Beiträge von Digitalpilz

    BTW: Wasser zu destillieren ist in einem Survival-Kontext die einzige sichere Methode, um an gesundes, sauberes, unkontaminiertes Wasser zu kommen.

    Hallo Jürgen,


    im Survival-Kontext ist das ja etwas komplett anderes. Wenn ich Oberflächenwasser trinke, dann kann da alles drin sein: Parasiten, Bakterien, Schwermetalle, whatever. Wir reden hier aber von Leitungswasser. In Deutschland. Das ist einwandfrei und Destillation ist da imho kompletter Unsinn und reine Energieverschwendung. Wir haben gutes Trinkwasser in der Leitung.


    Guten Morgen,


    ich denke, die (Mit-)verantwortung des Menschen beim Klimawandel kann man gar nicht ernsthaft abstreiten. Seit (viel mehr als nur) hunderten von Jahren verbrennen wir Zeugs und dabei Ende entsteht CO2, welches schon seit Jahrhunderten bekannt ist und sich eben schneller erwärmt.


    Es spielt aber auch keine so große Rolle, ob menschengemacht oder nicht, denn handeln muss man so oder so. Wir wollen schließlich leben.


    Eine größere Rolle dürfte gesellschaftlich spielen, wer zur Kasse gebeten wird, dass man alte Gewohnheiten aufgeben soll. Und wer letztlich unter den Folgen leiden wird.


    Dass die einen besonders schnell alarmiert werden und Holland in Not sehen, während andere eher gelassen sind, liegt in der Natur des Menschen und seiner selbst kreierten Medien. Der Mensch funktioniert halt so.


    Ich kenne übrigens keinen einzigen Wissenschaftler, der den Klimawandel ernsthaft in Zweifel zieht. Ganz im Gegenteil, es geht inzwischen eigentlich fast nur noch um die Folgen. Sagen wir zum Beispiel die Auswirkungen aufs Meer. Denn da löst sich unglaublich viel CO2 und wird teils zu H2CO3 (Kohlensäure) umgewandelt, was wiederum einen Einfluss auf den pH hat, was sich dann auf die Panzer von Krebstieren auswirkt. Das ist jetzt nur ein Aspekt von extrem vielen. In der Summe sind die möglichen oder wahrscheinlichen Auswirkungen aber gigantisch. Übrigens auch auf die Wälder. Und den Wasserhaushalt insgesamt.


    Ob eine aktuelle Hitzewelle nun Wetter oder Klimaauswirkung ist, kann dahingestellt werden. Ich denke aber, der Trend ist inzwischen klar.


    Dennoch, wir haben nun unsere ersten Steinpilze (und Flockenhexen) dieses Jahr gefunden und gegessen. Man muss sich halt über die kleinen Dinge freuen. Bleibt einem ja auch sonst nicht viel, wenn man in die Nachrichten guckt. Medienabstinenz kann ich nur empfehlen, um dem Alarmismus aus dem Weg zu gehen.


    Beste Grüße


    Oliver

    Wow. Ich bin erschrocken, dass hier der anthropogene Einfluss auf den Klimawandel in Frage gestellt wird. Dass es Klimawandel schon immer gab, ist eine Binsenweisheit, der Hinweis auf Eiszeit und Vulkanismus schlägt fehl.


    Man kann das im Grunde sehr leicht nachvollziehen. Dazu muss man sich nur die CO2-Konzentrationen seit Beginn der Industrialisierung anschauen. Und es ist ja auch logisch. Insofern umso unverständlicher, dass hier allen Ernstes der Einfluss des Menschen in Frage gestellt wird. Ausgerechnet hier.


    Beste Grüße


    Oliver

    Nachtrag 2: Aber ich will konstruktiv sein. Ein Mikroskop im Haus kann schon Sinn machen. Zum Beispiel wenn man den Kot seiner Haustiere auf Parasiten überprüfen möchte. Der Tierarzt kann das aber in der Regel besser einordnen. Wenn man sich für Mikroskopie interessiert, dann sind pflanzliche Gewebe recht gut geeignet (Zwiebelhaut für den Anfang) oder auch (kleinere) Insekten, letzteres gerade auch im Dunkelfeld. Altes Blumenwasser oder ein Heuaufguss sind noch besser geeignet. Da findet man oft Mikroorganismen wie Pantoffeltierchen oder Augentierchen. Man kann auch zb die Pantoffeltierchen füttern. Oder man mikroskopiert Bachwasser oder anderes Oberflächenwasser. Das ist auch interessant, man kann die Gewässergüte einschätzen anhand dem Vorhandensein von bestimmten Algenarten oder anderer Organismen.

