Beiträge von Luca

    Hallo zusammen,


    vielen lieben Dank für eure Hilfe.

    Die Huthaut des Dachpilzes war sehr samtig/haarig. Unter anderem über dieses Merkmal wird P. leonius auch in FoTE von P. chrysophaeus abgegrenzt. Dann sollte P. leonius passen.

    Soweit ich mich belesen habe ist X. longipes nicht obligat an Ahorn gebunden, im Tintling z. B. werden als weitere Substrate angegeben: Buche, Hainbuche, Eiche, Vogelbeere und Esche.

    Diese Information habe ich im Internet auch gefunden. Zudem steht in FoTE, dass X. longipes "almost exclusively" auf Ahorn wächst. Ich denke dann sollte hier Buche oder Hainbuche passen.

    Der L. subdulcis ist total typisch.

    Das freut mich, bei dem war ich mir echt unsicher.

    Ich denke da auch an Gymnopilus. G. picreus ist von G. bellulus leicht anhand der Sporen zu trennen. Einer der beiden wird's wohl sein.

    G. bellulus hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Der würde anhand der wenigen Infos, die ich im Internet fand auch sehr gut passen. Dann geht's hier ohne Mikro wohl nicht weiter.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    am Montag hatte ich mir wieder einige Pilze näher angeschaut und mich an der Bestimmung versucht. Anbei meine Funde mit Namensvorschlägen. Ich würde mich über Bestätigung und/oder Verbesserungsvorschläge freuen.


    1. Als erstes viel mir dieses schöne Pilzchen ins Auge. Meine Vermutung war direkt der Löwengelbe Dachpilz (Pluteus leonius). Nach dem Abgleichen der Merkmale bin ich mir ziemlich sicher, dass das passen sollte. Die Lamellen waren frei, fleischfarben-rosa und untermischt. Der Hut gold-gelb, leicht gebuckelt und stark filzig. Der Stiel längsfaserig, gelblich mit weißem Basalfilz.


    2. Als nächstes gab es eine Xylaria. Ich meine einen sterilen Stielteil zu erkennen und insgesamt passt der Habitus zur Langstieligen Ahorn-Holzkeule (Xylaria longipes). Ahorn war keiner in der Nähe, dafür andere diverse Laubbäume wie Rotbuche und Hainbuche. Kann ich die allein makroskopisch so bestimmen? Ich meine mich zu erinnern, dass hier im Forum schon geschrieben wurde, dass die makroskopische Bestimmung bei den Holzkeulen nicht sicher möglich ist.


    3. Zu diesem Milchling habe ich folgende Angaben:

    -Bäume: unter großen Rotbuche, in einigen Metern Entfernung auch Waldkiefer

    -Geruch: pilzig

    -Geschmack: leicht pilzig, auch nach längerer zeit nicht scharf oder bitter

    -Milch: weiß, (hatte den Eindruck wässrig, habe bisher aber auch noch fast keine Milchlinge angeschaut)

    -Hut: niedergedrückt mit kleiner Erhebung in der Mitte, matt, leicht grubig, ~ 5-7 cm

    -Stiel: zur Basis bräunlich-rötlicher, weißer Basalfilz, ~ 6-8 cm

    Die Bilder sind etwas zu fahl, die Farben waren eher kräftiger und satter

    Am ehesten scheint mir hier der Süßliche Buchen-Milchling (Lactarius subdulcis), jedoch bin ich davon nicht wirklich überzeugt. Ich konnte keinen besonderen Geruch und auch keine leicht bittere Milch wahrnehmen.:/


    4. Dieser kleine Schleierling sah so markant aus, dass ich ihn mir doch genauer anschaute. Hier bin ich beim Duftenden Gürtelfuß (Cortinarius flexipes). Im Wald ist mir ein starker markanter Geruch aufgefallen. Pelargonien konnte ich den Geruch nicht zuordnen, liegt wohl daran, dass ich nicht weiß, wie diese riechen.


    5. Erneut konnte ich diese kleinen braunen Pilze auf Totholz finden. Vor kurzem gezeigt in diesem Beitrag "Ein paar Bestimmlinge".

    Diesmal habe ich die Art mehrmals, immer auf Kiefer, gefunden und genauer hingeschaut.

