Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    auf dem Weg nach Hause konnte ich heute in der Nähe des Duisburger Stadtwalds Chromelosporium ochraceum finden. Hierbei handelt es sich um einen anamorphen Ascomyceten, der die Anamorphe einer Peziza-Art sein soll. Der Pilz wuchs am Rande eines asphaltierten Wegs auf Blattresten und hat dort wahrscheinlich von der Feuchtigkeit, die vom nebenanliegenden Hang herabfließt, profitiert.


    1. Unter dem Mikroskop bei 40-facher Vergrößerung


    2. Unterm Mikroskop bei 100-facher Vergrößerung


    3. Konidienträger mit Kongorot gefärbt


    4. Und weil es so schön ist auch noch mal mit Phloxin B gefärbt


    Björn

    Hallo zusammen,


    bei der diesjährigen Alme-Tagung haben wir Limacellopsis guttata (früher Limacella guttata) in größerer Menge gefunden, weshalb ich hier mal ein Portrait der Art beginnen möchte, auch wenn ich sie ja schon im Exkursionsbericht mit vorgestellt habe. Die Fruchtkörper wuchsen an einem Hang, der zu einem Bach hinabführte relativ verstreut und wurden dann erstmal zu einer netten Gruppe zusammengestellt. Einige Meter weiter gab es dann auf einer Weide unter einigen Bäumen aber auch noch mal größere Gruppen, bei denen man viel weniger hätte stecken müssen (dafür hätte man aber Kontakt mit dem stromführenden Zaun machen müssen).


    1. Fruchtkörper am Fundort


    2. Zellen des Rings mit Kongorot gefärbt


    3. Basidien mit Kongorot gefärbt


    4. Sporen in Wasser


    5. Huthaut in Wasser


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Samstag ging es im Rahmen der Alme-Tagung ins Lörmecketal. Während ein Teil der Gruppe von Norden in das Gebiet ging, waren wir von Süden her unterwegs und haben die Gegend um den Hohlen Stein genauer unter die Lupe genommen.


    1. Pucciniastrum pustulatum ex Epilobium hirsutum


    2. Erysiphe trifoliorum ex Lathyrus pratensis


    3. Parasola conopilea


    4. Cladosporium uredinicola ex Coleosporium tussilaginis ex Tussilago farfara


    5. Marasmius wynneae


    6. Tarzetta alnicola


    7. Lactarius turpis


    8. Mensularia radiata


    9. Coleosporium petasites ex Petasites hybridus


    10. Entyloma chrysosplenii ex Chrysosplenium alternifolium


    11. Geastrum michelianum


    12. Limacella guttata


    Ring


    Basidien


    Sporen


    Pileipellis


    Ein paar Meter weiter dann noch mal weitere Fruchtkörper


    13. Volvopluteus gloiocephalus


    14. Die berühmte Sauerländer Gesichtshoden-Ziege :D


    15. Erysiphe heraclei ex Pimpinella saxifraga


    16. Erysiphe prunastri ex Prunus spinosa, außerdem noch eine Tranzschelia, die aber ohne Telien nicht auf Arteben bestimmbar ist


    17. Vascellum pratense


    18. Thelephora wakefieldiae agg.


    19. Und zum Abschluß eine Leptonie. Auf der Tagung hatten wir die als Entoloma placidum abgelegt, aber nachdem ich mir zu Hause die Fruchtkörper noch mal zu Gemüte geführt habe, habe ich leichte Zweifel. E. placidum sollte nach Mehl riechen und ich habe hier keinerlei Mehlgeruch feststellen können. Außerdem soll E. placidum keine Cheilozystiden haben, die hier aber deutlich vorhanden waren. Exsikkate sind aber vorhanden.


    Pileipellis


    Caulozystiden


    Basidien


    Cheilozystiden


    Sporen


    Björn

    Hallo Matthias,


    jetzt habe ich endlich mal Zeit gefunden um einen Blick auf die Sporen zu werfen:



    Dann habe ich die Sporen mit der neuesten Linux-Version von Marios Sporenmeßprogramm vermessen und komme auf 13,6 - 13,8 - 14,1 x 4,8 - 5,0 - 5,1 µm und Q=2,7 - 2,8 - 2,85. Damit dürfte S. queletii aus dem Rennen sein und es ist einer der beiden Neoboletus-Arten, die man wohl morphologisch nicht wird trennen können.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Freitag ging es bei der Alme-Tagung in einen ehemaligen Steinbruch, der sich im NSG Roesenbecker Burg befindet. Das Gebiet erwies sich einerseits als sehr windgeschützt, andererseits auch als sehr pilzreich, weil die steil aufragende Südwand des Steinbruchs die direkte Sonneneinstrahlung verhindert und für ein grundsätzlich feuchteres Mikroklima sorgt.


