2026, ist denn schon wieder so weit, zu feucht, oder zu trocken ?

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  • Nachdem jetzt im Oktober eigentlich ganz gut Niederschlag fiel und wir mit 700l Jahresniederschlag auch nicht mehr ganz so übel dastehen ein kurzer Lagebericht:

    es sieht echt besch... aus. In meinen Nadelwäldern ist es so übel, dass ich neu definieren muss, was eine gute und schlechte Pilzsaison ist; dann hatte ich jetzt nämlich 6 gute in Serie und eine miserable dieses Jahr. Ganze Abschnitte sind völlig leer, Arten die bis jetzt ausgeblieben sind aufzulisten würde ewig dauern. Ein paar Beispiele trotzdem:

    Cortinarius odorifer völlig abwesend

    Cortinarius atrovirens völlig abwesend

    Cortinarius glaucopus völlig abwesend

    Lactarius intermedius völlig abwesend

    Lactarius albocarneus völlig abwesend

    Hygrophorus abieticola völlig abwesend

    Hygrophorus capreolarius völlig abwesend

    Trompetenpfiffis wenns hochkommt 1/100 selbst unterdurchschnittlicher Jahre (von 2020-2025, seit ich sammle)

    Und das sind jetzt nur Arten die bei mir regelmäßig bis sehr häufig sind und die ich jedes Jahr seit 2020 oder 2021 an an mehreren Stellen hatte. Es fällt auch auf, dass da einige Tannenbegleiter dabei sind, ob das Bedeutung hat? Außerdem sind ganze Waldstücke wirklich komplett leer, auch solche, die wirklich jedes einzelne Jahr seit 2020 um diese Zeit voller Pilze waren.

    Ach ja und im Laubwald? Ists noch viel schlimmer. In einigen meiner Laubwälder habe ich seit Ende September nicht einen einzigen Mykorrhizapilz gesehen, nicht mal den gammligsten Täubling oder Rotfuß (und auch davor war dort nicht viel los). Ich hab dieses Jahr noch nicht einen einzigen Schleierling oder Schneckling bei Laubbäumen gesehen. Wenn sich nicht noch ordentlich was tut, lässt dieses Jahr alle anderen Jahre seit ich sammle wie herausragende Pilzjahre aussehen.

    Viele Grüße

  • Ein weiteres Waldstück, das ich aktuell etwa einmal die Woche durchstreife, ein weiteres Mal völlige Ernüchterung: Nich ein einziger Mykorrhizapilz. Craterellen, Schleierlinge, Schnecklinge und Ritterlinge die da sein sollten allesamt völlig abwesend. Interessanterweise scheints den Saprobionten nix auszumachen...

  • Hat jemand von euch schon Herbsttrompeten gesehen? Ich war an meiner Erstfundstelle von letztem Jahr, da leider gähnende Leere.


    Ein weiteres Waldstück, das ich aktuell etwa einmal die Woche durchstreife, ein weiteres Mal völlige Ernüchterung: Nich ein einziger Mykorrhizapilz. Craterellen, Schleierlinge, Schnecklinge und Ritterlinge die da sein sollten allesamt völlig abwesend.

    Hier ähnlich. Die einzigen Mykorrhizapilze, die in guter Zahl erscheinen, sind Amanita muscaria bei den Fichten.


    Alles andere ist rar gesät und kommt, wenn überhaupt, nur vereinzelt.

  • Ich mache mich jetzt einmal unbeliebt ;)

    Ja, auch hier bei mir (Mittelfranken, Nürnberger Raum) gibt es keine "Pilz-Schwemme" und ja, was Speisepilze angeht, hatte ich diese Woche nach einer 4-stündigen Exkursion gerade einmal einen einzigen Maronenröhrling und eine einzige Krauße Glucke und dies in einem Wald, der um diese Jahreszeit wirklich viele unterschiedlichste Speisepilze in Mengen bietet und dies, nachdem es nun in der letzten Zeit wirklich gut Niederschlag gegeben hat.

    Aber dennoch, es wachsen doch Pilze - nicht so artenreich wie gewohnt und innerhalb der verschiedenen Arten absolut nicht so zahlreich wie bisher. Also ich schaue mir zur Zeit halt Pilze an, die bisher immer eher unter den Tisch gefallen sind. Kann ich nur empfehlen, ist teilweise echt spannend und bereichernd, und gelegentlich entdecke ich dabei auch für mich etwas wirklich Neues und Spannendes.

    Die Herbsttrompeten wachsen übrigens aus meinen Erkenntnisse während der vielen Jahre im Altmühltal, unabhängig von irgendwelchen Wetterverhältnissen, nicht jedes Jahr gleich - bei denen scheint es sogenannte "Mast-Jahre" zu geben und eben Jahre, in denen sie zum Teil gar nicht erscheinen. So zumindest haben es mir die einheimischen Pilzler erklärt und genau diese Erfahrungen habe ich auch gemacht.

    Liebe Grüße


    Maria

  • Moin,


    für Herbsttrompeten in der Nähe sind hier die Wälder nicht basenreich genug, bis auf zwei Spots direkt an der Küste. Letztmalig hatte ich da vor 4 Jahren Glück. Ich bücke mich seitdem lieber gezielt nach Trompetenpfifferlingen als zweite Wahl. Aber um die zum Trocknen einzusammeln, sollte es auch mal 1-2 Tage komplett regenfrei bleiben. Das wird man aber bis Mitte nächster Woche komplett vergessen können.


