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letzter Beitrag von Hukos am

edulis oder aestivalis? -> nein, ein Raufuß

  • Servus beinand,

    heute fand Marcus im einem Laubmischwald (mit vielen Birken) einen ziemlich "frischgeschlüpften" Steinpilz.


    Erster Gedanke: ein früher Boletus edulis.


    Beim Ernten war der Stiel weiß, hat sich im Korb jedoch deutlich bräunlich verfärbt.

    Geruch und Geschmack sind nicht so typisch "steinpilzig" wie vom Fichtensteinpilz gewohnt.

    Deshalb machten wir einen Schnitt:

    Bild 1


    Weitere Ansichten:

    Bild 2


    Bild 3


    Bild 4


    Zwischen Huthaut und Hutfleisch kann ich keine Verfärbung erkennen.

    Ist es daher ein Sommersteini?


    Über Eure Antworten freut sich

    Marion von den Hukos ==roeessbar

    liebe Grüße


    Marion und Marcus


    Pilze sind für uns wie Hunde: Sie treiben uns bei jedem Wetter raus in die Natur und bescheren uns das ein- oder andere Ungeziefer :worm: im Haus. Nur dass wir sie nicht füttern - sondern futtern!
    100 Pilz-Chips (die vom Anfang) warten auf's Setzen

  • Danke für Eure Antworten :)


    beli 1:

    auf die Varietät B. edulis betulicola bin ich auch gestoßen, habe aber keine Idee, worauf es da bei der Unterscheidung ankommt.

    LG Marion

    liebe Grüße


    Marion und Marcus


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  • Für mein Empfinden - so rein nach den Fotos - ist das gar kein Steinpilz, sondern irgend ein Raufußröhrling.


    Am ersten Bild sieht man ja auch ein deutliches Blauen im Schnitt, das schließt den Steinpilz aus.

    Stielnetz kann ich auch keines erkennen.

    Liebe Grüße, Pixie


    Pilzchips: 100 - 10 (fürs APR 19) + 5 (Schweigegeld von GI) + 5 (Gastfreundlichkeits-Bonus) + 16 (2.Platz APR 19) + 5 (Vorphal APR 19) - 10 (für APR-Honoratioren) - 15 (fürs APR 20) - 1 (Belis Pilzgral-Rätsel) + 5 (Aufmerksamkeits-Bonus APR 20) + 13 (2. Platz APR 20) + 15 (Segmentwette APR 20) + 3 (Platzierungswette APR 20) + 9 (bester Phal APR 20) - 9 (Preisgeld EM-Rätsel) = 131

  • Danke Pixie

    Leider musste ich die Fotos bei schwindendem Tageslicht machen.


    Blautöne waren nicht zu erkennen, allerdings an der Stielspitze ein weißes Netz.

    Leider wurde die Basis nicht mit ausgegraben, Marcus dachte nicht, dass dieser Pilz ein "Bestimmling" wird.

    LG

    liebe Grüße


    Marion und Marcus


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  • Hallo,

    Wegen viele birken kann gut ein Variation mit der Name Boletus beticola sein

    Du meinst bestimmt B. betulicola, noch so ein Kandidat der keinen Artrang hat und m. M. nach auch keinen verdient bis mich eine Sequenzierung überzeugt^^.


    I kenn mi ja ned so guad aus, aber ist das ein Kiefernsteinpilz?

    da passt weder farblich noch vom Fundort her (Laubmischwald) eigentlich gar nix.


    Für mein Empfinden - so rein nach den Fotos - ist das gar kein Steinpilz, sondern irgend ein Raufußröhrling.

    das ist die für mich beste Idee:daumen:. Irgendeiner aus der Birkenpilzverwandtschaft da nirgends eine Netzzeichnung vorhanden ist.


    Blautöne waren nicht zu erkennen, allerdings an der Stielspitze ein weißes Netz.

    also ich sehe hier kein Netz.


    VG Jörg

  • Danke für Eure Beiträge!


    @ Jörg:

    Jetzt sah ich mit der Lupe die Stielspitze nochmal genau an und erkenne kein Stielnetz mehr, sondern sowas "Faseriges" typisch Raufüßiges.

    =O

    Peinlich, also vermutlich ist es tatsächlich ein Birkenpilz.

    (getarnt mit Steinpilzhut).

    Asche über mein Haupt und schönen Abend!

    liebe Grüße


    Marion und Marcus


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  • Hukos

    Hat den Titel des Themas von „edulis oder aestivalis?“ zu „edulis oder aestivalis? -> nein, ein Raufuß“ geändert.
  • Peinlich, also vermutlich ist es tatsächlich ein Birkenpilz.

    Ich fürchte, auch da muss ich wieder widersprechen.;)


    Eher was in Richtung Hainbuchenröhrling.

    Liebe Grüße, Pixie


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  • Heinbuchenröhrling - L. carpini bei schnitt wechselt Farbe , rötlich - rotbraun später dunkel , besonderes junge Frk. hier ist das nicht fall .

    Hallo beli,

    da hast du natürlich recht, Hainbuchenröhrling war nur so eine Spontanidee, weil der generelle Habitus gut hinkommen würde.

    Und Verfärbungen im Schnitt können ja auch mal ausbleiben, z.B. bei Trockenheit.


    Birkenpilz (L. scabrum) ist das aber jedenfalls keiner.


    Liebe Grüße, Pixie


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  • Hallo Pixie,

    Birkenpilz (L. scabrum) ist das aber jedenfalls keiner.

    das hat auch niemand behauptet. Für mich ist der erste Kandidat Leccinum cyaneobasileucum aber weil die Basis nicht vorhanden ist nur reine Spekulation.


