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letzter Beitrag von Digitalpilz am

Geopilzer braucht Hilfe

  • Hallo Henry(dR),

    ich finde Deine Herangehensweise äußerst fahrlässig.

    Du zeigst Steinpilze und sprichst von Maronen...

    Das zeigt mir, dass Du wenig Ahnung von Pilzen hast.

    Eigentlich ist auch schon alles gesagt, u.a. von drei Pilzsachverständigen (PSV).

    Ok, es ist Dein Leben.

    🤷‍♂️ Ich denke, man muss akzeptieren, dass es Leute gibt, die eine andere Herangehensweise an das Thema habe.

    Sicher muss man das akzeptieren, aber man sollte auch seine Meinung dazu sagen dürfen.

    Ich rate Henry jedenfalls mit seinem aus der Diskussion erkennbaren Wissensstand davon ab, Pilze zu Speisezwecken zu sammeln.

    Alles andere wäre in meiner Wahrnehmung nahe am Harakiri.


    LG, Nobi

    Hier geht es zu meinen Themen.

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    Chips: 88 nach diversen Verlusten - 10 APR 2019 = 78 + 6 (150er Prämie APR 2019) = 84 -10 APR 2020 = 74 - 5 Macrocystidia-Wette = 69 - 10 APR 2021 = 59

  • Servus beinand'

    ihr habt natürlich alle recht dem Fragesteller ins Gewissen zu reden und darauf hinzuweisen, dass das mit der Pilzbestimmung und auch dem "Durchmampfen" durch die Wildnis so nicht funktioniert.

    Auch wenn die angefragten Pilze natürlich niemals gegessen werden dürfen, weil sie natürlich so nicht sicher bestimmt werden können, finde ich, dass man zumindest Vermutungen zur Identität anstellen darf.

    Ich denke es sind samthütige Dachpilze, wie z.B. Pluteus roseipes.

    An liabn Gruaß,

    Werner

  • Danke, vielen dank, endlich mal ne brauchbare antwort die ich nicht ironisch oder sarkastisch beantworten will :).


    Natürlich ist das "Pilzen" ein ernst zu nehmendes Thema, und ich bin Jahrzehnte von Profi entfernt. Aber das war ich mit 7 auch vom Autofahren mit 19 wusst ich nicht wie man mit einem Schwert kämpft oder mit einem Traditionellem Langbogen schießt. Nach meiner Schmied lehre wusste ich zwar wie man Metall formt aber nicht wie man den Eifelturm nachbaut. Ich habe dann den Beruf des Fleischers mir angeeignet aber das war nichts für mich, als hobby ok. Jetzt bin ich mal ne Weile Sicherheitskraft mal sehen was mich als nächstes reizt.


    Ich weis das es in Foren immer heiß hergeht, und manche meinen mit dem goldenen Löffel der Weißheit auf die Welt gekommen zu sein.


    Ich ziehe es vor mir Wissen autodaktisch anzueignen und zu lernen.


    Und jeder der ne"einfache"Frage kommentiert mit:"Kauf dir ersatz Organe" oder blöde Fragen stellt klugscheisser was wo wie ist, sollte sich mal überlegen wo er hier ist.


    Ist dies ein Forum wo Leihen mit Interesse willkommen sind.


    Oder ein Forum wo spezialisten fachsimpeln(auch die können offen und hilfsbereit sein). Oder gerade die sollten es.


    Ich bin in vielen Foren sei es Schmiedekunst, Fleischverarbeitung, Bogenschießen und Pfeilherstellung(komplizierter als man denkt) l, Schwertkampf und Mittelalterlicher Kampfsport, Mittelalterliche Tänze, Grillsportverein, Feuerwehr und zuletzt Wachschutz und Sicherheit.


    Und mir ist noch nie, wirklich nie in den Sinn gekommen über nen newbie herzuziehen, "test" fragen zu stellen in der hoffnung ihn vor dem Forum als dumm vorzuführen. Das ist nämlich einfach nur arrogant und falsch.


