Beiträge von Lobel

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    Und ich finde das alles legitim, auch wenn ich nicht alles gleichermaßen sympatisch finde(n muss). Was mich bei der (angeleiteten) Naturliebe dieser Menschen aber verwundert, ist daß die Hinterlassenschaften nicht nach Gebrauch zurückgebaut werden.

    Warum auch? Es bleibt Totholz und zudem wurde eine vertikale Struktur mit speziellem Mikroklima geschaffen, die für manche Organismen (Arthropoden, Pilze, Kleinsäuger) nicht uninteressant ist.

    Wäre ich als Kind auch nie drauf gekommen. Eigenen (und auch fremden) Müll mitnehmen, ganz klar, das wurde uns von Anfang an eingebläut.


    Eben. Und gerade wir als Kinder haben sowas ja nicht gebaut um es dann nach einmaligem Gebrauch wieder auseinander zu nehmen, sondern es dann regelmäßig als Spielplatz benutzt, war dann unsere geheime Höhle quasi. Ich finde sowas heute leider gar nicht mehr, was ich persönlich eigentlich sehr schade finde. Früher war Hausarest für uns allerdings auch eine Strafe, wehe wir durften nach Erledigung der Hausaufgaben nicht raus in die Natur.

    Hallo Josef ,

    da habe ich mich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Über die starke Giftigkeit der Eibe weiß ich Bescheid. Mir ging es darum, ob Pferde, wenn man sie lassen würde, tatsächlich von der Eibe fressen würden und ob die Auswirkungen bei Pferden auch so gravierend wären, wie bei Menschen.

    Viele Grüße

    Thomas

    Hallo Thomas,


    was die Giftigkeit betrifft wirkt diese genauso toxisch beim Pferd wie beim Menschen. Ob Pferde die jetzt fressen würde kann ich nicht beantworte, würde ich aber mit ja beantworten, da mir vom Hörensagen schonmal eine Eibenvergiftung bei Pferd zugetragen wurde. Thuja beispielsweise ist ebenfalls giftig für Pferde und die fressen alle Pferde leider sogar sehr gerne.


    vg Tanja

    Erstmal herzlich willkommen im Forum Steffi.


    Wie die anderen schon sagten, bei den Röhrlingen für den Anfang bist auf der besseren Seite. Allein da gibt es schon einiges zu beachten, insbesondere in welchem Altersstadium die noch mit gutem Gewissen verzehrbar sind. Mit der Zeit kommen dann langsam die Lamellen hinzu. Dazu gibt es bei den VHS jährlich beispielsweise Pilzwanderungen mit einem Pilzsachverständigen, ist immer sehr interessant und hilfreich. Und da kommt dann mit der Zeit die Sicherheit.


    Ich selber hole mir beispielsweise bei bisher nicht gesammelten Pilzen - auch wenn ich meine zweifelsfrei bestimmt zu haben - immer mindestens einmal eine Zweitmeinung ein. Bei den Perlpilzen brauchte ich sogar zweimal eine Bestätigung, dass ich richtig bestimmt habe hatte, bis da die Sicherheit ausreichend gegeben war für die Pfanne. Wenngleich auch da wieder das Thema des Alters des Pilzes entscheidend ist. Auf Deinem Foko beispielsweise wären mir die beiden linken (sofern es wirklich welche sind) definitiv schon zu alt zum Verzehr.


    Viele Grüße Tanja

    Grüß Euch,


    da heute sowieso meine Tierärztin da war, habe ich sie mal zu diesem Thema befragt. Sie kann sich in 40 Jahren Berufstätigkeit lediglich an einen einzigen Fall eines Verdachtes auf eine Pilzvergiftung erinnern. Das Pferd hatte massive Vergiftungssymptome inkl. Kreislaufversagen. Da die komplette Umgebung nach der Ursache abgesucht wurde, fand man auf der Weide dieses Pferdes viele Fliegenpilze. Ist aber bei einem Verdacht damals geblieben, da sich das Pferd flott erholte und somit kein weiterer Forschungsbedarf bestand. Ergo in diesem einzigen Fall nicht mal klar ist, ob da wirklich Fliegenpilze gefuttert wurden. Sie würde sich da keine Gedanken machen, wenn Schwammerl auf der Weide wachsen, kann man eh nicht verhindern.