    1. Auf dem Weg in den Steinbruch schon einer erste Thelephora, die Mario sicher noch bestimmen wird. Von der makroskopischen Erscheinung her tendiere ich aktuell zu Thelephora umbrinospora


    2. Pulvinula constellatio


    3. Puccinia poarum ex Tussilago farfara


    4. Coleosporium tussilaginis ex Tussilago farfara


    5. Gomphidius glutinosus


    6. Chroogomphus mediterraneus mit inamyloider Lamellentrama


    7. Lactarius deterrimus


    8. Bovista pusilla


    9. Tricholoma vaccinum


    10. Ist das nun Collybia tuberosa oder nur Collybia cookei? Die Farbe der Sklerotien ist schon eher gelblich als braun, andererseits sind die Sklerotien im Vergleich zur Fruchtkörpergröße schon sehr groß und außerdem haben sie zumindest zum Teil eher spitz zulaufende Enden


    11. Früher Russula queletii, mittlerweile unter Fichte aber Russula fuscorubroides zu nennen


    12. Lactarius pubescens


    13. Puccinia asperulae-odoratae ex Galium odoratum


    14. Mycetinis alliaceus


    15. Copriopsis picacea


    16. Und zum Abschluß noch eine violette Telamonie, die unter Picea, Salix, Populus und Betula wuchs und auch Fagus ist als Partner nicht auszuschließen. Bei ganz jungen Fruchtkörper sind die Lamellen violett, ebenso das Fleisch im Schnitt. Mit KOH zeigten weder Hut noch Fleisch eine Reaktion. Ein besonderer Geruch ist mir nicht aufgefallen. Sporen messen 8.1±0.5 µm × 4.8±0.2 µm, Q=1.7±0.1 bzw. 7.2-8.8 µm × 4.4-5.3 µm, Q=1.5-1.9. Bei der Tagung wurde Cortinarius alboviolaceus als mögliche Bestimmung ins Spiel gebracht. Das scheint soweit auch nicht unplausibel, aber es wäre schön, wenn die Cortinarien-Experten da auch ihre Meinung zu äußern würden.


    Björn

    Hallo zusammen,


    während die meisten Teilnehmer:innen sich noch auf der Anreise nach Alme befanden, waren Tanja, Markus und ich am Donnerstag Vormittag schon auf der ersten Exkursion unterwegs. Zunächst ging es auf den Weldaer Berg, der einen schönen Kalkmagerrasen mit Wacholderbewuchs aufweist. Bie guten Bedingungen kann man dort vor lauter Rötlingen kaum laufen, diesmal war das Pilzaufkommen dort aber eher mager. Anschließend haben wir dann noch einen kurzen Zwischenstop an der Wiemecke gemacht. Die dortige Saftlingswiese ist wahrscheinlich die beste im ganzen Sauerland, aber leider war sie diesmal auch relativ pilzleer. Gelohnt hat sich die Tour aber trotzdem:


    1. Das Highlight der gesamten Alme-Tagung war quasi der erste Fund am Weldaer Berg. Unter einer großen Eiche lag etwas Totholz und auf dessen Unterseite fand ich dann beim Umdrehen einen bläulich-grünlichen Rindenpilz. Daß es sich um die Gattung Amaurodon handelt, war sofort klar, aber der Blick durchs Mikroskop offenbarte dann, daß es sich um Amaurodon mustialaensis handelt, die seltenste der vier bisher in Deutschland nachgewiesenen Amaurodon-Arten. Bis lang gibt es erst zwei Funde der Art in Deutschland, dies hier ist dann der dritte Nachweis.


    2. Crinipellis scabella


    3. Ramaria gracilis mit Anisgeruch


    4. Unter Kiefer gab es sehr zahlreiche Chroogomphusse. Die Lamellentrama ist amyloid und es finden sich wenigstens zum Teil dickwandige Zystiden, d.h. es handelt sich um Chroogomphus rutilus s. str.


    5. Eine der schwärzlich-verfärbenden Lyophyllum-Arten. Eigentlich wollten wir am nächsten Tag bei Tageslicht noch prüfen, ob der Pilz erst bläut und dann schwärzt, aber leider waren die Exemplare am nächsten Morgen irgendwie verschütt gegangen.


    6. Tapinella atrotomentosa


    7. Amylostereum laevigatum auf Juniperus communis


    8. Auf Schafdung. Ich kann mir leider nie merken, welche der Deconica/Psilocybe-Arten auf Dung die breit angewachsenen Lamellen hat...