    Ich könnte grad ein paar direkt ansprechen, aber die wissen es selber oder auch nicht. Ausgeschlossen natürlich die die wirklich allwissend sind. Alle anderen sollten sich fragen: bin ich mit dem Pilzwissen geboren? Und was weis ich über das Bäckerhandwerk, weis ich wie man ein Schwein zerlegt, ein Schwert schmiedet oder ein Messer schleift, einen Bogen schnitzt oder einen Pfeil befiedert. Es ist alles lernbar.


    Ich will nur sagen, jedes neues Wissen beginnt mit einer Frage. Jede neue Fähigkeit beginnt mit einer Antwort. Ich habe zwar das Talent anfangs wirklich einfache beginner Fragen zu stellen. Aber ich bitte inständig jeden der sich zu Allwissend oder Elite fühlt, scrollt weiter. Wenn igr keine Antwort auf die Frage habt und nur daher quatschen wollt: scrollt weiter.


    Danke für die konstruktive Antwort Edelmann.


    Ich bin Pilz Newbee, über Buchempfehlungen, Links und weiteres freue ich mich.


    Über destruktives weniger, auch wenn sich das gegockel der Elite nicht vermeiden lässt wäre ein gewisses grundmaß an respekt gut.


    Ist eure Entscheidung!


    Reagiert ihr auf neue mit: Hey, hallo, willkommen bei den Pilzfreunden, stell jede frage die dich quält und lern das Pilzsammeln von uns Fachkräften.


    Oder:


    Schon wieder nen neuer mit den gleichen doofen Fragen der uns nur die Pilze weg pflückt und sie dann in den müll wirft weil er nicht sicher ist das sie die richtigen sind.


    Wenn ich hier als newbee falsch bin, weil ihr keine geduld für anfänger fragen habt, sagt das einfach dann such ich weiter.

  • Hi Henri,


    du hast in vielem Recht. Dennoch noch ein paar Anmerkungen dazu. Leider hat deine 1. Anfrage bei vielen von uns einige negative Erfahrungen getriggert, denn wir Pilzsachverständige, bzw. langjährigen Foristen kennen Leute, die einfach jeden Pilz essen wollen und enttäuscht sind, wenn man den aus dem Sammelgut aussortiert. Teilweise haben wir täglich solche Leute in unseren Beratungen. Solchen Leuten fehlt einfach der Respekt, Demut und ein gewisses Gespür für die Natur. Deine Aussage "durch den Wald mampfen" hat genau das getriggert. Das hat sich dann wohl verselbständigt, dass die meisten von uns dann mit ironischen Kommentaren reagieren. Mach ich auch.


    Ansonsten sind wir immer sehr gerne bereit zu helfen. Egal welchen Wissensstand der/die Anfragende hat. Ein bisschen mehr Sachlichkeit bei den Anfragen hilft aber immer, denn so lassen sich solche Misverständnisse vermeiden. Gerade bei dem Thema "Essen aus der Natur sammeln" ist es heikel, denn es gibt sehr viele Verwechslungsmöglichkeiten und man sieht den Pflanzen und den Pilzen nicht an, dass sie giftig sind.


    Ich bin damals bei meiner Erstanmeldung auch mehr oder minder ins Forum reingepoltert und es gab einen kleinen Aufschrei. :) Nachtragend ist hier niemand.


    l.g.

    Stefan


    P.S. ich selbst hätte keine konkrete Idee zu deinem Anfragepilz. Aber ich denke schon, dass Werner mit seiner großen Erfahrung auf der richtigen Spur ist.

    Ansonsten helfen bei zukünftigen Anfragen Bilder von oben, von der Seite, auf die Hutunterseite, Geruch und Angaben zur Ökologie des Fundortes sehr.

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo Henryderrote!


    Ich denke, Dir sind viele auf den Leim gegangen. Du weist mehr über Pilze, als Du zugibst ;) und führst einige ein wenig vor. Da dies aber auch nette Art geschieht, vielen Dank für diesen Thread, ich habe ihn mit öfteren Schmunzeln gelesen.