    Auch habe ich - aus reinem Eigeninteresse - nachgefragt, ob die Verträglichkeit sich von Hausschweinen zu Wildschweinen grundlegend unterscheidet. Da sie keine Wildtiere macht, wollte sie sich nicht zu 100 % festlegen, aber grundlegend glaubt sie das eher nicht. Allerdings es durchaus im Rahmen des Möglichen sei, dass wenn ein Tier regelmäßig etwas vielleicht nicht ganz optimales zu sich nimmt, der Körper eine gewisse Resistenz entwickelt. Ergo wenn ein Wildschwein regelmäßig Pilze futtert, könnte es diese gut vertragen, während ein Hausschwein bei der erstmaligen Kontaktaufnahme Probleme bekommen könnte. Kommt halt dann auch auf die Inhaltsstoffe an.


    Da ich heute vorher sowieso im Wald war und ein paar Steinpilze fand, habe ich übrigens rein der Neugierde halber mal einen kleinen Steinpilz meiner Stute angeboten um das Interesse auszuloten. Und was soll ich sagen: Weniger Interesse geht nicht, kurz dran geschnuppert und mich dann fragend angeschaut, was sie jetzt damit anfangen soll und es ihr lieber wäre, wenn ich eine Banane kredenze und das uninteressante Ding weglege. ^^


    Liebe Grüße Tanja

    Herden, Rotten oder Schwärme von Wildtieren wandern und suchen sich ihr Futter. Wenn es irgendwo alle ist, wandern sie eben weiter.

    Da die Nutztiere, wenn das Futter alle ist, nicht weiterziehen können und sie schlimmstenfalls in Ställen und Weiden an Langeweile leiden, fressen sie, was da ist. So wie wir, ohne hungrig zu sein, an den Kühli gehen. Pferde werden obendrein nicht satt, die fressen, bis das Futter alle ist. Möglicherweise verkimmeln sie dabei auch Zeugs, das sie in freier Wildbahn nie angerührt hätten.

    Und das ist der entscheidende Punkt zur Beantwortung der Ausgangsfrage. Meine Stute beweidet beispielsweise eine sehr große Fläche an Weideland mit ihrer Herde. Da wäre es schon grundlegend vollkommen unmöglich, jedes Fleckerl regelmäßig auf eventuelle Pilzaktivitäten abzusuchen. Trotzdem finde ich regelmäßig per Zufall Karbol-Egerlinge, Panther- oder Fliegenpilze und einen Knollenblätterpilz fand ich auch schon mal. Aber die zu entfernen würde nicht helfen, stehen halt ein paar Tage später neue Fruchtkörper da. Also halte ich mein Pferd so, dass es gar nicht erst in Hungersnot (bzw. Kaunot, denn ein Sättungsgefühl hat ein Pferd in der Tat nicht, bei denen erschlafft der Kaumuskel wenn genügend Kauschläge erfolgt sind und sie machen dann eine Fresspause, die sind allerdings natürlich recht gering (Pferde sind eigentlich Dauerfresser mit im Schnitt 16 Stunden kauen pro Tag), da ein Pferd durchgängig Magensäure produziert und der Speichel, der über Kauschläge entsteht, diese Magensäure neutralisiert, damit eben der Magen nicht übersäuert) gerät, d. h. besteht Gefahr, dass sie sich Zeugs suchen, was sie bei ausreichend Gras nicht tun würden, füttert man auf der Weide Heu zu und schon ist das ganze kein Thema mehr. Außer manchmal zamgetretene Schwammerl wurden die bei mir in 30 Jahren noch nie gefuttert von einem Pferd. Bei Grasangebot gehen die ans Gras, wird das gering, nehmen sie gerne Heu, das war´s dann aber auch schon.

    Vielen Dank Sarifa. :)


    Der PSV sprach von "neuen" Erkenntnissen. Ob es da aktuell noch weitere Forschungen gab, k. A. Ggf. könnte man bei ihm nochmal nachhaken bei größerem Interesse, den Namen möchte ich nur nicht öffentlich machen. :)

    Ja, bei mir ist er nun auch gestrichen für alle Zukunft, wenngleich ich ihn sowie nicht wegen dem (meines Erachtens eher flachem) Geschmack, sondern tatsächlich rein wegen der Optik mitgenomen hatte. :)

    hi


    Diese zahnrad lamellen machen ihn fast unverwechselbar. Im essen sehen die lustig aus. Ich mach da immer ein paar rein.


    LG Tomas

    Hab ich bisher auch, allerdings wurde vor ein paar Tagen auf einer Pilzexkursion vom PSV gesagt, dass man da inzwischen einen krebserregenden Stoff drin gefunden hat, weshalb von dem Verzehr abgeraten wird.

