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letzter Beitrag von Felli am

BMG-Tagung auf der Burg Rothenfels - Insiderbericht

  • Hallo Malon'

    ich glaube die dürften bei dieser Art wenn jung doch etwas heller sein, nicht?


    Schöne Grüße, Eberhard

    Chiprechnerei:
    202 (Leben vor d. APR 2018) - 20 (für selbiges) + 16 (für den 2. dann); +7 (Segmentwette) +9(Treppchenwette) +11 +2 für '0'm\ - und pvalschpvahl, +10(+1Pilzwette) -2 (Top6wette#2), -2 und +10(Top6wette#3)... Sind 243 und davon 20 in den Rachen des APR-'19-Finanzgnolms macht 224 (Unki meint: wohl eher 223) - 10 (Unkis Plan) =213

  • Was zu untersuchen wäre...


    LG

  • Als erstes trat ich beinahe auf sehr kleine, 1,5-2 cm Erdesterne.

    Hallo Felli,


    lieber spät als nie so könnte man meine Antwort auch betiteln ;)

    Mikroskopisch kann ich natürlich so rein gar nichts sagen aber makroskopisch sind dies für mich ziemlich eindeutig Geastrum elegans, also Nabelerdsterne. Allerdings kennst Du ja mein Pilzwissen an sich aber nachdem ich diese Erdsterne seit einem Jahr hier an zwei Stellen immer wieder finde und beobachte bin ich mir eigentlich ziemlich sicher. Gerade für Bayern ein wirklich toller Fund! Ich frage mich allerdings zunehmend, warum es heißt, dass die in Bayern seit Jahrzehnten verschollen sind. Zumindest gibt es jetzt drei Fundstellen und dies ist sehr schön.


    Liebe Grüße


    Maria

  • Hallo an Alle


    Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen wie sehr es mich ärgert, dass ich letztendlich doch nicht teilnehmen konnte (meine Heizung wurde genau in dieser Woche ausgetauscht). Wenn ich mir Eure tollen Fotos und Berichte ansehe, dann kommt es mir vor, als ob ihr hier unterwegs gewesen ward. So viele Pilze, zumindest sehr ähnliche, die ich hier auch sehe und von denen ich keine Ahnung habe, bei denen ich mich so oft frage was dies wohl sein könnte.


    Auf jeden Fall ein ganz herzliches Dank an euch alle für das Teilhaben lassen und bitte gerne noch mehr.


    Liebe Grüße


    Maria

  • Servus Maria,

    warum es heißt, dass die in Bayern seit Jahrzehnten verschollen sind. Zumindest gibt es jetzt drei Fundstellen

    es gibt immer wieder Jahre in denen Pilze, die lange Zeit keine Fruchtkörper gebildet haben, plötzlich an mehreren Plätzen gefunden werden.

    Evtl. ist das in dem Fall so - Ich weiß es nicht.

    Hat mich trotzdem gefreut ihn zu finden;)


    Grüße

    Felli

  • Servus Allerseits!


    So wunderbare Bilder und Funde...

    Schade, daß man nicht immer überall selbst dabei sein kann.


    Hilfreich auch eure schönen Bilder vom Elfenring - Klumpfuß. Man kann doch den einen oder andren eigenen Fund mit eurer Hilfe noch ein wenig besser einordnen.



    LG; Pablo.

  • Mikroskopisch kann ich natürlich so rein gar nichts sagen aber makroskopisch sind dies für mich ziemlich eindeutig Geastrum elegans, also Nabelerdsterne.

    Hallo an alle,


    für mich sieht das sehr nach Geastrum minimum aus: sehr kleine Fruchtkörper, körnige Endoperidie, unter Kiefer.


    G. elegans hat eine glatte Endoperidie.


    "sitzend" oder "kurz gestielt" kann man an so frischen Fruchtkörpern nur beurteilen, wenn man sie durchschneidet. Das komplette Einrollen der Exoperidie machen viele Arten.


    Gruß,

    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    glücklicherweise habe ich beide Erdsterne hier bereits gefunden. Ich füge einmal vier meiner Fotos zum Vergleich ein.


