Falls sich jemand für Extraktion von Wirkstoffen aus Pilzen interessiert:
https://www.mycotrition.com/20…ohol-and-dual-extraction/
Beiträge von Digitalpilz
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Ich hatte schon mal große Mühe jemanden zu überzeugen, dass Bakterien nicht "fliegen" können. Auf einer Petrischale bleibt die Kolonie auch da, wo sie ist und wächst nur radial nach außen. "Fliegen" tun nur Sporen und Partikel, z. B. feinste Speicheltröpfchen aus der Atemluft oder halt Staub.
Und was nicht aus der Luft kommt, das wird verschleppt auf die eine oder die andere Weise.
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Hallo,
als ich kürzlich über Heilpilze recherchiert habe und ob da auch etwas wissenschaftlich Haltbares dran ist, bin ich auf die Schmetterlingstramete gestoßen. Sonst zwar immer gesehen, aber kaum beachtet, habe ich die dann zum ersten Mal gesammelt. Tolles Material und so zäh, da sollte man eigentlich als Rohstoff nutzen können, aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls habe ich mir vorgenommen, einen Extrakt aus der Schmetterlingstramete zu machen und bestimmte Wirkstoffe zu isolieren. Dafür muss ich die zähen, kleinen Biester aber erst mal verkleinern, am besten pulverisieren. Im Mörser extrem kräftezehrend und viel Arbeit. Zum Glück habe ich noch eine alte Culatti Schlagmühle im Keller

Also habe ich die aus dem Keller geholt, angeschlossen und mal ausprobiert. Klappte hervorragend! Grob zerkleinert habe ich die in den Einfüllstutzen getan, die Mühle angeworfen und die Klappe geöffnet - und es kam feinster Staub oder Flocken aus der Mühle. Der ist so leicht, dass es regelrecht qualmte und ich daher nun besser die Verbindung vom Auffanggefäß und Auslassstutzen abdichte. Leider währte die Freude nicht lange und es hat Peng gemacht, ein Funk-Entstörfilter hatte das Zeitliche gesegnet.
Daher musste ich erst mal ein Ersatzteil bestellen, was ich dann gestern auch endlich eingebaut habe. Und kurze Zeit später hatte ich dann einige Röhrchen voll mit Schmetterlingstrametenpulver.
Weiterhin geplant ist eine Heißwasserextraktion und anschließende Alkoholfällung. Aber das dauert noch, hat keine Eile.
Hier ein Foto der Mühle in meiner unaufgeräumten Küche, damit man sich das vorstellen kann. Unten wird noch eine Scheibe eingelegt, dem eigentlichen Mahlwerkzeug (nicht auf dem Bild). Da habe ich verschiedene Feinheitsgrade. Im Grunde nicht anders wie bei einer Küchenmaschine. -
Hallo Ria,
ist das noch aktuell oder hast du eine zufriedenstellende Lösung für dich gefunden, die gut funktioniert?
Ich persönlich würde keine Still-Air- oder Glove-Box mehr nehmen oder haben wollen. Und ist imho auch nicht nötig. Im Labor gießen unsere Studenten und Wissenschaftler ihre Platten nicht immer unter der Cleanbench, sondern manchmal auch einfach neben einer Bunsenbrennerflamme. Und einen Bunsenbrenner braucht man sowieso. Daher würde ich einfach einen Bunsenbrenner für Ventilkartuschen(!) empfehlen. Kostet ca 15 € online. Keine Stechkartuschen verwenden, die sind meist nicht ganz dicht und daher beim nächsten beabsichtigten Gebrauch oft leer.
