Beiträge von PhilEsc

    Grüezi


    Da ich mich seit einigen Wochen Pilzkontrolleur nennen darf, Nebelkappen in der Schweiz (mit dem Hinweis dass man sie vor der Zubereitung abkochen und das Kochwasser wegschütten muss) immer noch als Speisepilze gelten und diese Pilze auch regelmässig in der Pilzkontrolle landen, habe ich sie gestern mal probiert.


    Fazit: Die Dinger stinken widerlich beim abkochen, sind aber abgekocht, gut abgespült und mit geschmacksintensiven Zutaten wie Knoblauch und Zwiebeln gebraten durchaus essbar. Für meinen Geschmack auf jeden Fall einiges besser als matschige Rotfüsse.

    Hi


    Nummer 1 sollte der violette Rötelritterling sein. Der hat wie alle Arten der Gattung einen sehr charakteristischen Geruch. Nummer 2 sieht nach Zitterling oder Drüsling aus, vielleicht der kandisbraune Drüsling. Da kenne ich mich nicht gut aus.

    Hallochen ihr lieben

    ich bin zwar anfänger aber ich würde eher auf Grünling tippen

    der schwefelritterling ist doch eher rund und nicht wie ein pfifferling oder?

    wenn der pilz eher nach mehr riecht könnte es doch auch ein grünling sein den Anton gefunden hat.?

    Hi Mala


    Ich sehe da auch einen Schwefelritterling. Die Grünlinge sehen zwar auf deinem Foto auf den ersten Blick ähnlich aus, die Lamellen stehen aber viel dichter.

    Grüezi mitenand


    Am 16. August habe ich in einer Studienwoche einen Pilz gefunden, der auf den ersten Blick aussah wie Petrakia liobae (siehe oben). Allerdings war die Wirtspflanze nicht Buche sondern Grünerle. Ich habe dann etwas im Internet recherchiert und bin darauf gekommen, dass es sich um Mycopappus alni handeln könnte. Mein Bekannter beim WSL fand das so interessant, dass ich ihm auf dem Heimweg direkt eine Probe zum sequenzieren abgeliefert habe. Ich habe nicht nochmals nachgefragt, aber da mein Fund mittlerweile im Verbreitungsatlas als Mycopappus alni eingetragen ist gehe ich davon aus dass bei der Sequenzierung nichts anderes herausgekommen ist.

    Der Pilz ist bis jetzt bekannt aus Nordamerika, Japan, Russland jenseits des Ural und der Türkei jenseits des Bosporus. Es handelt sich wohl um einen Erstnachweis für Europa.


    Hi Bernd


    Beim ersten würde ich auf Peziza michelii, den gelbfleischigen Lilabecherling tippen. Beim zweiten vermute ich, dass sich da noch ein Stiel verbirgt, dann wäre es wahrscheinlich eine Tarzetta. Sehr schwierige Gattung!

    Trichopezizella rubroguttata



    Petrakia liobae. Der breitet sich hier auf Buchen rasant aus. Im Sommer werden auf den Blättern Diasporen/Propagulen gebildet worauf der Baum die befallenen Blätter verliert. Im Frühling wird dann in der Streuschicht der Telemorph gebildet den ich weiter oben mal gezeigt habe.

    Melastiza tetraspora. Wurde bis jetzt nie eingetragen im Schweizer Verbreitungsatlas, ist aber kein Erstnachweis weil der Typus aus der Schweiz stammt. Ich habe ihn auch nicht selber gefunden, in der Studienwoche des Pilzvereins letzte Woche hat den jemand gefunden und mir netterweise den Ort verraten.

    Der Pilz bildet zuerst acht Sporen, wovon im Lauf der Entwicklung aber 4 verkümmern. Sieht man auf den einen Bildern sehr schön.


    Die Erstbeschreibung von Dissing gibt es hier auf Ascofrance, geschlüsselt wurde mit diesem Schlüssel.



    Sporenabwurf in Wasser ohne Ornament:

    Sporen(1000-fach, 95%, n=35):15.5-17.09-18.67 x 11.53-12.79-14.06µm; MW-Grenzen: Lm x Dm=16.82-17.36 x 12.58-13.01µm; Qm=1.31-1.36


    Sclerotinia cirsii-spinosissimi, Alpenkratzdistel-Sklerotienbecherling


    Wasser

    IKI+


    Sporenabwurf in Wasser. Sporen elipsoidisch, schwach asymetrisch, mit 2 Nuclei


    Sporen(1000-fach, 95%, n=25): 11.86-13.18-14.5 x 6.01-6.9-7.78µm; MW-Grenzen: Lm x Dm=12.91-13.45 x 6.71-7.08µm; Qm=1.87-1.96


    Croziers (+)


    Sklerotium




    Helvella corium



    Sporenabwurf in Wasser:

    Sporen(1000-fach, 95%, n=21):16.71-19.7-22.68 x 11.53-12.75-13.96µm; MW-Grenzen: Lm x Dm=19.04-20.35 x 12.48-13.01µm; Qm=1.49-1.61


    Haken (-)