    -Geruch: schwach pilzig

    -Lamellen: +-ausgebuchtet angewachsen, untermischt, jung gelb, alt fleckig

    -Hut: orange-braun, teilweise, wenn sehr trocken hygrophan

    -Stiel: orange-braun, im Alter dunkler, teilweise weißlich überfasert/bereift (abwischbar), hohl

    -Fleisch: speckig, feucht

    Mit dem Smartphone war es mir nicht möglich die Farben realistisch abzubilden. Die Hutfarbe hat auf manchen Bildern einen Rotstich und das Gelb der Lamellen kommt nicht gut rüber.

    Für mich scheint alles zu Gymnopilus picreus zu passen, ich habe hier aber auch nicht wirklich einen Überblick der holzbewohnenden kleinen braunen Arten. Das einzige was mich ein wenig irritiert ist, dass die Art oft als selten angegeben wird. Das würde zumindest nicht auf das Waldgebiet zutreffen, in dem ich unterwegs bin. Kennt sich mit der Art jemand aus und kann mir weiterhelfen?


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Werner und Schrumz,


    vielen Dank für eure Antworten. Die kleinen braunen auf dem Stumpf meine ich in letzter Zeit schon öfter gesehen zu haben und dachte naiver Weise, dass da vielleicht eine Bestimmung mit ein paar schnellen Fotos möglich wär. Das sollte ich mittlerweile besser wissen.
    Eine Option wär vielleicht Gymnopilus picreus:/

    Falls ich den nochmal finde werde ich auf jeden Fall genauer hinschauen und mich nochmal melden.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    gestern sind mir wieder einige Funde untergekommen, bei denen ich mir mit der Bestimmung nicht sicher bin. Ich würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen, bzw. meine Vermutungen bestätigen könnte.


    1. Auf einem Kieferstumpf hab ich folgende Pilze gefunden. Leider habe ich mir die Pilze nicht wirklich genau angeschaut und nur einige Fotos gemacht. Hat vielleicht trotzdem jemand eine Idee in welche Richtung das gehen könnte? Gymnopilus vielleicht?


    2. Bei den nächsten Zwei bin ich bei dem Büscheligen Rasling (Lyophyllum decastes). Ich war mir wegen der unterschiedlichen Hutfarbe unsicher, aber mit einem s.l. oder agg. sollte das hinhauen oder? Beide wuchsen an unterschiedlichen Orten am Wegesrand, jeweils in dichten Büscheln. Die helleren waren etwas kleiner, das Fleisch zäh und der Geruch unbedeutend bis spermatisch.


    3. Den halte ich für den Spitzschuppigen Schirmling (Echinoderma asperum), einen starken unangenehmen Geruch konnte ich jedoch nicht wahrnehmen. Naja, vielleicht hab ich einfach nicht genau genug gerochen^^


    4. Hier meine ich die weiße Form des Grünen Knollenblätterpilzes (Amanita phalloides) gefunden zu haben. Der Grüne Knolli war insgesamt stark vertreten, in ca. 1 m Entfernung stand auch einer und der Fruchtkörper wirkte genau wie sein grüner Bruder, einfach ohne grüne Pigmente. Sollte damit passen, der Kegelhütige (A. virosa), hätte nicht so einen genatterten Stiel, oder?:/


    Viele Grüße

    Luca

    Hi,


    danke für den Hinweis. Ich denke das kommt mit der Zeit, wenn ich mich insgesamt sicherer fühle, mehr kenne und mehr gesehen habe. Für den Moment ist mir mein Überblick noch nicht ausreichend und die Angst zu groß, dass ich doch eine giftige Art nicht im Hinterkopf habe.


    Viele Grüße

    Luca

    Hi Stefan,


    vielen Dank für die Bestätigung. Was Kostproben angeht bin ich ziemlich vorsichtig. Außer Täublinge probiere ich im Wald nix. Mitgenommen hatte ich den nicht, deswegen gab es die Option zum Probieren nicht mehr, als ich mir recht sicher war^^


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Joli,


    vielen Dank für deine Nachricht. Schade um dein Waldstück. Gerade wenn man an einer Stelle über mehrere Jahre tolle Funde macht tut das weh.


