Gestaltung und Bearbeitung, Tipps & Tricks, Diskussionen ...

Es gibt 165 Antworten in diesem Thema, welches 61.034 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Calabaza.

  • Hallo,
    der August-Wettbewerb liegt hinter uns - kaum Pilze zu finden, sagen die einen - aber hier konnte man sie sehen!


    Meine Favoriten (Reihenfolge ziemlich egal):
    Platz 2 (Bild 15):
    genial! 2 eher unscheinbare Pilze, meist nicht beachtet, meist auf igitt-igitt-Untergrund hier in einem sowohl schönen als auch "witzigen" Umfeld angetroffen - mal was anderes. Technisch und gestalterisch sehr gelungen.


    Platz 1 (Bild 9):
    perfekt schönes Exemplar der Art in harmonisches Umfeld eingebettet, sehr ruhiger Bildeindruck.
    Aber die Super-Scharf-Kanone (das unscharf-maskieren-Tool, nehme ich an ?) hat eine ziemliche Breitseite auf den Hut abgegeben, ich sehe noch die Einschusslöcher (meine Eindruck: etwas zu "doll" - und man sieht es natürlich nicht aus normaler Entfernung, aber ich habe den "Lupenblick" eingebaut in meine Augen.)


    Platz 3 (Bild 18):
    wie immer nichts zu bekritteln - nach dem, was wir von Fotoegon in der letzten Zeit gesehen haben, ist dieses Bild außergewöhnlich bunt, sehr satt, fast schon "poppig" (darf es aber.)



    Großes breites Mittelfeld von Platz 4 bis 16 (Reihenfolge hatte ich teilweise etwas anders als die Platzierungen, die Platzierungsreihenfolge hab ich hier übernommen)


    Platz 4 (Bild 7):
    an diesem Bild bin ich beim ersten Anschauen sehr lange hängen geblieben.
    Was für eine Situation! Das Bild gefällt mir gut. Ich habe überlegt, ob die relativ starke Dunkelheit des Umfeldes stört oder negativ ist. Ich meine, es passt schon! Mit meinem Lupenblick erkenne ich, dass das eigentliche Objekt etwas überschärft ist (hier das normale "Schärfentool") und das Objekt fast immer durch ein "Pixelsaum" (in der "guten" Ansicht) gerändert ist (unsauber maskiert?). Daran erkenne ich fast schon die Bilder von pilzpic, die ich sonst vom Thema und von der Gestaltung her fast immer gut finde.


    Platz 5 (Bild 4):
    auch an diesem Bild blieb ich beim Anschauen sofort hängen. Prachtexemplar! Auch von der Farbe und Schärfe her gut.
    Umfeld? Mmmh, naja. Das heißt für mich, dass der visuelle Reiz dann schnell verpufft, nachdem ich dreimal den Pilz umkreiselt habe.
    Beim genauen Betrachten (Lupenblick) fällt mir auf, dass die Bearbeitung (Maskierung Objekt/ Hintergrund) Artefakte hinterlassen hat, und zwar an der Oberkante des Pilzes und am rechten Rand (an der Scheide und dann diagonal im Vordergrund zu rechten unteren Bildkante). Ich achte auf sowas jetzt, weil mir das letztens auch passiert ist - und ich es erst bemerkt habe, als ich mit allem fertig war.


    Platz 6 (Bild 6):
    was soll ich sagen, ein "typischer" Mausmann? Das Bild lädt sehr zu assoziativen Gedanken ein, davon lebt es.
    z.B. : "Aus dem Dunkeln, Unbekannten, Tiefgründigen, nicht klar Definierten entsteht eine "neue" rätselhafte Lebensform".
    Reduziert auf das Technisch-Gestalterische: das Bild ist sehr dunkel (zu dunkel?), die Schärfenebene liegt in einem extrem kleinen Bereich, nur in der Nippelregion des Objekts.
    Meinen persönlichen Geschmack trifft das Bild dann nicht so (Technikeindruck vor Assoziation), bei mir wäre es (etwas) weiter hinten gelandet.


    Platz 7 (Bild 5):
    hier mein erster Gedanke: NEE - das Licht (der Schleier oben), das Chaos (rechts), das andere Chaos (links), die dunklen Balken, die scharf abgebildete Pilzgruppe genau in der Mitte...
    aber dann: auch dieses Bild vermittelt "hochgradig" eine bestimmte Stimmung, führt zu starken Assoziationen.
    Fantasy-Abenteuer, Gruselfilm, Tragödie, große Oper - was passiert als nächstes, wo lauert die Gefahr für die Gefährten ... usw.
    Trotzdem: im Gesamteindruck ziehe ich andere Bilder vor, hätte es dann nicht (ganz) auf dieser Platzierung gehabt.


    Platz 7 (Bild 14):
    alles tipp-topp, scharfe Pilze, klare Farben, etwas "unruhig" vielleicht, keine direkten Assoziationen weiterführender Art, sehr gelungenes Dokubild


    Platz 9 (Bild 8):
    Lamellenbilder sind zwar immer wieder "recht elegant" (und ich habe auch schon mal überlegt, so was einzureichen - aber dann war mir - mein eigenes Bild - immer nicht "interessant" genug (im Vergleich zu anderen Möglichkeiten). Kann also sein, dass ich mich an dieser Art von Objekt ziemlich satt gesehen habe. Der Pilz ist scharf. Und gelb (alles!) . Daran hätte ich das Bild schon dem Fotografen richtig zuordnen können ... also in meinen Augen Mittelfeld.


    Platz 10 (Bild 10):
    ist mein eigenes Bild.
    Beim Auffinden war ich begeistert von der Lichtsituation, sanfte Sonnenstrahlen malten ein wechselndes Licht-und Schattenbild auf den sehr hellen Pilz. Das habe ich versucht, hier festzuhalten ohne dabei helle ausgefressene Stellen zu produzieren - und mit dem Ergebnis bin ich persönlich sehr zufrieden.
    Ganz allgemein liebe ich es, mit der natürlichen Lichtsituation zu spielen. Ich stelle fest, dass die meisten anderen Bilder hier bei sehr diffusem Licht entstanden sind, bzw. wahrscheinlich oft auch das Objekt künstlich abgeschattet wurde, um die Schwierigkeiten mit Sonne und Schatten zu umgehen. Bei Doku-Pilzfotografie ist das auch die erste Wahl. Ansonsten finde ich aber Experimente mit unterschiedlichen Lichtsituationen sehr interessant. Die Gefahr ist natürlich, dass in den Augen der Jury irgendwas anders "ankommt" als vom Fotografen beabsichtigt.
    Den weißen Pilz an sich finde ich sehr schön, obwohl er nicht mehr perfekt ist (beginnend braune Kanten). Das ist mal ein ganz natürliches Bild von mir, nur Weißabgleich noch ein bisschen korrigiert (es war etwas zu bläulich-kühl) und er Pilz ist minimal gedreht (die in natura vorhandene leichte Schräglage bekam dem Bild nicht so gut).
    Im Gesamtfeld hier muss ich aber anerkennen (auch abgesehen von den 3 Erstplatzierten), dass das Bild optisch weniger auffallend ist als z.B. Platz 4 und 5 und weniger zu Assoziation führt wie z.B. Platz 6 und 7.


    Platz 11 (Bild 16):
    wäre bei mir deutlich weiter hinten gelandet, tut mir leid. Der Schärfenbereich ist extrem klein gewählt, so dass der Vordergrund hier (mich sehr störend) unscharf ist, die Bäume stehen schräg, sehr viel sieht man nicht vom Pilz.


    Platz 11 (Bild 12):
     
    sehr gelungenes (scharfes) Dokufoto der Art, technisch nichts zu bemängeln. Vielleicht braucht es hier immer die darüber hinaus gehende Möglichkeit, diverse "Gedankenassziationen" zum Bild entwickeln zu können.


    Platz 13 (Bild 2):
    Pilz ist adäquat abgebildet, Umfeld ist nicht so wunderschön.


    Platz 14 (Bild 1):
    ja die hellen kleinen Pilze, eigentlich schön - und auch etwas dunkel (zu dunkel?) geheimnisvoll das Umfeld. (Wahrscheinlich auch deshalb so dunkel, damit die weißen Pilze nicht überstrahlt sind). Wahrscheinlich möchte man sie besser identifizieren können.


    Platz 14 (Bild 17):
    hatte ich weiter oben angesiedelt. Immer wieder dieses schöne sehr natürliche Umfeld (die Moose und Flechten). Aber (und deshalb verstehe ich auch diese Platzierung hier), im Falle von Pilz mit Stiel und Hut, da möchte man den Pilz mehr von der Seite sehen, nicht ganz so von schräg oben. Mir kommt das Gesamtbild auch etwas zu stark geschärft vor. Fällt auch nur mit "Lupenblick" auf.
    @ Clavulina: mir fällt bei deinen Bildern (die ich überwiegend sehr schön finde) auf, dass sie FAST alle von schräg oben sind, das bekommt eben manchen Motiven gut, anderen Motiven weniger.


    Platz 16 (Bild 13):
    das wäre ja schon ein Bild für die "Pilzruinen" (falls das Motto kommen sollte). Das Ensemble ist nicht schlecht fotografiert (Sonne macht minimal Probleme) - vielleicht ist das Objekt einfach optisch nicht attraktiv genug.


    Bleiben noch 2 Plätze:
    Platz 17 (Bild 11)
    das Bild hat natürlich seine Berechtigung als z.B. erstes Dokufoto einer Serie ("So war die Auffindsituation") - um dann danach mehr vom Pilz zu zeigen. Farbtreue, Belichtung und Schärfe könnten auch noch etwas besser sein.


    Platz 18 (Bild 3)
    weiße Pilze sind schwierig. Der Pilz ist etwas überbelichtet, steht sehr mittig und die Schrägheit der Bäume im Hintergrund stört mich etwas.




    Es war einmal ein Mottowettbewerb Zweisamkeit - ein Titel, der viel verspricht - und die Bilder zeigen ein breites Spektrum an Möglichkeiten, an das Thema heranzugehen. Für mich geht der Begriff schon etwas über das "2 Pilze auf einem Bild" hinaus, die Gedanken wollen ein bisschen Freiraum, wollen "laufen".


    Für mich waren die Einsendungen so gleichgewichtig, dass es mir schwer gefallen wäre, da eine schlüssige Reihenfolge hineinzubringen. In meinem Kommentaren orientiere ich mich daher an der Endplatzierung.
    Wer jetzt gedacht hat, dass ich hier nichts kommentieren würde, weil ich mit meinem Raritätenpärchen mit auf den allerletzten Rängen gelandet bin, der hat sich aber getäuscht! ;)




    Platz 1 (Bild 7):
    sehr zweisam, sehr assoziativ, das wird noch durch die grau-weiße Farbe verstärkt.
    Man kommt immer wieder zu diesem Bild zurück und schaut es sich noch mal an.
    Trotzdem weiß ich gar nicht, ob es mir wirklich gut gefällt. Stelle ich es mir als Bild an der Wand vor?
    Eher nicht - etwas zu grau, etwas zu melancholisch.
    Eine weitere Assoziation: es könnte auch ein Zeitungsausschnitt :evil:sein , ein schwarz-weiß Bild, leicht unscharf gedruckt (o.k., die Pilzhüte sind sehr scharf).


    Platz 2 (Bild 9)
    ebenso sehr zweisam, ebenso ein Bild, dass ich mir immer wieder gern angeschaut habe. Normalerweise stört mich immer ein sehr unscharfer Vordergrund, hier seltsamerweise nicht. Die Pilze "schweben" sozusagen "über" dem Geschehen.


    Platz 3 (Bild 11)
    ein klassisches Zweisamkeitsbild, so wie ich mir das auch vorgestellt habe, mit einer meiner Favoriten. Farblich sehr schön, auch scharf (das "Überscharfe" + das "über-den-Rand-Gekriesel" sehe ich hier allerdings auch.)


    Platz 4 (Bild 1)
    hier ist das Thema Zweisamkeit etwas weiter aufgefasst worden. Ich sehe sehr viele Pilze - Assoziation: hier hat die Zweisamkeit schon Folgen gehabt (Papa, Mama, Kinderschar). Technisch einwandfrei, trotzdem ist mein Blick hier nicht so "hängengeblieben".


    Platz 4 (Bild 10)
    klassischer Zweisamkeits-Doppelpilz, sehr schön fotografiert.


    Platz 6 (Bild 2)
    hier habe ich gestutzt: Zweisamkeit? Wo? Nun, wahrscheinlich ist der Begriff hier eher mathematisch anwendbar: 1 Pilzart + 1 Pilzart = 2 Pilzarten.
    O.K, das Bild ist technisch hervorragend. Weiterführende Assoziationen kommen bei mir nicht so direkt auf.


    Platz 6 (Bild 8)
    klassischer Zweisamkeitspilz, mit Tier. Schon schön. Etwas mittig, etwas stört mich links der Vordergrund.


    Platz 8 (Bild 6)
    klassisches Pärchen, aneinander geschmiegt. Auch schön. Etwas düsteres, etwas unschönes Umfeld, aber das wirkt auch sehr natürlich.


    Platz 8 (Bild 12)
    klassisches Pärchen, schönes Umfeld. Leidet möglicherweise am "Pilz-von-oben-Syndrom".


    Platz 8 (Bild 3)
    hier habe ich auch gestutzt: o.k: Flechte + Weberknecht, kann man machen. Ist nicht so ganz mein Fall.


    Platz 11 (Bild 4), ist mein Bild
    Als ich die Pilze gefunden hatte (Erstfund) wusste ich sofort: das ist mein Zweisamkeitsbild: schöne Pilze (noch im guten Zustand), grazil, sehr eng beieiander, Pilzrarität, Foto möglich ohne störendes Beiwerk.
    Assoziation: wir halten zusammen und stehen zueinander an unwirtlichem Ort, "wir schaffen das" (ist natürlich Quatsch: die wachsen NUR auf unwirtlich erscheinendem final-morschen Holz).
    Nun hat das Pärchen aber nicht "in die Herzen der Jury" gefunden. ;(:D
    Das einzige Problem, das ich hier wittere (aber nicht sehe) ist das etwas unschöne fast finalmorsche "Morschholz" eine größere Tiefenstaffelung war auch nicht machbar, das Umfeld wird dadurch nicht schöner) und die relativ geringen farblichen Kontraste zwischen Pilzen und Umfeld, bzw. deren relativ große farbliche Ähnlichkeit.
    Ein Betrachter (der das natürliche Umfeld nicht kennt oder sich etwas anderes darunter vorstellt) könnte auch auf die Idee kommen, es läge eine Farbverfälschung vor. Das ist aber keinesfalls so.


    Platz 11 (Bild 5)
    Es könnte sein, dass sich die Pilzarten (in ihrer natürlichen Form) ebenso wie z.B. diverse Porlinge weniger gut eignen, den assoziativen Charakter des Mottos "Zweisamkeit" herüber zu bringen.
    An für sich handelt es sich hier um ein gutes, gelungenes Foto, eine gute Dokumentation der beiden Pilze in ihrer sehr speziellen Farbigkeit.
    Betrachtet man aber das Bild losgelöst vom "Pilzobjekt" nur als reine Form und Farbe, dann wirkt es etwas unruhig.
    Meiner Meinung nach liegt es daran, dass es ähnlich helle grüne, rote, blaue und braune Flächen gibt, die jeweils noch durch kleine Strukturen "aufgelöst" werden.

  • Hallo,


    beim September-Wettbewerb konnte man wieder einige wunderschöne Fotos bewundern - und ich gehe davon aus, dass das "Feld" wieder relativ dicht beieinander war.


    Meine Favoriten waren im obersten Grüppchen diese 3, Reihenfolge beliebig:
    Platz 1 (Bild 12):
    Jeder mag Papageien-Saftlinge, dann sind es auch noch zwei, und dann auch noch so herzig zueinander stehend (klassisches "Zweisamkeitsbild") - alles superscharf und deutlich umgesetzt. Tolles Bild!
    Grün muss man natürlich mögen und die sehr zentrale Stellung der Pilze hier finde ich passend - der absolute Mittelpunkt und Höhepunkt, kein "Umherschweifen" des Blickes erwünscht oder notwendig (oder ratsam, denn da ist ja überall (nur) Moos und Gras).


    Platz 3 (Bild 13):
    Ebenso ein "Mittelpunktsbild" ohne Ablenkungsmanöver - aber was für ein Schleimpilz! Perfekt aufgenommen und wunderschön.
    Mit meiner Kamera schaffe ich das nicht, die Strukturen so aufzulösen.


    Platz 8 (Bild 9):
    Hatte ich auch unter den Favoriten. Kontrastprogramm zu den beiden anderen Bildern - und ich war mit mir selbst nicht ganz einig (mag ich es - mag ich es nicht?). Der Pilz an sich (scharf abgebildet etc. wie immer) scheint erst mal nicht so bemerkenswert.
    Aber dann kommt wieder "Kopfkino": Starke Kontraste in Farben/ Formen und Unschärfebereichen. Diese Strukturen da links - bedrohliche Sägezähne, die gelben Geschichten im Hintergrund - mmmh - DRAMA -TRAGÖDIE - Hamlet?
    So ein schmächtiges Bürschchen, fragile Figur, zögerlich, zaudernd, grübelnd (?) zurück nach links geht nicht - und vorne auch das Unheil - SEIN ODER NICHT-SEIN ...


    Favoriten-Verfolger-Gruppe, Reihenfolge beliebig:
    Platz 3 (Bild 11):

    Stört mich nichts an dem Bild, "gnadenlos" scharf, von der Wirkung her aber (nur) ein ausgezeichnetes Dokubild der Art.


    Platz 11 (Bild 2):
    Hatte ich weiter oben als hier im Ergebnis. Klasse Pilz, alles Wesentliche scharf, für mich ohne Mängel. Das Gras vielleicht ein bisschen zu sattgrün, die Stellung des Pilzes sehr mittig (aber siehe Platz 1, da ist es genauso) - es ist ja auch sonst nichts da, was zu einer Blickführung einladen würde im Gras.


    Platz 2 (Bild 7):
    Trifft nicht so ganz meinen Geschmack, man muss aber anerkennen, dass die Pilze scharf sind, der Hintergrund ruhig, der Bildaufbau gelungen.
    So eine Wortneuschöpfung wie "Pilz-Ikebana" kommt mir in den Sinn. Mir persönlich etwas zu ruhig, nicht so interessant.


    Platz 3 (Bild 18):
    ist mein Bild. Ja, ich hatte gehofft, so unter den ersten 7 zu landen ...
    Kleine bunte Pilze kommen immer gut. Natürlich ist das Bild technikbedingt nicht ganz so extrem scharf wie Vergleichsbilder, eher mit einer "weichen" Schärfe. Anmerken könnte man auch, dass die Pilz in Wirklichkeit viel kleiner sind, als sie hier erscheinen. Die ganze Auffindsituation war eigentlich völlig unauffällig und nur durch die Perspektive wurde "ein Bild" daraus.


    Großes breites Mittelfeld, Reihenfolge hatte ich nicht festgelegt:
    Platz 6 (Bild 16):
    Ein Beispiel dafür, dass man mit mit den neueren "Phones" auch gut fotografieren kann. Ob die Farben so ganz ganz "richtig" sind, weiß ich nicht. Ich hätte dem Pilz noch etwas mehr Platz oben/unten gegeben (weniger extremes Breitformat).


    Platz 6 (Bild 17):
    Ein gewöhnlicher Pilz (und Porlinge haben es immer etwas schwerer) in einer ungewöhnlichen Auffindsituation - und gut fotografiert.


    Platz 9 (Bild 10):
    Auch ein gutes, scharfes Dokubild der Art. Leider neigt die Art zu diesem seltsamen Wachstum, das dann optisch nicht so attraktiv ist wie andere Bilder. Unruhiger Hintergrund (im Ganzen etwas überschärft ?)


