2026, ist denn schon wieder so weit, zu feucht, oder zu trocken ?

Es gibt 1.922 Antworten in diesem Thema, welches 108.599 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von MeckPilz.

  • Mmmmh - ich würde die aktuelle Situation einmal so beschreiben: Ein Wechselbad der Pilz-Find-Gefühle.

    Situation im Nürnberger Gebiet:
    So gut wie keine Pilze (ich rede nicht nur von Speisepilzen sondern von Pilzen allgemein) Dazwischen allerdings gibt es Ecken, in denen der Boden anscheinend noch etwas Feuchtigkeit hat und da wachsen dann auch Pilze - nicht so viele wie bisher üblich, aber es gibt sie eben doch und für mich in ausreichender Anzahl. Diese Flecken muss man aber halt auch kennen bzw. finden ... und da bin ich gerade fleißig über den mir bekannten Flecken hinaus in der Such-Phase ;)


    Situation in Altmühlfranken:
    Direkt im Altmühltal ein Trauerspiel - sehr, sehr wenige Pilze und die, die da sind, vertrocknen auf dem Weg zum "Erwachsen werden" - zumindest dort wo ich in letzter Zeit unterwegs war. Pilze die typischerweise nun da sein müssten - entweder Fehlanzeige oder nur extrem wenige ..
    Nur wenige Kilometer von der Altmühl entfernt ein ähnliches Bild wie rings um Nürnberg: kaum Pilze! Aber auch dort immer wieder mehr oder weniger große Flecken die anscheinend noch genügend Wasser haben und dort wachsen die Pilze und dies zum Teil reichlich. Am Samstag erst war ich in einem solchen Gebiet und kam kaum vorwärts vor lauter Pilzen - allerdings sind Speisepilze jetzt nicht die Hauptsache für mich, wobei es die auch reichlich gab.

    Also ich für meinen Teil bin gespannt wie das Pilzjahr so weiter geht - da geht und kommt schon noch etwas - ganz generell und auch was die Speisepilze angeht - nur vielleicht nicht überall, also nicht unbedingt da, wo wir es gewohnt sind Pilze zu suchen und vor allem höchstwahrscheinlich nicht in dem Umfang wie wir es gewohnt sind.
    Irgendwie, wenn ich mir die Prognosen des DWD für die nächsten Jahre ansehe - besser wird dies sicher nicht werden .... wir werden uns wohl oder übel etwas umstellen müssen - wie und wohin auch immer.

    Liebe Grüße

    Maria

  • Ach ich weiß ja nicht….Prognosen des DWD für die nächsten Jahre. Sicher stützt man sich auf den klimatischen Verlauf der letzten Jahre und Jahrzehnte, dass es deutschlandweit immer trockener wird.


    Und dann kommen plötzlich doch wieder 2-3 sehr nasse Jahre….


    Erstmal auf das konzentrieren, was dann demnächst kommen mag. Und das ist sicher deutlich greifbarer.


    Tut sich der Oktoberstart niederschlagstechnisch wohl noch etwas schwer, könnte sich im weiteren Verlauf deutlich mehr entwickeln.


    Wäre doch verhext, wenn uns nicht ein paar ergiebige Regenereignisse ins Netz gehen würden…



    VG und immer hoffnungsvoll bleiben (auch wenn die Hauptsaison gelaufen ist)

  • Aktuell rechnet man bis 2100 tendenziell mit einer Abnahme der Sommerniederschläge und einer Zunahme der Winterniederschläge. Da der vergangene Winter schon in vielen Regionen furztrocken war, scheint es sich hier also weniger um eine direkte Auswirkung des Klimawandels und vielmehr um ein "normales" Dürrejahr zu handeln, welches periodisch immer wieder vorkommt, was aber freilich durch den Klimawandel verschärft werden konnte. So oder so haben wir vielerorts diese ungewöhnliche Dürre nicht erst seit Sommerbeginn, sondern schon seit geraumer Zeit.

    Und dann kommen plötzlich doch wieder 2-3 sehr nasse Jahre….

    So ist es. Trockene und nasse Perioden wechseln sich ab, und die nächste regenreiche Zeit kommt bestimmt.


    A pro pos Regen, am Donnerstag zieht eine Kaltfront von Westen her rein und kann einige Literchen bringen. Der große Wurf wird es aber eher nicht werden. Danach könnte sich wieder Hochdruck aufbauen <X...


