Beiträge von Juergen-M

    Hallo Ralph,


    die Rindenpilzsache ist so ein Test, wer von den AMU-Mitgliedern überhaupt auf die Vereinshomepage schauen;-) Bin mal gespannt.


    Grüßle

    und

    ich schick Dir mal noch ein paar Fotos von meiner "Pilzzucht", ich konnte nach Deiner Anweisung tatsächlich noch drei mal ernten;-)

    Ich sehe hier auch nur eine etwas vertrocknete Onnia (Inonotus) itomentosus.php

    , zum KOH kann ich meinen Vorpostern nur Recht geben; zum selber machen aus Festmaterial braucht man eine Feinwaage, außerdem ist das nicht ungefährlich, hier bietet sich der Myko-Shop an mit fertig gemischten Lösungen.


    Grüßle

    Jürgen

    Hallo Chris,


    mit den Big Five kann man unmöglich etwas falsch machen:

    Zeiss, Leitz, Olympus, Nikon, Wild-Heerbrugg

    auf dem Gebrauchtmarkt sogar günstig bis bezahlbar.

    wenn ich mir überlege, dass mein Zeiss Axioskop mit voller Bestückung (Baujahr Mitte 80er)

    gebraucht auf ca knapp 1500 euro kam (100er Neofluar Planachromat inbegriffen), und der Neupreis damals bei einem Mittelklassewagen lag,

    dann kann ich über diesen Preisverfall nur jubeln. Jeder, der sich ein günstiges "China-Teil" zulegen will,

    sollte überlegen, ob ein gebrauchtes "Qualitäts-Mikroskop" nicht doch die bessere Wahl ist, langfristig.

    Man kann sich auch von billig zu teuer "hangeln", wenn man Zeit, Nerven und Geld hat.


    Grüßle

    Jürgen

    hallo Zusammen,


    ob unsere Instinkte sozusagen zivilisatorisch "überformt" sind, z.b. durch auf vielerlei Arten aufgeschlossener Nahrung (gegart, vergärt, haltbar gemacht, chemisch-industriell manipuliert) ist schon ein Thema, das es verdient näher beleuchtet zu werden.


    Es gibt da so ein paar "Naturregeln" an die man sich in der Not halten kann, z.B. ist fast jede süß/sauer schmeckende rote Frucht nicht giftig (Ausnahmen bestätigen hier natürlich die Regel;-), und das meiste "Geschmacklose" auch nicht giftig;-) Ob man mit viel Einfühlungsvermögen und meditativem Vorkosten vor Vergiftungsfällen gefeit ist, vermag ich nicht zu sagen. Bisher sind mir bei meinen Einzelverkostungs-Versuchen bei Pilzen zwei Giftpilze untergekommen, die geschmort wirklich gut schmecken; Der Satansröhrling (natürlich junge Exemplare) und der Kahle Krempling.


    An den Knolli hab ich mich bisher noch nicht rangetraut, da mir der DGfM-Toxikologie Siegmar Berndt davon abgeraten hat ... auch unter der Vorgabe (selbstverständlich!!), dass ich die Geschmacksproben nicht runterschlucke! Hier mal zwei Einzelverkostungen besagter Giftpilze: bsatanas-verkost.php

    und pinvolutus-verkost.php


    Grüßle

    Jürgen

    Hallo zusammen,


    junge Riesenboviste (reinweiß, festfleischig) besitzen auf jeden Fall einen deutlichen und sehr guten Eigengeschmack und zählen für mich zu den besten Speisepilzen. Es kann durchaus sein, dass sie älter (schwammiger) oder nicht mehr ganz so reinweiß;-) geschmacklich einbüßen;-) Hier mal eine Einzelverkostung:

    cgigantea-verkost.php


    Grüßle

    Jürgen

    Liebe Jule,

    von mir an dieser Stelle auch nochmal Meine Glückwünsche ... und meine Bewunderung! Ich denke, das Buch könnte sich auch über den Kreis der üblichen Verdächtigen hinaus verkaufen ... ;-)

    Grüßle

    Jürgen

    Hallo Pablo,

    herzlichen Dank fürs Reinschauen und Deine tollen Vergleichsbilder! Dass die Art auch so farbenfroh daherkommen kann, wusste ich nicht, aber Du hast Recht, es kommt eigentlich nichts anderes in Frage ... vielleicht könnte man hier eine eigene Art daraus machen; das Buntfarbige Großsporbecherstroma *g*


    mit besten Grüßen

    Jürgen

    Hallo zusammen,


    neulich in einem sickerfeuchten Laubmischwald mit Eichen auf einem am Boden liegenden Eichenast. Porotheleum (meine Vermutung) kenne ich irgendwie anders, blasser, und vor allem mit deutlicherem scyphelloiden Hymenium. Das hier sieht zu gleichmäßig aus (obwohl die Dissepimente recht dick sind). Der Belag war dünn und leicht vom Substrat ablösbar. Die Sporen sind für P. fimbriatum zu lang (im Duchschnitt 1 µm länger als in der Literatur (Ryvarden). Mikrokurzbeschreibung: Basidien 4-sporig, Hyphen mit Schnallen, so eine Art Gloezystiden und schmale Zystiden (oder Zystidiolen) sichtbar. Hyphenstruktur mindesten dimitisch (mit skelettoiden Hyphen).

