Beiträge von Grafei
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Im Wald sind meine Begegnungen stets freundlich. Ab und zu fragt jemand woher ich den Platz kenne, weil er wohl meint ich hätte ein Geheimnis entdeckt. Man grüßt sich und redet kurz darüber, was man schon gefunden hat und wie die Pilzsaison gelaufen ist. Oftmals verweise ich dann darauf, dass ich nur sekundär Speisepilze suche und mein Fokus auf anderen Dingen liegt.
Wanderer schauen gerne in meinen Korb und wundern sich "den kenn ich ja gar nicht, was ist denn das"? Meist erläutere ich kurz, aber vom Berg herab kommen einem viele Leute unter und irgendwann will man ja doch nach Hause.
Nur ein einziges mal hat mir jemand erklärt, dass der Netzstielige Hexenröhrling ja giftig sei, hatte er im Internet gelesen. Ich erklärte ihm den tatsächlichen Stand, er war interessiert aber geglaubt hat er mir vermutlich nicht.
Die meisten gehen hier mit Stoffsack, daher sehe ich die fremde Beute eigentlich nie. Und wenn jemand einen Korb hat, zwänge ich mich nicht auf um einen Blick hineinzuwerfen. Jeder will seine Beute schützen wie einen Schatz. Ein Hinweis auf überständige oder giftige Pilze entfällt daher auch.
Falls es mir aber auffallen würde, würde ich mich verpflichtet fühlen, etwas dazu zu sagen. Auch wenn mir das Gegenüber nicht glaubt, habe ich meine Pflicht getan und mein Gewissen beruhigt.
Einmal kam ein Nachbar mit nem großen Plastiksack voll Pfifferlingen nach Hause. Ich hätte davon vermtl. nur 10% mitgenommen, teils waren darauf schon schwarze Punkte vom Schimmel und schwere Trockenschäden und einige total matschig. Er ließ sich von meinem Hinweis auf die bevorstehende potentielle Lebensmittelvergiftung nur wenig beirren: "Die hamma scho immer so gessn". Ein paar konnte ich ihm dann mit dem Verweis auf den Schimmel doch noch ausreden.
Das kenne ich so gar nicht. Ob das daran liegt, dass ich das gleich ins VHS-Programm reinschreibe, dass es um das Kennenlernen von Pilzen geht, und nicht ums Körbe Füllen, oder daran, dass ich noch keine "Kann man den essen?"-Allergie entwickelt habe, oder ob die Leute bei uns aus unbekannten Gründen anders drauf sind? Für mich ist es ein durchaus legitimes Anliegen, Pilze essen zu wollen. Das war auch für mich das erste, was mich an Pilzen interessiert hat.
Die Korb-Füll-Erwartung hast du hier vermutlich schon korrekt gekürzt. Ein Hinweis auf eine LEHRwanderung und zu Beginn der Wanderung die Anmerkung, dass es darum geht etwas zu lernen und nicht mit nem vollen Korb nach Hause zu gehen hilft.
Aber sonst ... ich hatte jedes Mal ein doofes Gefühl im Nachheinein, ob der Flüchtigkeit und dem Wissen bzw dem Unwissen, was nach dem Gesprcäh noch kommt.
Die sammeln ja noch weiter. Haben sie deine Erklärung verstanden, oder machen sie jetzt die Täublingsproben an Knollis? Oder sammeln sie Giftiges, weil sie es für das Gleiche wie im Korb halten und da hat der Pilzberater ja gesagt "die kann man essen" usw usw. Wie handhabt ihr das?
(mal davon abgesehen, halte ich es aus Sicht der Beratenen für verdammt leichtgläubig einem Fremden im Wald sein Leben anzuvertrauen)
Ich glaube die Leute bleiben nach einem flüchtigen Gespräch mit irgendeinem Random Pilzsammler, trotzdem bei dem was sie kennen.

