Beiträge von Lütte

    Hallo,


    Nr. 1 die Variante aus dem Laubwald von trivialis ist laut Kibby C. rickenii

    Nr. 3 wenn du den FK noch hast, dann wende mal KOH auf Hut, Knolle und Fleisch an. Ich hatte letzte Woche eine sehr ähnliche Leprocybe aus dem Kalkbuchenwald, die Rot auf dem Hut und fast schwarz im Stiel fleisch verfäbrt hat. Habe leider gerade den Namen nicht parat. Man müsste allerdings noch zusätzlich Sporen messen

    Nr. 4 würde ich erstmal controversus nennen


    LG Lütte

    Hallo Eddie,


    bei der Farbe der Lamellen ist das definitiv nicht vesca, auch wenn man nicht von der Lamellenfarbe direkt auf die Spp-Farbe schließen sollte. Zudem ist die Farbreaktion vom Eisensulfat viel zu schwach. Das sollte kräftig orange sein. Leider erkennt man auch auf den Mikrofotos nicht wirklich viel. Falls Du "Crins" suchst, dann immer die Hutmitte mikroskopieren. Nur dort befinden sie sich.

    Was ich allerdings vermisse sind Sporenaufnahmen (in Melzer), um die Ornamentation zu beurteilen bzw. ob der Täubling Pileozystiden oder Inkrustationen hat. Pileozystiden kann man auch in Kongorot sehen, allerdings kommen sie meist in SV viel besser zur Geltung. Mein Vermutung hier wäre (von der Gesamterscheinung) entweder Russula veternosa oder Russula globispora agg. Die werden zwar als schwarfe Arten geführt, haben aber eine Gewisse Varianz in der Schärfe (siehe Marxmüller).

    LG, Andreas

    Moin,


    wie Jörg schon geschrieben hat, gehört er vermutlch in die Ecke von C. suberythrinus/vernus. Sollte man zur Sicherheit mal mikroskopieren. Selber hatte ich auch schon mal Ende März unter Linde einen ähnlichen Fund.


    VG, Andreas

    Moin,


    vor ettlichen Jahren habe ich mal eingelegte Steinpilze geschenkt bekommen. Was soll ich sagen, die waren gruselig. Der Geschmack hatte nichts mehr von einem Steinpilz, sondern war wie der einer Essiggurke. In dem Fall kaufe ich mir die Essiggurken lieber im Laden.

    Die Geschmäcker sind halt verschieden und am Ende muss man es testen.


    LG

    Hallo Peter,


    ich würde mich jetzt mal mit den bisher gemachten Angaben aus dem Fenster lehnen und auf russula graveolens tippen (da keine Nadelbäume sowie Birke in der Nähe waren). Das Bräunen spricht schon stark für Hering und wenn dann nur noch Eiche vor Ort ist......Rot am Stiel darf er auch haben :) Im MXM sind ja mehrere "graveolens" abgebildet und auf Seite 514 gibt es auch eine Variante mit weitesgehend isoiert aber auch leicht gratig verbundenen Ornament.


    LG, Lütte

    Hallo Peter,


    grundsätzlich bin ich erstmal bei deiner Bestimmung. Faginea hat gerne kräftige, stämmige FK. Er wächst auch gerne mit olivacea (himbeerrote Phenolreaktion) zusammen im selben Gebiet.

    Bei deinem Habitat käme höchstens als Heringstäubling noch graveolens in Frage, der aber etwas heller Sporenpulver hat und zudem auch andere Haare.


    LG, Lütte

    Hallo Oliver,


    der erste ist für mich vom optischen her ein Wiesenellerling (C. pratense), wobei das zweite Bild für mich nochmal was anderes zeigt.

    Die gelben Wieenkeulen sind leider nicht mehr "nur" die drei üblichen, in den Büchern zu findenden Wiesenkeulen.Die werden gerade genetisch untersucht. Von daher schaue ich mir die momentna nicht genauer an......


    LG, Lütte

    Hallo Bernd,


    ein bisschen muss ich Wolgang in Sachen Stabilität von Eisen(II) (grün) nun leider doch wiedersprechen, da sie in wässriger Lösung schon gerne zu Eisen(III) (gelb), besonders beim Erhitzen wird das beschleunigt (sieht man auch auf den Bildern im externen Link, die Lösung wird zunehmend gelb). Und darin liegt auch die Crux des ganzen. Typischerweise stellt man eine gesättigte Lösung des Salzes her. Dafür nimmt man zb 100ml Wasser und gibt das Salz dazu und erhitzt das ganze. Solange die heiße Lösung einen Bodensatz hat, nennt man sie gesättigt und genau die Konzentration brauchst Du. Falls kein Bodensatz vorhanden ist, noch mehr Salz zugeben. Heiß filtrieren (zb durch einen Kaffeefilter) und dann abkühlen lassen. Dann z.B einen Faden (wie auf voriger Seite gezeigt) reinhängen und warten.

    Die kalte Variante ist, dass Du das Salz in kaltes Wasser einrührst und dann wartest, bis ordentlich Wasser verdampft ist und darüber eine gesättigte Lösung einstellt und es zu kristallisieren anfängt. Sonlange Du keine gesättigte Lösung hast werden ich keine Kristalle bilden.


    LG

    Moin moin :)


    nach meinem Artverständnis passt hier L evosmus leider nicht, denn vom optischen passen sie für mich nicht, z.B. die Zonierung der FK fehlt.. Der Standort für evosmus, der wohl auch noch einen Doppelgänger bei Eiche hat, wäre auf basenreichen Böden zu finden. Ich nehme jetzt einfach mal an, dass es in deinem Hochmoor eher sauer ist.