    Nabel-Erdsterne (Geastrum badium bzw. elegans) vom 13.11.2019 (ungestielt, Peristom ein gefurchter Kegel)



    Zwerg-Erdsterne (Geastrum minimum) vom 16.10.2019 (kurz gestielt, Peristom flach bis kegelig, mit hellem , meist deutlich abgegrenztem Hof)



    Bei Fellis Foto kann ich ehrlich gesagt nicht wirklich erkenne, was auf einen G. minimum schließen lassen könnte aber was weiß ich schon. :)


    Liebe Grüße


    Maria

  • Hallo Maria,


    ich kenne elegans nur mit einer babypopo-glatten Endoperidie, so wie hier:

    MyCoPortal - Geastrum elegans


    In dem Heftchen über Erdsterne von Dörfelt steht was von gelegentlich "kleinen Kristallen", wie Du schon mal in einem anderen Thread gezeigt hast:

    Welcher Erdstern? Geastrum elegans?


    Beim googeln findet ich aber noch mehr Bilder von elegans mit einer rauhen, schon fast filzigen Endoperidie, so wie Du es hier zeigst.


    Ob das beides das gleiche ist?? Du hast nicht zufällig ein Exemplar aufgehoben? Dann könnte man die mal nebeneinander mit einem glatten

    sequenzieren, wenn ich hier mal wieder so einen finde.


    Dein Vergleich mit dem total verwitterten G. minimum ist etwas aber irreführend, weil minimum jung und frisch auch etwas anders aussieht. So deutlich ist der Hof bei jungen Exemplaren nicht - aber zugegegen so ganz ohne Hof würde auch nicht recht passen.


    Gruß,

    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    diese G. badium von exakt dieser Fundstelle hat Ulla ( lamproderma ) Anfang des Jahres mikroskopiert und wohl auch zur Sequenzierung eingesandt oder wollte dies tun. Natürlich kann ich da beim nächsten Mal ein Exemplar für Dich mitnehmen, bei dieser Fundstelle stehen, im Gegensatz zur zweiten Fundstelle auf einem anderen Berg, auch in diesem Jahr wieder wirklich viele Fruchtkörper.

    Woran genau es liegt, dass die manchmal glatter sind und manchmal nicht - ich habe mir da jetzt so viele verschiedene Fruchtkörper in allen Stadien angesehen - weiß ich auch nicht. In meiner von Dir verlinkten damaligen Bestimmungsanfrage sieht man ja sogar zwei Fruchtkörper nebeneinander stehen - der eine mehr glatt und der andere eben nicht ganz so sehr - beides ist aber G. badium soweit ich dies beurteilen kann. Die verändern sich im Laufe der Zeit soweit ich dies beobachten konnte.


    Liebe Grüße


    Maria

  • Servus,

    Da schaust mal ne zeitlang nicht ins Forum und dann so was:)


    Also ich hab diesen Erdstern zum ersten mal gefunden und ihn dann nach Dörfelt ausgeschlüsselt.

    In dem Heftchen über Erdsterne von Dörfelt

    Und genau in dem Heftchen steht im Schlüssel bei Nr. 2)

    Peristom faltig gefurcht

    und schon bist du an G.minimum vorbei gegangen !


    Die beiden abgebildeten Exemplare sind getrocknet und liegen hier bei mir.

    Also Wolfgang, wenn du 1 Exemplar zur Sequenzierun haben möchtest lass es mich wissen.

    Ich könnte auch einen halbieren und schauen ob sich da ein Stielchen entwickelt

    Im getrockneten Zustand ist kein Stiel zu sehen.


    Grüße

    Felli

  • Salve!


    Wenn jemand wirklich solche Erdsternchen sequenzieren wöllte, einen Belg von Geastrum minimum mit kräftig körniger Endoperidie und deutlich behöftem, gewimpertem Peristom hätte ich auch noch anzubieten:



    Schwetzigen / Hirschacker; Trockenrasengesellschaft / Binnendüne


    Da täte dann alles zusammen passen, also Peristomstruktur, Stielchen der Endoperidie und Kristallauflagerung.



    LG; Pablo.

  • Inocybe tjallingjorum, der Bereiftknollige Risspilz; wer kommt bloß auf solche bescheuerten Namen?