    Platz 10 (Bild 4):
    Vom Objekt und von der Situation her sehr vergleichbar mit Platz 1 im letzten Monat. Hier nimmt der Pilz jedoch weniger Raum ein, ist weniger "beeindruckend", der Hintergrund (obwohl weich und unscharf) wirkt auf mich sehr unruhig.


    Platz 11 (Bild 14):
    Die Situation ist sehr gut eingefangen, Pilz und Schnecke sind scharf, gelungener Bildaufbau. Der (natürlich so vorhandene und kaum beeinflussbare) Hintergrund wirkt trotz Unschärfe etwas störend und unruhig.


    Platz 11 (Bild 19):
    Ist geblitzt, man sieht es, man darf es aber auch sehen - die typische Wirkung des Blitzes finde ich hier bei diesem Bild gelungen. Man muss sich natürlich darauf einlassen (wollen) - auf diese starken Hell-Dunkel-Kontraste. Formal werden dadurch hauptsächlich die Kanten betont, was den Hauptaugenmerk auf die schöne geschwungene Form lenkt.



    Platz 14 (Bild 8):
    Ist an sich eine sehr gelungene Doku-Aufnahme, zeigt die typische Erscheinungsform der Art (mit beginnendem Zerfall) - trotzdem dann nicht so "wunder-wunder-schön", das Objekt - und es wurde auch ein Pilz halb angeschnitten.


    Platz 15 (Bild 15):
    Ist ein Prachtexemplar seiner Art, dieser Pilz. Wenn man genau hinschaut, ist er nicht überall ganz scharf abgebildet. Das fällt dann eher auf, wenn der Hauptdarsteller so übermächtig und (auf mich) übergroß wirkend genau in der Mitte steht. Ich hätte dem Pilz etwas mehr Platz gegeben. So kriege ich immer Angst vor dem Pilzobjekt ...


    Platz 16 (Bild 1):
    Stachelbart ist immer gut, könnte man denken. Wenn ich das Bild aber mit den Stachelbart-Wunderwerken vergleiche, die wir kürzlich bestaunen durften, dann hält hier die Bildqualität nicht mit.
    Es kommt mir so vor, als wäre das Bild ein (sehr) kleiner Ausschnitt aus einem Originalbild (Unschärfe in den kleinen Strukturen), dann wurde ein - mir relativ beliebig und nicht ganz günstig erscheinender - Schnitt gemacht.


    Platz 17 (Bild 5):
    Hier ist eine typische Auffindsituation der Porlinge gut dargestellt worden. Porlinge sind (fast) immer "undankbar" - es sei denn, die Form, die Farbe, die Struktur, das Licht, die Lokalität hat etwas "ganz Besonderes", worauf man dann ganz bewusst durch die Art der Aufnahme hinweisen kann (und muss). Also im Zweifelsfall näher heran. Etwas bläulich erscheint mir das Bild (Rindenstruktur vor allem).


    Platz 18 (Bild 3):
    Der Pilz erscheint am Stiel etwas überbelichtet zu sein, von der Form her wirkte er auf mich nicht übermäßig attraktiv oder interessant. Ich gebe zu, dass ich JETZT erst die Kröte gesehen habe. Das war das "Besondere" am Bild - aber ich habe sie für Herbstlaub gehalten ....


    Nun ja, der Rest:
    Platz 19 (Bild 6):
    Da weiß ich gar nicht, was ich schreiben könnte - außer: auch wenn es sich um ein "Handy-Bild" handelt: das ist schon schön schrecklich unscharf, nicht wahr?
    Zum Bildaufbau: der ist nicht schlecht, der Pilz mit "natürlichen Zutaten", ich würde ihn in dem Fall aber auch nicht ganz in die Mitte setzen und ihn mehr von vorn/ seitlich fotografieren (weniger von oben).


    Abweichende oder zustimmenden Meinungen (= Diskussion), wie immer gern gelesen!

  • Hallo Abeja,


    vielen Dank für die Blumen ! :)
    Den Schleimer habe ich mit der alten Fuji 6500fd aufgenommen, die man in der Bucht mittlerweile für 50€ "nachgeschmissen" bekommt. Hilfsmittel waren natürlich ein Stativ und dann noch eine aufgeschnittene Getränketüte zum Ausleuchten.
    Warum also solltest du nicht auch solche Bilder fabrizieren können ? ;)


    Viele Grüße
    Wolfgang (lupus)

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    Ich bin ein fortgeschrittener Anfänger. Meine Einschätzungen zu Bestimmungsanfragen sind mit Vorsicht zu "genießen" !
    Und: Nicht jeder meiner Funde muss unbedingt bestimmt werden, ich freue mich einfach über jedes "Kerlchen"... :gzwinkern:

  • Hallo Abeja,


    Vielen Dank für das Lob (Sept-Bild 17). Für einen eher noch unerfahrenen "Hobbyknipser" wie mich, ist das natürlich Balsam für die Seele.
    Es war mir bewußt, dass ich mit einem hundsgewöhnlichen Porling nicht gegen die schönen farbenprächtigen Pilze "anstinken" kann.
    Natürlich hatte ich versucht, die Farben etwas anzuheben. Nach dem ersten "Wow-Effekt" erschien mir das Bild nach längerem Betrachten aber dann doch etwas unnatürlich, vor allem das Moos, und so habe ich mich nach längerem hin und her für das unbearbeitete Original entschieden.
    Es war eigentlich ein Zufallsbild. Als ich am späten Nachmittag den umgestürzten Baumstamm mit den vielen Porlingen fand, war es schon ziemlich dunkel im Wald und es begann zu regnen. Da konnte ich nicht mehr lange überlegen. Stativ raus, Kamera drauf, scharf gestellt u. abgedrückt. Dass ich damit auf Platz 6 landen würde, hätte ich bei dem Umfeld wirklich nicht erwartet.


    Viele Grüße
    Josef(-08)

  • Hallo,


    eine unglaubliche Fülle und Auswahl an verschiedensten Motiven und Herangehensweisen hat uns
    der Oktoberwettbewerb gezeigt.
    Innerhalb "meiner" Gruppierungen hatte ich die Reihenfolge nicht festgelegt, Reihenfolge dort nach "Startnummer".


    Favoriten (hatte ich diesmal bewusst so viele und zwar 7, nicht nur 3, theoretisch hätte ich auch die ersten beiden Gruppen = 11 Bilder zusammenfassen können, dann stimmt es auch wieder mit der Jury überein, es sind nämlich exakt die ersten 11 Bilder):
    (Reihenfolge HIER nach Startnummer)


    Bild 6 (Platz 11)
    ... nur Platz 11, mir gefällt es ... Vom Bildaufbau her ein "dynamisches" Bild, das wird durch die Schräge betont, fast schon etwas überbetont (Geschmackssache), sehr schöne Pilze, angenehme pastellige Hintergrundfarben, gute Verteilung von scharfen und unscharfen Bereichen (d.h. die Unschärfen befinden sich in Bereichen, die den Blick auf das Objekt nicht ablenken, sondern hier eher den Blick darauf hinlenken. Vermutlich gestackt (wegen der großen scharfen Bereiche und des extrem weichen Hintergrundes).


    Bild 12 (Platz 6)
    Vom Bildaufbau her ein "ruhiges" Bild, das wird durch die mittige Stellung der Pilze (Geschmackssache) und die geraden Achsen betont, sehr zurückhaltende, dabei aber harmonische Farben. Schöne Pilze, eine gewisse "Zartheit" und "Verletzlichkeit" ausstrahlend, die rundum scharf abgebildet wurden. Ebenso ein gestacktes Bild nehme ich an.


    Bild 18 (Platz 3)
    Vom Bildaufbau her auch ein "ruhiges" Bild, die Pilze stehen hier jedoch nicht mittig, dadurch wird eher angeregt, dass der Blick wandert - und immer wieder zu den sehr schönen, sehr scharf angebildeten Pilzen zurückkehrt, die sich sehr deutlich vom dunklen (und deshalb nicht so unruhig wirkenden) Hintergrund abheben. Gefällt mir persönlich - minimal- besser als Bild 12. Gestackt?


    Bild 24 (Platz 1)
    Eine sehr schöne Pilzgruppe, sehr scharf abgebildet, die Pilze heben sich rein durch die Farbe schon gut vom Hintergrund ab. Das Bild "lebt" auch von der räumlichen Wechselbeziehung der Pilze untereinander (verschiedene Neigungen etc.), honoriert wurde vermutlich auch der ganz spezielle Reiz der Saftlinge. Ich hatte es zwar "oben", aber nicht auf Platz 1 - aber nur wegen der "Abwechslung", weil Saftlinge hatten wir doch schon im letzten Monat ganz oben ... es ist ohne Frage ein hervorragendes Bild und verdient auf Platz 1.


    Bild 25 (Platz 7)
    ist mein eigenes Bild, ja ... ich hatte auf einen Platz unter den ersten 7 spekuliert :shy: ;) , hat ja noch "hingehauen"...
    Da schrieb ich an Jan-Arne: "Ganz schön schräg, das kann ja nur schiefgehen!"
    Kleine Geschichte dazu:
    Mycena crocata sehe ich häufig, jedoch oft nicht so jung-unbefleckt, nicht in Dreiergruppen, nicht an einem dickeren Ast.
    Überwiegend finde ich die Pilze schwierig zu fotografieren, und zwar oft wg. des unschönen oder unruhigen Hintergrundes (nasses schmodderiges Laubwirrwarr). Deshalb hatte ich diesen Fund auf einem dickeren Ast mal 200 m mitgenommen zum Waldrand (gutes Licht von hinten) und da versuchsweise ein Bild mit großer Blendenöffnung (2,8), d.h. kleiner Tiefenschärfe gemacht - und hey!, das gefiel mir - auch mal "boah-ey-bokey" - dazu die grafische Wirkung der schrägen Linien und der klaren Farben. Nur - die "Füße" waren nicht "drauf", die Lichter wetteiferten am falschen Platz mit den Hüten, und die geringe Schärfentiefe hatte zur Folge, dass nicht alle relevanten Bereiche scharf waren.
    Ein paar (...) Versuche später war ich dann zufrieden damit (Baum gesucht zum Anlehnen der ganzen Körperseite inkl. Arm, Ast linke Hand, Kamera rechte Hand ...)
    In "gerader" Manier (was ja natürlicher wäre) habe ich es auch versucht, aber das war in meinen Augen langweiliger (und schwieriger zu handhaben, so mit dem Ast in der Hand) .
    So ist ein (für mich) "fröhliches" Bild dabei herausgekommen, meine Assoziation ist: gleich fangen die "muchachos" an, "La Cucaracha" zu singen!


    Bild 28 (Platz 9)
    Der Thrill hier ist, wie prägnant die Oberflächenstruktur des Pilzes eingefangen wurde - das finde ich toll. Die Schärfe liegt in den richtigen Bereichen, d.h. die Unschärfen im Hintergrund sind schön gestaffelt und schaffen eine räumliche Tiefenwirkung, die Farben sind relativ zurückhaltend aber sehr stimmig. So kleine Statisten beleben das Bild auch angenehm. Das Bild hätte ich also etwas weiter oben gesehen.


    Bild 30 (Platz 2)
    Der Reiz hier ist für mich der große farbliche Kontrast zwischen Pilzen und Umfeld sowie die vielgestalten Formen der Pilzgruppe, wo man den Blick so schön wandern lassen kann und immer noch ein neues kleines Detail entdeckt. Platz 2 wundert mich nicht. Gestackt?


    Die Mutmaßung "Stack oder nicht" fällt mir nicht bei allen Bildern leicht, manchmal ist es aus der exif-Datei zu entnehmen.
    Wer möchte, kann sich ja zu seinem Bild mal äußern. Ich schreibe das deshalb, weil ja einige "frische" Teilnehmer beim Wettbewerb waren, teilweis auch neue "Mitleser", die sich vielleicht über die Unterschiedlichkeiten wundern, bzw. (noch) nicht verstehen, warum sie selbst manche Bildwirkungen (extremes "Freistellen" + gleichzeitig ganze Pilzgruppe "scharf") nicht "hinbekommen".


    Favoritenverfolger, dicht auf:
    (Reihenfolge nach Startnummer)


    Bild 3 (Platz 9)
    Immer wieder schön, diese Pilzart, auch gut getroffen. Im Gesamten finde ich (Geschmacksache) das Bild ein bisschen zu dunkel und es fällt auf, dass es nicht in besonders guter jpg-Qualität abgespeichert wurde (57 kb), man sieht an aneinanderstoßenden Flächen Komprimierartefakte. Ein bisschen schade finde ich auch, dass sich die "Füße" hinter dem Ast verstecken. (Aber ich habe gut reden, meine eigenen Bilder der Art sind trotz einiger Mühe bis auf eines (vielleicht...) nicht besonders gelungen, oft waren gar keine "günstigen" Aufnahmewinkel und "ausreichend gute natürliche Belichtungen" möglich...)


    Bild 4 (Platz 4)
    Hier liegt der Fokus exakt auf dem Pilz mit Fliege, das würde ich bei einem relativ kleinem Tiefenschärfebereich auch so machen. Der große unscharfe dreieckige Bereich vorn links ist in meinen Augen (Geschmackssache) schon "beginnend irritierend". Die Farben leuchten schön "von innen heraus" (das mag ich), ich finde aber die Farbtemperatur allg. etwas zu warm, zu gelb-orange lastig. In den exif-Dateien sieht man, dass der Weißabgleich auf "cloudy" stand und zudem starke Farbsättigung gewählt wurde. Unter gelb-grünem Blätterdach (?) führt "cloudy" (Kelvin 5800 oder noch höher, über 6000 ?) jedoch (nach meiner Erfahrung) zu einer starken gelb-orange Einfärbung, während aus einer Farbtemperatur deutlich unterhalb des Schönwettermodus (sogar unter 5000 Kelvin) sehr neutral erscheinende Farben resultieren können - es scheint so zu sein, dass das Licht unter gelb-grünem Blätterdach sich eher wie "Glühlampenlicht" verhält - und nicht so wie im Freien unter bewölktem Himmel oder im "echten" Schatten (der z.B. von Gebäuden oder Hügelkanten im Sonnenlicht produziert wird). Also - obwohl das Bild ein Hingucker ist, wäre es bei mir nicht auf diesem Platz gelandet.


    Bild 11 (Platz 8)
    Ein hochformatiges Bild, das hat es schwer (?) Die Charakteristiken der Pilze sind sehr schön herübergebracht worden (obwohl die Stielbasen fehlen), die Hutstruktur im Sonnenlicht (schön schwierig) vor allem. Vom Bildaufbau her finde ich es belebend und gut, wenn sich das Motiv etwas unschärfer (und nicht dominant) im Hintergrund doppelt.


    Bild 31 (Platz 5)
    Die Formen und Oberflächenstrukturen dieser Pilzgruppe sind wunderbar eingefangen worden, ein "eleganter Schleiertanz". Wäre es mein Bild gewesen, hätte ich die Helligkeit in den Mitten und ev. Spitzen (auch wenn es vor Ort nicht so gewesen sein sollte) etwas angehoben, etwas mehr die Farben "leuchten" lassen. (Geschmackssache ...)




    Großes breites Mittelfeld,
    da sehe ich u.a. eine große Menge an gut dokumentierten "dickeren" Pilzen in Bildmitten...
    Was habe ich gegen "Bildmitten"? ... eigentlich nicht viel. Man fokussiert allerdings sofort auf den Pilz, der Blick wandert nicht, erkundet nichts, das (mein) Interesse erlahmt rasch. Ein gezielte Blickführung die mehr vom Gesamtbild erfasst, ein interessantes Umfeld, eine Pilzgruppe mit Beziehungen untereinander oder zur Umgebung finde ich dann immer "nachhaltiger" beeindruckend.
    (Reihenfolge nach Startnummer)


    Bild 1 (Platz 15) schöner Schnappschuss, Pilz gut dokumentiert, etwas mittig, etwas düsterer Gesamteindruck


    Bild 2 (Platz 25) Pilz gut dokumentiert, etwas mittig, starkes Lichtspiel im Hintergrund konkurriert stark (hätte ich etwas weiter oben platziert)


    Bild 5 (Platz 27) Pilz gut dokumentiert, auch die Unterseite, natürliches, aber etwas unruhiges Umfeld (hätte ich etwas weiter oben platziert)


    Bild 7 (Platz 14) Pilz gut dokumentiert, sehr schön scharf - und die Tropfen erst mal! Vielleicht etwas zu viel Umfeld auf dem Bild, insgesamt wenig kontrastreich.


    Bild 9 (Platz 30) schönes Pärchen, sehr schöne Hutfarben, Spiel (oder Zufallsergebnis ?) mit Schärfe und Unschärfe, für meinen Geschmack ist der Schärfenbereich etwas zu klein und die dunklen Partien des Bildes etwas zu dunkel, das Bild hätte ich trotzdem nicht so weit hinten gesehen, weil der Gesamteindruck gefällt mir "irgendwie".


    Bild 10 (Platz 19) Pilz gut dokumentiert, etwa mittig, etwas unruhiger Hintergrund


    Bild 13 (Platz 13) Da ist das Spiel mit der Schärfe/ Unschärfe sehr extrem (Geschmackssache). Der Fokus liegt in einem sehr kleinen Streifen (wobei auch der Hauptpilz nicht 100 proz. scharf ist). Mir persönlich sind die unscharfen Bereiche (auch weil der hintere Pilz so groß ist) etwas zu dominant, die Farben sind extrem satt und leuchtend (zu satt?). Im Gesamteindruck aber auf jeden Fall ein "Hingucker".


    Bild 14 (Platz 22) Pilz gut dokumentiert, schwieriges Objekt, etwas mittig, viel Holz, näher ran oder Perspektivvariante? (Vielleicht, aber nur vielleicht "spannender")


    Bild 15 (Platz 12) Pilz gut dokumentiert, schöner Pilz, schöne leuchtende (Sonnen-)farben, etwas mittig


    Bild 16 (Platz 31) schönes Grüppchen, gut dokumentiert, Spiel mit Schärfe/ Unschärfe. Ich hätte mich wahrscheinich auf den mittleren Zweier beschränkt (Querformat) + ev. einen unscharfen Pilz im Hintergrund. Unscharfe Pilze im Vordergrund gefallen mir immer nicht so gut, hat hier vermutlich auch zur Bewertung so weit hinten geführt (?)


    Bild 19 (Platz 23) Pilz gut dokumentiert, etwas mittig, etwas zu viel unscharfes Laub im Vordergrund, etwas unruhiger, aber natürlicher Hintergrund


    Bild 21 (Platz 20) Pilz gut dokumentiert (und witzig!), etwas mittig, die Farben des Umfeldes erscheinen mir etwas zu grau-blau


    Bild 22 (Platz 20) schöne Pilzgruppe in zarten Farben der "Vergänglichkeit" (oder des nahenden Verfalls) gut dokumentiert, die hintere Gruppe hätte ich oben nicht angeschnitten, die Hutkanten erscheinen mir nicht ganz scharf.



    Bild 23 (Platz 17) reizvolle Zweiergruppe in "mystisch-magischem" Licht, der vordere Pilz ist nicht ganz scharf - mit dem Blickwinkel oder dem Ausschnitt hätte man noch experimentieren können (bin da aber auch nicht sicher...)


    Bild 27 (Platz 16) schöner Pilz in natürlichem Umfeld gut (und scharf) dokumentiert, etwas mittig, sehr großer Tiefenschärfebereich, Doku bevorzugt vor Freistellung (dann aber rechts im Vordergrund ein unscharfes Objekt, das man noch hätte entfernen können)


    Bild 34 (Platz 29) schöne Koralle, natürliches Umfeld, etwas mittig, ungünstige Belichtungssituation (heller ausgefressener Hintergrund und sehr helle Spitzlichter im Laub), ein leicht veränderter Blickwinkel hätte das vielleicht vermieden. Die Farben von Laub und Moos erscheinen mir nicht ganz natürlich.