    Bei der Bestätigung der Funde ging es mir nur um die 5 nummerierten Pilze, das habe ich vielleicht nicht klar formuliert. Der Rest passt, die wollte ich nur zeigen. Detailliertere Bilder vom Grauen Leistling und dem Wolligen Milchling sind in dem am Anfang verlinkten Beitrag.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    vergangenen Mittwoch besuchte ich erneut das Waldstück in meinem Hauswald, das ich einige Tage zuvor erstmals entdeckt hatte. Berichtet habe ich in diesem Beitrag: Unglaubliche Funde im Hauswald


    Es gab wieder einige interessante Funde, die ich euch gerne zeigen würde. Im besagten Waldstück stehen fast ausschließlich Rotbuchen einige alte, aber auch viele junge. Insgesamt wirkt der Abschnitt deutlich weniger aufgeräumt und ordentlich als der restliche Wald. Der Boden ist kalkhaltig. Den Funden nach schein ich mit diesem Gebiet ein echtes Juwel entdeckt zu haben.


    Immer wieder und sehr zahlreich waren orangerote Stoppelpilze zu finden. Welche Art es genau war kann ich nicht sagen. Mit den Grauen Leistlingen (Craterellus cinereus) ging es genau so weiter wie es letztes Mal aufgehört hatte. Fast überall standen große Nester großer Fruchtkörper. Auch vom Schwärzenden Leistling (Craterellus melanoxeros) gab es erneut einige Cluster. Imposant war wieder der Wollige Milchling (Lactifluus vellereus).


    Neben diesen Funden gab es auch eine Handvoll Erstfunde für mich. Ich bin mit meinen Bestimmungen größtenteils ziemlich sicher, würde mich aber dennoch freuen wenn ihr mir schreiben würdet ob ich richtig liege, da ich ja zuvor noch keinen dieser Pilze in der Hand hatte.


    1. Los ging es mit zwei Pfifferlingen. Aufgrund der kräftigen Statur, der bis auf die Leisten sehr hellen Farben, den Verfärbungen und der bereiften Hutoberfläche, bin ich bei dem Blassen/Bereiften Pfifferling (Cantharellus pallens/subpruinosus). Was ich nicht genau verstanden habe, stecken hinter diesen Namen zwei unterschiedliche oder eine Art? Kann mich da jemand aufklären? Interessant fand ich, dass die Leisten frisch fast orangefarben waren. Der Rest der Fruchtkörper war weißlich, das Fleisch gilbte deutlich und verfärbte sich später bräunlich.


    2. Weiter ging es mit zwei Stäublingen. Zunächst entdeckte ich diese Truppe auf einem Buchenast mit ~ 15cm Durchmesser. Hier bin ich beim Birnen-Stäubling (Lycoperdon pyriforme).


    3. Häufig zu finden war diese hier, auch wenn er sich zwischen den Bucheckern gut tarnte. Das sollte der Igel-Stäubling (Lycoperdon echinatum) sein.


    4. Unter einem Hochsitz fand ich folgende Pilze. Hier lande ich beim Brandigen Ritterling (Tricholoma ustale).

    - Hut kastanienbraun-braunrötlich, glänzend schleimig, Hutrand wellig

    - Stiel wattig ausgestopft, längsfaserig, Spitze weißlich beflockt und verjüngt

    - Fleisch bräunte im Schnitt Stellenweise und war in der Stielbasis leicht kakaofarben


    5. Interessant könnte dieser hier sein, gefunden bei einer alten Rotbuche. Es waren zahlreiche kleine, junge Fruchtkörper mit ~kreisförmigem Habitus zu finden, aber auch wenige größere, stark verwachsene. Der Geruch war sehr stark würzig. Der im Internet beschriebene Geruch nach Maggi kommt finde ich ganz gut hin.

    Die Merkmale passen meiner Meinung nach sehr gut zum Schwarzen Duftstacheling (Phellodon niger).

    Zwischen den schwarz-bläulichen Stachelingen gab es auch noch zwei Einzelexemplare anderer Arten. Die hatte ich mir jedoch nicht näher angeschaut. Die Bilder haben einen ziemlichen Rotstich.


    Passen die Namen soweit, oder liege ich falsch?


    Vielen Dank fürs Drüberschauen, Viele Grüße

    Luca

    Hey,


    schön, dass euch meine Funde gefallen. Ich war gestern erneut in dem kleinen Waldabschnitt und es gab direkt wieder ein paar ziemlich interessante Funde. Echt verrückt, was in dem kleinen Bereich im Vergleich zum restlichen Wald abgeht.

