Hallo zusammen,
auf einem der Fotos sieht man ja unten an der Stielbasis rötlich Flecken. Damit sollte man dann bei der Bestimmung zu Russula recondita kommen.
Björn
Hallo zusammen,
auf einem der Fotos sieht man ja unten an der Stielbasis rötlich Flecken. Damit sollte man dann bei der Bestimmung zu Russula recondita kommen.
Björn
Hallo Jürgen,
der Fundort ist der Liboriussteinbruch bei Lengerich. Das ist ein ehemaliger Kalksteinbruch, der jetzt mit Schafen (extensiv) beweidet wird. Weitere Funde im Gebiet sind z.B. Hygrocybe acutoconica und Hygrocybe konradii, Entoloma ameides, Gentianella germanica und Gentianopsis ciliata, also insgesamt wahrscheinlich sehr ähnlich zu deinem Fundort.
Björn
Hallo Bernd,
der Vorteil bei der Methode mit der Rasierklinge ist meiner Meinung nach, daß man dann ein längeres Stück (teilweise mehrere mm lang) Huthaut im Präparat hat. Das hat meiner Erfahrung nach den Vorteil, daß man dann deutlicher den ggfs. geschichteten Aufbau der Huthaut erkennen kann und auch die Variabilität beurteilen kann. Es gibt ja z.T. durchaus Pilzarten, bei denen die Pileipellis in der Hutmitte anders strukturiert ist als am Rand.
Björn
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Björn
Hallo zusammen,
ich hätte zwar schöne Saftlinge, Rötlinge und Täublinge sowie den Leibhaftigen im Angebot, aber ich muß heute leider Abend leider arbeiten, das Conference Dinner ruft.
Björn
Hallo zusammen,
zusätzlich zu dem was Wolfgang bereits gesagt hat, würde ich auch immer dazuraten, die Huthaut an einem Radialschnitt zu untersuchen, d.h. zwei scharfe Rasierklingen aufeinanderlegen, damit einmal radial über den Hut ziehen und das dazwischen haftende Fitzelchen Huthaut in einen Tropfen Wasser geben, ggfs. mit Präpariernadeln noch gerade ziehen und dann ein Deckglas auflegen. Da kann man dann eigentlich immer sehr gut erkennen, ob der Hut trocken oder feucht ist. Als Beispiele hier einmal die Huthaut von H. coccinea und einmal die von H. miniata
H. coccinea
H. miniata
Björn
Hallo zusammen,
am letzten Samstag konnte ich einem ehemaligen Steinbruch bei Lengerich Entoloma excentricum finden. Beim Anblick der Fruchtkörper von oben habe ich zunächst nicht an einen Rötling gedacht, sondern eher eine Agrocybe vermutet - entsprechend hätte ich die Pilze auch beinahe einfach links stehengelassen. Aber der Blick auf die Hutunterseite offenbarte dann rosa gefärbte Lamellen, so daß schnell eine Kollektion zusammengestellt war und Fruchtkörper für die Bestimmung mit nach Hause durften. Der Pilz weiß nicht nur durch sein adrettes Äußeres zu überzeugen, sondern macht auch mikroskopisch einiges her, hat er doch echte Caulo- und Cheilozystiden, die ziemlich groß und geschnäbelt sind. Die Basidien sind viersporig mit Basalschnallen, Schnallen sind aber auch sonst im Hymenium überall zu finden. Die Sporen sind relativ groß und messen 11.5±0.6 µm × 7.8±0.4 µm, Q=1.5±0.1 bzw. 10.1-13.3 µm × 7.0-8.8 µm, Q=1.3-1.6.
Fruchtkörper am Fundort
Pileipellis in Wasser
Caulozystiden mit Kongorot gefärbt
Cheilozystiden mit Kongorot gefärbt
Basidien mit Kongorot gefärbt
Sporen in KOH
Björn
Hallo Claudia,
hast du denn schon die Fungi Europaei 5C? In den FE 5B ist die Entoloma sericellum-Gruppe noch nicht bearbeitet. Es gibt aber hier ein Paper dazu.
Björn
Hallo Frank,
vielen Dank für die schnelle Klärung! Du scheinst da einen deutlich besseren Draht zum Admin zu haben als Julia und ich. Was Fundorte angeht, hätte ich auch noch einige Vorschläge um das Kartieren einfacher und angenehmer zu gestalten.
