Beiträge von DieterB


    Hallo Oehrling,


    danke für die Antwort. Das mit der Lamellendicke ist mir auch aufgefallen, allerdings wusste ich nicht, wie dick die Lamellen bei den Dickblättrigen sein sollen. Mir fehlt da die Vergleichsbasis.


    Du hast recht, in Japan und Taiwan gab es Fälle von tödlicher Vergiftung durch Russula subnegricans. Es wurden bisher keine derartigen Fälle in Europe bekannt. Das Gift soll wie bei T. equestre wirken. Es baut das Muskelgewebe ab, was zu Herzstillstand oder Ersticken führen kann, oder aber zum Nierenversagen, weil die Abbauprodukte vom Muskelgewebe zur Überlastung der Niere führen. 2 bis 3 Pilze können bei Menschen zum Tod führen.


    Der Hinweis kommt gerade zur richtigen Zeit, weil beim Weihnachtsessen ein Nachbar meinte, dass man auch unbekannte Täublinge essen kann, weil es keine giftigen Täublinge gibt.


    Wie im verlinkten Text beschrieben, ist die sicherste Art Täublinge zu bestimmen, den Pilz mit voller Kraft gegen den nächsten Baum zu werfen. Wenn er in viele Stücke zerbricht, weiß man, dass man einen Täubling gefunden hat, den man dann aber nicht mehr bestimmen kann. :D


    Das mit der Farbveränderung versteh ich nicht recht. Als Erstes, ist der Pilz zwar im jungen Stadium weißlich mit dunklen Flecken. Er wird aber nicht durch „Malträtieren“ dunkel, sondern dadurch, dass er beim wachsen dem Licht ausgesetzt ist, wie das auch für den Dickblättrigen Schwärz-Täubling beschrieben ist.


    Zweitens weiß ich nicht, wie es zur Rötung kommt. Denn wenn ich die Pilzoberfläche durch Druck oder Einschneiden beschädige entstehen keine roten Flecken. Und die Schnittfläche wurde langsam schwarz, ohne vorher rot zu werden. Also, ich kann mir nicht erklären, wie es zu den roten Flecken gekommen ist.


    Lg. Dieter

    Hallo, heute gefunden im Laubwald in Portugal:


    Hut: bis zu 18 cm breit, jung weißlich mit grau-braunen Flecken, alt grau braun,

    Stiel: jung weißlich später grau braun – heller als der Hut

    Lamellen: weißlich, sehr zerbrechlich

    Fleisch: fest, schwärzend im Schnitt

    Geschmack: mild in Fleisch und Lamellen

    Besondere Merkmale: rote Flecken auf Hut, Stiel und Lamellen


    Die Merkmale passen mit denen des Dickblättrigen Schwärz-Täublings (Russula nigricans) überein. Gibt es Verwechslungsgefahren?


    Lg. Dieter




    Hallo Wutzi,


    danke für die Bestätigung. Die hab ich gestern gefunden. Hier in Portugal gibt es Pilze nur im Winter. Im Sommer ist es zu trocken. Wir haben jetzt Tagestemperaturen von ca. 19 Grad. In den nächsten Tagen soll es etwas kälter werden, aber nicht unter 15 Grad.


    lg. Dieter

    Hallo,


    das ist ein Erstfund für mich. Ich hab noch nie eine Lorchel gesehen. Nach meinem Pilz Buch ist das eine Gruben-Lorchel (Helvella lacunosa). Der Hut ist schwarz und der Stiel ist schmutzig weiß, wobei der obere Teil dunkler ist. Der Stiel hat tiefe Längsfurchen. Der ganze Pilz ist 6,5 cm hoch. Ich hab den Pilz in Portugal im Kies unter einer Eiche gefunden.


    Kann jemand diesen Fund bestätigen, oder gibt es andere Möglichkeiten?


    Lg. Dieter




    Hallo Rudi,


    das sind die Blueten des Erdbeerbaums (Arbutus unedo). Der Baum blueht im Winter wenn ein Teil der Roten Beeren noch am Baum haengt. Die Baeume werden ca. 6 bis 8 Meter hoch und vertragen die Trockenheit im Sommer sehr gut. Die Beeren werden zur Schnapps-Destillation verwendet.


    lg. Dieter



    Hallo Peter, hallo Norbert,


    danke für die Bestätigung.


