How to Morchelpirsch

Es gibt 44 Antworten in diesem Thema, welches 9.033 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Boletaceae.

  • Hi Jan,


    okay, die Ecke kenne ich nicht so gut - das ist ein bisschen weit weg (ca. 90 km). So weit würde ich nicht für ein paar Wabenköpfe fahren - und schon gar nicht bei den Spritpreisen zur Zeit... unbezahlbar :gkrass:... Und sooo lecker finde ich sie ja auch nicht :glol:


    Viel Erfolg auf jeden Fall und liebe Grüße


    Murph

  • Hallo,


    ich finde prinzipiell sieht das gut aus - aber hats denn auch Eschen dort? Nicht dass es nicht auch ohne gehen würde, aber meistens stehen halt doch Eschen bei den Morcheln .....


    beste Grüße,

    Andreas

  • Hi Andreas,

    danke für die Einschätzung. Eschen gibt's da einige, andere Laubbäume stellen aber definitiv die Mehrheit dar. Die Eschen sind also eher hier und da eingestreut.


    Gruß

    Jan

    Verzehrfreigaben gibt es nur bei Pilzsachverständigen vor Ort.

  • Servus Jan,


    die hie und da eingestreuten Eschen sind ideal, in solchen Gebieten suche ich bevorzugt nach Speisemorcheln.

    Im Umkreis von 20 Meter auch unter Hasel, Fichten & Co.


    lgpeter

    "Die, die Kriege von oben führen sind feige Schreibtischtäter, die nicht wissen wie schrecklich Krieg ist".

    Quelle: "Masters Of War", Bob Dylan

    Einmal editiert, zuletzt von Habicht (†) ()

  • Hi,


    Wachsen die Morcheln eigentlich weit weg vom Stamm oder in unmittelbarer Nähe?


    Na ja,


    Im Umkreis von 20 Meter auch unter Hasel, Fichten & Co.


    In unmittelbare Nähe auch, wenn es eine Hanglage ist und die Esche oben steht,


    lgpeter

    "Die, die Kriege von oben führen sind feige Schreibtischtäter, die nicht wissen wie schrecklich Krieg ist".

    Quelle: "Masters Of War", Bob Dylan

  • Hallo,


    teilweise direkt am Stamm, teilweise ein gutes Stück weg, so wie man das bei Mykorrhizapilzen auch kennt.


    beste Grüße,

    Andreas

  • Nahe 'bei' habe ich schon welche gefunden,:giggle:


    Lästige Präpositionen, darum mögen sich andere kümmern.


    Viel interessanter ist Andreas' Meinung "so wie man das von Mykorrhizapilzen auch kennt".

    Er setzt damit M. esculenta n i c h t Mykorrhizapilzen gleich, er vergleicht.


    :gklimper:

    lgpeter

    "Die, die Kriege von oben führen sind feige Schreibtischtäter, die nicht wissen wie schrecklich Krieg ist".

    Quelle: "Masters Of War", Bob Dylan

  • Viel interessanter ist Andreas' Meinung "so wie man das von Mykorrhizapilzen auch kennt".

    Er setzt damit M. esculenta n i c h t Mykorrhizapilzen gleich, er vergleicht.


    Servus Peter,

    Mykorrhiza scheint das Gemörch auch zu können, allerdings wohl nur einseitig zum Nutzen des Pilzes.

    Da muss man wohl abwarten was in Zukunft da erforscht wird,

    viele Grüsse

    Matthias

  • Moin,


    ich hab noch eine Frage zu Streuobstwiesen als Morchelstandort:


    Müssen da auch Eschen zwischen den Obstbäumen stehen oder gibt's die Morcheln auch bei Apfel-/Birnenbäumen auf Kalk, ganz ohne Eschen?


    Gruß

    Jan

    Verzehrfreigaben gibt es nur bei Pilzsachverständigen vor Ort.

  • Hi.


    Nein, bei Obstbäumen brauchts keine Eschen. Meiner Erfahrung nach sollten die Obstbäume aber schon ein gewisses Alter aufweisen. Streuobstwiesen über Kalk waren bei mir an meinem früheren Wohnort teilweise ganz gute Lieferanten für Speisemorcheln. Mag aber auch daran liegen, dass sie einfach besser zu sehen waren.


    LG.

    Bin lediglich fortgeschrittener Anfänger.
    Posts sind nicht als Essensfreigabe zu verstehen. :-]

  • Ich habe bisher keine Morcheln gesucht. Ich fand mal 2 Stück auf Rindenmulch im Garten, das ist alles. Der Morchel-Hype erschließt sich mir irgendwie nicht. :/


    Jedenfalls habe ich hier Auwald, Eschen, die Zeigerpflanzen sind da. Ich gehe da Suchen. Gestern war ich u. a. auch da, eben beginnen die Schlüsselblumen zu blühen.


    Warten wir ab, vielleicht finde ich ja welche.


    LG,

    Steffen

  • Wo du Morcheln finden kannst, weisst du ja nun.


