Beiträge von Drosophila

    Hallo Jezicek, schau mal unter Guttation nach. Wikipedia sagt dazu: "Guttation ist der Vorgang der Abgabe von Wasser in flüssiger Form (insb. Tropfen) bei Pflanzen und Pilzen. Das Wasser wird abgegeben, damit trotz Wassersättigung der Transport von Mineralstoffen aus den Wurzeln in die Blätter (bei Pflanzen) gewährleistet bleibt."

    Steht so auf Wiki und in vielen Lehrbüchern. In Erinnerung an meine Pflanzenphysiologievorlesung damals sieht Prof. E. Weiler (war Rektor der Uni Bochum) das ein wenig anders. Er hat die Transpiration als notwendiges Übel der Pflanzen bezeichnet, die ja den Gasaustausch brauchen, um CO2 aufzunehmen. Der Stofftransport geschähe rein über Kapillarwirkungen und mitnichten per Transpirationssog. Sonst würden Pflanzen bei hoher Luftfeuchtigkeit diesbezüglich Nachteile haben, was nicht der Fall ist.

    Die Stomata sind nachts zum Wasser zu Sparen geschlossen, weil ohne Licht ja keine Photosynthese stattfindet und kein CO2 gebraucht wird. Ausnahme sind CAM-Pflanzen, die die Kohlenstofffixierung mit tollen Stoffwechseltricks genau andersrum machen. "Normale" Pflanzen haben viele Vorrichtungen zur Unterbindung der Transpiration rund um die Stomata (Wachsschichten, Haare,...)


    Guttation ist also bloß ein Wasserdrucküberschuss, der raus muss.

    Hallo Freunde der Mikroskopie,


    ich habe endlich etwas ausprobiert, was ich schon immer einmal machen wollte: Pilze gucken mit dem Konfokalmikroskop! Nehmt euch nen Keks :kaffee:

    Vorab: Ich wollte nur ausprobieren, ob es klappt; zur Bestimmung oder sonstigem Erkenntnisgewinn taugt es eher nicht. Es sei denn, man gibt sich Mühe und fertigt je nach Fragestellung ordentliche Präparate an. Wird ja sicher in der Mykologie auch gemacht.


    Außerdem möchte ich einmal die Konfokalmikroskopie vorstellen, kennt ja nicht jeder.

    Hier ein paar Basics, dazu Bild 1: als Lichtquelle dienen mehrere LASER (der Kasten rechts unterm Tisch, hier vier Farben der Wellenlängen 405, 488, 561 und 640 nm). Die Probe wird allerdings nicht -wie in der Lichtmikroskopie- durchleuchtet und als Bild angeschaut. Nein, es entsteht zu keiner Zeit ein "Bild"! Der Laser wird scharf auf einen Punkt fokussiert. Der Clou ist, dass dieser Punkt nur dann detektiert wird, wenn er das Laserlicht in genau dieser Wellenlänge absorbiert und daraufhin (in einer größeren, energieärmeren Wellenlänge) wieder emittiert. Dazu gibt es eine ganze Palette von Fluoreszenzfarbstoffen, die man in der Immunhistologie analog zur Durchlichtmikroskopie an seinen Gewebeproben nutzen kann. So, aber von einem Punkt hat man ja nix. Die Laser rastern nun nacheinander punktförmig eine Ebene ab - und bei Bedarf die nächste Ebene, und so weiter. Erst der Computer konstruiert das "Bild". Einige Vorteile: man erhält eine sehr scharfe Schnittebene. Alles, was "out of focus" ist, ist rabenschwarz! Streulicht wird außerdem durch eine Pinhole-Blende minimiert. Man kann in sehr viel dickere Proben eindringen und Strukturen in 3D darstellen.

