Ist das ein Edelreizker? Oder ein Lachsreizker? Oder was giftiges?

Es gibt 41 Antworten in diesem Thema, welches 1.661 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Daniel224.

  • Habe ich in einem Nadelwald in moosigem feuchtem Boden gefunden, was könnte das sein? Als Amateur freue ich mich über jede Hilfe



    Edit: Hut etwa 5-10cm

    - der Hut bei den jüngeren nach unten gewölbt aber dann sehr bald übergehend in eine Art Trompetenform

    - lamellen weich bei den älteren und verfärbt grün oder blau, aber weniger vom Kontakt sondern mehr von Alter

    - Stiel orange, Hut aich genau sk wie lamellen wird aber hellbrauner

    - Geruch erinnert mich irgendwie an Champignons, bin aber eher unerfahren..

  • Oh verdammt.. die Fichtenreizker sind ja eh nicht ideal zum essen oder?


    Und nur damit ich was lernen kann, was ist mit Gruben gemeint? Dazu finde ich in meinem Buch garnichts

  • Hallo IchWillNichtSterben,


    bei den Pilzen kann ich Dir nicht helfen.

    Aber wenn ich mir Deinen Nickname so angucke - dann sammel lieber frische, junge Pilze. Bei den gezeigten Pilzen hast Du zumindest gute Chancen auf Lebensmittelvergiftungen g:(


    Liebe Grüße


    Murph

  • Hallo, Kauf dir nen Pilzkorb, denn das sind offensichtlich Transportschäden an deinen Pilzen.

    Fichtenreizker verdienen es, verzehrt zu werden. Wenn du sie mit Salz bestreust und scharf brätst, sind sie eine Delikatesse.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

  • Hallo

    Oh verdammt.. die Fichtenreizker sind ja eh nicht ideal zum essen oder?

    Ich kenne nur Lachs- und Fichtenreizker und finde beide sehr schmackhaft.


    Vielleicht noch kurz zu den Grübchen. Da ich schon relativ viele Lachs- und Fichtenreizker gesammelt habe, kann ich sagen, dass es normalerweise stimmt, dass Fichtenreizker keine Grübchen haben und Lachsreizker schon. Allerdings kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass der Fichtenreizker auch mal einzelne Grübchen haben kann und der Lachsreizker keine. Hier ist z.B. noch ein Bild von einem Lachsreizker, der so gut wie keine Grübchen hat.



    LG

    Benjamin

  • Hallo zusammen,

    ich bin nur ein Laie.. sammel auch gerne Fichten und Lachsreizker..

    Bei den oben gezeigten Pilzen sehe ich keine Orange Milch an den Stielen oder Bruchstellen. Für mich ein wichtiges Merkmal. Die laufen fast aus wenn ich die abschneide und die Milch ist später von Orange zu Weinrot verändert wenn getrocknet. Hier seh ich keine Milch...

  • Hallo zusammen,

    . Die laufen fast aus wenn ich die abschneide und die Milch ist später von Orange zu Weinrot verändert wenn getrocknet. Hier seh ich keine Milch...

    Hallo Hypermotard, das ist ja auch kein Schnittbild vor Ort, sondern ein Knitterfoto nach dem Transport nach Hause in ungeeignetem Transportbehälter.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

  • morph , Peter , Hypermotard , Wutzi

    Habe dank eurer Hilfe mich etwas mehr belesen und heute wieder lange gesucht und dieses Mal Reizker mit den von Peter erwähnten Gruben besser nach Hause transportiert :) Bin echt froh, sogar noch zwei dabei die ich auch für essbar erhoffe?

  • Ich auch

    LG

  • Sehen wir wohl alle so. Brummen hat die Brille nicht auf. Ist mir letztens auch passiert ==Gnolm7.


    IchWillNichtSterben, Reizker sind Milchlinge mit roter oder orange Milch. Für alle diese Art Milchlinge gilt die Regel, dass sie essbar sind. Am besten Stiele abschneiden, salzen und Hüte und halbierte Stiele auf der Pfanne kurz von beiden Seiten scharf braten.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

  • Beitrag von Daniel224 ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • Hallo,

    hab irgendwas falsches eingefügt und mußte das löschen, naja ist schon spät :)


    Am besten Stiele abschneiden, salzen und Hüte und halbierte Stiele auf der Pfanne kurz von beiden Seiten scharf braten.

    Exakt so ist das am besten. Ob nun mit Öl oder Butter ist Ansichtssache, ich bin eindeutig für Butter. Mit Schweineschmalz soll gut sein, aber das vertrag ich nicht.