    Ich hab mir nochmal alte Bilder vom Perlpilz angesehen. Die Rötung in der Schnittfläche scheint hauptsächlich in der Stielmitte, bzw. an der Basis oder unter der Huthaut aufzutreten. Aber das Fleisch bleibt in den meisten Fällen relativ weiß.


    Es gibt wohl keinen Zweifel daran, dass es sich um Perlpilze handelt.


    lg. Dieter



    Hallo,


    bei diesen Pilzen sind Hutfarbe, Ring, Knolle und Geruch wie sie beim Amanita rubescence sein sollen. Das einzige, was mich ein wenig beunruhigt hat, ist, dass das Fleisch im Schnitt keinerlei Rötung aufweist. Sind das trotzdem Perlpilze?


    lg. Dieter



    Der Witz an der Sache ist ja, dass der Mensch, der als Krönung der Schöpfung sich das Recht herausnimmt, andere Arten ohne Wimperzucken auszurotten, dabei seine eigene Überlegenheit darauf begründet, dass er angeblich das einzige Wesen ist das Humor versteht. Ob das wirklich so ist sei dahingestellt. Auf alle Fälle ist aber Selbstironie immer noch besser als Witze die auf Kosten anderer gehen.

    Plants' ability to slow climate change depends on their fungi


    In kurz, was der verlinkte Text besagt ist, dass die Fähigkeit der Pflanzen, den Klimawandel zu verlangsamen, von ihren Pilzen abhängt.


    In Versuchen hat man festgestellt, dass ein erhöhter CO2 Gehalt in der Luft zu stärkerem Pflanzenwachstum führen kann, was wiederum dazu führt, dass die Pflanzen bis zu 30% mehr CO2 aus der Luft entnehmen können.


    Die sogenannte CO2-Düngung funktioniert aber nicht bei allen Pflanzen. Neuere Untersuchungen zeigen, dass Pflanzen mit Ektomycorrhizapilzen (ECM) ein erhöhtes Wachstum bei steigendem CO2 Gehalt aufweisen, wogegen Pflanzen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM) kein erhöhtes Wachstum zeigen.


    ECM Pilze sind üblicherweise mit Waldpflanzen assoziiert und AM Pilze mit Wiesenpflanzen.

    Hallo Pablo,


    ich bin kein Wissenschaftler, aber es erscheint mir Einleuchtend, dass Pilze am besten geeignet sind, CO2 im Boden zu speichern. Wir können Menschen auf den Mond schießen, aber unser Wissen über das Bodenleben unter unseren Füssen ist noch sehr unvollständig.


    Pilze haben natürlich auch eine wichtige Funktion in der Zersetzung von organischen Materialien. Es würde mich nicht wundern, wenn zukünftige Lösungen zum Klimaschutz aus der Mykologie kommen.


    Paul Stamets ist ein amerikanischer Mykologe. Sein Enthusiasmus für Pilze mag manchen suspekt erscheinen, aber an seinem Fachwissen gibt es keinen Zweifel.


    6 Ways Mushrooms can Save the World.


    Leider scheint der eingeschlagene Weg zur Zeit noch in die Gegenrichtung zu gehen. So werden immer mehr Privatwälder über Waldbau-vereinigungen möglichst kostenoptimiert bewirtschaftet und mit Hilfe von Harvestern und schweren Ŕückemaschinen abgeerntet. Man kann nur hoffen daß die Generation nach uns mehr und mehr umweltverträglichere Methoden nutzt.

    Hallo Gerald,


    für die nächste Generation kann es bereits zu spät sein.


    Wir haben kaum Einfluss darauf, welche Entscheidungen die Politik oder die Wirtschaft, für unsere gemeinsame Zukunft treffen. Sie sind selbst Getriebene - von den Umfragewerten oder der Gewinnoptimierung. Alles was wir tun können, ist in unserem eigenen Verhalten nach Nachhaltigkeit zu streben, als Konsument, als Wähler, als Land- oder Forstwirt oder als jemand, der sich für Pilze interessiert.


    Landbau muss nicht unbedingt Bio sein. Auch im konventionellen Anbau ist Gründüngung, Kompostieren usw. möglich, um den Humusgehalt im Boden zu erhöhen. Durch die richtigen Anreize können Landwirte motiviert werden, den Boden zu verbessern, sogar mit industriellen Methoden. Der organische Anteil in traditionell mit Stallmist bewirtschafteten Böden kann bis zu 12% betragen. Ich hab sogar von sehr fruchtbaren Böden mit bis zu 30% organischem Anteil gehört. Durch Kunstdüngung sowie vielerlei Chemikalien ist der organische Anteil in nur wenigen Dekaden in vielen Anbauflächen jedoch auf 1 oder 2% gefallen. Da gibt es sehr viel Spielraum, um CO2 in Form von Humus im Boden zu speichern.