Ein Autoklav oder zumindest Dampfdrucktopf / Schnellkochtopf wirst du aber brauchen, um Medien zu sterilisieren. Es soll Leute geben, die Glaspetrischalen nutzen. Ich persönlich nehme nur noch Kunststoff-Petrischalen und gieße die dann nach der Sterilisation neben dem Brenner. Das Gießen erfordert etwas Übung und man sollte idealerweise ein Gefäß nehmen, woraus man gut gießen kann (Erlenmeyerkolben oder Schott-Flasche mit Schüttring). Man sollte peinlichst darauf achten, dass keine Tropfen herunter laufen und dann wieder beim nächsten Gießvorgang zur Öffnung hin laufen (wegen Kontamination). Also gießt man die Platten am besten in einem durch ohne das Gefäß abzustellen. Wenn man es abgestellt hat ggf unten den Tropfen abwischen und noch mal den Hals des Erlenmeyerkolbens abflammen. Nachteil von Dampfdrucktöpfen: Die sind meist zu niedrig um einen 500ml-Erlenmeyerkolben da rein stellen zu können.
Nährböden kann man ggf. leicht(!) ansäuern, damit Bakterien (Kontis) nicht so gut wachsen.
Leider muss ich etwas Kritik üben. Abwischen mit Wasserstoffperoxid? Kann man machen, man sollte aber die Konzentration erwähnen! Nicht, dass noch jemand auf die Idee kommt, mit 30% H2O2 zu wischen. 3% reichen auch locker. Vorsicht bei schnell korrosierenden Dingen wie Alu oder niedrig legiertem Stahl etc. Wegen solcher unbedachter Tipps mit fehlenden Konzentrationsangaben hab ich mal eine viel zu starke Schwefelsäure (für Sulfovanillin) verwendet und das ist nicht lustig. Immerhin: Man bekommt afaik sowieso nur noch geringere Konzentrationen, glaube bis 14,9% H2O2 ungefähr. Und bei H2SO4 auch nur noch geringe Konzentrationen.
IMHO ist wichtiger als Sterilisation mit Chemikalien, dass die Arbeitsfläche grundsätzlich sauber ist, kein Luftzug herrscht (Fenster schließen), keine Konvektion durch Heizkörper (vorher abstellen), kein Abfluss benutzt wird (ggf werden Schimmelpilzsporen aufgewirbelt), man idealerweise eine FFP2-Maske trägt (Hefen etc aus dem Mundraum) und hektische Bewegungen und Türen öffnen/schließen während des Arbeitens vermeidet. Und natürlich, dass die Instrumente sterilisiert sind. Ob Trockensterilisation im Backofen (für Skalpelle, Impfösen etc) oder Dampfsterilisation (im Autoklav oder Schnellkochtopf). Erwähnung am Rande: Bei Nährböden könnte man sich ggf. auch mit Tyndallisation (fraktionierte Sterilisation) behelfen, wenn man keinen Autoklaven/Dampfdrucktopf hat. Siehe Wikipedia.
Was Roggensubstrat angeht, um Körnerbrut herzustellen: Ich verwende dazu Sturzgläser mit Deckel, so 250-300 ml. Die passen gut in meinen Autoklaven. In die Deckel kann man zwei Löcher machen (mit so einem Piekser für Kondensmilchdosen oder Bohrer). In ein Loch kann man einen Eindrehzigarettenfilter (Kiosk) stecken als Luftfilter. Das andere Loch kann man mit Klebeband abkleben. Wenn man das Glas dann beimpfen möchte, kann man Sporen- oder Myzelspritzen verwenden und einfach durch das Tesaband stechen und danach wieder neues aufkleben oder kurz das Tesaband lösen und nach dem Beimpfen wieder draufkleben. So sind Kontaminationen an der Stelle gut zu minimieren, gerade im Vergleich zum kompletten Öffnen des Glases, wenn man z. B. Stücke einer Petrischale zum Beimpfen verwendet.
Im Moment gibt es bei mir aber keinerlei Kulturbemühungen mehr. Vielleicht in ein paar Jahren wieder.
GrüßeOliver
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Oder hätte ich es unter Wissenschaft einstellen sollen? Kann gerne verschoben werden.
