Beiträge von Luca

    Hallo Werner,


    herzlichen Dank für deine Tipps und die tollen Vergleichsbilder. So etwas hilft mir enorm. Schade, dass ich mit L. semisanguifluus vermutlich daneben lag. So deutlich grün kannte ich den Edel-Reizker bisher nicht. Die Verfärbung der Milch habe ich im Feld leider nicht überprüft, das hatte ich nicht mehr Kopf, werde ich das nächste Mal aber sicher nachholen. Etwas verwundert bin ich über die Aussage, dass die Gruben am Stiel eher die Ausnahme sind. In meinen Büchern wird L. semisanguifluus mit Gruben am Stiel angegeben. Ohne Erfahrung wird es da schwierig.

    Vielen Dank auch für den Hinweis auf S. caerulea.


    Glückwunsch zum Fund.

    Dankeschön. Ich kenne nur ein Gebiet, in dem C. melanoxeros vorkommt, dort aber gar nicht so selten. An gleicher Stelle wächst C. cinereus teilweise massenhaft. Scheint wirklich eine ganz besondere Stelle zu sein. Witziger Weise fand ich beide Arten dieses Jahr deutlich häufiger als die anderen Leistlinge.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Karl,


    wow, vielen Dank für die Ausführungen, das hilft sehr.

    Mit den Gerüchen hab ich öfter Probleme. Ich kann die Gerüche meist nur zuordnen, wenn ich vorher schon weiß, nach was der Pilz riechen soll. Das hilft bei Unbekannten wenig. Da brauche ich bestimmt noch mehr Erfahrung.


    Ja, das fällt mir manchmal etwas schwer, die Merkmale im Gelände konsequent zu erfassen. Danke für die Erklärung zur Bestimmung der Farbe des Sporenpulvers. Das war mir nicht so bewusst, dass es auf die Dicke ankommt. Im Moment kann ich den Sporenabwurf generell nur für einen ersten Eindruck nutzen, da ich keine Farbtafel zur Hand habe.


    Liebe Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    hier würde ich euch gerne eine kleine bunte Auswahl meiner Funde der letzten vier Wochen vorstellen. Den Anfang machen ein paar für die meisten von euch vermutlich triviale Arten.


    1. Der Graue Wulstling Amanita excelsa, das erste Mal schöne Exemplare gefunden und eindeutig bestimmt. Die Hutfarbe war fast identisch mit dem Braun, das ich vom Pantherpilz kenne.


    2. Dieses Jahr sehr stark vertreten, der Narzissengelbe Wulstling Amanita gemmata.



    3. Wahrscheinlich für viele geläufig, für mich war es heute ein Erstfund, über den ich mich sehr freute, der Blutblättrige Hautkopf Cortinarius semisanguineus.


    4. Allgegenwertig, der Honiggelbe Hallimasch Armillaria mellea.


    5. Nicht fehlen darf der Fliegenpilz Amanita muscaria.


    6. Häufiger gab es auch Stockschwämmchen Kuehneromyces mutabilis. Hier in gefährlicher Nachbarschaft. Zum ersten Mal so vereint vorgefunden. Gleich vier Arten auf einem Stumpf.


    7. Erst zum zweiten Mal entdeckt hatte ich den Löwengelben Dachpilz Pluteus leoninus.


    Im gleichen Habitat wie letztes Jahr entdeckt:

    8. Unzählige Graue Leistlinge Craterellus cinereus


    Teils in überdimensionaler Größe


    9. Und viele Schwärzende Leistlinge Cantharellus melanoxeros.

    Hier hab ich zum Vergleich zwei Trompeten-Pfifferlinge Cratarellus tubaeformis untergemischt.


    10. Am 29.10. ziemlich spät das erste Exemplar vom Gallen-Röhrling Tylopilus felleus, an einem stark vermorschten Kiefernstumpf.


    11. Die Herbst-Lorchel Helvella crispa


    Weitere Erstfunde für mich waren:

    12. Die Zinnoberrote Tramete Pycnoporus cinnabarinus


    13. Der Isabellrötliche Schneckling Hygrophorus poetarum


    14. Der Blaue Träuschling Stropharia cyanea oder der Grünspan-Träuschling Stropharia aeruginosa? Auf jeden Fall wunderschön.


    15. Keine schönen Exemplare, aber trotzdem über den PersEr gefreut, die Herkules-Riesenkeule Clavariadelphus pistillaris.