    In der Heide geht noch was (siehe MV Thread), aber es wird auch dort mühsamer. Die größeren Dinge sind nun einfach gelaufen. ;)


    VG

  • Moin.

    Hier gabs so um die 15-20 Liter. Dazu etwas windig, da geh ich nicht in den Wald, Böen so um 80 kmh. Das hält sich noch in Grenzen, aber im Wald, lieber nicht.

    Außerdem ist eh alles klatschnass und matschig. Das braucht jetzt mal ein paar Tage schönes Wetter und etwas trockener, aber wenn nicht, auch egal, lass regnen, schadet auch nicht.


    LG

    Daniel

  • Moin,


    hier war es mit 8-13 Litern nicht ganz so viel, aber im Oktober steuert man bald, insbesondere Richtung Küste, ganz dicht an die 100 Liter ran. Die gab es regional auch schon im September. Also insgesamt ein recht nasser Früh und Vollherbst.


    Der Sturm wird in meiner Region erst zum Nachmittag richtig zulegen. Und so wagte ich nach dem Regen einen kurzen Trip in einen Buchenwald.


    Man musste an bestimmten Stellen gut aufpassen, dass man nicht zu viele, noch kleinere Trompis, platt macht. Da komme ich bestimmt bald wieder, wenn es trockener ist, um dann danach das Dörrgerät wieder mal anzuschmeißen.



    Im Korb nur das, was heute als frisches Topping für ein Steinpilz-Pasta Gericht gedacht ist….



    VG und einen schönen Sonntag

  • Heute war ein absurder Tag. Wie geplant bin ich mit viel Hoffnung (angesteckt durch MeckPilz) zu meinem Trompetenpifferlingswald gefahren, nur um festzustellen dass dort anscheinend mehrere Battaillone Pilzsammler den Waldboden platt gestampft haben. Ich habe dort ein Dreierknäuel Laubwaldrotkappen gefunden, die das alles wie durch ein Wunder überstanden haben. Die habe ich dann unter Laub versteckt.


    Von Trompetenpfifferlingen keine Spur. Entweder wurden die bereits alle abrasiert oder die kommen später noch, gemäß die Myzele haben nicht zu sehr unter den Fußtritten gelitten. 😡


    Dann Habitatwechsel in der Hoffnung noch Steinies zu finden. Zwei Stunden unter Todesangst wegen Windböen umhergeirrt und auch dort nichts gefunden. Zwischendurch noch mit der gegenüberliegenden Bachseite geflirtet, weil die vielversprechender aussah. Irgendwann und irgendwie habe ich es dann doch auf die andere Seite geschafft.


    Mit der sagenhaften Ausbeute auf dem Foto. Aber irgendwie kickt das ja trotzdem jedes Mal.

  • Moin.

    Oh, welch seltener Anblick...zumindest hier bei mir dieses Jahr in den Wäldern wo ich üblicherweise unterwegs bin.

    Glückwunsch.


    LG

    Daniel

  • Das ist meine heutige Ausbeute für die Bratpfanne, dafür war ich über eine Stunde unterwegs. Der eine Steinpilz war echt das Highlight des Tages, Schmalhans ist heute Küchenmeister :(


    Beste Grüße,


    Frank


  • Ich war heute auch bei Sturm und Regen kurz unterwegs. Nicht viel gefunden. Essbares nur ne Ladung frische Birnenstäublinge. Da ich den noch nie pur verkostet habe, hab ich die mal mitgenommen und koche gerade "Puffball Pasta".


    Edit: Lustige Konsistenz. Geschmack unbedeutend. Für mich geschmacklos. Da ist der Flaschenstäubling besser.


    LG Christopher

  • Abend Zusammen,


    nach 2 Wochen Dänemark (oben in Blokhus stand der Wald schon voller Trompetenpfifferlinge) bin ich endlich wieder zuhause und bin gestern sowie heute natürlich sofort meine "Pilzstellen" abgelaufen (trotz Sturm und Regen).

    1. Fichtenwald - viele prächtige Maronen, 2. Buchenwald - Steinpilze sowie 3. zugehörige Lichtungen und Waldränder - Reizker in bester Qualität.

    Hier im nördlichen Niedersachsen fängt es jetzt erst so richtig an... Reizker, Maronen und Steinpilze in Massen ... Butterpilze, Täublinge und Co. lasse ich stehen, ist nicht meins.

    Jedenfalls läuft mein Trockner gerade auf Hochtouren... die Reizker gab es lecker auf Steinofenbrot ...


    In dem Sinne wünsche noch 1,2 oder auch 3 tolle Pilzwochen ...

  • Bei mir gib es eine Rarität: ausnahmsweise ein Korbfoto.

    Nachdem in den letzten Tagen sich die ersten Parasole präsentierten,war bei dem Wetter klar,

    Regen + Stofftasche + Parasol = keine gute Idee, der Korb muss jetzt endlich mit.

    Zu den Rußbraunen Parasolen gesellten sich noch einige Sternschuppige, 2 Maronen und 3 Steinpilze.

    (Die Mehlräslinge, Fliegenpilze und Pfefferröhrlinge tauchen auch vereinzelt auf)

    In den nächsten Tagen gibt es reichlich Schnitzel...

    Schöne Grüße,