    Hallo Klaus,


    wenn die Bedingungen (Wetter, Feuchtigkeit, Jahreszeit etc.) passen, folgen weitere. Ich laufe zu Hochzeiten meine Steinpilzplatzerl eigentlich alle 4-5 Tage ab bzw. auch schneller, wenn ich kleine Kerlchen stehengelassen habe, weil sie mir noch zu klein waren. Um diese Jahreszeit es jetzt allerdings meiner Erfahrung nach langsam aber sicher abflaut und da nichts mehr oder kaum noch was nachkommt.


    vg

    Ich habe dieses Jahr erstmalig Bärlauch im Dörrapparat getrocknet. Und diese Woche damit erst wieder eine Bärlauchsosse gemacht. Und bin echt begeistert, da er sein volles Aroma immer noch entfaltet.

    Ich nehme solche großen Kerle eigentlich nie mit, sondern lasse sie vor Ort aussporen (finde in der Regel allerdings auch junge knackige, ergo kein großes Bedürfnis da ist um so einen mitzunehmen). Hab erst gestern eine Flockenhexe in der Größe brav stehen gelassen, die war auch noch relativ hart im Hut, aber der Stiel sah nicht mehr so frisch aus. Einfach weil man meiner Erfahrung nach zu viel wegschnippeln müsste (oder die Festigkeit sich beim zamschnippeln dann doch nicht mehr als sooo gut herausstellt), das finde ich einfach schade, da ist der Nutzen beim aussporen meiner Meinung nach größer.

    Hallo, da es hier sowieso keine Essensfreigabe geben wird und Du Dich hoffentlich schon im Vorfeld etwas schlau gemacht hast, was das sein könnte. Was glaubst Du den da vor Dir liegen zu haben?

    Kann ich giftige und essbare ohne Bedenken in einen Korb legen? Nicht das die sich berühren und Gift auf die Essbaren gelangt.

    Es gibt bei den Pilzen meines Wissens nach zwar kein Kontaktgift, allerdings könnten kleine Teile des giftigen Pilzes bei den Essbaren landen und dann eben mitgegessen werden. Je nach Giftigkeit des Pilzes ist das halt dann entsprechend risikobehaftet.


    Was ich nicht verstehe ist, nach welchen Kriterien Du zu Hause aussortieren möchtest ohne Buch (Bücher) zur Bestimmung. Das Internet als alleinige Bestimmungshilfe halte ich persönlich für nicht ausreichend zur sicheren Bestimmung und dem anschließenden Verzehr vermeintlich geeigneter Schwammerl.

    Ich bin bekennender Körbchenläufer. Da fühlen sich die Schwammerl einfach am wohlsten. Und wegen der Steilhangproblematik hab ich eine zamgefaltete Stofftasche im Korb, mit der ich kraxeln kann und ernten. Körbchen bleibt dann halt unten stehen. Ansonsten liegt im Korb halt noch eine kleine Dose für Bestimmungsobjekte.

    Gibt es die immer wieder erwähnten Wachstumsschübe (wetterunabhängige Schübe) eigentlich wirklich? Meine Erfahrung der letzten Jahre sind eher, dass, wenn die Wetterbedingungen perfekt passen, es keine Wachstumspausen gibt wie beispielsweise letztes Jahr, da haben beispielswese die Röhrlinge durchgängig ohne Pause geschoben und halt dann aufgehört, als die Temperaturen für den jeweiligen Röhrling nicht mehr passten.


    Passt das Wetter nicht, weil zu trocken wie dieses Jahr, dann ist der erste Schub flott vorbei und das Wachstum wird eingestellt bzw. nur diejenigen schieben (Parasole, Klebhörnchen, Gallenröhrling etc.), die nicht soviel Wasser benötigen (wenngleich es in vielen Wäldern dauerfeuchte Gebiete gibt, da ist natürlich immer mehr am Start), wobei auch die dann irgendwann aufgeben, wenn gar kein Wasser mehr kommt. Und kommt dann Wasser reichen schon 10 Liter pro Quadratmeter und das Wachstum startet umgehend.


