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letzter Beitrag von michl_1211 am

Zombiepilz ?! (Update)


  • Liebe Leute,


    beim Sammeln in der Eifel bin ich auf folgende Pilze gestossen. Eigentlich dachte ich, da schaue ich mal ins Pilzbuch, habe aber leider nichts passendes gefunden.


    Die Pilze wuchsen in einem Heideboden, genauer gesagt darunter und sind im Familienverbund durch die oberste Bodenschicht gebrochen. Die Exemplare machen einen eher festen Eindruck, die Lamellen sind dicht an dicht und mit einem rosa schimmerndem Häutchen abgedeckt.


    Die Teile sehen unbestimmt "lecker" aus, aber da ich außer Röhrlingen nur Parasole, Pfifferlinge und Semmelstoppel sammle, hätte ich da gerne eine Info, ob es sich lohnt, die im Zukunft im Auge zu behalten (und sie um Gottes Willen natürlich live einem Experten vorzulegen, bevor ich sie vernasche).


    Pilzige Grüße aus der Eifel

    Catsader

  • Catsader

    Hat den Titel des Themas von „Zombiepilz“ zu „Zombiepilz ?!“ geändert.
  • Hallo Catsader, du hast zielsicher bei allen Pilzen eines der bestimmungsrelevantesten Merkmale weggesäbelt. Die Stielbasis ist oft sehr wichtig für die Bestimmung. Wenn da so was wie eine rübige Verdickung war und ich die Pünktchen auf dem Hut nicht als Dreck interpretiere sondern als Reste einer Volva könnte das bei reinweißen Lamellen auch ein Perlpilz sein. Vielleicht ist es aber auch der von Sandra vermutete Champignon. Aber Essensfreigabe im Internet gibts sowieso nicht. Da hilft nur der Weg zum Pilzberater, wenn du die verspeisen willst.

    Und merke: immer den ganzen Pilz fotografieren. Am besten vor Ort mit ein paar weiteren Angaben wie hier beschrieben.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

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  • Danke für die Antworten!


    In der Tat wuchs der Segen in einem Büschel aus / in dem Boden. Eine rübige Verdickung habe ich keine gesehen und die Pünktchen sind tatsächlich Dreck vom Bodendurchbruch.


    Champignons kommen der Sache bisher am nächsten, allerdings will von den zwanzig Sorten in meinem Pilzbuch keine so recht passen. Vielleicht hätte ich nur die Hälfte einsammeln sollen und warten bis der Rest ausgewachsen ist...

  • Hallo Catsader,


    zur deiner Erhellung bei der Bestimmung kann ich hier leider nichts beitragen, es ist ja auch schon so ziemlich alles gesagt worden; aber ich möchte doch jetzt zu gern wissen, warum du die armen Pilzchen als "Zombies" bezeichnest?!? So häßlich sind sie nun auch wieder nicht...

    Liebe Grüße,

    Grüni/Kagi ==11


    117 Pilzchips


    (Stand Nov.2020=112 -15 Einsatz APR 2020 -1 für Belis Pilzgral-Rätzel +5 Präsenz-Bonus APR 2020 +5 Platz 14 APR 2020 +5 Gnolmisch-Bonus APR 2020 -2 Einsatz FPPR +5 Platz 1 FPPR +2 Platz 2 Sonderwertung FPPR +1 Platz 3 Pixies EM-Rätzel =117)


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    Meine Zeichnungen und Fotos sind außerhalb dieses Forums
    nicht ohne meine vorherige Genehmigung zu verwenden!


    Grünis/Kagis verrückte Pilzwerkstatt

    Pilze an ungewöhnlichen Orten finden!

  • Naja, weil sie so unverhofft durch die obere Bodenschicht gebrochen sind wie der Zombie aus seinem Grab... ;o))


    Eigentlich hatte ich angenommen, dieses spezielle Detail wäre für die Bestimmung hilfreich. Im Prinzip waren die Pilze *unter* der oberen Bodenschicht gewachsen. Die Hutspitzen der größeren Exemplare hatten gerade erst herausgelugt.