    An Gewürzen ausschließlich nur Salz, alles andere würd ich defntiv weglassen.

    Ich halbiere auch die Hüte bei allen, habs oft genug erlebt, das der Stiel einwandfrei wirkte und im Hut doch Maden waren.

    Reizker sind leider sehr oft madig. Oftmals reichts bei größeren beim Sammeln mit dem Finger leicht in die Vertiefung am Hut zu drücken und wenns gleich Knack macht, kannst du den stehen lassen, lohnt nicht mehr weiter zu schauen. Selbst ganz kleine frisch heraus gewachsene, die noch mit dem Hut wie auf dem Moos aufliegen,

    sind nicht selten die reinsten Maden Ufos :haue:

    Die Sandröhrlinge sind schon ziemlich groß, die sind meist nur recht klein zu gebrauchen. Wenn die schon etwas weicher sind, lieber weg damit, ist es nicht wert sich für die beiden den Magen zu verderben.

  • Oh... Verdammt. Alles schon gestern verspeist, hoffe die Maden waren entweder nicht drin oder proteinreich und ggesund ;)


    Die Sandröhrlinge waren gut, hoffe der Magen wird nicht verdorben... Bisschen wie säuerliche Steinpilze

  • Die Sandröhrlinge waren gut, hoffe der Magen wird nicht verdorben... Bisschen wie säuerliche Steinpilze

    Irgendwie verstehe ich Deinen Nick nicht richtig :gkopfkratz: Du isst irgendwelche Pilze, die Du selber nicht kennst und die Dir von "irgendwelchen" Dir fremden Menschen im Forum benamst werden? :gkrass: Das nenne ich mutig (oder auch sehr leichtsinnig) - aber es passt nicht so ganz zu Deinem Nick ,oder?


    Verwunderte Grüße


    Murph

  • Von irgendwem muss ich sie ja kennenlernen :)

  • Von irgendwem muss ich sie ja kennenlernen :)

    Woher weißt Du denn, wie gut die Menschen, die Dir antworten, sich mit Pilzen auskennen?


    Mal zur Verdeutlichung: stell Dir vor, ich wäre der einzige gewesen, der Dir geantwortet hätte - augenscheinlich ein kleiner blauer Stoffalien - hättest Du die Pilze gegessen? :gkopfkratz:


    Murph

  • Ok also mal als ernstere Antwort:

    Hatte schon etwas Respekt, habe sonst immer nur mit meinen Eltern und Pilzbuch als ich jünger war gesammelt und jetzt wo ich allein lebe will ich das als Hobby weiterbetreiben.


    Habe mir erstmal über die verschiedenen Reizker was durchgelesen und Reizker waren es wohl, ich habe die orangene Milch gesehen. Dann habe ich nach giftigen Reizkern gesucht und keine gefunden. Dann habe ich mir doe ganzen Reizkermerkmale angeschaut um sicher zu sein dass es einer ist und welcher es sein könnte. Das Forum hilft mir dann in dem Sinne das, wenn ich etwas als Anfänger übersehe mich dann mehrere drauf hinweisen können.


    Bei dem Röhrling habe ich erstmal hier gesucht nach Ideen, mir dann ähnliche und besonders giftige angeschaut un sicher zu stellen dass es der nicht ist. Außerdem soll es bei Röhrlingen ja keine tödlichen geben, also bin ich die giftigsten ähnlichen zum Sandröhrling durchgegangen und hab sichergestellt dass es die nicht sind.


    Ich hab noch nicht viel Erfahrung, aber irgendwoher muss ich mir die erstmal erarbeiten :)

  • Hallo,

    Sandröhrlinge sind meist etwas säuerlich im Geschmack. Falls die nichts mehr waren würdest du das jetzt aller Wahrscheinlichkeit schon merken. Das dauert bei verdorbenen Lebensmitteln meist nicht allzu lange, kennt man doch, hat sicher fast jeder schon mal im Leben gehabt, z.b. ein Joghurt, der nicht mehr gut war und einem dann ein paar Besuche auf der Toilette gebracht hat. Aber eine Lebensmittelvergiftung kann auch sehr sehr unangenehm ausfallen, was ich vor vielen Jahren bei einem Döner zu spüren bekam, das dauerte fast 10 Tage, bis es wieder gut war. Und bei verdorbenen Pilzen ist das sicher manchmal nicht weniger unangenehm. Wenn dann jemand vielleicht noch in irgendeiner Art vorerkrankt ist, Medikamente nehmen muß, kann das noch ekliger werden.

