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letzter Beitrag von Hagen Graebner am

Eierlegende Wollmichsau gesucht

  • Hey Ihr Lieben,

    nach langem Hin und Her hab ich mich entschieden, mir nun doch zu meinem Geburtstag ein neues Mikro zu gönnen.

    Ihr wisst ja, ich häng zur Zeit viel vorm Mikro, aber nun hätt ich doch gern was Besseres als mein Zeiss Standard, vor Allem weil ich, gerade bei winzigen Sporen, doch an seine Grenze stoße.

    Außerdem brauch ich unbedingt ein Trinukular, weil das Fotografieren mit dem Handy mich extrem nervt, keine schönen Bilder bringt und meine Spiegelreflex am Adapter das ganze Mikro zum Kippen bringt ||


    Aber nach Recherche im Netz bin ich total unschlüssig was da was taugt und was nicht....Am Liebsten hätt ich ein Axioscop5(aber das liegt dann noch etwas überm Budget:rolleyes:)


    Also ein Muss:

    - Standfest

    - leichte Bedienung

    - sehr gute Auflösung

    - Trinukular

    - Möglichkeit ne gute Cam zu benutzen ( liebäugel mit ner Axiocam)


    was nett wäre: Polarisation und Dunkelfeld , zumindest nachrüstbar


    Budgetschmerzgrenze 3500,- ( + Kamera)


    Vielleicht hat ja jmd einen Vorschlag oder kann wenigstens zur Entscheidungsfindung beitragen, wär ja erstmal schön, wenn ich wenigstens 2 -3 in die engere Auswahl nehmen könnte.:/

  • Hallo Sandra,


    also ich habe ja das Panthera C von Motic in der trinokularen Version, dazu eine Spiegelreflexkamera oben drauf und bin damit mehr als zufrieden. Inwiefern andere Mikroskope wie das Zeiss dann noch mal deutlich besser sind, weiß ich nicht. Rein von der optischen Leistung her sollte da aber nicht mehr viel Spielraum nach oben sein. Preislich lag meins damals so bei 1800 €, wäre also sogar nur die Hälfte des von dir angesetzten Budgets. Klar geht dann wieder die Diskussion los inwiefern China-Produkte auf lange Sicht die bessere oder schlechtere Wahl sind - aber das ist wohl müßig dort eine eindeutige Antwort zu geben.

    Das Panthera C scheint es aktuell nicht mehr zu geben (zumindest bei C. Linkenheld nicht), aber es gibt wohl mit dem Pantera KU einen Nachfolger, der als kleine Verbesserung die Helligkeitseinstellung der LED mit dem jeweils verwendeten Objektiv koppelt. Dann erblindet man also beim Wechsel von 100x zu 10x nicht jedes Mal.


    Björn

  • [...] Klar geht dann wieder die Diskussion los inwiefern China-Produkte auf lange Sicht die bessere oder schlechtere Wahl sind - aber das ist wohl müßig dort eine eindeutige Antwort zu geben.

    ... zumal auch die Spitzen-Mikroskope (wie mein Axioskop A1, gekauft 2017) mittlerweile China-Produkte sind.


    Liebe Grüße

    Ralph

  • Hallo,

    es gibt wohl mit dem Pantera KU einen Nachfolger,

    danke für die Rückmeldung ! Das Panthera schau ich mir mal an, sieht echt nicht schlecht aus, hab mal ne E-mail hingeschrieben. Die haben auch ein Aktionsangebot mit Kamera inklusive, aber ob sich das lohnt ? Hab ja meine Sony alpha 58 eh da, incl. Adapter... Da lieber was drauflegen für Phasenkontrast/ DIC .. mal schauen was es da für Möglichkeiten gibt....

    zumal auch die Spitzen-Mikroskope (wie mein Axioskop A1, gekauft 2017) mittlerweile China-Produkte sind.

    X/ Mist.