    LG Suillus

  • Moin.

    Hier quasi Totalausfall dieses Jahr. Es gibt zwar vereinzelt alles Mögliche, aber in größeren Mengen, nix, gestern im Laubwald, alles an Fruchtkörpern trocken wie Pappe.

    Hatte ja sehr viel privat zu tun und wenig Zeit, aber mehr als zwei drei Mal eine Miniportion zum essen war nicht drin.

    Bischen was gabs gestern zu sehen.

    Einen grünen Knolli, zwei Perlpilze, ein paar uralte Anhängselröhrlinge, einen alten Sommersteini, exakt einen falschen Rotfuß.

    Einen Frauentäubling, einen harten Zinnobertäubling und ein paar irgendwelche Griseinae.

    Und einige große Riesenschrimlinge, sahen von oben super aus, aber bei genauem Hinschauen, leicht wie Pappe, komplett trocken.

    Da gabs ja im Urlaub die letzen zwei Wochen zumindest ein wenig mehr.

    Wir waren 14 Tage im Norden Sloweniens nahe der Grenze zu Österreich, also ganz im Nordosten.

    Aber dolle war das da auch nicht.

    Wir waren da unterwegs mit zwei Leuten von da, die hatten Bilder bei Facebook von Bekannten, die Steinis gefunden hatten.

    Exakt einen madigen Sommersteini hatten wir.

    Ansonsonsten kaum Röhrlinge außer ein zwei Rotfüßen und ein paar Ziegenlippen die schon drüber waren und einige Krause Glucken, die mir aber schon viel zu weit waren und ziemlich viele Flaschenstäublinge, aber auch alles schon hinüber.

    Zum Essen gabs eine Hand voll Pfiffis und exakt einen Frauentäubling und zwei grüngefelderte.

    Wir fuhren dann etwas weiter in einen anderen Wald und na immerhin, da gabs mal was in nennenswerten Mengen in jung und frisch.

    Da gabs dann reichlich junge frische Parasole, die haben wir dann ausgebacken und zum Salat dazu gehabt.

    Immerhin was.

    Will heute trotzdem mal Richtung Heide schauen, viel erwarte ich nicht, aber abwarten, eventuell auch ein paar Riesenschrimlinge.


    LG

    Daniel

  • Moin Daniel,


    na, dann berichte mal, ob es hier und da was gab.


    Was es aber für deine Region auf alle Fälle geben wird, ist wohl recht guter Niederschlag durch die Kaltfront morgen und speziell in der ersten Nachthälfte zu Freitag.


    Mit jedem Kilometer ostwärts wird die Front durch den hohen Druck regelrecht zerfleddert. Vielleicht reicht es bei mir gerade noch für 2-3 Liter.


    Die Gebiete von Vorpommern bis runter ins östliche Bayern werden wohl leider leer ausgehen, Stand jetzt.


    VG

  • Die Sommer-Bilanz 2026 vom Helmholtz-Zentrum ist da. Wenig überraschend zeigt sich, dass es gerade in der Südhälfte des Landes eine extreme Dürre gibt.


    Hier auch ein Zitat zu einem Thema, was ich immer wieder erwähne: die Dürre haben wir nicht erst seit Sommerbeginn, sondern schon deutlich länger.

    Zitat

    Auf Grund einer langanhaltenden Periode mit unterdurchschnittlichen Niederschlägen im Winter (siehe Winterbilanz 2025/26) zeigte der UFZ-Dürremonitor bereits im Frühjahr eine deutlich ausgeprägte Dürre in weiten Teilen Süd- und Ostdeutschlands (siehe Frühjahrsbilanz 2026). Diese verschärfte sich über den Sommer vor allem im Süden Deutschlands weiter.

    Leider wird sich an der Dürre allzu bald nichts ändern.


    LG Suillus

  • Juhuuu, vorgestern einen Birkenknaeueling bestimmt, war aber schon fast aufgefressen. Wiesenchampignons von oben könnten des öfteren auch eine Aniskomponente enthalten oder aufweisen. Aber igdwann zeigen auch die hiesigen Mycele bestimmt noch mehr... :sleeping:.

  • Zum gucken gabs gar nicht mal wenig, aber zum mitnehmen exakt null, alles naturgetrocknet.