    Auch noch Mittelfeld:
    (Reihenfolge nach Startnummer)


    Bild 17 (Platz 31) Der Schopftintling ist gut getroffen, schön scharf, in guter Kontrastierung zum Umfeld. Der große unscharfe Pilz im Vordergrund stört mich (Geschmackssache) extrem. Ich denke dann, ich würde auf einem Auge blind. Es gib natürlich so Portraitaufnahmen oder szenische Bilder, wo damit gearbeitet wird, eine Person vorne unscharf (aber weniger unscharf, doch noch viel deutlich erkennbar) und die Hauptperson in Blickrichtung scharf ... das ist aber dann ein bewusstes "bedeutungsschwangeres" Stilmittel und soll die Beziehung der Personen zueinander irgendwie kommentieren, HIER ist das für mich fehl am Platz.


    Bild 20 (Platz 17) Eigentlich eine schöne Gruppe, auch gut dokumentiert. Insgesamt etwas überbelichtet bezw. wenig kontrastreich, ungünstiger Bildbeschnitt, zuviel unscharfe Grashalme im Vordergrund - hatte ich nicht ganz auf der erzielten Platzierung.


    Bild 26 (Platz 27) Dieses Motiv hat auch immer wieder seinen Reiz. Der Pilz ist etwas mittig, der Schärfenbereich könnte noch etwas größer sein (nicht nur die Schimmelfäden im Randbereich, sondern auch die Mitte des Pilze vorn). Mich stört auch etwas der Schatten vorn mittig im Objekt.


    Bild 29 (Platz 34) Dieses Bild hätte auch viel Potential, schöne Formen, starke farbliche Kontraste, Pilze sitzen an der "richtigen" Stelle im Bild. Leider nicht ganz scharf (Hauptobjekt) und etwas überbelichtet (das Weiße überstrahlt und die dunkelsten Partien im Moosgrund sind etwas flau.) Hatte ich nicht ganz so weit hinten.


    Bild 33 (Platz 25) Ein schöner Schnappschuss, wo allerdings der Pilz die Nebenrolle hat. Ich habe mich erst gefragt, warum der Pilz da so angeschnitten am Rand sitzt - klar - es gibt eine andere "Hauptfigur" - und da muss man schnell sein beim Auslösen. So ist aber der Bildaufbau (verständlicherweise) nicht optimal, die überstrahlte gelb-weiße Partie im Hintergrund stört auch. Hätte ich etwas weiter hinten gehabt.




    Und "na-ja":
    (Reihenfolge nach Startnummer)


    Bild 8 (Platz 33) So ein Bild hat auch seine Berechtigung: Dokumentation der Fundsituation: so viele Pilze im Wald. Aber dann sollte man sich - wenn man "Fotowettbewerb" im Hinterkopf hat - einen Pilz oder eine kleine Gruppe ausgucken. Hier heben sich die Pilze z.B. auch nicht besonders deutlich vom Umfeld ab.


    Bild 32 (Platz 24) Das ist eigentlich schade, das Bild hat viel Potential, sehr schöne Pilze, auch scharf (das Bild ist allerdings auch recht klein - und das extreme Breitformat ist auch nicht so günstig). Nur was ist mit der Farbe passiert?
    Kann man an dem Gerät nichts einstellen? Eine Nachbearbeitung hätte auch noch was retten können - so ist das Bild von den Farben her sehr "flau" und magenta-lastig. Obwohl ich das Bild vom Objekt und von der Schärfe her gut finde, wäre es wegen der Farbverfälschung bei mir bei dieser "Konkurrenz" nicht auf Platz 24 gekommen.



    Zum Mottowettbewerb "Pilzruinen" noch ein paar Worte ... das artet ja heute richtig in Arbeit aus .... und meine Kommentare werden schon erwartet, wie ich lese ...
    Gar nicht so viel anders (manchmal aber doch ein bisschen) als die Jury sahen meine "Gruppierungen" im stillen Kämmerlein aus, innerhalb der Gruppen hatte ich keine Reihenfolge festgelegt, die Reihenfolge innerhalb der Gruppe hier ist nach "Startnummer".
    Dem Motto kann man ja auch wieder eine tiefergehende Bedeutung zumessen, die ganz spezielle "Schönheit" des Verfalls, die Vergänglichkeit und ihre "Poesie" - richtig "hässliche" alte Pilze will man ja eigentlich nicht da sehen.



    Favoriten (Reihenfolge nicht festgelegt):


    Bild 3 (Platz 6)
    Wow, sehr präsente 3-Gruppe, auch noch was Seltenes, farblich (naturgemäß bei der Art) sehr interessant, so belichtet, dass das kleinste Detail des "poetischen" Verfalls sichtbar ist ... (Stack (?)-Hintergrund-kreuz-und-quer hält ich farblich zurück, bzw. man ist nicht von den Pilzen abgelenkt.)


    Bild 18 (Platz 1 )
    Ach ja, die armen Pilze, tun einem richtig leid ... Vergänglichkeit in der "feuchten" Variante - was für ein Bild - schmerzhaft schön. Sehr scharf, gelungener Aufbau (obwohl hier die Gruppe in der Mitte steht ist der Aufbau doch nicht statisch, weil der Blick von einem Pilz zum anderen wandern kann, starke "Zweierbeziehung"), ruhiger Hintergrund, farblich zum Thema passend.



    Favoritenverfolger (Reihenfolge nicht festgelegt):
    Bild 5 (Platz 7)  
    Ein toller Hingucker, die farblichen Kontraste. Die Form der Pilze wirken auf mich wie (noch nicht identifizierte) Schriftzeichen, wie eine Kalligrafie, ein sehr grafisches klares Bild. Die Schärfe erscheint mir nicht so ganz optimal (oder ist es ein leichtes Bildrauschen?)


    Bild 7 (Platz - außer Konkurrenz )
    So schön kann Schimmel sein, auch sehr gut "eingefangen".
    Ich habe überlegt, ob vom Bildaufbau her es vielleicht noch besser gewesen wäre, nur einen Teil des Hutes zu zeigen - noch mehr Betonung auf die Struktur des Schimmels, auf die Reflexe in den Tropfen (weiß nicht recht ...)


    Bild 10 (Platz 2)
    Ah, was guckt mich da an!
    "Klassisches" Pilzruinenbild (gibt es sowas?), was die Schnecken so anrichten - und trotzdem ist der Pilz noch schön. Alles gelungen: Schärfe, Bildaufbau, Farben (sehr frisch, schon das Gegenteil von Zerfall, erinnert schon ein bisschen an Werbung für Radieschen und Salat - sorry :) ... gefällt mir aber persönlich sehr gut).


    Bild 12 (Platz 4)
    Das ist jetzt sehr interessant, im direkten Vergleich zu Bild 10, Platz 2 (die gleiche Pilzart, in ähnlichem Zustand, in ähnlicher Auffindsituation), Bildaufbau auch sehr vergleichbar (gespiegelt), Schärfe auch sehr gut. Nur die Farbstimmung wurde völlig anders gewählt (Weißabgleich auf "bewölkt" und Farbintensität auf "satt", was eine ziemlich starke Betonung nach gelb-orange bringt). Beides hat seinen Reiz, meine ich, und man kann beides machen - was man bevorzugt, ist letztendlich Geschmackssache.
     
    Bild 16 (Platz 5),
    mein Bild.Da habe ich kurzfristig von ebenso eingetrockneten dickeren "ich-weiß-nicht-was" Pilzen (nicht mehr identifizierbaren großen Schüpplingen oder Flämmlingen) auf Stockschwämmchen umdisponiert. Die "Gruppendynamik" in Zusammenhang mit den sommerlichen (trockenheitsanzeigenden) Farben hatte es mir hier angetan (Bild von Anfang Oktober) - der ganze Stamm war damit voll, mehrere Gruppen. Die Schwierigkeit bestand darin, eine größere Gruppe so zu fotografieren, dass nicht einzelne Pilze (im Vordergrund) unschön völlig aus der Schärfe tanzten.
    Stimmungsmäßige Assoziation bei mir: "beschwingt" in den Tod tanzend ...



    In ihrer Art sehr interessant und gut finde ich auch folgende Bilder (Reihenfolge nicht festgelegt):
    Bild 1 (Platz 3) Sehr gut dokumentiert, sehr gute Schärfe, etwas mittig, sehr natürliches (aber wenig freigestelltes) Umfeld ... hatte ich also nicht ganz vorn - aber das Bild ist schon sehr interessant, ich kann die Bewertung nachvollziehen.


    Bild 2 (Platz 10) Dahingetüpfelte Poesie! Der kleine Prinz... äh ...Pilz auf seinem Moosplanetchen ... äh ... -inselchen. Sehr geringe Schärfentiefe (bewusst gewählt?), sehr hohe ISO-Zahl - da würde ich mehr Bildrauschen vermuten ... sieht man es nicht, weil das Bild so klein ist - oder ist es "mitverantwortlich" für die poetische Stimmung? (Aber es ist schon recht wenig "Pilz" auf dem Bild.)


    Bild 4 (Platz 13) Irgendwie gruselig! Aber doch schön!
    Gruselig wahrscheinlich durch die gewölbten Formen (erinnern an Totenschädel oder an Monster, die aus dem Holz herausschauen), schön wegen der warmen rot-goldenen Farben und wegen des "Wiederaufrufens" der Farben bei den Pilzen im Hintergrund und der interessanten vielfältigen Strukturen im Holz. Hätte ich höher bewertet.


    Bild 9 (Platz 8) So ein Pilz, der hat es nicht leicht im Leben - man leidet mit. "Stattliche Figur" (etwas mittig), sehr scharf, detail- u. naturgetreu.


    Bild 17 (Platz 12) Diese typische Situation (die man ja gar nicht oft zu sehen bekommt, ich jedenfalls noch nicht) sehr gut festgehalten. Da gibt es auch nichts zu beanstanden ... nur, es will sich auf Anhieb kein "Film" im Kopf abspielen.



    Etwas weniger beeindruckend
    fand ich die folgenden Bilder, was teilweise an der Art des Motives liegt, teilweise an der Umsetzung (Reihenfolge nicht festgelegt):


    Bild 6 (Platz 9) Den Bildbeschnitt (so knapp an der Oberkante des Pilz als Parallele) finde ich nicht besonders gelungen, ebenso hat die Verwendung des Blitzes hier in diesem Fall unerwünschte Folgen. Der Blitz zeigt zwar die Strukturen gut aber erzeugt auch einen hässlichen Schlagschatten unterhalb der Oberkante. Die Farben harmonieren (wahrscheinlich auch blitzbedingt) für meinen Geschmack nicht so gut: lila-rötlich-grau mit gelblich-grün. Hätte ich weniger hoch bewertet.



    Bild 8 (Platz 18) Der Pilz ist ein stattliches Exemplar, er wurde scharf abgebildet. Das Breitwandformat finde ich ungünstig (so viel gibt es rechts und links nicht zu schauen - warum nicht 3: 2 oder 4:3 ?). Die Farben finde ich extrem blass und gleichzeitig verfälscht - kann man da nichts einstellen (Weißabgleich)? - oder man muss ein bisschen nachbearbeiten. Obwohl das bei dieser Farbgebung schon nicht mehr ganz so einfach ist...


    Bild 11 (Platz 10) Das finde ich jetzt ziemlich "gruselig" - ist das überhaupt ein Pilz, fragte ich mich - oder eingetrockneter Schlamm. Gut, man kann Gnolme suchen (und finden) ... aber so eine wie-auch-immer-geartete "Schönheit des Zerfalls" kann ich hier leider nicht entdecken. Das Bild hatte ich also nicht ganz auf dem Platz .... obwohl, der Gruselheimer ist schon sehr gut fotografiert, für mich also eine Frage des Motivs.


    Bild 13 (Platz 17) Klar, so sehen manche zerfallene Pilze aus (von oben). Als Dokubild geht das auch in Ordnung, aber so einem speziellen "schönen" Reiz des Zerfalls kann ich hier auch nicht sehen.


    Bild 14 (Platz 16) Zwei gewichtige Pilze, auch anschaulich dokumentiert. Etwas chaotisches Umfeld, die Schärfe könnte noch etwas besser sein (bei den Pilzen) - beim linken Hut zieht man zwar teilweise die Unterseite, aber diese Fläche finde ich störend unscharf und unstrukturiert.


    Bild 15 (Platz 14) Das ist schon ein klasse Motiv (der "Maskierte"), aber so viel Umfeld tut dem Objekt m.M. nicht so gut. Ich hätte versucht, dem Pilzkopf ganz nah auf die (zerlaufende .... uuuahhhh) Pelle zu rücken.


    Bild 19 (Platz 15) Bemängeln kann man eigentlich nicht viel an diesem Bild, so sehen sie halt aus, wenn sie zerfallen. Etwas unruhig ist das Umfeld, und diesem speziellen Zerfall kann ich aus optischen Gründen leider nicht so viel abgewinnen.


  • Hallo Abeja,


    Ich bin bisher überhaupt nicht auf die Idee gekommen, dass so ein Bild gestackt sein könnte.
    Ich habe mich damit abgefunden, dass mit meiner Kamera ein Freistellen nur sehr begrenzt möglich ist und werde es dabei bewenden lassen. Mit etwas Übung und einem guten Motiv sollte ich es auch ohne Stacken mal in die vorderen Ränge schaffen können. Wobei manche (mutmaßlich gestackte) Bilder schon toll sind.


    Ich bin dieses Mal doch enttäuscht von meiner Platzierung. (Bild 5) Freut mich, dass du mich auch weiter oben platziert hättest.
    Ich musste das Bild beschneiden, weil im Vordergrund ein unscharfer Lacktrichterling war. Ist erst am PC richtig unangenehm aufgefallen.
    Neuerdings muss ich mit meiner Frau konkurrieren (Irisle, Bild 1) und die hat mich gleich um Längen geschlagen. Und das liegt nicht nur daran, dass ich mit meiner alten 5MP gegen 18 MP angetreten bin.
    Sie hatte das Problem, dass es ein recht düsterer Tag war und so war das Bild eben auch etwas düster. Der Käfer war übrigens nicht völlig zufällig da ;)
    Hatte übrigens Diskussionen mit ihr, ob nun Schneckenfraß das Bild stört oder nicht. Sie hat das gestört, für mich gehört es eben dazu. Was denkst du da: sollte ein Pilz eher makellos sein?
    November war bei uns immer noch trocken und so musste ich leider ein im Oktober aufgenommenes einreichen.
    (wer sich die Mühe machen will, kann nun herausfinden, welches es ist - lohnt die Mühe nicht)
    Ich tippe mal auf Platz 18 - mal sehen.


    viele Grüße
    Alis

  • Hallo Alis,
    Konkurrenz mit der eigenen Frau .... uih uih uih ;)
    Und Statist auf Pilz gehoben .... ei ei ei (hatte ich mir fast schon gedacht, weil die Art läuft doch immer auf dem Boden herum, der hat wahrscheinlich gar kein Interesse an Pilzen :D )


    Zu deiner Frage:
    makellos oder nicht, das kann man nicht so pauschal sagen.
    Für ein (gutes) Dokubild völlig unerheblich: Pilz im Umfeld, von der Seite, von unten etc.
    für ein "schönes" (gutes) Dokubild: ein bisschen mehr aufräumen ist immer gut, meine ich.


    Für die Ensembles, wo man denkt, dass könnte "etwas" für den Fotowettbewerb sein:
    schauen, ob die "kleinen Unperfektheiten" gut in das Gesamtbild passen - ob sie stark vom Wesentlichen ablenken oder ob sie vielleicht sogar eine besondere und erwünschte Wirkung haben. Dass auch Verfall und Alter eine gewisse Schönheit ausstrahlen können, das war ja das Motto der "Pilzruinen".


    Allerdings: 90 Prozent der Bilder, bei denen einem vor Staunen und Bewunderung der Mund offen bleibt, zeigen nahezu perfekte Ensembles und Situationen. Aber die sind gar nicht so leicht aufzutreiben .... - also versucht man sowieso immer nur das Beste daraus zu machen, was man antrifft.

  • Hallo,
    das war wieder ein sehr spannender Wettbewerb im November mit einer Vielzahl an schönen und interessanten "Pilzobjekten".


    Einen eindeutigen Favoriten hatte ich auch dieses Mal nicht, sondern wieder eine große Gruppe von 6 Bildern "ganz oben" und eine noch größere "Verfolgergruppe" von 7 Bildern "dicht auf", wobei die Übergänge zwischen diesen Gruppen und auch noch mit einigen der nachfolgenden Bilder fließend sind - und nicht alle meine "Sortierungen" stimmen mit den Platzierungen überein.


    Favoritengruppe (Reihenfolge HIER nach STARTNUMMER):


    Bild 3, Platz 3
    Diese Schleimpilze ... Klasse!
    Es ist eine Studioaufnahme nehme ich an, also kein natürliches Umfeld und mit Kunstlicht beleuchtet (?), Hintergrund außerhalb des Tiefenschärfebereichs durch farblich stark kontrastierenden Karton (?) gestaltet. Passt für mich jedenfalls alles gut zusammen: Bildaufbau, Schärfe, Komplementär-Farben. Durch den intensiv-blauen Hintergrund wirkt es wahrscheinlich bewusst (?) etwas "künstlich" - man hätte da auch mit "zarteren" Farben arbeiten können und ein natürlicheres Bild "vortäuschen" könnnen - das ist dann m.M. nach Geschmackssache. Der relativ kleine unscharfe Bereich im Vordergrund stört mich da nicht.


    Bild 4, Platz 5
    Diese Tintenfischpilze ... auch große Klasse!
    Ein sehr gute Dokumentation des Pilzes, in einem einzigen Bild sieht man verschiedene Stadien der Entwicklung. Die große Tiefenschärfe zeigt jedes Detail, wobei sich der Hintergrund "vornehm" etwas dunkler (und nicht zu unruhig) zurückhält. Der Blickwinkel/ Bildaufbau ist gelungen, vom Hauptobjekt wandert der Blick zu den ähnlichen Formen nebenan und im Hintergrund (alles die Art ????) und wieder zurück, auch die Farben des Pilzes leuchten schön und werden durch die umgebende Dunkelheit noch hervorgehoben.


    Bild 5, Platz 9 (nur Platz 9)
    Diese Hallimasche ... makellos!
    Eine sehr gelungene Aufnahme von einem sehr "gewöhnlichen" Pilz (vielleicht hatten sich viele Juroren am Hallimasch "sattgesehen" (?)), im optimalen Fotografier-Zustand erwischt. Sehr gute Schärfe im Objekt und im Vordergrund (die kleine unscharfe Ecke links vorn lenkt mich nicht zu sehr ab), farblich und formal passender natürlich wirkender weicher Hintergrund.


    Bild 9, Platz 3
    Ein optischer Knaller, der Blick bleibt sofort und immer wieder daran hängen. Die Lichteffekte im Hintergrund, das "Leuchten", das "Malerische" des Hintergrundes. Eigentlich mein "Lieblingsbild" - trotzdem finde ich etwas anzumerken:
    die beiden Pilzgruppen rechts und links wirken auf mich völlig gleichwertig , gleich "wichtig" und auch im Bildaufbau "gleichgewichtet".
    Meiner Meinung nach schreit dieses Bildkonzept geradezu danach, dass alle "wesentlichen Pilze", die nicht in einer deutlichen räumlichen Tiefenstaffelung angeordnet sind, auch gleich scharf abgebildet werden.
    Man vermutet auch durch die Größenverhältnisse, dass sie exakt in einer Linie stehen - das tun sie aber nicht, die linken Pilze sind minimal weiter vorne. Dadurch sind sie etwas außerhalb der Schärfenebene -
    Es ist auch wahrscheinlich so, dass das aus normaler Sehentfernung kaum auffällt - aber ich wollte mir jedenfalls immer das linke Auge reiben, ob es dann schärfer wird....