    Ich werd mal weiter berichten, was sich ergibt!:daumen:

  • Hi,


    ich hab dir ja Kontaktdaten von einem Mikroexperten und Pilzler aus der Oberlausitz geschickt. Mit dem solltest du auch noch mal reden...


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Im Fall der Kamera ist es wichtig, daß der erste Verschlußvorhang elektronisch abläuft. Ich hatte zuerst meine Nikon D750 am Mikroskop, die zur Belichtung noch einen Vorhang aus Aluminiumlamellen hochfährt,anstatt einfach nur den Sensor anzuschalten. Die Folge waren Erschütterungsunschårfen, die bei 1000x-er Vergrößerung bereits sehr deutlich zu sehen waren. Ich hab mir dann eine Canon DSLR gekauft, die den ersten Verschlußvorhang elektronisch bildet und alles war perfekt. Mit der Axiocam wäre alles in Butter, ich fand sie damals nur überteuert.


    DIC? Damit wärst Du dann arg weit weg von Deinem Preislimit, da brauchst Du nämlich auch noch spezielle Objektive dafür. Achroplan funktioniert jedenfalls nicht.


    Viele Grüße

    Ralph

  • Hallo,


    ich habe derzeit als einziges Mikroskop in meinem Shop das Breukhoven C2-223, weil es das zu einem Sonderpreis derzeit gibt.

    Kostet eigentlich laut Breukhoven-Katalog 1005,55 (845,00 + MwSt.), gibt aber bei mir momentan für 859,00 Euro.

    Sonderpreis deshalb, weil Breukhoven das D1-Gerät (das ich sonst eigentlich vertreibe) auslaufen lässt, und einen Nachfolger D2 auf den Markt bringt. Dummerweise ist das D1 jetzt ausverkauft, aber das D2 noch nicht auf dem Markt. Daher kann man Breuckhoven (als Händler ...) derzeit das C2 zum Sonderpreis aus dem Kreuz leiern.

    Ich finde, ein sehr gutes Gerät um diesen Preis, und es kann sowohl ein Dunkelfeldkondesor dazu erworben werden als auch PhaKo-Einrichtung.

    Falls Interesse besteht kannst Du Dir die Daten ja mal im Breuckhoven-Prospekt anschauen: 20110716_BKH_DU Microscopie Cover EURO.qxp (breukhoven.nl) Seite 31/32.


    beste Grüße,

    Andreas

  • Liebe Sandra,


    meine Suche nach einem geeigneten Mikroskop hat über ein halbes Jahr gedauert. Für meine Wahl, Labomed LX 400 triokolar habe ich sogar die Amerikaner kontaktiert.

    Freundlich wie's sind, haben sie mich auf einen europäischen Großhändler verwiesen, in Deutschland. Daraufhin habe ich einen mir bekannten Kleinhändler optischer Geräte angesprochen, gemeinsam sind wir auf die Suche gegangen, auf seinem Firmen-PC. Toll, da konnte ich die Einkaufspreise für Händler mitverfolgen ...

    Das Mikro plus T-Ring und die optischer Verlängerung habe ich um ca. € 1.100,00 bekommen. Inkl. MikroKleinbedarf.


    Die ersten Ergebnisse mit einer Canon D650 drauf waren grottenschlecht, unscharf. Chip.de hat mir auf die Sprünge geholfen, die Kamera auf 'Blitzlicht aus' stellen und die Videofunktion 'an',




    Leider vergriffen, das Mikro, Amazon.de


    Für uns Pilzler reicht ein Mikro, wie es Andreas aktuell anbietet, allemal. Schlauköpfe werden sich zuvor ein Bild machen wollen, da geht's lang ----> Lichtmikroskopie.pdf,


    LG

    Peter

    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Es reicht ein Hut aus Zunderschwamm als Statussymbol. Brennt nur der Kopf, wenn der Blitz einschlägt.

