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letzter Beitrag von Craterelle am

Gemeinsame Küchenmykologische Liste

  • Hallo Cratie


    Er schmeckte, abgesehen vom zugefügten Salz und Pfeffer nach nichts, außer bitter, bitter, bitter. ==Gnolm9

    Hallo Matthias,


    bittere hatte ich mit Ausnahme von BiPo-Tee noch nicht im Test. Auch der Gallenröhrling durfte bisher nicht im meine Pfanne.


    Den Tee mag ich durchaus ganz gern, entweder pur mit kurzer Ziehzeit oder lange gezogen als Zutat für selbstgemachte Bitterlimonaden. Aber auch beim Birkenporling hat es mich noch nicht gereizt, den als Pilzgericht zuzubereiten.


    LG, Cratie

  • Heute mal sowohl den Riesenporling als auch den Schwefelporling verkostet.

    Allerdings bei beiden etwas geschummelt, weil Gewürze dran (Salz, Pfeffer, Zwiebel).


    So schmecken mir beide ziemlich gut. Ich mochte den Schwefelporling etwas mehr, Schupfnudeline dafür den Riesenporling (Konsistenz fester).


    Würde ich beide wieder mitnehmen. Aus dem Rest vom Riesenporling mache ich Pilzpulver. Mal schauen wie das so ist.


    LG.

    Bin lediglich fortgeschrittener Anfänger.
    Posts sind nicht als Essensfreigabe zu verstehen. :-]

  • Den Tee mag ich durchaus ganz gern, entweder pur mit kurzer Ziehzeit oder lange gezogen als Zutat für selbstgemachte Bitterlimonaden. Aber auch beim Birkenporling hat es mich noch nicht gereizt, den als Pilzgericht zuzubereiten.

    Birkenporling als Pilzgericht? Nach meiner Erfahrung würde ich nur eine sehr kleine Portion empfehlen :D Aber - jeder soll es selbst ausprobieren. Es gibt durchaus Pilze die einem individuell gut schmecken, obwohl sie meist als ungeniessbar gelten.

    Heute mal sowohl den Riesenporling als auch den Schwefelporling verkostet.

    Allerdings bei beiden etwas geschummelt, weil Gewürze dran (Salz, Pfeffer, Zwiebel).

    Wieso geschummelt? Man isst ja auch bspw. Kartoffeln nicht "as is" sondern immer Salz / Pfeffer / Butter usw.

    OK, Zwiebel wäre vielleicht ein wenig geschummelt, aber solche Pilze wie diese Porlinge brauchen durchaus etwas Zwiebeln, denke ich. Oder Knoblauch. Meine besten Schwefelporlingsmalzeit war angebraten und dann mit Knoblauch und Schmand geschmoren - richtig lecker! Und man schmeckt den säuerlichen Pilz immer noch deutlich heraus!

  • Hallo,

    Aus dem Rest vom Riesenporling mache ich Pilzpulver. Mal schauen wie das so ist.

    sei vorsichtig bei der Verwendung des Pulvers. Wenn Du zuviel, z.B. an eine Sauce, davon zugibst kann der Schuß schnell nach hinten losgehen. Das ist mir bei einem Gulasch passiert.


    VG Jörg

    Inwiefern denn? Also was macht das mit dem Gericht?


    Wieso geschummelt? Man isst ja auch bspw. Kartoffeln nicht "as is" sondern immer Salz / Pfeffer / Butter usw.

    Klaro, aber bei den anderen Wertungen habe ich ja größtenteils ohne Gewürze verkostet. Eigentlich geht es ja um den Reingeschmack. :)



    LG.

    Bin lediglich fortgeschrittener Anfänger.
    Posts sind nicht als Essensfreigabe zu verstehen. :-]

  • Ich vertrage den Schwefelporling leider nicht (mehr?). Schade, ich mochte den schon eigentlich und hätte Lust auf weitere kulinarische Experimente damit gehabt. Vorher und zwischendurch habe ich einige kleinere Portionen zwar problemlos essen können, aber egal ob nun ein Fitzelchen doch nicht ausreichend gegart war, ich ihn nicht nicht genügend gekaut habe oder was auch immer: nach der zweiten Unverträglichkeitsreaktion fehlt mir die Motivation, das weiter einzugrenzen.

  • Hallo Zusammen!

    Nachdem ich dieses Jahr mal wieder einen Neuzugang in meinen Speisepilzen hatte, den Milchbrätling, möchte ich meine Erfahrungen zu diesem Pilz kundtun...