    Noch einen schönen Tag, Reinhard

  • Hallo Henryderrote

    Ich denke ihr habt euch da gegenseitig etwas missverstanden. Man muss um diese recht drastischen Antworten nachvollziehen zu können verstehen, dass diese Leute erfahrene PSVs sind, die wahrscheinlich schon deutlich öfter als ihnen lieb ist bei Pilzvergiftungen als Berater hinzugezogen wurden, bei denen Leute wirklich viel zu sorglos an die Sache herangegangen sind. Diese Leute haben aus erster Hand miterlebt zu was das führen kann und folgen außerdem in ihrer Funktion als PSV einer (nicht zu unrecht) eher strikten Richtlinie der DGFM was Pilzfreigaben betrifft. Aus deinen Antworten lese ich heraus, dass du dich eben nicht einfach durch den Wald futterst (zumindest was Pilze angeht), sondern von klein auf mit Begeisterung an die Sache herangegangen bist und schon damals Leute hast drüberschauen lassen. Heute sammelst du Steinpilze und Maronen, was wahrscheinlich genug leute tun die Amanita Phalloides noch nie in der Hand hatten. Diese wahrscheinlich mit etwas Humor gemeinte Bemerkung (durch den Wald futtern), die wahrscheinlich deinen Enthusiasmus zeigen sollte wurde hier meines Erachtens nach etwas missverstanden. Außerdem lesen hier ja auch Leute mit, die das vielleicht misinterpretiert haben könnten, 0weshalb das direkt im Keim erstickt werden musste. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass ich mich hier letztes Jahr buchstäblich am gleichen Tag an dem ich zum ersten Mal Pilze gesammelt hatte (mit jemand der sich auskannte) angemeldet habe und seitdem wahrscheinlich einige Anfragen gestellt habe die für die Profis Kinderkram waren, aber ich habe hier nur Respekt gezeigt bekommen (auch von Foristen auf die du mutmaßlich mit deinem Kommentar anspielst). Wenn es um nicht sicher bestimmte Pilze geht, die gegessen werden sollen versteht man hier eben überhaupt keinen Spaß, was, denke ich, vor dem Hintergrund der von vielen hier direkt miterlebten Pilzvergiftungen auch verständlich ist. Vom Pilzesammeln und Anfragen zur Bestimmung stellen will dich hier garantiert keiner abschrecken, geschweige denn sich über dich lustig zu machen, im Gegenteil. Diese Leute wollen nur nicht dass sie an dein Krankenbett gerufen werden wenn was schief geht. Hoffentlich kehrst du dem Forum nach dieser einen unerfreulichen Erfahrung nicht den Rücken, ich habe es in einem Jahr als tollen Ort mit unglaublich viel Kompetenz kennengelernt und auch mein Pilzwissen denke ich mal stark verbessert (obwohl da auch noch gut Luft nach oben ist).

    In diesem Sinne viele Grüße

    Christian

  • Ich denke es sind samthütige Dachpilze, wie z.B. Pluteus roseipes.

    Hallo Zusammen,

    ich denke Werner zeigt in die richtige Gattung, Ich hatte kurz in Richtung Scheidling gedacht, man sieht die Stelbasis nicht aber ein junges Exemplar mit Velumresten am Hutrand, beim Scheidling wäre eine Gesamthülle darum,

    viele Grüsse

    Matthias

  • weil ihr keine geduld für anfänger fragen habt

    Hallo Henry,

    es sind nicht die Anfängerfragen an sich, sondern dein arrogant rüberkommender Tonfall ab dem ersten Beitrag. Du hättest deine Anfrage auch rein sachlich stellen können statt sie mit "Hi ihrz", "durch den Wald mampfen" und dem ganzen anderen Gedöns zu garnieren. Ist doch klar, dass sich dadurch einige von dir verarscht fühlen und entsprechend reagieren.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • weil ihr keine geduld für anfänger fragen habt

    Hallo Henry,

    es sind nicht die Anfängerfragen an sich, sondern dein arrogant rüberkommender Tonfall ab dem ersten Beitrag. Du hättest deine Anfrage auch rein sachlich stellen können statt sie mit "Hi ihrz", "durch den Wald mampfen" und dem ganzen anderen Gedöns zu garnieren. Ist doch klar, dass sich dadurch einige von dir verarscht fühlen und entsprechend reagieren.

    FG

    Oehrling

    Genau, mit diesem Kommunikationsgebaren wird man sich hier keine Freunde machen. Schlechter Einstieg!

    Wie heißt's so schön: "Wie man in den Wald hineinruft..."