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Hallo,
die neu entdeckte Art könnte sehr aufschlussreich sein, aber lest selbst:
Meet D-Rex: Ancient Fungus as Tall as a Traffic Cone Has Just Been Discovered in ChinaYunnan Province in China is famous for its mushrooms and fungi, but somehow, scientists have only just come across a new species that has rightly earned the…www.sciencealert.comGrüße
Oliver
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Hallo CSlupina,
es gibt eine ganze Reihe Methoden und Möglichkeiten, um Dauerpräparate zu erstellen. Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Ich will das auch noch mal machen.
Fangen wir mit Gefriertrocknen an. Bei entsprechender Ausstattung taucht man den Fruchtkörper in flüssigen Stickstoff (keine Bildung von Eiskristallen, daher bleiben die Zellen maximal unbeschädigt) und tut ihn dann in einen Gefriertrockner, wo das Wasser langsam sublimiert, bis das spätere Exponat komplett trocken ist. Dann ist es sehr leicht und sehr empfindlich, besonders zarte Pilze oder Pilzteile brechen dann leicht.
DIY-Methode: Kieselgel mit Indikator kaufen (Orange-/Grüngel). Fruchtkörper in ein geeignetes Gefäß tun und einfrieren. Dann kurz raus nehmen und vorsichtig mit den Kieselgel-Kügelchen (gerne auch vorgekühlt) auffüllen. Idealerweise Gefrierbeutel drum, Luft rausdrücken und verschließen. Wieder zurück in den Gefrierschrank. Warten, lange warten. Hin und wieder (nach einer Woche oder ein paar Wochen) gucken und die Kügelchen austauschen, wenn sie mit Feuchtigkeit voll sind und die Farbe umschlug. Ein No-Frost-Kühlschrank soll den Vorgang beschleunigen. Ergebnis war bei mir bei einem Test gar nicht sooo schlecht, aber auch noch nicht optimal. Habe es aber bislang auch nur ein Mal probiert. Brauche mehr Kieselgel.
Die gefriergetrockneten Fruchtkörper kann man dann schon als fertiges Exponat ansehen, dass man nur noch entsprechend platzieren und dekorieren muss. Dafür eignet sich zb ein Aquarium in der gewünschten Größe. Idealerweise hat man dafür einen Deckel, der luftdicht abschließt, denn Feuchtigkeit gilt es fern zu halten. An versteckter Stelle im Aquarium (bzw Pilz-Diorama) kann man ebenfalls Kieselgel / Orangegel rein tun, um die Luft darin trocken zu halten.
Wichtig: Moos kann man im Bastelladen trocken und steril kaufen. Alles, was aus dem Wald kommt, muss im Backofen behandelt werden, um das Zeug gut zu trocknen und Dinge zu töten, die man nicht im Diorama haben will (Insekten, Pilze, Feuchtigkeit etc). Die Dekoration ist der vermutlich aufwändigste Teil, aber es lohnt sich.
Der Vorteil beim Gefriertrocknen ist auf jeden Fall, dass die Farben erhalten bleiben und die Präparate praktisch nichts wiegen. Nachteil ist die Empfindlichkeit, gerade bei kleinen zarten Pilzen. Bei großen, massigen Pilzen ist wiederum die Frage, ob das Ergebnis dann toll wird. Es wird auf jeden Fall deutlich länger brauchen, bis der durch und durch trocken ist.
Ach ja, wenn man will, dann kann man den gefriergetrockneten Fruchtkörper natürlich auch in Harz gießen, ob mit oder ohne Deko! Dafür würde ich aber dringend Erfahrung empfehlen, sonst wird man nicht glücklich mit dem Ergebnis. Luftblasen sind z.b. ein häufiges Problem und ohne Vakuumkammer wird man die Luft wohl kaum ganz heraus bekommen. Denn auch im getrockneten Fruchtkörper ist noch Luft. Da hätte ich auch die Sorge, dass der Pilz zerbirst, wenn das Vakuum zu stark ist. Also letzten Endes muss man das ausprobieren. Erfahrung im Gießen von Harz ist sicherlich von Vorteil.