    Chips: 52 - 5 für Pablo = 47

    47 - 10 für APR 2019 = 37,000

    + 5 ausm APR = 42

    - 20 für die Leistungsträger,

    22. Ingo mag nicht, = 27.

    27 -10 für APR 2020 = 17 + ein Kerzenstummel

  • Hallo Sandra,


    die eierlegende Wollmilchsau hast du doch schon!

    Das Zeiss Standard ist das flexibelste Mikroskop der Welt, ausbaubar mit Dunkelfeld, Phako, DIC, Fluoreszenz, Polarisation...

    Auch verschiedene Trino-Tuben für Kameraanschluss sind zu haben. Mit deinem Budget kannst du das alles locker realisieren.


    Oder hast du ein Zeiss Junior? Da wären die Ausbaumöglichkeiten natürlich begrenzt.

    Dann rate ich dir zu einem der damaligen High-End-Modelle zu wechseln: Zeiss Standard 18, RA oder WL.

    Dort hast du dann zusätzlich die Möglichkeit, den kompletten Objektivrevolver zu wechseln und sogar einen Auflichtkondensor anzubringen.

    Der Gebrauchtmarkt an Zubehörteilen ist riesig!


    Viele Grüße

    Stefan


    Nachtrag: Wenn du Probleme hast, Pilzsporen zu sehen, liegt das nicht am Mikroskop-Modell (wenn es von einem der Top-Hersteller ist).

    Das klingt eher nach einem defekten oder verschmutzten Öl-Objektiv oder einem nicht korrekt platzierten Kondensor.

    Weißt du, wie die Köhlersche Beleuchtung eingestellt wird?

  • Hallo Sandra,


    ich bin Neuling hier im Pilzforum und stand vor einiger Zeit auch vor der Frage, welches Mikroskop es denn nun werde soll?

    Entschieden habe ich mich für ein Bresser TRM 301 und bin auch sehr zufrieden damit.

    Doch das nur am Rande: In dem Buch "Ein Astronom und sein Mikroskop" gibt es wunderbare Anregungen für die Anschaffung eines Mikroskops.

    Ob das Buch vielleicht etwas für dich ist?

    In jedem Fall halte ich es wie J.Fraunhofer: Jedes Teleskop (hier: Mikroskop) hat seinen Himmel.


    Bin gespannte darauf zu lesen, wie du dich letztendlich entschieden hast...


    Liebe Grüße aus Kiel

    Roland!

  • Hallo Sandra,


    da möchtest du ein neues/anderes Mikroskop haben und teils wird dir fast davon abgeraten, weil du doch schon eines hast. Komisch, wenn hier jemand eine neue Kamera sucht, habe ich sowas noch nie gelesen.:giggle:


    Das Zeiss Standard ist sicher ein ordentliches Mikroskop. Und dass du damit umgehen kannst, zeigen deine eingestellten Mikrofotos.

    Einige ältere Standards haben Schwächen in der Beleuchtung, das muss man zugeben. Aber die Optiken können meist mit denen modernerer Mikroskope mithalten.

    Dass irgendwann der Wunsch nach etwas "Neuem" erwacht, kann ich gut nachvollziehen.


    Mein erstes Mikroskop war ein Euromex (.... wurde mir von einem Anfänger damals empfohlen....). Das fand ich als Anfänger gut, ich hatte ja auch keine Vergleichsmöglichkeiten - bis ich bei einer Tagung mal durch ein anderes Mikroskop (das OLYMPUS CH2 von Andreas Gminder) geschaut habe. Das war wie ein Quantensprung. Das, was ich bisher immer erahnen musste (z. B. Sporenornamente bei Täublingen), war einfach so zu sehen.

