Mikroskop und Smartphone

Es gibt 47 Antworten in diesem Thema, welches 3.656 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Peter.

  • Liebe Dodo,


    das wäre natürlich ein Fest. Aber ich fürchte ich kriege das mit einem Kurs in meiner Prioritäten Liste für 2026 nicht untergebracht, werde aber mal darüber nachdenken. Wir können uns ja, bevor wir uns entgültig entscheiden, nochmal kontaktieren.

    LG Michael

    Schipse (Historie im Profil): 114+11(Platz 1 APR)+6(5.bester Phäle)+3(bester Phalschphal)+2(Teamphal)+3Kultur=139


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  • Hallo,


    eigentlich ist das ja eine feine Sache mit dem Smartphone zu fotografieren, da die Kameras oft sehr gut sind. Was aber fehlt, ist eine passende App für diesen Zweck. Eventuell mit Vorauswahl des Objektivs (zb 40x oder 100x), Voreinstellung des Okulars (8x oder 10x), Maßstabsbalken und Vermessung, Pfeile, Text-Annotationen. So eine App scheint es bislang nicht zu geben.


    Grüße Oliver

  • Ich fotografiere einfach wahlweise durchs Messokular oder durch das andere. So habe ich einen Maßstab oder auch nicht. Der Maßstab muss natürlich sorgfältig in die Schärfeebene einjustiert sein


    Ein Problem der käuflichen Okularhalter ist es, dass sie meines Wissens alle auf das Okular geklemmt werden.

    In der Praxis arbeitet man aber am Mikroskop, will dann nur schnell ein Foto machen und sofort weiterarbeiten. Da ist der Klemmapparatismus kontraproduktiv.
    Zweitens sind Smartphones schwer und extrem asymetrisch. Wenn der Halter nicht gut festgeklemmt ist, kippt das Teil aus der optischen Achse.

    Der Austausch des Okulars ist auch keine gute Lösung, weil immer Gefahr besteht dass Staub ins Mikroskop fliegt und es Abrieb gibt.


    Ein Okularhalter, den man nur händisch und ohne Befestigung aufs Okular setzt und festhält ist dagegen extrem schnell und belastet nicht die Mikroskopmechanik. Ich habe tausende solcher Fotos gemacht und sehe es als die beste Methode fürs Zwischendurch-Fotografieren ohne den Aufwand eine Kamera professionell am Trinotubus anzubinden.

    Ich verwende eine Kamera-App, die die Einstellungen speichert und nicht automatisch abschaltet. So muss ich nicht immer Vergrößerung etc. neu einstellen kaum dass der Bildschirmschoner angesprungen ist. Hier habe ich für mein älteres Smartphone rumprobieren müssen, welche App das am ehesten kann.


    Die App muss auch ermöglichen, durch einfaches Tippen den Schärfepunkt auszuwählen. Auch wenn man per Auge vorher das Mikroskop auf diesen Punkt scharf gestellt hat, stellt die Kamera nochmal eigens scharf und das soll ja nicht irgendwo sein.

  • Servus,

    so mache ich das auch (oder freihand)

    Ergänzend der Tipp: eine Hülse als Aufsatz aufs Okular basteln. Die kann dann - ebenso wie das Smartphone - im Adapter eingeklemmt und justiert bleiben, und man braucht das ganze nur bei Bedarf aufstecken, ohne jedesmal neu rumzupfriemeln.

    VG Andreas

  • Hi Andreas,


    die Idee mit der Hülse finde ich gut.

    Sie muss halt nur exakt vom Durchmesser passen, damit nichts wackelt.


    LG, Martin

  • Ihr Lieben,


    nachdem ich endlich Objektträger und Deckgläser habe, konnte ich meine ersten Gehversuche starten.

    Zunächst ohne, dann ölimmersiv. Zunächst noch ohne Messeinheit, ist bestellt und muss noch aus China anreisen. Mit etwas Vergrößerung auf dem Smartphone sind die Bilder besser. Die größte Schwierigkeit bereitet mir, dass das Phone entgegen der gezeigten Bewegung bewegt werden muss, um den Fokus zu finden. Die Bilder sind freihändig gemacht.


    Sporen aus einem Abwurf von Neoboletus erythropus oder vielleicht von N. xanthopus:






    Danke für die vielen Tipps hier.


    LG Michael

  • Hallo nochmal an die Menschen mit Mikro-Expertise,


    mein Olympus CH2 hat Okulare mit der Bezeichnung CWHK10X-T-M. Meine Recherche hat ergeben, dass da ein Messplättchen mit 19mm Durchmesser vorgesehen ist. Bestellt, gewartet, gewartet, gewartet, gewartet, geliefert, eingebaut, zu klein ;( .


    Im oberen Teil des Okulars ist die Linse objektivseitig mit einem Ring gesichert, der mit einem Innengewinde in das Objektiv geschraubt ist. Der wird rausgeschraubt, das Messplättchen eingesetzt und das dann mit dem Ring fixiert. Dieser Ring hat einen Innendurchmesser von ~ 21mm, der Außendurchmesser beträgt ~24mm. Die Linse des Okulars hat ~22mm.


