Beiträge von KaMaMa

    Hallo Malone,


    platzt N.cinnabarina so unter der Rinde hervor?

    Normalerweise wächst doch häufig auch die Anamorphe dicht daneben.

    Kleine, rote Pyrenos gibt's doch ziemlich viele, oder (z.B. Neonectria)?


    LG, Martin

    Hallo Werner, hallo Norbert!


    ja S.flavipora sieht im Vergleich sehr gut aus.

    Makrokopisch passen Fundort, die Porengröße, Habitus und Färbung. Mikroskopisch passt auch alles (kopfige Hyphenenden, Schnallen, Inkrustation, dickwandige Hyphen,..) - aber die Sporen! :thumbup:

    Danke Werner Edelmann !


    Ja, die Sporen passen so gar nicht dazu! Ich kann mich erinnern, dass die Ausbeute recht mager war.


    An diesem Tag fand ich sehr, sehr viele stramme Judasohren räumlich bei und zeitlich unmittelbar vor diesem Fund.

    Wahrscheinlich hatte ich Sporen an den Fingern, als ich meine Probe nahm, oder der Wind hat sie auf den Nachbarbaum verfrachtet. Das ist ja auch der Sinn der Sporen.

    Auf jeden Fall, liegst du, Norbert.S mit deinem Verdacht, es handele sich um Judasohrentzündung absolut richtig, Chapeau! :gbravo:


    Super, vielen Dank euch beiden!


    LG, Martin


    Die Autokorrektur mit der Entzündung lasse ich mal stehen, weil sie witzig ist und sogar gut passt.

    Hallo,


    beim Kramen in der "unbestimmten Ecke" meines Foto-Herbars bin ich auf einen saftig-weichen, resupinaten, weißlich/gelblichen Porling gestoßen, den ich noch nicht zuordnen konnte.

    Gefunden habe ich den Porling vor etwa drei Wochen, als ich durch den feuchten Laubwald (Eiche, Rotbuche, Ahorn, Kirsche, Hollunder, ...) umherstreifte...

    Bild 0 Der Wald Ende April


    ... ich fand ihn also an einem umgekippten Stämmchen, etwa einen Meter über dem Boden.

    Bild 1 Der Fund


    Bei genauerer Betrachtung war ich hin und hergerissen, ob das nur ein oder zwei Porlinge sind, die hier wachsen, oder ob es sich um unterschiedliche Ausprägung, bedingt durch den Winkel des Substrates relativ zur Vertikalen, handelt.

    Bild 2 Ein oder zwei Porlinge?


    Ein Stück weiter rechts geht der Pilzbewuchs in diesen Habitus über, und hier habe ich die Probe entnommen.

    Bild 3 Entnahmestelle der Probe


    Bild 4 Entnommenene Probe


    Die Porenweite ist hoch und liegt bei etwa 5-6/mm:

    Bild 5 Makrospokaufnahme der Porenweite


    Bild 5 Verfärbung der Poren bei Druck ins Gelbe


    Ein Sporenabwurf liefert lange, bockwurstförmige Sporen, die in Lugol nur gelb werden (inamyloid).

    Die Maße der abgeworfenen Sporen liegen bei 17,0-19,0-20,4 x 5,3-6,0-6,7 (Q = 3,0, N = 20). Diese Sporen stammen aber nicht vom Porling, sondern vermutlich von einem benachbarten Judasohr - Danke Norbert für die Zuordnung!

    Bild 6 Fremd-Sporen (Lugol)


    Mikroskopisch lassen sich neben dickwandigen Hyphen auch viele inkrustierte sowie kopfige Hyphenenden finden.

    Bild 7 grob inkrustierte Hyphenenden


    Bild 8 kopfige Hyphenenden


    Basidien habe ich nicht gefunden, weil ich vermutlich meinen Schnitt an der falschen Stelle gesetzt habe.

