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letzter Beitrag von Malone am

Perfektes Rezept für Totentrompeten, u.U. noch besser für krause Kraterelle

  • Zimtsternchen, mein Töchterchen, mochte eigentlich oben genannte Pilze nicht so besonders, konnte es aber gar nicht so exakt in Worte fassen, was ihr daran nicht gefiel.(Bei der krausen Kraterelle bezeichnete sie aber die Süßlichkeit)

    Und ich auch nicht.

    Also überlegte ich, wie ich auch die Süßlichkeit einbeziehen könnte, bei allen der Gruppe , die ja auch gewisse Ähnlichkeiten im Geschmack haben.

    Und jetzt das Rezept, auf das auch Zimtsternchen "abfährt" und besonders dafür die Totentrompete- ein jahresweise hier häufiger Pilz- mit Begeisterung sammelt:


    Zutaten:

    ca 1 kg Wildgulasch

    ungefähr eine dicke! Dörrexlage Totentrompete (getrocknet), bei etwas dünnerer Schichtung durchaus 2

    ca 2-3 Eßlöffel Preiselbeermarmelade

    ca. 1/2 Becher Schmand/Creme fraiche

    ein Glas Rotwein (geht zur Not auch ohne)

    Fett zum Anbraten des Fleisches (ich ! nehme da gerne ausgelassenes Fett von Speck)

    eventuell Fleischbrühe (bei meiner ziemlich umständlichen Gulaschzubereitung brauche ich keine, aber Gulasch ist eine Wissenschaft für sich)


    Zubereitung:

    Das Fleisch brät man gulaschmäßig an (dafür! gebe ich keine Anleitung, weil da jeder seiner eigene Methode hat).

    Wenn das dann fertig ist, genügend Flüssigkeit zufügen (sei es Fleischbrühe, oder die Flüssigkeiten, die sonst so anfallen) und die Hälfte vom Wein (oder man läßt den sein)

    Und direkt danach gebe ich schon die grob zerbröselten Totentrompeten dazu(aufpassen: die brauchen echt Wasser/Flüssigkeit, ggf. extra welches zufügen!). Ca 15 Minuten später die Preiselbeermarmelade. Das Ganze lasse ich dann köcheln bis das Fleisch weich ist. (Auf jeden Fall ÜBER eine Stunde). Natürlich immer mal schauen, ob noch genügend Flüssigkeit da ist, ggf. etwas nachgeben.


    .

    Jetzt ist es Zeit, die Beilage zuzubereiten. Nudeln, Kartoffeln oder bei uns Semmelknödel in Kochbeuteln..

    .

    Während das Zeugs dann fertig wird, kommt der Schmand/Creme fraiche und der restliche Rotwein dazu. Das Ganze wird auf sehr niedriger Flamme köcheln gelassen bis die Beilage fertig ist.


    Man kann mit dem Rezept auch einen Wildbraten machen.


    Zimtsternchen und natürlich auch ich lieben dieses Essen. Zimtsternchen findet es etwas zu süß (also wenn man selbst eingemachte Preiselbeeren mit weniger Zucker hat: besser- fände sogar ich! besser- aber man hat da ja normal NICHT die freie Wahl)- ein einfach phantatisches Essen mit Totentrompeten &Co


    Gut dazu schmeckt auch Rotkohl. Den wärme ich dann aber einfach auf- zeitgleich zur Zubereitung der Beilage.


    PS: Das Rezept reicht für 4-8 Portionen, je nach Hunger der Personen und Beilagen.

  • Hmmm! Da tropft der Zahn, Safran! ==Pilz27

    Aber wo sind die Bilder? :(

    Krause Kraterellen habe ich nicht, Totentrompeten nur noch pulverisiert, dafür jede Menge Trompetenpfifferlinge.

    Könnte man ja auch mal damit versuchen, oder?

    Danke jedenfalls für das Rezept.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hier geht es zu meinen Themen.

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    Chips: 88 nach diversen Verlusten - 10 APR 2019 = 78 + 6 (150er Prämie APR 2019) = 84 -10 APR 2020 = 74

  • Hallo Safran,


    so ähnlich mache ich meine Wildbraten auch, nur ohne Preiselbeeren. Das wird mir dann zu süß. Herbsttrompeten passen sehr gut zu Wildgerichten. Ich müsste sie nur etwas häufiger finden.


    Hallo Nobi,


    Trompetenpfifferlinge haben schon ein anderes Aroma aber ich kann mir vorstellen dass das mit denen auch funktioniert. Das Ergebnis schmeckt dann eben anders.


