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letzter Beitrag von seppl123 am

2019 - (Speise-) Pilze in Baden-Württemberg

  • Hallo Rotfüßchen,

    ach, waren wir in Hessen? Glaube ich nicht. Aber bei uns sind die Bundeslandgrenzen alle ziemlich nah, man kann quasi in BW parken und in Hessen dann durch den Wald reinmarschieren ohne es zu merken :)


    Der Rehbraune schmeckt je nach Substrat, Alter und Witterung sehr sehr unterschiedlich. Kommt auch darauf an ob man Rettich mag. Ich kann nur empfehlen ganz frische Prachtexemplare, mit noch weissen Lamellen von der Birke zu verkosten. Am Sonntag habe ich allerdings keine Dachpilze mitgenommen (im Korb sieht man Hymenopellis radicata). Gefunden haben wir mehrere Arten, u.a. den Löwengelben und den Runzeligen.

  • Hallo, Felli!


    Servus Pablo,

    versuch´s doch mal mit Kotlabaea delectans bei deinem Asco.

    Grüße

    Felli

    Das sieht schon mal richtig, richtig gut aus. :thumbup:

    Danke für den wertvollen Tip, eine ausführliche Dolumentation (mit Mikros) habe ich >hier< zusammengeklebt.



    LG, Pablo.

  • Hallo zusammen,


    gestern hatte ich mit Fredo das Vegnügen die sandigen Wälder der Rheinebene auf Pilze zu inspizieren.

    Fazit: es lohnt sich jetzt nach Pilzen zu schauen! Es gibt frische Pilze, selbst wenn viele Arten noch fehlen und für die Pfanne könnte am Ende auch etwas mehr sein.


    Es gab vereinzelt madige Steinpilze, viele Filzröhrlinge (ich vermute Eichenfilzröhrlinge mit roten Punkten im Schnitt unten am Stiel), Ziegenlippen, Perlpilze, Täublinge, auch stellenweise herrlich duftende Milchlinge (meine Vermutung: Lactarius zonarius). Leider Kamera vergessen gehabt deshalb zeige ich nur wenige Handybilder.


    Sehr schöner, aber madiger Steinpilz. Hutränder waren allerdings absolut sauber, und wir haben diese einfach vor Ort roh verspeist.
    Achtung: man darf die Pilzen grundsätzlich nicht roh essen! Der Steinpilz gehört zu den wenigen Ausnahmen.




    Ob das ein Würziger Tellering ist oder eine verwandte Art ist?


  • Hallo, Alex!


    Und heute bei der Runde im (fast) selben Gebiet war's schon wieder nahezu vorbei mit der Pracht.

    Morgen habe ich sicher noch ein paar Bilder, aber viel war's echt nicht.


    Der Steinpilz sieht hübsch aus, könnte (wenn Huthaut unter der Bereifung glatt und nicht samtig) auch ein Kiefernsteinpilz (Boletus pinophilus) sein.
    Ist mir noch nicht begegnet in dem Gebiet, müsste aber theoretisch da ganz gut wachsen können.



    LG; Pablo.

  • Hallo Pablo,


    diese Hutfarbe hat uns am Dienstag auch verwundert. Die Huthaut was allerdings ein wenig samtig, deshalb bin ich von ungewöhnlich gefärbten Sommersteinpizlen ausgegangen. Ältere FK waren blasser.


    Übrigens: hast Du bei Franco Porlinge (Zimtfarbene Weichporlinge?) und "glattstielige" Filzröhrlinge von Dienstag noch gesehen?

  • Buona sera!


    Also wenn der von der Stelle ist, wo Fredo und ich am Tag danach noch den hier:

    gefunden haben, dann würde ich angesichts deiner Beschreibung (samtig) schon sagen, daß es eben einfach dunkelhütige (und leicht rötliche) Sommersteinis sind.

    Fredo jedenfalls meinte, das wäre die Stelle gewesen, wo er immer wieder mal recht dunkelhütge Sommersteinpilze findet.


    Die Filzröhrlinge, die er mir von dir gestern in die Hand gedrückt hat, waren: Eichenfilzer (Hortiboletus engelii).


    Und den Zimtfarbenen hast du schon richtig bestimmt.
    Ich habe spaßeshalber mal noch einen Tropfen KOH5% auf Ober- und Unterseite gegeben:

    Die Bestimmung war auch ohne das schon sicher, aber ich finde einfach, es sieht toll aus.


