Zimtfarbener Weichporling?

Es gibt 22 Antworten in diesem Thema, welches 1.280 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von mollisia.

  • Wie ihr bereits im Titel sehen könnt möchte ich Euch um Hilfe bitten meinen Bestimmungsversuch zu bestätigen oder mir Tipps zu geben in welche andere Richtung in schauen sollte. Gefunden habe ich den Porling im Laubmischwald an einem alten liegenden Baumstamm, der offensichtlich mit Braunfäule befallen war. Die Bilder geben die Farben sehr realitätsnah wieder. Einen spezifischen Geruch konnte ich nicht ausmachen. Die Merkmale deuten für mich alle in Richtung zimtfarbener Weichporling. Aber da ich noch nie einen in der Hand hatte bin ich mir unsicher wie weich er sein muss. Ich konnte den FK zwischen meinen Fingern deutlich zusammendrücken und er saftete dabei. Aber es fühlte sich eher nach weichem Kork als schwammig an. Ich hoffe ihr könnt mit der Beschreibung etwas anfangen.
    Danke im Voraus an Alle die sich mit meiner Anfrage beschäftigen!



  • Servus Mellalei

    Hast du schon den Laugentest gemacht ?

    Wenn da eine violette Farbe zu Vorschein kommt hast du vermutlich den Zimtfarbenen.

    Aber ich denke eher nicht. An der Anwachsstelle des Porlings sieht es schwarz wulstig aus, das macht der Hapalopilus normaler Weise nicht. Auch - glaube ich- müsste der Aufbau an deinem Bruchstück anders aussehen.

    Alternative kann ich dir so allerdings auch nicht geben, evtl noch eine uralte Fenchel-Tramete.


    Grüße

    Felli

  • Hallo Mellalei, das kommt gut hin. Wenn du ein Stück mitgenommen hast kannst du ja mal einen Tropfen Seife (oder "Rohrfrei" Achtung ätzend!!) auf die Röhrenschicht geben, dann wird sich das durch den alkalischen pH wunderbar violett verfärben. Dass auch der Pilz mit Vorsicht zu behandeln ist, da es der einzige hier vorkommende stark giftige Porling ist hast du vermutlich ja bereits gelesen. LG Ingo


    Edit: Felli war schneller, ich stimme zu die Anwachsstelle sieht aus als wäre er da nach längerer Zeit wieder weiter gewachsen/mehrjährig. Das spricht dann dagegen. Sind noch mehr FK an dem Stamm gewesen?

  • Mehr Fruchtkörper waren da leider nicht. Ich habe jetzt mal Gallseife draufgeträufelt, da sieht man keine Reaktion. Ist das aussagekräftig? Aber ich muss auch sagen, jetzt wo die FK zum Trocknen im kleinen Gästebad liegen weil ich ggf. mit ihnen färben wollte, riecht es doch leicht süßlich. Ich glaube dann ist wohl doch „nur“ ein Fenchelporling.


  • Hallo Mellalei!


    Schwarze Altteile und wahrscheinlich Nadelholz als Substrat (guckst du Jahresringe), da käme ich bei dem Aussehen auf den angesprochenen Fenchelporling.

    Vielleicht mal Fruchtkörper nass machen oder einen anderen riechen lassen, wenn das mit der Schnüffelei nicht gut klappt.


    VG Ingo W

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    "Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten"

    156-20 (Gebühr APR 2020) = 136+3 (Einlaufwette APR2020) = 139+6 (3x2) für gute Phäle APR2020 = 145-15 (APR 2021) = 130+3 (Joker-Schnellverbrauchsbelohnung APR 2021) = 133+4 (APR-Schnappsplatz11) = 137+3 (Vorphal APR2021) = 140 +10 (3 Posten/Wetten mit E&U im APR 2021) = 150

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  • Hallo!


    Sehe jetzt das Bild auch größer auf Computer: die Rostflecken in der Fruchtschicht, die befasst entstehen, sind typisch für wachsende Gloeophyllum-Arten, hat man also auch beim Zaunblättling.

    Weiterhin würde das dicke morsche Holz gar nicht zum Zimtfarbenen Weichporling passen, der auch nicht so erdnah wachsen würde. Den findet man eher in Kopfhöhe an stehenden toten Laubbäumchen.


    VG Ingo W

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  • Hallo

    @ Jan,

    zur Bestimmung von Totholz gibt es einen oben festgepinnten Beitrag, worinnen es hier Erläuterungen zur Unterscheidung von Nadel- und Laubholz gibt Bestimmen von Totholz Man sieht das hier aber leider nicht besonders gut. Ich würde mich anhand dieses Bildes nicht festlegen wollen.

