Hallo, Besucher der Thread wurde 523 aufgerufen und enthält 17 Antworten

letzter Beitrag von Grüni/Kagi am

🌲Endlich wieder Pilze im Garten - ein Neuer! 🌳 Melanoleuca spec.?

  • Moin liebe Pilzfans,


    jetzt hat es auch bei uns genug geregnet, um in meinem Garten endlich wieder Pilze sprießen zu lassen! ==Gnolm16 Deshalb möchte ich hier seit langem mal wieder eine Bestimmungsanfrage posten.

    Bei einem Rundgang durch meinen Garten vorgestern fand ich, auf mehreren Plätzen auf der ganzen Wiese verteilt, diese netten Kleinen. Den ersten fand ich eher zufällig - er wuchs nah am Weg, und mit dem darüberscharrenden Gartenschlauch wurde der hübsche Fruchtkörper direkt vor meine Füße expediert. ==Gnolm11

    Daraufhin suchte - und fand - ich seine Artgenossen. Es gab kleine und größere, und einen FK, der etwas anormal liegend mit langem Stiel gewachsen war. (siehe Bild Nr.1)

    Heute habe ich nochmal einige Exemplare am Standort fotografiert, die schon größer aufgeschirmt sind, und auch noch einen der Größeren entnommen und ein Schnittbild gemacht.


    Nach Buchrecherchen und meiner Beschreibung/Augenschein wage ich jetzt mal die Vermutung eines Weichritterlings (Melanoleuca spec.). Einige Merkmale passen, aber nicht alle. Makroskopisch am besten paßte eigentlich Frühlings-W., aber es ist ja Herbst!?!

    Bei anderen Vermutungen (zB ein Rübling spec.) die ich noch hatte, paßten wieder andere Merkmale nicht. (Kein hohler Stiel, nicht glänzender Hut, kein Rettichgeruch etc.)


    Bitte um Bestimmungshilfe! Liege ich einigermaßen richtig, oder ist das völliger Blödsinn?


    Pilzbeschreibung (Fruchtkörper)


    WUCHSORT: Naturnaher Garten im Wohngebiet.

    WUCHSFORM: Einzelne FK in kl. Grüppchen.

    WUCHSZEIT: Herbst

    SUBSTRAT: Lehmiger Gartenboden, sehr bemoost.

    GEHÖLZE IN DER NÄHE: versch. Gehölze wie Kirsche/Wildkirsche, Fichte, Hasel.

    HUTFORM (Dm, BESCHAFFENHEIT): Hutrand glatt, Dm zw. 2 und 6 cm, jung rundlich-kegelförmig, dann gebuckelt, später ausbreitend etwas flacher, Buckel bleibt aber. Leicht radialfaserig, nicht glänzend.

    HUTFARBE: Mitte braun, nach außen heller werdend, leicht radialfaserig, matt.

    STIEL (LÄNGE, BESCHAFFENHEIT): 3-6cm, Dm 1-1,5cm, gefüllt, faserig, kein Ring.

    STIELFARBE: Weißlich, teilw. bräunlich überhaucht, zur Basis hin leicht bräunlich.

    STIELBASIS: rund, ganz leicht verdickt bzw. bei manchen jungen Exp. fast keulig, ohne Wurzeln, Knollen, Volva o.Ä.

    ART UND BESCHAFFENHEIT DER FRUCHTSCHICHT: Lamellen, mitteldicht bis dicht, untermischt, Ansatz ausgebuchtet bis angeheftet, ganz feine Andeutung von Herablaufen.

    ANSCHNITT: Hutfleisch hellbräunlich, Huthaut braun, Stiel weiß, Hut- und Stielfleisch verwachsen, faserig.

    VERFÄRBUNG: Nach einigen Stunden keine, erst beim Eintrocknen gelblich-bräunlich.

    SPORENPULVER: Crèmeweiß

    GERUCH: Pilzig, vllt. leicht mehlig (Geruchsangaben ohne Gewähr!)

    GESCHMACK: nicht getestet.


