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letzter Beitrag von mollisia am

Nicht sicher ob Pfifferling oder nicht

  • Hallo gemy,


    wenn ich Dich richtig verstanden habe, bist Du Dir bei den Pilzen im Sieb sicher mit der Diagnose Pfifferling? Und schon im Wald hast Du bei den Pilzen links im Bild gezweifelt? Das soll jetzt keine Kritik sein, aber warum nimmst Du dann die Pilze, die Dich zweifeln lassen, mit nach Hause? :gkopfkratz: Im Sieb sind doch genug Pilze, oder? :gzwinkern:


    Und übrigens - hier gibt es keine Essensfreigabe für Pilze nach Fotos - nix für ungut :grotwerd:


    Liebe Grüße


    Murph

  • Hallo zusammen,

    ich verstehe irgendwie das Problem nicht. Gemy hat gelbe Pfiffis gefunden (die im Sieb) und sie als solche bestimmt. Dann hat er zusätzlich noch ein paar orangenere Pilze gefunden - die links daneben. Er hat erkannt, dass dies wohl keine gelben Pfiffis sind und hat sie dann angefragt - so what? Dass die Menge der Pilze im Sieb zu groß ist? Dass man Pilze anfragt, an denen man zweifelt? Dass man Anfragepilze in Kleinstmenge mit nach Hause nimmt?

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Wo wir gerade dabei sind:

    hat man eigentlich die frisii noch nicht in mehrere Arten aufgespalten, wie so viele andere Arten auch?

    Nicht dass ich die Spalterei befürworte...

    Ich habe nur schon recht unterschiedliche gefunden, welche komplett mit der gleichen Farbe, eher gelborange.

    Andere mit mehr rötlichem Hut und die Unterseite eher weißlich. Habe leider gerade keine Bilder zur Hand.


    Nebenbei: ich frage Pfifferlingssammler gerne, ob sie auch Rauköpfe kennen.

    Bisher hat noch keiner ja gesagt!

    Und in dem Restaurant, wo es "Knopfpfifferlinge" gibt, will ich auch noch nachhaken.
    Auf dem Markt nannte sich sowas auch mal "Gourmetpfifferlinge". Für mich Frevel.


    Gruß Alis

  • Hallo Gemy,

    auf alle Fälle sind die dunklen Pilze ebenfalls Pfifferlinge. Es gibt mehrere Arten. Manchmal mit violetten Schüppchen auf der Huthaut, manchmal sehr hell, fast weiß. Grundsätzlich sind alle Pfifferlinge essbar. Über die Qualität musst du selbst entscheiden.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

  • Danke für die Antworten.


    Habe nun alle gegessen. Ist nichts passiert und hat auch nicht anders oder bitter geschmeckt. Für die Menge an Pilzen war ich übrigens 4h unterwegs.Habe auch das Gefühlt gehabt, das es noch zu früh ist für Pfifferlinge. Habe in Baden Württemberg gesucht.

  • Schön, dass es dir geschmeckt und offensichtlich gut bekommen ist.

    So nebenbei, ich hatte auch schon mal einen Fall, dass fünf Leute Pfifferlinge (soweit im Nachhinein feststellbar) gegessen haben und zwei davon ins Krankenhaus gegangen sind wegen Magen- Darmproblemen.

    Empfindlicher Magen, zu viel gegessen, unzureichend gegart oder völlig andere Ursache, die nichts mit den Pilzen zu tun hat. Vielleicht werden wir es am jüngsten Tag erfahren.


    Baden-Wüttemberg ist ein weites Feld mit sehr unterschiedlichen Bedingungen. In der Rheinebene und bei mir am Schwarzwaldrand in sonniger Südlage im Roteichenlaub können die vereinzelt schon Ende Mai/Anfang Juni erscheinen. An schattigen Nordhängen deutich später. Und die letzten Jahre zum Teil auch gar nicht.

    Wo bist du denn unterwegs? (Und wo daheim?)

    Grüße aus dem Ortenaukreis

    Alis

  • Hallo Alis


    Nix für ungut. Aber mich würde doch interessieren, worin Du bei "Knopfpfifferlingen" einen Frevel siehst.
    Ich habe da einige Stellen mit solchen "Knöpfchen", die werden einfach nicht größer, auch wenn man sie noch so lange stehen läßt. Und wenn ich keine anderen finde, nehme ich die auch schon mal mit. Wir sind hier mit Pfifferlingen nicht so verwöhnt wie vielleicht im Schwarzwald, und meist sind es die ersten, die erscheinen. Ist halt ne Menge Arbeit, die zu pflücken .