    9. Coprinopsis nivea auf Schafdung


    10. Puccinia picridis ex Picris hieracioides


    11. An der Wiemecke wuchs direkt unten am Parkplatz eine kleine Gruppe weißer Pilze mit rosa Lamellen. Clitopilus wurde auf der Tagung dann mikroskopisch schnell verworfen und mit den amyloiden, warzig ornamentierten Sporen landet man dann bei Leucopaxillus rhodoleucus


    12. Protostropharia semiglobata mit zentralem Keimporus


    13. Cuphophyllus pratensis


    14. Hygrocybe ceracea


    15. Hygrocybe coccinea


    Björn

    Hallo zusammen,


    im Vorfeld der Alme-Tagung war ich gemeinsam mit Tanja auf einer Pilzexkursion im NSG Moosheide an der Emsquelle. Obwohl der Boden dort sandig und eher trocken ist, konnten wir zahlreiche Pilze finden, darunter auch oft schöne fotogene Gruppen von Pilzen.


    1. Exobasidium vaccinii ex Vaccinium vitis-idaea


    2. Cladosporium exobasidii ex Exobasidium vaccinii


    3. Lycoperdon nigrescens


    4. Ampulloclitocybe clavipes


    5. Laccaria bicolor


    6. Russula sardonia


    7. Eine hübsche Entoloma-Kollektion, die am nächsten Tag von Karl als Entoloma clandestinum bestimmt wurde


    8. Cuphophyllus virgineus


    9. Entoloma chalybaeum


    10. Gliophorus psittacinus


    11. Rhytisma acerinum ex Acer platanoides


    12. Rickenella mellea


    13. Clavaria argillacea


    14. Neottiella rutilans


    15. Podosordaria tulasnei


    17. Pucciniastrum agrimoniae ex Agrimonia eupatoria


    18. Podosphaera aphanis Gruppe ex Agrimonia eupatoria


    19. Lycoperdon utriforme


    20. Naohidemyces vacciniorum ex Vaccinium myrtillus


    21. Baeospora myosura


    22. Und zum Abschluß noch ein Stäubling, bei dem ich mir mit der Bestimmung nicht ganz sicher bin. Reife Fruchtkörper öffnen sich mit einer apikalen Pore. Die reife Gleba besteht überwiegend aus Capillitium. Reife Fruchtkörper zeigen keine auffällige Netzzeichnung. Die Subgleba ist braun-olivfarben. Sporen sind ohne Pedicel, erscheinen mäßig warzig und messen im Durchmesser 4,5±0,3 µm, 3,9-4,9 µm. Das Capillitium hat zahlreiche Poren. All das bringt mich dann zu Lycoperdon ericaeum. Ich habe die Art bisher noch nicht gefunden und wäre entsprechend über Bestätigung oder Korrektur meiner Bestimmung dankbar.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Samstag hat sich der Mykologische Arbeitskreis Bergisches Land zu einer Pilzexkursion im Gelpetal getroffen, nachdem dort im Laufe der Woche schon einige interessante Pilze gefunden wurden. Die Exkursion hat sich dann als absoluter Erfolg entpuppt, es gab am Ende über 200 Arten auf der Fundliste, darunter auch einige Seltenheiten und Schönheiten.


    1. Amanita citrina


    2. Boletus edulis


    3. Tricholoma ustale


    4. Cudoniella acicularis


    5. Rhytisma acerinum ex Acer platanoides


    6. Ramularia digitalis ex Digitalis purpurea


    7. Ramularia urticae ex Urtica dioica


    8. Tomentella umbrinospora. In Wasser präpariert haben die Hyphen orange-braune Anlagerungen, die sich in KOH auflösen.


    9. Mutinus caninus oder: Wer hat den Längsten?


    10. Rutstroemia firma


    11. Kuehneromyces mutabilis


    12. Phlebia rufa


    13. Helvella levis


    14. Hypomyces cervinigenus auf Helvella levis


    15. Russula albonigra. Die Fruchtkörper wurden ohne Röten schwarz und hatten einen Mentholgeschmack in den Lamellen. Damit kommt man dann in den Russula albonigra-Komplex. Da die Zystiden einen öligen Inhalt haben und nicht mit SV reagieren, landet man dann bei R. albonigra s. str.


