Zum Thema Morchella-Syndrom.
Wer des Französischen mächtig ist, mag sich diesen Artikel mal zu Gemüte führen:
Es gibt 14 Antworten in diesem Thema, welches 542 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Daniel224.
Zum Thema Morchella-Syndrom.
Wer des Französischen mächtig ist, mag sich diesen Artikel mal zu Gemüte führen:
Hallo Harald,
wenn ich den Artikel richtig verstehe, steht hier aber erstmal nicht das Morchella-Syndrom unter Verdacht, sondern die Kontamination der getrockneten Pilze mit einer (unbekannten) giftigen Substanz.
ZitatDes analyses toxicologiques sont en cours. Les autorités soupçonnent qu'un lot de morilles a probablement été contaminé par une toxine susceptible d'être à l'origine de l'intoxication alimentaire, peut-on également lire sur le site qui délivre également des consignes au consommateur.
Björn
Hallo,
da kann ich Björn nur bestätigen.
LG
Malone
Ich hab den Artikel mal von DeepL übersetzen lassen, machts vielleicht für die Nichtgutgenugfranzösischlesenkönnenden (ich kann mit meinem vor weit über 40 Jahren mit Beginn der Schulsommerferien 1982 beendeten Schulfranzösisch immer noch so einiges und tatsächlich erstaunlich viel verstehen, aber trotzdem bei Weitem nicht alles) einfacher:
Eine 27-jährige Frau stirbt nach dem Verzehr getrockneter Morcheln: Die betroffenen Chargen werden in ganz Frankreich aus dem Verkauf genommen
Eine 27-jährige Frau ist nach unseren Informationen im Universitätsklinikum Montpellier gestorben, nachdem sie Pilze aus der Dose verzehrt hatte. Das bei B&M verkaufte Produkt ist nun Gegenstand eines landesweiten Rückrufs aufgrund einer vermuteten Vergiftung durch ein Toxin.
Eine 27-jährige Frau ist am Dienstag, dem 3. November 2026, im Universitätsklinikum Montpellier an einer Lebensmittelvergiftung gestorben, nachdem sie getrocknete Morcheln verzehrt hatte.
Nach Angaben von ICI Occitanie TV soll die junge Frau diese Pilze in ein Gericht gemischt haben, das sie am Montagmittag gegessen habe. Einige Stunden nach der Mahlzeit seien bei ihr Magenbeschwerden aufgetreten, woraufhin sie von ihrem Lebensgefährten ins Krankenhaus gebracht wurde.
Sie starb am nächsten Tag, Dienstag, gegen 10 Uhr.
Pilze aus der Dose
Unseren Informationen zufolge soll das Opfer diese in Dosen verkauften Pilze bei der britischen Handelskette B&M gekauft haben, wo sie inzwischen aus den Regalen genommen wurden. Seit gestern sind sie Gegenstand eines landesweiten Rückrufs durch die Regierung (Aktualisierung am Mittwoch, Anm. d. Red.).
Alle Chargen, die zwischen dem 12. Oktober und dem 3. November unter der Marke Champibons und der GTIN-Nummer 3760201609743 in den Handel gebracht wurden mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 1. Dezember 2029 aus den Regalen in ganz Frankreich zurückgerufen, wie die Website „Rappel conso“ mit dem Hinweis angibt: „kann möglicherweise mit dem Auftreten unerwünschter Symptome wie Durchfall und/oder Erbrechen in den Stunden nach dem Verzehr in Verbindung gebracht werden, was in seltenen Fällen zu schwerer Dehydrierung führen kann“.
Das von B&M vertriebene Produkt wird in einem Betrieb in der Haute-Loire abgepackt.
Ein Giftstoff als Ursache der Vergiftung
Derzeit werden toxikologische Untersuchungen durchgeführt. Die Behörden vermuten, dass eine Charge von Morcheln wahrscheinlich mit einem Giftstoff kontaminiert wurde, der die Ursache für die Lebensmittelvergiftung sein könnte, wie es auf der Website weiter heißt, die auch Hinweise für Verbraucher bereitstellt.
Wenn Sie dieses Produkt verzehrt haben und Symptome (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Sehstörungen) treten, rufen Sie unverzüglich die 15 (Rettungsdienst) oder eine Giftnotrufzentrale an und geben Sie dabei den Zeitpunkt der letzten Mahlzeit sowie das Auftreten der Symptome in den Stunden nach dem Verzehr an, oder wenden Sie sich an die Giftnotrufzentrale von Okzitanien unter 05 61 77 74 47.
Im Jahr 2025 verzeichnete die Nationale Agentur für Gesundheitssicherheit, Ernährung, Umwelt und Arbeit 1.300 Vergiftungsfälle im Zusammenhang mit dem Verzehr von Pilzen. Diese äußern sich in Verdauungsstörungen sowie Leber- oder Nierenschäden und können in 3 % der Fälle sehr schwerwiegend verlaufen.