    Aber ich sehe da keinen Frevel drin. Es sei denn, dass die Pfifferlinge illegal gesammelt wurden, das wäre dann aber auch bei "normalen" Pfifferlingen der Fall.


    Liebe Grüße
    Josef

  • Hallo Josef,

    so lange man die Knopfpfifferlinge nicht mit Knopfrauköpfen oder anderem Giftzeugs verwechselt... Leider kommen immer wieder Verwechslungen des Spitzgebuckelten Raukopfs mit Pfifferlingen vor, und das sicher nicht anhand voll ausgewachsener Exemplare. Knopfpfifferlinge zu sammeln ist demnach nicht ganz ungefährlich für Leib und Leben.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Griaß eich,


    Oehrling kennt sich in Kärnten besten aus, er spricht sogar schon unseren Dialekt, :gklimper:

    Wenn er, im August ist's wieder soweit, hier Urlaub macht, werden wir uns nicht großartig mit Eierschwammerl spec. befassen. Ob's der blasse oder der amathystige oder sonst einer aus der Gattung ist werden wir eher beiläufig festhalten. Schmecken alle gleich gut, statt spec.nach dem Pilznamen kommt Bauernspeck in die Pfanne.

    Der Samtpfifferling, bei uns schlicht 'da Fiesii', wird keine Diskussion aufkommen lassen, dass issa, gemma weita.


    Ich bin ein Freund der kleinen Eierschwammerl, 2 - 4 cm groß. Da hat man einen oder mehrere ganze Pilze auf der Gabel, nicht labrige Pilzfetzen. Direkt daneben wachsen auch Giftbolzen ausm Boden, die Spitzgebuckelten. Wie man die beiden verwechseln kann ist mir ein Rätzel.

    Anfragen zu C. friesii sind berechtigt. Wenn eine Aufnahme aus ca. einzwei Meter Abstand vom FO eingestellt wird auch rel. leicht zu beantworten. KüchenstudioAufnahmen kann ich nicht einschätzen,


    LG

    Peter

    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Es reicht ein Hut aus Zunderschwamm als Statussymbol. Brennt nur der Kopf, wenn der Blitz einschlägt.

    Chips: 52 - 5 für Pablo = 47

    47 - 10 für APR 2019 = 37,000

    + 5 ausm APR = 42

    - 20 für die Leistungsträger,

    22. Ingo mag nicht, = 27.

    27 -10 für APR 2020 = 17 + ein Kerzenstummel

  • ...Aber mich würde doch interessieren, worin Du bei "Knopfpfifferlingen" einen Frevel siehst.

    Hallo Josef,

    grundsätzlich sind mir junge, feste Pilze auch lieber als alte Schlappen.

    Und ich wohne am Schwarzwaldrand, wo zumindest in der Nähe die Pfifferlinge nicht so dicht gesät sind und ich die meist im Laub suchen muss. Manchmal bleibt es nach 2 Stunden bei einer Handvoll oder auch leerem Korb.
    (und auch leerer Speicherkarte auf dem Fotoapparat)

    Ich denke, gerade wenn es wenige Pilze gibt, so sollten die doch eine gewisse Größe erreichen, bevor man sie mitnimmt. Auch auf die Gefahr hin, dass ein Anderer die dann erwische. Für mich sollten Pfifferlinge schon etwa 4 cm groß sein, kleinere geraten dann nur gelegentlich als Beifang in den Korb.
    Ich finde es auch egoistisch, winzig kleine Steinpilze mitzunehmen, auch da lasse ich die ganz Kleinen eher stehen.


    Spitzgebuckelte Rauköpfe finde ich nur im Hochschwarzwald und Orangefuchsige so gut wie gar nicht. Mir fehlt bei letzteren die Erfahrung mit kleinen. Bei richtigem Hinschauen sind die wohl schon zu unterscheiden, aber wenn man da im Sammelrausch ist und schlechtes Licht hat...


    viele Grüße

    Alis

  • Also, mein PSV sagt, dass viele Pilze (er nannte explizit auch schon die Pfifferlinge) gar nicht mehr weiterwachsen, wenn sie erst mal durchgebrochen sind. Oder dass sie höchstens an Volumen zulegen, gleichzeitig aber an Geschmack verlieren, sich also nur "strecken".

