Beiträge von Malker

    Ich mag Buschfunkistan ganz gerne aber deren Vermarktung sehe ich mittlerweile kritisch. Und Pilzsachverstand mit Micha finde ich noch gut. Hat eine sehr angenehme Art.

    Ich sehe tatsächlich auch eher ältere Semester unterwegs.


    LG Marc

    Meine laienhafte Erklärung ist, dass Kiefern und Fichten genügsamer sind was die Nährstoffversorgung angeht und deshalb sich dort diese bestimmten Mykorrhiza-Pilze in unserer Region schwer mit denen tun. Die wiederum suchen sich dann eher die genannten Laubbäume, die vielleicht eher unterversorgt sind. Vll kann ja jemand mit Expertise etwas dazu sagen?

    Also soweit ich weiß muss ein magerer Standort nicht gegen Pilzwachstum sprechen - im Gegenteil, gerade da kann es viele Mykorrhiza-Pilze geben, weil die Bäume mehr von der Symbiose haben als an gut versorgten Standorten, und vielleicht eher geneigt sind, diese einzugehen. Siehe die endlosen Wälder von Skandinavien, die im Vergleich zu unseren Wäldern eher wenig mit Stickstoffeinträgen zu kämpfen haben, und wo es in guten Jahren trotzdem massenhaft Steinpilze und Pfifferlinge zu holen gibt. Vielleicht kommt einem das aber auch nur so vor, weil die Saison in den nördlicheren Breiten kürzer ist und es deshalb mehr Massenfruktuationen einzelner Arten gibt.


    LG Suillus

    Ja, ich hatte noch die Information unterschlagen, dass bei uns selbst saure Standorte tendenziell auch nährstoffreich sind. Brombeere ist da sehr häufig anzutreffen. Und deswegen meinte ich, dass unter tendenziell genügsamen Baumarten keine Fruchtkörper zu finden sind. Unter Fichte oder Kiefer habe ich hier noch nie Steinpilze oder gar Pfifferlinge gefunden. 🙂

    Meine laienhafte Erklärung ist, dass Kiefern und Fichten genügsamer sind was die Nährstoffversorgung angeht und deshalb sich dort diese bestimmten Mykorrhiza-Pilze in unserer Region schwer mit denen tun. Die wiederum suchen sich dann eher die genannten Laubbäume, die vielleicht eher unterversorgt sind. Vll kann ja jemand mit Expertise etwas dazu sagen?

    Bei uns finde ich die ausschließlich unter Laubbäumen. Meistens Rotbuche, sporadisch unter Eiche oder Birke. Im Urlaub bei der Lüneburger Heide hab ich Edulis das erste mal unter Kiefer gefunden.

    Was haltet ihr davon? Schaden sie dem Hobby weil sie evtl. für noch mehr Sammeldruck in den ohnehin schon strapazierten Wäldern sorgen. Oder bieten sie Chancen mehr Bewusstsein und Verantwortung bei den Interessierten zu fördern? Vielleicht halten sie auch Leute aus dem Wald fern, weil viele sich das lieber gemütlich zu Hause anschauen? Beobachtet ihr eine Veränderung in den Wäldern seitdem dieser Trend immer mehr Beachtung findet? Bin auf eure Meinungen gespannt.

    Heute war ein absurder Tag. Wie geplant bin ich mit viel Hoffnung (angesteckt durch MeckPilz) zu meinem Trompetenpifferlingswald gefahren, nur um festzustellen dass dort anscheinend mehrere Battaillone Pilzsammler den Waldboden platt gestampft haben. Ich habe dort ein Dreierknäuel Laubwaldrotkappen gefunden, die das alles wie durch ein Wunder überstanden haben. Die habe ich dann unter Laub versteckt.


