Beiträge von Suillus B.

    habe ich aus dem Fleisch mal ein Stück rausgeschnitten und in steriles Honigwasser gelegt

    Hallo,


    das funktioniert so leider nicht. Ich bezweifle auch, dass dein Honigwasser steril ist, das Stück Trama ist es garantiert nicht. Honig ist eine Mischung aus Fructose und Glucose, wobei die thermisch instabile Fructose überwiegt. Nach dem Autoklavieren lässt sich der verwertbare Zuckergehalt nicht mehr annähernd abschätzen, weshalb man Honig schlicht nicht autoklavieren sollte, er sich also für sterile Nährmedien nicht eignet. Glucose ist zudem viel billiger und thermisch stabiler.
    Als Flüssigmyzelkultur eignen sich zudem ausschließlich Reinkulturen, da keine Selektion im flüssigen Medium mehr möglich ist. Kontamination ist höchstwahrscheinlich. Mir sind abschließend keine erfolgreichen Zuchten bei den rötenden Waldchampis bekannt.


    Grüße


    Lukas

    hallo Wolfgang,


    wie schließt du da den Juchten-Ellerling aus?

    Bin zwar nicht Wolfgang, aber…


    - die Sporengröße ist ja hier mein Thema gewesen, das mich verunsichert hat. Die passt nicht zum Juchten-Ellerling

    - ich hatte beschrieben, dass ich gar keine Anastomosen feststellen kann

    - der Geruch ist nicht zedernholzartig


    Vielen Dank Wolfgang P. !

    Hallo,


    Auf Kalkmagerrasen fand ich den folgenden Ellerling. Eigentlich hätte das was Triviales sein sollen, aber reingelinst zeigt er Sporenmaße, die außerhalb der, in mir zur Verfügung stehenden Literatur, beschriebenen Arten sind. FN und Gröger kennen sowas m.E. nicht, außer ich habe mich komplett verrannt und verkeilt. Was mache ich damit jetzt? Hat jemand von euch eine Idee dazu?


    Die Sporenmaße sind:

    (8.3) 9.0 - 10.86 (10.9) × (5.7) 6.5 - 7.5 (7.6) µm

    Q = (1.3) 1.31 - 1.5 (1.6) ; N = 20

    Me = 9.9 × 7.0 µm ; Qe = 1.4


    Die Sporen sind inamyloid, Basidien zweisporig, keine Anastomosen erkennbar.


    Der Geruch ist recht ausgeprägt, aber schwierig zu beschreiben. Eher kein Zedernholz, waschmittelartig.








    Viele Grüße


    Lukas

    Hallo,


    zum Grünling noch ein anderes Thema: Der ist auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Die Bestandsentwicklung wird sehr pessimistisch beurteilt. Zusammengenommen also mehrere Gründe, Grünlinge nicht zu Speisezwecken zu sammeln.


    Ich kann das persönlich nicht beurteilen, weil ich den nie gegessen habe, aber wie gut kann ein Pilz schon schmecken, dass man dafür überhaupt Risiken in Kauf nimmt?


    Grüße

    Moin, also über den Schlüssel kommt man irgendwo bei 11. an, wo dann Sequenzen gefordert sind, urinascens (bei Parra crocodilinus) hat man da längst hinter sich gelassen.* Und ab da ist Vergleichen angesagt. Dummerweise sind da noch mehrere infrage kommende dabei wie arvensis und macrocarpus und *noch dummerweise ist urinascens gar nicht wirklich raus, weil es da eine bestätigte stark abweichende Kollektion gibt, die sich in Schritt 1 wegen der nach unten abweichenden Sporengröße gar nicht ausschlüsseln ließ. Osecanus, den du vorhin ins Spiel brachtest, wird allerdings über die Hutstruktur ("Pileus surface breaking up into appressed scales (already present even in immature basidioma") früh ausgeschlossen.


    Den Blick in die Tiefe, ob man da über Mikroskopie evtl. noch irgendwas rausholen kann, habe ich momentan nicht. Das müsste man sich mal ganz genau anschauen...


