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letzter Beitrag von Simon6 am

Morcheln - bisher vergebens gesucht.

  • Ein schönes Wochenende erstmal vorab. Ich bin der Simon, 28 Jahre alt und beschäftige mich seit dem meine Oma mich damals mit 6 in den Wald zum Schwammerl suchen mitgenommen hat, eben mit Schwammerln.


    Bisher waren es eigentlich immer die klassischen Saison/ Herbst und Winterpilze, die ich gesucht habe.


    Letztes Jahr wollte ich mein Glück in der Morchelsuche probieren, habe mir auch Literatur zu Gute gefügt und viele Videos angeschaut. Bisher blieb der Erfolg jedoch aus.


    Heute war ich wieder in einem Auwald. Tatsächlich bestand dieser aus einem Großteil von Eschenbäumen, und auch Anzeigerpflanzen wie die Schuppenwurz wuchsen en mass. Das sind ja schonmal die klassischen Morchelanzeiger, oder nicht?


    Mir kam der Wald allerdings ziemlich trocken vor, und auch lag bis vor zwei Tagen noch der Aprilschnee. Ich komme aus Bayern, südlich von München.


    Anbei ein paar Bilder zum Biotop.



    Meine Frage - habe ich einfach nur Pech, oder dauert es einfach noch eine Weile bis da etwas kommt ? Fruchtkörper von Pilzen habe ich generell keine gefunden, auch keine Morchelbecherlinge.


    Liebe Grüße,

    Simon.

  • Hallo Simon,


    leider kann ich Dir nicht wirklich weiterhelfen - südlich von München kenne ich mich nicht aus. Und ich selber habe auch noch nie Morcheln in Auwäldern gefunden, gibt es bei mir auch nicht wirklich :gzwinkern:

    Aber ich kann mich noch gut an meine Anfänge der Morchelsuche erinnern. Immer wieder bin ich in Wäldern unterwegs gewesen mit dem Gefühl: hier muss es doch Morcheln geben :gkopfkratz: Lange habe ich keine gefunden, aber ich habe nicht aufgegeben - und irgendwann bin ich mal ein paar Schritte von meinen ausgelatschten Wegen abgewichen - und stand vor meinen ersten Morcheln g:-)

    Wahrscheinlich bist Du (wie viele andere hier auch) zu ungeduldig. Morcheln sind gut getarnt und nicht sofort sichtbar (wie z.B. Steinpilze). Wie oft habe ich schon fast auf einer Morchel gesessen - und habe sie erst später gesehen... :girre:


    Also nicht aufgeben, Morcheln müssen wir alle uns hart erarbeiten!


    Liebe Grüße


    Murph

  • Genau Simon6,

    mit den Morcheln finden verhält es sich wie mit der richtigen hübschen Frau, sie lassen sich nicht aufstöbern, sie finden Dich, also nicht aufgeben, bei mir liesen sich beide lange auf sich warten und am Ende hat es sich richtig gelohnt.

    Natürlich immer am Ball bleiben.



    Gruß Schleiereule

    The first morel the shepherds did see
    In the springtime beneath a dying elm tree:
    Morel, morel,
    Morel, morel!
    Where we find them we never will tell,
    Morel!


    Direkt von Google übersetzt:


    Code
    1. Die erste Morchel,die die Hirten gesehen haben
    2. Im Frühling unter einer sterbenden Ulme:
    3. Morchel, Morchel,
    4. Morchel, Morchel!
    5. Wo wir sie finden, werden wir nie sagen,
    6. Morchel!
  • Hallo Simon,

    südlich von München, das ist ja Oberbayern, mit einem entsprechend rauen Klima. Am Oberrhein, der Gegend mit dem mildesten Klima in Deutschland, kommen die Speisemorcheln gerade erst ganz klein heraus, wie ich heute festgestellt habe. Vielleicht ist es für dich gescheiter, erstmal statt in Auwäldern nach Speisemorcheln in Nadelwäldern nach Spitzmorcheln zu suchen. Leider habe ich mangels eigener Anschauung keine Ahnung davon, wie Fundstellen für Spitzmorcheln aussehen müssen, das wissen andere aber besser. Vielleicht lässt da mal jemand was raus.

    Und ja, Anfänger haben üblicherweise große Schwierigkeiten, vorhandene Morcheln überhaupt zu sehen. Eventuell kann man das anhand der geposteten Morchelsuchbilder erstmal etwas üben.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hallo Simon,

    nur nicht die Hoffnung aufgeben.