    1.-3.: Die Funde am Standort:

    1.


    2.


    3.


    4.-7.: Die Funde (vorgestern) in Nahaufnahmen

    4.


    5.


    6.


    7.


    8.: Schnitte durch 2 versch. Fruchtkörper


    9. Sporenabwurf der beiden oben angeschnittenen Exemplare: crèmeweiß


    10.-11.: Fund von heute, weiter aufgeschirmtes Exp.

    10.


    11.


    12.: Das Exp. von heute im Anschnitt, mit dem gestrigen Sporenabdruck der anderen Exp.

    Gnolmige Gnüße ==Gnolm7 und eine schöne APR-Zeit,

    Gnüni/Kagni ==11 (manchmal auch die Lilahex 🧙‍♀️)


    112-15= 97-1= 96 Pilzchips


    (Stand vor APR 2019: 111 - 15 für APR 2019 + 2 von "Unkis Plan" +5 für Präsenz u.+5 für Gnolmisch-Fortschritte im APR 2019 +10 für Platz 6 im APR 2019 +3 für Emils NachAPR-Rätzel -9 Anerkennung APR-No/Tu/En -15 Einsatz APR 2020 -1 für Belis Pilzgral-Rätzel)


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    Grünis/Kagis verrückte Pilzwerkstatt

    Pilze an ungewöhnlichen Orten finden!

    3 Mal editiert, zuletzt von Grüni/Kagi ()

  • Ohnein! Und es war so viel Arbeit! ==Gnolm12 Ok, ich versuche es nochmal.


    Sind sie jetzt zu sehen?

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  • Makroskopisch am besten paßte eigentlich Frühlings-W., aber es ist ja Herbst!?!

    Der kann auch mal im Herbst kommen, So ungewöhnlich ist das nicht.

    Schaunmermal, wenn die Bilder kommen.


    Grüße nach Drübbdebach

    Harald


    PS. Letzte Woche gabs den Amanita solitaria übrigens auf dem Friedhof in Niedergirmes.

  • Hi Grüni.


    1-3 und 10-11 sieht nach Erdritterling im weiteren Sinne aus. Vermutlich einer der gilbenden nach deiner Beschreibung.


    4-7 könnten Raslinge sein aber da bin ich nicht ganz sicher. Waren die knorpelig? Haben die geschwärzt?


    LG.

    Bin lediglich fortgeschrittener Anfänger.
    Posts sind nicht als Essensfreigabe zu verstehen. :-]

  • Servus Grüni,


    Sporenabwürfe bitte niemals auf schwarzem Papier.

    Cremegelbliches Sporenpulver beim Rasling wäre spannend. Man (auch ich) macht viel zu wenige Abwürfe.


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Tricholomopsis: Hallo Christoph, der Sporenabdruck war doch auf weißem (na gut, kariertem) und schwarzen Papier! Deshalb sieht man auch, daß das Sporenpulver nicht reinweiß, sondern crèmefarben ist. Man hatte mir am Anfang meiner Pilzforumskarriere mal genau das geraten: Daß man den Sporenabwurf immer gleichzeitig auf schwarzem und weißen Papier machen soll, damit man es bei dunklen Sporen auf dem hellen, und bei hellen Sporen auf dem dunklen besser sieht...Es wurde sogar eine Druckvorlage mit schwarzen und weißen Blockstreifen als "Sporenabwurfspapier" zur Verfügung gestellt. Da hat wohl jeder seine Meinung/Vorgehensweise.


    @alle: Danke für eure Antworten! Ich freue mich, daß ich immerhin einige der Pilze anscheinend richtig als Weichritterlinge entziffert habe...==Gnolm16

    Am meisten überrascht (oder auch erschreckt ob meiner wohl fehlerhaften Wahrnehmung) hat mich, daß es ZWEI Spezies sein sollen! Ich meine bis jetzt noch, daß die alle von gleicher Art waren, nur verschieden ausgeprägt.