    Bild 16, Platz 11 (nur Platz 11 - darüber wundere ich mich auch ...)
    Das Bild finde ich mutig (vielleicht zu "mutig" - aber mir - und auch anderen gefällt das Bild sehr sehr gut. Und den Bildautor hatte ich richtig vermutet), eine große Gruppe so scheinbar willkürlich zu beschneiden - aber das ist gelungen. Pilzdoku hat man trotzdem durch Hutoberflächen, Lamellen, Stiele (alles in sehr große Schärfe - wie "geprägt"), dazu kommt noch durch die Wahl des Ausschnitts und die intensiven dunklen Farben noch ein bisschen "Kino im Kopf". Erinnert irgendwie an einen Trupp behelmter Soldaten in Deckung ( kurz vor dem Angriff ??? ... im Hinterhalt ....???)


    Bild 32, Platz 1
    Dieses Bild finde ich auch durch und durch gelungen, nettes "tanzendes" Grüppchen - einer ist hingefallen ( gefallen ... - äh gefällt worden) ... das Bild hätte ich nicht ganz auf Platz 1 vermutet, aber dann verwundert es mich doch nicht:
    schöne Pilze, die man nicht oft antrifft, mit angenehmen Farben, gute Schärfe, guter Bildaufbau, nichts lenkt ab - und: es verlangt vom Betrachter nicht, sich auf "Extravaganzen" einzulassen.


    Favoritenverfolger (Reihenfolge HIER nach STARTNUMMER - die Fotos wären bei mir irgendwie auf den Plätzen 7-13 gelandet)


    Bild 8, Platz 17 (hätte ich also weiter oben, innerhalb der ersten 13)
    Sehr elegant wirken die weißen Pilze vor dem dunklen Hintergrund. Die Schärfenebene ist exakt auf den wichtigen Pilzen, während der Vordergrund und die Hintergrundpilze sehr unscharf gehalten sind. Ich habe überlegt, ob mich die unscharfen Pilze im Hintergrund an DIESER Stelle (direkt hinter dern Hauptdarstellern) stören - oder ob der unscharfe Vordergrund stört - oder die extremen Kontraste (Blitz?) ... eigentlich tun sie das nicht ... oder zumindest nur ein bisschen.


    Bild 11, Platz 8
    Ein sehr gelungenes Bild: Bildaufbau, Schärfe, Farben (diese sehr zurückhaltend) - störend ist nichts.
    Assoziation: eine "würdevolle" Gestalt mit "stolzgeschwellter Brust" nimmt gleich die Huldigung des "normalen" Volkes entgegen.
    Wegen der eher grauen herbstlichen Tönung und resultierenden "Stimmung" nicht mein Favorit, obwohl das Bild an sich makellos ist.


    Bild 18, Platz 4 (ein kleine Überraschung für mich auf Platz 4, geht aber in Ordnung)
    Das ist wieder ein sehr gutes Dokubild - wie nur stellt man SOLCHE Pilze dar - na klar, so geht es gut: scharf von vorne bis hinten - in ihrem natürlichen Umfeld.
    Und irgendwie beginnt man zu schmunzeln, wenn man diese Gestalten sieht ... die Blickmöglichkeiten von einem Pilz zum anderen, die unterschiedlichen Größen beleben das Bild sehr - und das "Schmunzeln" hat das Bild vielleicht (?) auf Platz 4 gebracht.


    Bild 19, Platz 12
    Sehr gut dokumentiert (und Rasen geschnitten.) - Etwas Kritisches fällt mir zu dem Bild nicht ein, der Bildeindruck bleibt nur nicht so "haften".


    Bild 22, Platz 6 (damit bin ich natürlich hochzufrieden)
    Mein "Werk": die Formen und Farben/ Oberflächen der Pilze in diesem sehr hellen, sehr jungen und unversehrten Zustand waren mir bisher noch nicht untergekommen - und ich fand das Ensemble sehr schön.
    Etwas abseits der Norm ist der Fundort (sonst direkt auf der Erde, im Moos, zwischen Blättern) - hier:
    fast aufrecht stehend (aber auf der Unterseite mittig angeheftet) in den mit wenig Erdkrume behafteten Wurzelfalten eines Baumstumpfes (etwas außerhalb rings um den Stumpf herum waren noch andere Exemplare in der normalen "Waagerechten".)
    Den Untergrund in seinen nicht besonders schönen Farbtönen und Strukturen sehe ich hier als kleines Problem.
    Um diesen etwas extravaganten Standort (die "Wurzelnatur" des Untergrundes wäre nämlich sonst dem Betrachter nicht unbedingt klar) offensichtlich zu machen, hatte ich auf dem Originalbild bewusst die obere rechte Kante des Baumstumpfes mit ins Bild genommen.
    Zu Hause wirkten in dieser (etwas entfernteren) Ansicht die Pilze aber auf mich weniger interessant, die Oberflächenstruktur wurde auch nicht mehr so deutlich.Ich habe das Bild "verdichtet" - d.h. per Bildbearbeitung sowohl die linke Kleingruppe als auch die rechte obere Wurzelkante etwas näher an die Hauptpilze herangerückt. Dadurch, dass das Bild nun ein etwas kleinerer Ausschnitt des Originalbildes ist, könnte etwas an Qualität verlorengegangen sein.


    Bild 24, Platz 18 (kann man zwiespältig sehen s.u., bei mir wäre das Bild in der Gruppe von 7-13)
    Ein Bild mit künstlerischem Anspruch, die Pilze sind sehr an den Rand gerückt und vom Umfeld extrem freigestellt, wobei die Pilze nicht in allen Bereichen scharf abgebildet sind.
    Die Stellung ganz rechts außen kann ich (mit einiger Mühe) auf zweierlei Arten interpretieren.
    Einerseits (und erster Eindruck bei mir) bekommt das Bild einen starken "Touch" á la Caspar David Friedrich (wo sich ganz kleine Menschengestalten eher im äußeren Bildbereich befinden und die großartige Natur betrachten etc. und alles was "stimmungmäßig" und interpretatorisch damit zusammenhängt) - d.h. man setzt hier relativ schnell die Pilze mit Personen gleich, versetzt sich in diese "Personen" hinein und sieht ... hmmmm .... "dunstiges" Fastnichts (?), wobei mir "Fastnichts" etwas wenig wäre - bei diesem Bildkonzept würde man sich die Pilzgruppe auch ganz und gar scharf abgebildet wünschen.
    Andererseits könnte man denken, dass aus dem hellen lichtdurchstrahlten "Fastnichts" ein kleines Grüppchen sich auf einem "schmalen Grat" auf den außerhalb stehenden Betrachter zubewegt - bei diesem Bildkonzept wäre die in der Schärfe tiefengestaffelte Pilzgruppe eher o.k.
    Da mir das Bild doch irgendwie gefällt, tendiere ich (nun) zur zweiten Möglichkeit ...


    Bild 25, Platz 7
    Eine "filmreife" Situation (wie auch schon geschrieben wurde, Assoziationen an Asterix oder Abenteuerfilme), sehr gut eingefangen - d.h. gesehen und fotografiert!



    Sehr großes breites (und gutes!) Mittelfeld (Reihenfolge HIER nach STARTNUMMER)


    Bild 1, Platz 30
    Ein Fliegenpilz ist ja immer ein Hingucker, im Ganzen wirkt das Bild auf mich aber nicht so ganz scharf und die Kontraste sind etwas zu stark.
    Die Bildsituation mit dem raumgliedernden Ast ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, ich finde es aber ganz interessant.


    Bild 2, Platz 14
    Hmm ... das Bild wirkt so, als sei ganz bewusst exakt dieser Ausschnitt (aus einem größeren Bild oder gleich so) gewählt worden. Was will uns der Künstler damit sagen ... ich weiß es nicht genau ... ein dunkler Abgrund ist in der Mitte ... der "Dicke" im "Halbprofil" "schaut" (oder "ruft"?) zu den "Kleinen" jenseits des "Abgrundes" - und ein paar "Statisten" gibt es auch ...
    ganz schön spannend ... vielleicht... aber der Bildaufbau könnte auf den "interpretationsunlustigen" Betrachter auch etwas chaotisch wirken.
    Platz 14 ist für mich etwas überraschend, vermutlich haben fast alle Juroren da fleißig etwas hineininterpretiert.


    Bild 7, Platz 25
    Intensive Licht-Schatten-Kontraste - das kann man machen.
    In meiner normalen Bildschirmansicht finde ich die dunklen Stellen etwas zu dunkel. Aus formalen Gründen hätte ich die angeschnittenen Blätter nicht mit ins Bild genommen.


    Bild 10, Platz 14
    Extremer Fokus auf einen Teil der Lamellen - ansonsten sehr große unscharfe Bereiche. Für meinen Geschmack dürften die scharfen Bereiche immer etwas größer sein, hier z.B. der "Pelz" am Hutrand des Pilzes in der Mitte auf jeden Fall und der Pelz vom rechten Pilz am besten auch.
    Den Beschnitt am oberen Rand finde ich zu knapp. Mit Platz 14 m.M. nach sehr gut weggekommen.


    Bild 12, Platz 27
    Ein Fliegenpilz, in "Szene" gesetzt - ist das Licht inszeniert (?) oder ein "echter" Sonnenstrahl (?) - egal, die Licht-Wirkung finde ich schön - wenn auch schon ein bisschen extrem. Abgesehen von diesem Effekt wäre es ein eher "mittelmäßiges" Bild. Hätte ich trotzdem etwas weiter oben angesiedelt.


    Bild 13, Platz 21
    Sind die Stiele hier wirklich blau? Mit der Belichtungssituation komme ich nicht klar - auf mich wirkt das alles etwas zu künstlich (in diesem natürlichen Umfeld). Die "Füße" in der Mitte links sind insgesamt etwas zu dunkel.
    Vielleicht hätte man hier mit einem Aufhellkarton ein natürlicheres (falls man das will) Ergebnis erzielen können.


    Bild 14, Platz 13
    So schöne "Blaue" - aber die Perspektive finde ich nicht optimal (von schräg oben, mittig im Bild, der obere Rand zu nah am Pilz) - vielleicht hätte es noch einen besseren Standort/Winkel gegeben ?
    Die Schärfe bzw. die Verteilung der Schärfe ist m.M. nach o.k. - die Abspeicherung in jpg kann man aber noch in einer besseren Qualität machen (das Bild hat nur 79 kb) - in dieser Qualitätsstufe sieht man schon in manchen Flächen Komprimierartefakte (z.B. um die weißen Schuppen im blauen Hut herum).


    Bild 15, Platz 14
    Schleimi in Sternchenform - das ist nicht schlecht gesehen. Die Bildaufteilung und die Schärfe sind auch gut (manche Bereiche empfinde ich als "überschärft" - im unscharfen Hintergrund und in der linken oberen Ecke erkennbar.)
    Was mich nicht so anspricht sind die Farben: dieses Gelb, dieses Grün und dieses Braun ... obwohl das so ja der natürliche Zustand ist. Also rein aus "Geschmacksgründen" finde ich den Gesamteindruck visuell nicht so reizvoll.


    Bild 17, Platz 25
    Die Pilze sind schön, Licht-und-Schatten-Spiele finde ich auch immer wieder reizvoll, die Belichtung und die Schärfe sind gelungen.
    Seeehr gewöhnungsbedürftig finde ich das extreme 16:9 Bildformat "tapetenartig" hochkant ...
    Warum überhaupt hier ein Hochformat? War das Umfeld rechts und links so hässlich?
    Für mich sind hier ganz oben und ganz unten zu viel unwesentliche und eher störende Flächen, obwohl die farblichen Unterschiede in den Hintergrundflächen dem Bild ganz gut tun.


    Bild 20, Platz 24
    Die Art finde ich auch immer wieder fotogen. Der Pilz ist hier auch gut getroffen und auch scharf genug (nicht ganz überall) abgebildet, der Bildaufbau ist "einfach" aber passend.
    Den grauen Hintergrund und den Untergrund (obwohl natürlich) mag ich nicht so sehr (das ist auch bei meinen eigenen Funden auf "altem Holz" für meinen Geschmack immer wieder mal ein Problem...).
    Etwas störend finde ich auch diese seltsamen Dopplungs-Linien-Effekte am oberen Rand des Holzes. Das Bild hätte ich im großen Mittelfeld etwas weiter oben vermutet.


    Bild 21, Platz 20
    Von der Machart her ein ähnliches Bild wie Bild 20. Gut finde ich, dass im Hintergrund noch mehr Pilze der Art ins Bild aufgenommen wurden, sowie die Stellung des Pilzes im Bild.
    Für meinen persönlichen Geschmack ist mir das Bild zu "grau in grau" und vor allem: die Schärfe ist ja nur in einem SUPERWINZIGKLITZEKLEINEN Bereich - nur in einem Teilbereich der Lamellen. Wie gesagt, für meinen Geschmack darf es da etwas mehr sein, hier z.B. Pilzhutvorderkante , weißer Pelz zumindest. Die Freistellung finde ich hier auch etwas zu stark, m.M. nach dürften die kleinen Pilze im Hintergrund auch noch etwas erkennbarer sein (und nicht nur weiße Kleckse).


    Bild 23, Platz 21
    Kontrastprogramm zu den vorherigen Bildern, alles scharf, alles klar ersichtlich. Ein sehr gutes Dokubild - aber eher ein Übersichtsbild. Ein anderer Blickwinkel hätte es vielleicht noch etwas interessanter machen können.


    Bild 27, Platz 29
    Auch ein gelungene Doku der Art. Sehr mittige Stellung des Pilzes, der Hintergrund ... mmmh... spielt keine Rolle und hat auch keine besondere Funktion - braucht er eigentlich auch nicht, er stört auch nicht - aber er ist mir irgendwie "zu beliebig" - und das Bild hinterlässt bei mir keinen bleibenden Eindruck.


    Bild 28, Platz 10
    Orangefarbene Seitlinge sind auch immer ein schönes Thema. Vom Objekt her sind da aber besonders die ganz frischen Exemplare "umwerfend", hier diese haben schon etwas gelitten - in der direkten Nahaufnahme (geblitzt - alles inklusive Hintergrund wird ungeschönt dargestellt und es werden auch Schlagschatten erzeugt) dann nicht mehr so reizvoll (aber gut dokumentiert).
    Platz 10 ist für mich hier eine Überraschung (weil die Art allg. als attraktiv gesehen wird (?)) - ich hätte das Bild zwischen Plätzen 15-20 vermutet.


    Bild 29, Platz 21
    Ein "Standard-Pilz" - immer wieder schön. Steht hier im exakt im Mittelpunkt, aber das Gewirr der Äste (die ich NICHT störend finde) sorgt dafür, dass der Blick wandert und erkundet. Klare Formen und gut kontrastierende Farben (o.k. kein Kunststück bei der Art ...)
    Nicht so gut finde ich das sichtliche Bildrauschen in fast allen Bildbereichen, besonders in den dunklen Partien des Hintergrundes und der Äste. War der ISO-Wert sehr hoch und/oder wurde hier vielleicht zu viel geschärft - vor allem außerhalb des wesentlichen Objektes ? Es wirkt teilweise so, als wären RGB-Streusel über das Bild geworfen worden (was man ja sogar als "Stilmittel" künstlich erzeugen kann - davon gehe ich hier aber nicht aus...).


    Bild 30, Platz 28
    Gutes Dokubild der Art, guter Bildaufbau, scharf abgebildet, natürliches Umfeld - ein ganz "besonderer" optischer Reiz drängt sich bei mir aber nicht auf.


    Bild 31, Platz 18
    Die Schärfe liegt sehr gut auf den Tropfen, auf der vorderen Hutkante (wenn man die Tiefenschärfe bewusst so knapp halten möchte). Die Farben kommen schön herüber. Ein bisschen "viel los" ist für meinen Geschmack im Hintergrund, das schwächt die Wirkung der Hauptobjektes wieder ab. Schwierige Situation ... wenn ein anderer Winkel die Tropfenkante nicht so zeigen kann.
    Vielleicht ist das hier einer der (wenigen) Fälle, wo ein 16:9 Format günstiger gewesen wäre.



    Vom großen Mittelfeld abgrenzen würde ich diese Bilder (Reihenfolge HIER nach STARTNUMMER)


    Bild 6, Platz 31
    Im Prinzip eine interessante Perspektive, aber dadurch werden die "stürzenden" Linien der Bäume stark betont, Farben etwas zu grau-blau, störender unscharfer Vordergrund. Die Pilz-Unterseite wird gezeigt, ist aber nicht gut erkennbar, nicht optimales Bildformat.


    Bild 26, Platz 32
    Die Farben wirken etwas seltsam, hell/blass, wenig kontrastreich und bläulich, das Bild ist im Gesamteindruck nicht wirklich scharf.
    Ein einzelner (klein wirkender) Pilz, dessen Eigenschaften man nicht besonders gut erkennen kann, steht mittig in VIEL ZU VIEL (nicht besonders interessantem) Umfeld.


  • Hallo Abeja,
    wie immer habe ich deine Einschätzung zu den Wettbewerbsbildern sehnlich erwartet und möchte dir für die Arbeit die du dir mit der der Beurteilung der Bilder und die Kompetenz die du dabei an den Tag legst ganz herzlich danken und dir ein großes Lob aussprechen. :thumbup: :thumbup: :thumbup: Sie sind einer der Hauptgründe für mich am Wettbewerb teil zu nehmen.


    Was mein aktuelles Bild angeht so war die Situation tatsächlich echt. Es brach genau dieser einzelne "Spot" durch das Blätterdach und fiel genau auf die angefressene Stelle des Hutes. Da so ein Spot ja bekanntlich recht zügig weiter wandert blieb leider nicht die Zeit die dieses Motiv gebraucht hätte. Auch fehlt mir noch viel Übung und Erfahrung solche Situationen richtig zu bearbeiten und die Möglichkeiten der Kamera voll aus zu schöpfen. Dennoch hätte auch ich mein Bild 4-5 Plätze weiter oben gesehen, aber unsere Jury (der ebenfalls ein großes Lob gebührt :thumbup: ) sah das eben anders. :giggle:


  • Bild 14, Platz 13
    So schöne "Blaue" - aber die Perspektive finde ich nicht optimal (von schräg oben, mittig im Bild, der obere Rand zu nah am Pilz) - vielleicht hätte es noch einen besseren Standort/Winkel gegeben ?
    Die Schärfe bzw. die Verteilung der Schärfe ist m.M. nach o.k. - die Abspeicherung in jpg kann man aber noch in einer besseren Qualität machen (das Bild hat nur 79 kb) - in dieser Qualitätsstufe sieht man schon in manchen Flächen Komprimierartefakte (z.B. um die weißen Schuppen im blauen Hut herum).


    Hi,
    interessante Ansicht, vielen Dank für die Tipps. Ich bin kein Foto-Experte und die Blauen hab ich nur mit dem Handy fotografiert. Keinerlei Nachbearbeitung. So was macht mir keine Freude. Mit hat das Bild aber sehr gefallen, da dachte ich, schick es mal ein, nach dem Motto: Motiv und Talent können vielleicht etwas an Technik wettmachen.


    Aber Deine genannten Punkte sind ein guter Ansatz für künftige Bilder. Die Bilder, die ich hier teilweise sehe, sind schon an Ansporn. Macht echt Spaß.