    War das einigermaßen verständlich? Soweit zum Prinzip, weiterführend Wiki oder nachfragen, will ja nicht den Rahmen sprengen :sleeping:


    Bild 1 (Nikon-LSM): rechts unten der Laser, rechts auf dem Tisch Computer und Detektor, vorne rechts Fluoreszenzlampe zur normalen Fluoreszenzmikroskopie, um sich per Okular in der Probe zu orientieren. Die habe ich etwas abseits gestellt, weil der Lüfter mir Artefakte ins Bild vibriert hat (zusätzlich waren aber auch die Luftpolster-Füßchen am Mikro-Tisch platt, nun wieder aufgepumt). Alles mit Lichtleitern verkabelt.


    Bild 2: Ist ein inverses Mikroskop, damit die Freaks aus der Zellkultur ihre Platten draufstellen können. Das 100x-Öl-Objektiv ist mit einer num. Apertur von 1,45 nahe am physikalisch möglichen.


    So. Und ich wollte jetzt wissen, was man von einer Pilzprobe sieht! Täublinge sollen ja fluoreszieren können, wäre also eine gute Wahl. Ob das auch auf die Sporen zutrifft, weiß ich nicht. Aber egal, wenn man mit dem Laser nur stark genug brezelt, fluoresziert alles. Besonders mit dem grünen Laser (488 nm), wo die Autofluoreszenz bei Gewebeproben auch immer ein Problem ist. Kann man mit den roten Lasern umgehen, allerdings büßt man bei größeren Wellenlängen an Auflösungsvermögen und Intensität ein. Wie immer Pest oder Cholera...


    Bild 3: Ein Stinktäubling. Vielleicht R. subfoetens, ist aber auch nicht so wichtig. Wollte irgendetwas mit hübschem Ornament.


    Was hab ich gemacht? Nicht viel Aufwand, ein paar Sporen über Nacht auf einen Objektträger rieseln lassen. Eingedeckt mit einem Tropfen Medium für Fluoreszenzproben, worin DAPI enthalten ist. DAPI interkaliert mit DNA und ist ein Fluoreszenzfarbstoff, der mit UV-Licht (Laser 405 nm) angeregt wird und blau emittiert. Standard, um Zellkerne darzustellen.


    Bild 4: Zunächst muss man den Strahlengang einstellen. Die gewünschten Laser anklicken (hier drei von vieren). Dazu die passenden Filter, damit man möglichst spezifisch die Emissionsspektren auf die Detektoren/Kanäle (Töpfchen Ch 1-3) verteilt. Gibt Listen, wo man seinen Farbstoff auswählen kann, dann wird einem das Spektrum angezeigt. die Filter sind eigentlich halbdurchlässige Spiegelsysteme, das passiert in den Kästen links neben dem Mikroskop (Bild 1). Interessant ist noch der "Transmitted Detector" (TD). In Bild 1 ganz oben drauf, der misst einfach, was vom 488-Laser gerade durch die Probe geht. Simulation der normalen Durchlichtmikroskopie, zur Orientierung in der Probe bisweilen brauchbar.



    Bild 5: Dann mal rein in die Einstellungen! Hier die wichtigsten, bischen blöd übereinandergeschoben. Zu kleiner Monitor. Im Aquisition Panel die drei Lasereinstellungen. Die Intensität plus einer Art Verstärkung (HV). Ihr seht, dass ich ordentlich hochgedreht habe: Laser auf 10.0 bei HV 50 ist brutal. Normalerweise nutze ich den Ch2 (grün) bei Laser 0.5 und HV 3! Die optimale Belichtung findet man mithilfe des Histogramms (unten etwas verdeckt); keinesfalls sollte z.B. das Signal rechts anschlagen (überbelichtet). Dazu kann man bei leuchtschwachen Proben die oversampling-Rate erhöhen, also jeden Punkt mehrmals messen (hier doppelt). Umso länger dreht man dann aber Däumchen. Auch habe ich nur eine Bildausgabegröße von 1024 px eingestellt, höher bedeutet wesentlich mehr Wartezeit. Mithilfe dieses Kubus rechts kann man nun seinen Z-Stack definieren. Also nicht nur eine Ebene in XY scannen, sondern deren viele in Z. Ich fand eine Höhe von 12 µm gut, um sicher ganze Sporen zu erfassen. Die angezeigten 0.061 µm stehen für das maximal physikalisch mögliche, das mit dem gewählten Objektiv auflösungstechnisch Sinn macht. Ich hab mich für 150 nm-Abstände entschieden (also 80 Bilder auf 12 µm). Das macht eine gerade noch mit meiner Ungeduld zu vereinbarende Messzeit von 8 min pro Aufnahme (bei 680 MB). Würde man alles hochdrehen, misst man Stunden und produziert Dateien, deren Größe nicht mehr tragbar ist.


