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letzter Beitrag von Beorn am

Setas de Mallorca - Nov 2018

  • Hallo zusammen,

    Ist für mich nicht das erste Mal im November in Mallorca, aber jedes Mal wieder eindrücklich. Eine kleine Auswahl.


    1. Ölbaumtrichterling (Omphalotus olearius) Ein Massenpilz zu dieser Zeit.


    2. Krokodilritterling (Tricholoma caligatum) Der bei uns sehr seltene Pilz ist recht häufig)


    3. Ein paar weitere Ritterlinge...

    Der Orangerote scheint sicher.





    Der Rotfüssige T. basirubens wohl auch.



    Jetzt wird es fraglicher... Brandiger?



    Ein schönes zweifarbiges Halsband. Für mich trotzdem ein unklarere brauner Ritterling.


    Und nochmal einer ohne Plan.



    4) Grüneichen Rauhfuss L. lepidum



    5) Anhängselröhrling



    6) Wolfstäubling R. torulosa... mein persönliches Highlight!




    7) Ein paar weitere bekannte Kandidaten




    8) Zum Schluss noch diesen da. Sehr unsicher... offenbar ist der Schöngefärbte Röhrling (B. pulchrotinctus) dort recht verbreitet. Ich hab den noch nie gefunden. Hab nur dieses einte Exemplar.



    Hoffe ihr hattet etwas Spass.

    Stephan

  • Hallo, Stephan!


    Wahnsinn, was für wunderbare Pilzfunde! :thumbup:
    Aber es war ja auch reichlich nass auf den Inseln in letzter Zeit, phasenweise sogar deutlich zu nass.


    Krokodilritterling: Ja, entweder Tricholoma caligatum oder Tricholoma anatolikum oder Tricholoma ilkkaii. Die drei könnte ich derzeit nicht auseinanderhalten, mangels eigener Funde in dem Bereich.

    Tricholoma aurantium ist eindeutig.

    Tricholoma basirubens: Da bin ich sehr skeptisch. Man bräuchte immerhin noch die Farbe des Basismycels, den Geruch und müsste auch mal ein paar fruchtkörper über nacht liegen lassen, um Verfärbungen zu beobachten. Tricholoma atrosquamosum und Tricholoma orirubens sind ohne das nicht zu unterscheiden.
    Die hier sehen allerdings eher wie Tricholoma terreum bzw. eine Art aus der Gruppe aus, und die Stielbasis eher gilbend als rötend. Sowas kann bei vielen Arten auftreten, auch als Artefakt, wenn die zu nass / zu trocken / zu kalt / zu warm oder irgendwie was it Parasiten haben.

    Der "brandige" und der danach ist beides die gleiche Art (mit unterschiedlich alten fruchtkörpern), nämlich Tricholoma batschii.
    Der letzte Ritterling (ohne Plan) gehört wohl irgendwie ins Aggregat "Tricholoma stans", bzw. das, was südeuropäische Autoren darunter verstehen.


    Die "Anhängselröhrlinge" sind auch Leccinum lepidum. Siehe Verfärbungen + fehlendes Stielnetz. :gzwinkern:

    7b) also nach den Amaniten, sind >Purpurfleckende Schnecklinge<.

    Anschließend Spechttintlinge (Coprinopsis picea).

    Den schwarzen vor dem Saftling hätte man noch umdrehen können, um die Stacheln zu sehen. Und einen Trocknen, der dann nach Maggi gerochen hätte. Das dürfte >Phellodon niger< sein.

    Der Röhrling zum Schluss ist Boletus lupinus (Wolfsröhrling).



    LG; Pablo.

  • Hallo Stephan!

    Danke für diesen Mallorca-Kurzurlaub! Der Wolf ist ja wirklich wunderhübsch mit dem roten Stiel.

    Hast Du auch mal versucht, die Bioluminiszenz auf Bild festzuhalten?

  • Hallo zusammen,

    Der Kroki roch deutlich nach Fisch!

    Wolfsröhrling! Wow! Ein Erstfund dann!


    Einige dieser „Anhängsel“ gaben mir schon Kopfweh! Kein Netz ja, aber dafür ein MuseumsAppendix.

    @Pablo: Für Dich kein Zweifel? Alles Raufüsse? Auch der in meiner Hand?