    Grüße aus dem Moseltal

    Marco
    ----------------------------------------------------------------------------
    Wenn das Leben Dir einen Korb gibt... geh Pilze sammeln. ==18

  • Favoritengruppe (Reihenfolge HIER nach STARTNUMMER):


    Bild 3, Platz 3
    Diese Schleimpilze ... Klasse!
    Es ist eine Studioaufnahme nehme ich an, also kein natürliches Umfeld und mit Kunstlicht beleuchtet (?), Hintergrund außerhalb des Tiefenschärfebereichs durch farblich stark kontrastierenden Karton (?) gestaltet. Passt für mich jedenfalls alles gut zusammen: Bildaufbau, Schärfe, Komplementär-Farben. Durch den intensiv-blauen Hintergrund wirkt es wahrscheinlich bewusst (?) etwas "künstlich" - man hätte da auch mit "zarteren" Farben arbeiten können und ein natürlicheres Bild "vortäuschen" könnnen - das ist dann m.M. nach Geschmackssache. Der relativ kleine unscharfe Bereich im Vordergrund stört mich da nicht.


    Gut erkannt! Studiobild mit Kunstlicht (Küchentisch mit Schreibtischlampe :cool: ). Untergrund und Pilzchen hatten ähnliche Farben (gelb-orange-braun). Da musste einfach etwas Komplementärfarbe rein! Der Hintergrund ist ein blau-grüner Wollschal meiner Frau, sieht aber niemand, weil völlig unscharf. Ein natürlicheres Bild vortäuschen wollte ich nicht. Entweder es ist natürlich oder nicht. Das Kunstlicht ist ja auch schnell als solches enttarnt! Wenn's draußen wieder länger hell ist, dann versuche ich mich vielleicht mal an Schleimpilzen in natürlichem Umfeld. Ich werde berichten. Vielleicht beim Wettbewerb ;) ? Wir werden sehen ....


    Viele Grüße,
    Christian

  • Danke für diese wunderbare Diagnose, abeja! :thumbup:
    Das hilft mir als "Jungjurysten" ein ganzes Stück weiter.
    Übrigens gehe ich ähnlich an die Beurteilung eines Bildes heran wie du.



    Das war wieder ein sehr spannender Wettbewerb im November mit einer Vielzahl an schönen und interessanten "Pilzobjekten".


    Da sagst du was!



    Einen eindeutigen Favoriten hatte ich auch dieses Mal nicht, sondern wieder eine große Gruppe von 6 Bildern "ganz oben" und eine noch größere "Verfolgergruppe" von 7 Bildern "dicht auf", wobei die Übergänge zwischen diesen Gruppen und auch noch mit einigen der nachfolgenden Bilder fließend sind - und nicht alle meine "Sortierungen" stimmen mit den Platzierungen überein.


    O.K. Bei mir waren es 7 + 7 Bilder.


    Soviel hoffe ich sagen zu dürfen, ohne zuviel zu verraten.
    Alle im Vorderfeld platzierten Bilder lagen so dicht beisammen, dass ein Windhauch gereicht hätte, um die Reihenfolge gründlich durcheinanderzuwirbeln.
    So darf es gerne weitergehen.


    LG Nobi

    Hier geht es zu meinen Themen.

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    Chips: 72

  • Hallo,



    da hatten wir einen Mottowettbewerb "Küchenfoto - das sieht lecker aus"
    ....und kaum jemand hat teilgenommen.
    Ich beinahe auch nicht - "muss ja nicht unbedingt überall ....", denn so einfach ist das Thema nicht - und viele hatten wohl auch kein geeignetes Material parat. Also von mir aus können wir das im nächste Jahr auch noch mal angehen.


    Nun ist es eigentlich so, dass ich unter dem Motto "Küchenfoto" weder ein Foto von der Küche verstehe und unter "lecker" auch nicht die sichtbaren Spuren der letzten "Kochschlacht" an der Wand, sondern schon irgendwie ein Bild, das mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.
    Und das verbinde ich - andere könnten das weiter gefasst sehen - vor allem mit einem Bild von einem fertigen Gericht oder von Zutaten, in die man theoretisch auch roh hineinbeißen möchte oder eventuell auch von Zutaten vor der unmittelbaren Zubereitung, wenn man sich dann vorstellen kann/muss wie das Ergebnis schmecken könnte.
    Es gibt auch im Web einiges zu (neudeutsch) "Food-Fotografie" zu finden, relativ unterschiedliche Ansätze, das habe ich aber auch erst hinterher gelesen.
    Da wird oft betont, es würden "keine Tricks" angewendet und es würde ein fertig gegartes Gericht abgebildet ... aber oft habe ich bisher z.B. bei Abbildungen in diversen Zeitschriften den Eindruck gehabt (vor allem wenn die Farben von gegarten Gemüsen so extrem knackig sind), das da etwas Halbgares zusammengestellt wird.


    Im Prinzip scheint es ein paar unterschiedliche Vorgehensweisen zu geben
    a) die Nahrungsmittel als "Kunstobjekt", als "Skulptur" (statt "Pilz-Ikebana" dann "Essens-Ikebana"), "stylish", ganz wenig auf dem Teller, sehr weich und fast ohne Schatten ausgeleuchtet (schwierig mit normalen Hobbyisten-Methoden, habe etwas über Ring-Blitz gelesen und über Reflektionsflächen), sehr neutrale Hintergründe (fast ganz weiß oder schwarz), ohne viel Drumherum, "Objekte" von vorn bis hinten scharf.
    Das "Ikebana-artige" ist wahrscheinlich mit den meisten Pilzgerichten nicht sehr gut machbar.


    b) eher "ungekünstelt" wirkend, manchmal etwas das "Rustikale" betonend, mit "Röstaroma" auf dem Bild, auch nicht zu viel auf dem Teller, etwas mehr Umfeld zeigend (dann den Hintergrund aber immer unscharf), etwas natürlich wirkende "Dekoration" - von den Farbtönen meist eher warm wirkend - oft nur einen Teilbereich des Essens abbildend, schräg von vorne, nur in (ausreichend großen) Teilbereichen scharf abgebildet.


    c) Voll- oder Teilansichten des Tellers (nicht überladen!) ganz oder fast ganz von oben, ohne (oder mit ganz wenig) Umfeld/ Deko, alles ganz scharf abgebildet.



    Die wenigen und sehr unterschiedlichen Bilder habe ich keinen Gruppen zugeordnet, sondern ich schreibe nur so ein paar Eindrücke zu den Bildern (hier nach STARTNUMMER):


    Bild 1 (Platz 7):
    Man sieht, es war eine gute "Ernte", die Vorräte sind gesichert. Fotografisch rein dokumentarisch, geblitzt, viel Küchenansicht - und: mir läuft das Wasser nicht im Mund zusammen, bei diesen bläulich-metallisch schimmernden Stücken (auch wenn ich den Pilz selbst wohlschmeckend finde).


    Bild 2 (Platz 6):
    Man sieht, es war eine gute "Ernte" .... Fotografisch gut dokumentiert, der Bildaufbau mit den fluchtenden Linien ist auch nicht schlecht, scharf ist das Foto auch, aber: bei einer Menge von rohen, geputzten Steinpilzen denke ich immer noch nicht: "da will ich hineinbeißen"


    Bild 3 (Platz 3):
    Mein eigenes Foto, nicht ganz optimal, das sage ich selbst dazu:
    Pilze hatte ich nicht viel, einmal Austern, mal eingeweichte Judasohren, mal gekaufte Champignons und winzige Samtfußrüblinge.
    Vor dem Kochen hatte ich immer spontan die Idee, das Ergebnis auch versuchsweise mal zu fotografieren - aber es stellte sich fast immer ein grundsätzliches Problem heraus.
    Die Belichtung (künstliche Beleuchtung und/oder Blitz, falls es schon dunkel ist) einerseits und die Konsistenz und Farbe der Pilze (sofern man die Pilze noch als Pilze erkennbar haben möchte im fertigen Gericht):
    die Pilze werden klein, fast unsichtbar - undefinierbarer "Kladderadatsch", unschöne Farben, mit Kunstlicht oder Blitz oft seltsame Lichtreflektionen in feuchten/ fettigen Stellen etc.
    Noch ein Versuch: mit gekauften Shitake, mit kurz gegartem Pfannen-Gemüse, mit zerzupftem Rührei, separat zubereitet, dann gemischt (war etwas abgekühlt) - Kresse wegen Farbtupfer (obwohl das Essen auf dem Teller "bunt" war, fehlte die gewisse "Frische" daran), ein bisschen "Ambiente" (Decke, Gabel, Glas) - geringe Tiefenschärfe und nicht zu viel auf dem Teller.
    Aber: es war dunkel und mit der Beleuchtung habe ich nicht experimentiert, sondern das Licht kommt ausschließlich von der Küchentischlampe darüber (helle LED), das macht dann teilweise wieder etwas unschöne Schatten.


    Bild 4 (Platz 4):
    Ein sehr gutes Foto, sehr scharf, sehr stimmig belichtet und weich beleuchtet. Die geputzten Steinpilze als "Skulptur", als formal sehr ansprechendes Objekt.... aber direkt anbeißen möchte ich auch nicht.
    Die "Probleme" der Food-Fotografie sind damit auch umgangen worden.


    Bild 5 (Platz 5):
    Nun, das ist schon "Food-Fotografie" vom fertigen Gericht, das Essen ist scharf abgebildet, mit etwas "Umfeld". Sehr sorgfältig ist das aber nicht gemacht worden (Kamerakordel im Bild etc. ), über die Zusammenstellung könnte man auch geteilter Meinung sein.


    Bild 6 (Platz 1)
    Das Bild finde ich fotografisch sehr gelungen (Bildaufbau, Schärfe, Farben, Belichtung). Obwohl mir auch hier nicht direkt das Wasser im Mund zusammenläuft, kann ich mir gut vorstellen, was dabei herauskommen soll. Es ist also noch etwas "Arbeit" notwendig, um von diesen schönen "Objekten" gedanklich auf "lecker" zu kommen.
    Ebenfalls kein Bild des fertigen Gerichts mit der typischen Problematik.


    Bild 7 (Platz 2)
    Ein sehr gutes Foto (Bildaufbau, Schärfe, Farben, Belichtung), das Bild wirkt durch die Form der "Objekte" und die strenge grafische Anordnung.
    Wenn jemand aber z.B. nicht weiß, dass das Morcheln sind, die im Dörrex getrocknet werden sollen ... dann könnte man auch an "technische Objekte" denken - also das "Lecker" kommt dann auch nur auf Umwegen zustande.



    Zum Dezember-Wettbewerb


    Wieder sehe ich viele Favoriten und viele Favoriten-Verfolger - und fließende Übergänge zwischen den Gruppen, vieles ist Geschmackssache - ich fasse mich kurz:


    Meine persönlichen SIEBEN Favoriten (hier nach STARTNUMMER)


    Bild 1 (Platz 5):
    Fotografisch nicht auszusetzten, farblich und formal sehr ansprechend.
    Die Oberflächen der Pilze kommen wunderschön herüber! Einer meiner Top-Favoriten, wenn ich hier noch unterscheiden sollte.


    Bild 2 (Platz 14)
    Fotografisch nicht auszusetzten, farblich und formal sehr ansprechend.
    Was für eine wunderschöne Kombination, so was muss man erst mal finden!
    Die Platzierung hier ist mir ganz und gar nicht verständlich.


    Bild 9 (Platz 7)
    Fotografisch nicht auszusetzten, farblich und formal sehr ansprechend.
    Hier ist die Frage, ob man die "Objekte" schön findet - ich finde sie schön (ich hatte selbst nur einen "Doppelpilz" der Art, der war längst nicht so fotogen)


    Bild 12 (Platz 4)
    Fotografisch nicht auszusetzten, farblich und formal sehr ansprechend.
    Die Oberflächenstruktur, der Randbereich der Pilze ist extrem gut getroffen worden.


    Bild 20 (Platz 1)
    Fotografisch nicht auszusetzten, farblich und formal sehr ansprechend.
    Etwas Kontrastprogramm zu Bild 9, etwas "herber" in der Wirkung, gefällt mir persönlich auch sehr gut (trotzdem eine kleine Überraschung, das Bild auf Platz 1 zu sehen, aber es ist auch jahreszeitlich sehr passend - auch von der Stimmung her.)


    Bild 21 (Platz 3 )
    Fotografisch nicht auszusetzten, farblich und formal sehr ansprechend.
    (ich wiederhole mich ja andauernd ...), insgesamt etwas weniger auffallend im direkten Vergleich zu Bild 1 und 2.


    Bild 24 (Platz 2)
    Fotografisch nicht auszusetzten, farblich und formal sehr ansprechend.
    (ich wiederhole mich immer noch ...) ... trotzdem fand ich das eine oder andere Bild hier in dieser Gruppe noch interessanter.



    Meine persönlichen SIEBEN Favoritenverfolger (Reihenfolge hier nach STARTNUMMER) - beide Gruppen zusammen also 14 Bilder


    Bild 3 (Platz 11)
    Ja, die Zweisamkeit macht schon was her - mir persönlich ist das Bild aber insgesamt etwas zu grün/ grün-gelb. Die Hauptdarsteller sind auch nicht extrem scharf - was ich bei einem solchen Bildaufbau erwarten würde.
    Ich persönlich würde insgesamt auch eine "Farbtemperierung" etc. bevorzugen, die nicht immer den Eindruck erweckt, als würde der Harz auf Borneo liegen. Das hat zwar hin und wieder als Einzelbild oder Kleingruppe seinen ganz eigenen Reiz, erscheint mir aber als "Dauerzustand" nicht immer passend - ja ich meine sogar, dass darunter die Bestimmbarkeit leidet.


    Bild 4 (Platz 7)
    Interessant! Mutig! High key im Pilzbild - ich finde es gelungen.


    Bild 11 (Platz 12)
    Die Reihung der kleinen Pilze stellt eine sehr schöne Fundsituation dar, ist auch gut getroffen worden. Vielleicht hätte ich weniger Umfeld abgebildet.


    Bild 15 (Platz 7)
    Mein eigenes Bild (ist ja ganz gut angekommen :sun: ), noch aus November. Ungewöhnlich, dass die Pilze so weiß sind ... und sie waren ganz trocken. Mir persönlich gefiel wieder die Lichtsituation (Sonne schräg von der Seite) und die sehr intensiven Farben des Laubes im Kontrast zu den Pilzen besonders.
    Die Pilze sind schon minimal "lädiert" und vielleicht hätte das eine oder andere Blatt noch anders "arrangiert" werden können, aber das Licht ließ keinen Aufschub zu und die Pilze hätten größere Räumaktionen auch nicht toleriert - so fragil waren die.


    Bild 25 (Platz 10)
    Das hat was! Man guckt wie durch eine Röhre auf die kleine (... mittige) Pilzgruppe.
    Trotzdem - ich weiß nicht, vielleicht ist mir das Umfeld etwas zu unruhig.


    Bild 26 (Platz 18)
    Das Duo ist sehr gut getroffen worden. Das (natürliche !) Farbenspiel Blau-Grün sagt mir persönlich nicht so zu. Hatte ich trotzdem deutlich höher bewertet als hier im Ergebnis (also innerhalb der ersten 14)


    Bild 27 (Platz 12 )
    Holzkeulen die dritte. Auch ein gutes Foto, finde ich. Vielleicht hätte ich das Umfeld etwas verknappt - etwas weniger von der unscharfen Reihung im Hintergrund, noch etwas mehr Betonung auf das schöne Moos mit den Wassertropfen. Die Farben (das Rot links, das Grün des Mooses) empfinde ich als etwas übersatt.



    Diese Bilder hatte ich im Mittelfeld (Reihenfolge hier nach STARTNUMMER):


    Bild 5 (Platz 5)
    Gutes Dokubild, alles scharf. Das Umfeld ist auch natürlich, aber nicht so "überirdisch" schön - hatte ich also nicht unter den ersten 14.


    Bild 6 (Platz 26)
    Geeignetes Dokubild, etwas mittig, das Umfeld ist wenig ästhetisch (obwohl natürlich und herbstlich), hatte ich etwas höher bewertet.


    Bild 8 (Platz 23)
    Geeignetes Dokubild, etwas viel unruhiges Umfeld für meinen Geschmack, hatte ich aber etwas höher bewertet.


    Bild 10 (Platz 16)
    Optisch auffällig durch die Farbgebung, erscheint mir extrem "satt" und etwas überbelichtet - aber von der Wirkung her nicht uninteressant. Pilz nur in Teilbereichen der "Spaltblätter" scharf.


    Bild 14 (Platz 17)
    Geeignetes Dokubild, aber die "schwedischen Gardinen" im Hintegrund stören mich persönlich ziemlich stark.


    Bild 16 (Platz 15)
    Schön scharfer Schimmel! Gut dokumentiert. Für meinen Geschmack etwas zu viel Feuchtigkeitsgeglitzer im Umfeld.


    Bild 17 (Platz 22)
    Schöner Pilz, aber vielleicht etwas zu viel von "oben" abgebildet und etwas zu viel "chaotische" Unschärfen im Vordergrund.


    Bild 18 (Platz 19)
    Holzkeule, die vierte.
    Die Form kommt gut herüber, mir ist der "Wichtel" etwas zu wenig bedeutsam im Bild, der große unscharfe Bereich im Vordergrund lenkt auch etwas ab.


    Bild 19 (Platz 21 )
    Interessante grafische Sichtweise, extrem geringe Tiefenschärfe. Im direkten Vergleich mit anderen Bildern vom Objekt her nicht so auffällig (zum Mehrfach-Hingucken).


    Bild 22 (Platz 20 )
    Da haben die Zwerge aber viel Feuer gemacht! Gut gesehen!
    Von der Wirkung des Gesamtbildes her für meinen pers. Geschmack etwas unruhig und ich fühle mich etwas von der Intensität des Grüns erschlagen.



    Diesen Bildern kann ich nicht so viel Reiz abgewinnen (Reihenfolge hier nach STARTNUMMER):


    Bild 7 (Platz 25)
    Die Unschärfen im Umfeld und die Lichteffekte/ Reflektionen lassen mich kaum die kleinen Pilze finden (obwohl sie genau in der Mitte sind).


    Bild 13 (Platz 23)
    Es ist vielleicht interessant, eine solche Situation zu finden, zu sehen und auch zu dokumentieren - aber als Foto "wirkt" es irgendwie nicht.
    (Pilz genau mittig, etwas überbelichtet, Umfeld - obwohl natülich - etwas "chaotisch" ... aber ein Gesicht kann man sehen, wenn man will ...)


    Bild 23 (Platz 26)
    Da könnte ich das Gleiche schreiben: vielleicht eine interessante Situation, aber der spezielle "Reiz" kommt irgendwie nicht herüber. Die Strukturen wirken nicht scharf, der Blick wandert von hier nach da ohne Richtung ... aber auch hier kann man ein Gesicht hineininterpretieren ...

  • Hallo Pilz- u. Fotofreunde,
    wieder ein paar persönliche Eindrücke von mir zu den Bildern des Januar-Wettbewerbs :


    Meine DREI persönlichen Favoriten waren (Reihenfolge HIER nach Startnummer):
    Bild 2 (Platz 3):
    sehr harmonisch von Gesamteindruck, schön scharf, grazile Pilzchen (irgendwie seeehr ähnlich dem Dezemberbild - und ich hatte den Bildautor vermutet - aber warum nicht?) Die zurückhaltenden Farben finde ich schön und passend, "schimmernd", leicht opak.


    Bild 7 (Platz 5):
    ebenso ein wunderschönes Bild in allen Aspekten. Hier gefällt mir vor allem, dass es farblich etwas Kontrastierendes zu den blau-grünen Tönen des Pilzes gibt, das betont deren Farbigkeit noch mal.


    Bild 19 (Platz 1):
    rundum gelungen, sanfte stimmige Töne, angenehm farbliche Kontraste zwischen den grünen und roten Tönen. Die schönen Moossporangien sind eine hübsche Zugabe.