    Logischerweise holte ich mir, sobald es meine finanziellen Möglichkeiten zuließen, ein OLYMPUS (BH2). Mit dem begann meine Begeisterung für die Mikroskopie. Irgendwann, im Laufe vieler Jahre, kamen noch Phasenkontrast (brauche ich selten), Dunkelfeld (einfach schön), DIK (prima, oft genutzt und sehr schön) und auch Fluoreszenz (für Pilze eigentlich unnötig) dazu. Die "eierlegende Wollmilchsau" besitze ich nun und bin damit seit Jahren sehr zufrieden. Durch die verschiedenen Beleuchtungsmöglichkeiten habe ich mir auch andere Bereiche mit Freude mikroskopisch erschlossen (Algen, Einzeller, Amöben, uvm.). Den Wunsch nach etwas "Neuem" habe ich nicht mehr.

    Ob das auch "dein" Mikroskop wäre, kann ich nicht beurteilen.


    Viele Mikroskope durfte ich über Jahre bei den verschiedensten Gelegenheiten testen und direkt vergleichen. Dafür habe ich immer ein paar Testpräparate (Diatomeen, Pilzdauerpräparate) parat. Die Optiken der älteren Geräte brauchen sich vor denen der modernen nicht verstecken. Das betraf die Marken Zeiss, Olympus, Leica und Nikon.

    Bei den neueren Geräten unbekannterer Marken (zumeist Chinaware, die vom Importeur gelabelt wird) gab (und gibt) es gute, sehr gute und auch absolut minderwertige Geräte - und das bei äußerlich identischen Modellen! Die Qualitätsunterschiede können sehr groß sein.

    Besonders macht sich die mangelnde Qualität auch in der Mechanik bemerkbar. Wackelnde Objekttische, rutschende, ruckelnde Feintriebe, klapprige Stative u.ä. können bereits recht früh auftreten. Reparaturen sind schwierig, zumal Ersatzteile kaum erhältlich sind.

    Leider gibt es nur noch sehr wenige Mikroskopie-Fachgeschäfte, bei denen man die Modelle einfach mal selbst haptisch bedienen und testen kann. Das ist eigentlich der beste Weg, wenn man was "Neues" sucht.

    Dann merkt man sehr schnell, ob einem das Modell "auch liegt". Mikroskopieren macht keinen Spaß, wenn man ständig nach ungeschickt liegenden Trieben suchen muss.

    Ein Trinokular ist eine Sache, aber die Adaption einer Kamera ist nicht immer so leicht, wie man denkt. Da sollte man sich vorher gut informieren, wie das am ausgewählten Modell machbar ist - und zu welchen Kosten!

    Und nicht zuletzt, muss einem das Mikroskop auch optisch gefallen.


    Deine Wünsche und dein veranschlagtes Budget lassen viele Möglichkeiten zu. Für Neugeräte empfehlen kann ich guten Gewissens Christian Linkenheld (Betreiber des Mikroskopie-Forums). Er bietet gute Beratung und Service - auch nach dem Kauf.


    Freundliche Grüße

    Peter

  • Hallo,

    danke euch allen erstmal für eure Ratschläge!

    DIC? Damit wärst Du dann arg weit weg von Deinem Preislimit, da brauchst Du nämlich auch noch spezielle Objektive dafür.

    Oh ? Das wusste ich nicht.

    Falls Interesse besteht kannst Du Dir die Daten ja mal im Breuckhoven-Prospekt anschauen

    Das werd ich auf alle Fälle machen

    Die ersten Ergebnisse mit einer Canon D650 drauf waren grottenschlecht, unscharf. Chip.de hat mir auf die Sprünge geholfen, die Kamera auf 'Blitzlicht aus' stellen und die Videofunktion 'an',

    Danke, den Tipp probier ich aus!

    Für uns Pilzler reicht ein Mikro, wie es Andreas aktuell anbietet, allemal

    Ich will mich ja auch noch in andere Bereiche der Mikroskopie vertiefen, da muss ich mal schauen, was da noch geht!


    Das Zeiss Standard ist das flexibelste Mikroskop der Welt, ausbaubar mit Dunkelfeld, Phako, DIC, Fluoreszenz, Polarisation...

