


    Klar, für die nötige Adhäsion brauchst du beschichtete OT. Wir silanisieren die sogar selbst, spart Geld. Ihr habt es aber nicht zufällig geschafft, entplastete Technovit9100-Schnitte von Knochenmark zu autoklavieren, ohne dass die Bälkchen abschwimmen? Dann komm ich sofort vorbei. Wir wussten uns nicht anders zu helfen, als die umständlicherweise mit einem Epoxidkleber festzukleben.


    Sag noch mal kurz, mit was du rot/blau gefärbt hast. Sieht aus wie Methylenblau-Fuchsin?


    Alles in allem noch mal Danke für die Anregung ==Gnolm8


    Hi Alex,


    feine Idee, Labortechniken vorzustellen ==Gnolm8

    Was jetzt fehlt, sind Mikrobilder des Ergebnisses. Außerdem eine anwendungsbezogene Beschreibung: wozu einen Dünnschnitt und weshalb am Kryostaten.

    Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass das Ergebnis hübsch wird. Die Probe einfach so wie du zeigst in DMSO einfrieren dauert so lange, dass dir unweigerlich riesige Eiskristalle deine Strukturen zerstören. Ich betreibe einigen Aufwand, um das zu vermeiden. Selbst die Probe in flüssigen Stickstoff werfen (-200 °C) reicht nicht. Wird zwar augenscheinlich sofort hart, es hatte sich aber kurz eine isoliernde Gasphase um die (warme) Probe gebildet. Dehalb muss man vorher noch durch ein anderes Medium wie z.B. Isopentan. Die lästige Hampelei besteht darin, dass man das auch in einem Gefäß mit Stickstoff kühlt, es aber schnell zu kalt oder zu warm wird. Wenn festgefroren, dann Mist.


    Warum also nicht gleich fixieren und in Paraffin einbetten? In der Immunhistochemie braucht man die Kryomethode, wie du schon angedeutet hast, wenn man Antigene nachweisen möchte, die durch eine Fixierung so verändert werden, dass man sie mit dem entsprechenden Antikörper nicht mehr nachweisen kann. Durch einige Tricks (Antigendemaskierung) ist es manchmal dennoch möglich. Wie dem auch sei, keine Anwendung für den Hobbymykologen.


    Was für die Kryomethode in der Mykologie sprechen könnte, wäre der Erhalt einiger Hypheninhaltsstoffe wie Öltropfen. Die würden natürlich bei der Entparaffinierung im Xylol rausgewaschen.


    Du kannst deine Kryoschnitte übrigens halbwegs fixieren, wenn du sie nach dem Trocknen 10 min in Isopropanol inkubierst. Dann verlierst du die Schnitte nicht so leicht beim anschließenden Färben ;)


    Moin Alex,

    als wässriges Einbettmedium für gefärbte Histo-Präparate nehmen wir hier Mowiol (von Merck). Also Polyvinylalkohol (PVA). Es sollte eigentlich nichts dagegen sprechen, sich bei z.B. amazon ein Beutelchen in nicht-Laborqualität zu bestellen. Mit 100 g für 12 € hättest du dann ettliche Lebensvorräte, kann man aber bestimmt auch als Lack oder Klebstoff zum Basteln für Osterdeko einsetzen. Ich kann auch gerne bei den TA's hier nachfragen, wie sie es ansetzen. Man muss das Pulver wohl lange in warmem Wasser anrühren und erhält einen sehr viskösen "Honig", wo man sämtliche Luftbläschen herauszentrifugieren muss. Beim Eindecken gibt's dann auch nochmal Tricks wie Pipettenspitze abschneiden, Deckglas ansetzen, 20 µl Wasser vorlegen und so. Probier doch mal aus und berichte!

    Hallo Hexe,


    ein ausgesprochen hübschen und interessanten Fund hast du da gemacht! Bitte nicht entsorgen, sondern dran bleiben mit den Untersuchungen.


