Beiträge von boccaccio

    Hallo Nobi,


    das hatte ich jetzt gar nicht auf dem Schirm, das P. excentrica so selten ist und in Sachsen noch ganz fehlt. Ich selber hatte die Art schon einmal, damals auch von einer Wacholderheide auf saurem, sandigen Boden, wo im Sommer/Herbst offenbar Schafe unterwegs waren, deren Hinterlassenschaften ich dann im Winter eingesammelt habe.


    Björn

    Hallo zusammen,


    es geht langsam aber stetig weiter auf dem Walsumer Schaf. Zwar tummelt sich da viel Schimmel und noch mehr Nematoden, die dann auch die Makrofotos unschön dekorieren, aber ich glaube, daß ich dennoch einen schönen Fund machen konnte. Ein Ascobolus mit warzigen Sporen, die 17.7-23.1 µm x 10.0-12.2 µm messen. Die Fruchtkörper sind weißlich, so daß ich hier insgesamt bei Ascobolus hawaiiensis lande, was ja ein eher seltener Fund wäre.



    Björn

    Hallo zusammen,


    neben den Kaninchenkötteln gab es in der Westruper Heide auch Schafdung. Der wirkte insgesamt noch relativ frisch, da weit und breit keine Schafe mehr zu sehen waren, ist er aber vermutlich älteren Datums. Entsprechend gab es darauf auch schon ein paar erste Pilze zu sehen. Mal schauen, was sich da in Kultur noch alles entwickelt.


    1. Podospora excentrica. Die seitliche Cauda ist zwar in dem Tintenbild nicht so gut zu sehen, war aber vor in einem anderen, insgesamt schlechteren Präparat erkennbar.


    2. Eine Sporormiella mit Sporen von 49-56,5 µm x 9-12,5 µm, die ich als S. grandispora ablegen würde.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Samstag habe ich in der Westruper Heide auf allen Vieren nach Moosparasiten gesucht. Das war zwar insgesamt eher erfolglos, aber wenn man schon so nah am Erdboden ist, sieht man auch allerlei Kaninchenköttel älteren Datums, die mit hübschen Pilzen bewachsen sind. Also flugs ein paar Knicker eingesammelt und zu Hause genauer angeschaut. Und siehe da: Direkt eine für mich neue Gattung dabei :) Ansonsten habe ich auch noch Schafdung eingesammelt, der kriegt aber seinen eigenen Thread, weil er in Kultur gewandert ist.


    1. Delitschia didyma mit Sporen von 35-42 µm x 15-19 µm


    2. Coniochaeta vagans mit Sporen von 13-14.5 µm x 10-11 µm


    Björn

    Hallo Martin,


    ich kann zur Bestimmung nichts beitragen, finde die Dokumentation aber sehr gelungen. So Krustenkram auf Stein ist ja alles andere als eine Freude, wen es um das Herstellen von guten Mikro-Präparaten geht.


    Björn

    Hallo zusammen,


    letzte Woche habe ich nach längerer Zeit mal wieder einen Blick auf meine Kaninchenköttel geworfen. Dabei fielen mir einige helle Puschel auf, die ich normalerweise nicht weiter beachtet hätte ("Schimmel" im weiteren Sinne hat man ja immer mal wieder auf Dung), wenn da nicht eine auffallend gelbiche Färbung gewesen wäre. Also mal ein paar Nahaufnahmen gemacht, bei denen sich schon andeutete, daß es hier eben nicht um Schimmel geht. Der Blick durchs Mikro brachte dann Gewißheit: Wir sind bei den Onygenales gelandet! Ein Käfig aus gelblichen Hyphen, innen drin dann eine Menge winziger Asci (so um die 8 µm groß) und darinnen jeweils 8 Sporen, die bei 3,5-4,0 µm liegen, von einer Seite betrachtet kreisförmig sind, senkrecht dazu aber zylindrisch aussehen (In der Terminologie von Currah wohl oblate-discoid). Die Sporen selber sind glatt und man sieht keine Bänder oder dergleichen (auch wenn das bei der Sporengröße natürlich immer etwas schwer zu beurteilen ist).

    Paßt das soweit alles für Gymnoascus reessii oder habe ich da Verwechslungspartner übersehen?



    Björn

    Zitat

    Wesentlich anders schaut es auch nicht bei den 'PILZE DER SCHWEIZ' aus, auch die sind nur noch antiquarisch verfügbar.

    Hallo Peter,


    das stimmt schlicht und ergreifend nicht. Alle Bände sind bei Andreas Gminder aktuell neu verfügbar. Deutsch, Französisch und Englisch.


    Björn

    Hallo zusammen,


    sind die Pilze denn mittlerweile mal mikroskopiert worden? Bei Malysheva et al. gibt es einen Schlüssel zu den Auricularia-Arten in Rußland, der sowohl A. cornea als auch A. auriculae-judae beinhaltet. Trennungsmerkmal ist die Länge der Haare auf der Oberseite: 150-500 µm bei A. cornea, 50-200 µm bei A. auriculae-judae. Schaut man sich die Beschreibungen der beiden Arten an, sind wohl auch die Sporengrößen klar unterschiedlich.


    Björn

    Hallo Claudia,


    ja, ich habe ihr gesagt, daß ich das Duisburg Leitungswasser schon seit mehr als 6 Jahren trinke... und daß es sie nicht beunruhigen sollte, daß ich davor volles, lockiges Haar hatte ;P


    Björn

    Hallo zusammen,


    anbei ein paar Pyrenomyceten aus dem Duisburger Stadtwald, die ich am letzten Sonntag dort finden konnte. Interessant auch, daß ich beim Betrachten von Stöckchen von einer älteren Frau von hinten angesprochen wurde: "Was suchen sie denn da, junger Mann?" Ich erklärte, daß ich Pilze suche, aber eben keine Speisepilze, sondern Kleinkram und zeigte ihr dann einen Ast mit Melogramma campylosporum. Sie fragte, ob das mit den Pilzen nicht gefährlich sei. Ich verneinte und sie erzählte dann, daß sie mal im Restaurant Pfifferlinge gegessen habe und sich daran vergiftete und beinahe verstorben wäre. Anschließend ließ sie es sich aber nicht nehmen, nach dem Speisewert von M. campylosporum zu fragen. Ich verwies auf Kleinheit und Konsistenz und daß sich damit die Frage nach der Eßbarkeit wohl erledigt habe. Anschließend erwähnte sie noch Cryptostroma corticale, vor dem in den Medien vor 2 Jahren intensiv gewarnt wurde. Als sie sich wieder auf den Weg machte, fragte sie noch, was ich beruflich mache (Physiker), zog los, drehte nach 10 Metern um, kam zurück und fragte, ob ich ihr sagen könne, ob das Leitungswasser hier in der Gegend gefahrlos genießbar sei....


    1. Amphisphaeria millepunctata ex Carpinus betulus


    2. Melanconis stilbostoma ex Betula pendula


    3. Pleomassaria carpini ex Carpinus betulus


    4. Camarosporidiella elongata ex Robinia pseudoacacia


    5. Melogramma campylosporum ex Carpinus betulus


    Björn

    Hallo Nobi,


    die ÖMG-Vorträge werden wohl aufgezeichnet, wenn der Vortragende da nicht explizit widerspricht. Bei Aufzeichnung gibt es dann auf Wunsch der Vortragenden entweder eine Veröffentlichung auf Youtube oder aber die Möglichkeit, daß der Vortrag nur "intern" geteilt wird, d.h. man muß bei der ÖMG nach dem Link fragen.


    Björn