Hallo,
bin gespannt, ob man jemals erfahren wird an was die Frau gestorben ist.
Gruß
Peter
wenn ich den Artikel richtig verstehe, steht hier aber erstmal nicht das Morchella-Syndrom unter Verdacht, sondern die Kontamination der getrockneten Pilze mit einer (unbekannten) giftigen Substanz.
Davon mal abgesehen. Das Morchella-Syndrom scheint wohl auch eine unklare Angelegenheit zu sein und hauptsächlich aufzutreten nach dem Verzehr von Kultur-Morcheln, vorwiegend aus Fernost. Anscheinend sind selbst gesammelte (Freiland-)Morcheln davon nicht betroffen.
Ich schließe daraus, dass das Morchella-Syndrom wohl eigentlich auf (kontaminierte) Kultur-Morcheln beschränkt ist.
Dazu gibt's einen ausführlichen Artikel in der letzten Z.Mykol.
Beste Grüße
Harald
Ich schließe daraus, dass das Morchella-Syndrom wohl eigentlich auf (kontaminierte) Kultur-Morcheln beschränkt ist.
Hallo Harald,
wenn ich mich recht erinnere hat der Christoph Hahn mal vom Morchella-Syndrom mit selbstgesammelten Morchel berichten, drei Personen haben gegessen und bei einer gab es das Morchella-Syndrom,
viele Grüsse
Matthias
Hallo,
das Morchella-Syndrom tritt auch bei selbstgesammelten Morcheln auf. Hier in Süddeutschland gab es einige Fälle. Immer waren es große Morchelmengen, die verspeist wurden und/oder ungenügend gegart.
Gruß
Peter
Ich schließe daraus, dass das Morchella-Syndrom wohl eigentlich auf (kontaminierte) Kultur-Morcheln beschränkt ist.
Hallo Harald,
wenn ich mich recht erinnere hat der Christoph Hahn mal vom Morchella-Syndrom mit selbstgesammelten Morchel berichten, drei Personen haben gegessen und bei einer gab es das Morchella-Syndrom,
viele Grüsse
Matthias
Hm, ob man Dill als Antidot nehmen kann...
Hm, ob man Dill als Antidot nehmen kann...
Zumindest bekommt das Gemörch durch den Dill viel Aroma, so ganz ohne schmecken die ja nach nichts...
Deshalb sind die scharfen Milchlinge siliert oder fermentiert bekömmlich; weil da jede Menge Dill verwendet wird;-) Dill als Universal-Mykotoxin-Antidot ... wär mal eine Forschung wert;-)
Griahahaßle Jürgen
Und wo ist nun der suggerierte Zusammenhang zwischen dem Morchella-Syndrom und diesem Fall hier mit kontaminierten Morcheln? Für mich klingt all das eher nach Spekulation.
Mittlerweile driftet die Diskussion ja auch schon in Richtung Spaßmacherei ab.
Nachdenkliche Grüße
Oehrling
Hallo Oehrling,
für mich fällt dieser französische Bericht in die Kategorie "Nix Genaues weiß man nicht, nach diesem kolportierten Einzelfall", und daher wissenschaftlich nicht greifbar. Letztens gab es ja so einen Bericht aus der französischen Schweiz, soweit ich ich mich erinnern kann - sogar mit ein paar statistischen Aussagen zur Gefährlichkeit von getrockneten Morcheln aus dem (asiatischen) Handel.
Ich möchte nicht mit Statistik kommen - da gilt man gleich als Oberzyniker - aber denkt mal drüber nach: Häufigkeit, Inzidenz, Signifikanz. Wieviele Leute sammeln europaweit Morcheln, kaufen getrocknete Morcheln, essen diese Morcheln, auch in Mengen, die für Gourmands unüblich sind, wieviele getrockete Morcheln werden in der Gastronomie verarbeitet und konsumiert, und wie viele erkranken am Morchella-Syndrom oder sterben kurz nach dem Verzehr?
Für Pilzler scheint es so eine Art "Spätherbst-Loch" zu geben;-)
Hallo,
Die Presse braucht Sensationen. Den Zusammenhang zwischen den Morcheln und dem Fall sehe ich persönlich höchst fraglich.
Deshalb sind die scharfen Milchlinge siliert oder fermentiert bekömmlich; weil da jede Menge Dill verwendet wird;-) Dill als Universal-Mykotoxin-Antidot ... wär mal eine Forschung wert;-)
Da ist der Gedanke nicht weit: Folglich dann grüne Knollis in Mariendistelfrucht-Tinktur eingelegt
.
VG Thiemo
Moin.
Die arme Frau ![]()
Tja, das gibt einem zu denken.
Fazit, Pilzkonserven oder irgendwelche Trockenpilze im Plastiktütchen mit unklarem Inhalt und Herkunft, besser nicht kaufen.
LG
Daniel