    Diese FÜNF Bilder hatte ich als Favoritenverfolger eingeschätzt (Reihenfolge HIER nach Startnummer):


    Bild 1 (Platz 11):
    Eigentlich ein "simples" Bild, ich finde es aber sowohl fotografisch-technisch als auch von der Bildwirkung her gelungen. Hatte ich also etwas weiter vorne gesehen.


    Bild 5 (Platz 7):
    Da die kleinen braune-gelben Winzigkeiten im "Pseudo-Dschungel" immer wieder nett anzuschauen sind, hatte ich die Platzierung des Bildes ungefähr so vermutet.


    Bild 15 (Platz 2):
    Mir gefällt das Bild zwar sehr gut, es zeigt die typischen Eigenschaften des Pilzes hervorragend, ist in den wesentlichen Punkten sehr scharf und die Farben sind gut getroffen. Trotzdem hätte ich das Bild nicht auf Platz 2 vermutet, weil die (natürlich gegebene) Auffindsituation (die Vielzahl der Pilze, das Blatt etc.) eigentlich einen "klaren" Bildaufbau be-/verhindert.


    Bild 18 (Platz 10) mein eigenes Bild ...
    ... hier gedanklich Rot-werd-Smiley ergänzen ...
    Ich hatte dem Bild also eine (etwas) höhere Platzierung zugetraut, andererseits wundere ich mich nicht über einen Platz im mittigsten Mittelfeld.
    Die farbliche Gestaltung mit dem extrem dunklen Hintergrund ist bewusst so gewählt - und ist abweichend von den "typischen" Bildern, die ich sonst so einreiche. Nachdem ich bei früheren Wettbewerben einige geblitzte Bilder von der Wirkung her sehr interessant und elegant fand, hatte ich mir vorgenommen, so etwas beim "richtigen Objekt" auch mal zu probieren.
    Diese Pilze hatte ich auch "normal" aufgenommen, das Bild ist aber "lasch", zu viel uninteressantes feuchtes, rot-braunes unschönes Herbstlaub.
    Durch den Blitz und die Abdunklung des Hintergrundes bekommt es für mich etwas Geheimnisvolles und erinnert mich an eine punktuell ausgeleuchtete "Kostbarkeit" z.B. in einem Museum in einer mit Samt ausgelegten Vitrine - ich mag das Foto sehr.
    Auf andere Betrachter könnte es aber zu "gewollt" und künstlich wirken (und der Hintergrund zu "abgesoffen").


    Bild 20 (Platz 4):
    Die fliegenden Schmetterlinge gefallen mir auch sehr gut. Es wirkt hauptsächlich durch die besondere formale Ausprägung der Pilze. Fotografisch ist nichts zu bemängeln.


    Im großen Mittelfeld (hintere Plätze sollte es eigentlich gar nicht geben ....) hatte ich alle restlichen Bilder angesiedelt, davon einige, die es deutlich weiter nach oben geschafft haben (Reihenfolge HIER nach Startnummer):
    Bild 3 (Platz 17):
    Von der Bildwirkung her finde ich es interessant, farblich kommen mir die bläulichen Ränder etwas seltsam vor.


    Bild 4 (Platz 17):
    Auch das ist ein Bild, was man sich gerne mehrfach ansieht. Der Hintergrund ist möglicherweise etwas Geschmackssache, der eher symmetrische Aufbau hier gefällt mir eigentlich gut.


    Bild 6 (Platz 15):
    Der Pilz ist gut getroffen, er steht etwas mittig, das unscharfe Laub im Vordergrund könnte etwas störend wirken.


    Bild 8 (Platz 13):
    Sehr schön winterlich! Pilze aus dieser Entfernung haben es immer etwas schwer, glaube ich.


    Bild 9 (Platz 13)
    Der Pilz ist sehr gut getroffen. Vom Bildbeschnitt (finde ich zu knapp) und von den Farben (Hintergrund erscheint etwas sehr bläulich und etwas "seltsam" unruhig) gefällt mir das Bild persönlich nicht so gut.


    Bild 10 (Platz 8):
    Sehr gelungenes Dokubild, einen echten "Erebus" kann ich in den formalen Aspekten des Bildes aber nicht erkennen.


    Bild 11 (Platz 17): (edit: Kuddelmuddel verbessert)
    Ein gelungenes Dokubild der Art, könnte so typischerweise in jedem Buch sein, man sieht alles. Nur: es sind eben schon "umgelegte" Pilze - und dann wird das Bild (fast automatisch ?) vielleicht nicht mehr als so schön empfunden.


    Bild 12 (Platz 5):
    Für mich auch eher ein sehr gelungenes Dokubild der Art, als Wettbewerbsfoto für meinen Geschmack etwas zu unruhig.


    Bild 13 (Platz 12):
    Fotografisch einwandfrei (Schärfe, Farben, Formenm, Bildaufbau). Die Platzierung hier muss am Objekt liegen, dass eben diese Pilze (Rindenpilze, Porlinge und Konsorten) hier "normal" herüberkommen und keinen zusätzlichen "extravaganten Thrill" bieten. Das ist dann der Unterschied zu fotografisch genau so guten Saftlingsbildern etc. (die können sie selbst sein und brauchen keinen Gedanken-Assoziationen-Heckmeck).


    Bild 14 (Platz 9): (edit: Kuddelmuddel verbessert)
    Gut getroffene Seitlinge, für mich etwas zu formatfüllend - ich will immer ein Stück zurückgehen beim Betrachten.


    Bild 16 (Platz 15):
    Auch an diesem Bild ist nichts auszusetzen, für mich auch eher ein Dokubild.


    Bild 17 (Platz 20):
    Obwohl der Pilz/ das Umfeld natürlicherweise so aussah und der Reifeprozess auch gut dokumentiert ist, ist das Bild für die meisten Betrachter wahrscheinlich aus farblichen und formalen Gründen nicht wirklich "schön".

  • Hallo Abeja
    Wieder mal ein Kompliment an deine Beurteilung der Bilder. Ich finde, dass deine Analyse ein fester Bestandteil der Wettbewerbe geworden ist und einfach als "Aftershow" die Sache abrundet. :thumbup:



    "Bild 4 (Platz 17):


    Auch das ist ein Bild, was man sich gerne mehrfach ansieht. Der Hintergrund ist möglicherweise etwas Geschmackssache, der eher symmetrische Aufbau hier gefällt mir eigentlich gut."



    Ja, da ist mir mal wieder ein Patzer passiert. Das Bild als solches (Inhaltlich) ist für mich ganz Ok. Allerdings und da hat mir mein Lappy einen Streich gespielt, sollte es farblich ganz anderst wirken. Hatte neulich ein Bild von einem Taucher gesehen. Dabei fotografierte er Korallen und Schwämme von unten nach oben, bei dem sich das türkisliche Wasser oberhalb Richtung Wasseroberfläche hervor tat. Also das klassische Taucherbild eben. Beim Durchsichten meiner Bilder hatte ich sofort den Taucher im Hinterkopf.
    So inspiriert, werkelte ich das Bild mit seinen satten leuchtenden orange und brauntönen der "Korallen und Schwämme" also meine Pilze, so lange rum bis der "Himmel" ebenfalls Türkisblau war. War verblüffend, welch "Unterwasserlandschaft" ich im Wlad abgelichtet hatte :D


    Ok, alles abgespeichert und abgeschickt. Und da dachte ich noch, das gibt aber mal ein Halloeffekt beim Wettberwerb :cool:


    Als ich von einem anderen Rechner mein Bild im Monatswettbewerb dann gesehen habe: omg :shy: Wasn hier los?


    Nun denn, hatte bei meinem Läppy die Energiesparoption für längeren Akkubetrieb drin. Tjoa, Display Farben Kontrast usw. sind natürlich im Eimer und dementsprechend jetzt das Resultat. Der Hintergrund, wie von dir bereits freundlich als Geschmackssache angedeutet, sieht dadurch nichts mehr gleich. Obwohl Meer und mehr... hehe


    Man lernt doch wirklich nie aus. Aus verblüffendem Meeresblick, ein verpuffendes "Meisterstück" :D :D


    Aber vielleicht kann man sich jetzt, mit diesem Taucherhintergrund, das Foto bildlich vorstellen


    Viele Grüße

    Alle haben gesagt: Das geht nicht! Dann kam einer -der wußte das nicht- und hat es gemacht ==Gnolm1

  • Hallo, liebe Pilzfotofreunde,
    ein leicht verspäteter Wochenendkommentar von mir ... außerdem habe ich den Mottowettbewerb abgewartet...


    da gab es meiner Ansicht nach im Februar-Wettbewerb ein Anzahl von relativ gleichwertigen Bildern, was sich wohl auch in der Bewertung der Jury (viele Plätze doppelt vergeben) widerspiegelt. Die Schwierigkeiten, da eine Reihenfolge festzulegen, kann ich gut nachvollziehen.



    Meine persönlichen Favoriten waren (Reihenfolge HIER nach Startnummer):
    Bild 3 (Platz 9)
    Von den drei Kelchbecher-Bildern im Wettbewerb gefällt dieses mir persönlich am besten, Platz 9 wundert mich etwas. Als einziger kleiner Kritikpunkt fällt mir die relative "Düsterheit" auf, das Bild könnte eine etwas stärkere Wirkung haben, wenn die Farben mehr von "innen heraus" leuchten würden. Die Schärfe finde ich hervorragend, den Bildaufbau auch.


    Bild 12 (Platz 1)
    Die Platzierung überrascht mich überhaupt nicht, alles perfekt.
    Von der "Machart" her genauso wie die Bilder der letzten beiden Monate, aber das bekommt den "Kleinigkeiten" ja auch besonders gut.


    Ca. 7 Bilder in der großen Verfolgergruppe (Reihenfolge HIER nach Startnummer):
    Bild 5 (Platz 7):
    Ein "Schmunzelbild", man kann da wieder viel hineininterpretieren (wie die da so "Verstecken spielen" ...) Ich finde es vom Bildaufbau/ Schärfe/ Farben sehr gelungen. Etwas schade vielleicht, dass die hintere Gruppe ein bisschen angeschnitten ist.


    Bild 6 (Platz 9)
    Die Pilze sind sehr gut getroffen, von der (natürlichen) Farbigkeit her und von der Strukur des Holzes her ist der Gesamteindruck für mich nicht so attraktiv. Die Pilzunterseiten erscheinen mir etwas überschärft.


    Bild 7 (Platz 2)
    Eine Ansammlung, wo "Pilze von oben" kein Kritikpunkt ist. Die Formen und Farben, die natürliche Zusammenstellung wirken für sich. Vom Gesamteindruck her für mich ein sehr gutes Dokubild.


    Bild 11 (Platz 3)
    Kelchbecherlinge Nr. 3, eigentlich nicht Kritisches anzumerken (doch: "die sind ja kaputt" ... kleiner Scherz ....). Die Formen sind "elegant", die Schärfe ist sehr gut. Ich persönlich mag den braunen Hintergrund nicht so sehr.


    Bild 9 (Platz 4)
    Auf jeden Fall ein sehr auffälliges Bild, vor allem von den Farbtönen her.
    Die Schärfe erscheint mir sehr weich, d.h. in den Pilzen könnte ich mir gut noch einen "Tick" mehr Schärfe vorstellen. Das (natürliche) Gelb der Stiele taucht im Hintergund exakt so wieder auf und auch die Blautöne sind so, wie ich sie in der Natur so noch nicht bewusst gesehen habe. Da drängt sich bei mir die Frage auf, ob das natürlich so gegeben war oder aus gestalterischen Gründen in dieser Weise nachbearbeitet wurde, so "citron" und "petrol".


    Bild 10 (Platz 6)
    Mein Bild, im Prinzip ein Standardpilz in einer Standardsituation - nicht so sehr auffällig, vielleicht abgesehen vom "perspektivischen" Bildaufbau.
    Ich erinnere mich noch, dass ich da mit aufgelegter Kamera (neben den Pilzen auf dem liegenden bemoosten Baumstamm) den manuellen Fokus benutzt habe, da auch der kleinste Autofokusbereich nicht exakt auf die vordere Hutkante des linken großen Pilzes scharfstellen wollte (das war gleichzeitig die einzige Möglichkeit, dass die kleinen Pilze und das Moos im direkten Umfeld am schärfsten abgebildet wurden - diesen Bereich habe ich separat auch noch mal ziemlich stark geschärft).


    Bild 13 (Platz 4)
    Auch ein sehr auffälliges Bild mit sehr hellen Farbwerten (high-key). Ich finde, dass bekommt dem Bild hier vom Gesamteindruck auch gut, es ergibt sich so eine "verträumte" Stimmung. Gleichzeitig führt es dazu, dass man die Unschärfen im Bildvordergrund eher akzeptiert (sie fallen nicht auf und lenken nicht ab). Solche Farbwerte allg. könnten aber auch schon wieder zu Lasten der Bestimmbarkeit gehen.



    Im Mittelfeld hatte ich die folgenden 3 Bilder (Reihenfolge HIER nach Startnummer):
    Bild 2 (Platz 11)
    Ein großer Pilz, ein interessanter Pilz - auch scharf abgebildet, die Farben sind stimmig. Problematisch bei solchen Funden ist immer wieder die Frage: wo schneiden? oder im Gesamten abbilden? Ich weiß es auch oft nicht. Für dokumentarische Fotos spielt das alles keine große Rolle, beim Fotowettbewerb ist das dann eine Frage der subjektiven "Attraktivität" des Objekts.


    Bild 8 (Platz 12)
    Der Pilz wurde gut dokumentiert, auch hier die - nicht leicht zu beantwortende Frage - ob z.B. durch einen veränderten Blickwinkel die "Gesamtattraktivität" der Situation für den Betrachter gesteigert werden könnte.


    Bild 14 (Platz 7)
    Das Bild ist bei der Jury etwas besser weggekommen als bei mir - das ist auch ok., weil es ist schön scharf, der Bildaufbau ist gut - und nicht häufig sieht man so eine "propere" große Ansammlung dieses Pilzes. Mir persönlich gefielen die (natürlichen) Farbtöne und der Hintergrund nicht besonders gut.


    Davon nochmal etwas abgegrenzt weitere 2 Bilder (Reihenfolge HIER nach Startnummer):
    Bild 1 (Platz 12)
    Den Reiz des Motives kann ich gut nachvollziehen. Aber auch hier ist die Frage: wie abbilden, wo schneiden - wie den speziellen Reiz hervorheben...
    vielleicht noch knapper schneiden, etwas mehr Schärfe, etwas mehr Kontrast - aber auch dann bleibt es bei dieser Art von Motiv sehr "Geschmackssache".


    Bild 4 (Platz 14)
    Auch hier ist der Pilz/ die Situation reizvoll, der Bildaufbau ist in Ordnung.
    Es hapert deutlich an der Schärfe, für mich ist das Untergrundgrün nicht so wirklich schön.




    Dann hatten wir noch den Mottowettbewerb "Sowas hab' ich noch NIE gesehen"


    und meine beiden Favoriten (Bild 10 und Bild 12) sind auch auf dem ersten Platz gelandet, also volle Übereinstimmung mit der Jury.
    Beide zeigen das, was man (oder ich) sich so im Prinzip unter diesem Motto vorstellt, irgendeine seltsame Verwachsung, aber trotzdem erkennt man noch den Pilz, trotzdem sieht er noch "hübsch" aus - und beide Fotos sind technisch sehr gut (Schärfe und Bildaufbau), wobei mir bei Bild 12 eigentlich die Farbwerte wieder zu gelb-orange-lastig sind.



    Meine Favoritenverfolger waren (Reihenfolge HIER nach Startnummer):
    Bild 3 (Platz 5)
    Interessante Aufreihung der Pilze, gut dargestellt


    Bild 4 (Platz 4):
    Interessante Form, gut dargestellt


    Bild 7 (Platz 3):
    Hier habe ich gestutzt (noch NIE gesehen??? - o.k. ich tatsächlich nicht.. doch, natürlich!), aber was ist gemeint? Das "Gesicht" auf dem Stiel?
    Jedenfalls gut fotografiert.


    Meine Mittelfeldspieler (Reihenfolge HIER nach Startnummer):
    Bild 1 (Platz 8),
    mein eigenes Bild (da bin ich natürlich von eingenommen, bzw. voreingenommen) ... aber mir war eigentlich klar, dass, wenn es so filigrane Schönheiten eingereicht werden, dieses Bild eher im Mittelfeld, vielleicht sogar im unteren Mittelfeld landet - denn im Prinzip zeigt es einen +- hässlichen alten trockenen Rindenbelag (wenn auch scharf).
    Was habe ich daran noch NIE gesehen? Die extrem rote Farbe beim Eintrocknen (im Herbst, als es sonnig und trocken war) und wer hat denn schon mal einen roten "Drachengnolm" gesehen !?!?


    Bild 2 (Platz 6):
    Gut dokumentiert, seltener Pilz (daher stimmt schon "noch NIE gesehen") - ich finde das Bild/ den Pilz nur optisch nicht so attraktiv.


    Bild 8 (Platz 9):
    Naja, genau so habe ich die auch im Herbst gesehen... vielleicht optisch etwas zu wenig Pilz und zu viel "Glibberholz" um ein "schönes" Bild zu sein.


    Bild 9 (Platz 6):
    Mit dem Bild konnte ich persönlich auch nicht so viel anfangen - o.k. "geköpfter" (?) Pilz ... die Situation ist schon eigentümlich und auch scharf abgebildet, aber so richtig "schön" finde ich das Bild nicht.


    Bild 11 (Platz 10):
    Ondulierter Hut, gut gesehen! Scharf abgebildet. Im Gesamteindruck stört dann mich etwas das Umfeld.


    Davon abgegrenzt hatte ich auch (Reihenfolge HIER nach Startnummer):
    Bild 6 (Platz 11)
    Ja, da habe ich noch NIE gesehen! Aber hier geht es auch um Pilze (noch Fußpilz im Schuh ...?) Farblich auch etwas flau.


    Bild 5 (Platz 12)
    Eigentlich keine schlechte Idee, aber das Bild wirkt unscharf und es gibt auch "schönere" Sporenabdrücke ... oder ich beachte ein besonderes (interpretationsbedürftiges) Detail nicht richtig ? Das Auge, das da guckt?

  • Hallo Abeja,


    es freut mich, dass du mein Bild so weit vorne gesehen hast ! :)
    Wann wirst du Jury-Mitglied? ;):giggle:
    Was die "Hexe" im Mottowettbewerb betrifft:
    Ich hab' erst zuhause am Bildschirm gesehen, dass dort ein "Totenkopf" zu erkennen ist,
    der allerdings zum eigentlich essbaren Pilz überhaupt nicht passt... ;)


    Viele Grüße
    Wolfgang

    ----------------------------------------------------
    Ich bin ein fortgeschrittener Anfänger. Meine Einschätzungen zu Bestimmungsanfragen sind mit Vorsicht zu "genießen" !
    Und: Nicht jeder meiner Funde muss unbedingt bestimmt werden, ich freue mich einfach über jedes "Kerlchen"... :gzwinkern:

  • Hallo, liebe Pilzfotofreunde,


    es ist ja schon wieder ein Monat vergangen, mein Kommentar zum März-Fotowettbewerb könnte lauten:
    "Was gibt es denn da zu kommentieren - es sind doch fast alles (fast) perfekte Bilder!"
    Und schon wäre ich fertig ;) :cool: .
    Aber ein bisschen ins Detail gehen könnte ich ja schon.