    Grüße

    Harald

  • Vielleicht ist mein erster Beitrag in diesem Thread etwas missverständlich, deshalb möchte ich mich noch einmal ausdrücklich von der Form und auch vielen Inhalten der Beiträge von Henryderrote distanzieren.


    Auch ich bin neu, eigentlich simpel Speisepilzsammler, stelle aber erfreut fest, das mich viele der Beiträge hier durchaus interessieren. Würde man mich fragen, ob ich mich hier rundum wohlfühle, würde ich Probleme mit einer klaren Zustimmung haben*).


    Ich denke, gerade in den Antworten auf die Beitrage in diesem Thread, ist ein Gutteil Bigotterie enthalten. Ein Fremdwort, das ich zur Sicherheit noch einmal gegoogelt habe, das aber nach meinem Empfinden ausgesprochen gut passt :). Ich empfinde sie in Ansätzen auch in anderen Beiträgen, insbesondere wenn Neue anfragen.


    Nun, vielleicht interessiert es ja die Alten, wie sich hier Neue, zu mindestens am Anfang, fühlen :) Zur Sicherheit noch folgende Anmerkung: Ich finde dieses Forum toll ! Aber auch sehr Gutes kann man noch besser machen ;)



    *) aber das kommt ja vielleicht noch :)

  • Hej Gluckenfreund,


    ich finde gut, dass Du Deinen Eindruck Deines "Ankommens" hier im Forum schilderst, das kann sicherlich für jede/n hilfreich sein, die eigene Herangehensweise zu überprüfen.


    Ob die Beiträge Ergebnis von Bigotterie sind, ist wohl nicht so einfach herauszubekommen. Es ist schon so eine Sache, öffentlich eine Bestimmung von Pilzen abzugeben, wenn nicht so klar ist, wie mein Gegenüber das auffasst. Wenn hier z.B. ein Missverständnis z.B. aufgrund von Ironie, Satire oder Sarkasmus auftritt, können die Folgen schon einmal schnell recht übel sein. Da ist es, bei allem Verständnis für humoristischen Anwandlungen, m.M.n. manchmal besser, eine deutliche und unmissverständliche Sprache zu sprechen. Das Problem ist ja, gerade wenn jemand neu ins Forum kommt, dass Nichts, außer das gerade geschriebene, hilft, den Schreiber/die Schreiberin einzuschätzen. Tonfall, Gestik, Vorerfahrungen...fehlen. Dazu kommt noch, dass Foren ja oft eine sehr unterschiedliche Kultur mitbringen. Da ist es manchmal hilfreich, so wie Du beschrieben hast, sich mal etwas einzulesen und zu schauen, was so die Gepflogenheiten sind. Das verhindert ja nicht, eine persönliche Note mitzubringen.


    Jm2C

    LG Michael

  • Hallo Zusammen,


    ich schalte mich als relativer Neuling hier auch mal ein. Ich konnte in keiner der bisherigen Antworten und Beiträge, die ich in diesem Forum erhalten habe, Bigotterie erkennen.


    Klar, das Forum ist geprägt durch viele teils sehr erfahrene Pilzsammler und Mykologen, die einen gewissen Standard, z.B. bei Bestimmungsanfragen, auch einfordern. Aber ich würde das nicht als Bigotterie bezeichnen. Vielmehr sichert es die Qualität der Diskussionen in diesem Forum und ermöglicht Neulingen schnelle und fundierte Lernerfolge.


    Dass man dabei auch noch gute Umgangsformen pflegt, finde ich auch gut. Ich habe die Nase voll von einem entmenschlichten Netz, wo ohne Gesprächsregeln verkehrt wird.


