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letzter Beitrag von Climbingfreak am

Einen Sektbecher auf den Frühling- Ciboria amentacea

  • Servus beiernand,


    wie so viele Andere zog es mich gestern bei frühlingshaften Temperaturen raus ins Gehölz. Eigentlich wollte ich ja nach Moostomaten schauen aber bei der Rast am Bachlauf fielen mir viele kleine lang gestielte Sektbecherlinge auf. Zunächst dachte ich an Anemonenbecher, aber von denen fehlt im Fränkischen natürlich noch jede Spur um diese Jahreszeit, außerdem hatte ich die viel größer in Erinnerung (hier aus dem Forum, nicht dass ich sie schon mal gefunden hätte).

    Was auffällig schien war die Nähe zum Scharbockskraut, das früh dran auch bereits unter dem Schnee ausgetrieben haben muss. Vielleicht gibt es da ja eine Beziehung dachte ich mir und steckte ein paar ein. Sklerotien oder andere Dinge waren mir nicht aufgefallen.

    Zu Hause dann gab ich ein paar Tropfen Wasser ins Tupper ums sie feuchtzuhalten denn ich wollte sie irgendwann im Laufe der Woche mal unter das neu ergatterte Mikro legen. Wie es so kommt, ich konnte nicht schlafen (und dachte mir frei nach RATM: what better place than here, what better time than now...) und holte sie wieder raus. Mit dem Wasser hatte ich es etwas übertrieben, sie schwammen quasi in der Suppe.. Aber dadurch hatte sich der Lehm gelöst und plötzlich erkannte ich am Fuße fast jedes Sektgläschens einen verfaulten Blütenstand. Es kam nur Erle in Frage sonst stand da nix. Die Recherche war kurz, makroskopisch passte der Erlenkätzchenbecherling (Ciboria amentacea) bereits sehr gut. Zwecks der Gaudi habe ich ihn natürlich trotzdem nochmal seziert:)












    Nachdem ich das Mikroskop gerade erst geliehen bekommen habe und mal sehn will ob mir das überhaupt liegt habe ich natürlich keine Chemie zu Hause- aber ich dachte mir warum nicht mal einen Tropfen Braunol Desinfektionsmittel (enthält Povidon Iod) daraufgeben, wenn es um einen Stärkenachweis im Poruspfropfen geht- vielleicht färbt das ja auch damit? und wie!




    Also falls euch mal das Lugol ausgeht holt den Verbandskasten raus :D


    Hoff es hat euch gfallen,

    ah bevor ichs vergess Prost, zumWohl und Chinchin!

    euer Ogni




    Ps: ach ja heute bei Spaziergang habe ich mal bei mir um die Ecke im Moder unter Erlen geschaut und siehe da auch dort sind sie vorhanden, scheinen also zumindest hier nicht wirklich selten zu sein wenn man mal unter Erlen sucht. Trotzdem sehr elegante Teile finde ich.




  • also viel Sekt passt da nicht rein. ==Gnolm10


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo Ogni volta!


    Ich mag diese kleinen Becherchen! Schön, dass Du noch Fotos mit den Erlenkätzchen drangehängt hast.












    Da hatte ich mal was gezeichnet...

  • genau die Tuppie mit ihrer blühenden Phatasie wieder. :D

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    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


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  • Hallo Ogni,


    nachdem ich deinen Post gelesen hatte, musste ich mich heute auf meinem Spaziergang auch mal genauer unter den Erlen umschauen. Es war verrückt, direkt als ich die ersten Blätter vom Boden nahm zeigte sich ein kleines Becherchen. Danach hab ich noch etliche Exemplare gesehen. Ich habe noch nie gezielt nach solch kleinen Pilzen Ausschau gehalten und weiß nicht ob es sich wirklich um ciboria amentacea handelte. Bin völlig unerfahren mit solch kleinen Pilzen. Aber es war ein richtiges Erlebnis mit dem ersten Griff ins Laub den vermuteten Pilz zu finden(wenn er es denn war). Zumindest bei manchen konnte ich erkennen, dass sie auf Erlenkätzchen wuchsen, das würde ja passen.


    Liebe Grüße

    Luca

  • Hi Luca, das ist ja toll! Da freu ich mich sehr für dich und auch dass ich mit meinem Post andere Menschen dazu bewegen konnte auch mal im Kompost unter Erlen rumzuwühlen;)

    Meiner Recherche nach kommt da nichts anderes in Frage:thumbup:

    Herzlichen Glückwunsch zum Fund und schöne Fotos hast Du gemacht!
    Liebe Grüße Ogni

  • Oh ! Toll, dass es die schon bei euch gibt! Hier in der Umgebung gibts es nicht so viele Erlen, da hatte ich noch kein Glück, aber es kann ja noch werden!

    Gratulation an alle Finder und danke Ogni fürs Aufmerksam machen!

  • Hallo Zusammen!

    Ich war gestern Abend auch noch einmal unterwegs... und jaaaaa, habe sie gefunden! Auf Erlenkätzchen. Das Eck heißt auch „Die Erlewisse“.

    Hier mal ein Bild aus dem Halbdunklen, die niedlichsten wuchsen auf einer umgestürzten Erle im Moos, das auf Erlenstreu (Blätter und Kätzchen) wuchs.


    (Verzeiht bitte die grottenschlechten Bilder, aber es war wirklich schon total dämmrig. Da sind Freihand-Fotos mehr als suboptimal.)




    Wenn man auf archäologische Nachforschung ging, hingen Reste der Erlenkätzchen daran

  • Ich muss hier auch noch mal suchen. Bisher Fehlanzeige.


    l.g.

    Stefan

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  • Hi,


    hab den heute auch gefunden. Mal wieder ein stark ruderaler Standort (Grünfläche an einer Straßenkreuzung mit Tümpel und einigen Erlen. Hier im Dresdner Umland finde ich den Pilz bisher nur in Straßengräben und solchen Grünflächen. An Bachläufen etc. bisher noch nicht.


    l.g.

    Stefan

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    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


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