Beiträge von Felli

    Servus

    Eigentlich dachte ich es sei einfach einen auf einer abgestorbenen Kirsche wachsenden "meruloiden" Pilz zu bestimmen. Er wucherte aus beinahe jeder Lentizelle vom Stamm bis zu den dünneren Ästen.

    Als Arbeitsnamen hatte ich mir Leucogyrophana oder Cytidia notiert.

    Bild 1

    Bild 2

    abgelöst

    Bild 3

    Zuwachskannten striegelig , orange-gelblich

    Bild 4

    x400

    verm. ( Lepto -?)Zystiden

    Bild 5

    Zystide x1000 mit Schnalle


    Bild 6

    Zystide dickwandig , an Asci erinnernd


    Bild 7

    meduläre Hyphen mitMelzer´s Reagen leicht dextrinoid


    Bild 8

    Fruchtkörper dunkelt nach 3 Tagen Lagerzeit, Zuwachskannten immernoch gelblich


    Irgendwie könnte ich mir hier

    Pseudomerulius aureus

    vorstellen. Allerdings hab ich keine Sporen gefunden, und von diesen Zystiden auch nichts gelesen.

    Deshalb ist das halt doch sehr unwahrscheinlich.


    Nr: 2

    So, nun hab ich aber auf Nadelholz diesen hier entdecken können

    Bild 1


    Bild 2

    unterm Bino

    Bild 3

    hatte eine deutliche meruloide Unterseite im Gegensatz zum ersten Pilz(oben)


    Und es gab reichlich Sporen

    Bild 4

    eine deutliche Fruchtschicht ohne Zystiden

    Bild 5

    In enzelnen breiteren Hyphen gab es ein intrazellulares Pigment

    Bild 6

    und die Sporen wafen deutlich dextrinoid

    Bild 7


    Nun bin ich hier ebenfalls bei

    Pseudomerulius aureus

    bzw. der Alternative

    Leucogyrophana pseudomollusca


    da ich mich mit diesen Gattungen allerdings nicht sonderlich gut auskenne, wäre ich für bestimmungsrelevante Hinweise dankbar.

    Vielleicht erkennt ja einer von euch diese Pilze ?


    Grüße

    Felli

    Servus Bernd,

    interessant die Farbreaktion, sieht wirklich aus wie bei meiner Kollektion.

    Wie bist du eigentlich auf Essig gekommen?


    Hallo Rika,

    bei deiner Kollektion sehen mir die Sporen leicht größer/ schlanker aus als bei meinem Fund.

    Aber der ist ja nun in guten Händen- mal schauen was raus kommt.


    Grüße

    Felli

    Servus Rika,

    war heut nochmal mit Josef am Fundort.

    Mal schauen was dabei rauskommt.

    Und die KOH-Reaktion sollte man nicht vernachlässigen / unbeachtet lassen. Danke nochmal für den bebilderten Hinweis.

    Grüße

    Felli

    Servus Rika,

    Ja, den Artikel hab ich gelesen und die Beschreibung darin passt meiner Meinung nach auf diesen Fund recht gut.


    Ich hielt die Fruchtkörper in einer lichtdichten Dose über Nacht im Freien. Es war danach aber keine Farbveränderung an den Fruchtkörpern erkennbar.

    Vielleicht hätte ich sie bei Zimmertemperatur lagern sollen?


    Auch hab ich hier verglichen:


    Hatte deine Kollektion schon frisch diese violetten Töne?

    Auf dem Bild sieht es so aus.


    Nun zur KOH-Reaktion:

    ich hab einen frischen Fruchtkörper geteilt und eine Hälfte mit 20% KOH beträufelt.

    Die Reaktion verblüffte mich etwas.

    Nach kurzem leichten Grau schlug die Farbe in kräftiges Ockergelb um. Auch färbte sich die Flüssigkeit leicht gelbbräunlich.


    Aber 1 Versuch ist kein Versuch und ich verdünnte die Konzentration des KOH´s

    und ei verbibbsch


    hat man plötzlich einen rosa Fruchtkörper vor sich liegen.