    Ob eine im Rahmen des Klimaschutzes geförderte Maßnahme wirklich sinnvoll ist, kann ganz leicht nachgewiesen werden indem der organische Anteil im Boden gemessen wird.


    Auch in der Forstwirtschaft werden wir nicht ohne industrielle Methoden auskommen. Wir können nur versuchen, das Aufforsten so schonend wie möglich zu gestalten, Monokulturen zu vermeiden und schon beim Aufforsten daran zu denken, wie z. B. Pilzkulturen gefördert werden können. Das Einimpfen von Pilzen steckt noch in den Kinderschuhen, aber wenn es gelingt, kann das sogar einen wirtschaftlichen Nutzen haben, weil Bäume besser wachsen und sich besser vor Krankheitskeimen schützen können, wenn sie durch ein ausgedehntes Netzwerk von Pilzen ernährt werden. Sogar die Fruchtkörper von Speisepilzen können dem Betreiber noch einen Nebenerwerb verschaffen, wenn sie in ausreichender Menge wachsen.


    Und falls es tatsächlich gelingen sollte, wirtschaftliche Methoden zur industriellen Sequestrierung von CO2 aus der Atmosphäre zu entwickeln, kann es gut sein, dass Pilze auch dabei eine wichtige Rolle spielen.


    Lg. Dieter

    PS: Mir ist gerade eingefallen, dass die meisten Pinienwälder in unserer Umgebung durch Krankheitsbefall sterben. Nur drei sehr große Pinien in einem Eukalyptus-Wald gegenüber unserem Gelände scheinen keinerlei Krankheitsbefall zu haben. Dafür produzieren sie jedes Jahr sehr viele Pilze. Neben einigen bisher nicht identifizierten Pilzen wachsen dort Täublinge, Röhrlinge, Ritterlinge und eine große Menge Edelreizker, Pfifferlinge und Semmelstoppel Pilze für den Kochtopf. Leider sind zwei der Pinien schon umgekippt weil sie durch die Eukalyptus-Bäume verdrängt werden. Trotzdem hatten wir in diesem Jahr schon 4 Pilzmahlzeiten von der einzigen verbleibenden Pinie obwohl die Pfifferlings- und Semmelstoppel-Saison noch nicht einmal angefangen. Ich glaube es ist kein Zufall, dass andere Pinien sterben und nur die Pinien mit den Pilzen überleben.


    Im ersten Bild stehen noch 2 Pinien vor dem abgeholzten Eukalyptus-Wald links und unser Gelände rechts. In diesem Frühling ist dann die zweite Pinie umgekippt (Bild 2) - direkt auf unsere Einfahrt.



    In der öffentlichen Debatte zum Klimawandel liegt der Fokus heute auf der Vermeidung von Treibhausgasen. Mindestens genauso wichtig sind aber die Kapazitäten, Treibhausgase dauerhaft aus der Atmosphäre zu entnehmen. Dabei spielen Pilze eine wichtige Rolle.


    Im Kreislauf der Gase zwischen Luft, Pflanzen und Boden ernähren sich die Pflanzen mittels Photosynthese durch Entnahme von CO2 aus der Luft. Ein Teil des Kohlenstoffdioxids wird bei der Verrottung wieder an die Atmosphäre abgegeben. Ein anderer Teil wird durch Wurzeln und assoziierte Pilzgeflechte als Humus im Boden gespeichert.


    Humus bildet fruchtbare Erde, die Pflanzen und damit auch die Tierwelt ernährt. In der traditionellen Humusforschung wird Huminsäure als wichtigster Bestandteil angesehen. Erst 1996 ist es gelungen nachzuweisen, dass Humus ca. 4 Mal mehr Glomalin als Huminsäure enthält. Glomalinist ein Glykoprotein, das von Mykorrhizapilzen auf Hyphen im Boden produziert wird.