    Das Ergebnis ist eine dicke Datei der Endung -.nd2. Ausgewertet wird natürlich (!) mit der freien Software ImageJ, die ALLES und noch mehr kann, was die Markensoftware der Mikroskophersteller in nicht nachvollziehbaren Operationen auch macht.

    Man erhält einen sogenannten Hyperstack, also eine Kombination aus den vier Kanälen (Ch1-3, TD) und den 80 slices des Z-Stacks. Kann ich hier schlecht zeigen; wenn gewünscht, versuche ich's mit Screenshots.


    Bild 6: Drei Sporen im Grünkanal, als Z-Projektion. Und zwar nur die Bilder 40-80, also nur eine Halbschale der Sporen. Man will ja nicht noch die Rückseite übereinanderprojizieren (macht man beim focus stacking ja auch nicht).


    Bild 7: So hat der TD die Sporen gesehen.


    Bild 8: Zum Vergleich eine einzelne Ebene (nicht projiziert), im TD.


    Bild 9: Verdammt. Hier sollte ein animiertes GIF rein, ein Durchflug duch die Ebenen im Blaukanal. Datei zu groß (59,8 MB). Mal sehen, ob ich es nachliefern kann.


    Bild 10: Ah, das 3D-GIF vom Grünkanal scheint zu klappen! Seitlich sieht man, dass ich mit den 150 nm Ebenenabstand an Auflösung gespart habe.



    Bild 11: Schade, dass das GIF-Bild 9 nicht hochzuladen ist. Dafür hier ein Einzel-Slice des Stacks Ch1. Durch die DAPI-Färbung gibt es einen Unterschied zum Rot- und Grünkanal: Man sieht bei jeder Spore eine DNA-Akkumulation an einer Stelle unter der Hülle. Darum gruppiert sind einige DNA-Knubbel als Punkte. Hat jede Spore. Kann das jemand erklären?


    Soweit meine Spielerei, die ich mir diese Woche nebenher gegönnt habe. Ich hoffe, ihr habt auch ein wenig Spaß daran :)

    Tja, da kann man mal sehen. Mein Sandröhrlings-Bild formte sich aus wenigen Jungpilz-Funden: Sandige Huthaut, dunkle winzige Röhren.

    Danke Pablo+Beli für die Bonusbilder! ==Gnolm8

    Hallo Leute,


    mich stört dieser Pilz. Ich habe versucht, ihn als Ziegenlippe durchgehen zu lassen, komme aber nicht klar mit dem Blauen und der Hutoberfläche. Dazu noch diverse Baumarten in Reichweite (Rotbuche, Fichte, Kiefer, Lärche).


    :/:/:/?




    Liebe Grüße,

    Verena

    Hallo Tuppie,

    deine Produktion ist ja wirklich beeindruckend! Aber warum keine Pilzmotive? ==11


    Als Nähanleitung habe ich mich für die Version von "Nähtalente.de" entschieden. Sehr kompfortabel zu tragen, Schablobe mit vielen Größen, Nasen-Drahtbügel aus Schnellheftern, Schlaufe hinterm Kopf (Ohrschlaufen stören mich) und der Option, Filter einzuschieben (z.B. aus HEPA-Staubsaugerbeutel geschnitten, mache ich aber nicht).


    Bild 1: erste Nähaktion vor Ostern, mit Häschen-Stoff. Man sieht die Innenseite, wo man seitlich Filter einschieben könnte, noch ohne Gummischlaufen.


