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letzter Beitrag von Anton am

Kamera low budget?

  • Hi Pilzfreunde,


    seitdem ich mich mit Pilzen außeinander gesetzt habe fiel mir, mit der Zeit, immer stärker auf wie viel wichtige Merkmale durch so eine Handykamera verloren gehen, die zur Pilzbestimmung sehr wichtig sind. Nur kenne ich mich gar nicht mit der Fotografie aus, was ich mir wünsche ist dass alle Farben genauso gezeigt werden wie man sie real sieht. Feinere Strukturen am Hut, Ring oder ähnliches sollten auch möglichst scharf wiedergegeben werden.


    Preislich wäre ich bei zirka 200€, aber mehr will ich eigentlich nicht ausgeben weil der super Hobbyfotograf bin ich nicht :whistling:

    Lässt sich damit was Brauchbares finden?


    Liebe Grüße Kadir

  • Hallo Kadir!

    Da empfehle ich, schon eine bessere Kamera zu kaufen, und die dann gebraucht. Dann kannst Du sicher auch was Gutes innerhalb Deines Budgets bekommen.

    Da muss man etwas suchen, und wenn möglich die Kamera vor dem Kauf testen. Vielleicht in einem Kamerashop in Deiner Stadt.

  • Hallo Kadir,


    es ist sehr schwierig, da eine Empfehlung zu geben.

    Es kommt darauf an, was man damit machen und wieviel man mit sich rumschleppen möchte.

    Ich sags mal aus meiner Sicht:
    Wenn man richtig fotografieren will, sollte man schon an eine SLR- oder System-Kamera mit einem ordentlichen Objektiv denken. Wenn man aber nur seine gefundenen Pilze dokumentieren möchte, reicht auch ein modernes Handy mit einer guten Kamera. Was die Dinger heute können ist schon enorm. Und vor allem hat mans fast immer dabei.
    Das Pixel 4a war kürzlich im Angebot für 315 €. Da ich sowieso Ersatz für mein veraltetes Handy brauchte, habe ich zugeschlagen. Obwohl ich es erst seit paar Tagen habe und noch nicht viel Erfahrung damit sammeln konnte (die Bedienung ist auch etwas gewöhnungsbedüftig) möchte ich behaupten, dass meine Kamera auf reinen Pilztouren künftig noch öfters zu Hause bleiben wird. Denn so brauchbare (Doku-)Bilder bekomme ich im dunklen Wald mit meiner Systemkamera freihändig gar nicht hin. Gut, bei 1:1 Auflösung sieht man natürlich schon, dass sie softwaremäßig stark aufbereitet sind, aber das ist besser, als gar keine Kamera dabei zu haben.
    Man sollte sich aber nicht von zahlreichen Linsen und riesigen Megapixelangaben blenden lassen. Meins hat eine einzige Linse und 12 MP. Das reicht bei dem kleinen Chip, der üblicherweise in den Handys verbaut ist, völlig aus. Meine Mft-Systemkamera hat ja auch nur 16 MP.


    Ich habe mal einen Ausschnitt in voller Auflösung angehängt. Das Bild wurde hochkant im Porträtmodus aufgenommen (mit unscharfem Hintergrund und leichtem Digitalzoom) und nur in der Höhe (unten u. oben) beschnitten.



    Übrigens gab es hier im Forum vor kurzem schon mal eine ähnliche Anfrage: Suche Kompaktkamera


    LG, Josef

  • Hallo,


    ich meine erkennen zu können, dass die Kamera das Fotografieren übernehmen soll. Jede Kamera ist aber nur ein Werkzeug und der Fotograf ist der entscheidendste Faktor für gute Abbildungsleistung. Zu Dokumentationszwecken sind quasi alle Smartphones, die in den vergangenen paar Jahren auf den Markt kamen geeignet und man kann sogar ganz hübsche Aufnahmen damit anfertigen. Wer sich mit Fotografie nicht weiter auseinandersetzen möchte, macht damit wohl bessere Bilder, als mit einer 1000€ Kamera. Handy: Draufhalten, still halten, Fokuspunkt setzen, knipsen. Fotografie: Perspektive planen, Objekt drapieren, Licht planen und an der Kamera ISO, Blende, Belichtungszeit, Fokus, Weißabgleich und ggf. vieles mal mehr oder weniger manuell anpassen.

    Ich würde dazu raten, bevor es neue Hardware sein soll, sich mit den Fähigkeiten der vorhandenen auseinanderzusetzen.


    Grüße


    Lukas

  • Würde auch etwas gebrauchtes suchen. Da sollte man für 200€ schon was passables kriegen.