    Greets


    Lukas

    Hallo,


    ich wollte sicher nicht diese riesen Kontroverse hier entfachen. Meine Überlegung war auch weniger, ob mich das stört, sondern schon auch, was sich Gäste denken könnten, die sich auf die Seite verirren, wo ihnen direkt einschlägige Kleidung angeboten wird. Eigentlich sollten sich solche Missverständnisse angesichts der Inhalte dann zwar nicht verfestigen, aber naja. Irgendwie könnte es ein merkwürdiger Erstkontakt sein. Meine Hinwei zielte nur darauf ab, ob es mglw. problemfreie, unkomplizierte technische Lösungen dafür geben könnte, die in 10min gemacht werden könnten. Ich kann mich da komplett damit abfinden, wenn das nicht der Fall sein sollte. Dass das Forum über Werbung mitfinanziert wird, ist ja vollkommen ok, keine Frage.


    Grüße

    Hallo,


    Salzwiesenchampignon ist das wie Pablo schreibt sicher nicht, aber diese "kantige" Stielbasis, die beide Exemplare zeigen, passt mir für A. campestris auch gar nicht. Einen besseren Vorschlag hätte ich aber auf die Schnelle auch nicht...


    Grüße


    Lukas


    PS: Zu A. chinodermus, der auch in die Sektion Agaricus gehört könnte das Merkmal und auch dieses stärkere "Durchfärben" passen. Soll aber bitte nicht als Bestimmung verstanden werden, sondern als spontane Idee!

    Hallo,


    bei diesem Filzröhrling schwanke ich zwischen Hortiboletus engelii und H. bubalinus.


    Fundort ist ein Parkfriedhof zwischen Eichen, Hainbuchen und Birken. Zu beiden Arten dürfte die dunkle Hutfarbe weniger gut passen. Es finden sich jedoch die Hortiboletus-typischen orangen Sprenkel in der Basistrama.



    Zu bubalinus verleitet mich die rötliche, relativ breite Subcutis.


    Das Merkmal dürfte engelii so wohl nicht haben. Darf man den also als Hortiboletus bubalinus ansprechen?


    Lohnt es sich, an diesen FK Sporenabwurf zu messen?


    Grüße und vielen Dank!


    Lukas

    Moin!


    Dass du dich noch über sowas triviales freuen kannst hätte ich gar nicht erwartet. Aber Glückwunsch zu deinem "seltenen" Fund ;)

    Sowohl aus Osthessen, als auch Region Hannover kenne ich die Teile als sehr häufig, wobei das teils richtige Schlachtschiffe werden, deine sind ja geradezu grazil...


    Grüße


    Lukas

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    Vom Champignon habe ich jetzt mal noch eine Lamelle unters Mikro geschmissen, da ich gelesen habe, dass A. bernardii recht irreguläre/gewundene Cheilos haben soll. Für mich sieht das so aus, als wäre dem so und auch sonst passt die Beschreibung in der FN und im Ludwig ziemlich gut A. subfloccosus kann wohl noch ähnlich sein, aber für den passen die Cheilos auch nicht.


    Ich glaube Suillus B. beschäftigt sich auch mit Champis, was mein

    Moin,


    bei den Chitonioides ist mit diesen Cheilos m.E. bernardii ausreichend abgesichert. Die sehen meinen Funden ziemlich ähnlich. Die sind auch nicht generell „glatthütig“. Ich könnte Beispiele ziemlich braunschorfiger bis feldrig-rissiger Hutoberfläche zeigen.

    Nicht, dass das noch ins Gewicht fallen würde: Wie sehen denn die Lamellenschneiden aus? Bei bernardii wären sie typischerweise fein gezähnt. Ich hatte aber auch eine Kollektion mit ganz glatten Schneiden..


    Ist ein schöner Fund!