    16. Und der Spangrüne Kiefern-Reizker Lactarius semisanguifluus


    Vielen Dank fürs anschauen. Da einige Erstfunde dabei waren, gerne melden falls ihr Probleme bei einer Bestimmung seht.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Karl,


    vielen Dank für deine Nachricht. Das ist ja mal wieder etwas ernüchternd. ^^

    1 und 2 bleiben damit unbestimmt.

    Verstehe ich Dich richtig, dass Du bei 3 auch bei R. sardonia bist, oder muss ich genauer hinschauen um ihn nächstes Mal bestimmen zu können. ^^

    5: L. hepaticus habe ich tatsächlich übersehen, das könnte sehr gut passen, vielen Dank. Glaube der bleibt dann aber auch unbestimmt, da traue ich mir die Abgrenzung allein anhand der kurzen Beschreibungen in FoTE nicht zu. Oder würdest Du allein anhand der Bilder L. tabidus ausschließen?


    Hallo Nobi,


    vielen Dank. Ich meine tatsächlich, dass ich in deinem Beitrag das erste Mal von Rhodonia placenta gehört hatte und erinnerte mich im Wald daran, im Forum irgendeinen rosa Porling gesehen zu haben. Daheim musste ich per Internet dann nur wieder zum richtigen Namen kommen.


    Liebe Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    nachfolgend ein paar Bestimmlinge, die ich in den letzten Wochen gefunden habe. Über eure Meinungen und Hilfe würde ich mich freuen.


    1. Cortinarius sp. vom 07.10.

    Hut: Durchmesser 3-6 cm, gebuckelt, radialfaserig, filzig, dünnes Hutfleisch

    Lamellen: entfernt stehend, mit Zwischenlamellen, ausgebuchtet angewachsen, breit

    Stiel: Basis leicht verdickt, oben bräunlich, unten dunkler längsfaserig

    Fleisch: cremefarben-bräunlich

    Geruch: unangenehm (muffig, erdig?)

    Sporenpulver: braun

    Ökologie: Buchenwald, vermutlich Kalk/basisch

    Am besten scheint mir hier der Erdigriechende Gürtelfuß (Cortinarius hinneleus s.l.) zu sein. Dass am Stiel fast keine Reste des velum universale sind, scheint nicht ganz zu passen. Die Art scheint ja aber sehr vielgestaltig bzw. ein Komplex mehrerer Arten zu sein.


    2. Flockenstieliger Rettich-Fälbling Hebeloma sinapizans? ebenfalls vom 07.10.

    Hut: Durchmesser 6-8 cm, halbkugelig, gewölbt, glatt, leicht klebrig, speckig, cremefarben-beige

    Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, dicht, untermischt, schwach gekerbt

    Stiel: Durchmesser ca. 1 cm, oben flockig, darunter längsfaserig, Basis verdickt, creme-weißlich

    Fleisch: Stiel cremefarben, Hut weiß

    Geruch: leicht muffig

    Sporenpulver: braun

    Ökologie: Buchenwald, vermutlich Kalk/basisch


    3. Russula sp. vom 14.10.

    Geruch: konnte ich keinen auffälligen wahrnehmen

    Geschmack: brennend scharf

    Ökologie: Buchen-Kiefern-Mischwald

    Typisch Täubling bin ich, wenn ich es denn mal etwas genauer versuche mit der Bestimmung überfordert. Spontan würde ich auf den Zitronenblättrigen Täubling Russula sardonia tippen, auch wenn mir am Fundort nicht explizit gelbliche Lamellen aufgefallen sind.


    4. Zu dem hab ich leider keine weiteren Infos als diesen Schnappschuss. Ist das der Rosafarbene Saftporling Rhodonia placenta?


    5. Lactarius sp. von heute.

    Aufgrund des eher kleinen Fruchtkörper und der gelbverfärbenden Milch (leider nur schlecht auf dem zweiten Foto erkennbar) komme ich hier zum Flatter-Milchling Lactarius tabidus.

    Die Angabe von milder, nur im Nachgeschmack milder Milch verunsichert mich etwas. Ich nahm die Milch zunächst bitter, dann deutlich scharf wahr. Auf der Zungenspitze hatte ich dabei ein pelziges Gefühl. Ganz junge Fruchtkörper hatten deutlich dunklere grau-braune Hutfarben.


