Beiträge von boccaccio

    Hallo Pablo,


    ich war da auch schwer beeindruckt von. Leider war der Sporenabwurf nicht sehr ergiebig (das ist bei Telephorales ja sonst nie ein Problem an Sporen zu kommen), sonst hätte man das sicher auch noch besser ablichten können. Denn die Sporen waren natürlich fast alle so orientiert, daß der Keimporus nicht seitlich oder auf der Oberseite war...


    Björn

    Hallo zusammen,


    letzten Freitag war ich auf einer kleinen Runde bei einer Wiese hier in der Nähe und habe einige Phytoparasiten eingesackt.


    1. Uromyces dactylidis ex Dactylis glomerata


    2. Uromyces viciae-fabae ex Vicia sativa agg.


    3. Uromyces fallens ex Trifolium cf. medium


    4. Puccinia cf. agropyri ex Elymus repens


    Björn

    Hallo zusammen,


    letzte Woche war ich mal wieder in Duisburg im Botanischen Garten und habe nach Phytoparasiten gesucht. Daneben gab es dann auch noch den Rückweg durch den Stadtwald mit einigen größeren Pilzen.


    1. Albugo candida s.l. ex Sisymbrium strictissimum


    2. Thecaphora oxalidis ex Oxalis stricta. Hier mal die Anamorphe, die auf den Antheren sitzt.


    3. Pucciniastrum agrimoniae ex Agrimonia procera


    4. Mal wieder ein Rosenrost. Die Zellenzahl der Teliosporen liegt gleichverteilt bei 6 und 7 Zellen, das hilft also nicht. Aber die Spitze ist ziemlich abrupt aufgesetzt und der Stiel allmählich verdickt, so daß ich zu Phragmidium tuberculatum tendiere. Dazu passen auch die relativ deutlichen Keimporen der Uredosporen


    5. Kretzschmaria deusta


    6. Eine Tomentella! Und zwar diesmal sogar etwas gut bestimmbares. Mit den runden Sporen von 7-9 µm und amyloidem Keimporus lande ich bei Tomentella bryophila.


    Björn

    Hallo Oliver,


    herzlich willkommen im Forum. Auch wenn aktuell Corona ist, gibt es durchaus die Möglichkeit beim APR aktiv zu werden. Ich schreib dir gleich mal eine PN.


    Björn

    Hallo zusammen,


    der Elch macht munter weiter und hat mal wieder eine Sporormiella produziert. Diesmal "nur" mit 4 Zellen, aber trotzdem etwas für mich neues: Sporen messen 37.5-40.5 x 6.3-7.7 und sind schief septiert, so daß ich ohne große Zweifel bei Sporormiella lageniformis lande.



    Björn

    Hallo Nobi,


    stimmt,wenn man sich an den Angaben für nördliche Funde orientiert, dann hat man eigentlich keine andere Wahl als bei S. superba auszukommen. Wobei ich, wenn ein Schwede von nördlich spricht, zwar tiefste Arktis vor Augen habe, was hier in Haltern noch nicht ganz der Fall ist. Aber deine Werte kommen dem ja auch ziemlich nah und wenn S. macrospora immer noch deutlich größer ist, werde ich den Fund als Sordaria superba ad acta legen.


    Björn

    Hallo Nobi,


    genau die Arbeit meinte ich. Ob man den Autoren dann folgen muß und die Art zu Microthecium schiebt oder sie bei Melanospora beläßt, sei man dahingestellt. Die Synonymie von M. brevirostris und M. tulasnei erscheint mir aber relativ plausibel.


    Björn

    Hallo zusammen,


    bei der Tour durch die Borkenberge am vergangenen Samstag lagen an Wegrand natürlich auch immer wieder Kaninchenköttel. Einen davon, der schon im Feld als eindeutig mit Pyrenomyceten bewachsen erkennbar war, habe ich dann mal eingesteckt und zu Hause etwas genauer angeschaut. Zu Tage kam dabei eine Sordaria. Im ersten Anlauf hatte ich schnell ein paar Sporen in den Asci gemessen und war auf 31-33 µm x 17-20 µm, Q=1.6-1.8 gekommen. Jetzt habe ich noch mal in Ruhe frei schwimmende Sporen vermessen und komme auf 27-30.5 µm x 16-19 µm , Q=1.5-1.8, Q_av=1.7. Damit lande ich dann offenbar zwischen Sordaria superba und Sordaria macrospora. Also ein Fall von: Pech gehabt? Oder kann man da mit entsprechender Erfahrung mehr zu sagen?



    Björn

    Hallo Karl,


    da war der Wunsch wohl Vater des Gedanken! Ich habe bis lang Sclerodermas immer nur mit der Funga Nordica geschlüsselt, so daß mir da ein wenig die makroskopische Vorstellung gefehlt hat. Jetzt habe ich aber noch mal gezielt nach anderer Literatur geschaut und bin über die FN auf einen schönen Artikel von Jeppson in der Svensk Mykologisk Tidskrift von 2008 gestoßen. Der ist zwar auch schwedisch, aber ist auch reicht bebildert, so daß man da durchaus eine klarere Vorstellung von den verschiedenen Arten bekommt.