    Zunächst habe ich mich natürlich riesig gefreut, ein ordentliches Vorkommen dieser Pilze in meinem Revier zu finden. Und natürlich musste der Pilz verkostet werden. Ich habe schon gehört, dass der Brätling „polarisiert“. Ich war also sehr gespannt und musste feststellen, dass das Ess-Erlebnis - wie sage ich es treffend - überraschend war.


    Sowohl die Konsistenz war absolut ungewohnt, der Pilz hat mehr Biss als viele andere die ich kenne. Und der Geschmack hat mich am meisten Überrascht... ich habe ständig hin und her überlegt und kam zu dem Schluss: Artischocke!


    Fazit: Ich mag zwar Artischocken wirklich gerne, aber dieser Pilz wird nicht zu meinen Lieblingsarten gehören.


    Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Milchbrätling gemacht? Wie schmeckt er Euch?


  • Ich beneide Euch, dass Ihr noch Pilze zum Verkosten findet. Bei uns ist absolut nix. Seit 3 Monaten alles knochentrocken.

    Ich hab' mir vorgestern vor lauter Verzeiflung zum ersten Mal in meinem Leben frische Pfifferlinge im Supermarkt gekauft.

    Und die waren wirklich frisch, obwohl sie aus Weißrussland kamen. Weiß der Teufel, wie die das machen (schon im Wald in die Kühlung?). Wenn ich nach einer mehrstündigen Pilztour nach Hause komme, sind die Stiele meist unten schon etwas angebräunt; hier keine Spur davon, ich hätte sie direkt in die Pfanne werfen können.


    Den Milchbrätling habe ich noch nie gefunden o. gesehen. Ein schöner Pilz, finde ich. Der scheint aber nicht überall vorzukommen.

  • Hallo Josef!

    Das ist auch bei mir schon einige Wochen her. Zuvor habe ich den Milchbrätling bei mir auch noch nicht gefunden.

    Hier ist es mittlerweile auch knochentrocken.

  • Hallo zusammen.


    Weiter geht es mit den nächsten drei Arten. Zwei davon haben mich positiv überrascht, die hätte ich solo nicht so gut eingeschätzt. Die dritte Art war mir schon als hervorragend bekannt, hatte ich zuvor aber nur im Mischgericht.


    Beginnen möchte ich mit dem Semmelstoppelpilz. Bisher galt er mir nur als Misch- und Füllpilz. Zu Unrecht, muss ich jetzt sagen. Geschmacklich geht er in etwa in Richtung Steinpilz, vielleicht sogar noch ein bisschen intensiver. Ein Exemplar war ein bisschen bitter. Doch, da es nur eines war, ließ ich den nicht mit in die Bewertung mit einfließen. Im Biss eindeutig fester. Darum 8 Punkte.


    Der nächste war der Mehlräsling. Oft hatte ich ihn schon in der Hand und war mir sicher, dass er es ist. Trotzdem stellte ich ihn immer sicherheitshalber zurück. Jetzt habe ich mich erstmals getraut. Geschmacklich sehr gut. Nur sagt mir die weiche Konsistenz nicht zu. Darum ebenfalls 8 Punkte.


    Zuletzt noch der Gelbe Graustieltäubling. Dieser ist nicht gerade häufig. Darum sollte man immer genügend Exemplare stehen lassen. Zudem ist er auch bei Maden sehr beliebt - Täubling halt. Trotzdem bekam ich genug zum Probieren zusammen. Gut im Biss, geschmacklich top. 10 Punkte.


    LG Matthias

    100 jungfräuliche Pilzchips

    - 10 für APR 2020


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    - 1 für belis Heiliger-Kral-Rätsel


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  • Hallo Matthias,


    Ich beneide dich um die Pilzfunde. Zuletzt hatten wir in Schleswig-Holstein und auf der Durchreise im Thüringer Wald ein paar. Hier ist es so knochentrocken, dass sich nur mit Glück ein paar Kartoffelboviste zeigen.


    Den Semmelstoppel mag ich gerade wegen seiner Festigkeit, habe ihn aber im Unterschied zu dir nie als sehr aromatisch wahrgenommen.


    Und den Mehlräsling hatte ich ja auch erst kürzlich (in S-H). Da steht noch keine Note, aber eine 8 wird der bei mir sicher nicht werden.


