Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    ich habe gerade noch mal die Huthaut meiner vermeintlichen Lepiota castanea in Ammoniak mikroskopiert. Das Pigment löst sich sehr schön und taucht alles in bräunliche Farbe. Also tatsächlich wie von Matthias schon vermutet L. boudieri und damit eine weitere Lepiota-Art für mich :-)


    Björn

    Hallo zusammen,


    EDIT: Hat sich erledigt, meine Kollektion hat viel größere Sporen.


    sind das die gleichen, wie diese Kollektion hier, die ich auch gestern eingesammelt habe? Dann schau ich mal im Kühlschrank nach den Stielspitzen.



    Björn

    Hallo zusammen,


    nach dem ich vor 2 Jahren zum ersten Mal in den Borkenbergen, einem ehemaligen Truppenübungsplatz, der jetzt ein NSG ist, war, kam im letzten Jahr die Idee auf, dort mal mit der geballten Kompetenz des APRs eine Exkursion zu machen. Damals hat uns Corona leider einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber jetzt war es endlich so weit :)


    1. Coleroa circinans ex Geranium rotundifolium


    2. Eine Helvella, die Norbert noch untersucht.


    3. Bovista pusilla


    3. Glutinoglossum glutinosum mit flutschigem Stiel und Sporen von 63-81 µm, im Mittel 72 µm


    4. Hygrocybe miniata wuchs in rauen Mengen


    5. Clavaria falcata


    6. Suillus bovinus


    7. Rhizopogon luteolus


    8. Mycena epipterygia


    9. Neottiella rutilans. Hier ließ sich das Sporenornament auch mal sehr gut mit BWB in Milchsäure einfärben


    10. Um diese Clitocybe kümmert sich Jan-Arne


    11. Erdritterlinge mit Velum und Mehlgeruch


    12. Hygrocybe conica



    13. Geoglossum elongata mit Sporen von 52-69 µm, im Mittel 61 µm


    14. Kann man sowas heute noch Helvella lacunosa nennen?


    15. Melanospora brevirostris auf Geopora sp.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Sonntag war ich auf einer kleinen Runde im Gleispark Frintrop und der Brache Vondern, wo sich dank feuchter Witterung doch einiges an Pilzen finden ließ. Vor allem die Schirmlinge waren reichlich vertreten.


    1. Melanophyllum haematospermum


    2. Helvella crispa


    3. Sporen projektilförmig und 11.2-12.7 x 4.0-4.8, Q=2.4-2.9, Cheilozystiden keulenförmig, Basidien 4-sporig, Huthaut mit langen, braunen Zellen, septiert mit Schnallen. Damit bringt mich der Gröger dann zu Lepiota castanea. Paßt das?


    4. Typhula fistulosa


    5. Und die nächste Lepiota, diesmal auf einer mageren Freifläche wachsend. Sporen 13.2-15.6 x 6.2-7.9, Q=2.0-2.3, nicht projektilförmig. Da bleiben dann im Gröger L. oreadiformis und L. erminea in der engeren Auswahl. Ich tendiere zu erster Art. Was meint Ihr? Auffallend war, daß die Zellen im Huthautpräparat einen rötlichen Touch bekamen, als ich das Präparat etwas gequetscht habe.


    6. Tricholma fulvum in großer Menge unter Birke


    7. Auricularia mesenterica


    8. Mycena haematopus


    9. Pluteus salicinus


    10. Eine Entoloma im Rasen unter Populus ohne besonderen Geruch. Basidien 4-sporig mit Basalschnalle, Lamellentrama mit Schnallen, keine Zystiden, Huthaut mit intrazellulärem Pigment und Schnallen, Sporen 9.0-11.0 x 6.6-8.9, Q=1.1-1.5, 9.8 x 7.5, Q=1.3. So wirklich komme ich da nicht zu einem Ergebnis und bin mir schon Erschlüsseln des richtigen Schlüssels in der Funga Nordica unsicher. Eventuell Entoloma rhodopolium?


    11. Mycena olivaceomarginata


    12. Amanita muscaria


    13. Und noch eine Lepiota zum Abschluß. Sporen 7.2-8.6 x 4.2-5.1, Q=1.5-1.9, Huthautzellen gute 250 µm lang. Lepiota pseudolilacea?


    Björn

    Hallo Martin,


    das ist definitiv eine Schnalle und Sebacina damit aus dem Rennen. Wenn das ganze wachsartig weich war im Wald, würde ich empfehlen, daß du den Fruchtkörper zu Hause noch mal kurz einweichst und dann einfach eine Nadelspitze davon (möglichst ohne Substrat) nimmst und in Kongorot mikroskopierst. Hilfreich sind dann auch sicher erstmal Übersichtsbilder zu machen, damit man weiß, was es da alles an Struktur gibt.


