Beiträge von Felli

    Servus Björn,

    Deine Nr.5 , ? kann das nicht eine Gnomonia oder so was sein ?

    Für Acrospermum passt mir die Form eigentlich nicht, die müßte mehr keulig-zugespitzt sein, und wächst auf dem Substrat.

    Bei den Bildern siehts so aus als würden die "Stacheln" durch die Epidermis gedrückt werden - kann mich aber irren-


    Bei Nr. 7 denke ich schon an Cyathicula cyathoidea.

    Die Basishaken am Ascus sind teils schwer zu erkennen ( Erkennt man am besten bei ganz jungen Asci), aber es kommt auch vor, dass keine Haken vorhanden sind!

    Mach doch mal einen Längschnitt vom Apothecium damit man das Excipulum und den Apo-Rand sowie die Paraphysen besser erkennen kann.


    Grüße

    Felli

    Hallo Björn,

    heut Nacht hats bei uns leicht getaut, aber jetzt schneeregnet schon wieder - an Stöckchenderehen ist hier noch lange nicht zu denken ;)


    die gelben Becherchen (9) solltest Du mit Hamatocanthoscypha uncipila vergleichen.

    Matthias hat die hier schön vorgestellt.

    Kannst du uns das Substrat verraten worauf die Becherlinge gewachsen sind ?

    Für H. uncipila sehen mir die Aussenseiten zu glatt aus, auch die langgestreckten Asci und die starke IKI Reaktion passen womöglich nicht.

    Ich denke hier eher an

    Bisporella sulfurina = syn. B. claroflava = syn. B. discedens

    Das lässt sch aber abklären in dem du nach den gebogenen Haaren und suchst


    Grüße

    Felli

    Servus Thorben,

    Nachdem ich mir jetzt die Skizzen und den Artikel angeschaut habe, denke ich nicht dass das überseinstimmt.

    Die Mikroskopie ist ähnlich, aber die Makroskopie stimmt nicht ganz überein, und vorallem auch farblich doch wesentlich anders.


    Ich hab auch versucht über die Nectria an die Anamorhpe zu kommen, doch findet sich auch da nichts:(.

    Höchstens bei Nectria aurantiaca könnte man noch etwas hinein interpretieren.


    Im Asco-France hat man ja auch nichts über die Nectria erfahren - schade-

    da hab ich eigentlich auf C. Lechat gehofft .


    Na ja, werd jetzt mal einen Teil trocknen - wer weiß wozu es gut ist.


    Grüße + Dank

    Felli

    Servus

    Bei der Holzkeule könnte ich mir auch Xylaria polymorpha vorstellen.

    Tja, möglich schon

    --> aber

    Also die Wuchsform( Habitus) und die Fundumstände ( Substrat ? es sind Ahornsamen auf dem Bild zu sehen) deuten eher auf X. longipes hin. Die Stiele können tatsächlich auch mal nicht so lang sein und sich hier im Moos verstecken.


    X. polymorpha wächst sehr oft fast büschelig und meist in größeren Gruppen.

    Und wie der Name schon sagt vielgestaltig, oft mit Auswüchsen und Verzweigungen.




    Grüße

    Felli

    Servus,

    Hab jetzt den Vormittag genutzt um die Nectria zu mikroskopieren.

    zum Schlüsseln fehlt mir aber die Zeit.


    Hier die Bilder:


    Perithecien mit Papille

    Der Pfeil deutet auf das untersuchte Objekt;

    links sieht man die Annamorphe

    Einzelperithecium


    Perithecium - Schnitt



    Sporen:

    leicht braun, einfach septiert, 15-17 x 7-8µ ( 18 x6µ) nur leicht an der Septe verengt., dickwandig, sehr leicht rau - war nicht zu fotografieren



    Sporen in Lugol


    Asci +Lugol


    Perithecium mit Baumwollblau-Milchsäure (aus orange wird gelb)

    + Haare der Ostiole

    Sporen in Baumwollblau, kein Ornament zu erkennen bzw sehr fein.


    Perithecium + 3% KOH, schön rosa-violett



    Die Nectrias sitzen fast alle auf braunen Sporenhaufen bzw Überesten eines anderen Pilzes.

    Die Sporen sind dunkelbraun, 3 xseptiert und stammen höchst wahrscheinlich von Stilbospora macrosperma



    Hier erkennt man eine befallene Spore, Hyphenketten innerhalb der Spore.

    Zu welchem Pilz das aber gehört weiß ich nicht.



    So, das wars vorerst

    Bin gespannt was ihr dazu sagt.