    6. Auch zu diesem Fund hab ich leider nur wenige Infos. Hatte ich mir im Wald nicht genauer angeschaut und auch nicht mitgenommen. Fand ich heute zahlreich unter Nadelbäumen, meist in Hexenringen. Da könnte der Fuchsige Röttelritterling Paralepista flaccida hinkommen oder?


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure Rückmeldungen. Das freut mich, dass das tatsächlich B. pinophilus ist, ein toller Erstfund.

    Nun hab ich alle vier Steinpilz-Arten gefunden und das sogar im gleichen Wald.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    bei meiner heutigen Tour sah ich diesen Steinpilz. Aufgrund der Hutfarbe musste ich sofort an den Kiefern-Steinpilz (Boletus pinophilus) denken. Weinrötlich-braune Färbung unter der Huthaut konnte ich nicht erkennen und auch der Stiel sieht für mich nicht typisch nach B. edulis aus. Da ich den bisher nicht hatte, fällt es mir aber schwer, den Fund einzuschätzen. Die Merkmale passen meiner Meinung nach, aber liegt das auch noch in der Variationsbreite von B. edulis? Ich hatte bisher nie einen Steinpilz mit so deutlichen Rottönen. In dem Waldgebiet, Buchen-Kiefern-Mischwald, fand ich bisher nur B. edulis.


    Wie würdet ihr diesen Fund einschätzen? Lässt sich der anhand der Bilder überhaupt festmachen?


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    scheint ja wirklich nicht so geläufig zu sein. Schade, dass da niemand was zu weiß.

    Bin jetzt schon gespannt, ob sich an der Stelle auch in den nächsten Jahren Fruchtkörper zeigen und, wie diese aussehen werden.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    heute habe ich eine neue Stelle mit Totentrompeten gefunden.:ghurra:

    Das Erscheinungsbild war jedoch nicht wie gewohnt. Die Totentrompete kenne ich mit normalerweise nach außen gewölbten Hutrand, bereits im jungen Zustand. Die Fruchtkörper wuchsen alle auf einer kleinen Fläche von maximal 2-3 Quadratmetern. Ausnahmslos jedes Exemplar hatte unabhängig von der Größe und dem Alter einen nach innen gebogenen Hutrand. Die restlichen Merkmale waren ganz typisch. An sich machten die Pilze einen sehr guten und frischen Eindruck. Ich dachte unter anderem zunächst an das Wetter als Ursache. Viel Regen, schnelles Wachstum, dann ein paar trockenere Tage und damit das Einrollen der Hutränder. Daran kann ich aber nicht wirklich glauben, da die Pilze wie gesagt sehr frisch waren, keinerlei Trockenschaden aufwiesen und dieses Phänomen ausnahmslos bei jedem Fruchtkörper in gleichem Maße zu beobachten war. Auch unabhängig vom Standort (Laub, Moos, geschützter, ungeschützt). Die Ursache scheint auf jeden Fall das ganze Myzel zu betreffen, vielleicht eine Mutation oder irgendein Befall. :gkopfkratz:


    Eine wirklich plausible Erklärung habe ich nicht. Ich bin sehr gespannt, ob jemand von euch schon einmal Ähnliches beobachten konnte und/oder eine Erklärung dafür hat.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    gestern zum ersten Mal entdeckt. Ich ging erst vorbei, in dem Glauben es sei ein 'normaler' Waldmistkäfer. Bin dann aber doch nochmal zurück und dachte es lohnt sich, mit dem Makromodus des Smartphones den Käfer, der es sich auf dem Pilzchen gemütlich gemacht hatte zu fotografieren... dann hatte der auf einmal Hörner. Ein männlicher Stierkäfer - Anoplotrupes stercorosus:



    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    im Rahmen meines Studiums bin ich in einem recht aktuellen Lehrbuch zur Lebensmittelchemie zufälligerweise über folgende Stelle gestolpert:



    Beim Grünen Knolli war ich schon etwas verwundert, dass Phalloidin und nicht die Amatoxine angesprochen werden. Der Kracher kam dann aber mit der Speisemorchel, die Gyromitrin enthält. Zum Glück zersetzt es sich ja nach kurzem Kochen:giggle: Ich nehme mal an, das ist einfach nur schlecht recherchiert bzw. das "l" wurde mit dem "m" vertauscht, oder ist mir da irgendwas entgangen? :/


    Natürlich ist ein Buch zur Lebensmittelchemie nicht die erste Anlaufstelle, um etwas über Pilzgifte nachzulesen, dennoch war ich überrascht, so etwas in einem Lehrbuch zu finden.