    Wenn ich es schaffe werde ich heute oder morgen davon berichten:)


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    heute war ich auf einer kleinen Tour in meinem Hauswald unterwegs, unter anderem mit dem Ziel etwas für's Pfännchen zu sammeln. Leistlinge erwartete ich in hier bisher nie. Ich konnte in diesem Wald bisher nur einige Trompetenpfifferlinge finden. Pfifferlinge sind hier sehr selten. Dass solche Funde wie heute möglich wären, hätte ich nie geglaubt. Ich bin davon ausgegangen ich müsse weiter weg um solche Arten anzutreffen.


    Los ging es mit drei kleinen Pfifferlinge in einer Roteichen-Pflanzung, über die ich mich freute. Im selben Waldstück gab es noch vereinzelt Knollenblätterpilze, einige Rotbraune Scheidenstreiflinge (Amanita fulva), einen jungen, aber bereits komplett madigen Steinpilz und viele Flaschenboviste.

    Weiter unzählige, leider vertrocknete Babys an Trompetenpfifferlinge, häufig eine kleine gelbe Cortinarie, die ich mir nicht näher anschaute und zum ersten mal für mich einen Grünspanbecherling.


    Danach begab ich mich in ein Stück des Waldes, an dem ich schon zig male vorbeikam, aber nie näher nachschaute. Was mich darin erwartete war einfach unglaublich. Ich kam an einen Stelle mit schönen alten Rotbuchen. Die Artenvielfalt war an der Stelle enorm, das Pilzaufkommen viel größer als einige Dutzend Meter weiter, wo der Wald teilweise wie leergefegt war. Ich konnte nicht glauben, dass ich an dieser Stelle bisher immer vorbei gegangen bin. Neben einigen Korallen, Gallertkäppchen, Stoppelpilzen und verschiedenen Täublingen, konnte ich folgende Funde machen.


    1. Überall stand der Graue Leistling (Craterellus cinereus) in großen Büscheln mit teils riesigen Fruchtkörpern. Bisher hatte ich die Art erst einmal im Pfälzer Wald finden können. Hier war es die größte Ansammlung einer Art, die ich jemals zu Gesicht bekam. Was in mein Körbchen gelangte war ein winziger Bruchteil von dem, was im Wald stand.


    2. Der nächste Kracher war für mich die Schwärzende Kraterelle (Craterellus melanoxeros). Leider wurden die meisten Bilder meines Smartphones heute, vor allem bei diesem Fund, sehr unscharf. Bemerkt hatte ich es erst zu Hause:(


    3. Am Ende dann noch die Herbsttrompete (Craterellus cornucopioides). In diesem Wald auch noch nie gefunden.


    4. Wahrscheinlich ein trivialer Fund, aber ich würde mich um Bestätigung freuen. Hier sollte doch nichts anderes als der Wollige Milchling (Lactarius vellereus) in Frage kommen, oder?


    Ich hoffe meine Begeisterung kommt nicht zu übertrieben rüber. Ich war einfach geflasht, dass es so etwas mehr oder weniger direkt vor meiner Haustür gibt und ich es vorher nicht entdeckt hatte.


    Viele Grüße

    Luca

    Wow Felli,


    vielen Dank für deine Antwort.

    dein Borstling Bild 4

    dürfte der halbkugelige Borstling- Humaria hemisphaerica sein.

    Auf den kam ich bei meiner Recherche auch. Kann man den allein makroskopisch halbwegs sicher bestimmen? Hatte ein zwei Arten der Gattung Trichophaea gesehen, die ähnlich ausschauten.


    Dein Bild Nr. 5 ist wirklich sehr ungewöhnlich!

    Makroskopisch würde ich dem Eselsohr zustimmen und

    für die dunklen Ohren den Arbeitsnamen Otidea mirabils/ oder O. bufonia vorschlagen.

    Verrückt, dass da dann zwei Arten direkt an der selben Stelle fruktifizierten. Ohne Mikro bleibt's dann bei Otidea spec.


    Bei den Lorcheln bleibt's auch bei der Gattung. Da kann ich ohne Erfahrung und Mikro nix zu sagen.

    Bild 20, da kannst mal mit Clavulina cinerea vergleichen.