    Und jetzt gehts Schneeschippen


    Grüße

    Felli

    Servus Marco,

    schöne Pilzchen zeigst du uns da:thumbup:

    03 Langstielige Holzkeule (XYLARIA LONGIPES) - ERSTFUND (hab allerdings versäumt, durchzuschneiden, da gibt es wohl ähnliche Pilze, die im inneren weiß sind)

    Ich denke deine Bestimmung ist ok, glaube aber -

    es gibt keine Holzkeule die innen nicht weiß ist !

    Im Querschnitt sieht man die gleichförmig ( auf einer Höhe) angeordneten Perithecien.

    Im Längschnitt dann eben entlang der " Rinde".

    Das Weiße ist das Stroma in das die Perithecien eingebettet sind.


    Die die man damit evtl. verwechseln könnte sind schwarzen Erdzungen;

    Diese wachsen aber nicht auf Holz, sind längst nicht so robust und vorallem n i c h t im Inneren weiß!


    Grüße

    Felli

    Servus Thorben,

    danke für den Link:thumbup:



    Hast du schon die Nectrias untersucht ?

    Ohhhh , leider -oder Gott sei Dank gehör ich noch zum abeitenden Volk.

    Da müssen die Schwammerl warten.

    Aber morgen bzw heut früh komm ich evtl. noch dazu :)


    Hast du schon was in´s Ascofrance gestellt ?


    Grüße

    Felli

    Servus Thorben,


    Wäre es möglich, dass ich deine Fotos auf Ascofrance stellen darf, weil ich glaube das dort vielleicht jemand deine Synnemata kennen wird.

    Natürlich wäre ja schön wenn da was rauskommen würde.


    Ich habe jetzt die aufgequollenen Synnemata unters Mikro gelegt und völlig andere Sporen gesehen sowie das Fehlen dieser basidienähnlichen Hyphenzellen.

    Glaube aber nicht dass das was anderes ist ! Vielleicht war das erste noch zu jung.

    Hier die Folgebilder:

    Sporen






    Die Nectria hab ich noch nicht mikroskopiert

    Weiterhin wuchs noch Cheirospora botryospora daneben.

    Grüße

    Felli

    Servus,

    ich hab das Zeugs jetzt nochmals gewässert, und es hat sich erweitert. Sieht so aus als wenn dort etwas Gel enthalten ist, und es wächst auf den Resten der Nectrias die dort wuchsen.




    Grüße

    Felli

    Servus,

    Auf meinem Heimweg lag vor mir ein abgebrochener Hainbuchenzweig- Kurzer Blick- ja, wächst was drauf.

    Zu Hause unterm Bino dann dieses Bild:

    Auf den Resten eines Pyrenomyceten oder evtl. einer Nectria wachsen braune Keulen


    Verteilt auftretende, einzelne oder in Gruppen wachsende apikal verbreiterte, braune "Stäbchen" meist so um 1mm hoch und apikal 0,1-0,2mm breit.


    Unterm Mikroskop bei geringer Vergrößerung


    Kopfteil x400


    Stiel x 1000


    Am Halsteil finden sich dunklere rauh-feinwarzige lange Zellen die den Eindruck einer Basidie hinterlassen, da sich an deren Spitzen meist 4 Papillen / Sterigmen? befinden, und hier auch die meisten Sporen zu sehen waren. Direkt an der Spitze der Keule waren die Hyphenzellen apikal abgerundet ohne diese " Sterigmen"

    Irgendwie halt ich das also tatsächlich für Basidien!


    Die Sporen sind sehr unterschiedlich geformt, dickwandig und ebenfalls rau


    Basidie cf in Kongorot




    Die Hyphen besitzen Schnallen


    Und ich hab nicht die geringste Ahnung was das sein könnte!

    Einen Ascomyeten schließe ich aus.

    Gehört das Teil zu den Basidiomyceten?

    Oder interpretiere ich die Zellen falsch und es ist doch ein Hyphomycet?


    freu mich auf eine rege Beteiligung bei der Lösung


    Grüße

    Felli

    Servus Thorben,

    Kommt der Pilz nur auf Schizothecium vor oder konntest du die Befälle auch woanders finden.

    Tja, dieser Parasit war leider nur auf einem Fruchtkörper ( Schizothecium) zu sehen, zwar sehr deutlich unter der größten Vergrößerung des Bino´s aber dennoch nicht zu fotographieren. Also auch nicht um das Perithecium herum, sondern wirklich nur auf ihm gewachsen -

    Falls du die Möglichkeit hast, dann versuche Belege von den Zygomyceten zu machen, denn irgendwann wird sich jemand dafür interessieren.