    Von Trompetenpfifferlingen keine Spur. Entweder wurden die bereits alle abrasiert oder die kommen später noch, gemäß die Myzele haben nicht zu sehr unter den Fußtritten gelitten. 😡


    Dann Habitatwechsel in der Hoffnung noch Steinies zu finden. Zwei Stunden unter Todesangst wegen Windböen umhergeirrt und auch dort nichts gefunden. Zwischendurch noch mit der gegenüberliegenden Bachseite geflirtet, weil die vielversprechender aussah. Irgendwann und irgendwie habe ich es dann doch auf die andere Seite geschafft.


    Mit der sagenhaften Ausbeute auf dem Foto. Aber irgendwie kickt das ja trotzdem jedes Mal.

    Ich bin hier gerade bei Walsrode, Nähe Lüneburger Heide. Hier kann man sich gerade mit Maronen und Parasol totschmeißen. Schade, dass ich beides nicht sammle. Gestern hat's hier den ganzen Tag geregnet. Morgen wohl auch wieder. Auf dem Rückweg werde ich mal an meiner Trompetenpfifferlingsstelle vorbeifahren. Die Bodenfeuchte ist endlich mal über 20% gekrochen. Ich mache dann mal ein Update.

    Tatsächlich muss ich mich outen und habe das ein paar mal tatsächlich gemacht. Hier in der Region kommen Pfifferlinge so gut wie gar nicht vor und beim Wocheneinkauf ist mir der Pilzmatsch im Regal aufgefallen. Da dachte ich ich probiere mal was utopisches. 😅


    Ansonsten mache ich das auch wie du, dass ich Putzreste wieder verstreue.

    Interessant, wie weit und wohin dieser Thread abgeschweift ist...erst "erzieherische" Bemerkungen zu Plastiktütensammlern, dann "wer sammelt worin seine Pilze" und jetzt "wohin gehen/wehen die Sporen"! Aber alles irgendwie spannend... :gzwinkern:

    Jetzt fehlt noch die Problematik der Plastiktüten, die ähnlich der Pilzsporen überall herum(f)liegen. Dann wäre der Kreis geschlossen.

    American Beauty: wunderschöne Szene. Auch ohne Sporen.

    Sieht ja gruselig aus, KI-Generiert? ;)


    Mich hat mal jemand gefragt, zu was Zecken eigentlich gut sind, und hab da erst mal lange drüber nachdenken müssen. Recherchen haben dann ergeben, dass Parasitismus die erfolgreichste Strategie auf diesem Planeten ist; ca 40-50 % aller Tierarten lebt in parasitischen Beziehungen (allein nur Tierarten!).. also scheint das doch sehr erfolgreich zu sein. Parasitismus ist übrigens auch ein "Evolutions-Motor", der in konkurrenten Beziehungen für eine Art Ko-Evolution sorgt. Also, alles hat seine Berechtigung. ...


    und ob der Mensch (Homo sapiens) auf diesem Planeten nicht der größte "Parasit" ist ... das ist noch gar nicht raus ...

    Die Wahrscheinlichkeit ist Groß.


    Und wo wir dabei sind und die Brücke zu effektiven Maßnahmen zu schlagen: Napalm?

    Off Topic: ich mache das mit matschigen Pfifferlingen aus dem Supermarkt. Da rede ich mir ein, dass ich andere vor einer Lebensmittelvergiftung bewahre und die minimale Hoffnung hege, dass an der Stelle an der ich die FK verteile, irgendwann mal ein Myzel wächst, das auch FK entwickelt.


    Am Ende gewinnt natürlich der Supermarkt 😅

    Hi.Ich frage für einen Freund. Der hat mir das Foto geschickt und ich hab das Exemplar mitgenommen.

    Ist ziemlich schnell zerfallen und brüchig das gute Stück. Geruch war pilzig aber mit einer leicht unangenehmen Note (subjektiv leicht nach Kartoffel). Der Stil ist dünn und hohl und etwa 7-8 cm lang. Auf dem Bild sah er noch bereift aus. Der Hut braun (später dunkelbraun) Hutrand gerieft etwa 4 cm Durchmesser. Die Lamellen auch braun eng bis zum Stil hinablaufend. Burggraben konnte ich nicht erkennen aufgrund des Glockenförmigen Hutes. Sorry die Bilder sind eher suboptimal. Bin auf Eure Meinungen gespannt.


