Beiträge von Felli

    Servus ,

    Jetzt hab ich nochmals was auf den Himbeerstängel gefunden.

    Auf dem geschwärzten Substrat drückten unter der Epidermis diese Teile hier hervor:

    Sie sahen im Schnitt mehr oder weniger

    so aus:



    Und enthielten eine Unzahl an Sporen:

    glatt, (4)6-7 x 2-2,5µ, leicht grau-bräunlich, und 1 x septiert


    Ascusreste/ oder Konidiophoren hab ich nicht gesehen!


    Hier noch ein Ausschnitt des Excipulum´s


    Hat irgend jemand eine Idee ?


    Grüße

    Felli

    Servus Grüni,

    ich denke schon dass A. strobiliformis mit Bäumen verbandelt ist.

    Ich fand ihn hauptsächlich bei Eschen, Linden und Buchen.

    Soweit ich weiß, sind die aber eigentlich gar nicht an Bäume gebunden, wachsen sogar manchmal auf/an der Straße.

    Da sind bestimmt auch Strassenbäume und oder/ ihre Wurzeln.


    hab auch mal bei Ludwig´s Pilzkompendium nachgelesen, er nennt zusätzlich noch Birke, Esskastanie, Hainbuche ;), Fichte und Kiefer.


    Da sind also mindesten 2 Bäume in deinem Garten die ihn unterstützen könnten:)


    Grüße

    Felli

    Servus Karl,

    Hier gibts ausser alten Sommersteini´s anscheinend keine Röhrlinge,

    - zumindest hab ich keine gefunden.

    Um so schöner ist es dann wenn man solche Prachtexemplare auf dem Tablett serviert bekommt. ==Pilz25

    B. luridus var. rubriceps (Maire) Dermek. Die sieht von oben aber erst einmal überhaupt nicht wie eine Netzhexe aus.

    Was es alles gibt 8|- toll, hab ich so auch noch nicht gesehen.


    Grüße

    Felli

    Servus Grüni,

    Klasse deine " Franzi-Doku"==Pilz22.

    Sag mal an welchem Baum hängt der dann mit drann?

    Auf einem Bild dachte ich Haselnuss erkannt zu haben - kann das sein ?

    Grüße

    Felli

    Servus Miteinander

    Der Stausee sieht so verbaut aus, weißt Du warum?

    Ach Claudia, der Stausee ist ein künstlich angelegtes Becken um die Wasservorräte für die Schneekanonen der Skiliftbetreiber zu sichern. Der See ist erst vor ein paar Jahren errichtet worden und die Natur hat es noch nicht geschafft die Narben zu kaschieren.


    Dein Käfer sollte aber aus der Lycidae-Ecke sein.

    Da hast du völlig recht, dank dir für den Hinweis. Das sollte dann

    Dictyoptera aurea - Scharlachroter Netzkäfer sein.

    ( Der rote auf dem grünen Blatt)


    ..ich würde am liebsten mit dir hoch zu den Schneefeldern gehen!

    Naja, Mittelhessen ist doch nicht sooo weit, gib Bescheid wenn du vorhast zu kommen,- dann kannst ja Nobi mitnehmen;)


    Wie kommst du auf den Namen? IF kennt ihn nicht. Wieder so eine unbeschriebene Zotto-Art?

    Ich hätte da vermutlich Vibrissea filisporia dazu gesagt.

    Ja Nobi, das ist eine Baralsche Art , Unterschiede zu V. filispora sind die Paraphysen bei V. f. verzweigt und breiter und wahrscheinlich das Vorkommen nur auf Rubus



    Siecher?

    Peziza vesiculosa ist doch deutlich größer und vom Habitus auch anders.

    Ich sehe hier viel eher Peziza fimeti s.l. Das würde auch besser zum Wachstum direkt auf Pferdedung passen.

    Also Nobi, wenn ich mir den Bildausschnitt jetzt nochmal so anseh, dann kann ich deine Zweifel gut verstehen.

    Am Fundort gab es aber nicht einmal einen Anflug eines Gedanken an P. fimeti weil die Fruchtkörper für P. vesiculosa dermassen typisch ausgebildet waren.

    Die Schnecke kroch über oder frass von jungen Fruchtkörpern.

    Hier noch zwei weiter Bilder vom Fundort.--> Also für mich ganz sicher

    Peziza vesiculosa - hab sie auch unterm Mikro gehabt



    Grüße

    Felli

    Servus,

    ich bitte darum den ersten Thread zu entfernen

    Ich stell mir die Frage warum die Bilder nicht zu sehen sind und hoffe dass es jetzt klappt

    Also noch einmal



    Das ist ein langer Bericht also nehmt euch Zeit oder ignoriert ihn :whistling:


    Anfang diesen Monats hatte ich ein wenig Zeit und trieb mich im Voralpenraum umher.