    Noch ein paar Tipps zum Wann und Wie:


    Tipp 1:

    Im Schneckentempo suche ich dort, wo ich weiss, dass es dort Morcheln gibt. Unbekannte Orte suche ich in fast normalem Gehtempo ab (unpopulär schnell, aber die Begründung kommt gleich). Auf jeden Fall aber halte ich immer wieder an und geh in die Knie. Ein ruhiger Blick nahe am Boden hilft, die Morcheln besser zu entdecken. Mit dieser Methode kann ich recht schnell eine grosse Fläche grob aber gut genug absuchen. Merke: du musst nur EINE Morchel erblicken, dann hast du schon gewonnen und weisst, dass es welche hat, dann kannst du immer noch alles ganz langsam absuchen. Egal wie genau du suchst: wenn es keine hat, dann findest du auch keine. Daher in gewissem Sinne Quantität anstatt Qualität. Lieber 20 potentielle Stellen grob absuchen und das dafür 3x pro Saison, als in der gleichen Zeit nur 2 sehr genau. So arbeitet die Wahrscheinlichkeit für dich, bald etwas zu finden.


    Tipp 2: suche dann, wenn das Wetter Morcheln verspricht. Auch hier gilt: egal wie gut ein Plätzchen ist, wenns zu kalt oder zu trocken ist, wächst in der Regel kaum etwas. Die beste Zeit ist je nach Temperatur 2-5 Tage nach einem kräftigen Regen. Dann sollten sie gross genug sein um sie gut zu sehen. Vor Mitte April gehe ich noch nicht grossartig auf die Suche neuer Plätzchen. Wenn ich halt zu spät bin und nur noch verfaulte finde (aber die findet man eher, weil sie entsprechend gross sind), hab ich trotzdem gewonnen, mindestens für den nächsten Frühling.


    Tipp3: schau dir Bilder von Morcheln in freier Wildbahn an. Das Internet ist ja voll davon, auch auf Youtube gibts tolle Liveaufnahmen. Das schärft den Blick für die Morchelnund die entsprechende Umbebung.


    Ich hab auf diese Weise recht gute Erfolge.

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  • Tipp 1:

    Im Schneckentempo suche ich dort, wo ich weiss, dass es dort Morcheln gibt. Unbekannte Orte suche ich in fast normalem Gehtempo ab (unpopulär schnell, aber die Begründung kommt gleich). Auf jeden Fall aber halte ich immer wieder an und geh in die Knie. Ein ruhiger Blick nahe am Boden hilft, die Morcheln besser zu entdecken. Mit dieser Methode kann ich recht schnell eine grosse Fläche grob aber gut genug absuchen. Merke: du musst nur EINE Morchel erblicken, dann hast du schon gewonnen und weisst, dass es welche hat, dann kannst du immer noch alles ganz langsam absuchen. Egal wie genau du suchst: wenn es keine hat, dann findest du auch keine. Daher in gewissem Sinne Quantität anstatt Qualität. Lieber 20 potentielle Stellen grob absuchen und das dafür 3x pro Saison, als in der gleichen Zeit nur 2 sehr genau. So arbeitet die Wahrscheinlichkeit für dich, bald etwas zu finden.


    Hallo,


    das ist genau die Methode, richtig. Völlig egal, welche Dinge man sucht.


    Sporadisch lege ich im Gehtempo mal eine kurze Intensivsuchphase ein. Nicht lange, nur so 2-3 min.


    In meinem Gebiet, vom dem ich nicht weiß, ob es hier überhaupt Morcheln gibt, ist es sicher noch zu kalt und zu trocken. Für die beiden ersten Apriltage ist Schneefall bei bis zu -8 °C angesagt.


    LG,

    Steffen

  • Hallo Jan,

    nein, das sind dann reine Obstbaumplantagen. Möglichst schon etwas in die Jahre gekommen, und natürlich auf Kalk. Das nachstehend gezeigte Biotop brachte einen Riesenschub Speisemorcheln, nachdem es lange fast verwildertw ar und dann eines Tages im Herbst massiv gepflegt wurde. Sämtlicher aufgekommener Unterwuchs wurde mit dem Balkenmäher entfernt und abgeräumt, so dass im Frühjahr darauf fast nur Wiesen-Schlüsselblumen und andere Magerrasenblümchen blühten.


    beste Grüße,

    Andreas

  • mollisia



    Hallo Andreas,


    so alte Streuobstwiesen kenne ich hier in meiner Gegend auch. Ich frage mich nur, was da wohl für ein Gestein vorhanden ist. Gleich um die Ecke, wenige hundert Meter weiter, ist es Thüringer Schiefer.

    Und das Finden macht bestimmt Freude!


    LG,

    Steffen

  • Moin,

    diesmal habe ich eine Streuobstwiese mit vielen Apfel- und Birnenbäumen, vereinzelt auch Kirschen und Pflaumen, unter die Lupe genommen und tatsächlich auch 3 Schlüsselblumen entdeckt. Die Bestimmung mit der Flora Incognita-App hat allerdings die "Hohe Schlüsselblume" ergeben, nicht die von Andreas erwähnte "Echte Schlüsselblume". Da frage ich mich jetzt natürlich, ob das auch eine Zeigerpflanze für Morcheln ist. Kann mir da jemand helfen?


    Grüße

    Jan

    Verzehrfreigaben gibt es nur bei Pilzsachverständigen vor Ort.