Beiträge von boccaccio

    Hallo Felli,


    bei FB in der Ascomycetengruppe ist mittlerweile auch Ombrophila fagiseda in den Ring geworfen worden. Dort wollte man auch noch ganz gerne einen Schnitt durch den Fruchtkörper sehen. Das ist aber nicht so ganz einfach.... man kann wohl eher einen Wackelpudding an die Wand nageln als daß man diese Glibberdinger in feine Scheiben zerlegt. Das hier war das höchste der Gefühle:



    Björn

    Hallo Pablo,


    ich bin bei den durchsichtigen Glibberdingern ja auch immer sehr skeptisch. Aus meiner Sicht sprechen aber die nicht gestielten Basidien und die Sporenmaße von (14.0+-0.9) µm x (5.2+-0.3) µm, Q=2.7+-0.2 bzw. (11.6-15.5) µm x (4.5-5.6) µm, Q=2.4-3.0 für Exidia candida. Als Vergleichswerte hatte ich die Beschreibungen in Spirin et al., On some forgotten species of Exidia and Myxarium (Auriculariales, Basidiomycota), Nordic Journal of Botany (2018) herangezogen.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am vergangenen Sonntag hat sich der APR mal wieder zu einer Pilzexkursion getroffen. Ziel war das Asbachtal in Velbert. Die Nacht vorher hatte es ausgiebig geregnet. Das half zwar dem aktuellen Pilzwachstum eher wenig, macht aber zumindest Hoffnung für die nahe Zukunft.


    1. Cyathus striatus


    2. Peziza varia mit leichten Schwierigkeiten bei der Reaktion mit Luhol


    3. Puccinia arenariae ex Stellaria aquatica


    4. Puccinia coronata ex Festuca gigantea


    5. Puccinia graminis ex Festuca gigantea


    6. Puccinia coronata ex Arrhenatherum elatius


    7. Puccinia laschii ex Cirsium palustre


    8. Puccinia graminis ex Dactylis glomerata


    9. Rhodocollybia maculata


    10. Gymnopus confluens


    11. Exidia candida


    12. Peniophorella praetermissa


    13. Puccinia artemisiella ex Artemisia vulgaris


    Björn

    Hallo Felli,


    da hatte Viktorie Halasu mich bei FB gerade auch drauf gestoßen (heißt jetzt wohl H. kathiae). Und das sieht soweit sehr gut aus. Insbesondere konnte ich gerade auch die Blaufärbung des Stiels mit Lugol beobachten.



    Björn

    Hallo Felli,


    Ascomyceten machen einem das Leben schwer ;) Hier zunächst mal Fotos von Nr.4, dem geblichen Hymenoscyphus (Fruchtkörper röten übrigens bei Verletzung). Sporen sind (12.2+-0.9) x (4.8+-0.4) µm bzw (10.3-14.0) x (3.9-5.9) µm


    Dann zur Nr. 5. Da ist mir zum einen aufgefallen, daß es ganz winzige, junge Fruchtkörper nebendran gibt, die quasi schwarz sind. Sporen gab es dann von den reifen Kerlen auch. Interessanterweise scheinen die eine Gelhülle zu haben. Konnte man im Mikro optisch erahnen und mit etwas Tinte wurden dann auch die Umrisse sichtbar. Sporen sind (11.3+-0.7) x (4.2+-0.2) µm bzw (10.0-12.9) x (3.8-4.7) µm


    Björn

    Hallo Felli,


    bei Nr.4 habe ich gerade noch mal ein paar neue Fotos gemacht. Wirklich intensiv ist die IKI-Reaktion nicht (das ist jetzt komplett in Lugol gebadet), ich hoffe aber, daß man die Reaktion jetzt wenigstens etwas besser erkennt. Ich bin jetzt auch der Meinung, daß die Asci sehr wohl Haken haben.


    Die Nr.5 war schon relativ fest für einen Ascomyceten.


    Björn

    Hallo zusammen,


    gestern war ich am späten Nachmittag auf einer kleinen Runde im Duisburger Stadtwald unterwegs. Der Wald ist nach wie vor noch sehr trocken, so daß Pilze Mangelware sind. Aber ein bißchen was ließ sich dann doch finden.


    1. Phragmidium bulbosum ex Rubus fruticosus agg.


    2. Tranzschelia discolor ex Prunus spinosa


    3. Ein Pluteus so ähnlich wie Thorbens Fund letztens. Die Sporen messen (5.9+-0.5) µm x (5.2+-0.3) µm, Q=1.1+-0.1, bzw. (5.2-6.7) x (4.8-5.7), Q=1.0-1.3. Die Zystiden würde ich überwiegend für sackförmig halten, womit ich bei Pluteus pallescens rauskäme.

    Lamelle: Cheilzystiden

    Pleurozystiden

    Basidien

    Cheilzystiden

    Huthaut

    Sporen


    4. Ein Ascomycet an einem feucht liegenden Laubholzstöckchen. Wer hat Ideen? Vielleicht ein Hymenoscyphus? Asci reagieren mit Lugol blau und sind ohne Haken.


