großer Wiesenpilz

Es gibt 40 Antworten in diesem Thema, welches 1.773 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Oehrling.

  • Hallo zusammen,


    leider komme ich hier nicht drauf, vllt hat jemand von euch eine Idee?

    Fundort: Wiese, die zuletzt vor über 30 Jahren gedüngt wurde.

    Sporenpulver: weiß


    Hutfarbe jung: graubraun
    Hutfarbe alt: rehbraun
    Hutstruktur: glatt, leicht radialfaserig
    Hutform: ausgebreitet
    Hutdurchmesser: 6-9cm
    Anmerkungen: Hutrand wellig
    Lamellenanwuchsform: herablaufend
    Lamellenschneiden:
    Anmerkungen: dick, cremeweiß
    Stiel: bauchig verdickt
    Stielfarbe: weiß
    Stielstruktur: faserig aufreißend
    Basismyzelfilz: weiß
    Anmerkungen:  
    Fleischfarbe: weiß, braungraue Zone unter Huthaut
    Geruch: unbedeutend bis leicht süßlich, nicht unangenehm
    Höhe der Frk: 6-9cm




  • Hallo Grafei,

    wie sicher bist du mit der Sporenpulverfarbe weiß? Die Sporen sehen mir von der Sporenform eher wie Rötlingssporen aus.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Ist wahrscheinliche eine Hebeloma-Art. H. laterinum ist z.B. eine häufige Art auf Wiesen bei allein stehenden Fichten, schau mal da in diese Richtung.

  • Hallo Jürgen,

    mit dieser Sporenform?

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Leucopaxillus gentianeus wäre eine Möglichkeit...

    Grüße Axel

    "Das Artensterben ist der neue Klimawandel. Der Verlust der Biodiversität ist die wahre Krise des 21. Jahrhunderts"

    aus Glaubrecht: "Das Ende der Evolution"

  • Danke für eure Antworten.

    Die Bäume (vorwiegend Fichte, Buche) sind 15m entfernt, also wäre eine Verbindung nicht auszuschließen.


    Leucopaxillus gentianeus wäre eine Möglichkeit...

    Grüße Axel

    Das ist ein heißer Kandidat. Der Geschmack ist erst mild, dann aber scharf-bitter-ranzig.


    Hier sieht man nun doch die Warzen der Sporen:

    In Melzers Reagenz (allerdings ist die Reagenz aus 2022).

  • Servus beinand',

    evtl einer aus der Verwandtschaft der Braunen Büschelraslinge. Da findet man doch öfter mal Kollektionen einzeln wachsender Fruchtkörper. Die runden Sporen würden auch gut dazu passen.

    An liabn Gruaß

    Werner

  • Hey,


    Zwei Gattungen die mir einfallen würden mit ornamentierten Sporen, wären Lepista und Melanoleuca. Makroskopisch wäre ich auch bei Ly. decastes sl. gewesen, den schließen aber die verrucosen Sporen aus.


    LG

    Liebe Grüße vom Enno  



    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~W~E~R~~~S~U~C~H~E~T~~~D~E~R~~~F~I~N~D~E~T~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


    Übers Internet verteile ich KEINE Essensfreigabe! Wer sich unsicher ist sollte einen Pilzsachverständigen aufsuchen!


    Zu meiner Website: Pilze der Lausitz ==)==lamessbar==becher==borste


    523424-unbenannt-png

    Zur Suche eines PSV's, auch in deiner Nähe einfach >>HIER<<  entlang ;)


    100-20 fürs Adventpilzrätsel = 80

  • Hallo zusammen,


    Rhodocybe gemina hat aber ja kein weißes Sporenpulver. Anhand des gezeigten Mikrobildes traue ich mir übrigens nicht zu zu beurteilen, ob die Sporen schwach amyloid sind. Da wäre es sinnvoller die Amyloidität makroskopisch am Abwurf zu testen. Ich kann auch ehrlich gesagt nicht klar erkennen, daß die Sporen ornamentiert sind. Das körnige Gekrissel könnte auch durch den Sporeninhalt zustande kommen.


    Ansonsten würde ich bei unbekannten Funden aber auch immer dazu raten, einfach mal von oben bis unten durchzumikroskopieren: Huthaut, Hymenium (Schnallen an den Basidienbasen? Zystiden vorhanden?), ggfs. noch am Stiel nach Caulozystiden suchen. Wenn man sich mit den so erhobenen Daten durch die Funga Nordica oder den Gröger schlüsselt, kommt man meiner Erfahrung ach eigentlich fast immer sehr gut zur (richtigen) Gattung.


    Björn

  • Aber wenn die braunen Streifen am Stiel auf Sporenpulver zurückzuführen wären, dann paßt das Mikrobild nicht, weil wir dann ja doch einen sehr deutlichen Braunsporer vor uns hätten. Ich hätte die braunen Streifen eher als Bräunung des Fleisches nach Berührung (oder aufgrund von Alterung) interpretiert.


    Björn

  • Hallo Björn,


    das Mikrobild ist für mich nicht aussagekräfig genug; da hat man die Kondensor-Blende zu arg zugezogen; sieht alles irgendwie grün aus, meine Meinung. Ich glaube hier mittlerweile nicht an einen Weißsporer.

  • Hallo Jürgen,


    ich gebe dir Recht, daß die Mikrobilder nicht optimal sind (daher ja auch oben mein Kommentar bzgl. Ornament und Amyloidität). Aber einen Braunsporer würde ich hier von der Mikrolage her trotzdem ausschließen wollen und für einen Rosasporer wie Rhodocybe erscheint mir der Braunton am Stiel zu dunkel. Aber warten wir einfach mal ab, was Grafei uns noch weiter zu berichten weiß über seinen Fund.


    Björn

  • Hallo zusammen


    Die Sporen sind auf dem weißen Blatt kaum zu sehen. Also weiß, kein Mykologenrosa.

    oben stand doch, dass das Sporenpulver weiss ist... das würde ich nicht in Frage stellen, wenn sogar ein Abwurf gemacht wurde.


    Leucopaxillus gentianeus ist das nicht, der hat nie so einen glänzenden Hut, sondern ist matt, wirkt fast samtig.

    Melanoleuca ist eigentlich nie auffallend bitter-scharf.

    Ohne bessere Mikrobilder wird das ein Mysterium bleiben, danke ich.


    LG Raphael

  • Hallo Raphael,


    "die Sporen sind auf dem Blatt kaum zu sehen" ... vielleicht hat der Pilz einfach nicht richtig abgesport, und man sieht lediglich die "Feuchtigkeits-Muster" der Lamellen auf dem Papier. Eine gute Methode ist die, auf Objektträger absporen zu lassen, und nicht auf weißem Papier. Könnte so ein Trockenschaden-Pilz sein. Einen "Rosasporer" per Mikroskop zu erkennen, ist jetzt auch nicht leicht. Fragen über Fragen. Meiner Erfahrung nach ist L. gentianeus so eine "Verlegenheits-Bestimmung", wenn andere Sachen nicht passen.