    16. Asterophora lycoperdoides auf Russula albonigra


    17. Clavulina rugosa


    18. Chromosera viola


    19. Russula cyanoxantha


    20. Cystolepiota seminuda


    21. Fomitopsis pinicola


    22. Cystolepiota adulterina


    23. Tricholoma lascivum unter Buche mit Geruch nach Bahnhofsklo - oder Bahnhof Herne Gleis 5/6


    24. Melampsora caprearum ex Salix caprea, erkennbar an den Telien auf der Blattoberseite


    25. Coleosporium tussilaginis ex Tussilago farfara


    26. Ramaria gracilis mit Anisgeruch


    27. Amanita pantherina


    28. Physarum bivalve


    29. Cyathus striatus


    30. Die Kaktuskeule: Tilachlidium brachiatum


    31. Amanita gemmata


    32. Thecaphora oxalidis ex Oxalis stricta


    33. Nidularia deformis


    34. Mucilago crustacea


    35. Laccaria proxima


    36. Tricholomopsis rutilans


    37. Und zum Abschluß dann als Highlight Entoloma euchroum

    Pileipellis

    Caulozystiden

    Hymenium


    Björn

    Hallo zusammen,


    wäre es eventuell auch möglich ChatGPT zu sagen, daß es eine Linux-Version des Programms programmieren soll (falls ChatGPT fragt, würde ich eine QT-basierte Version bevorzugen, aber andere Leute haben da sicher eine Vorliebe für GTK)? Dann spart man sich den Umweg über wine.


    Björn

    Hallo Jan-Arne,


    ich hätte die hellen Farben jetzt eher auf die warme und trockene Witterung geschoben. Der Pilz wächst dort auf einer offenen, mageren Stelle, M. citrinomarginata soll ja eher eine Waldart sein.


    Björn

    Hallo Matthias,


    der Pilz hatte keine Bataille-Linie, deshalb hatte ich Suillelllus ausgeschlossen. Ich habe ansonsten aber einen Sporenabwurf gemacht, den ich aber noch mikroskopieren muß.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Sonntag hat unser Pilzarbeitskreis mal wieder die alljährliche Exkursion gemeinsam mit dem Bochumer Botanischen Verein organisiert. Diesmal ging es in den Botanischen Garten an der Ruhr-Uni in Bochum sowie an den nahegelegen Kalwes. Bei sonnigem Wetter konnten wir einige interessante Funde machen:


    1. Cheilymenia vitellina


    2. Coleosporium telekiae ex Telekia speciosa


    3. Trichophaea woolhopeia


    4. Phlebia nothofagi


    5. Chlorociboria aeruginascens mit Sporen bis 8 µm Länge


    6. Zwei zwar schon sehr angetatschte, aber insgesamt sehr gelbe Neoboleten


    7. Resupinatus poriaeformis


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Freitag habe ich nach Feierabend eine kleine Runde durch den Duisburger Stadtwald und auf dem Alten Friedhof gedreht. Dabei gab es wie immer einige nette Pilze zu bestaunen.


    1. Tomentella botryoides


    2. Agaricus xanthodermus


    3. Russula violeipes


    4. Oudemansiella mucida


    5. Tranzschelia discolor ex Prunus spinosa


    6. Uromyces rumicis ex Rumex obtusifolius


    7. Xerocomellus cisalpinus


    Huthaut in 3% KOH

    Caulozystiden


    Hymenophor


    Sporen


    8. Mycena olivaceomarginata


    9. Entyloma hieracii ex Pilosella officinarum


    10. Amanita pantherina


    Björn

    Hallo Jürgen,


    an den Schlüsseln ist nichts amtlich, denn letztlich sind Schlüssel ja nur Hilfsmittel, die einen auf die richtige Art bringen können, aber am Ende muß man eben immer mit der eigentlichen Artbeschreibung abgleichen.


    Hier im Ruhrgebiet findet man Paxillus involutus s.l. tatsächlich sowohl in Parkanlagen und ähnlichem, dann gerne unter Birke, aber eben auch in Wäldern. Dort dann einerseits im reinen Laubwald, aber auch in den Kiefernforsten nördlich des Ruhrgebiets auf eher sandigen (aber gleichzeitig nicht zu nährstoffarmen) Böden.


    Björn

    Hallo Jürgen,


    ich mache um das Paxillus involutus Aggregat bis jetzt immer einen großen Bogen und schaue mir nur die Erlenkremplinge an, die sich auch morphologisch gut über Sporengröße und Sporenpulverfarbe trennen lassen. Ich hänge aber mal den Schlüssel aus den FoTE an. Klare ökologische Tendenzen erkenne ich da erstmal nicht.



    Björn

    Hallo zusammen,


    P. piceicola kommt laut Literatur aber nur an Nadelholz und Frauenfarn vor. Leider ist der Fund wieder mal äußerst dürftig dokumentiert. Wie lang sind die Stacheln? Wie groß sind die Sporen?


    Björn