    5. Noch ein Ascomycet, an feucht liegender Buchecker. Auch hier fehlt mir der Zugang. Asci mit Lugol blau, Haken evtl. vorhanden


    6. Dann an einem Laubholzast direkt 2 Pilzarten dicht an dicht beieinander. Fangen wir mal mit den kleinen gelben an. Pleurozystiden nicht vorhanden, Geschmack mild, Huthaut reagiert rötlich mit 3% KOH. Da lande ich bei Pholiota alnicola

    Lamellenschneide

    Basidien


    7. Bei den großen orangefarbenen Pilzen war ich zunächst ratlos, da ich makroskopisch auch an Pholiota gedacht habe. Aber das paßte mikroskopisch nicht. Zum Glück hat Stefan den Pilz blind bestimmen können: Gymnopilus junonius. Huthaut reagiert dunkelrot mit KOH

    Cheilozystiden

    Basidien

    Cheilozystiden

    Sporen in Wasser

    Sporen in Melzer

    Sporen in KOH


    Björn

    Hallo Malone,


    mit Galle meinte ich die Auswüchse auf der Ulme. Mir war halt nicht klar, ob alle Fotos den selben Baum zeigen oder ob wir hier zwei verschiedene Bäume sehen. Aber das hat sich ja jetzt geklärt. Mehlbeeren sind übrigens auch so ein Teufelszeug wie z.B. Brombeeren. Es gibt zig Arten, die man teilweise nur sehr schwer trennen kann.


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich wäre mit den Farben (so das Foto denn halbwegs farbecht ist) eher beim Schwefelporling. Der verfärbt sich bei Berührung im Gegensatz zum RIesenporling nicht schwarz.


    Björn

    Hallo Raphael,


    wieder mal ein sehr schöner Beitrag von dir! Den Tintenfischpilz habe ich mangels eigener, aktueller Funde zwar noch nicht unter dem Mikroskop gehabt, aber die Problematik ist ja bei der Stinkmorchel sehr ähnlich. Und da gibt es einen einfachen Trick: Man nimmt ein Hexenei mit und mikroskopiert das bevor es aufschirmt. Das hat auch den Vorteil, daß dann noch Basidien vorhanden sind und man nicht nur die Sporen vorfindet.


    Björn

    Hallo Thorben,


    wenn ich mit dem Gröger schlüssel, lande ich bei Pluteus pallescens oder aber bei Pluteus phlebophorus bzw. Pluteus nanus. Da fehlt mir aber bei allen Arten die Funderfahrung.


    Björn

    Hallo Bernd,


    eine verbindliche Antwort kann ich zwar nicht geben, Lannoy und Estades schweigen sich ja darüber aus. Aber im Paper von den Bakker und Noordeloos von 2005 steht, daß sie jeweils eine Schuppe aus der Mitte des Stiels untersucht haben. Ich meine mich auch dunkel zu erinnern, daß Karl mir auch mal sagte, ich solle Stielschuppen anschauen.

    Jetzt wäre es natürlich interessant zu schauen, ob an den anderen Stellen des Stiels ebenfalls Caulozystiden zu finden sind und ob diese ggfs. anders aussehen. Leider gibt es hier wegen Trockenheit gerade keine Leccinums.


    Björn

    Hallo zusammen,


    hier geht es weiter mit meinen Funden von der Zeche Zollverein.


    1. Phragmidium mexicanum ex Potentilla indica


    2. Puccinia circaeae ex Circaea lutetiana


    3. Podosphaera plantaginis ex Plantago lanceolata


    4. Phyllactinia guttata ex Corylus avellana


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Samstag war ich in Essen auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Zollverein, das jetzt ein Industriedenkmal darstellt, unterwegs und habe nach Pilzen geschaut.. Großpilze waren ob der Trockenheit keine zu finden, aber es gab jede Menge Phytoparasiten.


    1. Erysiphe pseudoregularis ex Salix caprea. Sporen bis 31x19 µm, damit ist E. capreae raus. Anhängsel zählen mag jemand anderes :D


    2. Microstroma album ex Quercus robur


    3. Puccinia punctata ex Galium mollugo agg.


    4. Uromyces euphorbiae-corniculati ex Lotus corniculatus


    5. Uromyces striatus ex Medicago lupulina


    6. Uromyces striatus ex Medicago x varia


    7. Puccinia malvacearum ex Malva moschata


    8. Wahrscheinlich Melampsora allii-populina auf Populus balsamifera oder Populus trichocarpa. Das Einzige, was stört sind die Paraphysen, die eine Wanddicke von 5-6 µm haben.

    Björn

    Hallo zusammen,


    hier ein kleiner Mix von verschiedenen Funden vom letzten Sonntag. Zum Teil sind ein paar Arten aus dem Bottroper Rotbachtal dabei, zum Teil sind es Phytoparasiten aus Gelsenkirchen.


    1. Stemonitis sp. Muß ich noch mikroskopieren.


    2. Erysiphe euonymicola ex Euonymus japonicus


    3. Erysiphe sp. ex Viburnum tinus


    4. Pseudoidium hortensiae ex Hydrangea sp. Außerdem Ampelomyces quisqualis als Hyperparasit auf dem Mehltau.


    5. Puccinia convolvuli ex Calystegia sepium agg.


    6. Ustilago trichophora ex Echinochloa crus-galli


    7. Ein Ascomycet aus dem Rotbachtal. Vor Ort war es leider etwas duster, deshalb wurden nachträglich Fotos zu Hause gemacht. Der ziemlich fleischige Geselle wuchs an einem Stamm, der schon länger im Rotbach liegt und u.a. auch Crepidotus crocophyllus hervorbringt. Bei FB wurde Peziza subisabellina ins Spiel gebracht. Paßt soweit auch alles, nur die Reaktion der Asci mit Lugol ist entweder sehr schwach oder gar nicht vorhanden.


    Björn