    Und nun, meine Damen und Herren, die restlichen Bilder von den gestrigen Pilzen.


    Dünne, schüttere Pantherpilze (Amanita pantherina):


    Dicke, schöne Netzhexen (Suillellus luridus):


    Alte, madige Steinpilze und junge, madige Steinpilze (Boletus aestivalis):


    Stark verblasste Blutrote Röhrlinge (Hortiboletus rubellus):


    Zottige Schillerporlinge (Inonotus hispidus):


    Und ein paar noch recht junge, noch unausgewachsene Schöne Zonenmilchlinge (Lactarius zonarius):


    An anderer Stelle (wo Fredo meinte, du hättest Milchlinge eingesammelt, Alex) sah ich aber auch noch Überreste von Queraderigen Milchlingen (Lactarius acerrimus), die aber nicht mehr photogen waren. Die sind mitunter schwer von Lactarius zonarius zu unterscheiden, im Geschmack vielleicht ein wenig schärfer, weniger deutlich zoniert, zumindest jung heller gefärbt, mit stärker filzigen Huträndern und alt mit einem etwas gedrungeneren Habitus.

    Für deine Zwecke wird es kaum einen Unterschied machen, welchen der beiden du dabei hast.



    LG; Pablo.

  • Hallo Zusammen!


    Heute 3Stunden im Nordschwarzwald unterwegs gewesen.


    Davon standen gefühlt tausende im Wald^^


    An Steinpilzen sieht es noch rar aus, aber für eine Pilzsuppe wird es scon reichen.


    Von denen gab es auch ganz schön reichlich





    Na das nenn ich mal ne Marone^^



    Das Endergebnis:




    Viele Täublinge, paar Perlpilze sowie Champignons(leider vermadet) durften im Wald bleiben.


    LG Angelika

  • Hallo, Angelika!


    Da ist ja ordentlich wass los im Schwarzwald.

    Die meisten deiner Rotfüßchen (also jedenfalls die auf dem ersten Bild) sollten ja Bereifte Rotfußröhrlinge (Xerocomellus pruinatus) sein, die halte ich für die besten Speisepilze in der Gattung, weil sie recht lang knackig und fest bleiben und auch einen ganz guten Geschmack haben.



    LG, Pablo.

  • Hallo zusammen,

    ich bin schon ein paar Jahre hier angemeldet und lese auch ab und zu mit, gepostet habe ich schon lange nichts mehr und das soll sich nun wieder ändern.


    In dieser Woche war ich in der Umgebung von Stuttgart unterwegs und konnte ein paar Speisepilze finden.


    Sommersteinpilze (allerdings größtenteils madig):



    Pfifferlinge (einwandfrei wie immer):



    Ein alter Parasol:


    Daneben gab es die ersten Täublinge (kenne ich mich nicht aus) und einen flockenstiligen Hexenröhrling in ganz klein.


    Gruß Sebastian

  • Hallo; Sebastian!


    Wie sagt man denn dann: Willkommen zurück? Jedenfalls schön, daß du wieder dabei bist!

    Von Pfifferlingen fehlt in meiner Ecke bisher noch nahezu jede Spur, auch an Stellen, die sonst eine Bank sind. Offensichtlich ist es für die nach wie vor deutlich zu trocken.



    LG, Pablo.

  • N'Abend!


    Es folgen mal noch ein paar Bildchen, die sich so in den letzten 10 Tagen angesammelt haben, bei kleinen Stündchenründchen alleine.

    Stammt alles aus der Peripherie von Mannheim, so etwa Käfertal und Käfertaler Wald.
    Einige Arten hatten da einen recht ordentlichen Schub, der wird aber durch das erstmal sehr beständige Ekelwetter in den kommenden Tagen nun abrupt abgewürgt.


    Relativ ungeordnet, nur so +/- in alphabetischer Reihenfolge, so wie die halt bei mir im Ordner liegen.


    Agaricus litoralis (Gedrungener Egerling):



    Agaricus xanthoderma (Karbolegerling):


    Amanita phalloides (Grüner Knollenblätterpilz):


    Amanita cf subnudipes (vermutlich Weißstieliger Safranstreifling):



    Der bekommt aber demnächst noch eine eigene, ausführlichere Diskussion.


    Callistosporium luteoolivaceum (Gelbblättriger Scheinrübling):


    zusammen mit irgendeinem der vielen Täublinge, die ich nicht erkenne.