    Beste Grüsse

    Stephan

    Ein Pilzler Namens Guschti Frei

    fand im Wald ein Hexenei.

    Voll Gwunder pocht er ein`ge Male

    an die butterweiche Schale;

    ob wohl ein Vogel drinnen sei?


    Chipcount 94-15 Beitrag APR2017, +10 Platz 8 (APR2017), +14 Platz 2 (Platzwette APR2017), -15 Beitrag APR2018

  • Tuppie : Ich habe locker 1000 ÖlbaumTrichterlinge gesehen. Meinste es hat einen in meiner unmittelbarer Umgebung, den man auch in der Nacht ankucken kann? Nope :rolleyes:


    Mitnehmen funktioniert anscheinend auch schlecht!

    Ein Pilzler Namens Guschti Frei

    fand im Wald ein Hexenei.

    Voll Gwunder pocht er ein`ge Male

    an die butterweiche Schale;

    ob wohl ein Vogel drinnen sei?


    Chipcount 94-15 Beitrag APR2017, +10 Platz 8 (APR2017), +14 Platz 2 (Platzwette APR2017), -15 Beitrag APR2018

  • Hallo, Stephan!


    Der mit dem dicken Stiel in deiner Hand dürfte halt noch jung sein, darum die Stielschuppen fein und Ton-in-Ton.
    Beim Durchschneiden dürfte es nach kurzer Zeit klar werden, denn die laufen ja rosagrau und zuletzt grauschwarz an, niemals aber blau. Entsprechende Dickröhrlinge (die so ählnich aussehen) würden entweder gar nicht oder blau verfärben.



    LG; Pablo.

  • Servus Stephan,


    zu den meisten wurde ja schon alles gesagt :-). Der Wolfsröhrling ist toll! Rubroboletus pulchrotinctus hätte ein Stielnetz und blaut meist nur im Hut - und stinkt nach Satanspilz.


    Deine Russula torulosa - wie hat die denn geschmeckt,also wie scharf war die denn?


    Und zu dem gelben Glibberdingens - war an dem Baumstamm zufällig auch ein Stereum - nicht, dass das Tremella aurantia ist.


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Hallo Stephan


    Wolfsröhrling passt ohne zweifeln ,


    Vergleichsbilder :


    Schöngefärbte Röhrling - R. pulchrotinctus


    -


    Wolfsröhrling - R. lupinus


    -


    Wegen Ölbaumtrichterlinge , ich habe bei Nachtbeobachtung keine Leuchtende Pilze gesehen . Auch ist bei mir ist Häufig .


    -


    LG beli !

  • Hallo Beli!

    Danke auch für Deine Infos zu den Ölbaumtrichtern. Irgendjemand hat sie doch mal fotografiert, die Violumunoszenz. Derjenige sprach von einer Langzeitbelichtung in der Nacht, war das nicht sogar hier im Forum?

  • Danke für Eure Antworten... lerne grad ne Menge über Mediterranpilze.


    @Christoph: Der Wolfstäubling war scharf, aber erträglich scharf und nicht lange anhaltend. 2Proben :)

    Ein Pilzler Namens Guschti Frei

    fand im Wald ein Hexenei.

    Voll Gwunder pocht er ein`ge Male

    an die butterweiche Schale;

    ob wohl ein Vogel drinnen sei?


    Chipcount 94-15 Beitrag APR2017, +10 Platz 8 (APR2017), +14 Platz 2 (Platzwette APR2017), -15 Beitrag APR2018

  • Hallo Beli!

    Danke auch für Deine Infos zu den Ölbaumtrichtern. Irgendjemand hat sie doch mal fotografiert, die Violumunoszenz. Derjenige sprach von einer Langzeitbelichtung in der Nacht, war das nicht sogar hier im Forum?

    Hallo Tuppie


    Mit Auge habe nicht gesehen . Habe ein paar Internet Fotos gesehen wo an Bild Ölbaumtrichterling Leuchtet . Vielleicht Kamerablitz macht Künstliche Beleuchtung ? Bei Normale Pilze an dunkle stelle in Wald mit Kamerablitz Fotografierte auch kommen komische Beleuchtung . Nächstes mall ich mache ein großes Test , mit Ledlampe usw.


    LG beli !