    Und Verfärbungen im Schnitt können ja auch mal ausbleiben, z.B. bei Trockenheit.

    Also beim Hainbuchen-Raufuß habe ich das noch nie gesehen und der ist ohne der gwhämmerten Huthaut sowieso raus.



    VG Jörg

  • Hallo,

    Auf den Bildern ist doch eine beginnende Hämmerung zu erkennen.

    Ist bei jungen Pilzen nicht so ausgeprägt.

    Hier auch so einer :


    Und die Verfärbung im Schnitt geschieht oft langsam.

    Da sollte man nicht den frischen Schnitt betrachten sondern nach ein paar Minuten.

    Wenn dann die Graue Verfärbung auftritt ist er überführt.

    Grüße

    Norbert

    ------------------------------------------------------
    Pilzchips = 100 -5 APR 2015 +12 APR 2016 = 107 -7 Für APR 2017 = 100 + 5 APR 2018 =105 +5 APR 2019 =110+6 APR 2020=116
    Pilzbestimmung im Netz ist keine Essfreigabe

    ------------------------------------------------------

  • Ahoj, Alle, Ahoj, Jörg,


    die Stielstruktur passt m.E. auch gut.


    LG

    Malone

  • Hallo


    @ Marion , ist das Stielfleisch später nach Schnitt verdunkelte ?


    Ich glaube das es nicht dunkel werde weil :


    Marion hat zuerst Schnitt Fotografiert , Bild 1 , dann Stiel Fotos , Bild 2 , dann Stielbasis , Bild 3 und noch ein Bild nr 4 .


    Das alles ( Fotografieren ) dauert mehrere Minuten , genug für Fleischfarbe wechseln .


    Fleischfarbe ist noch immer weiß .


    Stielschnitt ( Stielbasis ) weiß


    -


    Diese stelle nach Schnitt ( oder nach Bruch ) wird schnell dunkel aber das ist bei Marions Pilz nicht fall


    -


    LG beli !

  • Liebe Pilzfreunde und freundliche Fachberater... ;-) ,

    Als ich (Marcus) den Pilz fand, bin ich nicht von einem "Bestimmpilz" ausgegangen, da ich ihn zunächst für einen profanen Gallenröhrling hielt. Daher - einfach abgeschnitten und probiert... aber er schmeckte keinesfalls bitter. Es regnete in Strömen und in der Nässe verfärbte sich der zunächst reinweisse Stiel dann schnell hellbräunlich. Der grubige Hut verführte wie gesagt zu der peinlichen Fehlbestimmung Steinpilz... heute nachdem er abgetrocknet ist, ist er als Raufuß ganz klar zu erkennen ;-)
    Da Ihr Euch nun so viel Mühe und Kopfzerbrechen mit diesem Ding gemacht habt, bekam ich ein schlechtes Gewissen bezüglich fehlender Stielspitze ... und bin nun nochmal zum Fundort gefahren, um die Stielbasis zu "sichern" :-)
    Schaut Euch bitte die entsprechenden Fotos nochmal an. Inzwischen hat sich das Hutfleisch an der Schnittstelle rosabräunlich verfärbt, der Stiel aber weiterhin nicht. Die Stielbasis zeigt nach Querschnitt auch keine Verfärbung - auch nicht nach mehreren Minuten... Die Röhren haben inzwischen - nachdem sie ursprünglich reinweiß waren, dunkle schokoladenbraune Flecken bekommen...
    Wir hoffen, es kommt nun noch etwas mehr Licht ins Dunkel
    Grüße aus Bayern
    Marcus

    liebe Grüße


    Marion und Marcus


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  • Hallo Marcus,


    ich bleibe bei meinem Anfangsverdacht, den ich auf den ersten Blick hatte, da von Laubmischwald die Rede war - eine junge Eichenrotkappe. Habe diese auch schon mit dem nicht typisch roten, eher bräunlichen Hut gefunden. Zeitpunkt des Fundes kommt auch hin. Und auch die Merkmale des jetzt gezeigten Schnittbildes.

    Ich lasse mich aber gern von den Leccinum-Fachleuten eines Besseren belehren.


    Liebe Grüße aus Sachsen

    Ute

  • Uiuiui! :-)

    eine neue Idee...
    ...es waren sowohl junge Eichen, Buchen, Fichten - hauptsächlich aber Birken am Fundort...

    liebe Grüße


    Marion und Marcus


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  • Hallo,


    dem Vorschlag einer Eichen-Rokappe kann ich auch nichts abgewinnen. Da fehlen die typischen rotbraunen Schuppen am Stiel.



    Von meinem Vorschlag, Leccinum cyaneobasileucum, kann ich mich auch verabschieden da es an der Basis keinerlei Blaufärbung gibt;( oder hat das was ich als eine leichte Graufärbung warnehme einen bläulichen Stich? . Der Hainbuchen-Raufuß ist das mit dieser Fleischverfärbung auch nicht. Die müßte irgendwann einmal ins fast Schwarze gehen. Vielleicht ist das doch nur ein ordinärer Birkenpilz (L. scabrum) was ich mir bei dieser Stielschuppenfarbe aber nicht vorstellen kann. Ich gebe es auf den bestimmen zu wollen.


    VG Jörg

  • ... kein Blau - eher gelblich rötlich...

    liebe Grüße


    Marion und Marcus


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  • ... doch - die Huthaut steht über... sogar leicht eingerollt

    liebe Grüße


    Marion und Marcus


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