    So aktuell vergangenen Donnerstag vor Beginn des lang ersehnten Regens außer Parasol, Safranschirmling und Klebhörnchen die Wälder mehr oder weniger tot waren (gut, ein paar Becherlinge etc. waren schon da). 2 Tage später am Samstag nach 13 Liter Regen pro Quadratmeter Egerlinge, Fliegenpilze, Panther, diverse Täublinge, Erdschieber, Reizker, Pfefferröhrlinge, Stockschwämmchen (und/oder dessen Giftpartner, die kann ich nicht unterscheiden) etc. bereits anwesend waren neben den immer noch anwesenden Klebhörnchen und voll aufgeschirmten Parasolen (gut, junge Parasole waren keine am Start). Von dem her lohnt ein Spaziergang in den Wald eigentlich immer und wenn das Körbchen leer bleibt, hat man wenigstens bei guter Luft das Hirn gelüftet oder halt was anderes gesammelt wie Eicheln, Zapfen o. ä. :)

    Durchwachsen in Münchner Westen. Gibt Wälder, die sind aktuell viel zu trocken, da kommt nichts junges nach. In feuchteren Wäldern hingegen ist alles gut. Gestern habe ich flott ein Geburtstagsgeschenk aus dem Wald geholt, in 20 Minuten an der mir bekannten Stelle 5 knackige Steinpilze eingesammelt und festgestellt, dass 2x die Woche die Stelle besuchen bedeutet, dass viele Steinpilze zu schnell für mich sind. Ist aber kein Thema, ich freu mich über die seltenen Wälder, wo eben nur soviel aus der Vegetation entnommen wird, dass der Wald das gar nicht mitbekommt. Gibt einen anderen Wald in meiner Nähe, da habe ich noch nie einen alten Steinpilz stehen gesehen, da wird alles abgeschnippelt, was nicht bei drei auf dem Baum ist, finde ich schrecklich.

    Ich befürchte, dass Du da nicht wirklich viel verwertbares mitgenommen hast. Das sind fast nur alte Pilze, die ich nicht mehr essen würde.


    Unabhängig davon braucht es bessere Fotos um wirklich sagen zu können, um was es sich im Einzelnen handeln könnte.

    Musst nur a bisserl weiter Richtung München fahren, da schauts super aus. Habe heute auch festgestellt, dass je weiter raus man fährt (war in der Nähe von Friedberg), dass dort total tote Hose ist, während 20 km näher bei München die Wälder voll sind. Wir hatten wohl deutlich mehr Regen bisher.

    Hallo Peter, ich musste jetzt echt schmunzeln, weil ich mich beim Lesen an mich selber vor ein paar Wochen erinnerte. Da hatte ich einen Wald entdeckt, der ausschließlich die kleinen dicken samtenen oder wildledernen Maronen beinhaltet. Da stand ich ebenso wie Du da, da selbige deutlich weniger bzw. teilweise gar nicht bläuen und sich auch ganz anders anfühlen als die Standardmaronen mit ihrer glatten Haube und dünnem Stängel. Finde ich super spannend, dass je nach Waldbodenbeschaffenheit solch Unterschiede vorhanden sind. Und nicht nur optisch, auch geschmacklich sind die kleinen Dicken deutlich besser *find*, viel Spaß damit. Hab meinen heutigen Fund brav in die Pfanne mit einem Butterbrot geworfen und genossen.


    vg Tanja

    Hallo Allerseits,


    ich heiße Tanja, bin 36 Jahre alt und lebe in der Nähe von Dachau.


    Nachdem ich in meiner Jugend sehr oft mit meinen Eltern in den Wäldern unterwegs war, ist das dann komplett von meiner Seite her eingeschlafen. Vor ein paar Wochen hat es sich dann ergeben, dass wir nach vielen Jahren mal wieder im Wald unterwegs waren für eine Auffrischung und nun bin ich voll infiziert und seitdem im Schnitt 4x pro Woche im Wald unterwegs. Selbst auf dem Pferd sind die Augen inzwischen in den Wäldern auf Pilzschau. ==13


    Mein Körbchen fülle ich ausschließlich mit Pilzen, die ich zweifelsfrei identifizieren kann wie Semmelstoppel, Maronenröhrling, Ziegenlippe, Rotfußröhrling, Safranschirmpilzerl, Birken- und Steinpilz.


    Mich interessieren allerdings nicht nur Speisepilze, sondern wirklich alle. Einfach um sie kennen und unterscheiden zu lernen. Das schöne ist für mich vor allem, dass ich mit jedem Waldgang neues entdecke und es u. a. dank diesem Forum auch identifizieren kann, so fand ich gestern mein erstes Hexenei, was ich hier binnen weniger Minuten bereits als Stinkmorchel erkannte.


    Es macht einfach total Spaß. Nächstes Jahr möchte ich auf alle Fälle bei einer Pilzwanderung mitmachen, um mehr zu lernen.


    vg