    Die resupinaten Porlinge in meiner Literatur haben Sporenlänge unter 15µm, meist unter 10µm.

    Beim Schlüsseln passt immer was nicht.

    Welchen Fehler mache ich?

    Falle ich womöglich auf durcheinander vermischte Porlinge herein?


    Vielleicht weiß jemand Rat?


    LG, Martin

    Da wünsche ich viel Spaß bei deinem Versuch!


    Eine warme und feuchte Umgebung sind sicher hilfreich beim Auskeimen.

    Vielleicht legst du das Beefsteak in eine Schale mit Wasser auf ein südlich ausgerichtetes Fensterbrett.


    Ich fürchte nur, so sehr sich der Pilz bemühen wird, so werden immer andere Einzeller das Rennen für sich entscheiden und nach kurzer Zeit für ein unvergessliches Ambiente sorgen. ==Gnolm9


    LG, Martin

    Hallo Öhrling!


    Sehr schön, dann lag ich wohl richtig, das freut mich.

    Zum Geruch verweigere ich die Aussage! Ich kann mich nicht erinnern. Besonders intensiv war der Geruch jedenfalls nicht.

    Zum Schnallenzählen in der Huthaut ist es zu spät, der Halbpilz wurde in kleinen Teilen über Totholz im Garten verteilt. Vielleicht gefällt es ihm hier.

    Nächste Mal dann!


    LG, Martin

    Hallo Freunde der Pilzwelt!


    Am Sonntag fand ich auf Holz Stink-Normalo-Lamellenpilze - ein mir aber noch gänzlich fremdes Thema.

    Deshalb möchte ich meinen Fund kurz vorstellen und hoffe ggf. auf Korrektur meiner Bestimmung.


    Am Fuße einer Kirsche wuchsen zwei (fast) verwachsene Pilze im Moos über/im Holz sehr eng beisammen.

    Ob das Holz zur Kirsche gehört weiß ich nicht, aber Nadelbäume waren keine in der Nähe (?), zumindest nicht viele...

    Bild 1 Zwei Pilze im Wald


    Pilze mit dunkelbraunen Kappen, schneeweißen Lamellen und einem braun-weiß gefasertem Stiel!

    Richtig hübsche sind das, finde ich! ==Gnolm13

    Bild 2 von der Seite


    Der Pilz verfärbt sich beim Ausstechen nicht durch Fingerdruck, auch die Lamellen nicht.

    Bild 3 Schräg von unten, kein Ring, keine Ringreste, weiße Lamellen


    Auch das Innere bleibt nach dem Aufschneiden weiß.

    Eine Hälfte habe ich mitgenommen, die andere zum Aussporen auf einen benachbarten Baumstamm gelegt.

    Bild 4 Querschnitt - Blick auf frei stehende Lamellen


    Der Stiel lässt sich leicht vom Hut trennen.

    Die Huthaut ist was man wohl radialfasrig nennt.

    Ob sie sich leicht ablöst, habe ich nicht getestet, aber auf dem Bild sieht man, dass sich links ein Streifen beim Schneiden abgelöst hat.

    Deshalb denke ich, sie ließe sich vermutlich leicht abziehen.

    Bild 5 Blick auf Huthaut


    Der Sporenabwurf übernacht war ergiebig und hellbraun.

    Vergleich mit den Farbtabellen im Buch (FoTE) ergibt eine Bezeichnung zwischen "cinnamon" und "clay buff".

    Auch die Lamellen hatten morgens die Sporenfarbe angenommen.

    Die Hutbreite liegt bei > 6 cm.

    Bild 6 Sporenabwurf


    Interessant sind die Mikro-Aufnahmen.

    Schon im Makroskop lassen sich bei 40x Vergößerung Zystiden mit verbreiterten Enden auf den Lamellen erkennen:

    Bild 7 Indiskreter Blick zwischen die Lamellen (40x)


    Wenn man eine Lamelle unters Mikroskop legt, konnte ich eine Stelle mit braunen Sporen finden.