    Allerdings sehe ich am Rand noch Reste eines Filzes. Könnte nicht hier eher L. pubescens hinkommen?


    LG Andreas

    Hallo Peter,


    die SV-Reaktion sieht für mich negativ aus, denn im positiven Fall strahlt sie Dich im positiven Fall wie das Magenta in der Telekomwerbung an. Es gibt häufig Fälle, in denen es eine Reaktion mit SV gibt, die aber nicht (wie hier auch) als positiv gewertet werden kann.


    LG, Andreas

    Hi Lou,


    das sieht mir nach einer astreinen Mischkollektion aus. Der auf dem letzten Foto sieht stark nach R. velutipes aus. Die mit dem etwas orangeren Hut sind vernutlich R vesca. Ist aber auch möglich, das wir hier einfach auch nur mögliche Farbvarianzen einer Art sehen, was Täublingsmycele gerne auch mal machen......


    LG, Andreas

    Hallo Cornelius,


    es sind mittlerweile drei oder vier Arten, die sich hinter dem Brätling verstecken. Früher war der im Harz (reine Fichtenbestände) häufiger. Hatte aber auch schon Funde im Buchenwald......


    LG, Andreas

    Moin,


    allein vom äußeren würde ich auf den Dunstkreis Frauentäubling, möglicherweise auch r. heterophylla. Letzterer hätte ein starke orange Reaktion mit Eisensulfat und häufig stark gegabelte Lamellen am Stielansatz. Der Grungefelderte kommt für mich allen aus optischen Gründen nicht in Frage. R. parazurea ist nicht im Kalkbuchenwald zu erwarten, ausser die Oberfläche ist stark angesäuert. R parazurea ist typisch für saure, sandige Böden im Flachland bei Birke oder Eiche. Den Papageientäubling findet man ebenfalls im Sauren.

    Die Eigenschaft mit den Lamellen ist manchmal auch nicht konstant, da es oft auf die Wetterbedingungen ankommt. Ich hatte schon bei sehr nassem Wetter Täublinge mit biegsamen Lamellen, die keine Frauentäubling waren und auch umgehkehrt sehr trockene FK von Frauentäublingen, die spröde waren. Deine Täublinge sind in der Mitte auch stark verbalsst, was ein Hinweis darauf sein könnte, dass sie ordentlich Sonne auf`s Dach bekommen haben......

    Zusammengefasst würde ich hier zu 85% einen der Frauentäublinge sehen, die restlichen 15% bei R. grisea, was aber eine sehr seltene Art ist und vielen Russulogen Kopfschmerzen bei der Bestimmung macht.


    LG, Lütte

    Hallo Thiemo,


    ich gehe ganz stark von einer Komplexbildung aus, denn die Redoxreaktion von Eisen (II) = grün -> sollte zu Eisen (III) = blasses gelb sein. Ob dann, wie Wolfgang vorgeschlagen hat, andere Metallsalze funktionieren, hängt dann von der Art der Liganden (Bißwinkel etc) ab. Am Ende bleibt aber auch die Frage, wenn es eh ein und die selben Verbindungen in den Täublingen sind, die zur Farbreaktion führen, dann bekommt man auch vermutlich keine zusätzliche Aussage durch andere Metallsalze......


    VG, Andreas

    Hallo Daniel,


    das Lorchelprojekt läuft leider nicht mehr, aber Du kannst ja, wenn Du magst, trotzdem mal eine trocknen. Dann könnte man sich immer noch entscheiden, ob man ggf. mal eine Sequenz machen lässt.


    In den Artikel habe ich noch nicht so genau reigeschaut, aber vielleicht hilft ja auch die Mikroskopie weiter. Wenn Du möchtest, dann kann ich es gerne mal versuchen. Mit der "Übergabe" sollte es nicht das Problem sein, da wir ja in derselben Stadt wohnen.


    LG, Andreas

    GUten Morgen :)


    um die Datensammlung noch zu vervollständigen, Lactarius aquizonatus und L resimus haben im Gegensatz zum Rest der Gruppe gelbe Milch.


    LG, Lütte

    Hallo Sabine,


    ja, Schwefelsäure wird/wurde in Batterien (Bleiakkus) verwendet. Diese dürfte aber nicht die erforderliche Konzentration haben, wenn Du sie im Handeln kaufen kannst. Es muss für die Färbung mindestens 70%ig sein und diese unterliget leider den Reach-Regularien, d.h. als Privatperson kannst Du diese nicht kaufen.


    LG, Andreas

    Hallo Schrunz,


    b. radicans ist im Stadtgebiet Hannover ein extrem weit verbreiteter Pilz bei Eiche, Linde (und wahrscheinlicha auch Buche). Er fruktifiziert selbst in heßen Perioden noch wenn nichts anderes mehr wachsen will. Allerdings habe ich auf den Randstreifen neben Netzhexen kaum andere Boleten bisher gesehen, geschweige denn einen Satan.

    Von den Bodenverhältnissen kann er aus meiner Erfahrung auf neutral bis kalkig erscheinen, was ihn wohl von den selteneren Boleten eventuell unterscheidet. Ich nehme einfach an, dass er einfach nicht so anspruchsvoll in Bezug auf Boden (pH-wert und Stickstoffgehalt) sowie Habitatbeständigkeit (z.B. das Alter der Wirtsbäume) ist.

    In den Gebieten, in denen bei uns der Satan wächst ist er auch vertreten. Ich nehme ihn aber häufiger im Stadtgebiet (offene Flächen) als im Wald wahr.


    LG, Lütte