Beiträge von Felli

    Servus Karl,

    G.simile hatte ich schon auf dem Schirm.

    Im Paper

    https://www.researchgate.net/publication/262412857_Geoglossum_simile_of_North_America_and_Europe_distribution_of_a_widespread_earth_tongue_species_and_designation_of_an_epitype

    werden die Ascosporen mit einer Größe von

    " (60-)74-91 (-108)×(4.7-) 6.6-7.8 (-11) μm,"

    angegeben, was für mich eigentlich schon ein Ausschlußkriterium war, vorallem auch wegen der Sporenbreite. Ansonsten stimmen die Mikro-Merkmale +/- überein.

    Darüber hinaus standen meine Zungen im reinen Sphagnum - was bei G.simile anscheinend seltener vorkommt.

    Und :

    " Stipe minutely pubescent or glabrous when fresh, forming acute tufts and squamulose when

    dried"

    Gibt es bei meinem Fund nicht - zumindest hab ich es nicht gesehen

    (Bino 40fach)


    Hab ich was übersehen/ überlesen?


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Bei einem Sumpfwiesenbesuch fielen mir ein paar schwärzliche, schlanke Keulchen auf.

    Bei genauerer Betrachtung fühlte sich die Erdzunge relativ schmierig/glitschig an.

    Aha- eine Glutinoglossum

    mit 4-7 cm Länge und einem bis 7mm verbreiterten "Kopfteil" das allerdings nicht sehr deutlich vom Stiel abgegrenzt war.

    Eine dicke Schleimschicht am Stiel war auch nicht vorhanden


    Die Paraphysen überragen die Asci

    x400


    x1000

    Sporen






    Ausnahmsweise gibt es Sporen die schon im Ascus mehr als 7 Septen aufweisen


    Die Stiel -Zellen sehen den Paraphysen recht ähnlich


    Nun hab ich mal hier

    https://www.researchgate.net/publication/321528582_Towards_an_understanding_of_the_genus_Glutinoglossum_with_emphasis_on_the_Glutinoglossum_glutinosum_species_complex_Geoglossaceae_Ascomycota

    ein wenig geschlüsselt und bin eigentlich auf kein so tolles Ergebnis gekommen.


    Dann fand ich diesen Artikel

    Report on some intriguing fungal species from sphagnum peatlands in Bosnia and Herzegovina | Glasnik Šumarskog fakulteta Univerziteta u Banjoj Luci

    REPORT ON SOME INTRIGUING FUNGAL SPECIES FROM

    SPHAGNUM PEATLANDS IN BOSNIA AND HERZEGOVINA


    Die Abbildung/ Mikromerkmale von Glutinglossum sphagnophila passen hier auf meinen Fund recht gut.

    Nur die angegebene Lugolreaktion der Asci weicht vom meinem Fund ab.


    Gibt es Meinungen von euch dazu?

    Hat von euch schon mal einer G. sphagnophilum gefunden und mikroskopiert?


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Sporenform und Paraphysen bestätigen meiner Meinung nach deine Annahme, dass es sich um eine Art au dem

    O. alutacea complex handelt.

    Grüße

    Felli

    Servus Rika,

    bist du dir bei der Erdzunge mit G.fallax sicher?

    Obwohl G.fallax farblich sehr variiert, hätte sie rein makroskopisch als Microglossum griseoviride angesprochen.


    Grüße

    Felli

    Servus

    Ich glaube ihr habt rech recht was die Mycogone angeht. :)

    Vielleicht auch M. rosea

    Was allerdings der Wirt sein könnte,? Einen Stielrest konnte man nicht erkennen.

    Möglicher Weise war es tatsächlich ein Schneckling.

    Dank euch für die Hilfe

    Grüße

    Felli

    Servus,

    Nun hab ich nochmals reinmikoskopiert. Leider ohne Ergebnis.

    Für etwas stäublings- bzw. schleimpilzartiges halt ich es nicht, da fehlen mir die langen Capilitiumfasern.

    Trotzdem Danke für deinen Vorschlag, Bernd.

    Gewachsen ist das ja im Moos/ Erde.


    Ich hab mir auch noch das Excipulum von meiner P. subisabellina vor Augen geführt und kann keine Übereinstimmungen feststellen.


    Hier nochmals die Konidienbildung und das Fruchtkörperinnere etwas deutlicher.





    auch werden im Innern diese Konidien gebildet, nur nicht so häufig und dann etwas farbloser



    Zusätzlich machen sich nun auch noch hyperparasitäre Pilze breit



    sodass ich die Reste nun entsorge.