    Wollte ich einfach mal gezeigt haben, da ich es gleichzeitig amüsant und verwundernd fand.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Thomas,


    für mich sehen die schon nach Maronenröhrling aus. Bei jungen knackigen Exemplaren kann die Blauverfärbung meines Wissens auch mal fehlen, bzw. nur ganz leicht ausfallen.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    hier nochmal zwei Funde von gestern, bei denen ich gerne nach eurer Meinung fragen würde.


    1. Bei diesem Champignon hoffte ich, ihn aufgrund seiner Größe (Hutdurchmesser locker 20-25 cm) als Agaricus urinascens ablegen zu können. Die Merkmale scheinen alle zu passen. Kann ich den so ablegen oder gehts da ohne Mikro, etc. auch nicht sicher?

    Geruch: Anis-/Bittermandel-/Marzipan-Komponente wahrnehmbar

    Stielfleisch: verfärbte sich gelblich(leicht orange), kein grelles Gelb


    2. Diesen Filzröhrling glaube ich durch braune Farbe im unteren Stielfleisch und das Nichtvorhandensein von gelbem Basalmyzel als Ziegenlippe Xerocomus subtomentosus s. str. bestimmen zu können. Liege ich damit richtig? Gefunden unter Eiche.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    im Folgenden würde ich euch gerne ein paar Funde der letzten Tage zeigen, bei denen ich mit meiner Bestimmung nicht ganz sicher bin.


    1. Los geht es mit diesen Pilzen. Hier bin ich mir ziemlich sicher, dass es sich um Tränende Saumpilz (Lacrymaria lacrymabunda) handelt. Gefunden habe ich ihn an/auf einem geschotterten Waldweg. Da ich ihn noch nie bewusst in der Hand hatte, gerne auch hier eure Meinung.


    2. Bei dem bin ich mittlerweile auch recht sicher beim Breitblättrigen Rübling (Megacollybia platyphylla). Zuerst stand ich ziemlich auf dem Schlauch und hab aufgrund der hellen Hutfarbe überhaupt nicht an das Breitblatt, sondern eher an Dachpilze gedacht. Naja, nach dem weißen Sporenabwurf sollte das nun passen.


    3. Der hat mir auch richtig Probleme bereitet, auch wenn ich im Wald noch dachte, dass der bestimmt gut bestimmbar sein sollte.

    Geruch: da tu ich mich wie immer schwer

    Habitat: Auwaldcharakter mit Hainbuche, Feldahorn, Esche und Efeu

    Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, gekerbt, untermischt, selten gegabelt

    Habitus: fleischig, relativ gedrungen (kurzer Stiel)

    Stiel: längsfaserig

    Hut: vor allem jung fein-filzig, Hutrand im Alter gewellt

    Sporenpulverfarbe: hat leider noch nicht viel Sporen hergegeben, sollte aber in die fleisch-rosa Richtung gehen


    Nachdem ich nirgends was passendes fand, bin ich dann doch irgendwie beim Würzigen Tellerling (Rhodocybe gemina) gelandet. Das passt ganz gut und sollte hinhauen. Hat da jemand den ein oder anderen Tipp, was die charakteristischen Merkmale der Art sind? Tat mir wie gesagt etwas schwer bei der Zuordnung.


    4. als letztes ein Fund aus dem eigenen Garten. Die Pilze wuchsen auf dem Rasen und ich konnte ihr Wachstum über mehrere Tage beobachten. Mit dem Marzipan-Geruch, dem Gilben (vor allem an Stieloberfläche und Hutrand) sowie der geringen Größe (ausgebreiteter Hut ~ 4-5 cm) war ich schnell bei den Zwergchampignons. Am besten scheint mir hier der Agaricus dulcidulus zu passen. Ganz zufrieden bin ich damit aber nicht. Die Schüppchen auf dem Hut schienen mir eher bräunlich statt rot/wein-rot. Und generell fehlt mir bei den Champignons der Überblick, weshalb ich mich auch hier über eure Meinungen freuen würde.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Harald,


    danke für die Antwort. Von vinorubescencs habe ich auch gelesen und ihn ausgeschlossen, da ich kein Röten wahrnehmen konnte. Naja, vielleicht hab ich das auch übersehen. Werde das nächste mal genauer drauf achten, dann weis ich wenigstens in welche Richtung es geht. Konnte den im Wald überhaupt nicht zuordnen. Was anderes außer den Beiden sollte aber nicht in Frage kommen, oder?