    Der nach ca.: 1 Std wieder langsam an Farbe verlor.


    Was das nun wirklich heißt , - mal sehen


    Bin nun halt wieder mal beinahe bei 0 angelangt.


    Grüße

    Felli

    Servus Miteinander,

    Gestern konnte ich auf einem alten, liegendem, finalmorschen Nadelholzstamm schöne korallenartige verweigte Pilzlein finden.

    Die Fruchtkörper waren nicht höher als 2 cm, weißlich-cremeweiß und geweihartig verzweigt.


    beim Abtrocknen verfärbten sichdie Astspitzen ins bräunliche.

    Mit viel Anstrengung könnte man etwas violettliches hinein interpretieren

    Im Schnitt x 400 findet man immer wieder solche Kristalle

    Basidien+ Basidiolen

    Hyphen

    Die Sporen sind zylindrisch-ellipsoid, glatt. Eswaren nur sehr wenige Sporen in den Proben enthalten,

    auch ein Sporenabwurf war negativ

    hier in Kongorot

    Mit Melzer´s Reagenz gibt es eine feine Grauverfärbung

    Und Schnallen waren auch vorhanden


    Nach meinen Recherchen komme ich auf Lentaria subcaulescens.

    Die Hyphendicke nur bis 18µ ( im Ausnahmefall) die kleinen Sporen, das Verfärben der Astspitzen,

    und das Nicht verfärben des Fruchtkörpers würden m.M.n dafürsprechen.


    Was meint ihr dazu ?


    Grüße

    Felli

    Servus

    Nachdem es bei uns weiterhin nur wenig Pilze gibt, muss man sich schon mal auch außergewöhnliche Stellen anschauen.

    Hier war es ein alter Grünabfall-Haufen mit gutem Humusanteil.

    Auf ihm wuchsen große Büschel des Tränender Saumpilzes, die als solches aber kaum mehr erkennbar waren.

    Daneben fand ich dann 2 kleine Büschel eines Tintlings mit olivegraugrüner Hutoberfläche, wobei die jungen Exemplare einen deutlichen Orange-Anteil aufwiesen.

    hier etwas näher, erkennt man an den Stielen noch eine orange Befaserung und deutliche Gutationstropfenam Hutrand,

    sowie ein striegeliges weißes Basalmycel

    Junge Fruchtkörper unterm Bino. Die orangen Flecken am Hut sind feucht !


    Schnitt durch den Fruchtkörper,

    deutlich sieht man die orange-gefleckten Lamellenschneiden die den Farbstoff auf die Stielfasern übertragen (Oder anders herum?)


    Die Lamellenschneide mit Zystiden und orangen Resten

    Die Zystiden entsprachen denjenigen von C erythrocephala nach E.Ludwig

    Hier nun die Velum Fasern vom Stielbereich junger Fruchtkörper.

    Längliche Zellen die stark inkrustriert und in öliger, oranger Substanz gebettet sind

    Schnallen sind auch vorhanden

    Schnitt durch die Hutdeckschicht

    x200

    x400


    x1000

    Sporen


    hier in KOH


    Alles in allem spricht einiges für Coprinopsis erythrocephala.

    In den Beschreibungen im Netz fand ich allerdings nichts über orange Gutationstropfen oder öligem Inhalt des Velums.

    Kennt den jemand von euch?


    Grüße

    Felli

    Servus Karl,

    G.simile hatte ich schon auf dem Schirm.

    Im Paper

    https://www.researchgate.net/publication/262412857_Geoglossum_simile_of_North_America_and_Europe_distribution_of_a_widespread_earth_tongue_species_and_designation_of_an_epitype

    werden die Ascosporen mit einer Größe von

    " (60-)74-91 (-108)×(4.7-) 6.6-7.8 (-11) μm,"

    angegeben, was für mich eigentlich schon ein Ausschlußkriterium war, vorallem auch wegen der Sporenbreite. Ansonsten stimmen die Mikro-Merkmale +/- überein.

