Beiträge von Grafei

    Keine Ahnung warum die Kamera das Bild so grün macht. Wie ich's auch einstelle, Warzen sehe ich da nun doch nicht...




    Nächstes Jahr wird's wohl mal Zeit für nen Mikroskopierkurs ^^


    Es bleibt wohl ein Rätselpilz.

    Also das Sporenpulver ist hier sicherlich nicht weiß, das sieh man ja am Stiel ein wenig

    Der Stiel ist bräunlich durch Trockenschaden meiner Meinung nach.

    Eine gute Methode ist die, auf Objektträger absporen zu lassen, und nicht auf weißem Papier.

    Genau das habe ich gemacht, Sporenpulver ist weiß.



    Mit Melzers:



    Die Huthaut ist fein schuppig/radialfaserig. Fleisch ohne Verfärbung.


    Ich werde mich heute Abend nochmal ans Mikroskop setzen, wie man sieht bin ich da noch nicht so geübt ?(


    Edit: Ich denke doch, dass ich alles ordentlich dokumentiert habe (Mikroskopie außen vor). Weiß nicht warum das hier so in Frage gestellt wird?!

    Danke für eure Antworten.

    Die Bäume (vorwiegend Fichte, Buche) sind 15m entfernt, also wäre eine Verbindung nicht auszuschließen.


    Leucopaxillus gentianeus wäre eine Möglichkeit...

    Grüße Axel

    Das ist ein heißer Kandidat. Der Geschmack ist erst mild, dann aber scharf-bitter-ranzig.


    Hier sieht man nun doch die Warzen der Sporen:

    In Melzers Reagenz (allerdings ist die Reagenz aus 2022).

    Hallo zusammen,


    leider komme ich hier nicht drauf, vllt hat jemand von euch eine Idee?

    Fundort: Wiese, die zuletzt vor über 30 Jahren gedüngt wurde.

    Sporenpulver: weiß


    Hutfarbe jung: graubraun
    Hutfarbe alt: rehbraun
    Hutstruktur: glatt, leicht radialfaserig
    Hutform: ausgebreitet
    Hutdurchmesser: 6-9cm
    Anmerkungen: Hutrand wellig
    Lamellenanwuchsform: herablaufend
    Lamellenschneiden:
    Anmerkungen: dick, cremeweiß
    Stiel: bauchig verdickt
    Stielfarbe: weiß
    Stielstruktur: faserig aufreißend
    Basismyzelfilz: weiß
    Anmerkungen:  
    Fleischfarbe: weiß, braungraue Zone unter Huthaut
    Geruch: unbedeutend bis leicht süßlich, nicht unangenehm
    Höhe der Frk: 6-9cm




    Wie findet Ihr das, wenn ein PSV Bestimmungs-Apps nutzt?

    Geht gar nicht - oder ist das mit Anmerkung und in Ausnahmefällen okay?

    Oder ist das auch in Ordnung, wenn jemand das bei jedem Pilz macht?

    Hast du dafür ein konkretes Beispiel, oder wie kommst du darauf?


    Dir scheint es im speziellen um das Vorgehen bei geführten Pilzwanderung zu gehen?

    Ein gewisses deutschlandweit aktives Unternehmen mit Namen Wildschytz lässt jedermensch Pilzführungen durchführen. D.h. da kann es dir passieren dass der Guide weniger Vorkenntnisse hat als die Teilnehmer und dementsprechend mehr in der App hängt als sich den Pilz anzuschauen.


    Ein PSV wird keine App benötigen um eine Pilzführung durchzuführen.

    M. procera wäre hier auch mein Favorit. Bei Riesenschirmlingen ist auch der Ring zur Bestimmung hilfreich.


    Sehr schöne Anfrage für's erste mal! Du lieferst viele Infos, das ist löblich.

    Tipp für die Fotos: In der Natur ist die Farbtreue besser als im Kunstlicht und wenn du sie gleich am Fundort machst, sind auch Hinweise zur Ökologie und Begleitbäumen gleich mit dokumentiert.

    Mitgenommener Sand und Dreck sammelt sich beim weiteren Transport zusätzlich in eigentlich sauberen Lamellen und Röhrenregionen. Die Nacharbeit wird dann zu Hause höchstwahrscheinlich nervender und zeitaufwändiger als gedacht.

    Wirklich krass finde ich wie viele Leute vollständig ungeputzte Pilze mit nach Hause nehmen! Die verdrecken sich dann gegenseitig noch stärker bis sie dann auch noch schön mit Erde auf den Küchentisch oder der -arbeitsplatte präsentiert werden. (Sind das wenige, die das machen? Ich denke mal mindestens die Hälfte wenn ich so die Fotos von Funden und Bestimmungsanfragen im Netz sehe. Vielleicht lieg ich falsch). Aber jeder soll's so machen wie er will.

    Nach meiner Erfahrung ist das vor allem eine Krankheit von Männern, die stolz ihre Beute nach hause bringen und die Frau dann kochen lassen. Und mit Kochen meine ich stundenlanges Pilze putzen. Da freut sie sich bestimmt.