    Calocera viscosa (Zwergerlfeuer):


    Geastrum triplex (Halskrausenerdstern):


    Gymnopus luxurians (Üppiger Rübling):


    Gyroporus castaneus (Hasenröhrling), hier in ungewöhnlich fetten & blassen Fruchtkörpern:




    Hortiboletus bubalinus (Bubalinusröhrling):


    Lenzites betulina (Birkenblättling):


    Psathyrella candolleana s.l. (Behangener Faserling):


    ...und die Westflanke der selben Kollektion mit Laetiporus sulphureus (Schwefelporling) im Hintergrund:


    Rheubarbariboletus armeniacus (Aprikosenfarbener Röhrling):



    Rhodocybe gemina (Würziger Tellerling):


    Xerocomellus cisalpinus (Starkblauender Rotfußröhrling):



    LG, Pablo.

  • Hallo.


    Wegen der Variation der Hutfarben und der Stielnatterung?
    Ja, dachte ich auch erst. Aber das geht fließend ineinander über und scheint vor allem abhängig vom Alter der Fruchtkörper, Beschattung und Wuchsgeschwindigkeit zu sein.
    Aber warten wir's mal ab, wie gesagt, zu denen backe ich noch ein wenig wass Ausführlicheres zusammen, wo man das eingehender diskutieren kann.



    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo,

    ja, jetzt zeigen sie sich wieder. Die Pilze sind zuverlässig, obwohl ein Teil der Wälder stirbt. Das gibt ordentlich Futter für die Sapros.


    Schöne Sachen kann man bei Dir finden. Vor dem Würzigen Tellerling graut mir. Den würde ich nie erkennen. Der passt in so gar keine Schublade. Die Aprikosenfarbenen würde ich auch gern einmal sehen. Die sind schon etwas Besonderes. Von Rüblingen und Scheinrüblingen habe ich überhaupt keine Ahnung, deshalb finde ich es besonders schön, dass Du Arten zeigst, die hier nicht oft zu sehen sind.


    Mich beruhigt außerordentlich, dass Du schreibst, dass Du den Täubling nicht kennst. Ich habe mich heute mit 8 Persern herumgequält. Wie viele ich richtig bestimmt habe, wird demnächst eine Anfrage im Forum klären. Ein Täubling ist auf alle Fälle offen geblieben - und wird es wohl auch. Verflixte Gattung.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

  • Morgen!


    Ach, leider war das zumindest in der Ebene nur ein kurzes Strohfeuer, und ist jetzt auch schon wieder am Ende.

    Leider wird hier das Wetter mindestens bis Mittwoch / Donnerstag noch ekelhaft bleiben, und ob es sich danach wieder konstant bessert, ist sehr unsicher.

    Um auch in der Tiefe eine normale Bodendurchfeuchtung zu erhalten, bräuchte man hier in der Region mal so mindestens 8-10 Monate hintereinander mit deutlich überdurchscnittlichem Niederschlag (pro Monat 120% bis 150% der Durschschnittsmenge), wobei die Niederschläge dann auch nicht auf ein Mal kommen dürften, sondern +/- kontinuierlich.
    In der ersten Augusthälfte war das Wetter zwar schön, hat aber auch nur den obersten Bodenschichten einigermaßen Feuchtigkeit gespendet.
    Darunter sind die Böden metertief völlig ausgedörrt und der Grundwasserspiegel steht irgendwo bei Australien.
    Immerhin sieht's im Odenwald noch besser aus, die Böden da können Niederschläge halt viel besser speichern als die Sandböden der Oberrheinebene.

    Und je weiter nach Süden und Osten, desto besser sieht's zur Zeit mit der Bodendurchfeuchtung aus.



    LG, Pablo.

  • Ahoj, Ralph,


    das ist der spitzgebuckelte raukopf.


    LG

    Peter

  • Ahoj Peter,


    vielen Dank! Ich hatte schon an einen dieser Gift-Rauköpfe gedacht...

    Trotzdem: Pilzberaterprüfung setzen Sechs ;)


    Ende Juli 2017 hatte ich so was in der Art bei Ulm, an der Grenze zwischen einem jungen Fichtenforst und einem Laubmischwald gefunden.

    Ich hatte mir notiert: Hüte 6-7cm, Geruch muffig, nach altem Keller (für mich sehr angenehm, da wir als Kinder gerne alte Pfarrhauskeller etc. durchstöberten :S)



    Ist das der andere (orellanus)?


    Liebe Grüße

    Ralph

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