    In den Gipfellagen war´s noch weiß, im Tal hatte es 22-25°, obwohl auch dort der Schnee erst 2 Wochen vorher verschwand.

    Los ging´s mit so tollen Frühlingspilzen wie den beiden Speisemorcheln - Morchella esculenta ssl. am Wegrand,

    leider zu wenig zum verspeisen, aber das macht nichts bei so schönen Exemplaren.


    Etwas weiter im Wald dann der Buchenwald Wasserfuß - Hydropus subalpinus


    und der Striegelige Rübling - Collybia hariolorum


    danach wuchsen noch ein paar Saumpilze, ich denke hier an Psathyrella cf spadiceogrisea

    ( sie wurden nicht mikroskopiert - Und blieben im Wald!)


    An einer Lichtung versuchte ein roter Fleck auf grünen Untergund in den Schwirrflug überzugehen

    Pyrochroa serraticormis der Feuerkäfer


    während eine Springspinne in bzw. auf einer Blüte auf ihr Frühstück wartet.


    So auf halber (Berg)Höhe – es wurde steil im Gelände – schob sich eine Spitzmorchel aus dem Boden


    Und wenn man ein so Kahlschlag/ Windbruch sieht – ja, da wächst evtl. auch etwas .


    Jaaa, eine Riesen - Gyromitra ( Gyromitra gigas) auf der Sonnenbank


    hier im Schatten noch etwas besser erhalten


    So nach 2/3tel des Weges begannen die ersten Schneefelder


    und während unter den Steinen die Moorfrösche so langsam auftauten

    sorgten andere Gesellen schon wieder für Nachwuchs

    Ein/zwei spec-Käfer?


    Oben dann ein toller Ausblick


    Zurück wählte ich den leichteren Weg – schonender für die Knie ;)


    Wieder im Tal folgte ich noch einem Bachlauf an dessen Rand

    Himbeeren und das Ausdauernde Silberblatt gediehen.


    An den abgestorbenen Himbeerruten war einiges zu finden, was natürlich zur näheren Begutachtung mitgenommen und mikroskopiert wurde.


    Häufig und auffallend war Capitotricha rubi


    Direkt daneben Brunnipila clandestina


    und Massen an Olla millepunctata auf dem ganzen Stängel verteilt.


    "Glashaare" am Rand und Aussenseite


    sehr schön verfärben sich die Glashaare mit Melzers


    War´s das?


    Nochmal genau unterm Bino schauen -aha

    Na klar, das war nicht alles -

    Pyrenopeziza cf rubi


    Schnitt

    Sporen


    die Unterschiede zu Pyrenopeziza escharodes cf.spec sind wohl nicht so ganz deutlich

    Ob das der Olivliche ist ?

    mikroskopisch auf jeden Fall verdammt ähnlich bis auf die Farbe

    Aussenseite

    Rand

    Asci: 45x5-7µ

    Sporen 7-10 x1,5-2µ

    Haken + IKI+



    Und was ist dass denn schon wieder ?

    Mollisia?


    Nein, lange fädige Sporen 160-210 x 1-1,5-2µ

    beim Ausschleudern


    Paraphysen in Kresylblau, Sporen farblos


    da komm ich auf eine Vibrissea rubicola, ob das aber schon der gültig beschriebene Name für das Pilzchen ist, weiß ich nicht.


    Jetzt aber zum Silberblatt Lunaria rediviva ( abgestorbene Stängel)


    hier ist alles voll mit Cistella cf albidolutea

    Sporen:10-13 x2µ,


    Randhaare nur vereinzelt an der Spitzenzelle warzig -stachlig und schwer zu fotografieren


    2.Kollektion

    Asci in Kongorot, mit Haken an der Basis


    und hier eine Pyrenopeziza cf atrata

    Rand, Ascus mit Sporen 6-8 x2 µ


    Ja und das?

    Wieder was Neues und das Highlight für mich

    Relativ lange „Glashaare“,

    Sporen

    goldgelbe Guttulen in den Paraphysenbasen
    und dem Subhymenium,



    und eine deutlich blaue Lugolreaktion im Subhymenium


    bringen mich auf Urceolella aasii ( wenigstens roch sie nicht ^^)


    Apropos riechen:

    hier war der Geruch doch etwas streng aber was tut man nicht alles für Peziza vesiculosa


    den Tintling im Hintergrund hab ich erst auf dem Bild bemerkt – Faszination pur so zu sagen


    Puh, durch schnaufen! -jetzt habt ihr´s überstanden , das war´s.