    Darüber hinaus standen meine Zungen im reinen Sphagnum - was bei G.simile anscheinend seltener vorkommt.

    Und :

    " Stipe minutely pubescent or glabrous when fresh, forming acute tufts and squamulose when

    dried"

    Gibt es bei meinem Fund nicht - zumindest hab ich es nicht gesehen

    (Bino 40fach)


    Hab ich was übersehen/ überlesen?


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Bei einem Sumpfwiesenbesuch fielen mir ein paar schwärzliche, schlanke Keulchen auf.

    Bei genauerer Betrachtung fühlte sich die Erdzunge relativ schmierig/glitschig an.

    Aha- eine Glutinoglossum

    mit 4-7 cm Länge und einem bis 7mm verbreiterten "Kopfteil" das allerdings nicht sehr deutlich vom Stiel abgegrenzt war.

    Eine dicke Schleimschicht am Stiel war auch nicht vorhanden


    Die Paraphysen überragen die Asci

    x400


    x1000

    Sporen






    Ausnahmsweise gibt es Sporen die schon im Ascus mehr als 7 Septen aufweisen


    Die Stiel -Zellen sehen den Paraphysen recht ähnlich


    Nun hab ich mal hier

    https://www.researchgate.net/publication/321528582_Towards_an_understanding_of_the_genus_Glutinoglossum_with_emphasis_on_the_Glutinoglossum_glutinosum_species_complex_Geoglossaceae_Ascomycota

    ein wenig geschlüsselt und bin eigentlich auf kein so tolles Ergebnis gekommen.


    Dann fand ich diesen Artikel

    Report on some intriguing fungal species from sphagnum peatlands in Bosnia and Herzegovina | Glasnik Šumarskog fakulteta Univerziteta u Banjoj Luci

    REPORT ON SOME INTRIGUING FUNGAL SPECIES FROM

    SPHAGNUM PEATLANDS IN BOSNIA AND HERZEGOVINA


    Die Abbildung/ Mikromerkmale von Glutinglossum sphagnophila passen hier auf meinen Fund recht gut.

    Nur die angegebene Lugolreaktion der Asci weicht vom meinem Fund ab.


    Gibt es Meinungen von euch dazu?

    Hat von euch schon mal einer G. sphagnophilum gefunden und mikroskopiert?


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Sporenform und Paraphysen bestätigen meiner Meinung nach deine Annahme, dass es sich um eine Art au dem

    O. alutacea complex handelt.

    Grüße

    Felli

    Servus Rika,

    bist du dir bei der Erdzunge mit G.fallax sicher?

    Obwohl G.fallax farblich sehr variiert, hätte sie rein makroskopisch als Microglossum griseoviride angesprochen.


    Grüße

    Felli

    Servus

    Ich glaube ihr habt rech recht was die Mycogone angeht. :)

    Vielleicht auch M. rosea

    Was allerdings der Wirt sein könnte,? Einen Stielrest konnte man nicht erkennen.

    Möglicher Weise war es tatsächlich ein Schneckling.

    Dank euch für die Hilfe

    Grüße

    Felli

    Servus,

    Nun hab ich nochmals reinmikoskopiert. Leider ohne Ergebnis.

    Für etwas stäublings- bzw. schleimpilzartiges halt ich es nicht, da fehlen mir die langen Capilitiumfasern.

    Trotzdem Danke für deinen Vorschlag, Bernd.

    Gewachsen ist das ja im Moos/ Erde.


    Ich hab mir auch noch das Excipulum von meiner P. subisabellina vor Augen geführt und kann keine Übereinstimmungen feststellen.


    Hier nochmals die Konidienbildung und das Fruchtkörperinnere etwas deutlicher.





    auch werden im Innern diese Konidien gebildet, nur nicht so häufig und dann etwas farbloser



    Zusätzlich machen sich nun auch noch hyperparasitäre Pilze breit



    sodass ich die Reste nun entsorge.