    Dankeschön, das passt sehr gut, den sollte ich als C. cinerea ablegen können, oder?

    zeigt meiner Meinung nach nicht H. sinapizans, da stimmen für mich einfach die Farben und der Habitus nicht, evtl. H crustuliniforme

    Für mich passte H. sinapizans sehr gut. Der Stiel war hohl und es zeigte vom Hut ein Zahn nach unten. FoTE: "stem is [...] hollow with a downwards-pointing tooth in the top part". Tröpfchen waren auf den Lamellen keine. Der Hut war tendenziell eher etwas dunkler/bräunlicher als auf dem Bild. Vielleicht ist es mit den Angaben klarer. Ich hatte aber bisher noch keine Hebeloma in der Hand. Vielleicht kann da nochmal jemand drüber schauen.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    heute war ich gegen Abend mit dem Rad nach längerer Zeit mal wieder im Wald. Auf den ersten Blick war nicht so viel los. Die typischen Speisepilze und Mykorrizha bildenden Pilze waren kaum vertreten. Vereinzelt zeigte sich eine einzelne Amanita wie der Grüne oder Gelbe Knollenblätterpilz. An Röhrlingen konnte ich nur einen Raufuß finden. Unglaublich war jedoch die Artenvielfalt kleiner Pilze in der Laubstreu. Als ich mich zu einem Pilz bückte sah ich am Boden meist eine Handvoll weitere. An manchen Stellen hätte man sich auf wenigen Quadratmetern ewig verweilen können.

    Die Pilzwelt zeigte mir mal wieder eindrucksvoll wie wenig Ahnung ich von ihr habe. Die Mehrheit der Pilz konnte ich nicht ansatzweise namentlich ansprechen. Da ich auch nur ca. eine Stunde Zeit hatte, beschloss ich einfach mal die Eindrücke zu genießen und die Bestimmung blieb weitestgehend außen vor. Ich versuchte einige Bilder einzufangen, da ich aber von Fotografie noch weniger Ahnung habe und nur mit dem Smartphone knippste, kommt die Schönheit leider nicht ganz rüber.


    Hier einige Bilder der kleinen Tour. Auch wenn die Bestimmung zweitrangig ist und ich größtenteils keine Merkmale erhoben habe, freue ich mich, falls doch jemand spontane Gedanken zu den Funden hat.


    1. Violetter Lacktrichterling (Laccaria amethystina)


    2. Einer der Raufüße, da unter Hainbuche nehme ich einfach mal den Hainbuchen-Raufuß (Leccinellum carpini) an


    3. Für mich ein Erstfund, der Zitterzahn (Pseudohydnum gelatinosum)


    4. Ein Borstling


    5. Ein Öhrling, das Eselsohr (Otidea onotica) könnte gut passen. Ich weiß jedoch nicht, ob man den so einfach makroskopisch festnageln kann. Einen rosa Ton des Hymeniums konnte ich lediglich erahnen. Bemerkenswert fand ich die dunklen Fruchtkörper in direkter Nachbarschaft zu den hellen. Hat da schon jemand ähnliche Beobachtungen gemacht oder kann mich aufklären?


    Auf einem ehemaligen Holzlagerplatz war der Artenreichtum besonders groß:


    6. Unzählige Exemplare des Gestreiften Teuerlings (Cyathus striatus)


    7. Unbekannte Winzlinge


    8. Eine Hasenpfote (Coprinopsis lagopus) oder etwas aus der Verwandtschaft? Laut FoTE ein schwieriger Komplex


    9. Noch ein Tintling


    10. Den habe ich leider nicht scharf bekommen. Der Stiel war leuchtend gelb, vielleicht der Gelbstielige Dachpilz (Pluteus romellii)


    An einer sehr feuchten Stelle gab es folgende Funde:


    11.


    12.


    13.


    14.


    15. Eine Lorchel


    16. Und eine Zweite. Sieht noch jemand die Maus?


    17. Das Gallertkäppchen (Leotia lubrica)


    18. Den habe ich mir näher angeschaut und lande beim Rettich-Fälbling (Hebeloma sinapizans)


    19. Weitere Korallen


    20.


    21. Und zum Abschluss ein Bekannter, der Schwefel-Ritterling (Tricholoma sulphureum)


    Da kam in der kurzen Zeit doch ganz schön was zusammen. Ich bin gespannt, was sich in den nächsten Wochen tut. Vielen Dank für's Mitschauen.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    gestern bin ich früh los um trotz der hohen Temperaturen eine größere Runde im Oberen Mundatwald an der deutsch-französischen Grenze zu drehen.