    Natürlich lasse ich mich auch gern vom Gegenteil überzeugen, kann es aber momentan nicht so recht nachvollziehen. Woran macht ihr die Unterschiede fest? Die etwas weniger gebuckelten Hüte und etwas kürzeren Stiele von Nr.4-7?

    Hannes2 : Hallo Jörg, nein, die waren nicht gummiartig und zäh, sondern eher faserig und leicht knackig.

    Schupfnudel : Geschwärzt haben sie nicht, und waren auch nicht knorpelig. (siehe oben) Jetzt, wo sie nach 2 Tagen ziemlich trocken sind, sind sie aber gelblich-bräunlich und zäh geworden.


    Das erste Schnittbild zeigt den Pilz aus 4-7 (rote Markierung) und einen, den ich am gleichen Tag von der anderen Wuchsstelle entnahm (grüne Markierung). Im Garten sind 3-4 Wuchsstellen dieser Pilze (wenn es denn die gleichen sein sollten).

    Die Fotos der verschiedenen Tage wurden leider mit verschiedenen Kameras und bei unterschiedlicher Beleuchtung gemacht, daher sind die Farben nicht so genau übereinstimmend auf den Fotos. Für das Auge sahen sie m.E. ähnlicher aus.

    Der Sporenabwurf in rot markiert ist von Pilz 4-7, und der grün markierte von dem durchgeschnittenen grün markierten, der m.E. genau mit denen aus 1-3 und 10-11 übereinstimmte. Beide Sporenabwürfe haben die gleiche Farbe. Kann natürlich auch Zufall sein.

    P.S.: Die rote Markierung hier hat nichts mit der Markierung auf Bild 3 zu tun!



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  • P.S.: Könnte vllt. auch eine Dermoloma spec. dabei sein?

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  • Tricholomopsis: Hallo Christoph, der Sporenabdruck war doch auf weißem (na gut, kariertem) und schwarzen Papier! Deshalb sieht man auch, daß das Sporenpulver nicht reinweiß, sondern crèmefarben ist. Man hatte mir am Anfang meiner Pilzforumskarriere mal genau das geraten: Daß man den Sporenabwurf immer gleichzeitig auf schwarzem und weißen Papier machen soll, damit man es bei dunklen Sporen auf dem hellen, und bei hellen Sporen auf dem dunklen besser sieht...Es wurde sogar eine Druckvorlage mit schwarzen und weißen Blockstreifen als "Sporenabwurfspapier" zur Verfügung gestellt. Da hat wohl jeder seine Meinung/Vorgehensweise.

    Servus Grüni,


    es sollte nur ein Tipp sein. Ich hatte den Beitrag auf dem Handy gesehen und da ist auf dem Minibildschirm der Rest des Sporenpulvers nicht aufgefallen.


    Rein fachlich gesehen ist es (sorry) dennoch in meinen Augen Unsinn, schwarzes Papier zu nehmen. Ich weiß nicht, wer dir das mit dem schwarzen oder dem schwarz-weißem Papier geraten hat. Man sieht auf Schwarz wegen des starken Kontrastes kaum die genaue Farbe. Selbst deutlich creme kann da weiß erscheinen.

    Hast du Schwarz-Weiß wie hier, dann fällt es schwer zu fotografieren, weil die Kamera den starken Kontrast meist nicht hinbekommt. Hier ist das weiße Papier zudem nicht rein weiß und ob das Foto bei neutralem, grauen Licht gemacht wurde, ist schwer zu erkennen.


    Am besten sieht man die Sporenpulverfarbe auf weißem Papier, wenn man dann auf den Abdruck sehr flach schaut (Auge knapp über der Papierebene) bei neutralem Tageslicht (Schatten, Hintergrund nicht farbig). Ich weiß, dass selbst im Lüderbuch schwarzes Papier bei jedem hellen Abdruck als Hintergrund verwewndet wird. In dem Buch wird aber auch behauptet, Lepista hätte weißes Sporenpulver.