    VG Jörg

  • Für Bilder ist Zimtsternchen zuständig! Sie hat zumindest Fotos gemacht. Ich frage sie mal!

    .

    Trompetenpfifferlinge sind mein nächstes Versuchsobjekt. Eine Dörrexlage habe ich heute voll. Und bzgl. Trompetenpfifferlingen fehlt es mir auch noch etwas an Erfahrungen. Muß die echt noch mal in Reinform auf mich wirken lassen:/

  • Hmmmm, lecker...==Gnolm16


    Draussen wird´s kalt, die passende Zeit für kräftige Brühen, Eintöpfe und Schmorgerichte.

    Totentrompeten passen super zu Geschmortem, runden den Geschmack ab und geben der Sauce noch eine schönere, dunkle Farbe. Danke für den Beitrag, kommt nächste Woche auf die Karte, wenn der Metztger meines Vertrauens was passendes da hat..


    LG


    Andreas

  • Für Bilder ist Zimtsternchen zuständig! Sie hat zumindest Fotos gemacht. Ich frage sie mal!

    .

    Trompetenpfifferlinge sind mein nächstes Versuchsobjekt. Eine Dörrexlage habe ich heute voll. Und bzgl. Trompetenpfifferlingen fehlt es mir auch noch etwas an Erfahrungen. Muß die echt noch mal in Reinform auf mich wirken lassen:/

    Mit Trompetenpfifferlingen habe ich viel experimentiert. Mein absoluter Favorit ist die Kombination mit Putenkeulen (kann man ja auch sehr gut wie Gulasch zubereiten). Dazu Zwiebeln und etwas Knoblauch (optional) andünsten, Putenfleisch scharf anbraten, mit Salz, Pfeffer und unbedingt mit etwas Zimtpulver würzen (bei ganzen Keulen vorher die Würzmischung über Nacht einwirken lassen), mit Wasser angießen, die Trompetenpfifferlinge zugeben und natürlich mit Sahne abrunden - dies schmeckt sensationell und gerade der Zimt harmoniert mit den Trompetenpfifferlingen und dem Putenfleisch hervorragend, rundet ab und gibt den gewissen Kick. Dazu passt Kartoffelpüree, Nudeln oder Reis.


    Liebe Grüße


    Maria


    P.S.: Es eigenen sich Putenunter- oder -oberkeulen, nicht aber trockenes Putenfleisch.

  • Maria, eine Frage zur Sahne: Du meinst süße Sahne, oder?

    Weil Schmand/ Creme fraiche- die kann man austauschen- aber schon nicht mehr mit saurer Sahne. Süße Sahne ist was vollkommen anderes.

    Ja, in diesem Falle, mit der Pute und den Trompetenpfifferlingen. meinte ich süße Sahne da ich persönlich finde, dass sie bei dem Gericht besser harmoniert. Beim Wild würde ich zum Beispiel so wie Du eher Schmand nehmen, hier nicht.


    Liebe Grüße


    Maria

  • Mein absoluter Favorit ist die Kombination mit Putenkeulen (kann man ja auch sehr gut wie Gulasch zubereiten)...

    P.S.: Es eigenen sich Putenunter- oder -oberkeulen, nicht aber trockenes Putenfleisch.

    Das Problem ist, dass ich Pute nur abgepackt im Supermarkt bekomme.:(

    Pute verbinde ich immer mit Massentierhaltung (es gab hier einst einen "Putenhof" in unserer Nähe) - und das muss ich nicht haben.

    Nichtdestotrotz. Interessante Rezeptidee! ==Pilz27


    Liebe Grüße

    Nobi

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  • Ja Nobi und leider ist dies ja nicht nur bei der Pute so. Aber es gibt glücklicherweise immer wieder die Möglichkeit auch Puten zu bekommen, die eben ein "glückliches" Leben haben dürfen. Drei Dörfer weiter ist so ein Betrieb bei dem die Puten das Jahr über im großzügigen Freigelände sind. Und dieses Fleisch erhält man dann auch, nicht das ganze Jahr über aber in der Saison, zum Beispiel auf dem Wochenmarkt in der Stadt beim Direktvermarkter. Ich denke, so etwas könnte es bei Dir in der Nähe vielleicht auch geben.

    Liebe Grüße

    Maria


    P.S.: Finde ich persönlich übrigens richtig gut, dass Du dieses Fleisch aus der Massentierhaltung eben nicht magst.

  • Danke für das Bild!

    Habe den Beitrag gerade durch Zufall entdeckt. Hier ein Foto von Safrans leckerem Gulasch gestern Abend, allerdings nur in Eile mit dem Smartphone aufgenommen....