    Nachtrag: Ich arbeite immerhin in einem biologischen Labor. Ionenfreies Wasser brauchen wir da auch, aber ganz gewiss nicht zum Trinken. Die Wasserqualität von Trinkwasser ist bei uns sehr gut und mit der Umkehr-Osmose-Anlage wegen der Gesundheit hat man dir schon das Geld aus der Tasche gezogen. Aber okay, kalkfreies Wasser hat schon Vorteile beim Waschen und Putzen und Baden, keine Frage.

    Wenn Trinkwasser hier nicht in Ordnung ist, dann liegt es zu 99,9% an der Anlage hinter dem Hausanschluss. Zum Beispiel eine unzureichende Erwärmung von Trinkwasserspeichern (->Legionellen). Teststreifen für Wasserqualität oder das Einschicken einer Probe zur Untersuchung wären weit sinnvoller, als die Mikroskopie von Leitungswasser.

    Hallo Nando,


    Sorry, wenn ich das so unverblümt sage, aber du bist offenbar Opfer von Desinformation geworden. Die Leitfähigkeit von Wasser sagt natürlich etwas über die Menge der gelösten Ionen aus, aber destilliertes Wasser ist ganz und gar nicht gesund, sondern spült Stoffe aus deinem Körper.

    Mikroskopie von Wassertropfen kann schon Sinn machen. Aber wozu trocknen? Um sich Kalkkristalle anzuschauen?

    Welche Übertragungsgeschwindigkeit willst du denn messen und vor allem wozu? Das macht aus meiner Sicht alles gar keinen Sinn.

    Beste Grüße

    Hallo Glüxpilz,


    in Videos läuft immer alles wie am Schnürchen, keiner zeigt da seine misslungenen Zuchtexperimente. ;)


    Für Kräuterseitlinge brauchst du einen Wachstumsreiz durch Kälte, also Absenkung der Temperatur auf ~15-16°C oder auch kühler, kommt sich nicht so genau. In der Fruchtung nicht zu warm, so ca 18°C.

    Meine Erfahrungen mit Strohpellets sind eigentlich recht gut, aber ich vermute, dass das auch stark von der Marke abhängt. Enorm wichtig ist aber die richtige Wassermenge, die sich auch von Marke zu Marke geringfügig unterscheiden kann. Zu nass ist schlecht, zu trocken auch. Zu schlecht durchlüftet auch. Ggf. Perlit oder Vermiculite zum Substrat geben (nass machen und gut abtropfen lassen, dann einfach zu dem Rest der Mischung und dann autoklavieren). Da dein Substrat aber gut durchwachsen ist, du keine Probleme mit Kontis hast, ist das gar nicht dein Problem. Strohpellets haben jedenfalls den Vorteil, dass man die auch in einer Stadtwohnung problemlos und platzsparend lagern kann, sie außerdem billig sind. Dein Substratrezept sollte aber definitiv auch funktionieren, so lange der Mehlanteil nicht zu groß ist (Durchlüftung). Am Ende entwickelt sowieso jeder sein eigenes Spezial-Substrat. ;)

    Ich denke, bei dir fehlt einfach der Kältereiz.

    Wie sieht denn dein Martha-Tent aus? Ich wusste nicht mal, dass man die heute so nennt, habe aber "damals" mein eigenes gebaut. Wichtig ist auch Umluft, nicht nur Entlüftung und Zuluft. Aber da du keine Kontis hast, scheint es da ja kein Problem zu geben.


    Bei nicht einheimischen Arten die Reste/Abfall bitte nicht auf den Kompost schmeißen, sondern in die graue Tonne (->Müllverbrennung) oder autoklavieren. Generell frühzeitig ernten, also vor Sporenabwurf. Man will die Masse an Sporen ohnehin nicht in der Wohnung haben.