Eine weitere Methode ist PEG-400. Das ist Polyethylenglykol mit der Kettenlänge 400. Theoretisch kann man die Fruchtkörper da einfach drin lagern, bis die Feuchtigkeit komplett durch das PEG-400 ersetzt wurde. Das Problem ist, dass dabei die Farben leiden werden und das Exponat dann evtl. nicht mehr echt aussieht. Daher sollte man sie nur so lange einlegen, wie nötig und dann gut abtropfen lassen und dann, wie oben, in einem Diorama vor Feuchtigkeit schützen, denn PEG ist hygroskopisch. Bei größeren Fruchtkörpern eventuell PEG-400 in den Fruchtkörper injizieren, das verkürzt die Einlegezeit.
Nachteile bei dieser Methode: Die Exponate sind schwer, da vollgesogen. Die Farben können leiden, gerade wenn sie dauerhaft in PEG eingelegt werden (auswaschen). Beim Steinpilz kann - wie ich gelesen habe - der Hut dunkler werden, der Stiel transluzent werden und das Stielnetz ist möglicherweise nicht mehr erkennbar. Ein solches Exponat wäre dann praktisch nicht zu gebrauchen. Daher besser injizieren, nicht ganz so lange einlegen, aber lange genug.
Letzere Methode muss ich erst noch ausprobieren. Im Grunde habe ich alles da, sogar noch fast einen Liter PEG-400. Ein Nano-Aquarium kann ich von einem Bekannten haben, einen Deckel mache ich mir selbst. Dekokram wähle ich dann passend zum Pilz (Baumpartner), also zb Moos, Blätter, Eicheln oder Bucheckern oder was halt zur Art passt. Für den Anfang reicht mir das dann erst mal aus. Okay, eine gute LED-Beleuchtung macht es dann noch besser. Mit gut meine ich: Das Licht passend gemacht, sodass es natürlich wirkt. Also passend vom Spektrum, Lichtfarbe, Intensität, Richtung etc. Aber eigentlich reicht auch die billigste Mini-Lichterkette, die man zb beim Center-Shop, Action, Kik oder so bekommt. Wird gern als Deko für in Flaschen verwendet, hat entsprechend eine Art Korken mit Schalter. Ist dann halt sehr dezentes, schwaches Licht. Aber da muss man halt einfach experimentieren.
Beste Grüße
Oliver -
BTW: Wasser zu destillieren ist in einem Survival-Kontext die einzige sichere Methode, um an gesundes, sauberes, unkontaminiertes Wasser zu kommen.
Hallo Jürgen,
im Survival-Kontext ist das ja etwas komplett anderes. Wenn ich Oberflächenwasser trinke, dann kann da alles drin sein: Parasiten, Bakterien, Schwermetalle, whatever. Wir reden hier aber von Leitungswasser. In Deutschland. Das ist einwandfrei und Destillation ist da imho kompletter Unsinn und reine Energieverschwendung. Wir haben gutes Trinkwasser in der Leitung.
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Heute sind wir - endlich - auch mal fündig geworden. Wir haben es vor allem auf Steinpilze und Flockenhexen abgesehen, aber auch sonst haben wir doch einiges finden können. Bei den letzten Malen im Wald war nur sehr wenig zu finden. Hier ein paar Bilder unserer Funde im Sauerland.
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Guten Morgen,
ich denke, die (Mit-)verantwortung des Menschen beim Klimawandel kann man gar nicht ernsthaft abstreiten. Seit (viel mehr als nur) hunderten von Jahren verbrennen wir Zeugs und dabei Ende entsteht CO2, welches schon seit Jahrhunderten bekannt ist und sich eben schneller erwärmt.