    Lieber Stefan, also ich finde weit eher Namen nicht gut, die auf ein Merkmal hinweisen, das kein stabiles Merkmal ist und daher den, der sich darauf verlässt, in die Irre führt. Beispiel: Inocybe albomarginata, die meist genau das nicht hat, wonach sie benannt ist: nämlich keinen weißen Hutrand. Und gerade erst habe ich mit einem sehr bekannten ausländischen Mykologen eine Exkursion gemacht, bei der wir albomarginata fanden, und sein prompter Satz war: "Die hat ja keinen weißen Rand!?" Genau das passiert aber sehr häufig,und ich weiß nicht, wie oft mir aus diesem Grund falsch bestimmte Inocyben untergekommen sind. Jedenfalls zur Aufklärung des Namens, den Thom Kuyper vergeben hat: Er hat den Namen zu Ehren von F. Tjallingii und dessen Frau verwendet, Ehrenmitglieder der Niederländischen Mykologischen Gesellschaft, aufgrund ihres überragenden Wissens über die Mykoflora der Ijsselmeerpolder. Nun weißt du es....;)

    Herzlich, Ditte

  • Inocybe tjallingjorum, der Bereiftknollige Risspilz; wer kommt bloß auf solche bescheuerten Namen?

    Lieber Stefan, also ich finde weit eher Namen nicht gut, die auf ein Merkmal hinweisen, das kein stabiles Merkmal ist und daher den, der sich darauf verlässt, in die Irre führt. Beispiel: Inocybe albomarginata, die meist genau das nicht hat, wonach sie benannt ist: nämlich keinen weißen Hutrand. Und gerade erst habe ich mit einem sehr bekannten ausländischen Mykologen eine Exkursion gemacht, bei der wir albomarginata fanden, und sein prompter Satz war: "Die hat ja keinen weißen Rand!?" Genau das passiert aber sehr häufig,und ich weiß nicht, wie oft mir aus diesem Grund falsch bestimmte Inocyben untergekommen sind. Jedenfalls zur Aufklärung des Namens, den Thom Kuyper vergeben hat: Er hat den Namen zu Ehren von F. Tjallingii und dessen Frau verwendet, Ehrenmitglieder der Niederländischen Mykologischen Gesellschaft, aufgrund ihres überragenden Wissens über die Mykoflora der Ijsselmeerpolder. Nun weißt du es....;)

    Herzlich, Ditte

    Hallo Ditte,


    herzlichen Dank für die Aufklärung. Ich wurde in letzter Zeit öfters "gemaßregelt" (sowohl hier, wie auch auf FB), dass ich keine deutschen Pilznamen verwende. Meine Aussage zu dem "blöden Namen" bezog sich auf den deutschen. Pilze zu Ehren großer Mykologen zu benennen finde ich sehr angemessen, aber dann auch noch mehr oder minder deutsche Namen anzuerfinden, nur damit sie einen haben, finde ich auch blöd. "Bereiftknolliger Risspilz" habe ich übrigens aus Mykis/Pilze Deutschlands übernommen. Das ist keine Erfindung von mir und ja der Name würde auch für mehr Arten passen.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Nun, da bin ich ganz deiner Meinung, Stefan! Sich krampfhaft einen deutschen Namen auszudenken, der dann auf zig andere Arten auch passt, finde ich auch nicht gut...Wenn ich einen Fundbericht mancher holländischer Mykologen lese, stolpere ich über jeden einzelnen Namen, und ich weiß nicht, was da nun gemeint ist - und oft fehlt der wissenschaftliche Name, so dass die Identifizierung nur über niederländische Pilzbücher oder das Internet geht. Dafür gibts ja die wissenschaftlichen Namen, damit es weltweit einfach jeder versteht.

    Herzlich Ditte

  • Servus,

    Jetzt wäre das hier fast untergegangen.


    Auf einer Brandstelle gab es 2 Anthracobia`s.

    A. macrocystis und A.melanoma. Und - was sehr Unscheinbares


    1. Anthracobia melanoma

    Haare


    Sporen


    Anthracobia macrocystis


    Sporen


    Haare


    Zwischen den Anthracobia`s fand ich dann noch ein kleines schwarzes Perithecium mit kurzem, abgerundeten Hals, das sich wirklich als etwas Besonderes herausstellte:)


    3. Gelasinospora calospora


    Asci 8 - sporig,

    Sporen: schwarz, ellipsoid. 21-23-25 x 13-14-15µ,

    Die Sporenwand mit trichterförmigen Vertiefungen

    IKI -


    Der Apikalring wird in Kongorot deutlich sichtbar.

    KOH 3%



    Grüße

    Felli

  • Zwischen den Anthracobia`s fand ich dann noch ein kleines schwarzes Perithecium mit kurzem, abgerundeten Hals, das sich wirklich als etwas Besonderes herausstellte:)

    3. Gelasinospora calospora

    Was für ein geiler Fund, Felli!:thumbup:

    Die Gattung gibt es ja auch an Dung, leider fahnde ich nach denen bisher vergeblich.