    LG, Cratie

  • Hallo Cratie


    Generell ist es auch hier viel zu trocken. Die erste Zeit fand ich nur Samtfußkremplinge und Gallenröhrlinge in rauen Mengen. Alles andere vertrocknet, oder gar nicht vorhanden. Zwei feuchte Stellen sind mir in diesem Wald bekannt. Bei der ersten, kleinen gab es die Graustieltäublinge.


    Die andere ist ein ehemaliger Bach. Wasser fließt hier nicht mehr. Doch feucht ist es immer noch - und komplett von Moos überzogen. Hier gab es die Semmelstoppelpilze. Bei denen könnte es durchaus so sein, wie bei den Pfifferlingen. Die einzelnen Pfifferlingsarten unterscheiden sich deutlich in der Intensität ihres Geschmackes.


    Ansonsten gab es da nur total vermadete Kampfermilchlinge, einige Schleierlinge und später noch Schönfuß-Opas. Darum wechselte ich nochmal den Wald und besuchte die Stelle, an der ich letztens die Samtpfifferlinge finden konnte. Hier war es ein wenig besser und fand hier auch die Mehlräslinge. Wären sie besser im Biss, ich hätte ihnen sogar noch eine bessere Note gegeben.


    Ich wünsche dir und jedem anderen ausreichend Regen, jedoch nicht so viel auf einmal, dass irgendjemand Schaden davon tragen könnte.


    LG Matthias

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  • Hallo zusammen!


    Meinerseits habe ich neulich den Glänzenden Lackporling i.w.S. zur Tabelle hinzugefügt. Ich fand ihn als "Tee" aufgekocht etwas besser als den Birkenporling den man genauso verwenden kann. Überraschend müsste ich feststellen dass Ganoderma lucidum doch nicht exakt die selbe Art wie asiatischer Reishi/Lingzhi ist, obwohl oft was anderes behauptet wird. Und da gibt es noch einige abgetrennte Arten in selben Gruppe innerhalb der Gattung Ganoderma. Deshalb Zusatz i.w.S. = im weiteren Sinne. Ob es sich um Sippen, Varietäten oder eindeutig eigenstädige Arten handeln - da blicke ich nicht durch, und da bin ich offensichtlich nicht allein.

    Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Milchbrätling gemacht? Wie schmeckt er Euch?

    Hallo Tuppie!
    Ich habe den Michbrätling nur ein oder zwei mal probiert, leider ist er bei uns nicht häufig. Er hat mir ziemlich gut geschmeckt, wie alle nach Herringslake oder "Krabbenkiste im Hafen von Dorum" riechende Pilze, bspw. Violettstieliger Pfirsichtäubling.

    Ich finde Milchlinge grundsätzlich toll, ob eingesalzen oder (mild schmeckende Arten) gebraten. Den Mohrenkopfmilchling finde ich besonders lecker, leider kenne ich ihn nur von wenigen Ausflügen in Hochschwarzwald.

    Ich vertrage den Schwefelporling leider nicht (mehr?). Schade, ich mochte den schon eigentlich und hätte Lust auf weitere kulinarische Experimente damit gehabt. Vorher und zwischendurch habe ich einige kleinere Portionen zwar problemlos essen können, aber egal ob nun ein Fitzelchen doch nicht ausreichend gegart war, ich ihn nicht nicht genügend gekaut habe oder was auch immer: nach der zweiten Unverträglichkeitsreaktion fehlt mir die Motivation, das weiter einzugrenzen.

    Hallo Craterelle!

    Das ist aber Schade... Du hast ja so interessante Rezeptideen mit ihm ausprobiert...

    Vielleicht lag es am Substrat? Er geht ja auf viele verschiedene Bäume, u.a. auf Eibe.

    Hallo zusammen.


    Weiter geht es mit den nächsten drei Arten. Zwei davon haben mich positiv überrascht, die hätte ich solo nicht so gut eingeschätzt. Die dritte Art war mir schon als hervorragend bekannt, hatte ich zuvor aber nur im Mischgericht.

    Hallo Matthias!

    Wow, diesen Graustieltäubling muss ich dann auch einzeln verkosten!

    Semmelstoppelpilze finde ich auch toll, für mich geht der Geschmack in Richting Pfifferling.

    Oh, Kampfermilchlinge! Ich liebe deren Geruch. Frisch & solo habe ich sie noch nie probiert, und evtl. wäre das geschmacklich auch drüber, aber solange ich Vorräte habe (Texten schickt mir dankenswerterweise manchmal welche), dürfen die in keiner Gemüsebrühe fehlen.