    Für Bilder taugte da echt gar nix wirklich.

    Ich war ja die letzten beiden Wochen weg, da hats ja etwas geregnet, zumindest sah mans online an einigen Fundbildern aus der Region, aber viele waren es nicht.

    Ja, was gabs denn so alles außer den üblichen Porlingen?

    Erstmal gar nicht mal wenig verschiedene Reizker, insgesamt locker im dreistelligen Bereich auf gut 7 km Rundweg, aber nicht einer brauchbar, alles wie lederig.

    Da gabs Lactarius deliciosus, Lactarius quieticolor und einmal vermutet Lactarius semisanguifluus.

    Einen gemeinen Steini, madig. Ein paar Kuhröhrlinge und Sandröhrlinge, eine Marone, zwei Perlpilze, ein zwei Panther, einige Kartoffelboviste, ein paar ältere Beutelstäublinge.

    Ein paar gelbe Knollis, exakt zwei trockene Pfiffis, drei irgendwelche "Birkenpilze", hier und da Butterpilze.

    Meine ersten Fliegenpilze dieses Jahr, drei Stück. Eine Gruppe mit 5 irgendwelchen riesengroßen weißlichen Milchlingen.

    Hier und da vereinzelt ein paar Kremplinge, eventuell Kahle Kremplinge.

    Und diverse Täublinge vereinzelt.

    Blaugrüne Reiftäublinge

    Buckeltäubling

    Ockertäubling

    einen orangeroten Graustieltäubling

    einiges an R. sardonia

    eine weitere sehr scharfe rötliche Art, die ich letztes Jahr mal verkostet hatte und noch am überlegen bin, was das sein könnte

    eine recht kleine rötliche milde Art, die ich gelegentlich mal gesammelt habe, an gleicher Stelle wie immer

    und vage vermutet R. fragilis, die hatten jedenfalls einen recht markanten Duft, so irgendwie merkwürdig süßlich und leicht fruchtig, nach kosten war mir nicht, die gibts da häufig, hab ich schon öfter mal dran geschnuppert.

    Also so gesehen, von nix kann gar keine Rede sein, aber für die Pfanne eben nix, macht nix, bleiben sie eben da, schadet auch nicht, im Gegenteil.

    Das meiste mag ich sowieso nach viel herumprobiererei frisch am liebsten, mit wenigen Ausnahmen, vielleicht ein paar Pfiffis und Maronen, die gleich mit Soße verarbeitet werden zum Einfrieren, also werden vom Rest eben nur die Rosinen für gleich rausgepickt und alles andere bleibt da wo es ist.

    Bei den geschundenen Wäldern sicher auch keine schlechte Idee, meiner Meinung nach.

    Ich werd mich ab sofort jedenfalls etwas mehr zurückhalten.

    Hab dieses Jahr insgesamt 5 Mal welche zum Essen gehabt, inkl. denen im Urlaub, einmal Pfiffis mit Sommersteinis zusammen, dreimal verschiedene Täublinge und einmal ausgebackene Riesenschirmlinge, also seit Mai einmal im Monat, ist doch ok.


    LG

    Daniel

  • So gut 50-60% von denen heute waren so riesen alte Latschen. Kleine auch nur wenig, ein zwei Hand voll vielleicht, hab aber an so grasigen Stellen auch gar nicht mehr wirklich geschaut nach den kleinen Dingern, da war bestimmt noch mehr, aber eh alle trocken, da lohnt die rumkriecherei im Zeckengestrüpp nicht.

  • Bei den derzeitigen Aussichten wird es noch einige frische Edelreizker und sonstige Heros in der Nachsaison geben, solange es nächtlich nicht zu kalt wird. Es kommt dann bald die Zeit, in der man wieder vermehrt alleine im Wald unterwegs ist. Und nach dem ersten Raureif bzw. Bodenfrost geht es auch weiter, z.B. mit sehr leckeren Frostschnecklingen. ;)


    VG

  • Oh, es wurde nachgeschärft:



    Man darf gespannt bleiben.