    Es reicht also nicht Bäume zu pflanzen, um den CO2 Gehalt in der Luft zu reduzieren. Das CO2 muss auch noch dauerhaft im Boden gespeichert werden. Wenn durch Aufforsten die ursprüngliche Vegetation mit einer Vielfalt von Pilzen durch Bulldozer gerodet wird, um eine Monokultur zu pflanzen, kann aber das genaue Gegenteil passieren. Durch das Roden wird die Boden-Ökologie zerstört. Humus oxidiert an der Bodenoberfläche und die Vielfalt der Pilze wird reduziert. Der Boden verliert also Humus und gleichzeitig die Fähigkeit CO2 im Boden zu speichern. Wenn dann noch das Holz zur Papierherstellung oder anderer gewerblicher Zwecke genutzt wird, verliert der Boden nicht nur an Humus sondern die Emissionen steigen noch durch die Aufforstung.


    Auf den 14 Hektaren unseres Geländes mit der ursprünglichen Vegetation finde ich mehr Pilze als auf hunderten von Hektaren Eukalyptus-Plantagen in unserer Umgebung. Ich kann oft stundenlang durch den Wald gehen ohne einen einzigen Pilz zu finden. Wenn ich dann frustriert zu uns zurückkehre, dauert es meistens nur wenige Minuten bis ich auf Pilze stoße, oft sogar gute Speisepilze. Die Masse und die Vielfalt von Pilzen sind also viel grösser mit ursprünglicher Vegetation, auch wenn die z. T. nur aus Gestrüpp besteht, als in den aufgeforsteten Wäldern. Jedes Mal wenn ein Stück Land aufgeforstet wird, gehen wieder tonnenweise Pilze verloren.


    Der Kohlenstoff, der in der Atmosphäre als CO2 überschüssig ist, fehlt dem Boden als Humus. Dadurch sinkt die Bodenfruchtbarkeit und der Boden kann nur noch durch Kunstdüngung Nutzpflanzen zu unserer Ernährung erzeugen. Durch die Kunstdüngung steigt wiederum der Ausstoß von Treibhausgasen.


    Um diesen Teufelskreislauf zu durchbrechen, müssen wir uns der Funktion von Pilzen im Kreislauf der Gase stärker bewusst werden. Trotz der öffentlichen Debatte zum Klimawandel und allen Maßnahmen, die mehr oder weniger halbherzig bereits unternommen wurden, sind in diesem Jahr die Treibhausgase wieder massiv angestiegen. Die Menschen werden nicht auf die Annehmlichkeiten der Industriegesellschaft verzichten auch wenn dabei der Planet unbewohnbar werden sollte. Die Populisten, die weltweit an Kraft gewinnen, bezeichnen den Klimawandel als eine Konspiration und wollen wirtschaftliches Wachstum um jeden Preis.


    Technische Lösungen zur CO2-Speicherung sind so Energie-Intensiv, dass sie mehr Treibhausgase erzeugen als sie Speichern. Große Geldsummen in Projekte zu stecken, die CO2 nicht nachweisbar dauerhaft im Boden speichern, ist auch nicht sinnvoll. Pilze haben eine wichtige Funktion, um intelligente Lösungen zu finden, die der Atmosphäre CO2 entnehmen und dies dauerhaft in Form von Humus und natürlicher Bodenfruchtbarkeit im Boden speichern.


    Da der Mensch früher oder später den größten Teil der Erdoberfläche nutzen wird, kann die einzige Lösung nur darin bestehen, gewerblich genutzte Flächen in der Land- und Forstwirtschaft so zu bewirtschaften, dass sie geeignet sind eine größtmögliche Menge an CO2 in Form von Humus im Boden zu speichern. Dadurch werden Treibhausgase reduziert und die natürliche Bodenfruchtbarkeit erhöht. Da fast 90% aller Pflanzen mykorrhizale Verbindungen mit Pilzen als eine Art erweitertes Wurzelsystem nutzt und Humus zum größten Teil aus Glomalin besteht, müssen Pilze dabei eine wichtige Rolle spielen.


    Die vielen zusätzlichen Pilze sollten die Mitglieder dieses Forums besonders erfreuen.

    Wie schon gesagt wurde, ist R. sardonia optisch sehr nahe. Dieser Täubling hat meistens ein ausgeprägtes Zitronengelb in den Lamellen und ist im Geschmack sehr scharf und anhaltend scharf. R. torulosa ist meiner Meinung nach erträglich scharf und nicht lange anhaltend.