Es spielt aber auch keine so große Rolle, ob menschengemacht oder nicht, denn handeln muss man so oder so. Wir wollen schließlich leben.
Eine größere Rolle dürfte gesellschaftlich spielen, wer zur Kasse gebeten wird, dass man alte Gewohnheiten aufgeben soll. Und wer letztlich unter den Folgen leiden wird.
Dass die einen besonders schnell alarmiert werden und Holland in Not sehen, während andere eher gelassen sind, liegt in der Natur des Menschen und seiner selbst kreierten Medien. Der Mensch funktioniert halt so.
Ich kenne übrigens keinen einzigen Wissenschaftler, der den Klimawandel ernsthaft in Zweifel zieht. Ganz im Gegenteil, es geht inzwischen eigentlich fast nur noch um die Folgen. Sagen wir zum Beispiel die Auswirkungen aufs Meer. Denn da löst sich unglaublich viel CO2 und wird teils zu H2CO3 (Kohlensäure) umgewandelt, was wiederum einen Einfluss auf den pH hat, was sich dann auf die Panzer von Krebstieren auswirkt. Das ist jetzt nur ein Aspekt von extrem vielen. In der Summe sind die möglichen oder wahrscheinlichen Auswirkungen aber gigantisch. Übrigens auch auf die Wälder. Und den Wasserhaushalt insgesamt.
Ob eine aktuelle Hitzewelle nun Wetter oder Klimaauswirkung ist, kann dahingestellt werden. Ich denke aber, der Trend ist inzwischen klar.
Dennoch, wir haben nun unsere ersten Steinpilze (und Flockenhexen) dieses Jahr gefunden und gegessen. Man muss sich halt über die kleinen Dinge freuen. Bleibt einem ja auch sonst nicht viel, wenn man in die Nachrichten guckt. Medienabstinenz kann ich nur empfehlen, um dem Alarmismus aus dem Weg zu gehen.
Beste Grüße
Oliver
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Wow. Ich bin erschrocken, dass hier der anthropogene Einfluss auf den Klimawandel in Frage gestellt wird. Dass es Klimawandel schon immer gab, ist eine Binsenweisheit, der Hinweis auf Eiszeit und Vulkanismus schlägt fehl.
Man kann das im Grunde sehr leicht nachvollziehen. Dazu muss man sich nur die CO2-Konzentrationen seit Beginn der Industrialisierung anschauen. Und es ist ja auch logisch. Insofern umso unverständlicher, dass hier allen Ernstes der Einfluss des Menschen in Frage gestellt wird. Ausgerechnet hier.
Beste Grüße
Oliver
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Nachtrag 2: Aber ich will konstruktiv sein. Ein Mikroskop im Haus kann schon Sinn machen. Zum Beispiel wenn man den Kot seiner Haustiere auf Parasiten überprüfen möchte. Der Tierarzt kann das aber in der Regel besser einordnen. Wenn man sich für Mikroskopie interessiert, dann sind pflanzliche Gewebe recht gut geeignet (Zwiebelhaut für den Anfang) oder auch (kleinere) Insekten, letzteres gerade auch im Dunkelfeld. Altes Blumenwasser oder ein Heuaufguss sind noch besser geeignet. Da findet man oft Mikroorganismen wie Pantoffeltierchen oder Augentierchen. Man kann auch zb die Pantoffeltierchen füttern. Oder man mikroskopiert Bachwasser oder anderes Oberflächenwasser. Das ist auch interessant, man kann die Gewässergüte einschätzen anhand dem Vorhandensein von bestimmten Algenarten oder anderer Organismen.