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Servus Thomas,
ich habe seit einigen Jahren das Rollei Compact Traveler Mini mit ausziehbaren Füßen. Preis-Leistung finde ich vollkommen OK. Bodennahe Aufnahmen sind damit aber leider nicht möglich.
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Ja, da erinnere ich mich dran, das ist ein tolles Gebiet. Sehr verwunderlich, dass es da so viel schlechter ist als bei uns. Hatte heute eine Pilzlehrwanderung und wir kamen nicht all zu weit, weil so viele Arten zum besprechen da waren.
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Hi beli,
das ist verwunderlich. Im Oberen Achental war es sehr Arteinreich seit Mitte/Ende September und vor allem die 45l Niederschlag vor über drei Wochen haben seit den letzten September Tagen ordentliche Schübe in vielen Gattungen ausgelöst. U.A. Täublinge, Fliegenpilze, Steinpilze und div. Raufußröhrlinge gab und gibt es in enormen Mengen. Die Hexenröhrlinge beginnen gerade.
Was leider noch fast komplett fehlt sind die Wiesenbewohner, hoffe die kommen jetzt nach diesen Niederschlägen und den kühlen Nächten noch raus und der Bodenfrost bleibt noch aus.
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Oder grade weil er so giftig ist, ist er so schön... die verbotene Frucht und so...

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Heringstäublinge, (Flaschen/Hasen)stäubling, Schwarzkopf-Milchling und Milchbrätling?!
Vllt auch Scheidenstreiflinge?
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Ring und Hutstruktur/-färbung deuten auf Parasol hin. Ein Safranschirmiling i.w.S. würde röten.
Die Natterung des Stiels kann durch Berührung entfernt werden.
Die Stielbasis fehlt.
Eine sichere Bestimmung wird hier vom Foto nicht mehr möglich sein.
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Hi Sabine,
die letzten Jahre sind sie mir im Tal immer mal wieder untergekommen, in den Bergen nur ganz selten mal vereinzelt. Aber dieses Jahr sind sie auch in höheren Lagen plötzlich weit verbreitet.
Die meisten Hirschlausfliegen verschwinden ganz von alleine wieder, da Ihnen der Mensch nicht der liebste Wirt ist. Ich habe dieses Jahr beobachtet, dass sie oft schon kurz nach der Landung direkt wieder abheben. Aber in seltenen Fällen können Sie sich auch am Menschen vergehen.
Lästig und grausig bleiben sie allenfalls

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Die Verfärbung auf dem Fruchtkörper sieht mehr nach Trockenschaden/Altersschwäche als nach Fleischverfärbung wie bei conica agg. aus.
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Bei den über 10.000 Pilzarten Mitteleuropas wundere ich mich immer wieder über Personen, die sich mit jeder Gattung beschäftigen und den Anspruch haben in jeder Gattung nahezu alle Arten zu kennen. Wer kann das denn bei Pflanzen, bei denen die Artenvielfalt geringer ist? Es gibt z.B. Spezialisten, die sich rein mit Brombeeren beschäftigen.
Wir sollten unseren Anspruch ein bisschen runter schrauben, denn die Artenvielfalt ist viel zu groß. Nehmt euch ein paar Gattungen raus und beschäftigt euch mit diesen. Natürlich ist das leichter gesagt als getan, denn man kann sich natürlich nicht mit Täublingen beschäftigen wenn man nur Röhrlinge findet.
Ich finde den Thread jedenfalls interessant und hoffe ich kann mir auch ein paar Tipps raus holen, die Theorie fällt mir nicht gerade leicht. Die Merkmale optisch abzuspeichern ist für mich einfacher.
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Danke für den Tipp, werde ich bei den nächsten Fotos mal testen.
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Seid ihr denn komplett irre?