    Die Kampfermilchlinge stehen bei mir jetzt auf der Wünschliste zum finden, erkennen und probieren :)

  • Semmelstoppelpilze finde ich auch toll, für mich geht der Geschmack in Richting Pfifferling.

    Ich auch. Ich mische sie auch gerne mit Pfifferlingen, wenn ich welche finde (in den letzten 2 Jahren und auch diesmal sehr wahrscheinlich wieder Fehlanzeige).


    Getrocknete Kampfermilchlinge haben ein tollen und sehr intensiven Geruch. Geschmacklich finde ich sie aber nicht so prickelnd.

    Leider finde ich sie kaum noch, seit die Wälder überall gekalkt und forstwirtschaftlich so intensiv genutzt werden.


    Wenns weiter so trocken bleibt, kann ich auch in diesem Jahr die Pilze wieder vergessen. Aus den für gestern angesagten Gewitterschauern wurde auch wieder nix. Die Wolken waren zwar da, sind aber wie immer ungeöffnet über uns hinweg gezogen.

    Hoffe allerdings wie im letzten Jahr noch auf den Spätherbst.

    Da gabs noch tolle Mönchsköpfe und lilastielige Rötelritterlinge, die ich aber wegen der Seltenheit meist stehen lasse. Nur wenns viele gibt, nehme ich mir mal 2 o. 3 mit. Im Geschmack würde ich die mindestens 3 Punkte höher bewerten als den violetten Rötelritterling.

  • Grüß euch!


    Vor etwas mehr als einer Woche hatte ich meinen bisherigen Highlight-Perser. Amanita caesarea.

    Das könnt ihr hier nachlesen... Seine Majestät bittet zur Audienz......Amanita caesarea


    Wir fanden etwa 10 Exemplare. 2 1/2 wurden mitgenommen und als Carpaccio verkostet.

    Die restlichen blieben im Wald, die Art soll schließlich nicht dezimiert werden, da ohnehin extrem selten.

    Was soll ich sagen...mit Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer einfach der Hammer! Sehr sehr fein im Geschmack! 10/10 Punkten!


    LG Bernhard

  • Hallo Bernhard,


    Ich bin froh, dass ich wegen der Kaiserlinge nicht allzu neidisch sein muss, weil wir letztes Jahr in Griechenland so reichliche Funde hatten. Da wurden wir allerdings hingeführt. Sie selbst aufzuspüren in einer Gegend, wo sie selten vorkommen, ist auch noch Mal etwas ganz besonderes.


    Mir haben sie als Carpaccio am besten geschmeckt, so wie ihr es auch gemacht habt.


    LG, Craterelle

  • Hallo Craterelle,


    die Suche und der Fund waren wirklich ein ganz besonderes Erlebnis.

    Der Geschmack als Carpaccio ist echt sehr fein. Für mich steht der Kaiserling ganz oben auf der Liste. Möglicherweise trägt aber auch der Mythos zum Geschmackserlebnis bei.


    LG Bernhard

  • Grüß euch!


    Heute habe ich einen weiteren Pilz zum ersten Mal probiert.

    Den Brätling. Über der Fund habe ich mich sehr gefreut, ich fand ihn erst zum zweiten Mal, und diesmal nahm ich ihn mit.


    Der Geschmack jedoch sagte mir überhaupt nicht zu. 2 von 10 Punkten. Zwar viel Biss, genau wie Tuppie schrieb, aber überhaupt nicht meins. Zubereitet habe ich ihn mit Salz, Pfeffer und Öl im Ofen.


    LG Bernhard

  • Hallo Bernhard,


    ich habe den zwar noch nie gefunden oder probiert aber dessen Namen sagt auch etwas über die nötige Zubereitung aus, braten. Selbst in meinem ältesten Pilzbuch steht, Zitat: "schmackhaft, wenn paniert, kurz und schnell gebraten. Bei allen anderen Zubereitungsarten leimartig und unschmackhaft".


    VG Jörg

  • Hallo Bernhard


    Die Brätlinge erst direkt vorm Braten putzen. Stiel entfernen, den Hut bestmöglich im Ganzen mit den Lamellen nach oben in die heiße Pfanne (mittlere Hitze, kein Fett, kein Öl, etc), salzen und so lange langsam braten, bis keine Milch mehr austritt. Der Stiel ist ziemlich hart. Man kann ihn aber trotzdem etwas klein schneiden und mitbraten.


    Früher schmissen wir die Brätlinge lediglich auf die heiße Ofenplatte. In Zeiten von Ceran, Induktion und Gas ist das natürlich nicht mehr möglich.


    LG Matthias

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