    Das glaub ich gern, aber ich denke nicht, dass ich soviel an dem Teil selbst rumbasteln will. Mir wär lieber ich hätte was fix und fertiges. Hab da nicht so das goldene Händchen für ... Allerdings werd ich mal nach den Trino Tuben suchen, das bekomm ich selbst wohl noch hin ;)


    Oder hast du ein Zeiss Junior?

    Nein, ich hab das Stadard KF2



    Das klingt eher nach einem defekten oder verschmutzten Öl-Objektiv oder einem nicht korrekt platzierten Kondensor.

    Weißt du, wie die Köhlersche Beleuchtung eingestellt wird?

    Also das Objektiv ist nicht kaputt, funkt. einwandfrei und verschmutzt ist es auch nicht, da achte ich sehr penibel drauf.

    Zweiteres hab ich schonmal gelesen, aber das wars auch. Werde mich damit mal beschäftigen.

    Durch die verschiedenen Beleuchtungsmöglichkeiten habe ich mir auch andere Bereiche mit Freude mikroskopisch erschlossen (Algen, Einzeller, Amöben, uvm.).

    Genau darum geht es mir auch! Allein für die Schwamme reicht das Zeiss schon....

    Deine Wünsche und dein veranschlagtes Budget lassen viele Möglichkeiten zu. Für Neugeräte empfehlen kann ich guten Gewissens Christian Linkenheld (Betreiber des Mikroskopie-Forums).

    Wir werden nächste Woche mal telefonieren, Kontakt hab ich schon aufgenommen.


    :) Ich muß wohl noch einiges Recherchieren! Zum Glück hab ich nächste Woche Urlaub, da werd ich mich intensiv bemühen!

  • Nein, ich hab das Stadard KF2


    Hallo Sandra,


    das KF2 ist der Nachfolger des Zeiss Junior. Es hat keine klassische Köhlerbeleuchtung und kann auch nicht so umfangreich um weitere Kontrastverfahren ergänzt werden. Es gab Phako- und Dunkelfeldblenden, die aber selten sind. Das alles hat aber nichts mit der optischen Qualität zu tun. Das KF2 ist ein sehr gutes Gerät und liefert normalerweise knackig scharfe Bilder. Wenn du allerdings richtig aufrüsten willst, musst du wohl tatsächlich ein anderes Mikro anschaffen (oder eben ein Stativ aus der regulären Standard-Serie – deine Objektive und Okulare passen auch dort). An manchen Geräten KF-Serie passen übrigens auch die Trino-Tuben des Standard-Systems, aber nicht bei allen.


    LG

    Stefan

  • Mit Polarisation? Oder war Phasenkontrast gemeint? Ein Axioscope ist ja erweiterbar. Unseres auf der Arbeit hatte jedenfalls Phasenkontrast und Dunkelfeld, aber keine Polarisation.

    Für Polarisation sowie für Phasenkontrast braucht man jeweils extra Objektive, aber ich denke, das ist klar. Warum Axiocam? IMHO ist eine DSLR für solche Zwecke besser geeignet, da höher auflösend und universell einsetzbar.


    Bezüglich Kameradapter: Die sind oft schweineteuer! Ich habe mir bislang beholfen. So habe ich z. B. ein altes Wild-Mikroskop, wo ich für Fotos einfach den Binokular-Teil abnehme und eine Kamera mit Zwischenring auflege. Nicht ideal, aber ich investiere sicherlich keine paar hundert Euro in einen passenden Fototubus.


    Nur am Rande erwähnt: Verschiedene Kameras haben verschiedene Sensorgrößen: Vollformat (KB), M4/3, APS-C und so weiter. Bedeutet, dass man nicht jeden Fototubus für jede Kamera benutzen kann.