    Ja, wenn ich noch weitere befallene Fruchtkörper finde!


    Grüße + Dank

    Felli

    Servus Mathias,

    Schöne Doku, da kann man sich nur dafür bedanken .:thumbup:

    Selbst hatte ich die Art vor 13 Jahren auf einem Fichtenzweig entdeckt, und seit dem nicht mehr wieder gefunden.

    So viel zur Häufigkeit


    Grüße

    Felli

    Servus,

    und noch einmal hab ich mir die Schafhinterlassenschaften angeschaut.

    Viel Neues gabs nicht !

    Aber, die Podospora decipiens auf den Kötteln wirft in mir ein paar Fragen auf.

    Ich fand ganz typische Sporen, aber auch welche die bis 50µ lang wurden, und die Caudaea irgendwie nicht dazu passten.

    Ist wahrscheinlich auch nur eine Fehlfunktion/Ausnahme

    Oder ist das womöglich doch P. immersa ( wobei ich keine Haare gesehen habe!)

    Und für P. ostlingospora sind die Sporen doch zu klein --> also doch

    P. decipiens - Fehlentwicklung bzw. Entwicklungsmerkmale die nicht beschrieben wurden?

    - aber schaut euch mal die Bilder an.


    1 Perithecium

    Ostiolenrand

    Spore 50µ mit Chloralschwarz

    Caudaea mit Chloralschwarz

    Pedicel mit Fibrillen in Kresylblau

    Junge Spore in Kresylblau

    Spore x 400 + Kresylblau

    Sporenanhängsel + Kresylblau x 400


    X1000





    Typische P. deciepiens Spore meiner Meinung nach


    Habt ihr das auch schon mal bemerkt ?




    Nun zur Auflockerung was tierisches

    Keine Ahnung was das ist, amöebenhaft bewegte das sich aber nicht!

    x1000

    tot


    Und zum Jahresabsch(l)uss noch ein parasitischer Pilz auf Schizothecium vesticola


    Konidiophoren 30-45 x 2-3µ, an der Aussenseite des Peritheciums,

    gerade,unseptiert, 2-4 Sporen werden am Ende der Konidiophore gebildet.

    Sporen 8-9 x 4-5µ eiförmig, glatt. mit Guttulen


    x 1000


    in Kongorot



    Bin mal wieder auf eure Meinungen gespannt


    Wünsch euch einen Guten Rutsch und

    Häbby nju Jier


    Grüße

    Felli

    Servus,


    Das lohnt nicht. Es wird nichts Besseres als ein Ritterling.

    Da stimme ich Uwe zu , was anderes wird nicht rauskommen!

    Allerdings finde ich, das es sich schon lohnt einen Pilz nochmal genau anzusehen, sich seine Merkmale ( hier Lamellenansatz/Burggraben, Lamellenschneiden, Stiel/ Stielbasis - evtl Verfärbungen) -

    vorrausgesetzt man interessiert sich wirklich dafür.

    Grüße

    Felli

    Na servus Harzi,

    Was du so alles rauskramst- echt Top ==Pilz25

    Bin schon auf die pilzreichen Monate Okt.-Dez. gespannt.


    Wo hast du die Peziza badia gefunden ? - Das sieht so nach Schotterwegrand mit feuchter Erde aus.

    Und die P. badioides cf feucht im Erlenbruch? - ( evtl.P. limnaea ??)-

    Nachdem ich aber bei der makroskopischen Becherlingsbestimmung schon so oft daneben lag, bin ich bei den beiden auf die Mikros gespannt.


    Grüße

    Felli

    Servus ,

    eigentlich sollte man meinen irgendwann ist Schluß mit der Pilzproduktion,

    stattdessen wächst weiterhin Saccobolus citrinus, Podospora myriaspora (( siehe ach ja die Rehköttel teil 2)


    Und diese beiden Gesellen:


    1. Saccobolus spec cf verrucisporus ( Sporenmaße würden passen)?

    Oder doch S.versicolor ( Kein Pigment)

    Oder S. depauperatus ( Sporen an oberer Grenze aber viel zu rau meiner Meinung nach)



    Cluster 45 x13-15µ, Sporen: 13-14 x 6-7µ

    Kein violettes Pigment gesehen, Paraphysen ohne gelbem Inhalt



    und die Nr.

    2.

    Phomatospora cf ?

    Perithecium winzigst, kugelförmig mit kurzem Hals, im Substrat eingesenkt

    und nur durch einen schwarzen Punkt erkennbar.