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich bin hier auch bei Pilz statt Flechte. Wie fühlte sich der Fruchtkörper denn an? Eher wachsartig? Das würde dann in der Tat in Richtung Sebacina deuten. Ansonsten gilt hier aber auch wie so oft: Ohne Mikroskop kann man viel spekulieren, wird aber zu keiner soliden Aussage kommen.


    Björn

    Hallo Nobi,


    da gibt es ja in der Tat noch einiges zu entdecken. Bis jetzt gab es aber keinere weiteren Coprotus-Arten, dafür aber das folgende Sortiment:


    1. Ascobolus immersus - immer wieder hübsch


    2. Eine Podospora mit einem Büschel Stacheln am Hals. Die Asci sind 4-sporig, die Sporen messen (34-41) µm x (21.5-24) µm, womit ich dann mit Lundqvist bei Podospora pauciseta/anserina agg. lande.


    3. Eine Sporormiella: Asci mit kurzem Stiel, Sporen von (37-39) µm x (6-7) µm mit Keimspalte, die überwiegend parallel ist, aber auch einen kleinen Knick in der Mitte hat. So richtig paßt da keine Art... ist das vielleicht Sporormiella minima mit zu lang geratenen Sporen?


    4. Noch eine Podospora. Keine auffälligen Haare o.ä. an den Perithecien vorhanden. Sporen 30-36 µm x 19-21 µm, Pedicel 30 µm x 7 µm. Oben an der Spore sitzen 4 Caudae, unten am Pedicel gibt es auch Caudae, wobei ich aber nicht erkennen konnte, ob es eine oder mehrere sind. Mit den Daten schickt mich Lundqvist dann zu Podospora communis.


    Björn

    Hallo zusammen,


    die Universität Duisburg-Essen hat ja die Besonderheit, daß sie im Jahre 2003 durch die Fusion der Unis Duisburg und Essen entstanden ist. Entsprechend gibt es auch zwei Campi. Während wir Physiker am Duisburger Campus sind, findet die gesamte Lehramtsausbildung in Essen statt. Heißt also, daß man, wenn man so wie ich in diesem Semester eine Lehramtsvorlesung hat, zwei mal die Woche nach Essen pendeln muß. An und für sich eine eher nervige und zeitraubende Aktivität, aber sie kann sich dann auch lohnen... wenn man z.B. Entyloma gaillardianium auf Gaillardia aristata findet. Den Pilz hatte Jule dort vor vier Jahren auch schon gefunden und es scheint ihm am Essener Campus zu gefallen:



    Björn

    Hallo zusammen,


    nachdem die drei Litauer Dungproben von Bernd durch sind, habe ich bei der APR-Exkursion im NSG Heiden und Magerrasen bei Trupbach Schafdung eingesammelt und in Kultur genommen. Nach ein paar Tagen geht es dort schon munter los, so daß es an der Zeit ist, die ersten Funde vorzustellen.


    1. Coprotus sexdecimsporus


    2. Makroskopisch hatte ich hier beim Auftreten der ersten Fruchtkörper an unreife Ascobolusse gedacht, aber als nach 2 Tagen immer noch kein Violett zu sehen war, wurde ein Fruchtkörper geschlachtet und mit feinwarzigen Sporen von 36 x 17 µm als Thecotheus holmskjoldii identifiziert. Den gab es im letzten Herbst auch schon bei der APR-Tour auf der Wacholderheide in Elspe.


    Björn

    Hallo Ingo,


    auf den Fotos sehen die Hüte tatsächlich blauviolett aus. Im Feld hatte ich gezielt auf den Farbton geachtet und war dort zu dem Schluß gekommen, daß da ein Blauton fehlt. Inwiefern die Fruchtkörper jetzt wirklich ganz jung waren kann ich leider nicht mehr sagen. Ich denke, daß der Fund mir einfach noch mal zeigen will, bei Rötlingsfunden schon im Feld noch genauer hinzuschauen und auch gezielter nach ganz jungen Fruchtkörper zu schauen und daß der konkrete Fund dann zur häufigsten Rötlingsart überhaupt wird: Entoloma sp. :-D


    Björn

    Hallo Hans,


    es scheint so, als hätte dich der bekannte Forums-Bug beim Hochladen der Bilder erwischt. Die sind leider nicht sichtbar (eventuell siehst du sie auf deinem Rechner noch, weil sie im Browser-Cache zwischengespeichert sind). Kannst Du die Fotos noch mal hochladen?


