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letzter Beitrag von Beorn am

2019 - (Speise-) Pilze in Baden-Württemberg

  • Servus Feinschmecker,


    ist an den Verpeln überhaupt was dran (dünnfleischig, wenig Masse...)? Lohnt sich das überhaupt (geschmacklich)?

    Böhmische Verpeln empfinde ich persönlich als schützenswert an, da in der Fläche sehr selten und nur lokal teils sehr häufig. Sollte man da nicht lieber auf die schönen, häufigen, gelben Speisemorcheln warten?


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • ... die schönen, häufigen, gelben Speisemorcheln warten?

    Hallo Christoph,

    wo bitte sind die schönen Speisemorcheln häufig?

    Mag sein, dass ich einfach immer zu spät dran bin und die Franzosen und die Eingeweihten schneller waren.

    So es nicht wie in den letzten Jahren dürre Frühlinge gibt. Ich habe schon länger keine mehr verspeist.

    Letztes Jahr habe ich die ersten beiden böhmischen gefunden. Ich hatte den Fund noch gar nicht verkraftet, da kam jemand zur Pilzberatung mit einem Korb voll. (wie die geschmeckt haben, hab ich leider nicht erfahren)

    Austern habe ich diesen Winter gar keine gesehen und die wenigen Samtfüße zur falschen Zeit.


    Gruß Alis

  • Servus Alis,


    dann bin ich hier in meiner Gegend wohl verwöhnt. An der Isar und am Lech sind die gelben (und nicht gelben) Speisemorcheln Massenpilze. Selbst letztes Jahr musste ich nur einmal für ne halbe Stunde im Auwald sein, um für die ganze Saison genug Mrocheln trocknen zu können.

    Das "häufig" bezieht sich wie immer auf das richtige Biotop. Kalkböden, Auwald, Hartholzaue, viele alte Eschen.


    Die Böhmischen Verpeln sind aber auch bei mir eine Rarität, auch wenn, sollten sie mal fruktifizieren, an einem Platz durchaus in großen Mengen kommen. Ich würde die aber nie für Speisezwecke sammeln, da ich solche Raritäten nicht essen würde. ;-)


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Hallo zusammen!


    Ich habe dem Start ins neue Jahr mal ein eigenes Thema gegeben.
    Damit sollte die (vor allem speisepilztechnisch) deutlich unterwertige Saison 2018 abgeschlossen sein.


    Wobei ich ja hoffe, daß es dieses Jahr nicht noch schlimmer kommt. Mal abgesehen vom Schwarzwald ist die Niederschlagsmenge in den meisten Teilen des Landes in den ersten drei Monaten ja noch deutlich geringer als im Referenzzeitraum 2018.
    Soll heißen: Die Wälder zumindest bei mir in der Umgebung (Kurpfalz, Nordbaden), ssind völlig ausgedörrt, vertrocknet - da wächst gar nichts zur Zeit. Selbst Krusten sind kaum zu finden, auch in den Auwäldern nicht, die eigentlich feucht sein sollten zu dieser Zeit. Sind sie aber nicht, es knuspert der Boden, wenn man darüber geht.


    Hoffentlich schließt sich möglichst bald ein besserer Witterungsverlauf an als letztes Jahr, sonst kann man das auch 2019 ziemlcih schnell einfach abhaken.


    Insofern: Normalerweise sind die Speisemorcheln (gelb wie grau) bei mir in der Gegend schon deutlich häufiger als die Böhmischen Verpeln, die ich nur von einem Standort in der Nähe kenne. Ebenfalls häufig dagegen sind Käppchenmorcheln, Morchelbecherlinge. Relativ selten (aber noch häufiger als Böhmische Verpeln) sind hier Fingerhutverpeln.

    Kulinarisch finde ich persönlich übrigens die Morchelbecherlinge noch am besten, aber auch die gewöhnlichen gelben und grauen Speisemorcheln deutlich besser als Käppchenmorchel, Böhmische Verpel und Fingerhutverpel.

