Beiträge von nobi_†

    Mit meinem dritten Platz hatte ich eher nicht gerechnet, auch wenn ich den in Ordnung finde. War sicher auch wieder eng da oben.

    Und wie eng das war!

    Ohne zuviel auszuplaudern, kann ich verraten, dass die ersten 3 Plätze nur jeweils einen Jurypunkt auseinander lagen!

    Das ist quasi nichts und hätte durchaus auch zu 5 Siegern führen können!


    Es war für mich einer der besten Monatswettbewerbe und hat mir als Juror viel Spaß gemacht, auch wenn die Bewertung nicht einfach war!


    Und Wastl, gemessen an den Siegerbildern siehst Du sicher selbst, woran es hadert.

    Dazu wurde ja schon einiges geschrieben.

    Ich denke, Du kannst es besser und wirst es uns auch eines Tages beweisen.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Hallo,


    ist schon ein Steinpilz, allerdings ein Senior.

    Die Röhren verfärben sich im Alter über gelb zu oliv.

    Am besten lässt man solche Oldies im Wald zum Aussporen und nimmt nur die jungen, festen.


    LG, Nobi

    Ich finde, dass das Schlauwort Gymnopilus penetrans leichter über die Lippen geht.

    Ist wie mit dem achtsilbigen Wortungetüm Violetter Rötelritterling.

    Bevor man das ausgesprochen hat, ist der Pilz vergammelt.:D

    Dann lieber Lepista nuda.


    LG, Nobi

    Hallo Horst.

    Hier wird das wohl recht gelbes Fleisch zeigen und auf Xerocomellus pruinatus herauslaufen.

    Ich schließe mich der Meinung von Schupfnudel an.

    Auch ich sehe da einen etwas aus der Form gelaufenen Herbstrotfuß.


    LG, Nobi (männlich, wie auch auf dem Avatar zu sehen);)

    Liebe Pilzfreunde, gern möchte ich Euch auf eine kleine poetische Reise mitnehmen.


    Die Idee dazu entstant heute spontan aufgrund einiger schöner Pilzfunde, die ich einfach mit Euch teilen möchte.

    Die wissenschaftlichen Namen habe ich dieses Mal weggelassen, weil das die Poesie des Ganzen zerstört hätte.

    Wer Lust hat, darf mich gern begleiten.==12


    Unübersehbar hat der Herbst das Zepter übernommen und die Natur in seine typischen Farben getaucht.



    Der Seerosenweiher hat seine Blütenpracht verloren und träumt traurig vor sich hin.



    An seinem Ufer finde ich die vielleicht letzten Stockschwämmchen des Jahres.




    Im dichten Tann genießt eine Familie Purpurfilziger Holzritterlinge das herrliche spätherbstliche Wetter,



    während einige Beschleierte Zwitterlinge auf faulenden Schwarztäublingen noch ein letztes Zuhause gefunden haben.




    Natürlich kann er auch leuchtende Farbtupfen setzen, der Malermeister Herbst.




    Und er kann Diademe aus Wassertropfen erschaffen und sie ins Moos hängen.



    Auch auf unserem Dorfanger nimmt nun Gevatter Herbst an Fahrt auf.

    Einige Kremplinge versuchen sich zu wehren, indem sie zu gigantscher Größe auflaufen.



    Die Schopftintlige hauchen ihr kurzes Leben aus und fließen langsam dahin.



    Einige Karbolegerlinge haben sich zu einem großen Trupp formiert, um vielleicht so dem Herbst und dem nahenden Winter zu widerstehen.



    Und immer wieder diese Farben.



    Nach ergiebigem Regen explodiert noch ein letztes Mal in diesem Jahr das Pilzreich.

    Zu Tausenden wagen sich kleine Helmlinge aus der Nadelstreu ans Licht.



    Dort, wo kürzlich noch die Hexen tanzten, tummeln sich nun Pilze im Reigen.

    Ob Nebelkappen



    oder Fuchsige Röteltrichterlinge, alle sind sie noch einmal und vermutlich letztmalig in diesem Jahr am Start.




    Auch dieser riesige Safran-Schirmpilz kündigt mit seinem gefangenen Birkenblatt vom baldigen Ende des Jahres.



    Die Bärtigen Ritterlinge haben sich unterm Fichtengrün versteckt, doch auch sie werden wohl bald vom Herbst und seinem Bruder, Väterchen Frost, gefunden und dann haben sie ihr kurzes Leben gelebt.



    Ist es nicht wunderschön, welch Farbspektrum er beherrscht, unser Herbst?



    Und wie er sogar ein sterbendes Farnblatt zu etwas besonderem macht!



    Selbst einige Edelreizker hat er mir heute präsentiert



    und mich schließlich mit einem prall gefüllten Pilzkorb beschenkt.



    Hier könnte die kleine Geschichte eigentlich aufhören, wenn, ja wenn es nicht die Steinpilze gäbe.

    Auch sie nehmen wieder Fahrt auf und kämpfen sich allen Widrigkeiten zum Trotz nochmal ins Leben. Dass wir inzwischen November schreiben, ignorieren sie einfach.




    Zum Schluss darf ich Euch mein persönliches Steinpilz-Highlight des Jahrers vorstellen.

    Entdeckt am 31.10.2020.