    Ich werde jetzt nochmal nach China reisen und erneut ein Messplättchen kaufen. Mich irritiert aber, dass 22mm ein ziemlich seltenes und offensichtlich unübliches Maß ist. Habe ich einen Denkfehler? Oder gibt es eine Methode, das zu kleine Messplättchen anders zu befestigen? Hat zu meinen Überlegungen jemand eine Idee?


    Danke schonmal für's Mitdenken

    LG Michael

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  • Hej Peter,


    1. Das gesamte Okular:


    2. Die Einschubhülse wird abgeschraubt:


    3. Blick in das Okular mit Schraubring, der die objektivseitige Linse an Ort und Stelle hält:



    4. Der Ring ist bis oben ausgeschraubt:



    5. Und hier ganz herausgeschraubt:



    6. Hier nochmal der Ring. 21 mm Innendurchmesser, 24 mm Außendurchmesser:



    Das Prinzip scheint mir logisch: das Messplättchen wird in das Okular eingelegt, dann mit dem danach wieder eingeschraubten Ring direkt auf der Linse des Okulars festgehalten. Leider ist das 19mm Plättchen zu klein im Durchmesser.


    Habe ich da einen grundsätzlichen Fehler drin?

    Danke fürs Lesen


    Michael

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  • Die größte Schwierigkeit bereitet mir, dass das Phone entgegen der gezeigten Bewegung bewegt werden muss, um den Fokus zu finden

    Das kenne ich nur zu gut, aber mit Übung klappt es immer besser!

    Super, dass du nun auch messen kannst. Wir sind gespannt.

    LG Hilmi

    Liebe Grüße aus dem Vogtland

    die Schwarzhex

    :gwinken: Sandra

    (PC 100 - 10 (fürs APR 2020) = 90 - 15 (APR 21) = 75-10 (APR22) = 65 + 7 (APR 22 Auflösung) - 5 (Rätsel-Gedicht)= 67 - 10 (APR 23) = 57 + 5 Gnanzierung = 62 - 10 (Ast-Wette gegen Björn) = 52 - 10 (APR 24)- 1 (legaler Bestechungsversuch im Vorfeld des APR zugunsten GI)= 41 + 21 (Thorwulf Spende)= 62 + 38 (Hannes2 Spende) = 100 PC :gbravo: + 3 Gnolmengastfreundlich = 103-15 (APR 25) = 88+ 1 Nannettenrätsel=89 + 3 Jammerei auf hohem SchwarzhexxNiveau = 92+ 3 (Platz 20 APR25)=95

  • Hallo Andreas,


    nein, ich habe eine Einsteck-Kamera und wollte nur auf die neue Möglichkeit hinweisen.


    Beste Grüße

  • Hallo in die fröhliche Runde!

    Ich bin PSV, mikroskopiertechnisch kompletter Anfänger und bin ebenfalls am Überlegen mit einer Mikroskop-Anschaffung und möchte einmal was Vernünftiges kaufen und nicht mehrmals "nachrüsten" müssen.. Mein Anspruch ist damit, brauchbare Bilder (u.a. für staatsanwaltschaftliche Gutachten) erstellen zu können, im Idealfall ein Trinokular mit Kameraadapter und evtl. auch schon mitgelieferter brauchbarer Kamera und Anschlussmöglichkeit an einen Laptop.

    Kann Jemand was aus Erfahrung zu folgenden Geräten sagen, gerne auch mit Vor- und Nachteilen?

    - Levenhuk MED D30T

    - Motic Panthera C2

    - Bresser Researcher

    Viele Grüße,

    Daniel

  • Hallo Daniel,


    Ich selbst bin dabei, mich mit Mikroskopen auseinander zu setzen, da ich dort einsteigen möchte. Das Motic scheint sich bei den Mykologen doch recht großer Beliebtheit zu erfreuen, zumindest haben einige das in Gebrauch.

    Kleiner Tip: denke drüber nach, auch eine Stereo-Lupe für die Anfertigung der Präparate anzuschaffen.


    VG Corne

  • Hallo Corne,

    danke für deine Einschätzung! Auf dieses Gerät hin verdichtet sich bei mir im Moment auch alles.. man scheint da nichts falsch machen zu können. Wenn ich dich richtig verstehe, hast du selbst noch keins und überlegst mit dem Motic? ;)


    VG, Daniel

  • Hallo,

    - Levenhuk MED D30T: Der Anbieter aus Tschechien bietet laut Homepage "lebenslange Garantie". :grofl:

    - Bresser Researcher: Kann man kaufen, wenn man nicht so viele Ansprüche an Qualität und Lebensdauer stellt.

    - Motic Panthera C2: Tolles Gerät, das wirklich gut ist und auch viele Jahre durchhalten wird.


    Mikroskopieren kann man selbst erlernen, aber ein oder mehrere Mikroskopiekurse sind in jedem Falle von Vorteil.

    Man kann auch erst einen Kurs machen mit einem der Leihgeräte des Kursleiters. Dann bekommt man schon mal einen ersten Eindruck. Schaut man sich dabei auch die Mikroskope der anderen Teilnehmer an, wird die Auswahl leichter fallen.


    Gruß

    Peter

  • Hallo Daniel,


    nichts besonderes: OLYMPUS CH2 und BH2 mit LED-Ausrüstung.

    Das sind Mikroskope, die sich qualitativ keinesfalls hinter den "modernen" Exemplaren verstecken müssen. :)


    Gruß

    Peter