    Grüße

    Oliver


    Bislang hatte ich eher Pech und nur wenig gefunden und bis auf einen jungen Schwefelporling in >3m Höhe an einer alten Eiche nichts Schmackhaftes. Liegt sicher auch daran, dass ich jeweils nicht in der optimalen Gegend war. In der Nordeifel, wo zurzeit des Waldbrands noch alles trocken war, gab es wohl mehr Niederschläge, aber ich war die letzte Tage halt am Niederrhein, wo die Niederschläge offensichtlich noch nicht ausgereicht haben. Nächste Woche sieht die Welt wohl schon anders aus, aber dann ist der Urlaub vorbei und mein Radius eingeschränkter.

    Hallo,


    hier (Düsseldorf/Köln) hat es gestern fast den ganzen Tag geregnet. Und das war auch gut so, reicht aber bei weitem noch nicht aus für die Natur. Neulich war ich im Hürtgenwald, da war alles sehr trocken. Auch das Moor. Einige Kilometer entfernt war dann das Feuer. Schlimm. Und auch im Hohen Venn brannte es oder brennt noch immer. Da war ich auch immer gern. Hoffentlich kommt da nicht noch mehr. Vor ein oder zwei Jahren hat es ja auch in der Sächsischen Schweiz gebrannt, das war auch eine bevorzugte Gegend von mir. Ich bin wirklich traurig.

    Ach ja: Pilze hab ich noch kaum entdecken können, bis auf die üblichen Vertreter. Weder hier noch dort. Ach doch, in meinem Blumenkasten auf dem Balkon, aber da lege ich nicht so viel Wert drauf. Das mit dem Regen ändert sich hoffentlich und wahrscheinlich in den nächsten Wochen. Besonders gespannt bin ich auf das Gebiet rund um die neu gemietete Waldhütte der Freundin, nahe der Biggetalsperre, also im Sauerland.

    Hier ein Foto vom Brand bzw von den Rauchwolken im Hürtgenwald aus der Entfernung. Und vom Blumenkastenpilz, den ich gar nicht näher bestimmt habe:

    Grüße

    Oliver

    ich konnte heute mit „meinem Geologen“ sprechen und fragte nach einem Mineral.


    Seine Aussage: „Ein Mineral ist immer ein Gemisch, niemals ein gediegen vorkommendes chemisches Element. Wenn das z. B. bei Wikipedia so steht, dann ist das falsch.

    Hallo Steffen und alle,


    wenn er das so gesagt hat, ist es aber auch nicht richtig. Ein Gemisch besteht aus unterschiedlichen Stoffen, ein chemischer Stoff ist eine chemische Verbindung von verschiedenen Elementen. Ich habe keine große Ahnung von Mineralien, aber Gemische sind sie ziemlich sicher nicht.


    Wikipedia nennt wissenschaftliche Quellen als Beleg. Um nur eine Quelle zu nennen: https://cnmnc.units.it/cnmnc_b…kel_min.%20definition.pdf


    Tut mir leid, aber das konnte man ja so nicht stehen lassen.


    Grüße


    Oliver

    Was mMn noch wichtig für UV-Lampen ist, ist, dass diese von Haus aus einen Filter besitzen, welcher nur UV-Licht durchlässt. Viele Lampen haben genau das nicht. Somit hat man dann den unvermeidbaren, sichtbaren Lichtanteil mit. Die von mir oben gezeigte „Conoy S2“ hat ein solches Filter verbaut.

    Hallo Steffen und alle,


    es hängt natürlich von der Taschenlampe ab, aber oft kann man so einen Filter auch nachrüsten. So habe ich das auch gemacht. Der ZWB2-Filter, den ich dafür verwende, war nicht teuer. Allerdings findet man inzwischen viele Taschenlampen, die bereits einen solchen Filter mitbringen, wenn man z.B. "365nm ZWB2" in die Suche eingibt.