    Grüße

    Felli

    Servus Alex,

    ganz ausschließen kann ich das nicht, werd ich auch nochmals überprüfen;

    halte es aber eher für unwahrscheinlich da ich im äußeren Bereich kein Excipulum / keine Textuta angularis erkannt habe,

    die zumindest an der Basis vorhanden sein müßte.

    Die komplette Aussenseite besteht nur aus diesen Konidien, ähnlich einer Glomusart.

    Und wie du selber sagst, keine Asci ,Paraphysen oder Pezizasporen.


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Pilzausstellungen sind toll, oft bekommt man Pilze zu sehen mit denen man schon überhaupt nichts anfangen kann.

    Leider war der Pilz schon relativ weich und in mehrere Teile zerbrochen.

    Beschreibung:

    abgeflacht kugelförmig, ca. 3 cm Durchmesser, Oberfläche dunkelrosalich-gescheckt ( ähnlich der Hutoberfläche von Hygrophorus russula)

    Kommt auf den Bildern nicht so rüber X(

    Erst dachte ich an eine Rhizopogon, aber als ich das mit der Lupe betrachtete kamen ernste Zweifel auf.

    Mikroskopisch:

    Das Innere bestand aus einem Wirrwar an Hyphen, dichte Textura intricata


    makroskopischer Schnitt


    anstatt einer festen Aussenseite bestand der Rand aus rötlichen Konidienlager

    x400

    x1000


    Die Konidien sind zweigeteilt, der gefärbte Teil ist zudem warzig


    MIT 5% KOH

    Konidien mit IKI


    Hat jemand eine Ahnung was das darstellen soll?

    Ist das evtl tasächlich ein Hygrophorus mit irgendeinem parasitischen Befall?

    Die Konidien erinnern an die Gattung Tranzschelia


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Während unserer Pilzausstellung wurden mir 2 Falter überreicht die mit kleinen Auswüchsen übersät waren.

    Anhand der Form der Falter könnte es sich um einen Eulenfalter handeln, bin mir aber nicht sicher.

    Man sieht länger und kürzere Synnemata

    Bin mir aber nicht sicher ob man das nun wirklich als verschieden bezeichnen kann, oder ob die nur noch nicht ausgewachsen sind.


    Erste Mikro-Untersuchungen ergaben solche Konidien ( die 3 kam nur ein mal bei einem Ausreißer vor)

    Hyphen in Kongorot angefärbt, die Enden sind verjüngt.

    Phialiden relativ klein, aber alle 10-14µ lang.

    und leider hab ich nur sehr wenige gesehen- vielleicht noch zu unreif?

    Ob das ein echter Haken oder ein Pseudohaken ist ?


    Mit dem Schlüssel aus

    "A phylogenetic assessment of Akanthomyces sensu lato in Cordycipitaceae (Hypocreales,

    Sordariomycetes): introduction of new genera, and the resurrection of Lecanicillium"

    lande ich entweder bei A. aculeatus was ich für sehr wahrscheinlich halte

    - oder

    wenn es 2 verschiedene Synnemata sind dann bei A. pseudonoctuidarum



    Was haltet ihr davon?


    Grüße

    Felli

    Servus,

    wenn das Pollen sind, hab ich mich ja ganz schön aufs Glatteis führen lassen.

    Es gibt ja ein paar Wildbienen die solche Vorratskammern anlegen, doch sind die meistens irgendwie geschützt. Deshalb wäre ich nie auf Pollenklumpen gekommen, vorallem weil sie ja in Reihe vorhanden waren so mit 3 cm Abstand.

    Hier nochmals ein Makro mit 3 Lagern


    Grüße

    Felli

    Servus,

    an einem abgestorbenen noch am Baum befestigten Zweiglein fand ich 3 dieser gelben Polster.

    Möglicher Weise könnte es sich um einen Schleimpilz handeln.

    Allerdings kämen mir da auch noch Gattungen wie

    Melampsora und Peridermum in den Sinn.

    Könnt Ihr damit was anfangen ?




    Irgendwelche Konidiophoren, Capillitiumfäden, Basidien oder Asci waren nicht (mehr) vorhanden.


    Grüße

    Felli

    Servus,

    nun hab ich mir auch einmal ein paar kranke Blätter etwas genauer angeschaut. Eigentlich wollt ich ja den Fichtenzapfenrost finden- Pech gehabt- dennoch gab es Einiges zu sehen.

    Nr 1

    auf Blatt von Prunus padus

    sorry, miese Aufnahme der kleinen büschelig verwachsenen Bäumchen

    hier ein wenig vergrößert





    Nr 2

    selbes Blatt




    Was das für Haare sind weiß ich nicht, vielleicht kann jemand von euch was damit anfangen.

