Beiträge von Clavaria

    Hallo Thorben


    Ich habe heute auf dem Arbeitsweg nochmal an dem Trichterling herumgerätselt.

    Hast du das Sporenpulver angeschaut? War das reinweiss oder irgendwie schwach gefärbt (creme oder cremeorange)?

    Bei meiner Kollektion war der Abdruck nur sehr dünn, aber es war nicht reinweiss.


    Wenn das Sporenpulver nicht reinweiss war, würde ich unsere Kollektionen C. marginella nennen (= C. brumalis ss. auct.)


    Auf der Seite von Matthias gibt es eine ähnliche Kollektion: Bestimmungsfoto, aber mit weissem Sporenpulver.


    Zu C. marginella gäbe es in der ZMykol einen Artikel, den ich aber leider nicht habe:

    Artikelarchiv / DGfM

    Falls jemand Zugriff darauf hat und ihn (legal) mit mir teilen kann, wäre ich enorm dankbar.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Ja, der Geruch wäre schon wichtig... auch ein Blick auf die Sporen würde helfen.

    Auf den ersten Blick hätte ich eher auf L. panaeolus getippt. Diese verwaschene Oberfläche und der firnisartige Reif am Hutrand würden dazu passen.

    Aber der Lamellenansatz ist etwas unpassend (weshalb ich auch L. martiorum ausschliessen würde).


    Es gibt noch eine Reihe von wenig bekannten Lepista-Arten die auf Wiesen wachsen.

    Ohne die Sporen zu messen wird das aber schwierig.

    Hier der Schlüssel von Egon Horak ist manchmal hilfreich: lepista_schluessel.pdf


    Gruss Raphael

    Hallo Thorben


    Das ist ja spannend... schau mal was gerade auf meinem Tisch liegt:




    Mit diesem kleinen Trichterling hast du dir keinen Gefallen gemacht. Diese Gruppe ist in der Literatur völlig widersprüchlich.

    Ich denke es könnte Clitocybe brumalis ss. Breitenbach&Kränzlin sein.

    Da stimmt fast alles, nur diese teils fast subzylindrischen Sporen nicht, die hatten meine Exemplare auch:



    Nun, C. brumalis gilt in der Literatur leider als nomen dubium, das nicht mehr verwendet werden sollte weil der Name sehr unterschiedlich interpretiert wurde.

    Ich muss heute noch Frischmaterial anschauen, werde mich aber morgen nochmal mit diesem Trichterling befassen. Vielleicht finde ich doch noch einen besseren Namen.


    Wichtig wäre schon dass du dir eine Meinung zum Geruch bildest. In Frage kommen vor allem: süss/fruchtig, mehlig/ranzig, oder einfach sehr schwach und undefinierbar.

    Und noch zur hygrophanen Verfärbung: Wie war das in der Hutmitte? Blieb die dunkler (grau) oder wurde die auch weisslich/creme?


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Danke euch für das Feedback, ich lege es also mal so ab.

    C. glaucopus ist ja wohl farblich recht variabel, wenn man die Darstellung bei Ludwig anschaut.


    Die Sporen hast Du von den Cortina-Resten am Stiel entnommen?

    Ja, mache ich wenn möglich immer.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Die Wälder hier sind voller Schleierlinge und Fälblinge. Naja, man nimmt was man kriegt.

    Wer am Mittwoch im Online-Treff war, durfte bereits einen Blick auf die drei Phlegmacien werfen.

    Da ich bei Phlegmacien noch recht unsicher bin, wäre ich froh wenn jemand da drüber schaut.


    Habitat: Mischwald, dominiert von Fichten, auf Kalk, ca. 1000m.


    Die ersten beiden unterscheiden sich farblich, dürften aber trotzdem dieselbe Art sein.

    Ich komme da auf einen trivialen C. glaucopus - einmal braun, einmal eher gelb.

    Alles andere (Sporen, KOH-Reaktion, Geruch) stimmt überein.


    Kollektion 1:

    Geruch: Irgendwie komplex fruchtig-cristatoid-aromatisch, mir fällt nichts besseres an.