    Mein erster Eindruck, bevor ich vom Vorschlag der mir unbekannten Schildkröten gelesen hatte, war ein stämmiges Büschel sehr ungewöhnlich gewachsener Lepista paneaeolus. Auch eine Option? :/

    Hallo Thomas und Christoph,

    ein interessanter Gedanke zur Begriffsklärung. Lamellen sind ja multifunktionelle Gebilde. Letztendlich Sporenproduzenten, wobei die Mechanik des Sporenabwurfs bezüglich aller Abstände samt Mikroklima nicht trivial entwickelt sind. Andererseits sind Lamellen auch tragende Elemente zur Stabilisierung des Konstruktes Hut.

    Bei tiefligenden aderigen Querverbindungen relativ schmächtiger Hüte würde ich die biomechanische Eigenschaft höher gewichten. Ich frage mich aber gerade, ob diese Erhebungen auch zum Hymenophor zu zählen sind, also Basidien tragen? Oder ob es getrennt wird: sterile Strukturverbindungen sind vielleicht die Queradrigkeit während deutliche Anastomosen fertil sind bis hin zum Extremfall der eckigen Röhren von Hohlfußröhrlingen? Wie sähe es z.B. bei Mycena galericulata aus; wenn ich die Queradern mikroskopiere, würde ich Basidien finden?

    Die Fliegenmaus ==10==11! Und es kommt echt noch ein Poetry-Video??? :ghurra:


    Die Nobi-Pilze wurden verpackt, hatten aber wohl den Transport nicht überstanden. Außerdem kann ich mir schwerlich vorstellen, dass an besagtem Samstag noch Kapazitäten frei waren für gewissenhafte Bestimmungsübungen!? ==Gnolm14 Den auf Nr. 28 und 29 hatte ich auch jemandem ins Körbchen geworfen, weil ich den nicht zuordnen kann. Oder erkennt den jemand so? Ich füg die Bilder noch mal ein:




    Der Entoloma, den ihr bestimmt habt (Entoloma serrulatum caeruleum), entspricht dann wohl dem oberen, den ich abgelichtet habe. Auf meinem Bild fällt auf, dass der unten links pigmentierte Cheilozystiden hat. Sind also mehrere Arten nebeneinander gewachsen:



    Oh Mann, jetzt am Schreibtisch sitzend würde ich am liebsten zurück an den sonnigen Sandtrand kriechen und mit Grüni mehr Seeungeheuer bauen ==10==10==10

    Ah, deshalb. Hatte noch nie Bilder nur im Anhang aufgelistet, sondern immer im Text eingefügt und eine Geschichte drumherum geschrieben. Aber jetzt war ich einfach zu genervt wegen des "unbekannten Fehlers beim Hochladen", dass ich es einfach nur raus haben wollte. Hätte ich das jetzt auf morgen verschoben, wär der Sankt Nimmerleinstag draus geworden. So könnt ihr jetzt wenigstens Diashow gucken, Pilze sind ja bereits bestimmt ==Gnolm13

    Hallo liebe Rasselbande :gwinken:,


    ich zehre immernoch von diesem tollen Treffen! Bin so froh, dass ich troz eigentlich keiner Zeit und Tanzen auf zwei Hochzeiten dabei gewesen bin. Für den Samstag Abend hätte ich unbedingt einen Klon von mir haben müssen zum dabei sein ==Gnolm6 Würde mich aber sehr freuen, noch nachträglich dem Hans seinen Film zu gucken ==Gnolm3


    Inzwischen habe auch ich es jedenfalls geschafft, meine Speicherkarte auszuschütten. ==Gnolm7





    (*Stunden später) Menno, ich geb auf. Ist mein erster bildreicher Beitrag im neuen Forum. Cool, dass man nicht mehr jede Datei einzeln hochladen muss, aber bei der Hälfte der Dateien ist nicht hochladbar.