    Falls ihr Gedanken/Verbesserungen zu den Arten habt, lasst es mich wissen

    damit die cf´s gestrichen oder hinzugefügt werden können.


    Grüße

    Felli

    Ich hoffe die Bilder sind jetzt zu sehen

    Bilder

    • 8.2 O.millepunctata Lugol+.jpg

    Servus Matthias

    Nr. 2 kann nicht Torula sein, da deren Konidien an der basalen Zelle deutlich dunkler als der Rest gefärbt sind. Abgesehen davon haben die keine langen braunen Konidiophoren. Vergleiche mal mit Dendryphion comosum.

    ja, hast recht, jetzt hab ich meinen Fehler im Schlüssel auch gefundenX(

    Passt.

    herzlichen Dank


    Grüße

    Felli

    Servus

    wodran erkennt man, daß er reif ist? Ich hatte die gemessenen Sporen aus einem Sporenabschußpräparat alla Ralf gewonnen.

    Das wundert mich etwas, denn deine Ascusbilder zeigen allesammt unreife Asci. Die Sporen "stoßen " nicht an der Ascusspitze an, der Platz zwischen den Sporen ist sehr unregelmäßig und sogar die typische Guttulen in den Sporen sind teilweise noch nicht einmal vorhanden. Das sind für mich Kriterien der Unreife.

    Konntest du das Sporenornament in H²O schon erahnen/erkennen?


    Natürlich ist es auch möglich, dass schon einige reife Asci dabei waren, die schon auschleuderten.


    Grüße

    Felli

    Servus Björn,


    Fruchtkörper waren sehr groß (geschätzt >1 cm Durchmesser) und wuchsen im Morast auf totem organischen Material wie Eicheln, Stöckchen und Blättern.

    Kann es sich hier um Scutellinia patagonica handeln?

    wenn ich mir den Fruchtkörper so anschaue kommt mir S. nigrohirtula oder

    auch S. umbrorum in den Sinn.

    Der Fruchtkörper scheint auch nicht reif zu sein, und da wird´s ja bekanntlich ganz schwierig.


    Grüße

    Felli

    Servus ,

    und noch einmal Hyphomyceten, dieses mal vermutlich auf einem Ampfer -Rest.

    Leider ist mir die Substratbestimmung nicht eindeutig gelungen!

    Hier nun die Hypho´s:


    Nr.1

    Das halte ich für eine Periconia cf.


    P. atra kann man ausschliessen -denke ich

    Kopfteil leicht verzweigt, nur 2-3 Abzweigungen

    Ich konnte leider auch nicht beurteilen ob die Konidiophore jetzt ganz glatt oder doch rau war,

    auf jeden Fall war sie lang, über 500 µ

    Die Sporen sind flach warzig und 5-7 x 5-6µ groß, also nicht ganz rund.



    Nr.2:

    Teils Polster bildend teils einzeln stehend.

    Sporen in Ketten, Ornament warzig-stachlig, braun, 15-25 x 5µ,

    2-5 x septiert, Endzellen teilweise hyalin



    Möglicher Weise ist das Torula cf. herbarum,

    aber wer weiß das schon:/?


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Bei meiner letzten Tour nahm ich mir Proben von Himbeere(abgestorbene Stängel) und vermutlich eines Ampfers mit.

    Als erstes der Himbeerstängel, hier hat sich allerhand entwickelt, darunter auch diese beiden Hyphomyceten/ NFF.

    Nr.1

    Hier vermute ich eine Helminthosporium -Art

    Die Sporen sind 60-65 x 10-12µ mit bis zu 10 (Pseudo)Septen. Sie werden an der Spitze und seitlich an der Konidiophore gebildet. Apikal sind sie hyalin , ansonsten grau-braun.




    Nr.2

    Das Zweite auf Himbeere hat starke makroskopische Ähnlichkeit mit Brunnipila clandestina

    - nur dass keine Asci sondern Konidien zu finden waren.

    Die Haare entsprechen denen von Brunnipila!


    Konidien: hyalin, ca 25 x 2µ, meist mit 2 Septen, und einem seitich abstehenden " Apikulus" am basalem Ende

    s.Pfeile

    Kennt das jemand von euch oder habt ihr das auch schon mal gesehen?

    Grüße

    Felli

    Servus,

    Nun hab ich ein wenig Zeit gehabt und mir den Enziastängel nochmals angeschaut.

    Und diese hübsche Nebenfruchtform ( vom Eingangsbeitrag) ist ein Heteropatella-Stadium und gehört wahrscheinlich zu Heterosphaeria patella.