  • Servus Stephan


    @Christoph: Der Wolfstäubling war scharf, aber erträglich scharf und nicht lange anhaltend. 2Proben :)


    ah, sehr interessant, danke. Mir geht es hier um die Abtrennbarkeit oder Nichtabtrennbarkeit von Russula fuscorubra, die scharf ist, während Russula torulosa s.str. fast mild ist. Ich habe aber erst einmal selbst Russula fuscorubra gefunden - der war für mich wirklich mild (ich esse aber Chillies, habe daher ein etwas anderes Schärfeempfinden). Russula fuscorubra hingegen ist brennend/beißend scharf. Russula torulosa dürfte mehr ozeanisch verbreitet sein, während Russula fuscorubra weiter nach Osten vorzustoßen scheint. Jedenfalls ist das mein Eindruck.


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Hallo Beli!

    Nein, Du darfst gar nicht beleuchten, nur langzeitbelichten, D. H. so lange wie möglich (vielleicht mal 30 Sekunden) belichten. Vielleicht klappt das?!

  • Was für schöner Bericht! Was den Ölbaumpilz betrifft: Einigermaßen frischen Ölbaumpilz mitnehmen (!) und mit Lamellen nach oben in einen stockdunklen Raum legen. Kein Licht, warten bis sich die Augen daran gewöhnt haben und glaubt mir, das sieht man! Ein eigenartiges, fahles, grünliches Leuchten an den Lamellen. Wie man das fotografisch als Einsteiger umsetzen kann, frag ich mich allerdings seit langem, da würde ich auch mal über ein paar Ideen bzw Foto-Technik-Tipps freuen.

    Schönen neuen Tag, Eberhard


    PS, ich sehe gerade, da gibt's schon einen Fototipp von Tuppie :)

    Chiprechnerei:
    202 (Leben vor d. APR 2018) - 20 (für selbiges) + 16 (für den 2. dann); +7 (Segmentwette) +9(Treppchenwette) +11 +2 für '0'm\ - und pvalschpvahl, +10(+1Pilzwette) -2 (Top6wette#2), -2 und +10(Top6wette#3)... Sind 243

  • Und nochmal einer ohne Plan.

    Hallo Stephan,


    tolle Funde und Bilder um diese Jahreszeit. In Malle ist ja auch eben Hochsaison.

    Zu den Ritterlingen wurde ja schon alles gesschrieben. Ich glaube allerdings nicht, dass der "ohne Plan" Pilz ein Ritterling aus dem T.stans Aggregat ist. Mit dieser samtigen Oberfläche und der bereiften Stielspitze habe ich Zweifel, ob es überhaupt ein "echter" Ritterling ist.


    Grüßlis Ingo

  • Hallo Stephan,


    schöne Bilder!


    Die meisten könnten auch hier in Portugal stehen. Nur haben wir momentan hauptsächlich Amanitaceae und Röhrlinge. Die Täublinge und Ritterlinge kommen etwas später.


    Wo hast du den Ölbaumpilz gefunden? Bei uns wachsen die vor allem unter Olivenbäumen. Heute hab ich allerdings auch einige an Stellen gefunden, wo es keine Olivenbäume gibt. Es stehen Eichen, Arbutus unedo und Baumheide in der Nähe. Es eignen sich also auch andere Bäume als Wirtspflanzen.


    Ich hab mich schon im Dunklen mit dem Pilz hingesetzt, aber Leuchten hab ich auch noch nicht gesehen, und für Langzeitaufnahmen fehlt mir das Stativ.


    lg. Dieter

  • Hallo !


    Ich habe diese - Und nochmal einer ohne Plan - total verpasst und nach Ingos Kommentar nachgeschaut . Es gehet um keine Tricholoma sp . es ist Leucopaxillus gentianeus


    LG beli !

  • Buenos tardes!


    Gefällt mir eigentlich besser, die Idee mit dem Krempenritterling. :thumbup:

    Ob's denn der Bittere ist... Ich tue mich da schwer mit der makroskopischen Ansprache, der scheint wohl variabel zu sein. Hatte ich nur einmal in der Hand, und da sah der fast aus wie ein "irgendwie komischer" Würziger Tellerling, nur halt unglaublich bitter im Geschmack (was aber viele der braunen Ritterlinge ja auch wären).
    Könnte man pbrigens mit Sporenabwurf und Melzer schön überprüfen: Leucopaxillus weiß und amyloid, Tricholoma weiß und inamyloid.



    LG, Pablo.

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