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Nachtrag: Ich arbeite immerhin in einem biologischen Labor. Ionenfreies Wasser brauchen wir da auch, aber ganz gewiss nicht zum Trinken. Die Wasserqualität von Trinkwasser ist bei uns sehr gut und mit der Umkehr-Osmose-Anlage wegen der Gesundheit hat man dir schon das Geld aus der Tasche gezogen. Aber okay, kalkfreies Wasser hat schon Vorteile beim Waschen und Putzen und Baden, keine Frage.
Wenn Trinkwasser hier nicht in Ordnung ist, dann liegt es zu 99,9% an der Anlage hinter dem Hausanschluss. Zum Beispiel eine unzureichende Erwärmung von Trinkwasserspeichern (->Legionellen). Teststreifen für Wasserqualität oder das Einschicken einer Probe zur Untersuchung wären weit sinnvoller, als die Mikroskopie von Leitungswasser. -
Hallo Nando,
Alles anzeigenEure Sichtweise finde ich ziemlich engstirnig.
Ich bin da offener. Ich sehe einen Sinn darin Leitungswasser und gefiltertes Wasser unter dem Mikroskop zu betrachten. Ihr müsst nicht den gleichen Sinn darin sehen.
@all
Es kostet ~5 Minuten ein paar Wassertropfen auf ein Glas zu tropfen und wenige Minuten das Ergebnis zu betrachten. Trocknen lassen kann man die Tropfen 3-10 Stunden. Die Ergebnisse mit unterschiedlicher Wartezeit sind vergleichbar.
Interessant für mich wäre es, ob jemand vergleichbare Bilder mit Struktur beim Leitungswasser aufnehmen kann.
#Gedanken
Ich könnte mir vorstellen, dass man mit einem TDS Messgerät die Übertragungsgeschwindigkeit im Wasser messen kann.
- Schale mit Wasser (Filter, ohne Filter)
- an einem Punkt ein Mineral hinzufügen
- 5 cm davon entfernt die Änderung in PPM mit dem TDS Messgerät messen
Ich könnte mir auch vorstellen über Farbe die Übertragungsgeschwindigkeit im Wasser zu vergleichen.
Vielleicht hat noch jemand eine Idee.
Lasst euren Gedanken freien Lauf!
Viele Grüße,
NandoSorry, wenn ich das so unverblümt sage, aber du bist offenbar Opfer von Desinformation geworden. Die Leitfähigkeit von Wasser sagt natürlich etwas über die Menge der gelösten Ionen aus, aber destilliertes Wasser ist ganz und gar nicht gesund, sondern spült Stoffe aus deinem Körper.
Mikroskopie von Wassertropfen kann schon Sinn machen. Aber wozu trocknen? Um sich Kalkkristalle anzuschauen?
Welche Übertragungsgeschwindigkeit willst du denn messen und vor allem wozu? Das macht aus meiner Sicht alles gar keinen Sinn.
Beste Grüße -
Ich freu mich auf jeden Fall
überall hätte ich den erwartet, aber nicht auf der Wiese meines Arbeitgebers neben dem Parkhaus. 
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Hallo allerseits!
Hier mein erster Saftling. Mitten in NRW auf dem Gelände meines Arbeitgebers
Aber was ist es für einer? Kegeliger oder Filz-Saftling oder ...?Beste Grüße
Oliver
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Hallo Glüxpilz,
in Videos läuft immer alles wie am Schnürchen, keiner zeigt da seine misslungenen Zuchtexperimente.

Für Kräuterseitlinge brauchst du einen Wachstumsreiz durch Kälte, also Absenkung der Temperatur auf ~15-16°C oder auch kühler, kommt sich nicht so genau. In der Fruchtung nicht zu warm, so ca 18°C.