    Grüße

    Felli

    Servus Alex,

    ganz ausschließen kann ich das nicht, werd ich auch nochmals überprüfen;

    halte es aber eher für unwahrscheinlich da ich im äußeren Bereich kein Excipulum / keine Textuta angularis erkannt habe,

    die zumindest an der Basis vorhanden sein müßte.

    Die komplette Aussenseite besteht nur aus diesen Konidien, ähnlich einer Glomusart.

    Und wie du selber sagst, keine Asci ,Paraphysen oder Pezizasporen.


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Pilzausstellungen sind toll, oft bekommt man Pilze zu sehen mit denen man schon überhaupt nichts anfangen kann.

    Leider war der Pilz schon relativ weich und in mehrere Teile zerbrochen.

    Beschreibung:

    abgeflacht kugelförmig, ca. 3 cm Durchmesser, Oberfläche dunkelrosalich-gescheckt ( ähnlich der Hutoberfläche von Hygrophorus russula)

    Kommt auf den Bildern nicht so rüber X(

    Erst dachte ich an eine Rhizopogon, aber als ich das mit der Lupe betrachtete kamen ernste Zweifel auf.

    Mikroskopisch:

    Das Innere bestand aus einem Wirrwar an Hyphen, dichte Textura intricata


    makroskopischer Schnitt


    anstatt einer festen Aussenseite bestand der Rand aus rötlichen Konidienlager

    x400

    x1000


    Die Konidien sind zweigeteilt, der gefärbte Teil ist zudem warzig


    MIT 5% KOH

    Konidien mit IKI


    Hat jemand eine Ahnung was das darstellen soll?

    Ist das evtl tasächlich ein Hygrophorus mit irgendeinem parasitischen Befall?

    Die Konidien erinnern an die Gattung Tranzschelia


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Während unserer Pilzausstellung wurden mir 2 Falter überreicht die mit kleinen Auswüchsen übersät waren.

    Anhand der Form der Falter könnte es sich um einen Eulenfalter handeln, bin mir aber nicht sicher.

    Man sieht länger und kürzere Synnemata

    Bin mir aber nicht sicher ob man das nun wirklich als verschieden bezeichnen kann, oder ob die nur noch nicht ausgewachsen sind.


    Erste Mikro-Untersuchungen ergaben solche Konidien ( die 3 kam nur ein mal bei einem Ausreißer vor)

    Hyphen in Kongorot angefärbt, die Enden sind verjüngt.

    Phialiden relativ klein, aber alle 10-14µ lang.

    und leider hab ich nur sehr wenige gesehen- vielleicht noch zu unreif?

    Ob das ein echter Haken oder ein Pseudohaken ist ?


    Mit dem Schlüssel aus

    "A phylogenetic assessment of Akanthomyces sensu lato in Cordycipitaceae (Hypocreales,

    Sordariomycetes): introduction of new genera, and the resurrection of Lecanicillium"

    lande ich entweder bei A. aculeatus was ich für sehr wahrscheinlich halte

    - oder

    wenn es 2 verschiedene Synnemata sind dann bei A. pseudonoctuidarum



    Was haltet ihr davon?


    Grüße

    Felli

    Servus,

    wenn das Pollen sind, hab ich mich ja ganz schön aufs Glatteis führen lassen.

    Es gibt ja ein paar Wildbienen die solche Vorratskammern anlegen, doch sind die meistens irgendwie geschützt. Deshalb wäre ich nie auf Pollenklumpen gekommen, vorallem weil sie ja in Reihe vorhanden waren so mit 3 cm Abstand.

    Hier nochmals ein Makro mit 3 Lagern


    Grüße

    Felli

    Servus,

    an einem abgestorbenen noch am Baum befestigten Zweiglein fand ich 3 dieser gelben Polster.

    Möglicher Weise könnte es sich um einen Schleimpilz handeln.

    Allerdings kämen mir da auch noch Gattungen wie

    Melampsora und Peridermum in den Sinn.

    Könnt Ihr damit was anfangen ?




    Irgendwelche Konidiophoren, Capillitiumfäden, Basidien oder Asci waren nicht (mehr) vorhanden.


    Grüße

    Felli