    KOH auf Hut rotbraun, im Fleisch überall gelbbraun


    Sporen klein, um 7.5-9.5 x 4.5-5.5 µm, Q = 1.5-1.9


    Kollektion 2:

    Geruch: Wie oben.

    Gleiche Lamellenfarbe, Hut aber deutlich lebhafter gefärbt. Ich dachte da zuerst eher an C. varius.


    KOH identisch wie oben


    Sporen 7.5-8.5 x 4.5-5 µm




    Die dritte Kollektion war etwas schwieriger, ich meine aber dass es C. cupreorufus sein müsste:


    Geruch: Schwach, angenehm




    Fleisch im Hut biolettlich, im Stiel blassgelb.

    KOH auf Hut schnell purpurschwarz.

    KOH 3% im Hut ohne Reaktion, im Stiel gelbbraun.

    KOH 10% im Hut bräunlich, im Stiel gelbbraun.


    Nach 30 Minuten im Stiel dunkel- bis schwarzbraun


    Sporen gross mit breiten Warzen, 11-13 x 6-7.5 µ, Q = 1.7-2.0


    Die Sporen sind etwas grösser als ich es in der meisten Literatur finde, und diese violetten Töne im Hutfleisch finde auch nirgends erwähnt.

    Die Darstellungen bei Ludwig, im AdC und anderen Büchern sind aber auch etwas widersprüchlich.

    Sehr gut passt das Bild bei PdS.


    Was meint ihr dazu?


    Lg, Raphael

    Klar hab ich das Buch, habe ja danach bestimmt.

    Aber ich gebe dem Foto immer nur zweite Priorität, vor allem bei Pilzen die farblich so variabel sind wie Seifenritterlinge.

    Im Text sind auch andere Farbtöne erwähnt, für die Hutmitte "olivaceous grey, olivaceous buff, olivaceous, brownish olivaceous to honey".

    Also sind auch eher Brauntöne erlaubt, es muss nicht rein grün sein.


    Weiter schreiben die Autoren unter "Discussion":

    It is quite possible that also collections with more greyish colours,

    from Picea-stands, are referable to T. rapipes, so that ecology could be the best

    character to separate the two species.


    Also zweifeln sie selber die grüne Farbe als entscheidendes Kriterium an, die morphologischen Merkmale sind in dem Buch nicht final erarbeitet.


    Da alle anderen Merkmale passen (er wuchs unter einer Fichte), und die Farbe gemäss Beschreibung kein klares Trennmerkmal ist, scheint mir meine Bestimmung nicht völlig abwegig zu sein.


    Bei den Seifenritterlingen ist noch so viel unklar. Darum ja cf. in der Benennung.

    Klarheit bringt ja wohl wirklich nur eine Sequenzierung.


    Gruss Raphael

    Hallo,


    ja so richtig sicher bin ich mir bei rapipes auch nicht, drum ja das cf. vorne dran und im Zoom hatte ich genau das Problem auch erläutert.

    Auffällig war aber halt schon, dass die Lamellen im Gegensatz zu Tr. boudieri überhaupt nicht röten.

    Der Unterschied bestand zwischen allen Exemplaren der beiden Kollektionen.


    Letztes Jahr habe ich genau der gleichen Stelle (und sogar am gleichen Kalendertag :)) die hier gefunden, die ich damals auch als rapipes bestimmt habe:


    (etwas überbelichtet)



    Auch da rötete nur der Hut und ein wenig der Stiel, aber die Lamellen nicht.

    Drum meine ich, dass es da doch einen wesentlichen Unterschied zu boudieri gibt.

    Ob es nun rapipes oder noch etwas anderes ist, vielleicht eine Abart des normalen Seifenritterlings, kann ich nicht abschliessend beurteilen.

    Vielleicht lasse ich ihn mit Winter mal sequenzieren.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Ich habe hier noch ein Phlegmacium, bei dem ich mir professionelle Hilfe erhoffe.


