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letzter Beitrag von Alexander am

Maipilz?

  • Ich habe heute in Darmstadt im Mischwald ein recht viele Röhrlinge gefunden und etwas wovon ich glaube dass es Maipilze sein könnten.

    Kann mir jemand ein paar Tipps für die Bestimmung geben? Die Pilze standen im Abstand von wenigen Metern teilweise auf moosigem Untergrund. Der Geruch würde ich als angenehm aber eher gering beschreiben. Gurke rieche ich nicht :D


    Viele Grüße

  • Hi,

    das sollten schon Maipilze oder auch Georgsritterlinge sein.

    Dichtstehende Lamellen und ein deutlich mehliger Geruch passen dazu ...

    Der Geruch ist nicht jedermanns Sache, mir gefällt er aber ganz gut und mein Gaumen findet ihn auch ganz nett!

    Grüße aus Mecklenburg

    Jan

  • Servus Pilzator,


    Maipilze milchen doch nicht. Und dessen Lamellen laufen nicht herab. Auch ist der Hut nicht niedergedrückt - da passt letzten Endes gar nichts, außer der Farbe.


    Du hast Pfeffermilchlinge (Gattung Lactifluus) gesammelt. Wenn du einen unbekannten Pilz zur Bestimmung mitnimmst, reichen meist wenige Exemplare aus. Sammelst du viele und willst dann wissen, ob es ein essbarer Pilz ist (also der Maipilz), dann ist das ein bisserl wie eine Online-Pilzberatung. Und das ist suboptimal, sage ich mal.


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Ich sammle eigentlich nur Röhrlinge und dachte naiver Weise ich könnte meine Suche auf einige wenige Lamellen Pilze ausweiten

    Ahoj, Pilzator,


    da ist gar nichts naiv.

    Es kommt die Zeit, da möchte das Pilzlerhirn a bisserl mehr wissen.

    Daß da auch Vertuer dabei sind, ist ganz normal und gehört zum Lernen dazu.

    Ging und geht uns Allen so.

    ==)


    LG

    Malone

  • Hallo, Pilzator!


    Milchlinge und Täublinge sind im Grunde sogar ein guter Einstieg in die Kulinaristik der Lamellenpilze.

    Man muss sie nur mal als Sprödblättler erkennen (mit den splitternden Lamellen, dem wie Parmesan brechenden und dabei nie auffasernden Stiel und bei Milchlingen natürlich die Milch). Wenn man Täublinge und Milchlinge sicher erkennen kann und von allen anderen Pilzen unterscheiden, dann weiß man immerhin, auch nie einen gefährlich giftigen Pilz zu erwischen.



    LG; Pablo.

  • Servus Pilzator,


    wenn du Lamellenpilze zum Esse sammeln willst, dann empfehle ich dir, dass du hier Gattungen raussuchst, die einfach erkennbar sind. Milchlinge kann man leicht erkennen. Und ist die Milch rot, kann man sie auch in die Pfanne hauen (andere auch). Trotz allem ist wichtig, dass man richtig beobachtet, auf Details achtet.

    Du hast doch sicher Pilzbücher? Lies mal nach, wie man manche Gattungen erkennt. Austretende Milch beispielsweise ist ein sehr deutliches Merkmal. Wenn du lernst, genau hinzusehen, dann fällt dir das auch auf. Und nur durch genaues Hinsehen kann man m.E. später sicher (Speise)Pilze erkennen.

    Oberflächlichkeit ist der beste Weg ins Krankenhaus.

    Milchlinge (wenn typisch und die Milch nicht vertrocknet ist) zu erkennen, kannst du z.B. problemlos in kurzer Zeit erlernen. Ich würde nur immer die ersten Bestimmungsversuche unabhängig vom Essen vornehmen. Erst dann, wenn du sicher bist, dann ist das Verzehren eine Option! Aber zu hoffen, dass gesammelte Pilze per Foto im Internet zum Essen freigegeben werden, ist ein bisserl (bis grob) fahrlässig. Insbesondere, wenn es um weiße Lamellenpilze geht, die eventuell merkmalsarm sind (mangels Farben).


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Christoph :)

    Auch dir vielen Dank!

    Ich hätte ihn auch nicht gegessen (außer erfahrene Nutzer hätten mir erklärt wie ich sicher Bestimmen kann und sich das auch mit anderen Quellen gedeckt hätte). Es gibt ja im Internet ein paar ganz gute Pilzbestimmungstools und die Ähnlichkeit zu einigen sehr giftigen war mir dann doch zu groß! Außerdem hatte ich genug Röhrlinge für die gewünschten Semmelknödel mit Pilz Sahne Soße :)

  • Vielleicht nehme ich beim nächsten Mal einfach ein Taschenbuch zur Bestimmung mit. Es ist ja schon auch nicht im Sinne des Naturfreunds Pilze zu ernten nur um sie dann zu entsorgen...

    Hallo Pilzator,


    das ist grundsätzlich überhaupt kein Problem Pilze zum Angucken zu entnehmen, ganz im Gegenteil! Das machen wir doch alle! Viele haben extra separate Behälter für die "Bestimmlinge" dabei!


    Erstens, schadest Du dem eigentlichen Pilz überhaupt nicht wenn Du seine Fruchtkörper mitnimmst. Falls Du den Pilz der bereits reif ist im klassischen Korb transportiert, "streust" Du sogar dadurch seine Poren entlang deines Weges, und hilfst ihm so sich zu verbreiten ;)


    Zweitens, machst Du das nur um zu lernen und sich besser mit den Pilzen auskennen, was mmN durchaus im Sinne des Naturfreunds ist. :thumbup: Ist die Art eher selten, kannst Du beim nächsten Waldbesuch diese wider "auswildern", am besten in einem anderen Wald wo die Bedingungen für diese Art passen oder sogar in einer Parkanlage in der Nähe - so kann man dem Pilz auch helfen sich zu vermehren! Das machen auch viele, es kostet nichts und es funktioniert mit dem Aussporen selbst wenn der Pilz schon etwas gammellig ist.


    Also - nur zu und ruhig hier Bilder zeigen und Fragen stellen :)

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