    LG

    In der Mushpits-App gibt es ein paar Exemplare unter dem Namen "Neoboletus junquilleus" eingestellt. Da sind auch welche mit bräunlichen Hut dabei. Aber wenn die Art, wie schon oben beschrieben, gar nicht klar zuzuordnen ist (Farb-Varietäten von Neoboletus Erythropus usw.) ist die Bestimmung ja noch schwieriger. Ich dachte halt dass es mal zu einer Farbabnorm kommt. Aber in meinem Fall, was auch immer es ist, scheint das Myzel ja wiederholt mindestens einen Fruchtkörper in dieser Farbe nach oben zu schieben. Bin echt gespannt, ob das in Zukunft weiterhin passiert und ob es nur bei einem Fruchtkörper bleibt. Es gibt ja auch Bilder wo mehrere FK aus einem Myzel in der Farbe kommen.



    Das heißt ja Du unterstellst dem Umweltbundesamt und dem deutschen Wetterdienst gezielte Desinformation, indem du sagst es gehe hier nur um das "Geldverdienen". Dass es einen natürlichen Klimawandel gab und immer geben wird, wird von Seiten der Wissenschaft hier auch so benannt. Als Gegenthese zum wirtschaftlichen Interesse: es wäre einfacher und nicht bzw. weniger haushalts belastend gewesen AKWs und fossile Kraftwerke einfach laufen zu lassen. Warum dann der Aufwand?


    Wo und wann habe ich mich geäußert, dass ich irgendwem oder jemand etwas unterstelle?

    Hey, direkt hast du das nicht gesagt. Deine Aussage impliziert schon das Geldinteressen, von wem auch immer, mit den Studienerkenntnissen einhergehen. Wenn ich es falsch verstehe, dann tut es mir leid. Aufgrund der aktuellen Lage von Spaltung und Polemisierung, in der die Menschen anfangen die Wissenschaft in Frage zu stellen, habe ich große Schwierigkeiten selber nicht emotional zu werden.

    Ich frage mich nur was die Intention derer ist, die Fakten in Frage stellen. Wie bereits erwähnt befinden wir uns ja in einem Forum, das einen wissenschaftlichen Background hat. Es gibt natürlich auch unter den Sammlern so manche Unbelehrbare, die aus dem "es war schon immer so"-Prinzip mittlerweile als giftig deklarierte Pilze zum Verzehr sammeln. Wobei ich hoffe/bezweifle, dass die sich hier herumtummeln. Aber hier schadet sich die Person "nur" selbst und bekommt am Ende den Darwin-Award. Aber die empirischen Fakten der DGfM werden hier von dem meisten anerkannt.


    Das Klima ist ja eng mit unserem Hobby verknüpft, deswegen wundere ich mich, dass hier sich die Einstellung so stark spaltet. Weil sonstige anthropogene Einflüsse auf die Natur hier ja auch diskutiert werden.


    Ist es der Life-Style und die Bequemlichkeit, die durch eine unbequeme Wahrheit in Frage gestellt wird, weil wir alle etwas ändern müssten?

    Sorry finde ich schwierig. Weil die These, dass der Klimawandel nicht menschen gemacht ist wider der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse ist.


    Monitoringbericht 2023 zur DAS - Klimaentwicklung in Deutschland


    Das heißt ja Du unterstellst dem Umweltbundesamt und dem deutschen Wetterdienst gezielte Desinformation, indem du sagst es gehe hier nur um das "Geldverdienen". Dass es einen natürlichen Klimawandel gab und immer geben wird, wird von Seiten der Wissenschaft hier auch so benannt. Als Gegenthese zum wirtschaftlichen Interesse: es wäre einfacher und nicht bzw. weniger haushalts belastend gewesen AKWs und fossile Kraftwerke einfach laufen zu lassen. Warum dann der Aufwand?