    Vergleichsweise günstig, aber mit überschaubarer Qualität, sind die Okularkameras, wie z. B. von Euromexx. Immerhin bieten die Software teilweise attraktive Stitching-Möglichkeiten, da war ich überrascht.


    Was spricht denn gegen ein gebrauchtes Mikroskop?

  • Wie man sich selbst eine Polarisationsvorrichtung baut, steht bei Henkel unter 2.2.6.2

    Spezielle Objektive sind nicht erforderlich. Man kann sich das auch von Zeiss für relativ viel Geld einbauen lassen.

    Für Phasenkontrast braucht man spezielle PhaKo-Objektive.


    mikrofibel.pdf&ved=2ahUKEwjivYzckY3vAhXsDGMBHc35D1gQFjAAegQIARAC&usg=AOvVaw1gDAE4s4eOqrPy3WQIEEKP&cshid=1614534536051


    Liebe Grüße

    Ralph

  • [...]

    Warum Axiocam? IMHO ist eine DSLR für solche Zwecke besser geeignet, da höher auflösend und universell einsetzbar.


    [...]

    Die hohe Auflösung vieler DSLRs wäre bei der Mikrofotografie Overkill. Ein Physiker könnte sicher ausrechnen, wie viele Pixel eine Kamera bei einem 40x-Objektiv mit der numerischen Apertur von 1,3 auflösen sollte. Das ist WIMRE eine einstellige MP - Zahl.

    Dazu kommt - es sei denn, man hat DIC- daß die Aperturblende zur Verbesserung des Kontrasts i. d. R. leicht geschlossen wird, was die Auflösung noch weiter verringert.

    Weitaus wichtiger ist, daß die Knipse bei hohem ISO gut auflöst, besonders dann, wenn man Erschütterungen (z. B. durch den Verschluß, s. o.) nicht sicher vermeiden kann oder wenn man auch mal gerne Flagellaten oder Ciliaten vor der Linse hat . (Wenn die Pilze nicht wachsen wollen, einfach mal einen Heuaufguss machen! Macht irre Spaß:) )

    Mein Tipp für eine Mikroskopkamera wäre z. B. eine gebrauchte Vollformat aus dem Hause Canon.

    Auch moderne Kameras wie z. B. die Fuji Xt-3 wären hier geeignet , da sie völlig erschütterungsfrei auslösen können.


    Liebe Grüße

    Ralph

  • Hallo, danke nochmal für den Input!

    Ich besitze eine Sony alpha 58 Kamera, wie erschütterungsfrei die schließt, hab ich noch nicht bewußt beobachtet....

    (Wenn die Pilze nicht wachsen wollen, einfach mal einen Heuaufguss machen! Macht irre Spaß :) )

    Die Zusatzwünsche DIC , Polarisation möchte ich gern, weil ich mich nicht auf Pilze beschränken möchte in nächster Zeit.


    Was spricht denn gegen ein gebrauchtes Mikroskop?

    Rein gar nichts. Außer vielleicht die (Hersteller) Garanie, falls was defekt ist ? Ich bin ja nicht so technisch bewandert ....

    Wie man sich selbst eine Polarisationsvorrichtung baut, steht bei Henkel unter 2.2.6.2

    eben das möchte ich nicht - selber basteln. Was einfaches mit einer Polfilter-Folie, habe ich mir schon gebaut, aber da muß ich ja ständig am Mikro schrauben, wenn ich keine Polarisation haben will, sondern ganz normale (Pilz-) Bilder. (Zumindest kommt es mir so vor, dass, wenn die Polfolie eingelegt ist, die Bilder schlechter werden.


    Danke für Eure Antworten, das ganze ist echt schwieriger als gedacht! :haue:

  • [...]

    Danke für Eure Antworten, das ganze ist echt schwieriger als gedacht! :haue:

    Kommt darauf an, welchen finanziellen Rahmen man zu stecken bereit ist.