    Björn

    Hallo zusammen,


    man kann sich bei den beiden Bryoscyphus-Arten, die ich erwähnt habe, aber leider nicht auf das Wirtsmoos verlassen. Wir hatten im letzten Herbst in Elspe auch einen Bryoscyphus auf Rhytidiadelphus und wollten den erst als B. rythidiadelphi ablegen, aber dann hat das Mikroskop uns in die andere Richtung geschickt.


    Björn

    Hallo Tuppie,


    aber die schwarzen Flecken stammen sicher nicht von Gymnosporangium sabinae. Das wird dann eine anderer Pilz sein. Inwiefern der durch den Gitterrost begünstigt wird, ist natürlich eine andere Frage...


    Björn

    Hallo zusammen,


    gestern waren der APR gemeinsam mit dem Bochumer Botanischen Verein auf einer Pilzekxursion im Laerholz unterwegs. Auch wenn der Wald nicht übermäßig voll mit Pilzen war, gab es doch einige nette und interessante Funde.


    1. Spinellus fusiger auf Mycena crocata


    2. Phyllactinia fraxini ex Fraxinus excelsior


    3. Lyophyllum decastes


    4. Atheniella flavoalba


    5. Calocybe obscurissima


    6. Puccinia coronata ex Arrhenatherum elatius


    7. Sebacina incrustans


    8. Marasmius cohaerens. Jan-Arne drückte mir den Pilz in die Hand und meinte, der habe schöne Setae, die er gerne mal sehen würde. Also habe ich den Pilz unters Mikro gelegt und bin schwer beeindruckt von Setae und Zystiden.

    Lamelle mit Cheilozystiden und Setae

    Sporen

    Huthaut mit Pileozystiden und Setae


    9. Zum Schluß noch das wahrscheinlich Highlight der Tour. Cyanophile Basidien und glatte Sporen führen mich zur Gattung Cristinia. Schnallen, Sporengröße von 5.7+-0.4 x 4.6+-0.3, Q=1.2+-0.1 bzw. 4.9-6.4 x 4.1-5.4, Q=1.1-1.4 und eine weinrote Verfärbung mit KOH dann zu Cristinia rhenana. Bis jetzt bei Pilze-Deutschland mit 10 Funden vertreten, davon noch keiner in NRW.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Tag des APR-Wochenendes in Hilchenbach ging es dann noch mal auf eine kleine Runde ins Loher Tal, wo wir auch noch einige Pilze einsacken konnten.


    1. Im Feld hatten wir wegen der gestielten Fruchtkörper an Sistotrema gedacht, das paßt aber mikroskopisch gar nicht. Leider komme ich mit den leicht gestielten Fruchtkörper leider nicht so wirklich auf irgendeinen grünen Zweig.... Ideen sind also willkommen. Sporen messen 5.4+-0.4 µm x 1.5+-0.1 µm, Q=3.7+-0.5, bzw 4.7-6.0 µm x 1.2-1.7 µm, Q=2.9-4.8, sind allantoid und haben an jedem Ende einen Tropfen. Substrat wahr wohl Laubholz. Auffallend die sehr dickwandigen Hyphen mit schmalem Lumen und sehr ausgeprägten Schnallen...


    2. Helvella elastica


    3. Cortinarius bolaris


    4. Puccinia urticae-hirtae ex Carex hirta


    5. Claviceps purpurea ex Phalaris arundinacea


    6. Vermutlich Naucoria melinoides, wird noch von einem Pilzfreund untersucht.


    7. Thekopsora guttata ex Galium odoratum


    8. Xylaria polymorpha


    9. Craterellus tubaeformis


    10. Noch ein paar Sporen von Helvella macropus


    11. Ramularia auf Rumex obtusifolius. Mit den eiförmigen Konidien ist das Ramularia rubella. Interessanterweise war da aber auch noch etwas mit zylindrischen Konidien auf dem gleichen Blatt....


    Björn

    Hallo zusammen,


    am dritten Tag des pilzkundlichen Wochenendes in Hilchenbach waren wir in der Nähe von Krombach an der dicken Buche unterwegs, wo auch wieder etliche Pilze auf uns warteten.


    1. Sphacelotheca hydropiperis ex Persicaria hydropiper


    2. Tapinella atromentosa


    3. Plasmopara angelicae ex Angelica sylvestris


    4. Helvella macropus


    5. Phyllactinia orbicularis ex Fagus sylvatica. Der Pilz soll nicht selten sein und der Wirt ist ja sehr häufig, aber ich habe diesen echten Mehltau jetzt zum ersten Mal gefunden.


    6. Mycena crocata


    7. Lactarius vellereus mit milder Milch


    8. Puccinia graminis ex Agrostis capillaris


    9. Ramaria gracilis


    10. Sarea resinae


    11. Uromyces minor ex Trifolium dubium


    Björn