    Meine Favoriten waren (Reihenfolge HIER nach Startnummer):
    Bild 3, Platz 5
    Starke Betonung von schönen Formen und Farben, sehr guter Bildaufbau und Schärfe


    Bild 11, Platz 2
    Mein Lieblingsbild, ich könnte auch sagen "Hab' ich ja noch NIE gesehen": diesen Pilz in dieser "frischen" absolut perfekt aussehenden Wachstumsphase.
    Man kann immer wieder die Einzelformen mit dem Auge umkreiseln, es wird nicht langweilig und die Pilze sind dazu extrem scharf abgebildet.
    Den grauen SEHR einheitlichen Hintergrund finde ich schon passend und er stört mich nicht. Man könnte noch ein paar Variationen bzgl. Helligkeit/Farbe/Einheitlichkeit ausprobieren - ob die Gesamtwirkung dann noch besser wäre ... vielleicht ... vielleicht auch nicht.


    Bild 14, Platz 5
    Im Prinzip vom Bildaufbau her sehr ähnlich zu Bild 3, hier die starke Betonung von schönen Formen und schönen Strukturen (sowohl der Pilzunterseiten als auch des Holzes), sehr guter Bildaufbau und Schärfe



    In der Verfolgergruppe hatte ich sehr viele Bilder, nämlich 7 (Reihenfolge HIER nach Startnummer):
    Bild 4, Platz 7
    Perfekter "Doppelfund", ein Pilz sehr scharf, im Hintergrund die Wiederholung unscharf (guter Bildaufbau), "belebender" Grashalm ;)


    Bild 5, Platz 10
    Das Hauptobjekt (Pilz + einige Flechten) sind sehr scharf abgebildet, "frischer" Gesamteindruck, Bildaufbau vielleicht etwas zu mittig.
    Für meinen persönlichen Geschmack ist das Bild insgesamt etwas zu "bunt", zu "poppig" (unabhängig davon ob die Farben natürlich so gegeben waren). Vermutlich rührt mein Eindruck daher, dass die starken Farben Orange/ Blau/ gelbliches Grün in Intensität und Helligkeit so gleichgewichtet wirken.


    Bild 7, Platz 4
    Sehr gute Schärfe, sehr intensive Farben - trotzdem ist das Bild bei mir im Gesamteindruck nicht so haften geblieben. Ich oute mich mal als Banausin, wahrscheinlich kann ich die Rarität des Pilzes nicht so würdigen.


    Bild 8, Platz 1
    Mein eigenes Bild, juchu!
    Das Bild habe ich im Dezember gemacht, die Stelle mit der Art allerdings schon im November gefunden. Die ersten Bilder im November (mit Blitz) bei sehr schlechtem Licht und mit noch nicht so schönen Pilzen waren aber "Doku-Schrott". Beim zweiten Besuch hatte ich "eigentlich" auch so etwas mit "reiner Form - reiner Farbe" im Sinn - das gab das vielpilzige Essemble aber irgendwie nicht her.
    Also doch "Doku-Style"(nach intensivem Holzdrehen und -sortieren): dabei sind einige Fotos entstanden - denn ich konnte mich vor Ort nicht entscheiden: viele Pilze, wenige Pilze, Varianten im Aufnahmewinkel, Hintergrund nur mit Holz oder mit MEHR Umfeld zeigen.
    Nun ist der natürliche Doku-Style mit viel Hintergrund hier in Kombi mit den wunderschönen Exemplaren gut angekommen - was für'n Glück aber auch.


    Bild 9, Platz 9
    Ich mag ja Porlings-Bilder - und ich finde, hier ist das Optimum aus dem Motiv herausgeholt worden. Sehr interessante Formen und Strukturen schön scharf abgebildet.


    Bild 12, Platz 2
    Ich kann gut verstehen, dass das Bild großen Anklang findet: ein "Unikat" in interessanter Farbe und Form, sehr scharf (auch in der Obenflächenstruktur erkennbar) abgebildet, als Hauptdarsteller mit nicht viel (so gut wie keinem) Beiwerk.
    Die Stellung am linken Rande in Kombination mit dem sehr ruhigen Hintergrund lenkt MEINEN Blick allerdings ins Leere.
    Persönlich bevorzuge ich andere Bilder, wo der Blick mehr wandern kann, mehr entdecken kann - entweder wo ein Pilz durch "komlexe" Form etwas "mehr" fürs Auge bietet, oder wo ein Pilz/ mehrere Pilze in Beziehung zum Umfeld oder zueinander stehen.


    Bild 15, Platz 11
    Dieses Bild gefällt mir gut, ich hätte eine etwas höhere Platzierung vermutet.
    Die Formen, Farben und Strukturen von Holz, Pilz und (hinterem) Moos sind sehr gut herausgearbeitet. Der vordere unscharfe Moosanteil stört mich etwas, aber nicht sehr.
    Trotzdem hatte das Bild für mich etwas Irritierendes - die Anordnung ist nicht auf den ersten (flüchtigen) Blick zu erfassen - es verlangt vom Betrachter, die üblichen Sehgewohnheiten zu verlassen. Ich könnte mir vorstellen, dass es etwas "eingängiger" wäre, wenn das Holz mit dem Pilz einen etwas größeren Abstand zum Moos gehabt hätte.



    Im Mittelfeld hatte ich die folgenden 4 Bilder angesiedelt (Reihenfolge HIER nach Startnummer):
    Bild 2, Platz 12
    Sehr natürliches schönes Umfeld, die Zonierung scharf-unscharf bekommt dem Bild gut.
    Bei so einer Zweiergruppe wäre es m.E. wünschenswert, wenn die "Pilzgestalten" in einem größeren Bereich scharf abgebildet würden.


    Bild 6, Platz 13
    (Das Bild ist im Format eigentlich etwas zu groß für den Wettbewerb).
    Die Pilze stehen relativ mittig, sind nicht ganz scharf abgebildet, durch das relativ gleichförmige Moos (ok. - ist ja natürlich so) entsteht kein "spannender" Bildaufbau.


    Bild 10, Platz 8
    Mit dem Bild bin ich auch nicht so ganz warm geworden. Die Peziza ist sehr gut getroffen und hat eine schöne und interessante Form. Das Bild insgesamt ist sehr klein, vermutlich wurde einiges vom (unschönen ?) Umfeld abgeschnitten. Die graue Erde ist ja auch nicht so der Renner. Als Doku-Bild sehr geeignet, als Fotowettbewerbsbild hätte ICH es nicht genommen, falls es aus meinem Fundus gewesen wäre.


    Bild 13, Platz 14
    Kleiner Fliegenpilz, im Prinzip immer wieder schön. Er steht relativ mittig im Bild und ist nur in Bereichen auf dem Hut scharf abgebildet.


    Etwas abgesetzt von den übrigen Bildern sehe ich
    Bild 1, Platz 15
    Das Bild hat eine eigentümliche, durchaus angenehme Farbstimmung, das Rosa des Pilzes, der warme orange Ton des Blatt.
    Allerdings ist das Bild in einigen Punkten deutlich überbelichtet (ausgefressene Stellen), der kleine Pilz ist nicht scharf abgebildet und die große unscharfe Fläche des Blattes stört MICH extrem.
    Andererseits kommt es sogar zu assoziativen Gedankengängen ;) :
    "böser oranger Blattwolf will unschuldiges Rosakäppchen fressen".
    Mir ist hier nicht so ganz klar, was bei dem Bild ein Zufallsprodukt ist, und was in irgendeiner Weise beabsichtigt war.
    Wenn die Belichtung (hell, lichtdurchflutet, aber nicht ausgefressen) und die Schärfe stimmen würden (eventuell den "Blattwolf" etwas weiter in den Hintergrund gerückt), dann wäre das ein interessantes Bild.

  • Hallo abeja,


    freut mich natürlich dass Dir mein Bild gefällt und Glückwunsch zum Monatssieg.


    Noch eine kurze Erläuterung zu meinem Bild: Wann immer es möglich ist, fotografiere ich Pilze so standortgetreu wie möglich. Bei meinem Bild (#15) habe ich die Situation eben genau so vorgefunden. Deshalb ist die Tremella mesenterica auch so nah am Moos. Der Ast, an dem sie hing, lag quer über einem bemoosten Baumstamm, von dem jedoch nur das Moos auf dem Bild zu erkennen ist. Hätte nicht gedacht, dass das irritierend wirkt, aber ich kannte ja auch das Drumherum.


    Lieben Gruß
    Christoph

  • Hallo,


    da wir uns ja beim April-Wettbewerb noch etwas gedulden dürfen ... müssen ... SPANNUNG PUR ...
    schreibe ich schon mal was zum Mottowettbewerb.
    Wie Clavulina schon anmerkte, wurde das Thema "Lamellendetail" sehr unterschiedlich und auch sehr "weit" interpretiert
    Ich tendierte da auch eher zu der engeren Auslegung, aber man ist ja flexibel.


    Also ich sehe hier 4 unterschiedliche Arten, das Thema anzugehen.
    A: Wenn man Pilze im Gesamten fotografiert, nimmt man oft die Lamellen mit ins Foto, da sie ja Aussagekraft haben - man sieht sie aber nicht so detailliert. Für mich ist das dann eher ein "normales" Pilzfoto und weniger ein Lamellendetailfoto. Trotzdem kann das Foto sehr gut sein und möglicherweise besonders durch die Form des Hutes und der Lamellen "hübsch" wirken.


    B: wenn man ein Bild von der Pilzunterseite macht, um die Lamellen besonders gut darzustellen (die ja möglicherweise extrem arttypisch sind) hat man "automatisch" ein Lamellendetailfoto.
    Sieht man dabei die ganze Unterseite mit Stiel und allem Drum-und-Dran, den Pilz im Umfeld liegend, dann ist es eher ein dokumentarisches Foto und nur manchmal ein besonders "ästhetisches" oder künstlerisches Foto.


    C: wenn man eine extreme Nahaufnahme von der Pilzunterseite macht, oder einen solchen Ausschnitt aus einem größeren Bild auswählt, hat man auch "automatisch" ein Lamellendetailfoto.
    Schaut man da noch besonders auf Farben/Formen/Strukuren und Bildbeschnitt/-aufbau könnte da ein auffälliges/ besonderes Bild herauskommen.


    D: wenn man eine auffällige Situation/Farbstimmung/Lichtstimmung etc. mit einem Pilz und Zubehör fotografiert hat, und dabei auch Lamellen im Blick sind, dann ist es ein eher "zufälliges" Lamellendetailfoto, obwohl es da eigentlich nicht so auf die Eigenarten dieser Lamellen ankommt, dabei kommt dann primär ein "künstlerisches" Foto heraus.


    Unter diesen Gesichtspunkten kann man (muss man aber nicht) die Bilder sortieren - und das sagt auch nicht immer so viel über die Qualität des eigentlichen Fotos aus - es ist dann manchmal nur so, als würde man "Äpfel mit Birnen vergleichen".
    Trotzdem, wenn ich so schaue, dann sehe ich bei meiner eigenen Sortierung sehr sehr große Übereinstimmung mit der Jury.


    Meine Favoriten waren (Reihenfolge HIER nach Startnummer):
    Bild 3, Platz 2
    Ein klarer Vertreter von Gruppe "C", hervorragendes Bild (Bildaufbau, Schärfe und dann ist auch noch "belebt")
    So in etwa hatte ich mir das auch vorgestellt.


    Bild 10, Platz 1
    Absolutes Hammerfoto! Gefällt mir extrem gut, Schärfe, Bildaufbau, "Sujet",
    - obwohl - mit der sehr "freien" Interpretation klarer Vertreter von Gruppe "D"


    Favoritenverfolger (Reihenfolge HIER nach Startnummer)
    Bild 2, Platz 9
    Bild 4, Platz 5

    beide Vertreter von Gruppe "A", sehr gute, sehr scharfe Fotos, die die Art dokumentieren.


    Bild 6, Platz 4
    Mein eigenes Bild, ein Vertreter von Gruppe "C",
    Bildausschnitt sehr bewusst gewählt, mir gefielen die Strukturen am Rand besonders
    (Bild 3 und Bild 10 finde ich aber selbst schöner und diese sind auch technisch besser)


    Bild 8, Platz 6
    Tendenziell ein Vertreter von Gruppe "D":
    man sieht Lamellen (aber sind sie wichtig?), man sieht Pilz (aber eher unscharf bis auf die kleine Kante) - trotzdem in der "Gesamtwirkung" ein schönes, ein interessantes Foto


    Bild 12, Platz 3
    Ein Vertreter von Gruppe "B",
    sehr scharf, sehr schön, aber eher dokumentarisch - hätte man einen besonders schönen, besonders interessanten Ausschnitt gewählt, wäre das Bild (in diesem Mottowettbewerb) mit einer meiner Haupt-Favoriten gewesen.


    Die anderen Bilder hatte ich in einer Gruppe und nicht weiter unterteilt (Reihenfolge HIER nach Startnummer)
    Bild 1, Platz 14 und
    Bild 5, Platz 13 beide Vertreter von Gruppe "A",
    aber etwas "weniger schön" vom Objekt/ Umfeld/ Bildaufbau, technisch nicht ganz so gut wie Bild 2 und 4 (Schärfe).


    Bild 7, Platz 10 gehört zu Gruppe "C", der Ausschnitt erscheint mir nicht optimal gewählt, in großen Bereichen nicht scharf.


    Bild 9, Platz 11 tendenziell auch Gruppe "C" (oder "B"), noch detaillierter und (vor allem) schärfer wäre m.M. noch etwas besser gewesen.


    Bild 11, Platz 7
    mmh - Gruppe "D", eindeutig ... ich sehe das Bild weniger als Lamellendetailfoto, eher "höre" und "fühle" ich das Bild als "Farbklang" .
    Es wirkt wie ein gemaltes Aquarell oder eine Traumsequenz, nicht uninteressant - aber mir etwas zu "wattig" - bei so einem (immer noch - irgendwie!) Pilzfoto bevorzuge ich mehr Schärfe etc.


    Bild 13, Platz 12
    auch sehr frei im Thema, Gruppe "C" oder "X" - but not bad!


    Bild 14, Platz 8
    noch viel freier im Thema (hieß das "Pilzunterseitendetail" ?- also Gruppe "C" oder "X" - oder kann man die Stacheln morphologisch als umgestaltete Lamellen sehen?
    Jedenfalls schön scharf und auch interessant.

  • Hallo,
    ach du liebe Zeit - SIEBEN Lieblingsbilder und SECHS Fast-Lieblingsbilder hatte ich in diesem Monat, bei nur 18 Bildern insgesamt.



    Das waren meine Favoriten (Reihenfolge HIER nach Startnummer) im April-Wettbewerb:


    Bild 5, Platz 1
    Ein toller Hingucker! Inzwischen kenne ich die Art ja auch, weiß auch in welch "schwierigem" Umfeld (meist viel "Alt"-Nadel und wenig schönes Moos) die steht. Hier sind sowohl die Farben und Formen des Pilzes schön (scharf sowieso), der Bildaufbau ist gut, "angenehme" Umgebung. Die Farben leuchten "extrem", bewirkt auch durch die Komplementärwirkung von Gelb-Blau und Rot-Grün - und das könnte dann schon wieder ein kleiner Kritikpunkt sein, denn so viel Blau (im Hintergrund und an den Pilzkanten, die ja - falls dunkel - eher ins Olivgrüne spielen) gibt es da in der Natur eigentlich nicht. Aber das kann man auch als "künstlerische Freiheit" betrachten - würde man so ein Bild malen wollen, würde man auch zur Tube mit der blauen Farbe greifen - das ist dann so eine Art "Wirkungsverstärker".


    Bild 6, Platz 3
    Absolut nichts auszusetzen, sehr ruhiger, harmonischer Gesamteindruck.


    Bild 7, Platz 5 (edit: beim Platz hatte sich ein Fehler eingeschlichen, von 6 auf 5 verbessert)
    Auch ganz wunderbar - hier gefällt mir besonders, wie das Licht durch den Pilz scheint.


    Bild 8, Platz 8
    Bei der ganzen Farbenpracht vieler anderer Bilder fällt dieses nicht so sehr auf, aber formal (wo die Pilze stehen und wie die Äste einen natürlichen Rahmen bilden) ganz hervorragend, ebenso die Schärfe (bringt die Strukturen der Pilze sehr deutlich), farblich sehr ausgewogen.
    Auf meinem Laptop-Monitor im Durchzapp-Vergleich zu den anderen Bildern wirkt es so, dass ich es gerne im Gesamten minimal heller hätte.


    Bild 9, Platz 9
    Mal 'ne Morchel, warum nicht? Sehr interessante Strukturen und farbliche Kontraste im Pilz (ist ja frisch, frischer, frischest, der Pilz) gut eingefangen.


    Bild 12, Platz 4
    Formal schwieriges Objekt, sehr gut umgesetzt, hier gefallen mir auch wieder die Strukturen besonders.


    Bild 17, Platz 2 (bzw. punktgleich mit Platz 1)
    So ein Pilz ist auch ein absolutes Highlight. Abgesehen davon, dass die Art selten ist, hat man hier auch ein besonders ausgedehntes Exemplar erwischt. Ebenso stelle ich mir schwierig vor, das (normalerweise) chaotische Zweiggewirr farblich und formal so harmonisch mit dem Hauptobjekt zu verbinden. Der Verlauf der Zweige gibt hier u.a. vor, wo der Beschnitt sein könnte/ sollte, sehr gute Schärfe in allen wesentlichen Bereichen.



    Meine Favoritenverfolger (Reihenfolge HIER nach Startnummer):


    Bild 1, Platz 14
    Genau solche Schwefelköpfchen sieht man - manchmal - im Wald leuchten. Schön finde die Form der Gruppe und den Kontrast zum Grün und den Bildaufbau im Gesamten. Und obwohl die Pilze manchmal sehr gelb erscheinen, erscheint es mir hier etwas übertrieben (schon "nervend") - ebenso wie den sehr gelben Schimmer im Holz. Auch wenn tatsächlich der Bildeindruck vor Ort so gewesen sein sollte (was ich etwas bezweifle), hätte ich das Gelb (wenn es mein Foto gewesen wäre) für das Bild etwas abgeschwächt (nur das Gelb in der Sättigung vermindert, nicht etwa statt dessen Blau hineingemixt).


    Bild 3, Platz 9
    Sehr schönes, sehr scharfes dokumentarisches Portrait der Art


    Bild 14, Platz 6
    Ebenso ein sehr schönes, sehr scharfes dokumentarisches Portrait der Art (aus dem unendlich erscheinenden Fundus an wunderbaren Saftlingsbildern von Dieter), interessant ist der Farbverlauf.
    Vom Bildaufbau/von der Situation her und von der techn. Umsetzung sind Bild 3 und 14 sehr ähnlich und für mich irgendwie gleichgewichtig.
    2-er Gruppe mittig im Grün, beschnittenes/aufgeräumtes Grün.
    An beiden Bildern ist gar nichts zu bemängeln, die Fotos in "meiner" Favoritengruppe fand ich persönlich noch etwas interessanter/oder "künstlerischer" gestaltet.


    Bild 15, Platz 12
    Schöne Zweiergruppe in sehr natürlichem Umfeld, weniger auffällig wg. der Art der Pilze. Minimal stört es mich, dass von der Zweiergruppe der vordere (und nicht der hintere) Pilz nicht ganz scharf ist.


    Bild 16, Platz 12
    Gutes Portrait, harmonische Gestaltung. Wg. der natürlichen Farben von Pilz und Umfeld nicht so sehr ins Auge "stechend".
    (Muss ja auch nicht, aber man bleibt dann eher bei anderen Bildern hängen.)


    Bild 18, Platz 7
    Mein eigenes Bild ist diesmal weniger ein Pilzportrait als eine "Szene aus dem Biotop". Kann man mögen, muss man aber nicht ... mit Platz 7 bin ich m.M. nach in der "Konkurrenz" noch "gut weggekommen".
    Mir stand der Sinn nach typ. Frühlingsbild, deshalb kommen hier Pilz, Holz, Anemonen und Ameisen so gleichgewichtig daher - auch der Bildaufbau ist ganz bewusst so gewählt - Zusammenspiel oder Konfrontation oder einfach nur "Natur".