    Willst du wirklich die echte Farbe erkennen, dann empfehle ich dir, rein weißes Papier zu verwenden. Du kannst aber gerne weiterhin schwarzes nehmen oder auch kariertes mit Eigenfarbton bzw. Graustich. Da hat wirklich jeder seine eigene Meinung/Vorgehensweise. Nur kann man dann die genaue Farbe halt nicht angeben. Ist aber besser, als gar kein Abwurf.


    Das mit dem teils schwarzen Papier wird vielleicht deshalb geraten, um zu prüfen, ob überhaupt abgesport wurde. Anfänger verwechseln manchmal den Farbklecks, der durch den auf dem Papier sitzenden Stiel erzeugt wird, gerne mit dem Abdruck selbst. Hat man aber mal einen wirklich rein weißen Abdruck auf rein weißem Papier gesehen und den von der Seite betrachtet, der wird immer erkennen, ob der Abdruck funktioniert hat. Da man das schwarze Papier eh "entsorgen" kann (da die Farbe da nicht für unser Auge erkennbar), spare ich mir das Papier und das Farbpigment. ;-)


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Hallo Christoph,

    danke für die gute und ausführliche Erklärung! Ich werde es demnächst mit dem richtig weißen Papier probieren. Das mit dem starken Kontrast als Handicap für die (bei mir ohnehin primitive) Kamera leuchtet auch ein.

    Das richtige Licht ist auch noch schwierig; immerhin wurden diese Aufnahmen draußen, nicht in direkter Sonne gemacht. (neutrales graues Licht?)

    Ich weiß nicht mehr, wo ich die Angaben herhatte. Vllt. war das wirklich ein Tipp für Anfänger, damit man sozusagen ein Erfolgserlebnis durch den optisch ansprechenden Sporenabwurf auf kontrastfarbenem Untergrund hat.

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  • Servus Grüni,


    spannend ist es allemal, wenn das Sporenpulver nicht rein weiß ist - wie bei deinem Fund ja auch so gut zu sehen. Sporenabwürfe zu fotografieren empfinde ich auch als sehr schwierig. Und dann ist jeder Bildschirm anders kalibriert, was die Farben angeht. Ideales Licht wäre ein einheitlich grau bewölkter Himmel. Den hat man aber nicht immer (was auch gut so ist). Deshalb suche ich mir dann eine schattige Stelle, z. B. nördlich von einem Haus - ist nicht einfach, dann keinen farbigen Hintergrund zu haben, aber irgendwie geht es immer ;-)


    Viel Spaß beim Experimentieren!


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Hallo Grüni,

    Falls du öfters Sporenabdrücke machen willst , einen Tip :

    In einem 1-Euro-Laden kaufte ich 2 kleine Bilderrahmen für je 50 Cent.

    Der Rahmen in die Tonne , die Glasscheibchen für Sporenabwürfe.

    Da kann ich dann gegen weißes , schwarzes oder sonstwie Papier halten oder es im Flachbettscanner einlesen.

    Wenn nötig , kann ich es darauf zur Konzentration auch zusammenschieben (Täublinge)

    Geht vor allem deshalb gut , weil die Glasscheibe keine gefärbte Feuchtigkeit aus den Lamellen aufsaugt.

    Papier ist da oft verfälschend.

    Gruß

    Norbert

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    Pilzchips = 100 -5 APR 2015 +12 APR 2016 = 107 -7 Für APR 2017 = 100 + 5 APR 2018 =105 +5 APR 2019 =110
    Pilzbestimmung im Netz ist keine Essfreigabe

    ------------------------------------------------------

  • (...) Rein fachlich gesehen ist es (sorry) dennoch in meinen Augen Unsinn, schwarzes Papier zu nehmen. Ich weiß nicht, wer dir das mit dem schwarzen oder dem schwarz-weißem Papier geraten hat.

    (...)

    Hallo Christoph,

    hier bei der Anfrage/Bestimmungsversuch von Luca sieht man es auch: Der Sporenabwurf gleichzeitig auf hellem und dunklen Hintergrund ist wohl eine verbreitete Vorgehensweise. Erster Versuch der Täublingsbestimmung: Leder-Täubling?

