Beiträge von Ingo W

    Hallo Elisabeth!


    Also mit dir möchte ich ja beinahe in Verbindung bleiben, wenn du dir solche Gedanken über Pilzgerüche machst.

    Ich hab noch nie einen Braunen Büschelrasling mit mehlartigen Geruch gefunden.

    Der Geruch ist ja recht dezent und unauffällig, ich bin bis zur aufgeschnittenen Runkel, vielleicht Zuckerrübe gekommen, aber passt noch nicht 100%-ig.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Hex-hex? Ja freilich, da isser schon, wenn irgendwelche Hexen rufen!

    Rettichhelmling nach Aschenbecher? Dann vielleicht nochmal frisch ankratzen! Beim Rosa Rettichhelmling mag man angewelkt auch mal an Mohnkuchen denken, ihr werdet fasziniert sein, wie gut das klappt!


    VG Ingo W

    Hallo Lukas!


    Schöne Mikros.

    Mit der Gattung bin ich überfragt.

    Letztens sah ich im Netz mal eine Aufgliederung der Arten in ca. 15. Scheint also nicht nur um die 2 bekannten zu gehen, sondern könnte sich auch hier noch schwieriger erweisen.


    VG Ingo W

    Hallo Chris!


    In "Melzers" ist Chloralhydrat, was lebendige Zellen tötet.

    Es gab eine Zeit, in der viel mit Exsikkaten (Trockenmaterial) hantiert wurde, und besagtes Chloralhydrat hat die Zellwände besser aufweichen lassen. An Lebendmaterial hat das zur Folge, dass die Zellen schrumpfen und Inhalte verfälscht werden. Außerdem wird damit eine eventuell vorhandene Hemiamyloidreaktion leicht übersehen:

    Hemiamyloidität – Wikipedia


    VG Ingo W

    Morn Lukas!


    Inwiefern es da Vergleichssequenzen gibt, weiß ich nicht.

    Manchmal kommt es vor, dass eine unbestimmte oder provisorisch benannte Art als Sequenz hinterlegt wurde, aber da würde ich mir nicht so viel Hoffnung machen.

    Obwohl, irgendwo muss sich jmd. damit beschäftigt haben, denn bei Zotto sind etliche mikroskopisch klare Hymenoscyphen jetzt bei Phaeohelotium eingeordnet.

    Wenn ich was weiß, schreib ich es hier.


    VG Ingo W

    Hymenoscyphus peruni (Velen.) Svrček, Česká Mykol. 40(4): 216 (1986)

    Helotium peruni Velen. 1934


    Auffällig sind die nur schwach bis gar nicht reagierenden Apikalringe der Asci und eine recht beträchtliche Sporenspanne,

    wobei kleine Sporen schon auch unter 10 µm sein können.

    Svrček ging davon aus, das es sich um eine Art handelt, die nass wächst. Diese Kollektion von Lukas Larbig wuchs zwar in einem regelmäßig im Frühjahr

    überschwemmten Gebiet, zum Zeitpunkt des Fundes war der Laubholzast aber lediglich feucht in der Streu liegend.














    VG Ingo W

    Hallo Lukas!


    Ich würde das Rätsel gern versuchen zu lösen.

    Falls er lebendig bei mir ankommt (nicht trocknen, sondern frisch halten), würde er sowieso dafür vorgesehen sein auch eine Sequenz zu erzeugen.

    Wenn du das Risiko eingehen willst (Hymenoscyphen werden mitunter auch schnell braun und sind dann nicht mehr zu gebrauchen), dann würde ich mein bestes versuchen.

    Meine Adresse ist hier:

    ASCO-SONNEBERG - Impressum


    VG Ingo W

    Hallo!


    Schon interessant. Ich kriege das aber gerade nicht gebacken mit einer guten Idee.

    Gefühlsmäßig wäre ich bei Hymenoscyphus calyculus, aber das erklärt natürlich die fast fehlende Amyloidität nicht und die Sporen wären auch zu klein.


    VG Ingo W

    Hi Lukas!


    Die Sporen, die du zeigst, sind die also nicht aus einem Wasserpräparat, sondern auch direkt aus MELZERs?


    Gibt es überhaupt schon reife Asci, die Sporen herausschleudern? Sieht man natürlich auch nur in Wasser, denn MELZERs zerstört ja den Umstand des Innendrucks in Asci.

    Weil ohne reife Sporen wird die Bestimmerei nicht wirklich was. Kann dann ja sein, dass die in der Länge noch zulegen.


    VG Ingo W

    Hallo Lukas!


    Stand denn das irgendwo schon, dass du die Fragmente direkt ins MELZERs gelegt hast?

    Ich bin natürlich vom normalen Wertegang ausgegangen, dass du es hast einziehen lassen und wollte jetzt nur ausschließen, dass es vielleicht nicht konzentriert genug an den Asci ankam.