    Ich selbst kann aus Erfahrung empfehlen:

    Fuji X20: nutze ich selbst heute noch und bin zufrieden damit. Die intelligente Automatik ist gut und auch die Makrofunktion tut ihren Dienst. Farbwiedergabe finde ich sehr gut.

    Sony rx100: nutzen meine Eltern. Auch hier gute Bildqualität und Farbwiedergabe. Evtl. kriegt man für das Geld heute auch schon die Sony rx100 II.


    Gibt aber sicher noch weitere Kandidaten.


    was ich mir wünsche ist dass alle Farben genauso gezeigt werden wie man sie real sieht.

    Das ist wahrscheinlich illusorisch...

    Wenn's um mal um konkrete Bestimmungsbilder geht, die nicht hübsch sein sollen, kann man auch etwas rein weißes (Papier, Plastik o.ä.) mit auf das Bild nehmen und später auch noch manuell den Weißabgleich danach ausrichten (z.B. mit Photoshop oder vergleichbarer Software wie GIMP oder sowas. Anleitung googlen...)


    Grüße

    Peter

  • Hallo Kadir,


    in Stuttgart gibt es einen aktiven Pilzverein mit einem Arbeitskreis (Verein der Pilzfreunde Stuttgart e. V). Da sind auch ganz nette Leute dabei.

    Vielleicht gehst du mal zu einer Monatsversammlung oder einer Pilzführung und lernst die kennen.

    Da könntest du dir auch Tipps aus erster Hand für eine Pilzler-Kamera holen.

    Im direkten Umgang lernt es sich oft leichter.


    Gruß

    Peter

  • GriasDi Kadir,

    ich fotogfafier seit 2003 mit meiner Nikon Coolpix 4500. Ich hab mir erst neulich wieder eine bei ebay samt Zubehör für weniger als 100€ gekauft.

    Natürlich gibt's da mittlerweilen bessere Kameras. Wenn Du aber für wenig Geld mit gutem Erfolg in die Pilzfotografie einsteigen willst, würd ich Dir die Coolpix empfehlen.

    Wenn Du dann mal weißt auf was es ankommt und Du mit Deinen Bildern irgendwann nicht mehr so zufrieden bist, weil es natürlich immer besser geht, dann kannst Du Dich ja immer noch entsprechend verändern. Aber dann weißt Du auch was für Dich wichtig ist.

    An liabn Gruaß,

    Werner

  • Würde auch etwas gebrauchtes suchen. Da sollte man für 200€ schon was passables kriegen.


    [..]


    Sony rx100: nutzen meine Eltern. Auch hier gute Bildqualität und Farbwiedergabe. Evtl. kriegt man für das Geld heute auch schon die Sony rx100 II.

    Die RX100 wäre auch meine Empfehlung. Ich nutze diese als Pilz-Kamera seit Jahren und bin absolut zufrieden. Der vergleichsweise große Chip hat eine hohe Auflösung und geringes Rauschen - damit hat man viele Reserven wenn man einen Bildausschnitt präsentieren möchte. Man kann (muss aber nicht!) viel von Hand einstellen, bspw. manuell fokussieren. Und dabei ist die Kamera (mit eingefahrenem Objektiv) nicht viel größer als eine Zigarettenschachtel. Die passt in wirklich jede Tasche / Pilzkorb.


    Die RX100 II lohnt sich m.E. nicht, da Chip, Objektiv und andere wichtige Dinge identisch zur Version I sind. Die Version III ist da schon interessanter, da diese ein klappbares Display und einen integrierten elektronischen Sucher besitzt. Letzteres ist für die Pilzfotografie unerheblich, aber für andere Anwendungen (Urlaubsbilder etc. bei hellem Umgebungslicht) mehr als hilfreich.

  • Hallo,

    ich nehme für Pilze nur mein iphone.

    Das bietet alles was man benötigt.

    Die Auflösung ist gut. Ebenso die Schärfe und Farbwiedergabe.

    Wobei die Farbwiedergabe auch vom Monitor abhängt. Das ist nicht so einfach und hängt von der Monitoreinstellung und Bildbearbeitung ab.

    Ich habe einige Jahre mit meiner mehreren tausend Euro Canon Kamera Foodfotografie gemacht.

    Da benötigt man die Möglichkeiten einer Spiegelreflex.

    Bei Pilzen zur Bestimmung nicht.

    Auch meine Canon im 500EUR Preissegment bringt gegenüber dem iphone auf dem Gebiet nichts.

    Außerdem sind mir die Kameras im Wald zu umständlich.


    Gruß

    Anton

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