    Zu dem Zeitpnkt hielt ich sie noch für eine Kontamination.

    Der Sporenabwurf hat mich eines besseren belehrt.

    Bild 8 Schrägaufsicht auf Hymenium mit reifen, braunen Sporen


    Etwas eingefärbt, um den Kontrast zu erhöhen, lassen sich sehr dickwandigen Zystiden mit Haken unter dem Mikroskop gut erkennen.

    Bild 9 Zystiden im Hymenium in 400x Vergrößerung


    Ach ja, Schnallen konnte ich keine ausfindig machen.

    Es müsste sich also um einen Pluteus handeln, alles spricht dafür.

    Bild 10 weitere Zystiden: keulenartige und spindelförmige Zystiden (Lamellenschneide?)


    Die Messung der Sporen ergibt die Werte 6,0-7,0-8,0 x 4,7-5,3-5,8, Q = 1,2-1,3-1,5; N = 8

    (Nur 8 Sporen? Da war ich ein wenig faul! Es waren einfach zu viele Sporen, die alle wild durcheinander schwammen und sich nicht beruhigen wollten ==Gnolm4 )

    Bild 11 Sporen


    Ich habe bestimmt auch am Pilz gerochen, in der Hinsicht hat der Pilz aber keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. ==Gnolm23


    Darf ich hier einen Pluteus cervinus vermuten, der seinen Namen, wie ich lese, wegen der "geweihartigen" Zystiden erhalten hat (finde ich ein wenig weit herbeigeholt)?

    Ich habe aber irgendwo hier gelesen, die Art wurde zur Artengruppe erweitert - dann vielleicht also ein Pluteus cervinus "sensu latu"?

    Allerdings sollte der Sporenabwurf dann eher pink sein, das kann ich hier (Bild 6) nicht erkennen.

    Einen weiterführenden Schlüssel habe ich im WWW leider nur für nordamerikanische Plutei gefunden, das hilft mir nix!


    Passt das so? Falls ja, wäre das mein erster Dachpilz! ==Gnolm7


    LG, Martin

    Hallo Ulla,


    das Capillitium hat, wie du sagtest, jede Menge Stacheln, in der Tat!

    Ich hatte die Stellen für abgerissene Querverbindungen des Capillitiums gehalten, die waren mir viel zu groß, für das was ich gesucht hatte.

    Und schon biegt man beim Schlüsseln in die falsche Richtung ab... ==Gnolm10


    Ich nehme an, die Stacheln sind folgende Gebilde hier:

    Bild N1 Stacheln im Capillitium bei S. fusca


    Man muss halt wissen, wonach Ausschau zu halten ist!


    LG, Martin

    Hallo,


    sieht man da Oxalat-Kristalle zwischen den Sporen auf Bild 5 und 6?


    Das kenne ich mehr von den rel. trockenen Flechten und, ich glaube, einigen Porlingen.

    Das liegt aber sicher daran, dass ich bisher schwerpunktmäßig diese Pilze unter dem Mikro liegen hatte.

    Lagern also auch feuchte Lamellenpilze das schwerlösliche Oxalat in ihren Fruchtkörpern aus?


    LG, Martin

    Hallo Björn,


    schon immer erstaunlich, was du so alles zusammenträgst.

    Du hast ein wirklich scharfes Adlerauge!

    Ich nehme an, auch auf den Übersichtsbildern ist der Pilz immer schon zu sehen - ich entdecke ihn häufig nicht, selbst wenn ich durch die Folgebilder weiß, wonach ich schauen sollte (z.B. beim Kälberkopf).


    Wie viele Meter Deich braucht es denn eigentlich, um 20 Phytoparasiten zu finden?

    5 km oder reichen eher schon 5 m? :gzwinkern:


    LG, Martin

    Hallo Ulla,


    vielen Dank für deine ausführliche Analyse!