Meine Erfahrungen mit Strohpellets sind eigentlich recht gut, aber ich vermute, dass das auch stark von der Marke abhängt. Enorm wichtig ist aber die richtige Wassermenge, die sich auch von Marke zu Marke geringfügig unterscheiden kann. Zu nass ist schlecht, zu trocken auch. Zu schlecht durchlüftet auch. Ggf. Perlit oder Vermiculite zum Substrat geben (nass machen und gut abtropfen lassen, dann einfach zu dem Rest der Mischung und dann autoklavieren). Da dein Substrat aber gut durchwachsen ist, du keine Probleme mit Kontis hast, ist das gar nicht dein Problem. Strohpellets haben jedenfalls den Vorteil, dass man die auch in einer Stadtwohnung problemlos und platzsparend lagern kann, sie außerdem billig sind. Dein Substratrezept sollte aber definitiv auch funktionieren, so lange der Mehlanteil nicht zu groß ist (Durchlüftung). Am Ende entwickelt sowieso jeder sein eigenes Spezial-Substrat.
Ich denke, bei dir fehlt einfach der Kältereiz.
Wie sieht denn dein Martha-Tent aus? Ich wusste nicht mal, dass man die heute so nennt, habe aber "damals" mein eigenes gebaut. Wichtig ist auch Umluft, nicht nur Entlüftung und Zuluft. Aber da du keine Kontis hast, scheint es da ja kein Problem zu geben.Bei nicht einheimischen Arten die Reste/Abfall bitte nicht auf den Kompost schmeißen, sondern in die graue Tonne (->Müllverbrennung) oder autoklavieren. Generell frühzeitig ernten, also vor Sporenabwurf. Man will die Masse an Sporen ohnehin nicht in der Wohnung haben.
Grüße
Oliver -
Bislang hatte ich eher Pech und nur wenig gefunden und bis auf einen jungen Schwefelporling in >3m Höhe an einer alten Eiche nichts Schmackhaftes. Liegt sicher auch daran, dass ich jeweils nicht in der optimalen Gegend war. In der Nordeifel, wo zurzeit des Waldbrands noch alles trocken war, gab es wohl mehr Niederschläge, aber ich war die letzte Tage halt am Niederrhein, wo die Niederschläge offensichtlich noch nicht ausgereicht haben. Nächste Woche sieht die Welt wohl schon anders aus, aber dann ist der Urlaub vorbei und mein Radius eingeschränkter.
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Hallo,
hier (Düsseldorf/Köln) hat es gestern fast den ganzen Tag geregnet. Und das war auch gut so, reicht aber bei weitem noch nicht aus für die Natur. Neulich war ich im Hürtgenwald, da war alles sehr trocken. Auch das Moor. Einige Kilometer entfernt war dann das Feuer. Schlimm. Und auch im Hohen Venn brannte es oder brennt noch immer. Da war ich auch immer gern. Hoffentlich kommt da nicht noch mehr. Vor ein oder zwei Jahren hat es ja auch in der Sächsischen Schweiz gebrannt, das war auch eine bevorzugte Gegend von mir. Ich bin wirklich traurig.
Ach ja: Pilze hab ich noch kaum entdecken können, bis auf die üblichen Vertreter. Weder hier noch dort. Ach doch, in meinem Blumenkasten auf dem Balkon, aber da lege ich nicht so viel Wert drauf. Das mit dem Regen ändert sich hoffentlich und wahrscheinlich in den nächsten Wochen. Besonders gespannt bin ich auf das Gebiet rund um die neu gemietete Waldhütte der Freundin, nahe der Biggetalsperre, also im Sauerland.
Hier ein Foto vom Brand bzw von den Rauchwolken im Hürtgenwald aus der Entfernung. Und vom Blumenkastenpilz, den ich gar nicht näher bestimmt habe:
Grüße
Oliver -
ich konnte heute mit „meinem Geologen“ sprechen und fragte nach einem Mineral.
Seine Aussage: „Ein Mineral ist immer ein Gemisch, niemals ein gediegen vorkommendes chemisches Element. Wenn das z. B. bei Wikipedia so steht, dann ist das falsch.