    Habitat: Bei Fichten und Kiefern auf 800m, tief in der Streu eingesenkt.

    Geruch: Habe ich in einem Anfall von geistiger Umnachtung nicht notiert. Ich hoffe ihr könnt trotzdem etwas draus machen.


    Der Hut bräunt bei ausgewachsenen FK und zeigt Streifen, ähnlich wie die Zeichnung bei Ludwig von C. corrosus




    KOH links 3%, rechts 20%:

    Auf dem Hut positiv (rotbraun), im Fleisch negativ.

    Fleisch in der Stielbasis ocker, sonst nur in der Stielrinde schwach gefärbt.


    Sporen 9.5-10.7-12.6 x 5.9-6.3-7.2 µm, deutlich warzig


    Meine verschiedenen Schlüsselversuche führen mit zu C. corrosus.

    Da scheint mit im AdC alles zu passen, aber bei Ludwig weicht die KOH-Reaktion auf dem Hut (schon wieder) ab, nämlich nur blassbraun.


    Was meint ihr dazu?


    Gruss Raphael

    Hallo Ingo


    Ja, alles kalkig.

    Tr. aurantium und pardinum sind in dem Gebiet häufig und waren heute massenhaft vorhanden.

    Tr. focale kam nur an einer Stelle, genau wo ein Kollege ihn letztes Jahr fand.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Hier ein paar Fotos der Ritterlinge von der heutigen Mittagsrunde, die ich heute im Zoom-Meeting gezeigt habe.

    Habitat: Mischwald mit Fichten, Kiefern, Birken


    Tricholoma aurantium - Orangeroter Ritterling


    Tricholoma pardinum - Tiger-Ritterling


    Tricholoma focale - Halsband-Ritterling


    Tricholoma boudieri - Rötender Seifenritterling

    Rötet überall sehr stark, auch an den Lamellen und am Stiel. Stinkt viel intensiver seifig als der normale Seifenritterling.


    Tricholoma cf. rapipes - Orangegelbverfärbender Seifenritterling

    Stinkt wie boudieri, aber rötet nur auf dem Hut und ein wenig am Stiel. An den Lamellen gar nicht.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Bin heute auch wieder dabei :)


    Habe über Mittag sechs verschiedene Ritterlingsarten im Wald gefunden, wenn sonst niemand viel hat und ihr Spass dran habt können wir die anschauen.

    Das meiste ist aber nichts besonderes.

    Mit den Fälblingen, Cortinarien und was sonst so in meinem Kühlschrank rumliegt will ich euch nicht langweilen.


    Gruss Raphael

    Hallo Hias


    Ja, deine Kollektion habe ich auch abgeglichen, das passt irgendwie gar nicht zu meinem Fund.

    Die von Alexander erwähnten Unterschiede bei den Strukturen in HDS und Stipitipellis passen mir auch nicht.

    Tatsächlich konnte ich unter dem Mikroskop keine Gelschicht feststellen, habe aber leider nur in KOH mikroskopiert und jetzt sind sie schon getrocknet.

    Vielleicht war "stark schleimig" oben übertrieben, aber auf keinen Fall waren sie völlig trocken.

    Die Oberfläche könnte standorts- und witterungsbedingt so gewesen sein (feuchter, schattiger Bruchwald).


    Wenn meine Kollegin auch nicht weiterhelfen kann, wird das wohl ein Kandidat für die Sequenzierung.

    Ich habe sonst wirklich keine Idee mehr in welcher Schublade ich den einordnen könnte.


    Gruss Raphael

    Hallo,

    vielleicht ist das ja Neolentinus adhaerens, der hätte allerdings Pleurozystiden. Nur so eine Idee….

    LG

    romana

    Hallo Romana


    Der müsste schlankere, lange Sporen haben. Und diese Pleurozystiden hätte ich beim Lamellenschnitt sicher bemerkt.


    Hallo Raphael,

    ich glaube, dass Du da Trichocybe puberula gefunden hast.