    Alle meine Bestimmungshilfen sind nur als Anregung zu verstehen. Für eine sichere Bestimmung sollten Pilze einem PSV vorgelegt werden. Eine Essensfreigabe gibt es im Forum grundsätzlich nicht.

  • Hallo Alis,


    Grundsätzlich hast Du natürlich recht, dass Pilze eine gewisse Mindestgröße haben sollten, wenn man sie sammelt,

    aber das sind bei mir ja keine Babypilzchen, die gerade mal das Köpfchen rausstrecken, sondern ausgewachsene Pfifferlinge, die an bestimmten Stellen (bei mir Fichtenwald in Nadelstreu) gar nicht größer werden als 1,5-2 cm große Knöpfchen.

    Ich beobachte eine dieser Stellen regelmäßig jetzt schon über viele Jahre und habe dort noch nie einen Pfifferling gesehen, der größer als max. 2,5 cm war. Um sicher zu gehen, ob sie nicht von jemand anders weggeholt wurden, hatte ich sogar schon mal welche gekennzeichnet. Die waren auch nach mehreren Tagen noch genau so klein wie an dem Tage, an dem ich sie erstmals gefunden hatte. Die Größe hat da m.M. nichts mit dem Altersstadium der Pilze zu tun. Ich nehme an, dass das eher standortbedingt ist.


    LG, Josef


    @ Azalee:
    Das habe ich auch schon mal gehört, dass Pfifferlinge nicht weiterwachsen sollen, wenn sie erst mal das Tageslicht erblickt haben.
    Ob's stimmt weiß ich nicht. Aber bei "meinen Knopfpfifferlingen" habe ich fast den Eindruck.^^

  • Hmmm, Pfifferlinge sind ja schon sehr variabel und ich kann mir gut vorstellen, dass je nach Standort und Wetter das Wachstum sehr unterschiedlich ausfallen kann. Die wachsen ja auch nicht so schnell und ich bin mir nicht sicher, ob die nicht auch mal eine Wachstumspause einlegen.

    Ein Mal wurden mir Riesenexemplare - groß wie eine Hand - zur Pilzberatung gebracht, wo sich die Leisten schon fast zu Lamellen gestreckt hatten und ich ins Grübeln gekommen bin aber dann doch keinen Ölbaumpilz darin gesehen habe.

    Also, mein PSV sagt, dass viele Pilze (er nannte explizit auch schon die Pfifferlinge) gar nicht mehr weiterwachsen, wenn sie erst mal durchgebrochen sind. Oder dass sie höchstens an Volumen zulegen, gleichzeitig aber an Geschmack verlieren, sich also nur "strecken".

    Das will ich so nicht recht glauben. Zu einem gewissen Grad mag es wohl stimmen.


    Gruß Alis

  • Hallo,

    Also, mein PSV sagt, dass viele Pilze (er nannte explizit auch schon die Pfifferlinge) gar nicht mehr weiterwachsen, wenn sie erst mal durchgebrochen sind. Oder dass sie höchstens an Volumen zulegen, gleichzeitig aber an Geschmack verlieren, sich also nur "strecken".

    Das will ich so nicht recht glauben. Zu einem gewissen Grad mag es wohl stimmen.


    Gruß Alis

    definitiv für die normalen Pilze falsch. Dazu haben wir sogar schon ein Projektchen im Bayerwald gehabt, wo von vielen Arten jeweils mehrere Fruchtkörper über mehrere Tage Aufzeichnungsgeräte ähnlich einem Seismographen auf den Hut gelegt bekamen. Damit wollten wir sehen, ob erstens verschiedene Pilzarten gleich schnell wachsen und zweitens ob dieselbe Pilzart in größerer Höhe langsamer wächst als in tieferen Lagen (Temperaturunterschied: bei kälteren Temperaturen langsamerer Wuchs).


    Alle Pilze wuchsen über mehrere Tage heran, je nach Art unterschiedlich schnell. Innerhalb derselben Art in tieferen Lagen schneller als in höheren. Eigentlich genau was man so erwartet hat, aber nun isses halt auch mal bewiesen :-)


    Die Rutenpilze, also Stinkmorchel und Co, dagegen strecken sich nur noch nachdem sie aus dem Hexenei gebrochen sind. Hier ist es tatsächlich so, dass der Fruchtkörper nur noch durch Zellvolumenzunahme (Wasseraufnahme) wächst, aber nicht durch Bildung weiterer Zellen. Deshalb gehts da auch so schnell ....


    beste Grüße,

    Andreas

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