  • Wenn da so was wie eine rübige Verdickung war und ich die Pünktchen auf dem Hut nicht als Dreck interpretiere sondern als Reste einer Volva könnte das bei reinweißen Lamellen auch ein Perlpilz sein.

    :daumen:

    "Pilze sind erst einmal nicht anwesend, sie verstecken, verbergen, verschließen und tarnen sich, aber es gibt eine Wahrscheinlichkeit und eine Hoffnung, sie zu finden. Die Suche bedeutet Aufbruch, Verheißung, Abenteuer, und je vergeblicher und erfolgloser der letzte Pilzgang war, desto mehr Spannung, Erfüllung, Belohnung verspricht der nächste." (Hans Helmut Hillrichs: Pilze sammeln)


    Pilzmärchen

  • Salve!


    Das sind irgendwelche braunen Ritterlinge, entweder eine der mit Pappeln symbiotischen oder eine der mit Kiefern smbiotiscchen Arten.
    Um's genauer zu definieren, müsste man die Pilze genauer (schärfer) sehen können, und zudem auch den Geruch und den Geschmack kennen.



    LG; Pablo.

  • Servus beinand,


    Ritterlinge können es nicht sein - das Velum partiale ist eine saubere, reine Haut. Das gibt es in der Gattung nicht (da sind Ringe aufsteigend vom Velum universale gebildet).


    Die Lamellen sind jung rein weiß - wenn man die leider sehr schlechten Fotos genauer anschaut. Egerlinge/Champignons sind auch raus.


    Ich sehe da auch eine Amanita, vielleicht Perlpilz (bzw. am wahrscheinlichsten), aber anhand der Fotos ist eine saubere Bestimmung nicht möglich.


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Herzlichen Dank an alle! Das ist wirklich spannend. Leider habe ich nur die luschige Kamera aus dem Tablet, daher sind die Bilder recht suboptimal. In der Tat sind die sehr engstehenden Lamellen z.B. bei dem durchgeschnittenen Exemplar rein weiß, was für mein sehr begrenztes Wissen die Champignons/Egerlinge rausnimmt. Das Häutchen darüber ist zart blass rosa. Was mich irritiert ist, daß ich keine perlpilztypischen Flocken auf dem Hut sehe, das sind von der bräunlichen Grundfarbe abgesehen nur Erdkrümel. Oder fehlen die beim jungen Perlpilz? Auch von einem Ring wie ich ihn bei Bildern von Perlpilzen sehe kann ich nichts erkennen. Bei den abgerissenen Häutchen ist da am Stiel kein Rest verblieben.

  • Herzlichen Dank an alle! Das ist wirklich spannend. Leider habe ich nur die luschige Kamera aus dem Tablet, daher sind die Bilder recht suboptimal. In der Tat sind die sehr engstehenden Lamellen z.B. bei dem durchgeschnittenen Exemplar rein weiß, was für mein sehr begrenztes Wissen die Champignons/Egerlinge rausnimmt. Das Häutchen darüber ist zart blass rosa. Was mich irritiert ist, daß ich keine perlpilztypischen Flocken auf dem Hut sehe, das sind von der bräunlichen Grundfarbe abgesehen nur Erdkrümel. Oder fehlen die beim jungen Perlpilz? Auch von einem Ring wie ich ihn bei Bildern von Perlpilzen sehe kann ich nichts erkennen. Bei den abgerissenen Häutchen ist da am Stiel kein Rest verblieben.