    Am Wegesrand sieht man so etwas von weitem.



    Und denkt - kann ja wohl nicht wahr sein! Also näher heran.



    Und noch etwas näher. Ganz leise auftreten, dass er ja nicht flieht!



    Hab ich Dich!

    Und hier nochmal in voller Schönheit, mein 580 g - Steinpilz!



    Danke, dass Ihr mich auf meiner kleinen Herbstreise begleitet habt.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Ihr seid alle so tapfer!

    Mir fehlt zunehmend die Lust und Kraft, mich in solche Diskussionen einzubringen.

    Nix für ungut!

    Ach ja.

    a8c7 - klingt eher nach einer Schacheröffnung als nach einem Namen.

    So macht mir das Forum keinen Spaß!


    Nobi

    kann dies hier Podospora austrohemisphaerica sein?

    Ich kann mir nichts anderes vorstellen. Die hyalinen Anhängsel (apikal 4, basal 2-4) hast Du sicher gesehen, sie kann ich auf Deinen Fotos leider nicht erkennen.

    Septierte unreife Sporen zeichnet übrigens auch Lundqvist in seiner Arbeit mit der Erstbeschreibung.

    Da Hagen nach der Literatur gefragt hat, hänge ich den Artikel hier mal an.


    Podospora austrohemisphaerica_Lundqvist et al., Mycologia 91, 1999.pdf


    LG, Nobi

    Bofist ist eine korrekte, überlieferte Form, die ziemlich sicher auch noch irgendwo auf den Dörfern verwendet wird

    Danke für die sehr interessante Aufklärung, Bernd!:thumbup:

    Frühneuhochdeutsch - Vohenfist! Der Fuchsfurz sozusagen.

    Ich bevorzuge dennoch die aktuelle Schreibweise...;)


    LG, Nobi

    Porlinge kennen ja keine Gnade beim Einwachsen von Zeug. Aber Bovisten?

    Fachlich kann ich auch nur raten, was es sein könnte, Verena.

    Aber wenn ich "Bovisten" als Plural von Bovist lese, sträubt sich in mir alles! Also der Bovist, die Boviste. Wo kommt nur dieses End-n her???

    Der Zeitungsschreiberling setzt dem noch eins drauf und macht sogar das Singular zum Riesenbovisten.;(

    damit der Bofist es in die Zeitung schafft.

    Bofist!? Das wird ja immer schlimmer!

    Liegt das mal wieder an Deiner Rechtschreibkorrektur, Claudia?

    vielleicht ist der Apfel kein Apfel sondern reife apfelfarbige Gleba?

    So grün und so fest aussehend? Das sollte schon ein Apfel sein.

    Wie auch immer das passiert sein mag.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Hallo Roland,


    brilliante Bilder!:thumbup:

    Bild 1+2: : äh.....

    Vermutlich auch Schleimrüblinge in einem nicht mehr ganz fittem Zustand. Man sieht die Lamellen und das typisch "Glasige".

    Bild 8: liegt mir auf der Zunge.....

    Vielleicht ist das Coryne dubia, die Anamorphe des Fleischroten Gallertbechers (Ascocoryne sarcoides).

    Ansonsten bin ich ganz bei Wolfgang.


    LG, Nobi

    ich verschieben mal den Beitrag zu den Schleimpilzen, denn da gehört er hin.

    Sicher?

    Ist er bestimmbar?

    Nun, makroskopisch kann man immer nur Tipps abgeben, Christine.

    Diese kleinen Pilze muss man schon unters Mikro legen, um die Art wirklich zu bestimmen.


    Übrigens bin ich nicht der Meinung, dass es sich um einen Myxomyceten handelt.

    Ich vermute hier den Buchen-Hütchenträger (Phleogena faginea) der genauso aussehen kann und der auch an Eiche vorkommt.

    Vergleiche mal mit den letzten drei Bildern in Magellans Beitrag.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Sehr schön, Uwe!:thumbup:


    Eine ähnliche Art hatte ich 2013 am Bahnhof Rathmannsdorf im Elbsandsteingebirge gefunden!

    Ich hatte den damals als Holz-Riesenröhrling (Macroboletus lignicolus) bestimmt!

    Leider waren meine Sammeldosen zu klein, so dass ich ihn nicht zur weiteren Untersuchung mitnehmen konnte.



    LG, Nobi

    Wieder mal ein gelungener Beitrag, Björn!:thumbup:

    2. Geoglossum cookeanum.

    Sehr schön zeigst Du die enge, perlenkettenähnliche Septierung der Paraphysenspitzen.

    Ganz typisch und ein Alleinstellungsmerkmal für die Art, zumindest in unseren Breiten.

    Benkert (Die Gattungen Geoglossum und Trichoglossum in der DDR_MyMi 20, 1976.3) schreibt dazu:

    "Die Paraphysen sind fast stets gerade und unter allen einheimischen Arten am dichtesten septiert".

    3. Neben normalen Erdzungen gab es auch einige Exemplare, die von einem weißen Hyphomyceten befallen waren. Dieser entpuppte sich dann als Hypomyces papulasporae

    Da kann ich Thorben nur Recht geben!

    Ich habe schon viele Erdzungen gefunden, aber so etwas noch nicht gesehen!


    Liebe Grüße,

    Nobi