    Beim Axioskop muss man sich schon in einer sehr frühen "Bauphase", nämlich der Wahl des nackten Korpus, dafür entscheiden, ob man später mal z. B. mit Phako oder DIC nachrüsten möchte. Auch beim Kondensor muss man diese Entscheidung treffen, dann bei den Objektiven. Für DIC braucht man sog. spannungsfreie Optiken, z. B. die EC-Plan-Neofluare. Ein absolutes Traumobjektiv ist hier das EC-Plan-Neofluar Öl 40x, mit einer numerischen Apertur von 1,3. Das Objektiv hat ein höheres Auflösungsvermögen als das 100x /1,2 Öl - Achroplan und kann dieses in den meisten Fällen ersetzen.


    Die zwei Polfilter (ein ausschwenk-und drehbarer vor dem Kondensor und einer im Strahlengang des Tubus) lässt sich Zeiss ordentlich bezahlen. Die Papiere sind gerade nicht zur Hand, aber so um die 400 Euro werden es schon sein. Ich habe die Anschaffung aber zu keiner Zeit bereut. Es macht riesig Freude, auskrstallisierte Flechteninhaltsstoffe oder beuspielsweise die randständigen Kristalle von Lecanora chlarotera vor total schwarzem Hintergrund bunt leuchten zu sehen.


    Mach Dir einem Account bei Zeiss (oder einem anderen Hersteller), dann siehst Du die Preise und kannst - zumindest bei Zeiss - einige Konfigurationen durchspielen und Deine Fragen im Anschluss mit Herrn Linkenheld oder z. B. auch mit Herrn Bähr (Jülich, Bonn) ausdiskutieren.

    Der Preis sollte in gewissem Rahmen verhandelbar sein.

    Du könntest denen auch noch eine Komplettwartung für Dein altes, aber vermutlich feines "Standard" aus dem Kreuz leiern. Ich habe das auch gemacht und war immer froh, nicht das sperrige Axioskop zu den Kursen in den Schwarz- oder Schwäbischen Wald mitschleppen zu müssen.


    Viele Grüße

    Ralph

  • Hi


    Ich finde Mikroskopkameras eine super Sache. Die tun genau was sie sollen weil sie für nichts anderes gemacht sind. Ohne dass man was weiss ich alles erst einstellen muss. Sogar wenn ich irgendeine teure Kamera hätte würde ich wohl niemals auf die Idee kommen die immer aufs Mik zu montieren wenn ich Mikrofotos machen will und wieder abzunehmen wenn ich damit raus will. Ist doch einfach nur mühsam. Mikroskopkamera fix montieren, brauchbare Software für Livebild, Fotos, Videos, Messungen etc. gibt es gratis dazu, was will man mehr. Kann schon sein dass ich n00b irgendwas übersehe, aber ich verstehe halt wirklich nicht wieso man es sich so schwer machen soll wenn man für einige hundert Euro eine Mikroskopkamera haben kann.


    Hast du dein Budget verdoppelt oder verdreifacht? Wenn man für 3500€ Differentialinterferenzkontrast haben kann werde ich nämlich ab sofort so lange nur Reis und Bohnen essen bis ich 3500€ übrig habe :S

  • Hallo Sandra,


    ich möchte nur noch mal auf einen Punkt von Ralph (Hassi) eingehen:


    Egal ob altes, aber hochwertiges Forschungsmikroskop (z. B. Zeiss Axioskop, Leitz Orthoplan, Olympus BH2 oder sogar Vanox) oder Neukauf: Ein Kriterium sollte sein, dass es für das Mikro ein 40 oder 50er Öl-Objektiv gibt. Wer das hat, möchte es nicht mehr missen...


    Du kannst ja mal mit deinen Vorstellungen im Mikroskopie-Forum nachfragen Mikro-Forum - Index. Dort kann man dir auf jeden Fall bei der Entscheidungsfindung auch weiterhelfen, besonders auch wie es bei Gebrauchtgeräten um die Verfügbarkeit von DIK etc. bestellt ist.


