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letzter Beitrag von Gaukler am

Pfifferlinge

  • Guten Abend Leute,


    ich glaube ihr könnt es schon langsam nicht mehr hören aber auch ich habe meine Probleme mit der Bestimmung von Pfifferlingen. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie echte Pfifferlinge gefunden.

    In den letzten Tagen habe ich mich mal intensiv auf die Suche nach den kleinen Kerlchen gemacht.

    Sämtliche lichten, bemoosten Fichtenwälder habe ich durchforstet und wieder nur falsche Pfifferlinge wo man hinsieht.


    Eine kleine Gruppe habe ich gefunden, bei der ich mir nicht sicher bin (siehe Fotos).

    Sie waren schon ziemlich alt, ausgeblichen und lappig.


    Wie Pfifferlinge farblich aussehen weiß ich ja: Die typische Farbe und weißes Fleisch.

    Nur habe ich Probleme bei der Unterscheidung zwischen Leisten und Lamellen. Auf allen Vergleichsbildern im Netz sehen die Leisten/Lamellen für mich ziemlich gleich aus. Dass Leisten fest am Fleisch gewachsen sind, weiß ich ja und das war bei den Exemplaren auf den Fotos der Fall, nur optisch sehen mir die gefundenen Fruchtkörper gar nicht so recht nach echtem Pfifferling aus.


    Geruch war pilzig aber nicht intensiv

    Fleisch dünn, ohne verfärbung


    Ich hoffe ihr könnt etwas Licht ins Dunkel bringen :)


    Schönen Abend!


    PS: Tut mir leid für die miserable Dokumentation, ich weiß da fehlt Einiges

  • Neben dem was Uwe schon richtig geschrieben hat, gibt es noch ein weiteres schönes Unterscheidungsmerkmal. Die Falschen haben immer gummiartiges Fleisch. Du kannst sie gut mit den Fingern zusammendrücken und spürst so wie weich sie sind. Das geht bei den "richtigen" Pfifferlingen nicht, die zerbrechen dann.


    LG MIscha

  • Hallo Barney,


    ich fühle mit 😅 So wie dir ging es mir am Anfang auch.


    Du hast leider falsche P. gefunden. Mit einiger Erfahrung kann man das recht gut sehen, auch mithilfe von Fotos. Die Unterscheidung zwischen Leisten und Lamellen, wie in Büchern oft als entscheidendes Merkmal angegeben, ist in der Praxis mitunter schwierig.

    Für mich ist es inzwischen so, dass ein ganzes Bündel an Merkmalen augenfällig ist (Konsistenz, Farbe, Geruch, Fruchtschicht).


    Persönlich erkenne ich auch insbesondere am Geruch. (Meine Frau z.B. überhaupt nicht.)

    Vielleicht bekommst du mal ein paar echte Pfifferlinge in richtig gutem Zustand auf dem Markt oder so. Dann einfach mal richtig gut betasten, ein bisschen mit den Leisten spielen, dran schnüffeln... Das könnte hilfreich für zukünftig sichere Bestimmung sein.


    Viele Grüße

    Ben



  • Danke für die Unterstützung!

    Ich denke auch, dass das noch ein bisschen Erfahrung braucht. Ich werde schon irgendwann mal die Richtigen finden. Wie gesagt, die wichtigen Merkmale kenne ich ja und wenn ich mal auf einen Echten stoßen sollte werde ich ihn sicherlich erkennen.

    Ich muss mir wirklich mal den typischen Geruch einfangen, der ist mir beim zubereiten von gekauften nie so wirklich aufgefallen ist.


    Auf den Tag freue ich mich schon jetzt :)


    LG barney

  • Hallo,


    ich bin Anfänger und habe auch "mitgerätselt". Bei diesem Exemplar bin ich auch zum Schluss gekommen, dass es ein Falscher sein muss, weil die gegabelten Lamellen so perfekt regelmäßig und nicht so willkürlich, wie beim Echten sind.


    Auch wenn mir theoretisch klar ist, was der Unterschied zwischen Leisten und Lamellen ist, fällt es mir schwer, dies auf den Fotos festzumachen. Habt ihr da eine Stelle auf die ihr besonders achtet?



    Liebe Grüße


    Michael

  • Hallo Michl1211,

    einfacher Bauerntrick für den Hausgebrauch: Lamellen lassen sich mit dem Daumennagel relativ leicht wegschieben, Leisten dagegen nicht.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hallo Oehrling,


    die Frage war wohl eher zu den optischen Merkmalen von Leisten. Auf Fotos scheint das ja auf den ersten Blick erkennbar zu sein. Auf Fotos hat man wohl wenig erfolg mit dem Fingernageltrick 8o


    LG barney

  • Nach meiner Erfahrung stehen die Leisten oft etwas weiter auseinander, im Gegensatz zu den Lamellen, die oft dichter stehen beim FP.


    Außerdem: Der Echte Pfifferling hat auch queradrige Verbindungen.

  • Hallo Oehrling,


    die Frage war wohl eher zu den optischen Merkmalen von Leisten. Auf Fotos scheint das ja auf den ersten Blick erkennbar zu sein. Auf Fotos hat man wohl wenig erfolg mit dem Fingernageltrick 8o


    LG barney

    Hallo,


    ja genau darauf wollte ich hinaus. Hier im Forum und auch "draußen" findet man immer mal wieder erfahrenere Pilzsammler, die auf den ersten Blick mit den Worten (sinngemäß) "der Echte Pfifferling hat Leisten" sehen, dass der vorliegende Pilz ein Falscher ist.