    Im Mittelfeld hat ich die folgenden Bilder gesehen (Reihenfolge HIER nach Startnummer):


    Bild 2, Platz 15
    Schön finde ich da den Kontrast zwischen den Pilzen und dem Holz, den Bildaufbau halte ich noch nicht für so optimal, ein bisschen beliebig erscheint mir der Beschnitt.


    Bild 4, Platz 11
    O.K. seltene Pilze, scharf abgebildet. Bodenkrume und Dreckbrösel sind dokumentarisch, aber nicht besonders schön.
    Hintergrund mit etwas schrägen, etwas überbelichteten Bäumen stören in einem Dokufoto nicht so sehr, aber im Fotowettbewerb kann es manchmal auch auf solche Nebensächlichkeiten im Gesamteindruck ankommen.


    Bild 11, Platz 16
    Ebenso ein scharfes, gut dokumentiertes Portrait der Art. Auch hier ist der Pilz an sich schon nicht mehr so ganz schön/interessant (beginnende Kantentrocknung) und das natürlich so vorgefundene Umfeld wirkt etwas "chaotisch".



    Etwas davon abgegrenzt hat ich die folgenden Bilder (Reihenfolge HIER nach Startnummer)


    Bild 10, Platz 16
    Schwierige Situation: kleine Pilze und sehr viel Helligkeit im Hintergrund, also im Prinzip eine Gegenlichtsituation, obwohl das Licht diffus erscheint.
    Das Bild erscheint mir dadurch insgesamt leicht überbelichtet und in den wesentlichen Punkten (Pilze) nicht ausreichend scharf.
    Der sehr unscharfe Fleck im linken Vordergrund irritiert die Blickführung, die etwas zu großen hell ausgefressenen Stellen im Hintergrund finde ich auch etwas störend.


    Bild 13, Platz 18
    Im Prinzip schon immer wieder hübsch, so ein kleiner Fliegenpilz. Hier steht er sehr mittig, man kann nichts im Bild erkunden, der Schärfebereich ist sehr klein (nur einzelne Velumflocken) - da erlahmt mein Interesse schnell.


  • Hallo Abeja
    was wäre dieser Wettbewerb ohne deine Beiträge?!


    Vielen Dank für deine Analyse :thumbup:


    Grüße


    Dem schließe ich mich aber so was von an..!


    Und noch ergänzend zum expressiv auftretenden Blauton in meinem Bild: den finde ich in einigen zum selben Anlass gemachten Bildern wieder, möglicherweise hängt er mit dem Umstand zusammen, dass mein Foto zum Zeitpunkt des Sonnenuntergangs gemacht wurde, also in der "blauen Stunde"?


    Keineswegs habe ich aber zum blauen Pinsel gegriffen. Und ich meine auch, diese Dunkelgrau-blau-verfärbung älterer Partieen des Fruchtkörpers durchaus als typisch ansehen zu dürfen, der Prachtbecherling beschränkt sich nämlich nicht auf Gelb-/ Olivtöne.


    Liebe Grüße,
    Uli

  • Hallo Uli,
    das habe ich auch nicht sagen wollen, dass das expressive "Blau" künstlich im Nachhinein hinzugefügt sei :) - es entspricht nur nicht (ganz) dem Eindruck von dieser Art von Biotop, den ich bisher gewinnen konnte.
    Aber es ist durchaus möglich, dass die Färbung durch extrem spätes Nachmittagslicht hervorgerufen wurde.


    (Und jetzt finde ich im Bildvergleich auch einige dunkel-blaue Außenseiten (bei neutralem Hintergrund) ... der Tintling schrieb was von Olivgrün ... meine eigenen Pilze kommen demnach sogar sehr hell daher.)



    EDIT:
    Insofern war mein Satz oben sehr ungenau oder auch missverständlich formuliert (ähhhmmm ... was wollte ich eigentlich schreiben :/ ...) also in etwa so:
    Die Kamera (vom "Herrn der Kamera" eingestellt) hat (wahrscheinlich, aber das kann der Betrachter nicht gut beurteilen) die Farben (in etwa) so wie im eingereichten Foto wiedergegeben - das wurde vom "Herrn der Kamera" in Anbetracht des Objektes und der vorherrschenden Lichtsituation (die dem Betrachter aber unbekannt ist) für angemessen, gut, ja hervorragend beurteilt - und die (mutmaßliche) Bildbearbeitung hat den Eindruck (in etwa) beibehalten, möglicherweise (höchstens) etwas abgeschwächt oder betont - ohne jedoch etwa etwas in Blau einzufärben, was nicht schon vorher blau erschienen wäre.

    ("Künstlerische Freiheit" war gemeint im Sinne von Kamera-Einstellung und Bewertung des Ergebnisses und eventueller Bearbeitung des Ergebnisses, nicht im Sinne von "totaler" Verfälschung)

  • Hallo,
    meine "Meinungsfindung" zu den Bildern im Mai-Wettbewerb ist mir dieses Mal außergewöhnlich schwer gefallen.
    Vermutlich ist das der Jury ebenso gegangen - aber ist das eigentlich nicht immer so?


    Eine Vielzahl von sehr schönen und auch sehr guten Bildern - wie immer habe ich mir jedes Bild herunter geladen, in meinem Fotowettbewerbs-Ordner unter Mai erst mal 3 Gruppen angelegt und dann im Schnelldurchgang - ganz ohne Überlegung - nur nach dem ersten Eindruck sortiert.
    Es landeten jeweils ungefähr 6 Bilder in den ersten beiden Gruppen.
    Beim zweiten Durchgang, wo ich mir normalerweise auch die technische Umsetzung anschaue und jedes Bild auch länger auf mich wirken lasse ... ist mir aufgefallen, dass in der ersten Gruppe hauptsächlich die "auffälligeren" Bilder waren - aber ebenso ist mir aufgefallen, dass ich manchmal gar nicht wusste, ob ich sie persönlich mag oder eher nicht.


    Und ich weiß nicht, ob ich es mag, wenn ich nicht weiß, ob ich etwas mag.


    Ich bin zum Schluss gekommen, dass mein Mögen und vor allem mein Weniger-Mögen zu einem großen Teil an den Assoziationen liegen, die mir beim Anblick des Bildes kommen (relativ unabhängig vom Objekt und von der technischen Umsetzung) - und das ist natürlich hochgradig subjektiv.
    Ein "Hilfsmittel" ist es bei mir dann, dass ich mir das Bild im Großformat an der Wand vorstelle - und da kann es dann sein, dass mich bei manchen guten, auch auffälligen, auch techn. einwandfreien Bildern doch etwas stören würde.


    Ich habe dann ein bisschen anders sortiert und habe da immer noch so manches "Ja, aber" :
    4 Bilder in Gruppe 1 ...
    8 Bilder in Gruppe 2 ..
    3 Bilder in Gruppe 3 ...
    und jetzt stelle ich fest, dass ich zwei aus Gruppe 1 herausgenommen habe, die es weit nach oben geschafft hatten.


    Lange Vorrede ... zu den einzelnen Bildern:


    In Gruppe 1 hatte ich (Reihenfolge hier nach Startnummer)


    Bild 7 (Platz 4)
    Harmonische Farben und Formen, guter Bildaufbau, schöne kleine Pilze (mir gefällt, wie das Licht durch die Hüte scheint), ruhiger Gesamteindruck - da ist nichts, was mir auf die Nerven gehen würde.
    Im Hintergrund leichte Schärfungs-/Komprimierungsartefakte (fallen bei normalem Sichtabstand aber nicht auf.)


    Bild 9 (Platz 4)
    Interessante Konstellation, der Blick bleibt hängen (also ein eher auffälliges Bild). Obwohl hier natürlich aus den Exif-Dateien der Autor nicht ersichtlich ist, habe ich ihn richtig vermutet.
    Schöne Farben und Formen und vor allem: dieses extreme Spiel mit den Schärfenebenen ...
    Der Blick kann vom Pilz zur Blume und umgekehrt wandern - sie stehen aber auch etwas in Konkurrenz, die Blume ist für mich durch den scheinbar höheren Standpunkt überlegen und übergewichtet, der Pilz ist eher in der "Betrachterrolle", eher der Statist.
    Was mir bei diesem Bild allerdings (durch die unterschiedlichen Schärfenebenen) passiert, ist, dass ich den Stiel (den "Ansatzpunkt") vom Lungenkraut suche und mich viel zu lange im stackigen Hintergrund aufhalte.
    Ganz assoziativ wirkt die Blüte auf mich auch wie ein Springteufelchen (Jack out of the box) - dieser Eindruck und das Verlieren im Hintergrund verstärkt sich bei mir noch, wenn ich mir das Bild in großem Format an der Wand vorstelle.


    Bild 10 (Platz 6)
    Irgendwann hatte ich ja mal geschrieben hatte, dass ich die Bilder, wo ein (zu) kleines scharfes Objekt eingebettet in ein (zu) großes unscharfes (superweich-wattiges) Umfeld nicht so mag. Hier trifft das aber nicht zu, denn:
    das eigentliche Objekt (Pilz) ist bildbestimmend groß (und nur in kleinen Bereich aus der Schärfe gehend), es hat noch ein scharfes Pendant (Blatt), das der Blick gleich mit erkunden (umstreifen ... streicheln) kann.
    Das Umfeld ist zwar weich und unscharf, man erkennt aber noch die Beschaffenheit der Umgebung und die Unschärfen lenken nicht vom Objekt ab, sondern zum Objekt hin.
    Insgesamt finde ich das Bild sehr harmonisch und in sich stimmig, auch von den Farben her - etwas verträumt, sehr "relaxed".
    Das Bild kann ich mir gut als größeres Bild vorstellen.


    Bild 14 (Platz 2)
    Diese Nitrathelmlinge sind wunderbar - und genau im richtigen Frische-Moment getroffen, jedes Detail ist sichtbar. (Meine letzten Funde waren alle nicht mehr so schön). Schärfe, Farben, Formen wie immer sehr gut.
    Trotzdem, durch die Stellung an dem dunklen Holz - und durch die Diagonale des dunklen Holzes im Bild (was ziemlich auffällig ist und auch erst mal sehr interessant wirkt durch den großen Kontrast) bekommt das Ganze für mich eine gewisse Härte, eine Schwere, eine Wucht, als Assoziation so etwas "Hackebeilartiges", so dass ich mir das Bild nicht so gut großformatig an der Wand vorstellen kann.



    In Gruppe 2 hatte ich (Reihenfolge hier nach Startnummer):


    Bild 1 (Platz 11)
    Da wurde dem Pilz aber auf die Pelle gerückt ... sehr scharf, sehr detailfreudig, als Statist auch noch eine Fliege.
    Sehr gute Doku der interessanten Oberfläche etc., aber je detailfreudiger desto "unschöner" wirkt vielleicht auch diese Oberfläche.


    Bild 2 (Platz 9)
    Hier hat jemand ein Faible für bemitleidenswerte Pilzgestalten (?) ... das Bild ist sehr gut in Farbe, Form, Gestaltung, Schärfe.
    Assoziation: ein Spendenaufruf zu Unterstützung der notleidenden Morchel würde mit diesem Bild Erfolg haben.
    Das Bild in Groß? Bei mir eher nicht, drückt mir zu sehr auf die Tränendrüse.


    Bild 3 (Platz 10)
    Ein sehr nettes Pärchen, harmonisch von Farben und Formen - gut dokumentiert in natürlichem Umfeld.
    Möglicherweise ist bei diesen Pilzarten immer der Untergrund, das Umfeld, das Problem (Erde, Gebrösel, Chaos), das wirkt immer etwas unruhig, verhindert so das ungestörte Eintauchen in die "reine" Schönheit.


    Bild 4 (Platz 7)
    Ein sehr ruhiges Bild (sehr scharf, guter Aufbau), eher "meditativ" (vom einem Pilz zum anderen Pilz schauen, einatmen ... ausatmen ...) nicht so auffällig (langweilig? einschläfernd ? - nö, eigentlich nicht) - kann ich mir ganz gut als großformatiges Bild vorstellen, es stört überhaupt nichts.
    Ich habe übrigens noch nie Maipilze gefunden ........................................................................................................................................................................................................................................................................................die sich als Objekte für den Fotowettbewerb eignen würden. :)



    Bild 5 (Platz 14)
    Ein sehr schönes Bild vom Schwefelporling, mir gefällt der Kontrast der Farben zum Grün des Efeus. Ich hätte das Bild etwas weiter vorn gesehen (aber welches Bild kommt dann nach hinten?).
    Problematisch könnte der helle Bereich rechts sein, so etwas kann schon mal leicht ins Auge gehen (zu hell, zu überstrahlend) - ich finde das hier aber noch ganz gut gelöst durch die grünen Blattanteile dort - o.k. es ist schon etwas grenzwertig da, auch die hellen Pilzkanten sind da schon tendenziell zu hell.


    Bild 6 (Platz 1)
    Ja, das ist eine ziemliche Überraschung - doch auch nachvollziehbar.
    Dieses Bild finde ich auffällig (das Objekt und die Umsetzung), aber persönlich sagte es mir dann doch nicht so zu.
    Ich finde es nicht überbelichtet (das Weiß hat überall noch Zeichnung), auch nicht deutlich überschärft - eben so ein bisschen "überpräsent" ist das Ozonium.
    Die Pünktchen (das leichte Rauschen) im Hintergrund ist mir bei normalem Sichtabstand auch nicht aufgefallen.
    Ob das schon im Original so vorhanden waren (ist oft so) oder ob das durch das Gesamtschärfen entstanden ist/ verstärkt wurde, kann ich nicht sagen.
    Ich weiß nur, dass ich das bei meinen eigenen Bildern nur verhindern kann (bei eher einheitlichem Hintergrund), dass ich das Objekt separat schärfe und die Hintergrund eher weichzeichne (das mache ich nur beim Fotowettbewerb manchmal und sonst nie ... und Vorsicht dabei, das kann in den Übergängen, an den Kanten ganz ganz unschöne Dinge ergeben).


    Ich hatte das Bild dann wegen der Assoziationen/ Gefühle in Gruppe 2 sortiert:
    es ist mir persönlich zu grau, etwas "kühl", zu "sezierend" ... auf dem Sezierteller .... Krankenhaus? Pathologie? ....
    "Sehen Sie hier, Herr Kollege, es ist mir gelungen, das Ixypsilonium Zet freizulegen. Wie wir vermuteten, handelt es sich um ... °


    Bild 8 (Platz 7)
    Ja, das ist eine ziemliche Überraschung - doch auch nachvollziehbar. Dieses Bild finde ich auffällig (das Objekt und die Umsetzung), aber persönlich sagte es mir dann doch ...
    ....natürlich zu (ist ja mein eigenes Bild) ;)
    Trotzdem hatte ich meine "Bedenken" bei dem Bild, spekulierte ein bisschen auf den Caloscypha-Bonus (sofern vorhanden und nicht schon abgenutzt).


    Ich schrieb ja schon bei meinem Fundbericht (mit vielen Bildern der Art) und beim Platz 1 vom April, dass ich es schwierig finde, diese Art in ihrer Umgebung so abzulichten, dass das Umfeld nicht zu unruhig/störend wirkt.
    Es gibt immer unheimlich viele alte Nadeln, durchmischt mit so allerlei Gedöns - und kaum etwas davon "tut dem Bild gut".
    Hier das war also das einzige Bild mit etwas schönem Moos, mit wunderbarem Sauerklee und großformatigen Zapfenschuppen - trotzdem drängt sich der Hintergrund ziemlich auf. Ich versuchte auch mal weniger Tiefenschärfe, aber zusätzlich zu der (leichten) Unschärfe bei den doch nicht so kleinen Pilzen im hinteren Bereich entstand auch an der Vorderkante des rechten Pilzes ein mich störender zu unscharfer Bereich.
    Mit meiner Kompaktkamera-Ausrüstung ist ja auch kein Stacking angesagt, das würde hier auch unter Umständen nicht so viel bringen, weil der Hintergrund bei so bodennahen Pilzen auch immer ganz nah bleibt. Dann hätte man wahrscheinlich nur einen Chaos-Stackings-Überlagerungs-Kreuz-und-Quer-Hintergrund und gar nicht so sehr die gewünschte Freistellung.


    Der Hintergrund und die Schatten waren im Originalbild auch noch etwas "durchzeichneter", die Farbe der Pilze vor Ort etwas weniger leuchtend erscheinend. Das habe ich ein bisschen nachbearbeitet, um die Pilze etwas besser vom Hintergrund abzuheben.
    Es könnte sein, dass die Wirkung insgesamt dann etwas zu "schreiend" ("Hallo! Hier! Ich!!!") und "poppig" ist.
    Mag ich also mein eigenes Bild im Großformat? ... eher nur so in 20x30, nicht größer ...



    Bild 12 (Platz 3)
    Schöne Pilze, scharf abgebildet, guter Bildaufbau - trotzdem haben die Pilzchen bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen und ich hatte hier umsortiert von Gruppe 1 auf 2.
    Etwas stört mich auch im Hintergrund. Sehr weichgezeichnet, gegaußt (?) (eigentlich nicht stärker als bei anderen Bildern), aber so einen seltsamen "dreidimensionalen" Verwischeffekt (durch Stacking verstärkt ?) nehme ich da wahr, bzw. diese Wahrnehmung des Hintergrunds mit Längsstreifen (na, das sind halt die Bäume) ist fast stärker als mein Fokussieren auf die Pilze.
    Assoziation: man sitzt im Regen im Auto, will losfahren, aber der Scheibenwischer funktioniert nicht.



    In Gruppe 3 hatte ich (Reihenfolge hier nach Startnummer)


    Bild 11 (Platz 12)
    Etwas gewöhnungsbedürftige Perspektive auf die Pilze.
    Assoziation: ein seltsames Tier/ Ungeheuer tritt aus dem Stamm aus, riesige Augen (kann auch so als Gag gemeint sein). Den Bildbeschnitt finde ich etwas zu knapp am Rand, ich will immer einen Schritt zurückgehen beim Betrachten .... nein, nicht aus Angst vorm Ungeheuer!


    Bild 13 (Platz 15)
    Im Prinzip könnte ich hier das schreiben, was ich schon im letzten Monat und im vorletzten Monat geschrieben habe.
    Im März: "Kleiner Fliegenpilz, im Prinzip immer wieder schön. Er steht relativ mittig im Bild und ist nur in Bereichen auf dem Hut scharf abgebildet."
    Im April: "Im Prinzip schon immer wieder hübsch, so ein kleiner Fliegenpilz. Hier steht er sehr mittig, man kann nichts im Bild erkunden, der Schärfebereich ist sehr klein (nur einzelne Velumflocken) - da erlahmt mein Interesse schnell."


    Und dabei habe ich gar nichts gegen Fliegenpilze ... besonders große, besonders schöne, besonders interessante, viele, wenige, einige, mit interessantem Umfeld: solche Fliegenpilze können Klasse sein - irgendwas, was den Pilz zum "besonderen" Fliegenpilz machen würde, fehlt hier.
    Man kann übrigens auch noch andere Pilze fotografieren ...



    Bild 15 (Platz 13)
    Hübscher kleiner Pilz (scharf abgebildet), hübsches Beiwerk (Blatt), ansonsten wieder etwas das problematische (natürliche) Umfeld, das dem Bild wahrscheinlich schadet. Vielleicht hätte ein etwas anderer Winkel (und Pilz nicht ganz mittig im Bild) - wo Pilz und Pflänzchen die Hauptrollen spielen (unter Vermeidung von dem Stämmchen und dem abgebrochenen Ast) schon etwas ausgemacht.