    Die Dornen habe ich tatsächlich nicht erkannt. Ich wusste nicht wie sie aussehen sollten und hatte eher an sowas wie beim Wespennest gedacht...


    Tja, die Erfahrung macht's einfach aus! Danke, dass du mich an der deinen teilhaben lässt! Super! :gbravo:


    Die Sporen bin ich mittlerweile los geworden, indem ich das kleine Döschen mit der Probe mehrfach ordentlich auf dem Tisch geklopft habe. Die Sporen lagen schön in der Dose ohne sich überallhin zu verteilen und das Capillitium ist jetzt großteils frei davon.

    Morgen kann ich mir das Capillitium in Ruhe nochmals anschauen und mit dem von S.fusca vergleichen. Da bin ich schon gespannt, ob ich alles nachvollziehen kann, was du erwähnt hast!


    Vielen Dank und eine gute Nacht wünsche ich!


    LG, Martin

    Hallo zusammen!


    Gestern bin ich auf einem Waldweg ...


    Bild 0 Der Wald


    ... an strahlend weißen Flecken auf Holz vorbeigekommen und habe mich deshalb noch einmal umgedreht.

    Da muss sich unsereins natürlich mal bücken und genauer schauen.

    Bild 1 Heller Fleck auf Holz


    Ein Schleimpilz, der gerade beim Ausbilden seiner Fruchtkörper ist, weich und feucht.

    Bild 2 Fruchtkörperbildung


    Nur ein wenige Zentimeter weiter, vom Kraut überdeckt, stehen reife, braune Fruchtkörper einer Stemonitis-Art, die eventuell zum unreifen, weißen Stadium daneben gehören.

    Diese reifen Fruchtkörper hätte ich beim Vorbeigehen natürlich nie entdecken können.

    Bild 3 Reife Stemonitis auf Moos über Holz


    Die Fruchtkörper sind etwa 6-7 mm lang, zuzüglich einem kurzen, etwa 2 mm langem, schwärzlichem Stiel.

    Die Stiele sitzen mit einer verzeigten Struktur in einem bräunlichen Hypothallus, ohne sich am unteren Ende zu verdicken.

    Bild 4 Übergang Stiel / Hypothallus


    Der Fruchtkörper ist an der Stielbasis wie rund, wie auch am oberen Ende!

    Bild 5 Hypothallus


    Das obere Ende des Fruchtkörpers scheint sich auf die Spitze zu leicht zu verjüngen (sieh Bild 3 oben)...

    Die Columella löst sich am oberen Ende verzweigend auf.

    Bild 6a

    Bild 6b


    Das hellbraune Capillitium scheint mir hauptsächlich am Rand des Fruchtkörpers zu existieren.

    Es zeigt keine Dornen, aber verbreiterte Verzeigungen.

    Bild 7 Capillitium mit Sporen


    Die Sporen sind kugelrund und ornamentiert.

    Ihr Durchmesser liegt bei etwa 8,0 - 8,5µm. Es lassen sich aber auch etwas größere und kleinere Sporen (7,5-9,0) finden.

    Einen Keimporus kann ich nicht erkennen, was nicht heißt, dass er nicht existiert.. :gkopfkratz:

    Der Fokus lässt sich so einstellen, dass man meint, ein Netz zu sehen oder doch Dornen, die etwas zusammenhängen.

    Bild 8 Sporen in unterschiedlichen Ebenen


    Bild 9 Blick auf Stielbasen


    Meinen kleinen Geib bemühend, schließe ich S.fusca aus, da das Capillitium dornenfrei ist.

    Sporen größer als max. 8µm sprechen eventuell gegen S.axifera, vor allem ist das untere Ende nicht spindelförmig, sondern rund. Die Stiele müssten wohl länger sein.
    Der gerade, nicht verbreiterte Stiel passt nicht zu S.smithii.