    Björn

    Hallo zusammen,


    die Lamellentrama hat sich als nicht dextrinoid erwiesen. Phloeomana würde ich ausschließen wollen, da paßt keine der Arten wirklich gut.


    Omphalina praticola hatte ich zunächst ausgeschlossen, weil im Gröger von bräunlichen Lamellen die Rede ist, die bei mir aber klar weiß sind. Jetzt habe ich aber mit dem von dir verlinkten Artikel und deiner Beschreibung eines NRW-Fundes hier im Forum verglichen und denke, daß das in der Tat ganz gut passen könnte. Zumindest scheint es aktuell keine wesentlich bessere Alternative zu geben :-D Ich werde die verbleibenden Fruchtkörper jetzt einfach mal trocknen und und als Omphalina cf. praticola abheften.


    Björn

    Hallo zusammen,


    bei meiner Runde durch die Borkenberge habe ich diese kleinen brauen Pilze gefunden. Der Standort war am Wegrand, der Boden ist sandig, sauer und mager. Fruchtkörper sind leicht genabelt, Lamellen weiß und herablaufend. Der Stiel ist vollkommen glatt. Sporenpulver weiß, inamyloid, Sporen messen um die (7-8) µm x (6-7) µm. Basidien sind in der Mehrzahl zweisporig, daneben sind aber auch einsporige Basidien vorhanden. Die Basidien scheinen keine Basalschnalle zu haben. Auffällig sind relativ lange und breite Hyphen in der Lamellentrama. Ob diese Schnallen haben, ist nicht ganz klar. Tendenziell eher nicht, aber an einer Septe war klar ein kleiner Nippel auf einer Seite erkennbar (der allerdings einfach abstand und nicht mit der anderen Seite der Septe verbunden war). Echte Zystiden scheinen zwar nicht vorhanden zu sein, es schauen aber immer mal wieder Hyphen aus den Lamellenflächen heraus.


    Wenn ich im Gröger den Omphalina und Arrhenia Schlüssel nehme, lande ich bei Teilschlüssel d. Ohne Schnallen gibt es dort nur zwei Arten, die beide nicht passen, die Arten mit Schnallen passen aber auch nicht so recht. Im Teilschlüssel e der graue Nabelinge gibt es dann Lichenomphalia velutina, die aber einen flaumigen Stiel hat, also auch nicht paßt. Im Teilschlüssel f ist auch nichts Passendes dabei. Hat jemand von Euch eine Idee?


    Sporen

    Huthaut

    Lamelle

    Hier der oben erwähnte Nippel an der Septe


    Björn

    Hallo Nobi,


    ich hab an der Stelle jedes Mal die Geopora mit massivem Pyrenomycetenbefall. Im letzten Herbst hatte ich mir den Pyrenomyceten genauer vorgenommen und war wegen der Sporenmaße bei M. tulasnei rausgekommen. Das würde hier auch wieder passen. Allerdings sollte die Art einen längeren Hals haben (im letzten Herbst war nur noch Sporenmasse vorhande, keine Perithecien mehr). Jetzt gibt es aber eine aktuelle Arbeit zu Melanospora, wo die beiden Arten synonymisiert werden. Kann man sich den ganzen Zinnober also sparen und das Dingen tatsächlich einfach M. brevirostris nennen.


    Björn


    PS: Im Dungpilz-Forum kommt später auch noch ein Wild-Fund aus den Borkenbergen.

    Hallo Peter,


    das ist Laetiporus sulphureus. Aber so lange du den Pilz nicht selber sicher bestimmen kannst, solltest du ihn nicht essen. Denn irgendwelche anonymen Menschen im Internet können dir wer weiß was erzählen, was das für ein Pilz ist.


    Björn

    Hallo zusammen,


    letzten Samstag war ich auf einer größeren Tour in der Gegend von Haltern unterwegs. Konkret ging es vom Bahnhof Sythen einmal durch das ganze NSG Borkenberge, dann am Hullerner Stausee entlang bis in die Westruper Heide und dann mit dem Bus zurück nach Haltern Bahnhof. Am Ende steckten 22 km in meinen Beinen und einige Pilze in meinem Sammelbehälter.


    1. Ein Kartoffelbovist mit rötender Peridie und warzigen Sporen von 10-13 µm, also Scleroderma cepa


    2. Thekopsora areolata ex Prunus padus


    3. Marasmius oreades


    4. Puccinia jaceaea ex Centaurea jacea agg.


    5. Puccinia taraxaci ex Taraxacum sect. Ruderalia


    6. Russula exalbicans


    7. Geopora arenicola mit Pyrenomycetenbefall


    8. Lycoperdon utriforme


    9. Peronospora verbenae ex Verbena officinalis


    10. Ein Täubling unter Pinus, Betula und Qercus. Lamellen auf der Zunge ganz leicht scharf, ansonsten aber mildschmeckend. Guajak negativ, Eisensulfat trivial. Sporenpulver IIb. Insgesamt sehe ich hier eine Griseinae und würde das ganze gerne als R. parazurea ablegen, nur sehen die Haare auf der Huthaut anders aus als bei Marxmüller dargestellt.