    Auwald ist schon gut, aber m.E. nach dauert es noch etwas ehe die Morchel so groß sind, dass man sie auch sehen kann.

    Wir finden die Morcheln meist erst Ende April im Auwald. Da ist zwar das Kraut schon ziemlich hoch und man muß schon sehr gut schauen um die Fruchtkörper zu sehen.


    VG Ulla

  • GriasDi Simon,

    die Speisemorcheln kommen im Münchner Raum erst ab Mitte April, teilweise erst Ende April. Ich mach deswegen meine Morchelexkursionen für die VHS erst um den 1. Mai rum. In den Auwäldern am Isarhochufer z.B. in Thalkirchen oder weiter oben im nördlichen Teil des isarbegleitenden Englischen Gartens beim Aumeister oder weiter Richtung Garching, Ismaning wirst Du sicher fündig werden.

    Wenn's wieder geht, komm doch einfach mal vorbei bei Interesse:


    Verein für Pilzkunde München e.V.


    An liabn Gruaß,

    Werner

  • Guten Abend, vielen lieben Dank für die zahlreichen, ausführlichen Antworten. Das freut mich sehr 😊


    Das Angebot nehm ich dankend an. Würde mich gerne noch viel mehr in Sachen Pilzen weiterbilden.


    Ein schönes Wochenende euch.

    Simon

  • Hi,


    diese Löschungen sind ein sehr nerviger Bug in der Forenoftware, der bei Newbies immer wieder mal auftritt. Ab dem 50. Beitrag oder so, tritt der nicht mehr auf. Bis dahin hilft eine kurze PN an uns Mods. Wir werden dann die Beiträge wieder herstellen. Der Webmaster des Forums arbeitet daran den Bug zu beheben, leider aber ist der Fehler noch nicht gefunden.


    Auf jeden Fall heißen wir dich im Forum herzlich Willkommen.


    (welcome)


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo, Simon!


    Vermutlich hat dich eben >dieser Bug< erwischt, deinen Beitrag habe ich mal prophylaktisch wieder hergestellt.

    Wenn das nochmal passiert, bitte PN (Sprechblasensymbol rechts oben) an mich, Climbingfreak und Jan-Men. Wir kümmern uns dann.



    LG; Pablo.

  • Ich hänge mich hier mal an: Ich würde auch gerne auf Morchelsuche gehen, habe allerdings das Problem, dass es laut Nabu in meinem Bundesland (Hessen) nur einen einzigen Auwald gibt, und der ist ganz am anderen Ende...


    Wo kann ich alternativ schauen? Wir haben hier überwiegend Buchenwälder, aber natürlich auch Nadelholzwälder (meist Fichte oder Kiefer). Sollte ich den Schwerpunkt darauf setzen, dass die Gegend so feucht wie möglich ist? Oder gezielt nach Eschen suchen? Oder lieber in der Nähe von Flüssen, also zwar in Auen, aber dann ohne richtigen Waldbestand?


    Danke euch :-)

    Alle meine Bestimmungshilfen sind nur als Anregung zu verstehen. Für eine sichere Bestimmung sollten Pilze einem PSV vorgelegt werden. Eine Essensfreigabe gibt es im Forum grundsätzlich nicht.

  • Hi,


    alte Streuobstwiesen. "Speisemorcheln" wachsen auch gerne bei alten Apfelbäumen.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo, Azalee!


    Welches Ende von Hessen hast du denn im Blick?
    Auwälder mit Morchelpotential (und übrigens oft auch richtigen, echten Morcheln drin) gibt es in Hessen eine ganze Menge, zumindest entlang Rhein und Main hast du viele solche Fleckchen, wo auch Eschen stehen (sofern die Bestände nicht durch holzwirtschaftliche Eingriffe in den letzten Jahren vernichtet wurden).
    Auch in diversen Tälern im Odenwald hast du immer wieder mal passende Waldgesellschaften (Eschen finden!), da muss man aber auch die Bodenbeschaffenheit im Auge haben. Es darf halt nicht zu saurer Untergrund sein.



    LG; Pablo.

  • Oh, ich habe deine Antwort ganz übersehen.


    Ich wohne ganz am anderen Ende in Nordhessen. Böhmische Verpeln wurden hier wohl schon gesichtet, ich bleibe dran!

    Alle meine Bestimmungshilfen sind nur als Anregung zu verstehen. Für eine sichere Bestimmung sollten Pilze einem PSV vorgelegt werden. Eine Essensfreigabe gibt es im Forum grundsätzlich nicht.