    Murph sagte es ja schon, woher weißt du, daß die Antwortenden sich wirklich auskennen? Jeder kann sich irren, auch ein langjähriger Sammler oder ein PSV, der hier nur Bilder sieht, kann dir nur eine Einschätzung geben. Im Zweifel muß das ein PSV vor Ort betrachten und den Fruchtkörper komplett in der Hand haben und mit dir persönlich sprechen.

    Ich empfehle dir, dich einmal etwas eingehender mit der Materie zu beschäftigen, bevor man irgendwas isst, was man nicht kennt, das kann einen durchaus schneller unter die Erde befördern, als man annimmt. Zumindest aber ins Krankenhaus.

    Ohne jegliche Erfahrung ist das ziemlich gefährlich, was du machst.

    Besuch mal, wenn du ein entsprechendes Angebot in der Nähe hast eine geführte Tour, am besten mehrere. Und besorg dir ein oder zwei vernünftige Pilzbücher auf dem aktuellen Stand.

    Aber wie du ja hier auch lesen kannst, selbst eine essbare Art, die leicht zu erkennen ist, kann Probleme verursachen, wenn sie zu alt ist. Also auch das gehört dazu, die erkannte Art zu beurteilen, ob der jeweilige Fruchtkörper noch gut ist oder nicht. Das macht man doch beim Einkaufen bei Obst/Gemüse auch, also schauen obs noch was taugt oder nicht.

    In Manchen Discountern siehts da abends auch traurig aus in den Regalen, vor allem im Sommer. Da kannst du gepflegt auch einiges gleicn entsorgen, vor allem Pilze. Wenn ich Pfifferlinge im Supermarkt sehe, da kann einem in >98% der Fälle schlecht werden, wie die aussehen. Vor allem eingeschweißte sind besonders oft widerlich.


    LG

    Daniel

  • Dann habe ich nach giftigen Reizkern gesucht und keine gefunden.

    Potentielle Verwechslungspartner von so mancher Art müssen nicht direkt da vorkommen, wo du eine Art findest, die du sammeln möchtest. Falls doch welche im Vorjahr da waren muß das ein Jahr später nicht zwingend so sein. Vielleicht waren welche da, Wochen zuvor. Vielleicht hast du sie nur nicht gesehen, weil die irgendwo im Gebüsch standen und du sie übersehen hast. Vielleicht passt der Wald für die Arten nicht, der Boden, die Bäume etc. und so weiter und so weiter und so weiter.

    Der Wald und die Pilze sind ein hochkomplexes Gebilde, ich selbst bin nach Jahren immer noch fast am Anfang. Ich kenne einiges und kann es sicher bestimmen, aber sehr viel weiß ich auch noch nicht und lerne immer wieder neues dazu. Wenn ich z.b. Rotfußröhrlinge finde, die genau zu unterscheiden ist gar nicht so einfach.

    Manche Art kommt in zig verschiedenen Hutfarben vor, z.b. der Frauentäubling.

    Manchmal fehlt ein wichtiges Merkmal,z.b. ein nicht mehr vorhander Ring am Stiel, der vielleicht abgefressen oder abgefallen ist.

    Manches ist im ganz jungen Staduim durchaus problematisch.

    Manche schneiden Pilze ab, aber bei einigen Arten ist der im Boden befindliche Teil sehr wichtig.

    Manche Maronen verfärben sich nahezu gar nicht bläulich an den Röhren wenn sie ganz jung sind oder es sehr trocken ist.

    Manch älterer Steinpilz kann ein etwas dunkleres Netz am Stiel haben, nicht mehr weißlich.

    Manche Hexenröhrlinge sind sehr schwierig zu bestimmen, wenn sie nicht eindeutig sind, zu denen gibt es hier regelmäßig Diskussionen, welcher es nun sein könnte, weil es nicht gut erkennbar ist.

    Champignons sind ein sehr schweres Gebiet, da gibts viele Dutzende Arten, die nur schwer zu bestimmen sind.

    Und und und.

    Auf die Schnelle geht bei der Materie gar nichts.Da muß man sich reinknien bis zum Anschlag.

    Bzw. so wie ich gerstern mehrere Stunden quasi fast mit der Nase im Waldboden rumwühlen mußte, um eine farblich sehr schwer zu sehende recht kleine Art Täublinge zu finden, die nahezu genau so aussehen wie der Waldboden und drumrum ists halb dunkel und alles mit Laub und Bodenbewuchs bedeckt. Aber nur so geht das, wenn man was neues entdecken will.


    LG

    Daniel