    11. Ein Porling an Laubholz :-\ Sporen messen (9.7+-0.8) µm x (2.9+-0.2) µm, Q=3.3+-0.4, bzw. (7.9-11.5) µm x (2.4-3.2) µm, Q=2.7-4.4. Im Mikroskop habe ich der Röhrenschicht nur Skeletthyphen entlocken können, entsprechend ist unklar, ob Schnallen an den generativen Hyphen vorhanden sind. Schlüsseln wird dann leider schwer, aber ich hoffe einfach mal, daß die Porlingsfreunde auch so eine Idee haben. Auffällig ist am getrockneten Exemplar ein gewisser Rosahauch in den Poren. Mit KOH und Melzer ist makroskopisch keine auffällige Farbreaktion an Poren und Trama erkennbar.


    12. Am Bahnhof in Haltern hatte der RE42 etwas Verspätung, so daß ich in einer Parkanlage direkt an Bahnhof noch eine Runde drehen konnte. Als ich schon fast die Hoffnung auf Pilze aufgegeben hatte dann doch noch ein recht estfleischiger Röhrling. Mit den abgestutzten Poren tendiere ich zu Xerocomellus porosporus. Direkte Begleitbäume waren exotische Nadelbäume, es gab aber auch Fagus, Tilia und Quercus in einiger Entfernung.

    Das Blauen in Hut und oberer Stielhälfte wurde nach dem Foto noch etwas stärker

    Huthaut

    Röhren

    Sporen (13.6+-1.2) µm x (5.2+-0.2) µm, Q=2.6+-0.2, (12.4-17.3) µm x (4.8-5.7) µm, Q=2.3-3.3


    Björn

    Hallo zusammen,


    Freitag Nachmittag habe ich eine kleine Runde durch den Duisburger Stadtwald und über den alten Friedhof gedreht und dabei ein paar Pilze eingesackt.


    1. Auf dem Friedhof fiel mir dieser Pilz auf. Irgendwie paßten die Farben nicht zu den Standard-Filzröhrlingen und waren da nicht am Rand eher Lamellen als Röhren erkennbar? Ein Blick auf die Unterseite brachte Gewißheit: Phylloporus pelletieri

    Lamelle

    Huthaut

    Sporen


    2. Thelephora penicillata


    3. Ceratiomyxa fruticulosa


    Björn

    Hallo zusammen,


    gestern war ich mal wieder auf Tour. Zunächst habe ich eine Runde durch den Botanischen Garten in Bochum gedreht, dann ging es an den Kemnader See und von dort wieder Richtung Zivilisation in Stiepel. Pilze gab es natürlich auch unterwegs:


    1. Puccinia divergens ex Carlina vulgaris


    2. Bremia stellata ex Sonchus asper


    3. Cronartium ribicola ex Ribes nigrum


    4. Ramularia cylidroides ex Pulmonaria sp.


    5. Epichloe typhina ex Dactylis glomerata


    6. Entyloma eschscholziae ex Eschscholzia californica


    7. In einem Garten unter Hainbuche Lactarius circellatus


    8. Und Suillelus luridus


    9. Entyloma calendulae ex Calendula officinalis


    10. An dunkler Stelle im Wald eine auffällig rote Scleroderma eingesackt. Fleisch im Schnitt röten, Sporen stachelig, um die 10 µm Durchmesser, Fruchtkörper aber noch nicht reif. Da lande ich dann bei Scleroderma cepa


    Björn

    Hallo Tuppie,


    freut mich, wenn meine Mikrobilder gefallen. Wenn man da erstmal etwas in der Übung ist, dauert das auch gar nicht so lange, einen Pilz von oben bis unten durchzumikroskopieren. Gerade die Röhrlinge sind da sehr dankbar.


    Björn

    Hallo zusammen,


    nachdem die Regenfälle der letzten Tag aufgehört haben, habe ich heute mal eine kleine Runde auf dem Alten Friedhof in Duisburg gedreht. So langsam kommt auch dort das Pilzwachstum in Gange.


    1. Ein Röhrling unter Carpinus und Pinus mit Sporen von 11.4+-0.5 x 4.6+-0.3, Q=2.5+-0.1, 10.5-12.1 x 4.1-5.1, Q=2.4-2.8. Damit lande ich bei Hortiboletus bubalinus

    Huthaut

    Röhren

    Sporen

    Stiel


    2. Gymnopus impudicus


    3. Suillellus luridus


    4. Russula recondita, wuchs aktuell in rauen Mengen


    Björn