    Bliebe S.herbatica von den vier in M.Geibs Buch zur Auswahl stehenden Arten. Gefällt mir aber auch nicht so recht...


    Wenn ich mir die SEM-Aufnahmen vom Capillitium im Artikel von G.Moreno vergleiche, dann ist mir das von S.herbatica zudem viel zu feinmaschig; eventuell würde das von S.splendens besser passen.

    Rottöne finde ich auch weder an Stiel noch anderen Teilen.


    Gerne würde ich das Capillitium über die gesamte Sporocarplänge begutachten, aber es sitzt noch voller Sporen.

    Wie bekomme ich die wohl am besten los?


    LG, Martin

    Hallo,


    guck mal hier den Kameratest bei den Pilz-Makrokünstlern "Traumflieger": Panasonic Lumix

    Ich hatte bereits eine Bridgekamera und habe mich aufgrund des Tests wieder für diese Bridge-Kamera entschieden (allerdings das ältere Modell Mark I, weil die Optik wohl einen Tick besser sein soll), weil ich sowieso nicht dauernd Objektive schleppen und wechseln will, kein Profi-Fotograf bin und auch nicht werde.
    Die Mark II kann auch offenbar sogar Stacken.

    Da bekommst du eine gute Kamera für weit unter 1k€ inkl. gutem Makro-Zoom-Objektiv.

    Das Preis-Leistungs-Verhältnis halte ich für super.


    LG, Martin

    Hallo Peter,


    da hast du natürlich Recht.

    Es gibt durchaus noch andere Ausbreitungsweisen als mit dem Wind!

    Auch die Trüffel leben von tierischen Vermittlern...


    Und so manch Pilzsammler verwendet aus genau diesem Grund keine Körbe mit geschlossenem Boden, wenn er den Wald durchstreift.


    LG, Martin

    Hallo,


    mit dem Abstand wächst einerseits die Fläche, auf welcher sich die Sporen eines Pilzes bei isotroper, potentiell unendlich weiter Ausbreitung verdünnen, aber es wächst im gleichen Maß mit dem Radius die Anzahl der potentiell vorhandenen Pilze, die Sporen emittieren und im betrachteten Flächenelement deponieren.

    Der (einzige) Grund ist das also nicht.

    Erinnert ein wenig an das bekannte Paradoxon, warum es nachts dunkel ist bei beliebig vielen Sternen in beliebig großer Entfernung.


    Wenn die Dichte der Quellen (Pilze; Sterne) nicht konstant ist (z.B. Biotopvariation; leerer Raum), die Ausbreitung behindert wird (z.B. Vegetation; Dunkelwolken), durch Ausfall (Degradation, Fraß; Absorption) mit Zeit und Abstand abnimmt, und/oder in unserem Fall der Pilz es eben nicht nötig hat, oder es sogar nachteilig wäre, die Sporen so zu adaptieren, dass sie möglichst weit driften, reichern sich Fremdsporen nicht in höherer Konzentration an.


    Ich denke, es ist evolutionär einfach nicht vorteilhaft, den Aufwand zu betreiben, Sporen zu haben, die (sehr!) weit vom Pilz gelangen sollen/können.

    In der näheren Umgebung gibt es immer genug unbesiedelte Streu, frisches Totholz, mykorrhizafähige Wurzeln, was immer...


    Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah! :gidee:


    LG, Martin

    Hallo Raphael,


    danke für die schöne, erklärende Darstellung der Ergebnisse!


    Ich stelle mit das so vor:

    Eine Spore, die in der näheren Umgebung landet und auskeimt, hat eine hohe Wahrscheinlichkeit, Bedingungen anzutreffen, die für die Elterngeneration geeignet waren/sind. Wird die Spore zu weit verfrachtet, schwinden die Chancen, in ein passendes Biotop zu gelangen.