    LG,

    Alexander

    Hallo Alexander


    Das wäre tatsächlich möglich. Die Sporen wären im unteren Bereich dessen was man in der Literatur findet, aber doch noch denkbar. Sporenform passt perfekt.

    Zystiden passen auch, Standort und Makroskopie auch. Nur diese verzweigten Zellen in der Huthaut finde ich nirgends in den Beschreibungen.

    Die Beschreibung von Vizzini et al. 2010 ist ja eigentlich sehr gründlich, das wäre dort erwähnt und gezeichnet wenn die Autoren das festgestellt hätten.


    Ich schicke es mal einer Kollegin die vor einigen Jahren einen Fund von Trichocybe puberula kartiert hat.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Simocybe dachte ich auch mal, aber die haben alle grössere Sporen.

    Für Pholiota lenta wäre es arg klein, die hatten kaum 2 cm Durchmesser. Die Sporenform passt generell nicht so gut zu Pholiota.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Ich habe hier noch einen Lamellenpilz auf Holz, den ich nicht bestimmt kriege.


    Substrat war ein uralter liegender Baumstamm im Mischwald. Das Holz war so verwittert, dass ich mir bei der Holzart nicht sicher bin.

    Zur Wahl stehen Fichte und Birke, theoretisch auch Kiefer aber eher unwahrscheinlich.


    Sporenpulver: Der Abdruck war zu dünn um es sicher zu beurteilen. Ich meine es war nicht reinweiss, könnte creme oder hellbraun sein.

    Aber da kann ich mich täuschen.


    Hut stark schleimig mit eingebetteten Faserschuppen. Geruchlos.

    Leider nur diese beiden Exemplare.



    Sporen in KOH im Lamellenpräparat.


    Hier noch in Wasser vom Abwurf. Tropfenförmig, 5-7.5 x 3-3.5 µm. Inamyloid.


    Cheilozystiden zahlreich, keulig oder unregelmässig. Keine Chrysozystiden. Pleurozystiden fehlen.


    HDS in KOH: Alles bräunlich intrazellulär pigmentiert. Mit auffallenden, aufgerichteten Zellen, deren Spitze teilweise verzweigt ist.


    Hier sieht man die verzweigten HDS-Elemente noch besser


    Kaulozystiden unregelmässig gelappt.


    Mit der Sporen- und Zystidenform meine ich, dass es irgendwo in die Verwandtschaft von Gymnopus gehört.

    Aber ich finde einfach nichts was passt.


    Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen?


    Viele Grüsse

    Raphael

    Hallo Schupfi


    Das Problem ist, dass ich keine Pilze esse. Deshalb habe ich keine andere Wahl als sie zu bestimmen - was soll ich sonst damit?


    Ich neige auch eher zu scabrum. Helle Flecken hatte der Hut nicht, nur kleinere Schäden die etwas heller sind.

    Aber die FK waren noch recht jung, deshalb war ich unsicher.

    Dementsprechend hatte ich auch Mühe reife Sporen zu finden. Zu wenig um einen sinnvollen Qav zu rechnen.


    Fazit: Ich schreibe wohl scabrum dran, zumal ich den in der Nähe dort schon gefunden habe.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Ich habe am Dienstag dieses Leccinum bei Birken gefunden:



    Verfärbung: Zunächst nur etwas rosa. Nach einem Tag im Kühlschrank deutlich rotbraun.


    Sporen: Um 13-15x4-5 µm, Q = 2.9-3.2


    HDS in Wasser, falls das hilft


    Auffallende Kaulozystiden in den Stielflocken, dunkelgrau intrazellulär pigmentiert


    Ich kann mich nicht entscheiden zwischen einem banalen scabrum, variicolor oder melaneum.

    Was meint ihr?`


    Gruss Raphael

    Liebe Ditte,


    Bei 1 waren nicht alle Sporen so, aber doch die grosse Mehrzahl. Ich habe jetzt nochmal gezielt nach kürzeren Sporen gesucht, es gibt welche bis zu einem unteren Q-Wert von 1.85.

    Dafür aber auch noch längere bis 2.8 (14 µm lang). Die Basidien sind viersporig, soweit ich es sehen konnte.