    Und dennoch reichen die für meinen persönlichen Geschmack nicht an ein paar schöne Steinpilze, Glucken, Parasole oder ein gutes Fuder Stockschwämmchen ran. Obwohl ich das Gemörch ja durchaus mag, sogar ohne Dill. Ausnahme sind die eher faden Spitzmorcheln, wobei ich da allerdings auch nur die Rindenmulchsippe kenne, die man im grunde nur getrocknet genießen kann, wenn da noch sowas wie ein vernünftiger Geschmack rauskommen soll. Da funktionieren aber dann die im Herbst hier massenhaft vorkommenden Sandröhrlinge getrocknet noch besser.



    LG; Pablo.

  • Hallo zusammen,


    gestern habe ich meine ersten Morcheln dieses Jahr gefunden. Klein aber fein, leider sehr wenig - gerade fünf Stück.

    Es geht endlich mal richtig los mit den Pilzen, und das ist ganz toll!


    Meine #1 für 2019!


    Tintlinge wachsen gerade in Büschel.


    Getigerte Sägeblättlinge


    Junge Buckeltrameten


    Ein frischer Maiporling


    Diesen Pilz kann ich nicht bestimmen


    Die Gesamtausbeute von gestern - jeweils fünf kleine Morcheln und getigerte Sägeblättlinge.

  • Hi.


    RiMuMo - Dinger habe ich letztens hier und da in Gärten gesehen - ganz schöne Brummer teilweise, aber da hat man ja selten eine Kamera dabei.

    Die Lamellenpilze zum schluss sehen witzig aus. An irgendwas erinnern die mich, aber ich komme nicht drauf. Müsste ich vermutlich auch direkt in der Hand haben und käme dann trotzdem nicht drauf.



    LG; Pablo.

  • Hallo Alexander,


    :thumbup:


    Das macht Spaß, gell? Wenn die Natur erwacht und die Pilze sprießen.


    Liebe Grüße

    Rotfüßchen

    "Pilze sind erst einmal nicht anwesend, sie verstecken, verbergen, verschließen und tarnen sich, aber es gibt eine Wahrscheinlichkeit und eine Hoffnung, sie zu finden. Die Suche bedeutet Aufbruch, Verheißung, Abenteuer, und je vergeblicher und erfolgloser der letzte Pilzgang war, desto mehr Spannung, Erfüllung, Belohnung verspricht der nächste." (Hans Helmut Hillrichs: Pilze sammeln)


    Pilzmärchen

  • Hallo zusammen!


    Die Bilder sind aus BW sowie aus der benachbarten Rheinland Pfalz.


    Heute war die Käppchenmorchel mein Pilz des Tages!






    Speisemorcheln gab es nur vereinzelt:


    Getigerte Sägeblättlinge waren auch da, auf der selben Stelle wie im letzen Jahr, aber nicht mehr so üppig.



    Ein April-Schopftintling!


    Möchte-gerne-Holzkeulen:


    Bärlauch auf einem Baumstump?!


    Und hier sind meine ersten Stockschwämmchen des Jahres, mit grünblättrigen Schwefelköpfen auf dem selben Baumstumpf durcheinander gewachsen:



  • Hi Alex,


    Glückwunsch zu den tollen Funden, aber der Baumstumpf mit dem Bärlauch ist ja einfach der Wahnsinn, dass hab ich wirklich noch nie gesehen.^^:thumbup:

    Hier im Kreis Freudenstadt sprießen die Morcheln auch schon. Gestern hat es leider wieder geschneit.8|

    Mal schauen wie es weitergeht.


    Lg Stefan

  • Glückwunsch zu den tollen Funden, aber der Baumstumpf mit dem Bärlauch ist ja einfach der Wahnsinn, dass hab ich wirklich noch nie gesehen.^^:thumbup:

    Ich auch noch nie :/ Selbst Gallenröhrling und Marone habe ich schon auf Holz gesehen, aber Bärlauch!?

  • Salut, Leute!


    Hier mal noch ein paar Bildchen von der rechten Rheinseite (Kurpfalz). Mit Käppchenmorcheln:




    Und Speisemorcheln:


    Käppchen sind hier recht viele zu sehen in diesem Jahr, auch an Standorten, wo ich sie vorher noch nie gesehen habe. Speisemorcheln: Eher schwach bis durchschnittlich. Aber etwas besser als letztes Jahr bisher.



    LG; Pablo.

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