    Gut, also Apikalringe fast negativ. Das gibt's, muss man nur die richtige Art dazu finden.

    Hilfreich wäre tatsächlich auch ein Bild zur Textur der Außenseite, ob gestreckt (Hymenoscyphus) oder doch eher prismatisch (Phaeohelotium), wobei das zweite eigentlich eher unwahrscheinlich ist. Die Excipulumzellen sind eigentlich stattlich große Zellen, die einen normalerweise anspringen, ich versteh nicht, warum die in deinem Präparat so sparsam auftreten.


    VG Ingo W

    Hallo Lukas!


    Also der feintropfige Inhalt der Paraphysen deutet nicht auf Bisporella. Sollte braun abfärben mit Lugol.

    Das sollte dann schon die Hymenoscyphus-Ecke sein.

    In der Qualität der jetzigen Mikrofotos solltest du dir dann auch nochmal die Amyloidität mehrerer Apikalringe der Asci anschauen. Färbt der Apikalring tatsächlich immer nur an der äußersten Spitze?

    Du fragst nach der besten Methode, wie man sich einen Überblick zum Excipulum verschafft? Der Idealzustand wäre die Mikroskopie einer dünnen Scheibe eines Becherchens. Damit sieht man, wo was hingehört.

    Die vermessenen Sporen waren reif und abgeschossen?


    VG Ingo W

    Hallo Lukas!


    Genau, der Aufbau des Ectal-Excipulums würde helfen zu erkennen, in welche Gattung wir suchen sollen.

    Hymenoscyphus und Phaeohelotium hätten in Aufsicht relativ gut erkennbare rechteckige oder fast quadratische Zellen, die gelben Bisporellen hingegen zeigen gemischte Strukturen, die miteinander verklebt sind.

    Auch die Paraphysen- oder Haarzelleninhalte wären verschieden.


    VG Ingo W

    Hallo Lukas!


    Den Aufbau des Excipulums mit seinen Zellen siehst du, wenn du durch ein normales Quetschpräparat wanderst.

    Genauso natürlich den Inhalt der Paraphysen, die zwischen den Asci in der Fruchtschicht stehen. Das wäre also kein wirklicher Grund sich irgendwie Stress machen zu müssen.

    Momentan wäre ich gedanklich tatsächlich bei Bisporella citrina. Wenn die Apothezien jung sind, dann können die (besonders, wenn etwas versteckt wachsend) schon wie die Gezeigten aussehen mit dem etwas lang anmutenden hellen Stielen. Den meisten mag das fremd sein, weil sie die Art hauptsächlich aus dem Herbst mit ausgebreiteten Scheiben und rasig wachsend auf dickem Holz wahrnehmen.

    Ist natürlich nur erstmal die Anfangstheorie. würde aber schon mal einiges erklären.

    ASCO-SONNEBERG - Calycina yellow (Bisporella)

    Dass die schwarzen Sprenkel vom Deckglas stammen, fällt mir schwer zu glauben. Sicherlich gibt es auch dafür eine bessere Erklärung.


    Viele Grüße

    Ingo W

    Hallo Lukas!


    Versuch auch mal was über das Ectal-Excipulum herauszufinden, das sind die Zellen der Außenseite des Becherchens. Wie sehen die Zellen aus?

    Und dann über den Inhalt der Paraphysen. Das sind die Elemente in der Fruchtschicht zwischen den Paraphysen.

    Es wäre auch gut, wenn du die Bilder der Amyloidität der Apikalringe zeigen könntest. Wenn nur "an der äußersten Spitze blau" (so schreibst du ja), dann wäre ja Hymenoscyphus als in Frage kommende Gattung raus.


    VG

    Ingo W

    Hallo zusammen!


    Der Hymenoscyphus, der für das Eschentriebsterben verantwortlich ist, der ist weiß und wächst an den dünnen Blattpetiolen der Esche vom letzten Jahr in der Streu.

    Hymenoscyphus imberbis ist auch ein Weißer, welcher verletzt rötet (bräunt) und im tümpelhaften Habitat an Holz wächst.

    Mit welchem Substrat haben wir es hier zu tun und wie stark ist der Durchmesser?


    VG

    Ingo W

    Hallo!


    Eine schöne Idee.

    Ich freu mich immer, wenn ich Funde von Inoperculaten hier mitverfolgen kann.

    Mein Interessengebiet grenzt sich inzwischen ziemlich ein, was die genaue Bearbeitung von Funden betrifft:

    Die wichtigsten am Anfang:

    Mollisia,

    Pyrenopeziza,

    Lachnum.

    Eigentlich bin ich damit schon überfordert, weil es von denen einfach zu viel gibt und das alles Bearbeitungszeit braucht, deswegen nur noch selten auch andere Inoperculate

    Becherchen.


    Viele Grüße und danke, dass an mich gedacht wurde.

    Ingo W