  • Gespannt bleiben darf man in der Tat. Hier schwanken die prognostizierten Literangaben auch extrem, weshalb man nicht allzu viel drauf geben sollte. Das scheint eine Lage zu sein, mit der sich die Modelle äußerst schwer tun. Wenn man in die Modellanimationen schaut, sieht man, dass der Wind andauernd dreht, weshalb konvektive Niederschläge in Staulagen kaum abgebildet werden können. Immerhin bewegt sich die Front nur langsam, das heißt wenn es einmal zu regnen beginnt, besteht durchaus die Option, dass dann auch ganz gut was zusammenkommt.


    Der weitere Monatsausblick sieht jetzt etwas besser als aus noch vor ein paar Tagen. Die Niederschlagssignale haben deutlich zugenommen, weshalb die Chancen auf einen feuchten Oktober nicht mehr so schlecht aussehen.



    LG Suillus

  • Moin,


    die kalte Front verstärkt sich jetzt im nördlichen Teil auf dem Weg nach O/NO (im Südteil ist sie bisher nicht wirklich das Gelbe vom Ei).

    Mal schauen, ob mich davon in einigen Stunden noch irgendwelche Reste erreichen, oder ob nicht doch alles vorher völlig verfilzt…. :|



    VG

  • Moin,

    hurra, wir sind schon bei derzeit 0,4 bis zu regional sagenhaften 0,5!!! Litern angekommen.

    Das habe ich vorhin eigenhändig deutlich übertreffen können, als ich vorm Einkaufen eine alte angefangene, noch fast volle 1,5 Liter Flasche Mineralwasser, wo die Kohlensäure raus war, beim Einkaufen auf dem Parkplatz dem traurigen, im Trockenen stehenden Baum dort gespendet habe. das waren immerhin etwa 1,25 Liter pro qm :D


    LG

    Daniel

  • Glück gehabt. Die Hauptregenzone ist gut hier drüber gegangen und es regnet immer noch, bisher reginal 18-22 Liter.

  • Mainz hat heute die 10l-Marke nicht erreicht.

    Auf dem staubtrockenen Boden hat das nur zum Anfeuchten gereicht. Der Rhein hat seinen niedrigsten Wasserstand seit Aufzeichnung.


    Um die Pilzausstellung am 18.10 zu bestücken, werde ich wohl 200km fahren müssen.


    Frischpilz-Spenden werden ab 16.10. dankend angenommen 😉


    Wolfgang

  • Hallo,

    Bei mir sah es so aus in den lezten Tagen:

    Vor einer Woche im Laubwald gab es noch einen Papageientäubling, an die 10 Gelbporige Raufüße (die allermeisten blieben auch dort, genauso wie freilich die nachfolgenden), ein paar rote Hartfleischige Zinnoertäublinge, ein einzelner zerfliessender Schopftintling, grüne Schwefelköpfe an einem einzelnen Stumpf, und eine Familie Spitzschuppiger Schirmlinge.

    Ein paar Tage später waren nur noch die Gas-Schirmlinge da und es ist nichts mehr dazu gekommen.

    Nachdem ich von einem schönem Edulis-Fund im Nordschwarzwald las, bin ich vor zwei Tagen auch in den Fichtenwald kurz nachschauen, freilich umsonst.


    Die Aussichten sind schlecht, auch wenn es grade schüttet, wenn dann wieder 5-6 regenlose Tage kommen wie in den letzten Wochen.

  • Moin.

    Insgesamt waren es flächendeckend min. 15-20 Liter, in einem Streifen und insbesondere Richtung Heide auch teils 30-40 Liter.


    LG

    Daniel

  • Und mal eine sehr positive Meldung, für mich zumindest. Letztes Jahr habe ich bemerkt, daß sie ein mir wichtiges Stück Wald in der Heide begonnen haben vorzubereiten zwecks Abholzung.

    War jetzt wieder da und die Zerstörung am Rande ist natürlich immer noch da, aber siehe da, es ist ist nix passiert weiter.

    Und in einer Unterhaltung mit einem anderen Sammler, den ich kenne kam heraus...die Bude, die da dran war, geriet wohl in Schwierigkeiten und nun insolvent.

    Oh wie traurig aber auch. Ist zwar nicht gut wegen den Jobs, aber ansonsten hält sich mein Mitleid arg in Grenzen. Da wird jetzt eh erstmal kräftig gestritten vor Gericht, vermute ich, wegen der Finanzen und bei der teils sehr lahmen Bürokratie, das kann dauern, umso besser :)