    Hallo Catseder, die Velumreste auf dem Hut können durch Regen abgewaschen worden sein. Deshalb ist es so wichtig, den gesamten Pilz anzusehen. Die Knolle hätte die entscheidenden Informationen geliefert. Nächstes mal==Gnolm13

    Lieben Gruß


    Claudia


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  • Hey,

    nun haben wir ja viele Meinungen, und deine Fotos werden leider nicht besser... Am Besten sind Bilder bei Tageslicht (nicht in der Wohnung) vom kompletten Pilz: Hut, Stiel; Lamellen, Knolle. "Unter der oberen Bodenschicht" wachsen echt viele Pilze (btW bin ich jetzt auch eher bei der Perlpilz Fraktion) aber genaue Bestimmung kannst du bei den Bildern leider nicht erhoffen. Kannst du vielleicht morgen nochmal dahin gehn und bessere Bilder am Fundort machen?

    Ich sag dir was ich auf den letzten Bildern sehen kann:

    Pilz mit Lamellen und Velum ( das würde später sicher als Ring am Stiel verbleiben) noch jung.

    Verletzte Manschette rötet -> Hinweis auf Perlpilz

    Glatter Stiel - keine Natterung , an Schnittstelle rötend

    Hut hier glatt, Velumflöckchen können durch Regen abgewaschen werden , ist häufig


    Deine Bilder (dem Kunstlicht geschuldet und vermutlich der (Handy?)Kamera sind eh bisl rotstichig, also schwierig zu beurteilen

    die Knolle (eins der wichtigstens Merkmale) fehlt.


    Ich sehe, du willst es wirklich wissen, also schau doch morgen nochmal nach und mach bessere Fotos.


    Ansonsten kann ich dir nur empfehlen,schau mal hier in die Artportraits rein, da siehst du wie man wirklich einen Fund gut dokumentieren kann.

    (kann leider nix verlinken Climbingfreak du vielleicht? )


    LG Sandra

  • Ansonsten kann ich dir nur empfehlen,schau mal hier in die Artportraits rein, da siehst du wie man wirklich einen Fund gut dokumentieren kann.

    (kann leider nix verlinken Climbingfreak du vielleicht? )

    Hallo Sandra,


    ich bin zwar nicht Stefan, aber ich glaube du meinst diese Info Angaben zur Pilzbestimmung


    Liebe Grüße

    Rotfuß

    "Pilze sind erst einmal nicht anwesend, sie verstecken, verbergen, verschließen und tarnen sich, aber es gibt eine Wahrscheinlichkeit und eine Hoffnung, sie zu finden. Die Suche bedeutet Aufbruch, Verheißung, Abenteuer, und je vergeblicher und erfolgloser der letzte Pilzgang war, desto mehr Spannung, Erfüllung, Belohnung verspricht der nächste." (Hans Helmut Hillrichs: Pilze sammeln)


    Pilzmärchen

  • Hallo Catsader,

    daraus (Pilzbeschreibung nach System, siehe Link von Rotfuß) habe ich mir eine vereinfachte Liste gemacht, die ich auf meiner Profilseite gespeichert habe. Die kopiere ich mir für Bestimmungsanfragen immer heraus und arbeite sie dann mit dem Pilzfund in der Hand ab. Hier siehst du eine meiner fertigen Anfragen von neulich: 🌲Endlich wieder Pilze im Garten - ein Neuer! 🌳 Melanoleuca spec.?, und hier ist der Link zu meiner Vorlage: Grüni/Kagi - Mitglieder - Pilzforum.eu (auf der Seite ein bißchen runterscrollen, da man dort keinen Einzelbeitrag verlinken kann)

    Liebe Grüße,

    Grüni/Kagi ==11


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    (Stand Nov.2020=112 -15 Einsatz APR 2020 -1 für Belis Pilzgral-Rätzel +5 Präsenz-Bonus APR 2020 +5 Platz 14 APR 2020 +5 Gnolmisch-Bonus APR 2020 -2 Einsatz FPPR +5 Platz 1 FPPR +2 Platz 2 Sonderwertung FPPR +1 Platz 3 Pixies EM-Rätzel =117)


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  • Catsader

    Hat den Titel des Themas von „Zombiepilz ?!“ zu „Zombiepilz ?! (Update)“ geändert.
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