    Was meint Ihr?

    Sporen[95% • 27 • SAP • v • H2O(nat) ] = 5 - 5,8 - 6,5(6,9) x 3 - 3,4 - 3,9 µm; Q = 1,4 - 2


    Grüßle

    Jürgen


    hallo Nobi,


    vielen Dank für Deinen Kommentar! Deine Verkostungen sind ja schon hohe Küchenkunst, so mit Rezept;-) Ich könntemir vorstellen, dass man Lepiste flaccida schmackhaft hinbekommt .... aber die Geschmäcker sind ja auch etwas verschieden;-) Den Samtfußkrempling werde ich auf jeden Fall mal probieren.


    liebe Grüßle
    Jürgen
    [hr]


    Hallo Jürgen,


    ein tolles Projekt, die Idee finde ich sehr gut! :alright: Danke für den Link!


    hallo Alexander,


    vielen Dank für Deine positive Resonanz!


    beste Grüßle
    Jürgen
    [hr]


    Hallo Jürgen


    Die Darstellung sowie Kommentare und Bemerkungen gefallen mir gut. Ich esse zwar nur gelegentlich Steinpilze habe aber früher selber mal mit Einzelgerichten experimentiert. Bezüglich Waldchampignon, Perlpilz, Steinpilz, Riesenbovist, Schleiereule, Rauhfußröhrlingen, Parasol und Frauentäubling teile ich Deine Meinung. Besonders enttäuscht war ich von der Schleiereule. Ganz junge festfleischige Exemplare hatten schon einen üblen Nebengeshmack.


    LG Karl


    hallo Karl,


    vielen Dank für Dein Lob und die Anmerkungen! Die Schleiereule hat mich richtig enttäuscht, da ich die aus früheren Jahren irgendwie als guten Speisepilz in Erinnerung hatte. Heute kann ich sie definitiv nicht empfehlen.


    liebe Grüßle
    Jürgen
    [hr]


    Hallo Jürgen,


    auch von mir ein :alright: :alright: - neben euer inhaltlich sehr guten Seite sich auch dieser scheinbar profanen Sache mit gleicher Hingabe zu widmen. Es steht ja schließlich nirgends, dass man Wissenschaft trocken sein muss und man sie nicht mit Kulinarischem anreichern darf.


    Damit ich meine Vorredner nicht einfach kopieren, auch optisch einfach Klasse gemacht mit der weißen Pfanne - besonders augenfällig bei dem Heringstäubling.


    Hallo Rainer,


    dir auch einen herzlichen Dank für Deine positive Resonanz! Der Herinstäubling hat mich ehrlich gesagt ziemlich überrascht; erstens mit diesem Farbspiel in der Pfanne und zweitens geschmacklich!


    beste Grüßle
    Jürgen

    hallo Verena,


    Deine Event-Restaurant-Idee würd ich mir sofort schützen lassen (Patent, Markenschutz, Musterschutz ...), klingt nämlich sehr interssant. Ich bin überzeugt, dass im kulinarischen Land der giftigen Kugelfische sowas noch gefehlt hat. Die Japaner sind ja sowieso pilzbegeistert;-)


    Ich schneide meine Verkostungs-Pilze ügrigens auf einem Kunsstoffbrett, in der Hinsicht würde da nix passieren, trotzdem habe ich natürlich vor dem Knolli einen Heidenrespekt;-) Mal schauen was Siegmar Berndt dazu meint.


    Grüßle
    Jürgen


    Hallo Craterelle,


    ja, das ist eine gute Idee! Sobald einige Verkostungen zusammenkommen, gibts auf der Projekt-Seite eine eigene Rubrik.


    Grüßle
    Jürgen


    im Speisewert unbekannte, ungenießbare und/oder giftige wieder ausgespuckt.


    Naja, manche giftige würde ich echt nicht probieren, wegen potentieller Resorption über die Mundschleimhaut. Bekannt nur leicht giftige - könnte man.
    Wo über die Giftigkeit nichts bekannt ist, lasse ich auch das Probieren lieber.