    Hallo Stephan,


    diese Geschmacksentfaltung entspricht meine Erinnerung von dem Pilz. Auch waren die Lamellen blasser als Zitronengelb. Beides spricht also für R. torulosa.


    lg. Dieter

    Hallo,


    vielen Dank für die Antworten. Ich hab leider keine technische Hilfsmittel zur Bestimmung, aber rein optisch passt R. torulosa gut. Geruch und Geschmack stimmen auch in etwa.


    Ich hab noch einige FK in einem Pinienwald in den Dünen gefunden.


    lg. Dieter



    Hallo Pablo,


    Da war schon ein süßlicher Geruch, aber um das als Honig zu identifizieren muss man es schon vorher wissen.


    Hallo Uwe,


    du hast Recht. Zuerst hab ich gedacht, dass es zwei verschiedene Arten sind. Dann hab ich die beiden im Schnitt verglichen und festgestellt, dass die Form und die Proportionen bei beiden identisch sind. Sogar die Schuppen sehen im Schnitt identisch aus (Bild 19). Weil die dunkleren alle von innen her zerfressen oder anderweitig beschädigt waren, hab ich geglaubt, dass die dunklere Farbe auf dem Hut und am Stiel von den Beschädigungen herrührt.


    Aber außer der unterschiedlichen Färbung des Huts und des Stiels gibt es noch einige andere Unterschiede. Bei C. trivialis sieht man öfter Reste vom Schleier (Bild 18), wogegen bei C. elatior sogar bei jungen FK kein Schleier erkennbar ist. Und dann sind da natürlich noch die Hut-Runzeln bei C. elatior, die du schon erwähnt hast.


    lg. Dieter

    Hallo,


    bei uns in Portugal wachsen diese Schleimfüße (Cortinarius lividochraceus) gerade in großer Anzahl. Ich habe die Gelegenheit benutzt, um FK in verschiedenen Wachstumsstadien und mit verschiedenen Hutfarben und Stielen nebeneinander zu fotografieren. Zuerst habe ich gedacht, dass die Pilze mit dem dunklen Hut und dem dicken Stiel zu einer anderen Art gehören, aber es muss sich wohl um Varianten derselben Art handeln.


    Das erste Bild zeigt die Vegetation mit Korkeichen, Arbutus unedo und Baumheide.


    Lg. Dieter


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    Hallo,


    kennt jemand diesen Becherling?


    Fundort: Laubwald in Portugal

    Hut: ca. 3,5 cm, bräunlich mit leichter violetter Tönung

    Stiel: 0,5 cm


    Nach einiger Zeit hat sich an der Unterseite eine weißliche Schicht gebildet (siehe letztes Bild).


    Lg. Dieter



    Hallo Dieter,


    das könnte Russula sardonia sein oder Zitronblättriger Täubling oder auch Säfernase genannt wegen des rötlich überhauchten Stiels. Aber auch andere änliche Täublinge sind möglich.

    Hallo Weisheit,


    wieso denkst du, dass es Russula sardonia sein könnte? R. sardonia soll doch einen violetten Hut haben. Bei meinem Pilz sehe ich eher ein dunkles Karminrot oder Braun-Rot.


    Ich hab übrigens vergessen zu sagen, dass sich auch eine Pinie in der Nähe befand.


    lg. Dieter

    Hallo,


    bisher hatte ich nicht viel Glück, Täublinge zu bestimmen. Mit diesem Pilz versuche ich es noch einmal, weil der rote Stiel wahrscheinlich doch etwas ungewöhnlich ist.


    Heute gefunden in Portugal:


    Fundort: unter Eukalyptus und Pinie

    Hut: ca. 7 cm, rot, Hutrand nur im Alter leicht gerieft sonst glatt

    Huthaut: ¼ abziehbar

    Stiel: rot, nicht so intensiv wie der Hut

    Lamellen: jung weißlich, alt cremefarben, brüchig

    Fleisch: weiß

    Geruch: unbedeutend

    Geschmack: scharf, schärfer in den Lamellen als im Fleisch


    Ich tippe auf Russula torulosa. Gibt es andere Möglichkeiten?


    lg Dieter



    Hallo,


    Herzlichen Dank für die Antworten. Es gibt wohl keinen Zweifel daran, dass es sich um einen Pilz der Ganoderma lucidum Art handelt.


