Beiträge von Werner Edelmann

    GriasDi Urs-Peter,

    um die beiden Borstentrameten auseinanderzuhalten musst Du die Tramafarbe beurteilen. Bei C. gallica braun, bei C. trogii weißlichcreme. Äußerlich ist zwar C. gallica in allen Teilen grundsätzlich dunkler als C. trogii. Da kann man sich aber schnell vertun. An Esche ist es fast immer C. gallica, an Weide und Pappel meist C. trogii.

    Einfach einen Fk durchreißen, dann weißt Du es sicher.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Servus beinand',

    ja, das ist mit dem Porenbild und der weißen Trama eine typische Buckeltramete.

    Ein evtl Vorkommen an Nadelholz ist bestimmt sehr selten. Bei meinen vielen Funden ist mir noch kein sicherer Nadelholzfund untergekommen.

    Die Schmetterlingstramete dagegen hab ich schon ein paar mal an Fichte gehabt.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Karl,

    die Trollhandbilder sind ja der Wahnsinn.

    Die Exidia an Weide sollte E. recisa, der Kreiseldrüsling, sein. E. saccharina ist eine Art an Kiefer, die eher nach einer Tremella ausschaut.

    An Guadn Rutsch in ein gesundes 2023 wünsch ich Dir.

    Werner

    GriasDi Urs-Peter,

    ich würde beide Funde als T. abietinum, (Poriger) Violetter Lederporling bezeichnen. Bei T. fuscoviolaceum / hollii sollte das Hymenium doch deutlich plattiger, weniger porig, sein.

    Die Nennung des Substrates, sofern es Dir möglich ist, ist sehr wichtig. Auch in dem Fall mit den Lederporlingen.

    T. fuscoviolaceum wächst nämlich (nahezu?) ausschließlich an Kiefer, T. abietinum auch an anderen Nadelhölzern, wie Fichte, Lärche, Tanne.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Servus beinand',

    ich seh da keine Zitzengallen und würd vermuten, dass die Hutoberfläche, wenn man den braunen (nicht weißen) Sporenstaub abwischt, rötliche Töne hat.

    Deshalb würd ich G. resinosum vermuten.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Thorwulf,

    ich hab da keine spezielle Art im Kopf.

    Ich hab mir nur aus dem Stegreif mal überlegt in welchen Gattungen solche Fruchtkörper gebildet werden könnten.

    Ich hab hier im Urlaub auch keine Literatur.

    Evtl gibt's da keine Art, die makroskopisch so aussehen kann. So aus dem Kopf ist zumindest mit Simocybe haustellaris eine crepidotoide Olivschnitzlingsart möglich. Oder eben doch ein Crepidotus, wobei da die meisten Arten irgendwie weißlich sind. Da werden dann nicht viele Arten infrage kommen bei den Farben.

    Ich würd mich jetzt da ohne die Lamellenschneide und die Sporen zu untersuchen nicht weiter auslassen wollen.

    Tippen würd ich aber auch auf ein Crepidotus.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Servus beinand',

    ja...evtl ein Stummelfüßchen, sicher aber nicht Crepidotus mollis.

    Evtl auch eine crepidotoide Simocybeart oder auch ein Hohenbuehelia.

    Da muss man halt mal reinschaun.

    Panellus stipticus seh ich hier auch nicht, auch wenn die Farbe sehr gut passt.

    Der Lamellenansatz und die Lamellenweite von P. stipticus ist schon sehr typisch und passt hier gar ned.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Thorben,

    ich weiß, dass Du Dich vorrangig mit Pilzen beschäftigst, bei denen Bestimmungen fast ausschließlich nur über Mikromerkmale möglich sind.

    Vllt deshalb die Versteiftheit auf die Mikros.

    Mir fehlt hier in der Diskussion, Mikros hin oder her, die Wertigkeit makroskopischer Merkmale bei der Bestimmungssuche. Ich kann z.B. nicht verstehen, dass so ein wichtiges Merkmal, wie die rot, bzw in dem Fall eben nicht rot, gefärbten Lamellenschneiden nicht mal in Eurer Diskussion zur Bestimmungsfindung erwähnt werden. Die Mikroskopische Anatomie ist sicher bei vielen Pilzgattungen, wie auch grundsätzlich bei vielen Helmlingen, unabdingbar. Trotzdem sollte man mMn bei makroskopisch und auch ökologisch so eindeutig trennbaren Arten, wie M. sanguinolenta vs M. haematopus, die makroskopischen Merkmale in den Vordergrund stellen. M. sanguinolenta ist sehr häufig, während der Hauptpilzzeit bei jeder Exkursion anzutreffen und auch M. haematopus zumindest im Spätherbst regelmäßig an Laubholz zu entdecken. Ich hab noch nie intermediäre Kollektionen gehabt, die makroskopisch nicht eindeutig zuzuordnen gewesen wären.

    Natürlich ist es interessant hier eine M. haematopus zu haben, bei der die mikroskopischen Merkmale nicht so recht passen. Evtl versteckt sich dahinter ja ein Aggregat, vllt sogar so was Verrücktes wie beim Oligoporus caesius Aggregat.

    Den Fund nur wegen den Mikros aber in die M. sanguinolenta Ecke zu stellen finde ich aber abwegig.

    An liabn Gruaß

    Werner (nicht Harald ;) )

    Servus beinand,

    Kaulozystiden hin oder her...

    Das büschelige Wachstum auf Laubholz, die stattliche Größe mit den dicken Stielen und auch noch ungefärbte Lamellenschneiden...

    Makroskopisch sind das ganz klare M. haematopus.

    Auch wenn die Mikroskopie nicht eindeutig ist, und irgendwo zwischen den beiden Arten liegt.

    M. sanguinoleta ist doch makroskopisch und auch von der Ökologie ein ganz anderes Schwammerl. Viel schmächtiger, in der Streu wachsend und mit rotgefärbten Lamellenschneiden.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi,

    der ganze Fruchtkörper incl Lamellen ist zu braun, die Lamellen sind zu stark herablaufend, es ist nirgends auch nur der Hauch einer (Rosa)- Rotfärbung zu erkennen, die Huthaut schaut klebrig aus, und der Habitus ist zu schmächtig. Vergleich mal mit dem Fichtenzapfen.

    Für mich ein ziemlich typischer H. discoideus, auch wenn die Scheibe ned deutlich dunkler ist.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Harald,

    wenn sie Äste tatsächlich hohl sind, wie es an den Fraßstellen aussieht, vergleich mal mit R. ignicolor. Ich glaub, dass das die einzige mit hohlen Ästen ist.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Servus beinand',

    sehr wahrscheinlich ist es eher der Harzige Lackporling, G. resinaceum.

    G. pfeifferi ist mehrjährig, sollte also noch in gutem Zustand sein.

    G. resinaceum müsste jetzt schon im verwesen sein.

    An liabn Gruaß

    Werner