    @ Ingo W

    Mein Erstfund von H. nidulans war in etwa 30 cm überm Boden, ansonsten, stehendes totes Laubbäumchen, war das da auch so-


    LG, Bernd

  • wie kann man denn nur mit so einem Querschnitt Hinweise darauf finden, dass das eher Nadelholz ist? Ich hätte mich immer an der Rinde orientiert.

    Hallo Jan


    Wenn du z.B. eine Fichte absägst, oder eine Buche, dann gibt es zwei vollkommen verschiedene Schnittbilder. Wenn irgendwo Holzeinschlag ist, kann man mal die verschiedenen Schnittbilder studieren. Dann kommt auch irgendwann das "Gefühl" dafür! Auch die Stubben verrotten danach unterschiedlich.

  • Hallo!

    Mein Erstfund von H. nidulans war in etwa 30 cm überm Boden, ansonsten, stehendes totes Laubbäumchen, war das da auch so-


    LG, Bernd

    Na gut, dann nehme ich das zurück.


    VG Ingo W

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  • Hallo,

    laut Dörfelt&Ruske „Die pileaten Porlinge Mitteleuropas: Morphologie, Anatomie, Bestimmung“ kommt der Zimtfarbene Weichporling an zahlreichen Laubhölzern vor, selten an Nadelgehölzen; nachgewiesen sind z.B. Abies, Picea und Pinus.


    Anhand der Bilder würde ich auch auf den Fenchelporling tippen.


    Mit Grüßen aus dem Schwarzwald

    Simon

  • Hallo!

    laut Dörfelt&Ruske „Die pileaten Porlinge Mitteleuropas: Morphologie, Anatomie, Bestimmung“ kommt der Zimtfarbene Weichporling an zahlreichen Laubhölzern vor, selten an Nadelgehölzen; nachgewiesen sind z.B. Abies, Picea und Pinus.

    Wäre interessant, ob die Nadelholzfunde lediglich Substrat-Irrungen waren oder ob es tatsächlich Funde gibt, die erwiesenermaßen auf Nadelholz wuchsen. Also ich bin da ja immer skeptisch, hab da einfach schon zu viel gehört, was sich im Nachhinein als falsch rausstellte.


    VG Ingo W

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  • Hallo Felli!


    Ja, zählt. Gut, wenn du sowas hast, dann haben das andere natürlich auch. Überzeugt.


    VG Ingo W

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  • Hallo allerseits,

    Hm, also ich würde das obere Stämmchen von Felli mit dem Pilz als Zitterpappel ansprechen. Aus dem was man sieht, so dick verzweigt doch keine Tanne und die "Warzen" auf der Rinde sind auch nicht tannig. Und bei dem unteren - liegt der Pilz da nur drauf, oder ist das Stämmchen samt Pilz rumgedreht? Da ist es weniger offensichtlich, aber eher Zitterpappel als Tanne.


    LG, Bernd

  • Servus,

    Hm, also ich würde das obere Stämmchen von Felli mit dem Pilz als Zitterpappel ansprechen.

    Also Bernd, du kannst natürlich die Tanne auch mit Zitterpappel ansprechen;)

    Ändert aber nichts daran dass es eine Tanne ist.


    Aus dem was man sieht, so dick verzweigt doch keine Tanne

    Wie meinst du denn das ?

    ist übrigens ein Ast-Teil vom ersten Bild

    Und bei dem unteren - liegt der Pilz da nur drauf, oder ist das Stämmchen samt Pilz rumgedreht?

    Ja, das Teil ist dort angewachsen s. oben. Ich habs nur so hingedreht dass ich Ober-/und Unterseite zusammen auf dem Bild hatte.


    Ich habe den Weichporling bislang auch fast immer auf am Boden liegenden Ästen und Stämmen gefunden und immer war es Laubholz.

    Was für ein Laubholz ist das denn ?



    Grüße

    Felli

  • Hallo,


    ich habe den Zimtfarbenen Weichporling in meiner Stuttgarter Zeit auch gelegentlich an Weißtanne im Schwarzwald gefunden. Fichte und Kiefer hatte ich dagegen nie. German Krieglsteiner meinte, das Weißtanne für viele Pilze ähnlich der Buche ist, was für Fichte und Kiefer nicht zuträfe. Warum weiß ich aber nicht, aber es ist schon auffallend, dass es immer wieder Fälle gibt von Arten (Cortinarius atrovirens, C. salor z.B.) die an Tanne und Buche wachsen, aber nicht an Fichte.


    beste Grüße,

    Andreas