    Nur 40 Bilder, max. 100 sind erlaubt. Habe extra unter 50 MB Gesamtgröße komprimiert. Ich hau das jetzt trotzdem raus, sonst schaff ich das nie. Hab nun aber keine Zeit mehr, alles zu beschriften ==Gnolm9. Mal gucken, was passiert, vielleicht klappt es ja doch...

    Hallihallo,


    bin auch wieder im Lande!


    Mit einem riesengroßen Dankeschön an Christoph :gwinken:! Gut, das Ergebnis wäre anders hübscher gewesen, aber was gelernt und Spaß gehabt ==Gnolm7

    Komme ja gerade von einer tollen pilzreichen (!) Kriegelsteiner-Kurswoche. Über Polyporus gab es zu lernen, dass es nur noch zwei "echte" gibt: den Tuberaster und den Eichhasen. War lange nicht die einzige Systematik-Überraschung, muss ich alles noch sacken lassen und verinnerlichen.


    Und ich sehe, ihr seid schon bei der nächsten Wette g:D

    Hallo zusammen,


    schauen wir mal weiter mit den Erdsternen. Dass es derart auffällige Entwicklungsstörungen mit krassen Sporenanomalien gibt, ist natürlich höchst spannend, wichtig zu wissen, aber macht die Sache nicht einfacher. Ich sehe auch variable Sporengrößen und Ornament-Ausprägungen, aber nicht so krass wie bei Pablo.


    1_An einem der Exemplare mit heller Endoperidie (mutmaßlich G. pectinatum) klebt eine Art Kruste, könnte man abknibbeln. So stelle ich mir Reste eines pseudoparenchymatischen Ringes vor - seht ihr das, rechts unter der Endoperidie?



    2_Aus diesem FRK stammt folgendes Sporenpräparat. Wirklich krass geschmückte Sporen, was?



    3_Die Sporen der Kragenerdsterne (G. striatum, dunkle Endoperidie, s. o.) sind deutlich kompakter mit Ornament bestückt:


    Beide Bilder bei gleichem Objektiv freihand durchs Okular geknipst und mit gleicher Pixelzahl beschnitten. Weil sie so schön sind, werde ich aber gleich mal mit dem Hans das Konfokal-Mikroskop bemühen. Dann gibt's auch Maße und 3D-Bilder! Wollten wir schon immer mal an Pilzen testen. g:D


    Was ich aber immer noch nicht auf die Kette kriege: belastbare Merkmalskombinationen zur Differenzierung von

    - G. pectinatum

    - G. schmidelii

    - G. berkeleyi

    ==Gnolm4

    Hallo alle,


    lieben Dank für eure Einschätzungen! Man kann eben nur noch die verwitterten Merkmale zusammentragen und bewerten was argumentativ tragfähig ist. Ich hoffe natürlich sehr darauf, dieses Jahr frische Erdsterne erwischen zu können. Wird ja bald feuchter. Habe schon ganz vorsichtig angefangen, in der Streu zu wühlen, will aber nichts kaputt machen.


    Nächste Woche versuche ich, ordentliche Bilder der Sporenornamente nachzureichen!

    Hallo zusammen,


    jetzt mag ich mich endlich mal um die Erdstern-Mumien im Garten kümmern! Fundort vorwiegend Fichtenwald, sonniger Hang.


    Nach Sortierung der Aufsammlung scheinen es zwei unterschiedliche Arten zu sein:


    1_zwei Erdstern-Arten


    Kleine Recherche, Merkmalsvergleiche, ich rate jetzt einfach mal!


    Die mit den blaugrauen Kugeln (Endoperidien) haben einen deutlichen Kragen und auch sonst scheint alles zu passen.