    Ich sehe auf Deinen Bilder allerdings eher fusiforme Sporen mit vermutlich zwei Keimporen anstatt elliptische Sporen mit einem KP.

    Das wäre bei annähernd gleicher Sporengröße dann Gelasinospora adjuncta und nicht G. calospora.

    Verglichen habe ich mit "Lundqvist - Nordic Sordariacea s.l."


    In der Vergangenheit wurden beide Arten u.a. von C. & M. Moreau als synonym betrachtet.

    Ob es tatsächlich zwei Arten sind, werden wohl die Sequenzierer zu beweisen haben.

    Unabhängig davon ist das ein großartiger Fund, zu dem ich Dich herzlich beglückwünsche!


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hier geht es zu meinen Themen.

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  • Servus Nobi,

    Dank dir für deine Anteilnahme;)^^

    In der Vergangenheit wurden beide Arten u.a. von C. & M. Moreau als synonym betrachtet.

    Ja, wie das jetzt ist weiß ich nicht, ich hab nach :

    Schlüssel zu den Gelasinospora-Arten Arx, J. von 1982 bestimmt.

    Die Bilder bei Lundquist sehen aber meinen Sporen sehr ähnlich, da muß ich dir Recht geben.

    Man müßte halt mal die "Dung-Art- G. adjuncta" mit der "Erd-Art - G. calospora" vergleichen können.


    Aber wie du schon sagst

    Ob es tatsächlich zwei Arten sind, werden wohl die Sequenzierer zu beweisen haben.

    Grüße

    Felli

  • Na Felli, da hats ja offensichtlich doch noch a bisserl was mit Asci gegeben...- sehr schön!


    Zu den Erdsternen:

    Ich geh da ja seit 20 Jahren gern im Herbst herum und hab nie elegans/badium gesehen, aber sehr oft schon minimum, für das ich den Fund auch gern halten würde.


    LG Rudi

  • Servus Rudi,

    Ja, ein wenig Schlauchiges hab ich schon finden können;)

    Zu den Erdsternen:

    Ich geh da ja seit 20 Jahren gern im Herbst herum und hab nie elegans/badium gesehen, aber sehr oft schon minimum, für das ich den Fund auch gern halten würde.

    Nach was bestimmst du denn die Erdsterne ?


    Hier jetzt noch mal das Original - Bild.

    Am rechten Exemplar sieht man schon die Verkahlung und Verfärbung der Endoperidie.

    Das Teil besitzt weder eine Apophyse noch einen Stiel auf dem die Endoperidie sitzt.

    Das Peristom ist deutlich gefurcht ! Was nach Dörfelt G. minimum schon ausschließt

    Hier ein Schnittbild wo man auch die Vertiefung sieht in der die Endoperidie sitzt


    Wenn das nun eine ungestielte Form von G. minimum wäre, müßte sie ( nach Dörfelt) dennoch ein gefranstes( nicht gefurchtes) und deutlich gehöftes Peristom besitzen.

    Da die Fruchtkörper das aber nicht haben, bleibt meiner Meinung nach nur G. badia/elegans übrig.


    Mach ich da einen Bestimmungsfehler?


    Vielleicht gibts ja auch neuere Literatur in der G.elegans/badia neu definiert wurde.


    Grüße

    Felli

  • Danke für die schönen Bilder, insbesondere das Schnittbild hat mich überzeugt, dass das kein minimum ist.

    Ich hab zur Bestimmung u.a. Sunhede, Sarasini, Dörfelt. Diese ermahnen mich alle, demnächst genauer hinzuschauen.

    Wenn man immer dasselbe sieht, sieht man immer dasselbe...

    LG Rudi

  • ...ich hab nach : Schlüssel zu den Gelasinospora-Arten Arx, J. von 1982 bestimmt.

    Da taucht Gelasinospora adjuncta lediglich als Synonym von G. calospora auf, Felli.

    Zwei Arten oder nur eine, das ist tatsächlich die Frage.

    Ich tendiere zu Lundqvists Meinung, beide Arten zu trennen, was er ja auch recht gut begründet.

    Mit G. adjuncta in der Originalbeschreibung von Cain kannst Du gern hier vergleichen.


    Liebe Grüße

    Nobi

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