    Das Pilzaufkommen war insgesamt nicht sehr groß. Mit den Kilometern kamen aber doch einige schöne Funde und Bilder zusammen. Auch waren wieder einige Erstfunde für mich dabei. Neben unzähligen Kartoffelbovisten und vereinzelt, meist überständigen Täublingen war vor allem die Vielfalt an Leistlingen bemerkenswert. Ich würde mich freuen, wenn ihr mich noch einmal virtuell auf meiner Tour begleitet. Hier einige Funde und Bilder der Tour:


    1. Den Anfang machte der Graue Leistling (Craterellus cinereus), direkt der erste Neue für mich.


    2. Der Echte Pfifferling (Cantharellus cibarius) darf bei dieser Vielfalt an Leistlingen natürlich nicht fehlen.


    3. Der nächste aus der Verwandtschaft war die Krause Kraterelle (Craterellus undulatus).


    4. Nach einer längeren Durststrecke bin ich auf ein enormes Vorkommen an Totentrompeten (Craterellus cornucopioides) gestoßen, von denen die schönsten den Weg in mein Körbchen fanden.

    Vergleich zum Grauen Leistling:


    5. Ausblick von der Burgruine Guttenberg:


    6. Ein Schmetterling, der dabei war seine Flügel auszubreiten. Nach kurzem Bildvergleich könnte es der Russische Bär (Euplagia quadripunctaria) sein. Von Schmetterlingen habe ich jedoch überhaupt keine Ahnung, vielleicht kann hier jemand was dazu sagen, der sich besser auskennt.


    7. Bei den Pfifferlingen ging es weiter mit dem Samtigen Pfifferling (Cantharellus friesii)


    8. und dem Amethyst-Pfifferling (Cantharellus amethysteus), dem zweiten Erstfund für mich.


    9. Keine Seltenheit, aber für mich ein weiterer Erstfund, der Ohrlöffelstacheling (Auriscalpium vulgare).


    10. Ein Kracher gab es noch ganz am Ende der Tour. Als ich vom Wegesrand über eine kleine Klippe schaute, zeigte sich mir folgendes Bild:

    Ich dachte sofort, das kann nur der leuchtende Ölbaumpilz (Omphalotus illudens?) sein. Der vierte und letzte Erstfund für mich. Neben diesen sahen sogar die Pfifferlinge blass aus. Solch eine kräftig leuchtende Farbe habe ich bisher noch nie in der Natur gesehen. Leider bringen die Bilder die Eindrücke und Farben nicht optimal rüber.


    11. Die Ausbeute der Tour:


    Es war wirklich ein gelungener Ausflug. Die Pfifferlinge habe ich mit etwas Zwiebel angebraten, einige Kräuter zugegeben und zusammen mit ein paar gehackten Tomaten, Zwiebeln und Schmand-Creme einen Flammkuchen belegt. Kann ich nur empfehlen, falls mal jemand von euch nicht weiß was anfangen mit Pfifferlingen. Ein Foto habe ich leider nicht, war zu schnell aufgefuttert^^


    So, das war's. Vielen Dank fürs Begleiten.

    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Großstadtpilz,


    vergleiche mal mit dem Klebrigen Hörnling (Calocera viscosa). Der ist sehr häufig.
    Er ist vor allem durch sein elastisches, knorpeliges Fleisch von Korallen zu unterscheiden.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Werner,


    vielen Dank für die Erläuterungen. Die von dir gezeigten Bilder, die von Karl und die in FoTE passen alle zusammen. Das von dir gezeigte Bild ist schon fast identisch mit der Abbildung von C. melanoxeros in FoTE.

    Was mir schwer fällt ist meinen Fund dieser Reihe zuzuordnen. Bei keinem der gezeigten Bilder finde ich die Ähnlichkeit zum Trompetenpfifferling so frappierend, als bei meinem Fund. Ich hätte den ohne das Schwärzen niemals von C. tubaeformis abgrenzen können. Bei allen anderen Bildern scheint mir die Ähnlichkeiten viel geringer. Vermutlich fehlt mir da einfach völlig die Erfahrung, da ich die Pilze noch nicht oft in der Hand hatte.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Karl,


    ich weiß nicht warum ich mir damit so schwer tue. Deine Bilder passen für mich zu der Beschreibung und dem Bild in FoTE von C. melanoxeros. Deinen Fund hätte ich nicht mit dem Trompetenpfifferling verwechselt.