Hallo Steffen und alle,
wenn er das so gesagt hat, ist es aber auch nicht richtig. Ein Gemisch besteht aus unterschiedlichen Stoffen, ein chemischer Stoff ist eine chemische Verbindung von verschiedenen Elementen. Ich habe keine große Ahnung von Mineralien, aber Gemische sind sie ziemlich sicher nicht.
Wikipedia nennt wissenschaftliche Quellen als Beleg. Um nur eine Quelle zu nennen: https://cnmnc.units.it/cnmnc_b…kel_min.%20definition.pdf
Tut mir leid, aber das konnte man ja so nicht stehen lassen.
Grüße
Oliver
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Ui! Hast du den Imker dazu gefunden?
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Was mMn noch wichtig für UV-Lampen ist, ist, dass diese von Haus aus einen Filter besitzen, welcher nur UV-Licht durchlässt. Viele Lampen haben genau das nicht. Somit hat man dann den unvermeidbaren, sichtbaren Lichtanteil mit. Die von mir oben gezeigte „Conoy S2“ hat ein solches Filter verbaut.
Hallo Steffen und alle,
es hängt natürlich von der Taschenlampe ab, aber oft kann man so einen Filter auch nachrüsten. So habe ich das auch gemacht. Der ZWB2-Filter, den ich dafür verwende, war nicht teuer. Allerdings findet man inzwischen viele Taschenlampen, die bereits einen solchen Filter mitbringen, wenn man z.B. "365nm ZWB2" in die Suche eingibt.
Aber es gibt auch andere Möglichkeiten! Da gibt es z. B. einen kanadischen Fotografen (Don Komarechka), der benutzt einen umgebauten, alten Blitz für UV-Fotos. Das ist ein netter Typ und ist vor allem durch andere Fotos bekannt, denn er hat mal einen Bildband herausgebracht mit fotografierten Schneeflocken. Ohne Mikroskop!
Falls jemand zu viel Geld hat: Interessant sind auch die Umbauten zu einer Multispektralkamera (idealerweise durch einen Fachmann!). Dann muss man zwar immer Filter verwenden, hat aber ganz andere Möglichkeiten und mitunter deutlich kürzere Verschlusszeiten. Dann kann man u.a. auch im IR-Bereich mit kurzen Belichtungszeiten Landschaftsfotos machen. Im nahen IR geht das mit langen Belichtungszeiten und passendem Filter auch so. Für reines UV muss man sich entweder eine billige Plastiklinse als Objektiv suchen oder tief in die Tasche greifen für ein spezielles UV-Objektiv. Für den Normalanwender ist das aber sicherlich nicht geeignet.
Beste Grüße
Oliver -
Hallo,
für die Pilze ist das gar nicht gut:
"Under croplands, AM fungal network densities are on average 47% lower than in non-cropland soils — reflecting the cumulative impact of agriculture on underground ecosystems.
While more work is needed to link specific farming practices to mycorrhizal health, scientists worry that less dense networks diminish a soil’s ability to store carbon, cycle nutrients, and resist stress."
Quelle: https://a-hidden-infrastructur…rth/story/cropland-impact -
Hallo Mikromeister,
bei Schutzbrillen würde ich nicht raten und schon gar nicht selbst eine Messreihe starten wollen. Schutzbrillen nach EN166 und der Schutzklasse 2C-1.2 sind ausreichend. Brillen vom Optiker verfügen in der Regel auch über einen wirksamen UV-Schutz.
Aber so oder so sollte man keinesfalls direkt in die Taschenlampe gucken und auch nicht wild damit herumfuchteln, wenn noch andere Menschen in der Nähe sind, die vielleicht keine Schutzbrille tragen, z. B. andere Familienmitglieder. Wenn man verantwortungsvoll mit so einer Taschenlampe umgeht, passiert auch nichts. Ich weise auch nur extra darauf hin, weil man UV-Strahlung halt nicht sieht und sie hochenergetisch ist, Zellen und DNA schädigen kann. -