    Sieht dennoch ganz lecker aus. ==Pilz27

    Liebe Grüße

    Nobi

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  • Safran, da lese ich gerade das Rezept, das Wasser läuft mir im Munde zusammen und dann lese ich das:

    Jetzt ist es Zeit, die Beilage zuzubereiten. Nudeln, Kartoffeln oder bei uns Semmelknödel in Kochbeuteln..


    Noch ganz entspannt denke ich mir "Interessanter Name für Serviettenknödel", hab ich auch noch nicht gehört/gelesen. :giggle:


    Als ich das Foto dann sah, kam mir die Erleuchtung. :haue: Fertigknödel. 8|8| Sooo ein tolles Rezept darf man doch nicht mit Fertigknödeln verschandeln. ^^



  • Als ich das Foto dann sah, kam mir die Erleuchtung. :haue: Fertigknödel. 8|8| Sooo ein tolles Rezept darf man doch nicht mit Fertigknödeln verschandeln. ^^

    Hast ja Recht, aber meine Großmutter hat echte frische Knödel nur noch gemacht als ich noch echt klein war und dann schon nicht mehr die wirklich tollen Knödel, von denen meine Mutter noch schwärmte. Aber zu der Zeit, wo ich mir alles dann merken konnte, war sie schon bei Fertigknödeln angelangt. Ich habe es einfach nicht mehr gelernt. Kartoffelknödel kann ich noch, habe ich mal anderweitig gelernt, aber mein Semmelknödelversuch war echt ein Desaster.

  • Hallo Safran,


    mir als Norddeutsche liegt Knödelherstellung ja auch nicht gerade im Blut. Ich meine mich zu erinnern, dass ich meine ersten Versuche anhand Anleitungen hier aus dem Forum unternommen habe, und sie sind gut gelungen. Ich suche mal, ob ich den Faden wiederfinde.


    Serviettenknödel haben wir auch schon mal erfolgreich hergestellt, nach einem ziemlich altem Kochbuch, das u.a. diese Weisheiten preisgab:


    LG, Craterelle

  • Hach, wie goldisch!

    Du hast den Stein des Anstoßes wieder ausgebuddelt...


    ==Prust


    LG

    Malone

  • Hallo Craterelle,


    ui, altdeutsche Schrift. Kannst du das nochmal übersetzen, bitte :S


    Liebe Grüße

    Rotfüßchen

    "Pilze sind erst einmal nicht anwesend, sie verstecken, verbergen, verschließen und tarnen sich, aber es gibt eine Wahrscheinlichkeit und eine Hoffnung, sie zu finden. Die Suche bedeutet Aufbruch, Verheißung, Abenteuer, und je vergeblicher und erfolgloser der letzte Pilzgang war, desto mehr Spannung, Erfüllung, Belohnung verspricht der nächste." (Hans Helmut Hillrichs: Pilze sammeln)


    Pilzmärchen

    Einmal editiert, zuletzt von Rotfuß ()

  • Ahoj, Otfüßchen,


    bin zwar nicht Craterelle, hatte aber seinerzeit den Quelltext ebenfalls

    vorliegen.


    Er lautet wie folgt:


    Wo's Frauchen frisch und klug sich regt,

    verständnisvoll die Wirtschaft pflegt,

    ist's wie im hellen Sonnenschein:

    Es nistet sich Behagen ein!

    Selbst wenn der Mann verstimmt, beklommen

    von seiner Arbeit heimgekommen,

    so wird ihm Aug' und Herz schon heller,

    sieht er vor sich den Suppenteller

    voll kräft'ger Brüh', der keine gleicht

    und die sein Liebchen stolz ihm reicht.

    Und wenn dann erst des Bratens Duft

    mit seiner Würze füllt die Luft,

    sein Wohlschmack ihn befriedigt, mundet,

    und er's in Wort und Blick bekundet,

    dünkt Sorge ihm wie leichter Flaum,

    an seine Arbeit denkt er kaum --

    und bis der Nachtisch dann gekommen,

    wird schon in Lieb' und Glück geschwommen.


    Ja, ja, die Lieb' geht durch den Magen!

    So ganz im Stillen darf man's sagen.

    Drum, Frauen, folgt in einem mir,

    schließt Freundschaft mit dem Kochbuch hier;

    es wird in gut' und bösen Tagen

    euch treulich stets das beste sagen,

    und so sich heimlich euch verbünden,

    des Hauses Frohsinn zu begründen!


    Malone, den's ein bißchen schüttelt...

    ==Prust

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