    Ich weiß jetzt auch wieder, wo ich das herhabe: Hier im Forum unter "Pilzbestimmung/Sporenabwurf" hat JanMen eine Anleitung eingestellt und auch die Druckvorlage für das schwarzweiße Papier zur Verfügung gestellt. (Sporenpulver bestimmen –“ Kurzanleitung) Danach habe ich mich seit meinen Anfangszeiten hier gerichtet. Immerhin ist ja immer auch weiß dabei, so daß man crèmefarbenes und weißes Sporenpulver (zumindest mit dem Auge) einigermaßen unterscheiden kann. Was die Fotos davon betrifft, hast du vollkommen Recht: Wenn man beides zusammen auf einem Foto hat, kann es wg. des Weißabgleichs eigentlich nur schiefgehen mit der richtigen Farbwiedergabe. (Vor allem mit einer rel. einfachen Kamera wie meiner!) Norberts Tipp mit der Glasscheibe ist da sehr gut. (auch wg. des Zusammenschiebens zB von Täublingssporen)

    Bei dunklem Spp. ist ja eigentlich das Gleiche, nur umgekehrt, zu beachten: Sollte man da dann einen schwarzen Untergrund nehmen? Denn so wie crème auf schwarz wg. des Komplementärkontrasts wie weiß aussieht, würde ja dunkelbraun auf weiß auch wie schwarz aussehen.

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  • Servus Grüni,


    ich war ein paar Tage offline (zu viel Arbeit - der größte Freizeitkiller).


    Leider wurde das Thema Sporenabwurf, das du verlinkt hast, geschlossen (warum auch immer), sodass man nichts mehr dazu schreiben kann.


    Statt Papier schwarz/weiß nehme ich Papier und einen Objektträger - dann habe ich Sporenpulver auf dem weißen Papier (eine gängige Methode in der Wissenschaft) und zudem auf dem Objektträger - da kann man, wenn man will, z. B. Amyloidie auch makroskopisch prüfen.


    Dunkles Sporenpulver lässt man auch auf weißem Papier (oder Glas) aussporen. Der Schwarze Hintergrund würde auch da Farbnuancen schlucken - aus violettschwärzlich würde rein schwarz. Wenn du flach auf den Abwurf schaust, dann wirkt dunkelbraun auf Weiß nicht wie schwarz. Da geht es wohl eher darum, dass das Papier das Licht, das nicht vom Sporenpulver geschluckt wurde, reflektiert (und zwar farbneutral weiß), weshalb es dann nochmal das Sporenpulver durchdringt und manche Frequenzen wieder absorbiert werden. Kurz gesagt: klarere Farbnuancen.


    Das schwarze Papier ist für mich eher eine Unsitte, die sich immer wieder hält, weil es in manchen Büchern (Lüder) proagiert wird. Nimmt man Glas und weißes Papier, sieht man auch sofort, ob ein Abwurf geklappt hat (am Glas).


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Hallo Christoph,

    danke für deine Mühe, mir das alles nochmal auseinanderzuklamüsern! ==Gnolm8 Kein Problem, daß deine Antwort etwas gedauert hat; das ist ja keine Pflichtveranstaltung hier...

    Was du vorschlägst, geht ja auch in die Richtung dessen, was Norbert sagte.

    Werde es demnächst mit so kleinen Glasscheiben und reinweißem Papier darunter versuchen. Also normales (nicht Recycling-) Druckerpapier genügt da, oder? Objektträger habe ich nicht, da ich nicht mikroskopiere.

    An der "Schwarzweiß-Methode" (bzw. Kontrast-Methode), die JanMen vorstellte, überzeugte mich und gefiel mir halt immer die deutliche Sichtbarkeit des Abdrucks, bei dem sich jede einzelne Lamelle abbildet. Vllt. mache ich ab und zu mal - nicht zur Bestimmung, sondern einfach nur, weil es so wunderschön aussieht - kontrastfarbige Sporenabdrücke als Kunst...==Gnolm7

    Gnolmige Gnüße ==Gnolm7 und eine schöne APR-Zeit,

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