    Nach einigen Youtube Videos wird der Pilz zur Konservierung üblicherweise ganz oder in Scheiben getrocknet. Der getrocknete Pilz wird zerkleinert und in Wasser längere Zeit gekocht, um einen etwas bitteren Sud herzustellen, der im Kühlschrank einige Tage hält. Das ist die übliche Weise, wenn z. B. das Immunsystem gestärkt werden soll. Der zerkleinerte Pilz kann auch einige Wochen in Alkohol (Vodka) eingelegt werden.

    Der Fruchtkörper auf den Bildern sieht optisch grenzwertig aus,


    Hallo Pablo,


    Diese Frage habe ich mir auch gestellt, zumal der FK nicht sehr appetitlich aussieht. Aber das liegt hauptsächlich daran, dass der FK sehr tief auf der Erde gewachsen ist und deshalb Erde, Blätter, kleine Äste, usw., eingeschlossen hat.


    Das Innere sah ganz gut aus nachdem ich die äußeren Verunreinigungen herausgeschnitten hatte. Ich weiß auch nicht, ob bei Baumpilzen ältere FK wirklich nicht mehr verwendet werden können. Anders als bei anderen Pilzen, trocknen Baumpilze an ihrem Standort wie man sie auch im Dörrapparat trocknen würde – nur eben langsamer. Der FK verfault also nicht wie bei anderen Pilzen.


    Ich hab den FK in Scheiben geschnitten, um ihn im Dörrapparat zu trocknen. Dabei hat er ein ganz umwerfendes Aroma verbreitet. Das war ein sehr würziger Pilzgeruch. Ich hatte fast Lust, hineinzubeißen. Auf alle Fälle habe ich damit das Trockengut und kann mich später immer noch entscheiden, das Trockengut zu verwenden oder auch nicht, je nachdem was ich noch zur Verwendbarkeit von nicht mehr ganz junger FKs in Erfahrung bringe.


    Lg. Dieter


    PS: Ich werde versuchen einige alte Eichenstämme mit Resten meines FKs zu impfen. Gibt es dazu Erkenntnisse? Ich denke, ich werde mit dem Akku-Bohrer einige Löcher in tote Eichenstämme bohren, die ich dann mit Pilzresten vollstopfe und mit Moos oder Flechten schließe. Oder gibt es eine bessere Methode?

    Hallo,


    hab ich hier einen Glänzenden Lackporling (Ganoderma lucidum) gefunden?


    Der Fundort ist ein Korkeichenwald in Portugal. Der Hut ist ca. 16 cm breit, rostbraun mit einem hellen Rand. Der seitlich angebrachte Stiel ist 6 cm lang und 5 cm breit. Während der Hut ein mattes Rot aufweist ist der Stiel glänzend Rot. An der Unterseite befinden sich weißliche Poren an denen hellbraune durchscheinende Tropfen hängen. Ich hab den Pilz noch nicht aufgeschnitten, aber das Fleisch ist scheinbar weicher als bei anderen Baumpilzen (es gibt nach unter Druck). Der Geruch ist intensiv pilzartig.


    Wie kann ich den Pilz trockenen (in Scheiben?) und Tee daraus zubereiten?


    Lg. Dieter


    Oberseite




    Unterseite




    Seitenansicht



    Herzlichen Dank an euch alle für die Mithilfe in dieser schwierigen Pilzart.

    Besonderen Dank für deine Expertenmeinung. Leider habe ich keine technischen Hilfsmittel wie Mikroskop oder KOH, aber die makroskopischen Merkmale stimmen mit Cortinarius terpsichores ueberein.


    Übrigens, der Geschmack war mild und das Sporenpulver hellbraun.


    lg. Dieter


    Hallo,


    heute gefunden in Portugal.


    Fundort: Laubwald auf Lehmerde

    Hut: ca. 7 cm, blau-violett, schmierig-klebrig bei feuchtem Wetter, bräunlich in der Mitte

    Stiel: ca. 8 cm, weislich mit violetten und bräunlichen Fasern

    Lamellen: braun, angeheftet

    Fleisch: weislich, grau-braun verfärbt im Stiel

    Geruch: angenehm pilzartig


    Ich hab an Taubenblauer Schleimkopf (Cortinarius cumatilis) gedacht, aber der braucht Nadelbäume. Violetter Schleierling (Cortinarius violaceus) soll einen genatterten Stiel haben. Was kann das sein?


    Lg Dieter



    Hallo beli,


    das ist schon ein alter FK. Vielleicht blaut er auch deshalb nicht mehr so richtig.


    Was das an den Röhren ist, ist schwer zu sagen.


    lg. Dieter