Beiträge von PhilEsc

    Grüezi mitenand


    Am 16. August habe ich in einer Studienwoche einen Pilz gefunden, der auf den ersten Blick aussah wie Petrakia liobae (siehe oben). Allerdings war die Wirtspflanze nicht Buche sondern Grünerle. Ich habe dann etwas im Internet recherchiert und bin darauf gekommen, dass es sich um Mycopappus alni handeln könnte. Mein Bekannter beim WSL fand das so interessant, dass ich ihm auf dem Heimweg direkt eine Probe zum sequenzieren abgeliefert habe. Ich habe nicht nochmals nachgefragt, aber da mein Fund mittlerweile im Verbreitungsatlas als Mycopappus alni eingetragen ist gehe ich davon aus dass bei der Sequenzierung nichts anderes herausgekommen ist.

    Der Pilz ist bis jetzt bekannt aus Nordamerika, Japan, Russland jenseits des Ural und der Türkei jenseits des Bosporus. Es handelt sich wohl um einen Erstnachweis für Europa.


    Hi Bernd


    Beim ersten würde ich auf Peziza michelii, den gelbfleischigen Lilabecherling tippen. Beim zweiten vermute ich, dass sich da noch ein Stiel verbirgt, dann wäre es wahrscheinlich eine Tarzetta. Sehr schwierige Gattung!

    Trichopezizella rubroguttata



    Petrakia liobae. Der breitet sich hier auf Buchen rasant aus. Im Sommer werden auf den Blättern Diasporen/Propagulen gebildet worauf der Baum die befallenen Blätter verliert. Im Frühling wird dann in der Streuschicht der Telemorph gebildet den ich weiter oben mal gezeigt habe.

    Melastiza tetraspora. Wurde bis jetzt nie eingetragen im Schweizer Verbreitungsatlas, ist aber kein Erstnachweis weil der Typus aus der Schweiz stammt. Ich habe ihn auch nicht selber gefunden, in der Studienwoche des Pilzvereins letzte Woche hat den jemand gefunden und mir netterweise den Ort verraten.

    Der Pilz bildet zuerst acht Sporen, wovon im Lauf der Entwicklung aber 4 verkümmern. Sieht man auf den einen Bildern sehr schön.


    Die Erstbeschreibung von Dissing gibt es hier auf Ascofrance, geschlüsselt wurde mit diesem Schlüssel.



    Sporenabwurf in Wasser ohne Ornament:

    Sporen(1000-fach, 95%, n=35):15.5-17.09-18.67 x 11.53-12.79-14.06µm; MW-Grenzen: Lm x Dm=16.82-17.36 x 12.58-13.01µm; Qm=1.31-1.36


    Sclerotinia cirsii-spinosissimi, Alpenkratzdistel-Sklerotienbecherling


    Wasser

    IKI+


    Sporenabwurf in Wasser. Sporen elipsoidisch, schwach asymetrisch, mit 2 Nuclei


    Sporen(1000-fach, 95%, n=25): 11.86-13.18-14.5 x 6.01-6.9-7.78µm; MW-Grenzen: Lm x Dm=12.91-13.45 x 6.71-7.08µm; Qm=1.87-1.96


    Croziers (+)


    Sklerotium




    Helvella corium



    Sporenabwurf in Wasser:

    Sporen(1000-fach, 95%, n=21):16.71-19.7-22.68 x 11.53-12.75-13.96µm; MW-Grenzen: Lm x Dm=19.04-20.35 x 12.48-13.01µm; Qm=1.49-1.61


    Haken (-)

    Grüezi


    Ich habe lange nichts mehr gepostet... Dabei hätte ich genug Zeug.


    Trochila ilicina, das Stechpalmen-Deckelbecherchen.




    Trochila craterium, das Efeu-Deckelbecherchen.


    Ebenfalls sehr leicht zu finden ist Trochila laurocerasi, das Kirschlorbeer-Deckelbecherchen. Davon habe ich keine Bilder gemacht, aber ja, auf Kirschlorbeer wächst tatsächlich ein Pilz.


    Aeruginoscyphus sericeus habe ich drei Mal gefunden, jeweils auf Eichenstümpfen. Ja, ich hätte die kleinen Dinger etwas vom Dreck befreien sollen. 8o


    Byssonectria carestiae gefunden auf etwa 2000m.


    Choiromyces maeandriformis, der Stachelsporige Mändertrüffel.


    Hydnocystis bombycina, Gelbe Seidentrüffel

    Grüezi


    Meine Interpretation:


    Kreuztisch: Der ganze Tisch lässt sich entlang der x, y und z-Achse bewegen.


    Feststehender Tisch mit aufgesetzten Objektführer: Tisch lässt sich nur entlang der z-Achse heben und senken, in x und y-Richtung wird nur der Objektträger herumgeschoben während der Tisch stehen bleibt.