    Ich persönlich finde die Geräte von Carl Zeiss Jena (Jenamed und Jenaval) sexy. Da gibt es auch nach heutigen Maßstäben absolute Knallerobjektive. Und einen DIK für das Jenamed gibt es noch bei der Firma BW-Optik. Allerdings ist das wirklich gute 50er Öl-Objektiv extrem selten. Und auch sonst muss man bei den Gebrauchtobjektiven genau hinschauen, ob sie noch in Ordnung sind. Das trifft aber auf Zeiss-West ebenso zu.


    Herzliche Grüße

    Jürgen

  • Also ich würde auf Polarisation verzichten. Sicher, ist toll bei Kristallen, aber im Regelfall bei der Pilzmikroskopie doch entbehrlich. Dunkelfeld ist echt nett, wenn die Objekte nicht zu groß sind. Für ein Insektenporträt toll, mit Pilzen habe ich Dunkelfeld noch nie probiert.


    Eigentlich würde ich im privaten Bereich auch kein extra Geld für Phasenkontrast ausgeben, außer ich hätte dafür einen konkreten Anwendungszweck, den ich häufiger brauche. Auf Verdacht hin ("kann man sicher brauchen") wäre mir das zu teuer.


    DSLR/Axiocam: Ich würde trotz allem eine DSLR oder Systemkamera bevorzugen, ganz einfach weil man die universell einsetzen kann. Wenn es einem nicht weh tut für einen passenden Fototubus 500 Euronen extra zu latzen, der fährt ganz gut mit einem entsprechenden C-Mount-Fototubus am Mikroskop. Aber wie gesagt, da sollte man den passenden Tubus für seine Sensorgröße kaufen. Eine Okularkamera oder ein Okularadapter für Smartphones sieht nicht so professionell aus, ist aber deutlich günstiger in der Anschaffung. Muss jeder selbst entscheiden. Google lmscope


    Hilft mir auch alles nichts: ich präpariere nicht gut. :D


    Gebrauchte Mikroskope würde ich privat vorziehen, weil man da schon ein paar Euro sparen kann. Ein Kreuztisch wäre mir wichtig. Wo wir eben von Polarisationsmikroskopen sprachen: ich kenne eins von Zeiss, das hatte in der mir bekannten Ausführung aber natürlich keinen Kreuztisch, sondern einen drehbaren Tisch. Macht ja auch Sinn.


    Ein Knackpunkt bei älteren Mikroskopen ist vielleicht die Beleuchtung. Man kann darüber streiten, was besser ist, Glühbirne oder LED. Glühbirne ist etwas gelblich, vielleicht etwas schwach und hat einen geringeren Blauanteil. Blau hat Vorteile, da kürzere Wellenlänge, ist aber fürs Auge nicht so gut, da die LED oft einen starken Peak im Blauen haben (technisch bedingt). Inzwischen kann man Filter dafür kaufen. Also bei einem alten Mikroskop würde ich die Birne drin lassen und es nicht auf LED umbauen. Zumal es überhaupt nicht so einfach ist, eine LED zu dimmen. Pulsweitenmodulation (PWM) kann man da vergessen, da tut man sich keinen Gefallen mit. Mit Digitalfotografie und korrektem Weißabgleich ist Glühlampenlicht aber absolut kein Problem. Eine eventuelle Abschattung an den Rändern (Vignette) kann man rausrechnen.


    Aber wo wir gerade beim Geld ausgeben sind: Wirklich cool ist ein motorisierter Kreuztisch und zwar für x,y,z-Achse. Damit kann man dann automatisiert Bilder aufnehmen, zu einem größeren Gesamtbild stitchen und dann auch noch über die z-Achse die Tiefenschärfe erhöhen, indem man den stack verrechnet. :) Natürlich muss die Software sowohl den Kreuztisch und die Kamera ansteuern können.

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