    Außerdem gab es darauf auch noch Epicoccum prurpurascens


    Diesen fand ich dann auch auf einem Lonicera Blatt

    Nr 3

    Epicoccum prurpurascens




    Zusätzlich gabs noch diese spinnenartigen Gebilde, evtl. eine gestauchte Alternaria ?

    Nr 4

    Alternaria ?


    ich denke diese Sporen gehören dazu


    auf den braunen Fleck kann man ausser der Epicoccum auch noch

    Nr.5

    ein paar Bäumchen evtl

    Perconia


    ich denke das könnte Perconia cookei sein




    Am meisten gefreut hat mich aber dieser Fund

    Nr 6

    Kabatia periclymeni


    leider keine Makrobilder, aber die Mikros sprechen für sich







    Kann man die Funde so bestätigen ?


    Grüße

    Felli

    Servus

    auf den Blättern eines Silberweidentriebs war ein deutlicher Mehltaubefall zu sehen

    Es gibt ja mehrere Erisyphe-Arten an Weide, kann man diesen irgendwie zuordnen?

    Es gibt ja mit E. capreae, E. pseudoregularis, E. salicina o. E. flexuosa noch weiter Arten auf Weide

    Leider konnte ich keine Asci entdecken, so dass ich nicht sagen kann wieviele Sporen sich darin befinden.




    Haare sind teils zu mehreren verklebt, und die Spitzen sind gerade.

    Evtl waren die untersuchten Frkp noch zu jung


    Sporen in Wasser gemessen: 22-24 x12-14µ, multiguttulat




    Grüße

    Felli

    Servus Martin,

    Ich sehe du hast Glück mit dem Wetter gehabt. Es kam wahrscheinlich fast gar nichts vom Himmel oder?

    Kannst du noch was zu Bild 8+9 sagen / schreiben?

    Grüße

    Felli

    Servus Eddi,

    Auf Grund des grau-grünlichen Schimmers in den Lamellen ( Bild 1+3) halte ich die Idee mit dem Stachelschuppigen Wulstling für gut.

    Ein wenig stört mich die Stielbasis - Schuppenfärbung des jungen Exemplares.

    Waren die Pilze recht nass?

    Aus welcher Gegend stammen denn die Pilze ?

    Fragen über Fragen :/

    Möglicher Weise was Mediteranes ?


    Grüße

    Felli

    Servus,


    Sowohl A. sylvaticus s. str. als auch A. langei sollen meines Wissens Nadelwaldpilze sein. Nach welchen Autor gehst du denn vor?

    Ich hab mit Mooser und Gröger geschlüsselt, hab mit E. Ludwig verglichen und in den alten Hennig-Kreisel Büchern nachgelesen.

    Nach Gröger kommt A. langei im Laubwald + Nadelwald vor

    hier ein Schlüsselauszug


    ich hab mir jetzt den Sporenabwurf angeschaut und komme auf ein Sporenmittelmass

    von 7- 8 x 3,5-4µ mit einem Qm-wert von 1,9

    was sehr gut zu A. langei passen sollte


    ei Blutegerlingen unter Laubbäumen kannst Du ja auch einmal bei Agaricus fuscofibrillosus nachschauen.


    Den Parra aber auch mit A. langei synonymisiert.

    Ob die Synonymisierung richtig ist kann ich nicht beurteilen, ich hab mir die Makorbilder im Netz von fuscofibrillosus angeschaut.

    Mir fielen dort die gegürtelten Stielbasen auf, die bei meinem Fund völlig fehlen.

    Und

    Im Zusammenhang der Mikro - Merkmale

    - Sporen größer als 7µ

    - aufgeblasene teils kugelige Cheilozystiden

    - 2 und 4 - sporige Basidien

    - Keine KOH Reaktion

    Würde ich den Pilz nun sicher als Agaricus langei (F.H. Moeller) F.H. Moeller bezeichnen.

    Bis mich Jemand vom Gegenteil überzeugt ;)


    Grüße

    Felli



    Danke und entschuldige Felli für mein Abschweifen in deinem Beitrag 🙏

    Beste Grüsse

    Corinne

    passt scho :)

    Servus Steffen,

    Das sieht toll und interessant aus. Die filzige Aussenseite lässt mich an eine Pseudombrophila denken.

    Pseudombrophila deerrata kommt auch ausnahmsweise mal auf Brandstelle.

    Das soll aber nun keine Bestimmung sondern nur ein Gedanke sein.

    Die werden sicherlich noch ein bisschen größer.

    Grüße

    Felli