    Bild 2: Streifenstoff


    Bild 3: Ursprünglich gekauft als Blümchenmotiv. Das sind aber eindeutig Coronaviren, nicht wahr? Dahinter die Elastikschnur für die Schlaufen.


    Bild 4: Selfie früh morgens bei Frost. Damit werde ich auch nach Corona zum Bahnhof radeln! Sehr praktisch. Das ist mein Pilzstoff, aus dem ich die Vorhänge der Gartenhütte genäht hatte.


    Weiterhin frohes Schaffen!

    Hallo Karl,

    vielleicht lohnt es sich, diese wertvolle Beobachtung zu quantifizieren. Zumindest den (größten!) Einfluss verschiedener Monitore kann man umgehen, indem man die eingescannte Spp-Farbe im RGB- (oder HSV-)Farbraum auswertet. Siehe unten, ich habe vorher mit dem "Verschmieren"-Pinsel eine einheitliche Fläche geschaffen, damit ich mit der Pipette nicht irgendwelche Ausreißer-Pixel erwische. Könntest du dann wunderbare Diagramme mit verschieden braunen Balken draus basteln, wenn du zukünftig noch mehr Proben untersuchst.


    Man müsste sich natürlich ein paar Gedanken machen, wie man möglichst standardisiert aufnimmt. Ein Scanner ist schon mal gut, weil sich die Beleuchtung nicht ändert. Trotzdem haben deine Hintergründe etwas unterschiedliche Farbstiche - mit verschiedenem Papier abgedeckt? Ein Weißabgleich sollte es aber möglich machen, dass der Einfluss des Scanners gering genug ist und deine Daten somit vergleichbar sind. Würde ich annehmen. Mal ausprobieren!



    Mir wäre deren Sensor etwas zu klein. Ab spätestens ISO1600 dürften die Bilder für die Tonne sein.

    Die Fujifilm XT-3 ist kaum größer, kann auch Focus-Bracketing, Touch-Screen und den ganzen Schnickschnack, hat aber einen vernünftigen Sensor mit verdammt wenig Rauschen bei High-ISO.

    Hallo Hassi,

    was sind das denn für Situationen, wo du auf eine hohe Lichtempfindlichkeit des Sensors angewiesen bist? :/

    Für die Pilzfotografie sollte das doch gar keine Rolle spielen. Bei Makro auf Stativ variiere ich die Blende zur gewünschten Tiefenschärfe, den Rest per Belichtungszeit bei kleinstem ISO. Das Motiv läuft ja nicht weg! Einen rauscharmen Sensor brauche ich nur für die Astrofotografie ohne Tracker, weil sonst die Sterne ne Spur ziehen, oder für Freihandbilder. Wofür das Smartphone wesentlich besser geeignet ist als eine Systemkamera.


    Hätte ich mal meine Klappe gehalten - gestern beim Ausparken die Stoßstange ausgehebelt ==Gnolm12. Ist aber nur Plastik mit zwei ausgerissenen Schräubchen. Bohre ich morgen zwei neue Löcher und schraub sie etwas versetzt wieder an.


    Hans, was macht der Alltag? Würde mich nicht wundern, wenn der Heimkehr-Kulturschock größer ist als der beim Aufbruch ins Abenteuer. Kenne ich jedenfalls so g:-)

    Hallo Felli,

    ich frage mich gerade, ob die Zugabe von KOH (Tropfen unter das Deckglas ziehen lassen), eine Frage wie die deinige klären könnte. Meine Hypothese wäre, dass sich Wurmeier auflösen würden, während chitinhaltige Asci erhalten blieben. Weiß das jemand? :/

    Hallo,

    mal abgesehen von der Heilpilz-Diskussion sollte noch die andere gut gestellte Frage beantwortet werden:

    Der markierte Bereich zeigt die alte Porenschicht aus dem Vorjahr. Das Trama findet sich darüber, direkt unter der oberflächlichen Kruste. Zuunterst grenzt sich in heller die frisch überwachsene Porenschicht ab. Auch von außen anhand des roten Zuwachsrandes zu sehen, der auf der einen Seite abgelöst wurde. Gut dargestellt ==Gnolm8

    Dabei wollen Frauen doch in der Regel gern kleinere Schuhgrößen tragen.