    Aber bei bei einigen Autoren als ungenießbar genannte Pilze, da habe ich schon kulinarische Entdeckungen gemacht. Bei allen Autoren als ungenießbar bezeichnete lasse ich aber. Ich denke mal nicht, daß ich einen SOO ausgefallenen Geschmack habe


    Hallo Safran,


    ja, vor dem Knollenblätterpilz habe ich muffe;-) Den werde ich mir nicht in den Mund schieben, aber in die Pfanne hauen werde ich ihn, und dann mal die Gerüche einfangen. Es stellt sich die Frage, wieviel der toxischen Hauptgifte des Knolli durch Resorption im Mundraum aufgenommen werden. Vielleicht weiß das hier ja jemand ... oder man könnte sich an Sigmar Berndt, den DGfM-Toxikologen wenden.


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo Christoph,


    herzlichen Dank für Deine Eindrücke und Tipps! Also Deine hier augeführten Arten werde ich sicherlich auch alle durchprobieren und freu mich schon auf den Grünspanträuschling;-) Ich habe mir übrigens - da in der normalen Pilzsammler-Literatur nur wenig spezifisch auf die Bewertung von Speisepilzen eingegangen wird - euer Taschenlexikon zugelegt und zitiere da manches Interessante. Hier mal eine Verkostung der Espen-Rotkappe:
    http://www.pilzflora-ehingen.d…arthtml/lalbo-verkost.php


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo zusammen,


    hier nochmal eine Einzelverkostung:
    http://www.pilzflora-ehingen.d…l/asylvaticus-verkost.php


    ich habe mich entschieden, die Methode - in Butter zu schmoren - beizubehalten. Der Unterschied zum Schmoren mit geschmacksneutralem Sonnenblumenöl ist so gut wie gar nicht bemerkbar - meinem bescheidenen Gaumen nach;-). Ich will auch nicht den "puren" oder "unerfälschten" Geschmack des Pilzes herausfinden, sondern sein mögliches Küchen-Potential aufgrund einer einfachen Zubereitungsart. Was ich noch in meine Protokolle einführen will, ist der Geschmackseindruck des rohen Pilzes.


    Grüßle
    Jürgen


    Hallo krizu,


    das klingt natürlich kulinarisch seehr professionell, was Du hier beschreibst;-) Was ich mit meinen Einzelverköstingungen jedoch herausfinden will, ist nicht das kulinarische "Potential" von Pilzen - da müsste man in der Tat so wie Du es hier super beschrieben hast, einigen Aufwand betreiben - sondern lediglich nur, ob sie in einer einfachen Zubereitungsform überhaupt einen Geschmack hergeben. Also eine Art Grundlage, von der man aus antizipieren kann, was der Pilz für ein "Küchen-Potential" besitzt. Ich werde in meinen Einzelverkösigungen auch aufnehmen, wie der Pilz roh schmeckt.


    vielen Dank für Deine Gedanken zum Thema, das hat mich nochmal inspiriert
    Jürgen


    Hallo Jürgen,


    also die Mehlräslinge riechen so unangenehm, dass ich da gar keine Lust drauf habe. Und mein Geruchssinn ist nicht besonders gut ausgeprägt.


    Lieben Gruß Claudia


    Hallo Claudia,


    ich empfinde den Geruch als als etwas unangenehm, aber beim schmoren verliert sich das sehr schnell;-)


    Grüßle
    Jürgen
    [hr]
    hallo beli,


    vielen Dank für Deine Anregungen und Tipps! Ich glaube, ich werde da in Zukunft auch auf ein geschmacksneutrales Öl umsteigen, oder das zumindest noch zusätzlich werden.


    Grüßle
    Jürgen
    [hr]


    Hallo Jürgen,


    Finde ich gut! Ich werde sicher öfter mal gucken, zu was für Ergebnissen ihr kommt. Und wenn ihr mal mit allen durch seid, kann man eine zweite Runde anschließen :D (ich bin selbst zumindest manchmal in weiteren Versuchen zu abweichenden Bewertungen gekommen).


    LG, Craterelle


    Hallo Craterelle,


    interessante Beobachtung, das mit den abweichenden Bewertungen. Vermutlich ändert sich unser Geschmacksinn mit der Zeit.


    Grüßle
    Jürgen


    Man könnte noch auf direktes oder indirektes Garen acht geben, weil es sich auf die Konsistenz, das Mundgefühl, des Pilzes auswirken kann.
    Immer anzubraten bedeutet nämlich auch daß man die Pilze oft "krosser" und "trocken" werden lässt. Zudem kommt evtl. ein Röstaroma oder eine Bitternote zu dem angebratenen Pilz. Auch lässt man dadurch manche Geschmackswerte "verdampfen", nehme ich an.
    Manche Pilze brauchen eben mal diese und mal jene Art des Garens.


    hallo Mausmann,


    vielen Dank für diesen Tipp!


    Grüßle
    Jürgen
    [hr]


    Ein namhafter Pilzlehrer bezeichnete den Geruch des Mehlräsling wie...


    "beim Bäckergesellen ganz tief in der Hosentasche" ;)


    *g* Hab ich auch schon mal gehört. Das müsste wohl vom Walter Pätzold stammen.


    Grüßle
    Jürgen