    Mein Fund hatte für mich dagegen vom äußeren Erscheinungsbild extreme Ähnlichkeit mit dem Trompetenpfifferling. Einzelstehende dünnfleischige Fruchtkörper mit gelbem Stiel und bräunlichem Hut, ganz anders als bei deinem Fund. Ich bin echt ein bisschen verwirrt.?(


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Karl, hallo zusammen,


    tolle Funde und sehr schöne Fotos. Für mich als Anfänger sind die meisten der gezeigten Funde Unbekannte und es ist immer wieder bemerkenswert, welche Artenkenntnis du und viele andere hier im Forum haben.


    Deine Bilder von C. melanoxeros werfen bei mir einige Fragen auf. Da hier bereits einige etwas zu dem Fund geschrieben haben würde ich gerne nochmal eine Frage zu einem Fund von mir stellen und hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann.

    Letzte Woche habe ich folgenden Fund gemacht, ihn in "Tolle Leistlingsfunde aus dem Pfälzer Wald" gezeigt und ihn fälschlicherweise für Trompetenpfifferlinge gehalten. Oehrling hat mich dankenswerterweise auf C. melanoxeros hingewiesen und tatsächlich haben die Fruchtkörper auf Druck geschwärzt.

    Wenn ich nun die Bilder von meinem Fund mit denen deines Fundes vergleiche, kann ich nur schwer nachvollziehen, dass es sich hier um die selbe Art handelt. Für mich scheinen die Fruchtkörper doch ziemlich unterschiedlich im Habitus und dem Gesamteindruck. Ich habe hier überhaupt keine Erfahrung, ist die Variationsbreite von C. melanoxeros so groß, oder wie lässt sich das erklären?


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    folgende Pilze wachsen bei mir zu Hause im Hochbeet. Die Merkmale scheinen sehr gut zum Gold-Samthäubchen (Conocybe aurea) zu passen, liege ich damit richtig? Wär schon wieder einer, der in keinem meiner Bücher auftaucht?(


    Geruch: unbedeutend

    Hut: 1-4 cm; jung kräftig goldgelb, gewölbt bis halbkugelig; alt bräunlich, aufschirmend, nach ernten und durchschneiden hygrophan, Lamellen am Rand durchscheinend

    Stiel: bis 5-6 cm; Farben wie Hut; längsfaserig, weißlich bereift; Basis weißlich, verdickt

    Lamellen: jung weiß-cremefarben; alt zimtfarben; angeheftet angewachsen; untermischt


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    ich war gerade nochmal an der Fundstelle und wie befürchtet wurde der Fruchtkörper herausgerissen. Ein kleiner Hut lag aber noch am Fuß der Kiefer und nach kurzer Suche konnte ich sogar den ganzen Knubbel neben dem Weg im Wald finden. Den muss jemand dahin geworfen haben. Tatsächlich konnte ich das Geheimnis lüften. 100 Punkte für alle, die auf den Gallenröhrling getippt haben.

    Ich könnte mir vorstellen, dass die Fehlbildung mit dem verdichteten Boden an dieser Stelle zu tun hat. Auf jeden Fall ein interessanter Fund. Den Gallenröhrling habe ich in diesem Wald bisher nur ein einziges mal als Einzelexemplar finden können, das war vor zwei Wochen.


    Hier die Bilder:


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Pablo,


    vielen Dank für deine Antwort. Die fast weißen Lamellen machten mich auch unsicher. C. ferruginascens habe ich in der Zwischenzeit auch in Betracht gezogen, den hatte ich zunächst nicht auf dem Schirm. Denke der ist es am ehesten.

    An C. amethysteus habe ich bei dem Fund gar nicht gedacht. Insgesamt wohl deutlich zu unsicher um den klar zu bestimmen. Naja, auf jeden Fall kein C. cibarius und somit was neues für mich^^


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    ich könnte möglicherweise morgen Nachmittag nochmal an der Fundstelle vorbeischauen. Ich befürchte jedoch, dass da nichts mehr rauszuholen ist, da der Fruchtkörper auf einem viel begangenen Weg war. Da werden Pilze gerne mal umgeworfen oder rausgerupft. Falls ich vorbeikomme werde ich berichten.


    Viele Grüße

    Luca