Beiträge von michl_1211

    Hallo Pilzneuling ,


    ich kenne die Anistrichterlinge auch erst seit diesem Jahr. Ich beschäftige mich auch noch nicht so lange mit Pilzen, und hätte die Qualität des vorliegenden Exemplars auch nicht anhand des Bildes alleine beurteilen können.


    Aber ich kann's gar nicht erwarten die Teile mal wieder zu ernten. Ich finde übrigens das der Geschmack auch sehr marzipanähnlich ist. Ich denke wichtig ist wofür man den Pilz verwendet.

    Bevor sich die Ermittlungen zu schnell in die falsche Richtung entwickeln, bei Tintlingen sollte man auch immer auf dem Schirm haben, dass es sich um einen Selbstmord handeln könnte.

    Hallo,


    ja, der Grüne Anistrichterling passt nicht in ein klassisches Pilzgericht. Und dennoch ist es einer meiner absoluten Lieblingspilze, den ich in beliebig großen Mengen verschlingen könnte.


    Hier gibt's ein paar Inspirationen für die Zubereitung.

    Rundgang im Odenwald.


    Falls ich nächstes Jahr das Glück habe Grüne Anistrichterlinge in großen Mengen zu finden, werde ich evtl. mal eine kleine Rezeptserie dazu veröffentlichen. Ich habe noch so ungefähr eine halbe Million Ideen, was man damit alles zubereiten könnte.


    LG; Michael

    Hallo,


    am besten man fängt sie sich gar nicht erst ein. Vor jeder Tour durch Wald, Gestrüpp und Gras sprühe ich meine Beine großzügig mit Autan ein und erneuere ggf. bei längeren Touren. Ich gehe zwar Querfeld ein (man will sich ja nicht jeglichen Spaß von Zecken nehmen lassen), aber meide dennoch zu grasige Stellen. Nach dem Ausflug gehe ich ohne Umwege nach Hause, entledige mich meiner Kleidung, die sofort in die Wäsche kommt, suche meinen Körper gründlichst auf Zecken ab, und dusche danach mit viel Seife. Seit dem ich dies tue, hatte ich kleine Zecke mehr. Außerdem bin ich gegen FSME geimpft.


    Um zur eigentlichen Frage zu kommen. Ohne Hilfsmittel? Gar nicht, ich habe immer eine Zeckenschlinge dabei, die meines Erachtens das beste Werkzeug ist, eine Zecke schonend, als Ganzes und ohne Quetschungen des Rumpfes zu entfernen.



    LG; Michael

    Der Grüne Knollenblätterpilz legt sich ja zum Glück nicht selbst in den Korb. Anderes fängt man sich leichter ein, zum Beispiel eine Zecke.


    Es ist erschreckend wie weit "wir" uns von unserer Umwelt entfernt haben. Mehr Artenkenntnis würde nicht nur unseren Sammelkörbchen zu Gute kommen, sondern auch ein Bewusstsein für die Einzigartigkeit und Fragilität unserer Ökosysteme wecken - und die Notwendigkeit sie zu erhalten.


    Artenkenntnis jedoch braucht man nicht, um eine Vergiftung zu verhindern, die Vernunft nicht zu sammeln, was man nicht sicher bestimmen kann, reicht bereits vollkommen aus.


    Wenn wir etwas dazu beitragen wollen in Zukunft solche Vergiftungen zu vermeiden, dann indem wir im Rahmen unserer Möglichkeiten Erkenntnisse weiterreichen und hoffentlich auch andere dafür begeistern können, sich mit den heimischen Arten auseinanderzusetzen.


    LG; Michael

    Wahrscheinlich sind die Pilzbilder alphabetisch gespeichert und der Grünspan-Träuschling der unmittelbare Nachbar des Grünen Knollenblätterpilzes im Dateiverzeichnis.


    Aber wenn der Pilz schon Knollenblätterpilz heißt, könnte man ja auch mal stutzig werden und nachkontrollieren, zumal so ein Artikel eine gute Gelegenheit wäre, nochmal auf die Erkennungsmerkmale des Grünen Knollenblätterpilzes einzugehen.


    Liebe Grüße


    Michael

    Hallo,


    das Raubfliegen-Buch klingt ja interessant. Ich weiß nicht ob dass bei allen Raubfliegen so ist, aber zumindest die Gelbe (die im englischen den unglaublich lustigen Namen 'bumblebee robberfly' hat), ist ein sehr dankbares Fotomotiv, weil sie sich minutenlang am selben Baumstumpf nahezu regungslos sonnt, und nach ihren "Streifzügen" auch immer wieder zu diesem wiederkehrt, desweiteren unbeeindruckt zulässt ihr sehr Nahe zu kommen.


    LG; Michael

    Von den ersten Anflügen der Altersdemenz, bis hin zum gescheiterten Versuch den Nachhauseweg mit Steinpilzen zu markieren, sind die Erklärungsansätze jenes Verhaltens mannigfaltig.

    Die Krabbenspinne packt ihre Beute und lähmt sie mit ihrem Gift, meines Wissens tötet dieses aber nicht direkt, dann injiziert sie ein Verdauungssekret in das Innere des Beuteinsekts, sodass sich dieses verflüssigt und saugt es dann ein.