    Aber es gibt auch andere Möglichkeiten! Da gibt es z. B. einen kanadischen Fotografen (Don Komarechka), der benutzt einen umgebauten, alten Blitz für UV-Fotos. Das ist ein netter Typ und ist vor allem durch andere Fotos bekannt, denn er hat mal einen Bildband herausgebracht mit fotografierten Schneeflocken. Ohne Mikroskop! ;)

    Falls jemand zu viel Geld hat: Interessant sind auch die Umbauten zu einer Multispektralkamera (idealerweise durch einen Fachmann!). Dann muss man zwar immer Filter verwenden, hat aber ganz andere Möglichkeiten und mitunter deutlich kürzere Verschlusszeiten. Dann kann man u.a. auch im IR-Bereich mit kurzen Belichtungszeiten Landschaftsfotos machen. Im nahen IR geht das mit langen Belichtungszeiten und passendem Filter auch so. Für reines UV muss man sich entweder eine billige Plastiklinse als Objektiv suchen oder tief in die Tasche greifen für ein spezielles UV-Objektiv. Für den Normalanwender ist das aber sicherlich nicht geeignet.

    Beste Grüße

    Oliver

    Hallo,


    für die Pilze ist das gar nicht gut:


    "Under croplands, AM fungal network densities are on average 47% lower than in non-cropland soils — reflecting the cumulative impact of agriculture on underground ecosystems.

    While more work is needed to link specific farming practices to mycorrhizal health, scientists worry that less dense networks diminish a soil’s ability to store carbon, cycle nutrients, and resist stress."

    Quelle: https://a-hidden-infrastructur…rth/story/cropland-impact

    Hallo Mikromeister,


    bei Schutzbrillen würde ich nicht raten und schon gar nicht selbst eine Messreihe starten wollen. Schutzbrillen nach EN166 und der Schutzklasse 2C-1.2 sind ausreichend. Brillen vom Optiker verfügen in der Regel auch über einen wirksamen UV-Schutz.

    Aber so oder so sollte man keinesfalls direkt in die Taschenlampe gucken und auch nicht wild damit herumfuchteln, wenn noch andere Menschen in der Nähe sind, die vielleicht keine Schutzbrille tragen, z. B. andere Familienmitglieder. Wenn man verantwortungsvoll mit so einer Taschenlampe umgeht, passiert auch nichts. Ich weise auch nur extra darauf hin, weil man UV-Strahlung halt nicht sieht und sie hochenergetisch ist, Zellen und DNA schädigen kann.

    Hallo Martin und alle anderen!


    Schön, dass sich noch jemand für UV interessiert :) Ich kann vor allem die Makrofotografie von Pflanzen und Insekten für die Fotografie von UV-induzierter, sichtbarer Fluoreszenz empfehlen! Bei Pilzen lohnt sich das allerdings weit weniger.


    Ich würde dir noch einen ZWB2-Filter nahelegen, das eliminiert das restliche, sichtbare Licht recht gut. Und 365 nm ist - na klar - 395 nm weit überlegen. Das fällt schon beim Geldscheinprüfen auf.


    Also falls jemanden die UVIVF-Fotografie interessiert, da kann ich gerne Tipps zu geben. Im Grunde reicht eine Systemkamera oder DSLR auf einem Stativ. Bildausschnitt und Fokus stellt man selbstverständlich in sichtbarem Licht ein und ich empfehle außerdem auch ein Foto mit sichtbarem Licht zu machen, um einen direkten Vergleich zu haben. Langzeitbelichtung und Belichtungszeit am besten ausprobieren. Je nach Blende kann man mit einigen Sekunden anfangen und sich dann herantasten. Weißabgleich kann man hier quasi kreativ einsetzen, also wie es einem gefällt, zb bei 12000 K.


    Safety first: Sicherheitshalber kann eine Schutzbrille nicht schaden, die UV-Licht abschirmt! Wobei ich doch sehr hoffen möchte, dass ohnehin keiner in das UV-Licht der Taschenlampe guckt, die nur dunkel aussieht, aber die Augen stark schädigen kann. Aber u. U. kann es Reflektionen geben (von Metallflächen etc). In der freien Natur ist das reflektierte Licht harmlos, da dort fast alles UV absorbiert. Also, letzten Endes muss jeder für sich selbst entscheiden, ob und wie er sich schützt, ich wollte nur darauf hinweisen.


    Ich weiß nicht, ob ich schon mal ein UVIVF-Foto von mir gepostet hatte, kann ich aber gleich gerne mal machen. :)

    LG Oliver

    Hallo zusammen,


    ich fand das richtig interessant, weil ich noch nie davon gehört hatte: ein Pilz, dessen Inhaltsstoffe zu seltsamen Halluzinationen (von kleinen Menschen) führen, wenn er vor Verzehr unzureichend gegart wird.