Das Benennen von Fundorten ist aktuell ja Sache des Finders, d.h. es kann gut sein, daß ein und der selbe Ort von verschiedenen Findern unterschiedlich benannt wird (sei es z.B. daß einer NSG XY, einer Naturschutzgebiet XY und einer nur XY schreibt). Eine einheitliche Bennennung wäre natürlich schöner und ich weiß z.B. von Karl Wehr, daß er hin und wieder Fundortnamen vereinheitlicht. Perspektivisch könnte man also darüber nachdenken, ob man im Portal entsprechende Gebiete als Polygonzüge hinterlegt. Bei ObsIdentify ist es z.B. so, daß wenn man einen Punkt in der Karte auswählt, automatisch das kleinste Gebiet, in dem dieser Punkt liegt ausgewählt wird, siehe hier
Natürlich erfordert die Umsetzung einiges an Arbeit, da man dann entsprechende Gebiete definieren und pflegen muß. Eventuell könnte man da aber auch etwas direkt von ObsIdentify übernehmen.
Zum anderen ist es ja gerade bei der Einzeleingabe etwas mühsam, immer wieder auf der Karte zu den Fundpunkten reinzuzoomen und dann den Fundpunkt zu setzen. Praktisch wäre es, wenn das Portal beim Hochladen eines Fotos aus den Exif-Daten (sofern vorhanden) automatisch den entsprechenden Aufnahmestandort extrahiert und einen Fundpunkt auf der Karte setzt. Den kann man dann natürlich anschließend immer noch händisch korrigieren falls nötig.
Ich habe zu diesen beiden Punkten noch kein Ticket im Portal erstellt, da bislang der Fokus ja eher darauf liegt, die vorhandene Funktionalität reibungslos ans Laufen zu bekommen und nicht noch zig neue Features zu implementieren, aber ich denke, daß man diese Punkte zumindest mal im Hinterkopf behalten sollte.
Björn
Hallo Schrumz,
inwiefern es da einen ausführlichen Guide zu gibt, weiß ich nicht. Es gibt aber ein Projekt, da kannst du ja mal reinschauen.
Björn
Hallo Karl,
ah stimmt, 1987 ist ja schon fast 40 Jahre her. Naja, Physiker haben es halt nicht so mit Zahlen ![]()
Björn
Ja, aber warum makroskopisch bestimmen, wenn es auch mikroskopisch geht
Alleine wegen der Huthaut lohnt sich das Mikroskopieren von Hallimasch doch schon ![]()
Björn
Hallo Thorben,
der Pilz ist ursprünglich aus Kanada beschrieben worden. Ob er von dort stammt ist nicht ganz klar, aber er ist mittlerweile wohl weltweit zu finden. Neben europäischen Funden gibt es auch welche aus China, Japan, Australien und Neuseeland. Es kann also gut sein, daß der Pilz in Ausbreitung ist.
Björn
Hallo zusammen,
bei unserer gestrigen Pilzausstellung in der Gruga fielen uns in einem Beet sehr zahlreiche Fruchtkörper eines Pilzes auf, den wir zunächst mal für eine Stropharia hielten. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich dann aber, daß kein deutlicher Ring vorhanden ist und Stropharia damit raus ist. Bleiben noch Leratiomyces und Hypholoma. Von der Optik her würde man sicher erstmal zu Leratiomyces tendieren, aber es handelt sich um Hypholoma tuberosum. Das namensgebende Sklerotium habe ich zwar nicht mit ausgegraben (da ich halt nicht wußte, daß es welche auszubuddeln gibt), aber auffällig ist der lange, wurzelnde Stiel, der dann etwas weiter im Boden sicher in ein Sklerotium mündet. Der Pilz ist erst vor knapp 20 Jahren beschrieben worden. Es gibt in Deutschland relativ verstreut einzelne Fundpunkte, insbesondere in Duisburg konnte Kriemhilde Müller den Pilze über einige Jahre hinweg regelmäßig nachweisen.
Fruchtkörper am Fundort
Huthaut in Wasser. Hyphen sind z.T. deutlich braun inkrustiert
Cheilozystiden mit Kongorot gefärbt
Basidien mit Kongorot gefärbt
Eine einzelne Pleurochrysozystide neben zahlreichen Basidien
Caulozystiden mit Kongorot gefärbt
Sporen in KOH
Björn
Hallo Frank,
ZitatTritt das auch auf, wenn du Funde im Block validierst?
Das kann ich leider nicht genau sagen, da ich gar nicht genau weiß, wie man Daten im Block validieren würde. Letztlich ist das aber auch nichts, was wir beim Phytoportal machen wollen. Wir schauen uns ja wirklich jeden Fund einzeln an und entscheiden dann, ob er plausibel ist oder nicht.