    Eine Spore, die möglichst weit reisen soll, müsste zudem winzig sein, brächte nur sehr wenig Resourcen zum Auskeimen mit und könnte sich womöglich nicht gegen die größeren, Kurzreise-Sporen durchsetzen, die zudem schon früher da sind...


    Kurz und gut, es macht m.E. gar keinen Sinn, seine Nachkommen über den ganzen Planeten zu verteilen.


    Das macht (fast) nur der Mensch... ==Gnolm4


    Grübelnd, Martin

    Hallo Ulla,


    vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Sie hilft sehr!

    Ja, die hexagonale Form und die Tatsache, dass die Sporen in nur einer Einzelschicht, also nicht dreidimensional-klumpig auftreten, hat mich gefoppt.


    Trichia favoginea hatte ich kurz im Auge, aber hatte dann gelesen, dass die Capillitiumfäden kleine Dornen/Stacheln hätten. So etwas konnte ich hier gar nicht nicht entdecken... Auch für T.persimilis gilt wohl das gleiche.

    Deshalb hatte ich überlegt, ob nicht vielleicht T.scabra eher in Frage kommt?


    LG, Martin

    Hallo!


    Am Wochenende war ich ein paar Tage nach dem letzten Regen im Wald unterwegs.

    Vom Weg aus wurde ich auf einen liegenden, stark zersetzten und feuchtem Laubholzstamm aufmerksam, an dem etliche Fruchtkörper von Picipes badius wuchsen.

    Bild 1 Waldweg in Fundortnähe


    Auf der Rückseite des gleichen Stammes dann ein knallgelber Schleimpilz.

    Bild 2 Schleimpilzfund


    Bild 2 Schleimpilz


    Der Schleimpilz befand sich wohl leider bereits im ausgesporten Stadium, das Capillitium bzw. die Elateren waren schon aus den Peridienresten herausgefallen und stark verfilzt.

    In der kleinen Probe, die ich mitgenommen hatte, ließen sich zu meinem Erstaunen keine Sporen finden - das hätte ich so nicht erwartet - oder ich erkenne bloß die Sporen nicht als solche?

    Bild 3 Dichte Packung


    Die Fruchkörper wirken ungestielt, wenn müssen die Stiele sehr kurz sein.

    Ein ordentliches Foto von der Seite ist mit nicht gelungen, da alles so dicht gedrängt und verfilz ist.

    Die Körnchen, die ich unter der Lupe noch für Sporen gehalten hatte, erwiesen sich als hexagonale Plättchen - vermutlich Bestandteile der Peridie.

    Bild 4 Peridie


    Zwischen den Elateren waren auch keine Sporen zu finden.

    Die Enden der Elateren sind spitz, dornige Fortsätze sind nirgends zu erkennen.

    Bild 5 Elateren sind rein gelb


    Der Schleimpilz ist vornehmlich gelb, die Peridie spilet ins Ockerliche.

    Ich könnte mir hier eine Trichia vorstellen, aber welche ist unklar.

    Könnte Trichia richtig sein?


    LG, Martin

    Hallo Bernd,

    ich muss mich Ingo anschließen!

    Tolle Aufnahmen! :gnicken:

    Sehr schöne Pilzlein, die ich hoffentlich auch bald zwischen den Flechten finde.

    Johannisbeerbüsche hatte ich bislang nicht kontrolliert, Apfelbäume dagegen schon.

    Mal sehen, wad die Zeit bringt...

    LG, Martin

    Hallo Malone,


    tolle Aufnahmen von Tieren!

    Den Marmormolch kannte ich nocht nicht...

    Ist Nordspanien nicht ein Eldorado der Molche?

    Ich glaube mal gehört zu haben, dass in den asturischen Bergen gaaanz viele Feuersalamander leben, die auch noch alle paar Dörfer weiter anders gemustert sind. :gbravo:

    Sicher eine sehr interessante Gegend dort.

    Viel Spaß bei deinen Ausflügen!


    LG, Martin