    Noch interessanter: Es wurde bislang kein Wirkstoff gefunden! Nun wurde das Genom sequenziert und auch da kein Hinweis auf einen bekannten Stoffwechselweg. Bei z.B. Psilocybin ist der Stoffwechselweg hinlänglich bekannt, ebenso bei Ibotensäure.


    Man darf gespannt sein. Die Wissenschaftler müssen im Genom etwas finden. Und dann ist ein neuer Stoffwechselweg bekannt, der möglicherweise auch zu neuen Medikamenten führt. Aber das kann man natürlich noch nicht wirklich abschätzen.


    https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/00275514.2026.2670968


    Rätselhafter Steinpilz-Verwandter führt zu Halluzinationen mit winzigen Menschen
    Der Pilz Lanmaoa asiatica beinhaltet eine bisher unbekannte psychoaktive Substanz, die Liliput-Halluzinationen auslöst. Ein Pilzforscher will nun das Mysterium…
    www.derstandard.de


    Beste Grüße


    Oliver

    Hallo Malker,


    nur meine persönliche Meinung, die mir hoffentlich keiner krumm nimmt:

    Ob es nun durch die Entfremdung von Landwirtschaft und Natur sowie unserer Lebensmittelherstellung (Acker, Stall) kommt oder wodurch auch immer, ich bemerke seit Jahren, dass immer mehr das Individuum in den Vordergrund rücken und das Mitgefühl und die Rechte des Individuums. Tierindividualrechte werden tatsächlich von manchen diskutiert und afaik gibt es sogar einen öffentlich geförderten Verein, der sich damit beschäftigt. Also: Auf der einen Seite haben viele junge Leute noch nie eine Kuh in ihrem Leben gesehen (außer in der Milka-Werbung oder einer Doku), auf der anderen Seite aber ist das Mitgefühl mit dem Individuum groß. So auch bei Timmy. Die Fischindustrie ist übrigens ein großes Thema für sich, denn da kann man auch allerhand diskutieren, wie z.B. Fangquoten der ICCAT, Ausnahmen für die (vorgeblich) Wissenschaft (Walfang in Japan), Aquakultur und nachhaltige Fischerei. Riesenthema, lass ich hier besser raus. Und na klar, am Ende ist es immer der Verbraucher, der erst die Nachfrage schafft, für die dann die Fischindustrie die Fische fängt.

    Die Politik? Es gibt alles mögliche, so halt auch die ICCAT und Fangquoten. Aber wo siehst du da das Ziel? Man kann das Problem herunterbrechen auf: Die Menschheit will essen und das wird immer getan werden. Die Lebensmittel müssen möglichst effizient (kostengünstig) und sinnvollerweise auch nachhaltig beschafft (angebaut, gefangen, etc) werden. Salopp gesagt: Wenn die Fischstäbchen 100 € kosten, weil man nur noch die Fische fangen darf, die sich freiwillig opfern, dann isst auch keiner mehr Fischstäbchen. Aber was dann?

    Hinzu kommen noch die globalen Probleme. Die Ukraine ist übrigens die Kornkammer Europas, das nur am Rande. In Polen wird auch viel von unserem Bio-Gemüse und -Obst angebaut. Wir haben zwar teilweise gute Böden (Jülicher Börde etc), aber zu wenig Fläche. Plus der Wunsch nach Unabhängigkeit vom Ausland wegen der globalen Auseinandersetzungen.

    Die Großindustrie Agrarlobby? Wie schon angedeutet, letztendlich hat es der Kunde in der Hand. Der müsste mehr Geld bezahlen, was der aber natürlich nicht will. Die Discounter bestimmen also die Preise und die Bauern müssen teilweise zum Selbstkostenpreis verkaufen (also ohne Gewinn), sonst können sie die Ernte nur wegschmeißen. Plus etliche Auflagen durch den Gesetzgeber auf allen Ebenen. Kurz: "Wir" üben den Druck auf die Landwirtschaft aus, der dazu führte, dass es keine Kleinbetriebe mehr gibt, jeder Bauer, der noch davon leben möchte, viel mehr Acker bewirtschaften muss. Den Bauern geht es als Großgrundbesitzern nicht unbedingt schlecht, aber ich beneide die nicht um ihre harte Arbeit. Und auch nicht um die Preisdiktate der Discounter. Aber ich bin auch froh, wenn ich für die Butter nur 1 € und nicht 3 € bezahle.