    Der Wald liegt auf ca. 850m und ist recht steil.

    Hier noch zwei Bilder von den Sporen:




    Bei 2:

    Ja, bei involuta war ich auch mal hängen geblieben. Mir waren meine FK dafür zu klein, aber dem sollte ich wohl nicht zu viel Beachtung schenken.

    Ansonsten passt wirklich alles.


    Bei 3:

    Also doch nicht erubescens... bei Pseudosperma komme ich im Schlüssel von Bon eigentlich nur auf orbatum.

    Das fand ich zuerst eigentlich noch passender, nur soll das nach Bon eine mediterrane Art bei Zedern sein.

    Ich habe mir jetzt noch das Portrait in FND 73 angeschaut, es gibt offenbar auch andere Begleitbäume.

    Könnte das stimmen?


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen, liebe Ditte


    Ich habe mal wieder drei Risspilze. Bei den ersten zwei habe ich mir die Zähne ausgebissen.

    Trotz aller Mühe finde ich keine Art die mir wirklich zu passen scheint. Ich könnte hier jetzt irgendwelche Namen hinschreiben, aber das bringt nichts wenn ich ohnehin weiss dass es falsch ist.

    Also bleibt mir wieder einmal nur die Hoffnung auf Ditte's weisen Rat.


    1:

    Habitat: Unter Fichten auf Kalk.

    Geruch: Spermatisch


    FK klein aber von eher kompaktem Habitus. Der grösste Hut hatte einen Durchmesser von 1.5 cm.

    Jung mit deutlichen, weissen Velumresten.

    Hutmitte kahl und schwach gebuckelt.


    Stiel weiss überfasert, bei Berührung kommt die rötlichbraune Farbe darunter zum Vorschein.


    Schnittbild


    Sporen meistens recht schlank: 10.2-11.3-12.3 x 4.6-5.2-5.9 µm, Q = 1.95-2.18-2.43 (n=20)


    Cheilozystiden fast immer mit Kristallen, in KOH nur schwach gelblich, mässig dickwandig. Parazystiden vorhanden.

    50-56-66 x 13-14.5-17 µm (n=8)


    Pleurozystiden ähnlich


    Kaulozystiden nur im obersten Viertel vorhanden und auch dort spärlich und nur angedeutet metuloid-kristallisiert.


    Zudem fielen mir im oberen Stieldrittel spezielle Hyphenenden auf, ich weiss nicht ob das relevant ist.

    Sie waren schlank keulig, rostrat oder moniliform.




    2:

    Habitat: Bei Fichten und Kiefern auf Kalk. In der Nähe gab es auch einzelne Birken.

    Geruch: Spermatisch


    Auch diese Fruchtkörper sind sehr klein, kaum über 1 cm Hutdurchmesser. Aber insgesamt schlanker im Habitus.




    Sporen : 9.5-10.4-11.6 x 6.1-6.5-7.0 µm, Q = 1.45-1.61-1.85 (n=20)


    Cheilozystiden mit teils recht langem Fuss, recht dickwandig, in KOH blassgelb, oft irgendwie verbogen. Parazystiden vorhanden.

    Abmessungen: 50-65-75 x 14-17.5-19 µm (n=10)


    Viele Zystiden mit auffälligem "Sand" unter dem Kristallschopf.


    Pleurozystiden ähnlich


    Kaulozystiden im oberen Stieldrittel zahlreich, darunter fehlend.




    3:

    Hier habe ich zumindest eine plausible Vermutung, nämlich ganz einfach Inosperma erubescens. Oder gibt es eine Art die so rötet?

    Ganz sicher bin ich mir aber nicht, weil die Sporen etwas kürzer sind als in den Beschreibungen und weil die Zystiden nicht rein keulig sind.

    Gut möglich, dass das in der Variationsbreite der Art liegt.


    Habitat: Gemischt mit Kollektion 2, also bei Fichten und Kiefern sowie etwas entfernten Birken.