    2_Geastrum striatum, Kragenerdstern


    Diejenigen mit der vielgelappten Exoperidie (bis zu 9!), der hellen Endoperidie, dem ebenfalls gefurchten Peristom und beidseitig gerippter Columella halte ich für Kamm-Erdsterne. Habe mir sogar die Sporenornamente angeschaut, die im optischen Schnitt wie Zahnräder aussehen. Vielleicht kriege ich noch ordentliche Bilder hin. Interessant war, dass die in Wasser angeschauten Sporen am nächsten Tag unter dem Deckglas ausgekeimt sind und schon ein kleines Myzel gebildet haben g:-)


    3_Geastrum pectinatum, Kammerdstern


    Ich trau mich kaum zu fragen: Was meint ihr dazu? :gskeptisch:

    Schlechte Nachrichten.


    Ich wähnte den Frk eingetrocknet und für die Ewigkeit konserviert. Doch die äußerlich intakte Form täuschte. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie viele höchst vitale Maden ich aus dem kleinen trockenen Ding herausgepult habe! Wie zum Geier überleben die da??

    Alles hohl und zu Staub zerfallend. Allenfalls im Sitel ist noch ein winziger Rest Füllung. Reicht das, wenn ich versuche, alles Getier zu entfernen? Oder kommt es auf die Hutstruktur an? Ich kann mir grad nicht vorstellen, dem Christoph so eine Zumutung zu schicken ==14==14==14



    Hohl zwischen Huthaut und Poren, rechts sitzt noch eine nicht herausgepulte Made :worm::worm::worm:


    Hallo Rasselbande,

    klar zieht die Verena mit :gklimper:!


    Wäre ich mal gestern noch "anschnur" gewesen, könnte ich den Poly heute verpacken :gomg:, aber zum Glück gibt's ja das Schachturnier g:D. Also morgen ab die Post!


    Mein einziges Problem ist, dass ich selbst haargenau 50/50 zwischen beiden Arten schwebe. Ausschlag gibt lediglich mein spontaner erster Eindruck, bin also bei Peter mit P. alveolaris :gwinken:! 10 Chips. (Oder wenn wir uns alle auf mehr Balance einigen, 5 Chips).

    Hallo Beli,


    besonders schön finde ich, dass du immer die passenden Landschaften mit zeigst! Wollte ich mal gesagt haben.


    Saftlinge wirken auf mich wie aus einer anderen Welt. Genauso gut könnte ich hier momentan einen Schneemann im Wald finden :rolleyes:

    'n Abend,


    ich lehne ich mich aus dem Fenster und biete eine Wette an. 10 Chips auf Polyporus alveolaris.

    Hey, hier ist wird's ja spannend 8o


    Ich hab den Knilch geborgen, war total vertrocknet. Gestern noch mal nass gemacht, aber das lass ich jetzt, bringt nix.


    Der Frk wächst aus einem gut fingerdicken Stock, schon ganz leicht durch die Weißfäule. Diverses Gehölz stand im Umkreis, Eschen könnte ich keine entdecken.


    Falls Pablo einen mikroskopischen Kniff recherchiert hat, können wir ja mal gucken ==12

    Hallo, Verena!


    Ein Sklerotium ("Erd - Mycel - Klumpen") bekommst du aber nur, wenn du es im Wald ausbuddelst.
    Ein vom Substrat (und Mycel) getrennter Fruchtkörper wird keines mehr produzieren.



    LG, Pablo.

    Hallo Pablo,


    das ist klar! Aber vielleicht entwickelt sich der Winzling noch ein wenig zu einem Sklerotienporling, den ich auch erkennen würde. Meine bisherigen Funde haben bei mir nämlich einen anderen Gesamteindruck hinterlassen, weswegen mich nun diese unbehagliche Restunsicherheit quält. Gerade die Röhrenform. Im Vergleich mit z.B. Peters Funden, deinen im Portrait oder GoogleBildern, empfinde ich die von meinem als nicht weniger "wabenförmig" (regelmäßige, nicht langgezogene 6-Ecke finde ich nirgendwo) und größer sind Peters auch nicht bzw. die von P. tuberaster deutlich feiner.

    Ich hol den heute Abend. Kack Telefonbilder, in echt kam mir der Hut schon orange vor und auch seitlich gestielt. Er war zwar angeknabbert, aber nicht vertrocknet.