    Wenn ich den nächsten Falschen Pfifferling in den Händen halte, werde ich der Konsistenz und Haptik mehr Aufmerksamkeit schenken und ihn mir nochmal ganz genau anschauen. Ich kann die Argumente, dass der Echte mehr queraderige Verbindunegen etc. hat gut nachvollziehen.


    Aber wie man (ohne Schnittbild) sieht, dass der Falsche keine Leisten hat bzw. der Echte keine Lamellen, das ist mir immer noch schleierhaft.



    Liebe Grüße


    Michael

  • Ich denke eher auch, es ist ein falscher Pfifferling, weil die Lamellen zu dicht und schön stehen.

    Der Übergang von Hut zu Stil wäre bei einem echten Pfifferling gleichmäßiger.

    Ein echter Pfifferling ist insgesamt meist von kräftigerem Habitus.

    Der Stil kann dagegen auch bei einem echten mal ein wenig gelb vergammelt sein und das Hutfleisch sieht für mich genauso aus wie bei einem echten.

    Kein ganz eindeutiger Fall für die Schnellbestimmung im Wald.


    Andererseits wächst weder der echte noch der falsche Pfifferling in der Regel alleine.

    Es gibt immer noch Brüder (m,w,d) ;-) die man zur Bestimmung heranziehen kann.

    Für echte Pfifferlinge wäre die Zeit inzwischen auch sehr fortgeschritten.

  • Hallo,

    der gezeigte Fruchtkörper stammt ja aus einer Gruppe, die schon recht alt war.

    Gerade bei überständigen Pilzen verlieren sich häufig Merkmale für die schnelle Bestimmung.

    Den Falschen Pfifferling pflücke ich so gut wie nie, weil man es in der Regel schon von oben an der Farbe bzw. dem Farbton und an der meist runderen, gleichmäßige Hutform erkennt, mit wem man es zu tun hat. Aber ich muss gestehen, dass ich mich bei dem Kandidaten hier auch gebückt hätte, weil sich die Farbe schon so sehr verwaschen hat, dass man ihn auch für einen, etwas lädierten, betagteren echten halten könnte.

    Gruß

    Bernd

    Ich bin kein PSV, also gibt es von mir auch niemals eine Freigabe zum Verzehr! Wenn ich "essbar" schreibe, dann bezeichnet das eine Art im idealen Zustand, das lässt sich anhand von Fotos niemals beurteilen!

  • Ich tippe manche Pilze, so auch den Pfifferling im Zweifelsfall erstmal mit dem Fuß an.

    Am Widerstand kann man oft schon sofort entscheiden, ob sich das Bücken lohnt.

    Falsche Pfifferlinge sind elastisch weich und vibrieren beim loslassen oft. Echte sind ziemlich steif.


    Im Prinzip gibt das bei vielen Pilzen ein extrem schnelles Entscheidungskriterium.

  • Hallo lieber mikromeister,


    Mit dem Fuss antippen ist kein sinnvolles Bestimmungskriterium. Wenn Deine Zehensensorik das hergibt, ist das für Dich vielleicht ok. Aber sowas als Tip im Forum ist Käse.


    Wir reden uns den Mund fusselig, dass man Pilze gerade nicht mit dem Fuss malträtiert, sondern mit Gefühl anfasst. Und Du propagierst die Fußbestimmung.


    Manchmal fehlen mir die Worte =O


    Grüßle

    RudiS

  • Ich spreche auch nicht von "mit dem Fuß malträtieren" sondern von "antippen".

    Das mache ich natürlich nicht ständig und überall sondern "im Zweifelsfall", der ziemlich selten ist.

    Da passiert dem Pilz normalerweise gar nichts und jedenfalls viel weniger, als wenn man ihn "mit Gefühl" rauszieht um ihn vollumfänglich zu bestimmen.


    Ich weiss ja nicht, ob du auch im Wald draussen Pilze sammelst?

    Da ist Dir sicher schon manchmal eine schöne Kappe im tiefen Moos oder Gras aufgefallen, die von oben der Art oder dem Zustand nach nicht gut zu bestimmen war.

    Seitlich sieht man nicht hin, was machst Du jetzt?


    Manchmal fehlen mir die Worte =O

    Tu doch nicht immer so theatralisch bitte, sondern diskutier die Sache.

  • Hallo mikromeister,


    Über Deine humorige Antwort freue ich mich natürlich. Ob sie meine reflektierte Antwort verdient?


    Zitat
    Ich weiss ja nicht, ob du auch im Wald draussen Pilze sammelst?

    Ich suche Pilze in Gärten, Parks, Kiesgruben, an Alleen, Sträßenrändern, auf Parkplätzen, Friedhöfen, Äckern, Balkonen, etc.


    Aber neverever niemals im Wald. Wie hast Du das Geheimnis gelüftet?


    Zitat
    Da ist Dir sicher schon manchmal eine schöne Kappe im tiefen Moos oder Gras aufgefallen, die von oben der Art oder dem Zustand nach nicht gut zu bestimmen war. Seitlich sieht man nicht hin, was macjst Du jetzt?

    Ob Du's glaubst oder nicht, ich gehe in dem Fall in die Knie und sehe seitlich hin. Probier es aus mikromeister, das lohnt sich! Da bekommst Du völlig neue Perspektiven.


    Zitat
    Zitat von Gaukler Manchmal fehlen mir die Worte =O

    Tu doch nicht immer so theatralisch bitte, sondern diskutier die Sache.

    Manchmal ist Theatralik eine Möglichkeit mit 🧀 umzugehen, imho



    Grüßle

    RudiS

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