Björn
Hallo Schrumz,
grundsätzlich besteht die Möglichkeit, Daten von inaturalist in die DGfM-Kartierung zu übernehmen. Einige Landeskoordinatoren machen das z.B. auch, andere machen es nicht. Ein großes Problem bei iNaturalist ist sicher die Qualität der Daten. Zwar wird dort zwischen "Casual" und "ResearchGrade" unterschieden, aber in der Praxis sind leider viele Beobachtungen ResearchGrade, die es nicht sein sollten. Das liegt daran, daß es ja nur zwei Leute braucht, die in ihrer Bestimmung übereinstimmen (im Zweifelsfall ist das ein Bestimmer und der Beobachter, der zwar keine Ahnung hat, aber die Bestimmung einfach ungeprüft übernimmt). Im Prinzip ist das System natürlich selbstkorrigierend, weil jeder jede Beobachtung mit einer Bestimmung versehen kann, aber gerade bei Nischenthemen wie anamorphen Ascomyceten schaut sich halt niemand alle Beobachtungen an. Ich habe z.B. letztens mal nach Ramularia rubella Beobachtungen geschaut. Davon gibt es in Deutschland etwas 60 Stück und die ersten 10 mit RG-Status, die ich mir exemplarisch angeschaut habe, haben alle nicht mal einen Pilzrasen gezeigt, geschweige denn wurde der Fund mikroskopiert.
Björn
Hallo Frank,
da hier gerade das Thema Validierung aufkommt. Im Phytoportal wird ja eifrig von Julia und mir validiert. Dabei ist jetzt allerdings verschiedentlich das Problem aufgetreten, daß es immer wieder Beobachtungen gibt, die sich nicht validieren lassen. Konkret heißt das, wenn man auf der Validierungsseite ist und die entsprechende Beobachtung anklickt, dann kommt nur ein drehendes Rädchen (daran ändert sich auch nichts, wenn man einige Minuten wartet):
Das Problem taucht bei den betroffenen Beobachtungen sowohl bei Julia als auch bei mir auf, ist also wahrscheinlich unabhängig vom Validator eine Eigenschaft der Beobachtung. Interessanterweise taucht das Problem relativ zufällig auf. Ich habe teilweise Listen mit 30 Funden eingegeben, wo einige validierbar sind und andere nicht. Wir haben für das Problem auch schon vor einiger Zeit ein entsprechendes Ticket aufgemacht, aber du weißt ja, das Antworten darauf oft etwas auf sich warten lassen. Für uns wäre es jetzt natürlich interessant zu wissen, ob dieses Problem nur im Phytoportal auftaucht oder ob es im Großpilzportal das gleiche Problem gibt.
Björn
Hallo zusammen,
gestern hat unser Pilzarbeitskreis im Rahmen des Weltkindertags eine Pilzausstellung im Essener Grugapark veranstaltet. Dabei hatte man dann natürlich zwischendurch auch mal die Gelegenheit, eine kleine Runde durch den Park zu drehen. Dabei fielen mir sehr üppige Büschel von Hallimasch auf. Das ist ja eine Gattung, mit der ich mich eigentlich so gar nicht wirklich gerne beschäftige, aber wenn man so Bilderbuchexemplare findet, kann man ja schon mal was mitnehmen und untersuchen. Am Ende lief es mit den komplett fehlenden Schnallen auf Armillaria mellea hinaus. Für diese Art typisch ist auch der häutige Ringe, der bei jungen Exemplaren fast wie ein zweiter Hut unter dem Hut aussieht. Bei jungen Exemplaren hat man hier auch eine leuchtend gelbe Färbung passend zum Namen.
Fruchtkörper am Fundort
Huthaut in Wasser
Ring mit Kongorot gefärbt
Cheilozystiden mit Kongorot gefärbt
Basidien mit Kongorot gefärbt
Sporen in Wasser
Björn
Hallo Claudia,
das sind ja mal wieder tolle Funde, die du da bei dir machen konntest! Und so schön bunt
Nr. 4 dürfte etwas aus der Entoloma sericellum-Gruppe sein. Da sind in letzter Zeit aber einige neue Arten beschrieben worden, es ist also kompliziert geworden.
Björn
ZitatNach wie vor hätte ich gerne:
Smartphone – im Feld ein Bild machen – wenn ein WLAN verfügbar ist (optional) – aut. Hochladen der Sachen in den eigenen Account – Sachen ansehen, Bilder freigeben oder auch nicht, Arten eintragen – fertig.
Gibt's alles schon. Nennt sich iNaturalist und verfügt über eine entsprechende Möglichkeit seine Daten so zu taggen, daß sie danach direkt vom jeweiligen Landeskoordinator in Mykis übertragen werden können.