    ...und stell dir vor, das hab ich jahrelang auch gemacht: immer Größe 40 getragen, obwohl die zu klein waren. Ich hab's nicht gecheckt. Total bescheuert, weil ich offensichtlich dachte, über Schuhgröße 40 als Frau ist nicht o.k.

    Seit vielen Jahren trage ich nun schon meine richtige Größe 41, in Wanderschuhen sogar 42.

    Hallo Frau Rotfuß,

    das ist krass, und auch ich habe eine bescheuerte Schuhgrößen-Fehlwahrnehmung hinter mir. Mein Laufwerkzeug sind breite Entenfüße mit praktischer Greiffunktion dank sehr beweglicher Zehen und einer großen Sandalenlücke. Und weil alle Frauen meiner Familie Gr. 40 tragen, war das bis Mitte Dreißig völlig falscherweise auch die meinige! Bei fest angezogenen Schnürschuhen stört es kaum, wenn vorne viel Luft ist, Hauptsache, die Entenzehen nutzen die Breite, wo normal der Mittelfuß hingehört.

    Bis ich im Gespräch unter Menschen mit der Behauptung auffiel, dass Hersteller von Frauenschuhen (Pumps) grundsätzlich drei Nummern kleiner aufdrucken würden, um den Käuferinnen zu schmeicheln. Denn da kann man nix schnüren, da brauchte ich Gr. 37, um nicht hinten rauszuflutschen. (Mit innen zusammengedrückten Zehen, was ich mir freiwillig auch nicht antue).


    Inzwischen bin ich glücklich mit der Marke Keen (vorne breit) in meiner regulären Größe 37 :)


    Hallo Enno,


    interessanter Hinweis, woraufhin es bei mir gerade geklingelt hat. Ende Oktober fand ich ebenfalls Schnecklinge unter Kiefern, die so extrem nach Bittermandel gerochen hatten, dass sie glatt aus Marzipan hätten sein können!

    Angehalten hatte ich, um edle Reizker einzusacken. Ökologisch undefinierbar (ob kalkhold oder nicht), so nah am geschotterten Wegesrand. Wobei gerade das und das Vorkommen nur auf dem Randstreifen (nicht im Wald) für "spezielle Wegökologie" spricht.


    Immerhin gibt es ein Telefonfoto. Überbelichtet, so dass alles strukturlos weiß am Stiel ist. Da ich keinen Frk archiviert habe, die Bodenökologie unsicher ist, es Kiefern und Fichten gab, bleibt nur, mir Bestimmungsengagement für den nächsten Fund vorzunehmen :)



    Und einer der zahlreichen Reizker paar Meter weiter


    Das hast Du jetzt was in den falschen Hals bekommen (wollen) - darum ging es nicht. Und , in einer Partnerschaft sollte man dieAkzeptanz des oder der jeweils andeen haben, wenn man geldausgaben in der Größenordnung tätigt.

    Hallo Hagen,

    habe nichts in den falschen Hals bekommen, weil ich dich kenne und absolut nicht für einen Macho halte. Gerade deshalb erwarte ich die Sensibilität von dir, über welche Witze du dich öffentlich amüsierst. Bei deiner Sicht auf Partnerschaften sind wir ebenfalls einer Meinung - siehe PAF.


    Hinterfragt doch mal ehrlich, warum ein WAF sich lustig anhört. Es ist halt "typisch Frau", dass sie kein Verständnis für technisches Gerät hat und Geld lieber für Schuhe ausgeben möchte. Redet euch nicht raus, das sei alles nicht so gemeint, es ist aber leider so. Ein MAF-Gag hätte umgekehrt nicht funktioniert. Ein PAF wäre immerhin mittellustig, weil es ja auch typisch in Partnerschaften ist, dass jeder sein eigenes Hobby hat, dessen Wahnsinn schlecht vermittelbar ist. Guter Kompromiss.