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Ingo,


    da hast du recht. Das Blau kommt auf den Bildern aber wohl ein wenig prächtiger rüber als es war. Mein Smartphone macht da gerne mal Bilder mit etwas Blaustich. Dennoch war ich überrascht wie kräftig doch das Fleisch des alten Exemplares blaute.

    Die orangenen Röhren vom alten Exemplar haben mich auch an Suillellus erinnert. Da könnte man mit dem passenden Bildausschnitt vielleicht auch Verwirrung stiften.


    Und vielen Dank für die Glückwünsche :)


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    folgende Art fand ich heute auf kalkreichem Boden unter Eiche, Hain-, Rotbuche und Hasel. Der Geruch kam mir im Wald irgendwie sehr bekannt vor, ich meine nach irgendeinem rohen Gemüse, konnte es aber nicht ganz zuordnen. Da tue ich mir immer schwer. Auch wo ich jetzt zuhause in den Beschreibungen "gurkenartig" lese weis ich nicht ob es wirklich Gurke war.


    Die meisten Fruchtkörper waren stark zerfleddert (s. Bild 1), vermutlich vom Starken Regen der letzten zwei Tage. Das einzige was meiner Meinung nach passen könnte ist Limacella glioderma, so ganz zufrieden bin ich damit aber nicht. Unter anderem weil auf den Vergleichsbildern der Ring deutlicher und die Velumreste gelblicher sind. Kommt der trotzdem hin, was meint ihr?


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    heute Abend war ich nochmals am Fundort. Was ich vor zwei Tagen entdeckte war nur der Anfang. Im Waldabschnitt neben dem Weg an dem ich die ersten Satane entdeckte standen noch etliche weitere, teilweise wuchsen sie wie in halben Hexenringen. Insgesamt waren es bestimmt an die Hundert Fruchtkörper, unglaublich! Die Fruchtkörper waren von dem kräftigen Regen leider sehr mitgenommen, es waren viele richtig alte aufgeweichte Schlappen dabei. Hier noch ein paar Bilder.


    Viele Grüße

    Luca

    Pilze sind einfach unberechenbar und überraschen einen immer wieder.

    Gestern Abend machte ich nach Feierabend einen kleinen Spaziergang durch den nahe gelegenen Wald. Ein Auwald, in dem ich im Frühjahr auf Morchelpirsch gehe. Mit Mykorrhiza-Pilzen rechnete ich nicht wirklich, der Wald hat größtenteils sehr viel Unterbewuchs und ist im Sommer/Herbst schwer zugänglich. Es kam aber ganz anders. Nach einiger Zeit leuchteten mir gerade 2-3 Meter vom Weg entfernt einige weiße Pilze entgegen. Auf einer winzigen freien Fläche unter zwei mächtigen Eichen entdeckte ich zunächst auf wenigen Quadratmetern etliche Mehl-Räslinge (Clitopilus prunulus), zwei Perlpilze (Amanita rubescens), zwei alte Netzhexen (Suillellus luridus) und einige Exemplare des Igel-Wulstlings (Amanita solitaria). Verrückt was sich in einer so kleinen ökologischen Nische ansiedeln kann!




    Ein Stück weiter, wieder unter einer Eiche, direkt am Wegesrand, stand der Wurzelnde Bitter-Röhrling (Coloboletus radicans).




    Dann kam der Kracher. In einem kleinen Eichen-dominierten Abschnitt zeigten sich Dutzende Röhrlinge am Wegesrand, die ich zunächst nicht zuordnen konnte. Nach etwas Überlegen kam dann nur noch der Satans-Röhrling (Rubroboletus satanas) in Frage. Kann das wirklich sein? Direkt vor der Haustür, so viele Exemplare und dann noch in einem Habitat, in dem ich es nie erwartet hätte? Was meint ihr, das müsste doch schon der Satans-Röhrling sein, oder? Leider war ich auf dem Sprung und hatte überhaupt keine Zeit mir die Pilze im Detail anzusehen. Daher auch nur die paar Schnappschüsse im dämmrigen Licht. Frühestens Morgen Abend schaffe ich es wieder zum Fundort. Ich hoffe nach den kräftigen Regenfälle heute bleibt noch was übrig, gerade weil die meisten schon stark von den Schnecken mitgenommen waren, damit ich die Funde in Ruhe begutachten kann.




    Viele Grüße

    Luca