    VG

    GP

  • Hallo in die Runde,


    eigentlich halte ich mich aus solchen Diskussionen heraus. Aber jetzt doch eine kleine Anmerkung hierzu:


    Als die HoBis und ich uns getraut haben, in einem Pilzforum zu schreiben (Okay ist schon viele Monde her :gzwinkern:) waren wir erst einmal unsicher. Wir kannten kaum jemanden persönlich, konnten keine Nicks in reale Namen "übersetzen" usw. Dann kamen die ersten Antworten - was also tun?:gkopfkratz: Wir haben uns dann erstmal Zeit genommen. Geguckt, wer hat geschrieben? Das Profil angesehen, einige Beiträge gelesen usw. Auf diesem Wege wussten wir meist recht schnell, welche Pilzler uns geantwortet haben: erfahrene Pilzkenner, Gattungsspezialisten oder Speisepilzsammler. Uns hat dieses Vorgehen sehr geholfen - wir hatten zumindest eine Ahnung von unserem "Gegenüber" und haben versucht, dieses bei unseren Antworten zu berücksichtigen. Ist wahrscheinlich eine altmodische Herangehensweise und etwas zeitaufwändiger als heute üblich... Hat bei uns ganz gut geklappt und wir machen es heute noch so...


    Jetzt haben wir wahrscheinlich ein wenig am Thema vorbeigeschrieben :grolleyes: Aber es könnte ja auch ein Denkanstoß sein.


    Liebe Grüße


    Murph + HoBi

  • Hallo Henry,


    wie es scheint, kennst du ja ein paar Pilzarten und hast auch schon mal ein Pilzbuch in der Hand gehabt. Das ist ja schon mal nicht nichts. Ganz wichtig ist es beim Pilze sammeln, dass man die tödlich giftigen Arten erkennt und meidet. Ferner sollten einem die giftigen "Doppelgänger" essbarer Arten bekannt sein. Es gibt aber einige Arten, die relativ leicht erkennbar sind und wo die Verwechslungsmöglichkeiten gering sind. Plattes Beispiel: der Riesenbovist.


    Ganz wichtig ist auch, dass man nicht nur nach dem oberflächlichen Aussehen geht. Bei Pilzen muss man etwas genauer sein: Wie riecht der Pilz? Ist der Hut schuppig oder glatt? Fühlt er sich rau an oder schleimig? Hat er einen Ring? Sind die Lamellen angewachsen oder herablaufend oder ...? Wie ist die Farbe der Lamellen, das Fleisch im Schnitt oder das Sporenpulver? Und: welche Bäume stehen am Fundort? Wächst der Pilz aus der Erde oder doch vielleicht auf Holz? Bei Röhrlingen ist es ähnlich. Wichtig ist, dass man einige Arten (möglichst viele) kennt und nicht nur die, die man (vermeintlich) sammelt.


    Beim Parasol ist z. B. ein entscheidendes Merkmal, ob der Ring verschiebbar ist und das kugelige Aussehen des noch nicht geöffneten Hutes. Es gibt aber auch einige andere, sehr ähnlich aussehende Pilze (also Lepiota), die zum Teil essbar sind, aber teilweise eben auch giftig.


    Ich bin jetzt auch nicht der Spezialist schlechthin und sammle eigentlich weniger, ich fotografiere meist lieber nur und kultiviere Pilze im Garten. Aber wenn du sammeln willst, würde ich dir empfehlen, dich nicht nur nach Büchern zu gehen, sondern eventuell mal eine Pilzwanderung mitzumachen. Die sind meist nicht teuer und finden in kleinen Gruppen statt. Da kann man einiges lernen und auch Fragen stellen. Und vor allem hat man da die Gelegenheit, mal selbst die sicher bestimmten Pilze live und 3D zu sehen, auch mal dran zu riechen und sie anzufassen. So kriegt man ein besseres Gefühl dafür. Solche Pilzwanderungen werden in vielen Orten angeboten, meistens natürlich saisonal.


    Zu guten Büchern für Einsteigern kann dir hier bestimmt der ein oder andere Tipp gegeben werden. Ich fühle mich da nicht so berufen, weil ich keinen so guten Überblick über die existierenden Bücher habe. Ein paar habe ich auch, z. B. den Kosmos Pilz-Atlas von vor etwa 20 Jahren und der gibt schon mal keinen so schlechten Einblick in die Artenvielfalt. Heute gibt es aber sicherlich auch bessere Bücher, mit vielleicht besseren Fotografien. Aber immerhin sind im Kosmos Pilzatlas schon mal Bilder von Fruchtkörpern in verschiedenen Stadien und auch längs aufgeschnitten und die Merkmale und das Substrat werden dort auch genannt.


    Viele Grüße


    Oliver

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