    Wer flockenstielige Hexenröhrlinge so gezielt aufkonzentriert, muss auch wissen, was er in den Händen hatte. Aus Neugierde reißt man kein halbes Dutzend Flockies aus, die potentiell nicht alle am selben Standord standen, außerdem wurde der hemmungslose Ausreißer ohne Ahnung nicht nur eine Art pflücken.


    Entweder hier wurde Platz im Korb geschaffenen für potentiell bessere Funde, oder aussortiert was gar nicht erst hätte gepflückt werden müssen, bzw. nicht auszusortieren war.


    Die Arschlöcher gehen nie aus.

    nobi


    Nachtrag zum Grünen Anistrichterling:


    Pfannkuchen, mit einer Brise Zimt, Äpfeln, Grüne Anistrichterlinge, flambiert mit Cognac.


    Schmeckt unglaublich lecker nach Marzipan, riecht toll nach Anis. Die Teile sind wirklich der Hammer. Wenn die bei Dir in großen Mengen wachsen. Räum' ab :love:



    LG; Michael

    Rosenkohl und Tonic Water bitter?


    Unter bitter verstehe ich Grapefruit, Holz, oder rohe Eicheln. Da scheinen die Meinungen ja echt weit auseinander zu gehen. Ich kann auch im Birkenporlingtee nichts bitteres finden.


    Wenn mir ein grüner Schwefelkopf in die Quere kommt, werde ich auch mal reinbeißen. Da bin ich mal gespannt was mich erwartet...

    Hallo,


    ja wir können auf jeden Fall zusammen reisen. Da kann ich mich sowohl zum Fahrer als auch zum Beifahrer überreden lassen. ;-)

    Hallo,


    nobi : also ich kann die grünen Anistrichterlinge uneingeschränkt empfehlen; ich bin aber auch hart im nehmen, was eigenartige Geschmäcker angeht. Ich denke man muss da ein bisschen experimentieren, um die optimale Verwendung zu finden. Also zu Bratwurst und Kartoffeln passt er, denke ich, nicht. Ich könnte mir aber gut vorstellen, irgendetwas Fruchtiges oder Süßes mit ihm herzustellen. Ich würde sogar so weit gehen und mit Muffins, Kuchen, Pfannkuchen etc. zu experimentieren. Ich denke Apfel/Birne und Nüsse sind mit den Dingern gut kombinierbar. Oder zu Buchteln: in einer Vanille-Soße verarbeiten? Bei Rezepten bin ich experimentierfreudig. Was gut ist wird weiterverfolgt, was schlecht ist verworfen. In einem Sauerteigbrot machen sich die Dinger sicher auch gut. Wenn ich genug davon hätte evtl. auch trocknen und pulverisieren als Gewürz für Plätzchen. Wenn Du sie sicher bestimmen kannst, einfach mal ausprobieren.


    Beorn : Es lässt sich sicherlich mal einrichten, dass wir zusammen nach einer Sammelaktion mal welche machen.

    Hallo,


    bei der Tour im Odenwald mit Alexander gab es für mich wieder allerlei zu lernen.


    Ein paar Eindrücke:


    Kahler Krempling (Paxillus involutus)


    Fliegenpilze (Amanita muscaria)




    unbekannter Frosch; evtl. Grasfrosch (Rana temporaria)? - die Musterung lässt mich zweifeln



    - Fehlanzeiger -

    Schleierling (Cortinarius sp.)


    Olivgelber Holzritterling (Tricholomopsis decora)


    in's Körbchen durfte auch was:


    Dank der Assistenz von Alexander, erstmals mit dabei: folgende Neueinsteiger:

    violetter Röttelritterling (Lipista nuda)


    Im Schnittbild kann man die ausgebuchtet angewachsenen Lamellen erkennen, die sich auf dem Hutfleisch prima verschieben lassen. Der glatte, kahle Hut ist etwas verblasst, die Lamellen aber immer noch intensiv lilafarben und er riecht tatsächlich nach Multivitaminsaft.


    Außerdem erstmals mit dabei.

    grüner Anistrichterling (Clitocybe odora)


    Der Anisgeruch schlägt dem Faß dem Boden aus und die Dinger sind auch saulecker.



    Ich habe (außer mit den Resten) sortenreine Flammkuchen hergestellt.


    Die Weinflasche ersetzt das Nudelholz in meinem Haushalt. Kleiner Tipp: Die Teiglinge eine Minute im Backofen vorbacken, dann durchweichen sie nicht so leicht durch die Crème fraîche, dann belegen und fertigbacken. So werden sie wunderbar knusprig.


    Die Steinpilze durften direkt auf den Flammkuchen. Alles andere wurde auf dem Backblech vorgegart.


    Flammkuchen mit Maronenröhrling:


    und violettem Rötelritterling


    Für den grünen Anistrichterling, schienen mir Lauchzwiebeln und Lachs unpassend. Ich habe ein bisschen Honig verbaut, und den Flammkuchen desweiteren mit Pekannüssen und einem Apfel belegt. Leider habe ich vergessen ein Bild nach dem Backen zu machen. Auch das war lecker. Die Flammkuchen lassen sich prima einfrieren und schmecken wenn man sie tiefgefroren im Ofen backt auch nahezu genauso wie frisch. Ein paar davon gingen also ins Eisfach.


    Liebe Grüße


    Michael.