    Ich bin halt so unendlich gelangweilt von Witzen nach Mario Barth-Humor!!!


    Gaukler

    Das "minderbemittelte Frauchen" hat natürlich nichts mit Hagens Frau zu tun. Es wäre der logische Umkehrschluss zur Implikation: "Der Haussegen hängt schief, wenn ich zu teures Gerät aussuche. Denn wir haben es schließlich mit einer Frau zu tun." Da die Begründung offensichtlich falsch ist, muss man annehmen, dass ihre Inakzeptanz andere Ursachen hat als ihr Geschlecht. Ein satirisches Mittel, um Aufmerksamkeit zu erregen.


    Schade, dass da kein Einfühlungsvermögen besteht. Ich bin mir sicher, dass eine vergleichbar harmlose Anmerkung nicht salonfähig gewesen wäre, hätte sie sich auf Behinderte, Hautfarbe, jüdische Religion oder dergleichen bezogen. Mal ausprobieren?

    WAF ist gut :-)

    Nein, ist es nicht. Klingt lustig, ist aber eine sexistische Zuschreibung, die man nicht so stehen lassen sollte. Mag sein, dass DU zufällig ein minderbemitteltes Frauchen zu Hause hast, das liegt aber nicht an ihrem Geschlecht an sich. Können wir uns auf PAF (partner acceptance factor) einigen? Beschreibt ohne Machogehabe, dass man in einer Partnerschaft vielleicht nicht vollumfänglich des anderen Hobby nachvollziehen kann.


    Ich geh dann mal weiter mikroskopieren. Meine Empfehlung für die 300 000 Euro-Klasse: Nikon eclipse Ti (Konfokal). Hypholoma fasciculare oder Täublinge fluoreszieren sogar freiwillig :)




    Hallo Stefan, ich denke, dass die Diskussion zum Buch hier nicht in diesen Thread gehört. Außerdem meine ich, wäre es fairer, Kritiken an dem Buch nicht öffentlich zu führen. Lg Engelchen

    Hallo Engelchen,

    die Diskussion hat an anderer Stelle stattgefunden, worauf Stefan verweist. Nicht hier. Und Kritik an einem Buch hat sowas von öffentlich zu erfolgen, schließlich wurde die Schrift im wahrsten Sinne "publiziert"! Zum Dritten wurde der Thread mit Bitte um Literaturempfehlung gestartet, passt also alles. Zudem fällt die Kritik recht ausgewogen aus: ja, es gibt hartnäckig unkorrigierte Fehler, aber das Buch sei trotzdem gut :)

    Dann herbarisiere ich jetzt einen und hebe ihn auf für vielleicht irgendwann mal. Wird ja nicht schlecht. g:-)

    Hallo Ihr Lieben,

    vermelde nur kurz einen Erstfund der heutmorgigen Gassirunde im Sprühregen. Mit Kaffetasse in der Hand. Normalerweise geht's gerade hoch zur Wiese, damit mit man sich die Hundeleine sparen kann. Wollte aber rechts ab am Waldrand entlang kurz gucken, ob sich endlich mal was auf der Saftlingswiese tut. Immer noch nichts! Dafür vor den Espen ganz viele Grünlinge (Tricholoma frondosae), die sind mir ja noch nie aufgefallen. Also einmal Perser für mich :)


    1_Die Espen am Buchen-Waldrand vor Saftlingsiese. Keinerlei Nadelbäume.


    2_Tricholoma frondosae,gelbe Lamellen mit schönen Schuppen auf Hut


    3_sofortige Guajakreaktion unter 20s nur an Stielbasis, im Schnitt überhaup nichts, auch nicht nach halber Stunde. Fläschchen ist allerdings schon 3 Jahre alt (!), aber es tut ja etwas. Außerdem sehr nass aufgesogener Frk und nur ein Exemplar untersucht. Darf das so?