    Grüezi


    Das ist die Grenze, näher geht nicht. Man erkennt knapp die viersporigen Basidien von Lachnella alboviolescens aber wenn man noch näher will muss man wohl eine bessere Kamera haben und sich etwas Wissen aneignen. Dafür dass ich keine Ahnung von Fotografie habe ist es aber trotzdem ganz okay. Vielleicht könnte man noch etwas bessere Stacks machen wenn man die Focus Bracketing Funktion nutzen und dann selber stacken würde. Aber das ist mir auch schon zu hoch.


    Grüezi mitenand


    Gestern habe ich Äste von Grünerle (Alnus viridis) aus kleinen Bächen auf 1800m Höhe gefischt um eine Vibrissea zu finden. Ich musste nicht lange suchen und fand tatsächlich einige Apothezien.

    Die Apos sind max. ca. 2mm, die Asci etwa 400x11µ, der Porus amyloid, die Sporen etwa 280µ lang die Paraphysen teilweise gegabelt. Direkt innerhalb des Ectal Excipulums (inner ectal excipulum?) ist eine amyloide Schicht. Mit Dennis, Ellis&Ellis und komme ich da auf Apostemidium leptospora, mit diesem Schlüssel auf Vibrissea decolorans. Im Verbreitungsatlas von Swissfungi wird Apostemidium leptospora mit Verweis auf Index Fungorum als Synonym von Vibrissea decolorans angegeben. Dort steht das aber nicht so, siehe hier. Versteh ich nicht ganz.


    Hi Tuppie


    Ja so, Rocher. Alles klar.


    Jep, mir geht's ganz gut. Ausser als ich die Packungsbeilage des Antibiotikums gelesen habe, da wurde mir kurz schlecht von all den möglichen Nebenwirkungen bis hin zu bleibenden Schäden. Aber bis jetzt habe ich keine. Letze Woche hatte ich dummerweise Urlaub, morgen gehe ich wieder arbeiten. Wenn ich unbedingt gewollt hätte hätt ich schon heute wieder gehen können. Aber ich war noch etwas wackelig auf den Beinen und zudem musste ich einfach anrufen und sagen dass ich nicht kann weil ich Hasenpest habe. Einfach zu lustig.

    Grüezi


    Ja, wahrscheinlich bin ich zu heikel. Wobei, einfach so mit den Fingern werde ich das Zeug sicher nicht einsammeln. ^^

    Ich bin schon bisschen der Typ der sich immer ins Gesicht fasst. Zudem will ich auch ab und zu Zigaretten drehen oder so.


    Was sind Roche Dosen?


    Geschlossene lichtdurchlässige Gefäße bei Raumtemperatur sind zu empfehlen. Immer mal etwas Feuchtigkeit hinzufügen.

    Wie z.B. hier gezeigt.

    Danke, der Link ist super.

    Hallo! Ich bin's nochmal! :S


    Hier habe ich Lirula macrospora (Syn. Lophodermium macrosporum) auf Nadeln von Picea abies. Makroskopisch ist das ja eigentlich eine klare Sache, für Lophodermium piceae sind die Apothezien viel zu lang. Trotzdem wundert es mich, dass die Länge der Sporen in Ellis&Ellis mit 60µm angegeben wird, laut Quellen aus dem Internet bis 100µm, hier sind sie aber noch länger. Was mich ebenfalls verwundert, ist die Tatsache, dass es für diese Art so wenige Nachweise gibt (CH 3, D 19), für L. piceae aber so viele (CH 100, D 1244). Ist die wirklich so viel weniger häufig? Oder einfach wenig beachtet? In der Schweiz wird die Datenlage vielfach dünn, wenn der Pilz in B&K nicht drin ist. Das ist hier der Fall. Es ist dort nur unter weitere festgestellte und belegte Arten aufgeführt. Aber die Fichtenspaltlippe wird nicht einmal erwähnt.


    Grüezi mitenand


    Echt lustig, manche suchen danach und ich fasse irgendwo ins Laub, nehme ein einziges Blatt mit und werde fündig... Ich muss hier aber auch dem Buch Fungi of Temperate Europe von Tomas Laessoe und Jens H. Petersen ein Kränzchen winden das mich überhaupt auf die Idee gebracht hat nach der Tremella zu schauen. Auch bei Tremella versicolor war es dieses Buch das mich auf die richtige Spur geführt hat. Das Buch ist voll mit solchen nützlichen Hinweisen. Ich kann es jedem nur empfehlen der halbwegs genug Englisch kann. Ein wirklich grossartiges Übersichtswerk!


    kruenta Jep, das sieht gut aus. Die gehen innert wenigen Minuten auf wenn sie nass sind. Kannst sie auch selber nass machen, dann kannst du zuschauen.

    Lophodermium juniperinum, die Wachholder-Spaltlippe. Glaube nicht dass man den unbedingt mikroskopieren müsste, sollte eigentlich schon mit dem Substrat eindeutig sein. Habe auch nicht wirklich nachgemessen, nur lustige Schnitte gemacht.