  • Eine Frage noch: Ich habe gelesen, dass man Morcheln nur mit Handschuhen anfassen sollte. Stimmt das und wenn ja warum?

    Alle meine Bestimmungshilfen sind nur als Anregung zu verstehen. Für eine sichere Bestimmung sollten Pilze einem PSV vorgelegt werden. Eine Essensfreigabe gibt es im Forum grundsätzlich nicht.

  • Hallo Azalee!

    Das habe ich noch nie gehört... vielleicht meldet sich ja noch einer unserer PSVs.

    Ich vermute, das liegt daran, dass da jemand übervorsichtig war. Morcheln sind roh giftig. Aber dass sie über die Haut schädigen sollen ist mir neu.

    Am Sonntag habe ich meine ersten 4 Morcheln (unter Apfelbaum) ohne Handschuhe geerntet. :)


    Vielleicht kommt noch ein fundierter Beitrag zu Deiner Frage.

  • Hallo Azalee,


    Kontaktgifte, weswegen man Handschuhe bräuchte, wie es sie bei Pflanzen gibt (z.B. kaukasischer Bärenklau) sollte es bei europäischen Pilzen nicht geben. Zumindest im "Flammer" habe ich davon nicht gelesen (das ein Standardwerk, wenn es um Pilzvergiftungen geht) und bisher habe ich diese Therorie auch von keinem PSV gehört. Bei den Morcheln kann ich Dich beruhigen, von denen habe ich schon einige in den Händen gehabt, ohne einen körperlichen Schaden davon zu tragen 8o Allerdings muss ich vor dem geistigen warnen, wenn einem das Morchelfieber gepackt hat ==morchel==13


    LG

  • Danke euch. Fundierte Beiträge habe ich dazu auch nicht gefunden, war aber über diesen Hinweis hier gestolpert: Morcheln trocknen, haltbar machen - Rezept - ichkoche.at

    Alle meine Bestimmungshilfen sind nur als Anregung zu verstehen. Für eine sichere Bestimmung sollten Pilze einem PSV vorgelegt werden. Eine Essensfreigabe gibt es im Forum grundsätzlich nicht.

  • Vielleicht glaubt der Autor, dass Morcheln schneller schimmeln, wenn man sie ohne Handschuhe anfasst. Schließlich schlägt er auch das langsame Trocknen an der Luft nach Auffädeln (er nennt das "schonendes Trocknen") statt dem Schnelltrocknen mit dem Dörrgerät vor, welches die meisten praktizieren, und da kann schon mal was kaputt gehen. Aber ich halte das mit den Handschuhen für ein bisschen übervorsichtig.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hallo Azalee,


    Du hast jetzt hier ja gelesen, dass die Handschuhe unnötig sind. Aber jetzt siegt wieder meine Neugierde :gzwinkern::

    Hättest Du ernsthaft in Betracht gezogen, die Morcheln, die Du ja hinterher essen möchtest, mit Handschuhen zu ernten? Das würde ich nicht machen. :gkopfkratz: Dinge essen, die ich nicht anfassen darf? :gkrass:

    Ehrlich gesagt fällt mir dazu auch kein Beispiel aus der Pflanzenwelt ein. Bei Brennnesseln vielleicht, aber das macht man eher ja wegen dem unangenehmen Gefühl.

    Vielleicht kennt hier jemand ein Beispiel? :ghilfe:


    Liebe Grüße


    Murph

  • Also um ehrlich zu sein ist es für mich nicht ungewöhnlich, Pilze mit Handschuhen zu sammeln. Das mache ich aber nicht wegen der Pilze, sondern wegen Zecken und Verunreinigungen. Letzteres liegt daran, dass ich ständig mein Handy oder die Kamera zücke, um Pilze auch zu fotografieren. Ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ich hätte sonst das Bedürfnis, mein Handy zu putzen 🙈


    Spätestens aber beim Putzen in der heimischen Küche würde ich jedoch niemals Handschuhe verwenden...

    Alle meine Bestimmungshilfen sind nur als Anregung zu verstehen. Für eine sichere Bestimmung sollten Pilze einem PSV vorgelegt werden. Eine Essensfreigabe gibt es im Forum grundsätzlich nicht.

  • Hier gab es heute auch einen Erstfund 😊 der ganze Hang war voll mit Morcheln, na ja streng genommen mit Böhmischen Verpeln, aber egal. Unglaublich, wie viele dort wachsen!

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