Björn
Hallo zusammen,
mit alle Funde kartieren ist natürlich nicht gemeint, daß man auf einer Wanderung jeden einzelnen Fliegenpilz aufschreibt. Pro Exkursion gibt es dann typischerweise genau einen Nachweis pro Art (außer man kreuzt irgendwelche Meßtischblattgrenzen). Damit wird man also kaum in die Situation kommen, daß man 40 Fliegenpilze pro Tag kartieren kann.
ZitatWenn ich feststelle, dass eingetragene Daten teilweise gelöscht worden sind und auch nicht in der Fundkarte auftauchen, dann ist das eine Tatsachenbeschreibung.
Wie jemand dennoch wissen will und sogar mit Bestimmtheit behauptet, dass dies nicht zutreffe, bleibt mir ein Rätsel.
Ich habe nicht geschrieben, daß du sie nicht gefunden hast. Ich habe nur geschrieben, daß ICH Funde von dir, die von dir im Jahr 2025 kartiert wurden, im Portal finden konnte. Das habe ich ja auch mit entsprechenden Screenshots belegt. Wo da dein Problem ist, kann ich ehrlich gesagt nicht erkennen.
ZitatIm jetzigen Zustand macht das Kartieren keinen Spaß.
Die Aussage ist so sicherlich nicht intersubjektivierbar. Ich fände es besser, wenn du schreiben würdest, daß das Kartieren DIR im jetzigen Zustand keinen Spaß macht.
Zum Kartieren per Excel-Tabelle: Da hat Harald ja schon auf die Möglichkeit hingewiesen, eine entsprechende Tabelle an den jeweiligen Landeskoordinator zu schicken. Alternativ kann man entsprechende Tabellen aber auch direkt ins Portal hochladen, siehe hier.
Ich bekomme irgendwie den Eindruck, daß einige Leute nur mal schnell durchs Portal klicken, dabei nicht alle Möglichkeiten erkennen/erfassen und dann einfach nur rumlamentieren. Davon wird aber ehrlich gesagt nichts besser.
Björn
Hallo zusammen,
die Option mit der genauen Fundeingabe pro Fund bei einer Liste scheint noch nicht freigeschaltet zu sein. Julia Kruse und ich konnte sie jedenfalls auch nicht finden als wir letzten Freitag danach gesucht haben.
Zur Validierung: Bei den Phytos gibt es die Validierung definitiv, da haben wir nur aktuell das Problem, daß in dem Validierungsfenster manche Beobachtungen einfach nicht anklickbar und validierbar sind. Das ist ein technisches Problem, das wir auch schon gemeldet haben, wo wir aber aktuell immer noch auf eine Lösung warten. Heißt also, daß man sich bei den Phytos nicht wundern sollte, wenn eine Beobachtung mal nicht zeitnah validiert wird und andere aus der gleichen Tour aber schon.
Zitatich kartiere nur wirklich seltene Sachen.
Das halte ich nicht für sehr wissenschaftlich, denn dadurch entsteht ein Beboachtungs-Bias. Wenn das alle Leute so machen würde, käme man am Ende auf die Idee, daß es in Deutschland nur seltene Pilzarten gibt, aber keine Fliegenpilze.
ZitatJetzt habe ich einmal nachsehen wollen, ob denn meine Funde aus dem Jahr 2025 in den Karten bei der Suche nach Arten auch auftauchen.
Nein, tun sie nicht. Also zzumindest die meisten.
Sie tauchen auch nicht einmal mehr in der Liste meiner Kartierungen im Portal auf. Die sind einfach weg. Also habe ich das alles erneut eingetragen
Also ich habe deine Funde im Portal finden können (nachdem ich herausgefunden habe, daß du nicht unter Klarnamen kartierst) und zwar mit Eingabedatum von 2025. Die Funde waren also definitiv nicht weg. Wenn man unter Berichte / Funddaten ist, muß man oben über der Karte bei Filter "alle Daten" auswählen und "Filter anwenden" klicken.
ZitatSoweit mir berichtet wurde, holen sich die Verantwortlichen die Daten aus dem neuen Portal als Excelfile und übertragen das händisch.
Die Aussage verstehe ich nicht. Wen genau meinst du mit den Verantwortlichen? Und wohin sollen die Daten übertragen werden?
Björn
Hallo zusammen,
bei Tonios Fund kann man einen Falschen Mehltau sicher ausschließen, denn Falsche Mehltaue sind obligate Pflanzenparasiten, d.h. sie kommen nur an lebenden Pflanzen vor.
Björn