    Schnitt


    Randpartie


    Einzel-Ascus, unreif, in IKI rot reagierend

    Leider muß ich ein cf. dahinter stehen lassen, da die Hauptfruchtform ja nicht reif ist, und es auch noch H. alpina ( Enzianstängel??)........und andere gibt.


    Grüße

    Felli

    Servus Claus,

    Find ich klasse wie du das alles dargestellt hast==Pilz25

    So kann man das wunderbar nach vollziehen


    Grüße

    Felli

    Servus,

    auf einem vorjährigen Enzianstängel fand ich 3 Pilzchen:

    Hier alle auf einmal

    -ich denke das Langgestreckte ist ein Sclerotium- aber von was ?

    aufgeschnitten


    Auf diesen Sclerotien ( der ganze Stängel war voll damit) vermutlich

    Botrytis cf. cinerea

    Konidiophore x 400:

    800-1000 x 10-12µ, braun, verzweigt, septiert. Spitze hyalin, Sporen in Trauben

    Sporen: 11-13 x 4,5-5µ


    Und dann dieser hier, der an Leptosphaeria / Leptospora erinnert. Evtl eine NFF von genannten Arten ?

    Oder aber möglicher Weise eine Ceriospora


    Fruchtkörper gewässert, aufplatzend und teils kronenartig aufreißend

    Fruchtkörper mit Sporenausstoß

    Excipulum

    Konidiophoren in Kongorot


    Sporen 15-28 x 2-3µ, mit bis zu 35µ langen zugespitzten Anhängsel ( basal?),

    auch mit kurzem 10-20µ langem (apikal?) Anhängsel


    Irgendwelche Ideen?



    Grüße

    Felli

    Servus,

    dank euch Beiden für die Komentare,

    da war ich ja auf dem richtigen Weg wie mir scheint.

    Mit welchem Schlüssel hast du denn gearbeitet?

    Ich hab ´s mit Gröger und Ludwig versucht


    Wenn man sich die von Andreas zitierten Abbildungen ansieht, ist das Aussehen nicht so daneben

    der Rest an Bildern der im Internet kursiert sieht aber schon etwas anders aus.

    Möglicher Weise ist die graziele Art bei meinem Fund der Feuchtekammer und dem Substrat geschuldet.

    Das man aber keine weißen Flocken am Hut oder Stielbasis sieht -

    naja, das kann wohl dann auch vorkommen.:/


    Kann aber gut sein, dass das eine mögliche ähnliche Art ist, die vielleicht noch nicht beschrieben wurde

    An eine neue Art ==3 glaub ich jetzt erstmal nicht.


    Grüße

    Felli

    Servus Miteinander,

    auf vorjährigen Kraut -Stängel ( evtl einer Ampfer-Art) wuchs in der Feuchtekammer ein Tintling heran,

    den ich nicht ganz zuordnen kann.

    Die mikroskopischen Merkmale sprechen m.M.n. für Coprinellus flocculosus.

    Das makroskopische Aussehen und Statur eher nicht.


    Jung:



    Ausgewachsen :

    4cm hoch, Stiel weiß, glatt, Basis zylindrisch, keine Kaulozystiden gesehen


    Hut mit bräunlichen Velumschuppen, Rand leicht gerieft, blasser als die Hutmitte


    Lamellen mit deutlich erkennbaren Cheilo- und Pleurozystiden

    Basidien 4-sporig


    Velum-ausschnitt

    x 400


    Cheilozystiden blasig -ballonförmig

    x 400


    Pleurozystiden auch langgestreckt

    x 400


    Sporen: 14-16 x 8µ, dezentraler, 1,5µ breiter Keimporus

    x 1000

    KOH 3%


    Ist das jetzt Coprinellus flocculosus?


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Gerade wollt ich auf Beli´s Antwort eingehen

    Physarum vernum , passt auch makroskopisch

    Bei P. vernum müßten Kalkknoten im inneren sein, da hab ich keine gesehen

    hier noch ein aufgeschnittener Frkp.


    dann kommt noch eine Art ins Spiel:/

    Diderma niveum raus, da sich die Sporocarpien bei deiner Kollektion nicht gegenseitig durch sehr engen Wuchs verformen, sondern sie durchgehend eher rundlich sind.

    Also Jan-Arne, da fehlt mir die Erfahrung!

    Hier nochmal ein Bildchen der Kollektion


    Ob jetzt die Bewarzung der Sporen dicht- oder weitstehend ist ??

    Die Bilder von der Ornamentation bekomme ich leider nicht besser hin, so dass man das wohl nicht eindeutig klären könnte - sorry

    aber danke euch Beiden - da werd ich nochmal ein wenig lesen müssen


    Grüße

    Felli