    Sporen: 5 x 1,5-2µ spindelig ellipsoid, mit 2 Guttulen und Schleimkappen!.


    Asci: 40-50 x 3µ,

    Apikalring vorhanden , in IKI+ leicht graublau, in Kongorot deutlicher zu sehen.

    in IKI leicht graublau, in Kongorot deutlicher zu sehen.



    Sporen im Ascus teilweise gerade( Pol an Pol) aber auch leicht schräg liegend!


    Sporen in Chloralschwarz mit Schleimkappen!


    Keine Paraphysen.


    Irgendwie passen mir die Sporenform, die Schleimkappen so wie der Apikalring (IKI+)nicht ins Bild.


    Was ist das jetzt ?


    Ph. minutissima war mein erster Gedanke,

    Der 2. Ph. coprophila,

    und der 3.

    --> Stell das Ding ins Forum die kennen sich aus;)


    Grüße

    Felli

    Servus Urs,

    sehr interessant das Pilzchen

    Die wenigen Exemplare haben die Masse von 0.2-0.25mm im Durchmesser und sind schön rosafarben

    Eigentlich sollte doch C. vicinus etwas größer sein, und gelbliche Farben aufweisen?



    Die Paraphysen apikal leicht keulig erweitert bis 6 mü., ohne Farbpigmente.

    Die Paraphysen sollten auch gelb gefärbt sein ( Guttulen ?)


    Ist das überhaupt ein Coprotus ?


    Echt schwierig, aber vielleicht meldet sich ja noch jemand mit mehr Ahnung.

    Grüße

    Felli

    Servus Miteinander,

    Ich denke nicht dass es Macrolepiota ist, obwohl ich zugeben muß dass die Stielbasis tatsächlich darauf hindeutet.

    Aber der Hut ist ja fast schmierig glatt und dazu die vermeintlichen Velumreste - wenns welche sind - auch die hellbraune Farbe sprechen doch dagegen.

    Ausserdem rötet der Stiel an den verletzten Stellen und in der Original-Bild-Anzeige ist der Hut nicht halbkugelig sondern lang ei-förmig - was im übrigen m.M. nach auch gegen Macrolepiota spricht.

    Vielleicht ist es sogar etwas aus der Agaricus/ Leucoagricus Gegend - oder wie auch immer diese Pilze inzwischen heißen mögen-

    Ich hoffe mal, Peter, du lieferst noch was nach, damit man dem Rätsel auf die Schliche kommt.


    Grüße

    Felli

    Servus Björn,

    Tolle Strecke die du uns da zeigst!

    Das sieht mir nach einer Geopora aus. Die Sporen haben mich sehr beeindruckt, die wirkten, als wären sie mit einer lichtbrechenden Flüssigkeit gefüllt. Sporengröße:

    Diese Guttulen kommen bei vielen Ascomyceten vor.

    Bei Peziza ist das sogar ein Schlüsselpunkt, (mit, ohne,1,2 oder multiguttulat.)


    25. Pseudombrophila hepatica, mit besten Dank an Ra Da für die Bestimmung. Auch hier gab es wieder diese lichtbrechende Erscheinung an den Sporen.

    Hier irrst du dich aber meiner Ansicht nach, denn das was du hier als Guttule interpretierst ist der der Zellkern der Spore.

    Oder hast du was anderes gemeint weil du schreibst " an den Sporen"?




    Das wird oft verkannt und erschwert dadurch auch teilweise die Bestimmung.




    Zur Hypoxylon / Jackrodersiella


    10. Ebenfalls an Birke. Liege ich hier mit Jackrogersella multiformis richtig? Und was mag der weiße Belag sein?

    Das Weiße könnte auch das Anfangsstadium von Polydesmia pruinosa sein.



    Grüße

    Felli

    Servus,

    Mit 32 Sporen sollte es pleiospora sein, wobei mir bei der Sporengröße und den langen und schmalen Caudae P. myriaspora deutlich besser gefallen würde.

    Aber darf die mit 32 Sporen? Da müsste ich erst mal recherchieren.

    Und Nobi, konntest du etwas darüber finden das P. myriaspora auch 32-sporig sein darf ?


    Denn jetzt hat sich auf dem Rehköttel eine P. myriaspora gezeigt ( 64- sporig).

    Die Mikromerkmale ähneln sich extrem.

    Asci 64-sporig,

    Sporen: 28-31 x15-18µ

    Caudae -50 x 5-7µ Apikal mit

    Pedicel 15-30(40)x5-9µ und

    gebogenen Fibrillen nahe des Septums





    Grüße

    Felli