    Im Wald sind meine Begegnungen stets freundlich. Ab und zu fragt jemand woher ich den Platz kenne, weil er wohl meint ich hätte ein Geheimnis entdeckt. Man grüßt sich und redet kurz darüber, was man schon gefunden hat und wie die Pilzsaison gelaufen ist. Oftmals verweise ich dann darauf, dass ich nur sekundär Speisepilze suche und mein Fokus auf anderen Dingen liegt.

    Wanderer schauen gerne in meinen Korb und wundern sich "den kenn ich ja gar nicht, was ist denn das"? Meist erläutere ich kurz, aber vom Berg herab kommen einem viele Leute unter und irgendwann will man ja doch nach Hause.

    Nur ein einziges mal hat mir jemand erklärt, dass der Netzstielige Hexenröhrling ja giftig sei, hatte er im Internet gelesen. Ich erklärte ihm den tatsächlichen Stand, er war interessiert aber geglaubt hat er mir vermutlich nicht.


    Die meisten gehen hier mit Stoffsack, daher sehe ich die fremde Beute eigentlich nie. Und wenn jemand einen Korb hat, zwänge ich mich nicht auf um einen Blick hineinzuwerfen. Jeder will seine Beute schützen wie einen Schatz. Ein Hinweis auf überständige oder giftige Pilze entfällt daher auch.

    Falls es mir aber auffallen würde, würde ich mich verpflichtet fühlen, etwas dazu zu sagen. Auch wenn mir das Gegenüber nicht glaubt, habe ich meine Pflicht getan und mein Gewissen beruhigt.


    Einmal kam ein Nachbar mit nem großen Plastiksack voll Pfifferlingen nach Hause. Ich hätte davon vermtl. nur 10% mitgenommen, teils waren darauf schon schwarze Punkte vom Schimmel und schwere Trockenschäden und einige total matschig. Er ließ sich von meinem Hinweis auf die bevorstehende potentielle Lebensmittelvergiftung nur wenig beirren: "Die hamma scho immer so gessn". Ein paar konnte ich ihm dann mit dem Verweis auf den Schimmel doch noch ausreden.


    Das kenne ich so gar nicht. Ob das daran liegt, dass ich das gleich ins VHS-Programm reinschreibe, dass es um das Kennenlernen von Pilzen geht, und nicht ums Körbe Füllen, oder daran, dass ich noch keine "Kann man den essen?"-Allergie entwickelt habe, oder ob die Leute bei uns aus unbekannten Gründen anders drauf sind? Für mich ist es ein durchaus legitimes Anliegen, Pilze essen zu wollen. Das war auch für mich das erste, was mich an Pilzen interessiert hat.

    Die Korb-Füll-Erwartung hast du hier vermutlich schon korrekt gekürzt. Ein Hinweis auf eine LEHRwanderung und zu Beginn der Wanderung die Anmerkung, dass es darum geht etwas zu lernen und nicht mit nem vollen Korb nach Hause zu gehen hilft.


    Aber sonst ... ich hatte jedes Mal ein doofes Gefühl im Nachheinein, ob der Flüchtigkeit und dem Wissen bzw dem Unwissen, was nach dem Gesprcäh noch kommt.

    Die sammeln ja noch weiter. Haben sie deine Erklärung verstanden, oder machen sie jetzt die Täublingsproben an Knollis? Oder sammeln sie Giftiges, weil sie es für das Gleiche wie im Korb halten und da hat der Pilzberater ja gesagt "die kann man essen" usw usw. Wie handhabt ihr das?


    (mal davon abgesehen, halte ich es aus Sicht der Beratenen für verdammt leichtgläubig einem Fremden im Wald sein Leben anzuvertrauen)

    Ich glaube die Leute bleiben nach einem flüchtigen Gespräch mit irgendeinem Random Pilzsammler, trotzdem bei dem was sie kennen. ;)

    Hi beli,

    das ist verwunderlich. Im Oberen Achental war es sehr Arteinreich seit Mitte/Ende September und vor allem die 45l Niederschlag vor über drei Wochen haben seit den letzten September Tagen ordentliche Schübe in vielen Gattungen ausgelöst. U.A. Täublinge, Fliegenpilze, Steinpilze und div. Raufußröhrlinge gab und gibt es in enormen Mengen. Die Hexenröhrlinge beginnen gerade.

    Was leider noch fast komplett fehlt sind die Wiesenbewohner, hoffe die kommen jetzt nach diesen Niederschlägen und den kühlen Nächten noch raus und der Bodenfrost bleibt noch aus.

    Ring und Hutstruktur/-färbung deuten auf Parasol hin. Ein Safranschirmiling i.w.S. würde röten.


    Die Natterung des Stiels kann durch Berührung entfernt werden.


    Die Stielbasis fehlt.


    Eine sichere Bestimmung wird hier vom Foto nicht mehr möglich sein.

    Hi Sabine,


    die letzten Jahre sind sie mir im Tal immer mal wieder untergekommen, in den Bergen nur ganz selten mal vereinzelt. Aber dieses Jahr sind sie auch in höheren Lagen plötzlich weit verbreitet.


    Die meisten Hirschlausfliegen verschwinden ganz von alleine wieder, da Ihnen der Mensch nicht der liebste Wirt ist. Ich habe dieses Jahr beobachtet, dass sie oft schon kurz nach der Landung direkt wieder abheben. Aber in seltenen Fällen können Sie sich auch am Menschen vergehen.


    Lästig und grausig bleiben sie allenfalls ^^