    Runtergebrochen würde ich (nur Meinung) sagen, dass das Hauptproblem darin liegt, dass das Geld seit vielen Jahrzehnten sonstwohin wandert und der Bürger nur einen kleinen Teil abbekommt (Schere zwischen Arm und Reich geht auseinander). Jetzt in Krisenzeiten wissen wir auch, wer die Krise bezahlen soll: Natürlich wieder wir. Das Rentensystem ist gar nicht mehr zu retten durch Jahrzehnte lange Untätigkeit. Die einzige Chance wäre, wenn man den Reichen Geld abnimmt (zb mit Steuern) und besser verteilt. Dann hat der Bürger auch wieder mehr Wahlfreiheit beim Einkaufen und kauft dann vielleicht die Bio-Gurke aus heimischem Anbau. Jetzt darfst du drei Mal raten, was nicht passieren wird. Eher wird in Kauf genommen, dass rechte Kräfte die Demokratie auseinander nehmen. Und das wird wohl passieren, wie auch schon in anderen Ländern.

    Zur Gentechnik bzw auch zu neuartigen Züchtungsmethoden wie Crispr/cas: Wir werden nicht ohne auskommen und im Grunde wird das Erbgut von (unter anderem) Pflanzen schon seit Jahrtausenden gezielt selektiert (gezüchtet). Crispr/cas beschleunigt das im Grunde nur stark. Da die Menschheit (noch) weiter wächst und immer mehr benötigt, werden wir meiner Meinung nach nicht ohne solche Methoden auskommen. Entsprechend gibt es auch etliche Forschungsprojekte, die sich mit der Ernährung (und mehr) der Weltbevölkerung von morgen beschäftigen. Auch Veränderungen durch den Klimawandel muss man mit einbeziehen, aber auch natürliche Prozesse, wie Verwüstung. Zudem werden Pflanzen nicht nur als Lebensmittel angebaut, sondern auch als Faserquelle (zb für Kleidung) und für Treibstoffe (Raps, Bio-Diesel), wobei auch die übrig gebliebene Biomasse verwertet wird, zb zu Ethanol vergoren wird oder was auch immer.

    IMHO gibt es - leider - kein Zurück zu den guten alten Zeiten. Wir müssen sogar mehr in Richtung High-Tech, eben weil wir uns da von der Natur entkoppeln müssen, um z.B. keine Nitrate einzuleiten.

    Oft ist es aber so, dass man das eine Übel abschafft und dafür neue schafft. Beispiel Fischfang: Aquakultur schont Wildfänge, bringt aber neue Probleme mit sich. Das kann aber auch gut gelingen, so wie bei der inzwischen kommerziellen Nachzucht des Thunfisches, wo auch etliche Jungtiere in die Freiheit entlassen werden.

    Ich hab halt mal in der grünen Biotechnologie gearbeitet und auch in der Meeresbiologie. Daher weiß ich ein bisschen darüber.

    LG Oliver

    Hallo Ria,


    den entsprechenden Artikel der DSGVO habe ich doch oben verlinkt. Ich bin auch kein Jurist, aber ich denke, dass eine Information ausreicht und keine schriftliche Einwilligung vorliegen muss. Der Ratsuchende kommt ja schließlich zum Pilzsachverständigen. Afaik besteht für einen PSV der DGfM eine Dokumentationspflicht. Für eine Pilzberatung ist es natürlich nicht notwendig, die zur Dokumentation erhobenen Daten für die Versendung des wöchentlichen Newsletters zu verwenden - dafür müsste man dann eine Erlaubnis einholen.

    Allerdings macht die DGfM das auch so:

    https://forum.dgfm-ev.de/wcf/s…g-v3-pdf/?type=attachment

    Wenn man auf Nummer sicher gehen möchte, dann kann man sich natürlich eine Einwilligung unterschreiben lassen, auch wenn nur eine Pilzberatung stattgefunden hat und nur den Dokumentationspflichten des Vereins nachgekommen wird. Aber was macht man, wenn die Einwilligung dann später widerrufen wird?

    Siehe auch https://www.datenschutz.org/vo…nicht-immer-erforderlich/