    Grüße

    Hallo,


    ich meine erkennen zu können, dass die Kamera das Fotografieren übernehmen soll. Jede Kamera ist aber nur ein Werkzeug und der Fotograf ist der entscheidendste Faktor für gute Abbildungsleistung. Zu Dokumentationszwecken sind quasi alle Smartphones, die in den vergangenen paar Jahren auf den Markt kamen geeignet und man kann sogar ganz hübsche Aufnahmen damit anfertigen. Wer sich mit Fotografie nicht weiter auseinandersetzen möchte, macht damit wohl bessere Bilder, als mit einer 1000€ Kamera. Handy: Draufhalten, still halten, Fokuspunkt setzen, knipsen. Fotografie: Perspektive planen, Objekt drapieren, Licht planen und an der Kamera ISO, Blende, Belichtungszeit, Fokus, Weißabgleich und ggf. vieles mal mehr oder weniger manuell anpassen.

    Ich würde dazu raten, bevor es neue Hardware sein soll, sich mit den Fähigkeiten der vorhandenen auseinanderzusetzen.


    Grüße


    Lukas

    Hallo,


    meines Wissens ist es leider nicht dasselbe wie Malzextrakt. Im Backmalz sind die Kornbestandteile noch komplett enthalten. Das ist gemahlener Malz (gekeimtes, gedarrtes Korn), während Malzextrakt nur die geläuterten (und damit wasserlöslichen) Bestandteile enthält. Im Reformhaus bekommt man oft flüssiges dunkles Extrakt, das geegnet ist zur Herstellung von MEA. Helles trockenes Malzextrakt lässt sich in Internetshops bestellen, besonders im Brau-Bedarf ;)


    Grüße


    Lukas

    Moin,


    ich würde mich hier nicht festlegen, dass das nicht auch arvensis sein könnte. Laut Parra jedenfalls kann der diese Velumflocken auf dem Stiel auch so haben wie in der Anfrage abgebildet. Belis ist aber schon ziemlich sicher urinascens.


    Grüße


    Lukas

    Hinweise auf potentielle Unverträglichkeiten sollten ja sowieso dazugehören, er ist ja nicht auf der Positivliste. Von daher eigentlich alles beim Alten, wenn man ihn denn freigibt. Die Studie, die letztes Jahr dazu gestartet wurde, ist meines Wissens nach noch nicht veröffentlicht.

    Moin,


    weshalb ist der denn nicht auf der Positivliste? Ich habe da den Zusammenhang gesehen. Mir sind andere "Unverträglichkeiten" mit gegartem SchwePo auch nicht bekannt geworden abgesehen von der Aufnahme von Gerbstoffen aus verschiedenen Baumsubstraten (Weide, Eiche, Buche), womit sich dann ein adstringierendes Mundgefühl einstellen kann. Asthmatiker habe ich weiterhin vor Salicylsäure aus Weidenholz gewarnt. Eine gewisse Logik hatte das bislang für mich, dass, wenn Gerbstoffe, dann auch andere potentiell gefährlliche Stoffe aufgenommen werden könnten.


    Grüße


    Lukas

    Alles klar. Habe ich wohl überlesen. Dann rate ich jetzt bei der Korbkontrolle dazu, die Schwefelporlinge substratunabhängig zu verspeisen?

    Gilt das eigentlich auch für alle anderen Speisepilze an Holz?


    Grüße


    Lukas

    Hallo Lukas,

    Der Schwefelporling kann Giftstoffe aus dem Substrat aufnehmen. Du hattest vermutlich doppelt Glück damit, die prinzipiell ungiftige Art zu sammeln und dann noch von ungiftigen Hölzern.

    hast Du mir für diese Aussage eine Quellenangabe, wo dies nachgewiesen wurde und auch untersucht wurde, welche?

    Hallo Andreas,


    nein, natürlich nicht. Das ist dieses "Erfahrungswissen", das beharrlich behauptet wird bzw. das man dann für den PSV lernt. Ich hätte um ganz genau zu sein wohl ein "möglicherweise" ergänzen sollen. Aber ich mache das ja nicht mit akademischer Präzision, sondern berate im besten Wissen für den Konsumenten. Ist die These denn mittlerweite falsifiziert? Hast du da was zur Hand? Wäre ja super, wenn man die problemlos von Robinie ernten könnte.


    Grüße


    Lukas