    Geruch: komplex mit fruchtigen, aromatischen und spermatischen Komponenten




    Sporen: 10.9-11.9-12.7 x 6.6-7.1-7.9 µm, Q = 1.38-1.69-1.90, oft phaseoliform.


    Cheilozystiden 45-55-65 x 8-13-15 µm (n=5)

    Die meisten keulig, aber auch einige schwach kopfig oder birnenförmig.


    Kaulozystiden an der Stielspitze


    Viele Grüsse

    Raphael

    Hallo Ditte


    Vielen Dank, passt perfekt!

    Ich habe die Hutoberfläche in den Schlüsseln beurteilt und bin bei der Frage beide Male falsch abgebogen.

    Nächstes Mal weiss ich es besser.


    Gruss Raphael

    Hallo Karl


    Ja, den hatte ich auch im Visier, habe ihn dann aber ausgeschlossen.

    E. turbidum sollte deutlicher hygrophan sein, mit frisch deutlich gerieftem Rand und einer HDS als Ixokutis.



    Gruss Raphael

    ... ich schiebe noch gleich einen zweiten, sehr ähnlichen Rötling nach. Diese braunen Rötlinge treiben mich in die Verzweiflung.


    Habitat: Das gleiche, etwa 50 Meter entfernt. Aber dort stärker von Kiefern dominiert und es gab einzelne Lärchen.

    Geruch: Süsslich mit mehliger Komponente

    Hut schwach hygrophan

    Hut nicht gerieft, fein radialfaserig, nicht glimmerig wie die erste Kollektion

    Stiel blass bräunlich überfasert.

    Fleisch komplett weiss.


    Mikroskopisch:

    - Sporen subisodiametrisch, Ecken deutlich, um 7.5-8.5 x 6.5-7.5 µm, Q = 1.05-1.2

    - Keine Cheilozystiden gefunden, LS fertig

    - Schnallen überall vorhanden

    - HDS ein leichten Übergang zu einem Trichderm, nur schwach intrazellulär pigmentiert.

    - Stielfasern unauffällig


    Die miesen Lichtverhältnisse am Standort haben meine Kamera überfordert. Die Farben sind zu blass, die Hüte sind kräftiger braun und die Stiele deutlich bräunlich überfasert.


    Sporen:


    Stiel:


    HDS:


    Die Unterschiede sind nicht gross, aber mit dem anderen Geruch, anderer Hutoberfläche und den anders gestalteten Sporen scheint mir das eine andere Art zu sein.

    Hat jemand eine Idee?


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Ich habe hier einen Rötling, bei dem ich zu keinem Ergebnis komme.


    Habitat: Mischwald aus Fichten, Kiefern, Birken auf Kalk, 800m.

    Geruch: Kräftig nitrös, auch nach längerem Liegen noch.

    Hut nicht hygrophan (der eine Hut auf dem Bild wirkt hygrophan, ist er aber nicht).

    Hut nicht gerieft, insgesamt feinst filzig-glimmerig.

    Stiel bräunlich überfasert.

    Fleisch komplett weiss.


    Mikroskopisch:

    - Sporen subisodiametrisch, Ecken eher abgerundet, um 8-9 x 7-8 µm, Q = 1.05-1.2

    - Keine Cheilozystiden gefunden, LS fertig

    - Schnallen überall vorhanden

    - HDS ein Übergang zu einem Trichderm, nur intrazellulär pigmentiert.

    - Stielfasern mehrgliedrig, mit einzelnen kristallinen Inkrustationen


    Wie erwähnt: Der zweite FK von rechts wirkt hygrophan, hat sich seit dem Aufsammeln vor drei Tagen aber nicht verändert.

    Die anderen haben auch ihre Farbe behalten.


    Sporen:


    HDS:


    Stielhaare:


    Mit den gängigen Schlüsseln (FE5, Gröger) komme ich auf kein vernünftiges Resultat.

    Mit dem nitrösen Geruch fallen viele ähnliche, aber mehlig riechende Arten raus.


    Kann mir da jemand weiterhelfen?


    Viele Grüsse

    Raphael