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würde dieser Pilz z.B. sehr bitter oder unangenehm schmecken, würde man da kaum nennenswerte Portionen davon essen. Leider schmeckt er sehr würzig und nicht schlecht, und die Zubereitung in der Pfanne erzeugt auch keine unangenehmen Gerüche.
Anders sieht es - als Beispiel - mit dem Terpentin-Schneckling aus (Hygrophorus abieticola / pudorinus), der riecht schon beim Braten in der Pfanne so furchtbar, und "verstinkt sozusagen die Küche" - dass man den auch nicht mehr probieren will.
Da hast du die Rechnung ohne Pilzlaien gemacht... Da habe ich schon von mehreren Fällen gehört, bei der erst nach Anruf beim Giftnotruf auf Nachfrage, wie das Gericht denn geschmeckt hätte, den Personen der Einfall kam... "Ja, jetzt wo ich drüber nachdenke. So richtig lecker war es nicht."
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R. rhodoxanthus hätte kräftig gelbes Fleisch, kommt in Süddeutschland im Flachland vor.
Ich schließe mich Hias an, R. rubrosanguineus. Der eher höhere Lagen bevorzugt.
Außerhalb der Fraßstellen kann man die Rottöne am Stiel auf dem Foto ja ganz gut erkennen.
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Hi beli,
ein paar schöne Röhrlinge hast du ja doch gefunden.
Hier in den Bergen auf 1000m+ gab's letzte Woche mal nen richtigen Röhrlingsschub, ob der noch anhält konnte ich diese Woche leider nicht prüfen. Lamellenpilze waren aber auch eher wenige, ein paar Rötlinge und Saftlinge waren zumindest da. Ich hoffe die kalten Nächte helfen jetzt dem Wachstum ein bisschen nach. Und natürlich fehlt noch Regen, die nächsten zwei Wochen ist jedoch wieder kein ergiebiger Niederschlag in Sicht

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Schöne Funde und eine tolle Dokumentation, danke für's Teilen!
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Rotkappen kommen bei mir nicht in die Pfanne, die schmecken doch nicht.

Espenrotkappen sind bei mir sogar in den Top 10, so unterschiedlich ist halt nunmal der Geschmack.
Schöne Sammlung Radelfungus. Bei meiner (Espen-)Rotkappenstelle waren gestern leider nur zwei Stück, die dafür richtig frisch und knackig. Der Röhrlingsboom der letzten Woche scheidet genau so schnell davon wie er begann.
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https://myk.univie.ac.at/wp-content/uploads/2023/02/OZP30_Klofac_Suillus_moseri_final_2023-02-19.pdf
Oehrling Danke für deine Antwort, habe in einem anderen Thread noch diese Publikation gefunden. Auf Seite 16 findet sich eine gute Vergleichstabelle, wenn ich danach gehe, hast du mit S. viscidus wohl recht.
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Hallo zusammen,
diese Pilze fand ich auf einer Almwiese auf etwas 1050 m ü.N.N. bei einer großen Lärche zu Dutzenden.
Die Beschreibung von der von Klofac beschriebenen Art S. brunneolus passt sehr gut. Nur die Verfärbung auf dem Hut wird dort nicht erwähnt. Auch andere Suillus Arten können aber ja mal blauen oder bräunen.
Hut jung gelblich, dann etwas dunkler braun, dann beige
Später mit angedrückten Schuppen
Hutrand schwärzend
Druckstellen grün-blau, teils auch rot-braun verfärbend
Poren jung weiß-grau
Später grau-braun
Röhren hellgrau
Fleisch weiß
Stiel von der Basis her teils nachgilbend
Bei einem Exemplar Bräunung unter der Huthaut
Poren, Hut und Stiel teils grün-grau-blau verfärbend
Velum weißlich, bräunend
Deutliche Netzzeichnung oberhalb des Velums, dort grünlich verfärbt
Alles in allem eine sehr wilde Farbgebung und Verfärbung.
Ich freue mich auf eure Meinung dazu, gerne liefere ich weitere Infos nach.
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Glückwunsch Erika und Bea, wie immer erstklassige Bilder! Freut mich, dass ich's bei der starken Konkurrenz trotzdem mal wieder auf's Treppchen geschafft habe.
Die Pilzsaison nimmt (zumindest in Südbayern) langsam Fahrt auf, dann fehlt nur noch die Zeit für den Wald

