Ein Baum im Schwäbisch Fränkischen Wald

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema, welches 2.061 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von joe83.

  • Hallo zusammen,


    auf meiner gestrigen Suche nach Austernseitlingen ist mir eine interessante Buche begenet die ich Euch gerne zeigen möchte.

    Alle Bilder stammen von dem selben Baum. Der "Stamm" - man kann es so fast nicht mehr nennen, die Pilze haben ihn schon fast komplett zerlegt - liegt in einem Mischwald

    der bevorzugt aus Buchen und Eichen besteht. In diesem Wald habe ich auch schon Eishaar gefunden.

    Von weitem dachte ich ja: Oh eine Glucke. Je näher ich kam umso unwahrscheinlicher wurde das. :)




    Näher betrachtet:




    Ich denke das es sich um den Ästigen Stachelbart handelt. Ein bizarr schönes Aussehen und sicher 20 cm im Durchmesser.




    Hier sieht man sehr schön wie zersetzt der Baum unter der Rindenschicht schon ist. Alles weiß. Vom Holz ist stellenweise fast nichts mehr vorhanden:



    Bei genauerer Betrachtung sah ich diese Pilze. Ich denke das es Buchenschleimrüblinge sind:



    Fast schon das was ich gesucht hatte, aber noch nicht ganz. Muschelseitlinge. Ich hatte den Eindruck als seien sie erst vor Stunden durch das Holz gebrochen...



    Hier hätte ich Interesse daran zu wissen um was es sich handelt. Die Farben sind Klasse. Es sieht aus als wäre es eine Oberflächliche Struktur,

    bei genauerem Hinsehen war aber zu erkennen das "es" ducrch die Rinde bricht. Vielleicht könnt Ihr mir sagen um was es sich hier handelt:



    Auch hier bin ich überfragt. Hat jemand eine Idee?:



    Austernseitlinge haben sich dann auch noch gezeigt, zumindest vermute ich das es welche sind. Leider war ich zu spät:



    Nach dem Umfallen des Baumes hat der Pilz auch festgestellt das irgend etwas nun anderst ist: :)



    Noch ein kleiner Ausschnitt:



    Ich hoffe Euch gefallen die Bilder.

    Geplant hatte ich ja Austern zu finden, dieser Baum war (ist) aber so faszinierend gewesen das ich 2 Stunden daran verbracht habe und

    nach Hause musste weil es Dunkel wurde.

    Das es nichts zu Essen gab war mir dann aber egal. Das war ein tolles Erlebnis.


    Liebe Grüße

  • Toller Baumstumpf, da gibt es wirklich viel zu entdecken.


    Rein theoretisch wären da auch ein paar essbare Kandidaten dabei gewesen. Die Buchenschleimrüblinge und der Gelbstielige Muschelseitling (wenn auch teils umstritten) etwa. Auch der Stachelbart wäre essbar, ist aber schonenswert. Von daher ist das mit den Fotos eine ökologisch korrekte Ausbeute.


    Danke fürs Zeigen.

    Bin lediglich fortgeschrittener Anfänger.
    Posts sind nicht als Essensfreigabe zu verstehen. :-]

  • Hallo Zorox,


    ein schöner Beitrag. Und mit solchen Baumstämmen verbringe ich auch Stunden :)

    Der eine Pilz den Du nicht kennst müsste meiner Meinung nach der Orangerote Kammpilz (Phlebia radiata) sein.

    Eine Frage - Fränkisch-Schwäbischer Wald? Ich bin viel auf dem Hahnenkamm unterwegs und es könnte ja sein, dass Du vielleicht gar nicht so weit davon unterwegs bist.


    Liebe Grüße


    Maria

  • Sehr schöne Bilder Zorox,

    Deine Ausbrecher-Muschelseitlinge gefallen mir besonders gut.

    Danke für Zeigen

    Grüße aus dem Moseltal

    Marco
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    Wenn das Leben Dir einen Korb gibt... geh Pilze sammeln. ==18

  • Hallo Zorox,


    alleine Deine Antwort zeigt mir schon, dass Du anderswo unterwegs bist - schade.

    Der Hahnenkamm den ich meinte ist ein Nordwestausläufer der Fränkischen Alb und grenzt unter anderem an das Nördlinger Ries. Ich pendle während meiner Exkursionen innerhalb weniger Kilometer oft zwischen Franken, Oberbayern und Schwaben.


    Liebe Grüße


    Maria

  • Hallo Zorox,


    an solch einem tollen Stamm hätte ich sicherlich auch die Zeit vergessen. Glückwunsch zu deinem schönen Fund!


    Liebe Grüße

    Rotfüßchen

    "Pilze sind erst einmal nicht anwesend, sie verstecken, verbergen, verschließen und tarnen sich, aber es gibt eine Wahrscheinlichkeit und eine Hoffnung, sie zu finden. Die Suche bedeutet Aufbruch, Verheißung, Abenteuer, und je vergeblicher und erfolgloser der letzte Pilzgang war, desto mehr Spannung, Erfüllung, Belohnung verspricht der nächste." (Hans Helmut Hillrichs: Pilze sammeln)


    Pilzmärchen

  • Hallo,

    Solche Stämme können schon festhalten.

    Gut , wenn man alleine unterwegs ist , dann ist keiner zum Meckern da.

    Ein nicht Unbekannter hier im Forum wäre davon erst beim Eintreten der absoluten Dunkelheit zu trennen.

    Schade , dass es kein Smiley mit Hut gibt.

    Schöner Beitrag

    Grüße Norbert

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    Pilzchips = 100 -5 APR 2015 +12 APR 2016 = 107 -7 Für APR 2017 = 100 + 5 APR 2018 =105 +5 APR 2019 =110+6 APR 2020=116+5+4 APR2021=125

    Pilzbestimmung im Netz ist keine Essfreigabe

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  • Hallo Zorox, das ist ein echter Traum-Pilz-Baum. Wunderschöne junge Pilze in voller Pracht. Das was da durch die Rinde bricht, müssen Außerirdische sein. Kein Zweifel:daumen:.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

  • Gut , wenn man alleine unterwegs ist , dann ist keiner zum Meckern da.

    LOL!

    Ein nicht Unbekannter hier im Forum wäre davon erst beim Eintreten der absoluten Dunkelheit zu trennen.

    Weiß absolut nich', wen Du meinen könntest ............?

    Hilf mir mal...

    Schade , dass es kein Smiley mit Hut gibt

    Formuliert man etwa so einen Auftrag?

    Meines bisherigen Wissens nicht!


    = Formfehler. Abgelehnt.

    Stempel.

    Ich denke das es sich um den Ästigen Stachelbart handelt. Ein bizarr schönes Aussehen und sicher 20 cm im Durchmesser.


    IMHO der Igel.

    Eins noch:

    willst Du Bestimmungshilfen,

    Versieh' bitte die Bilder mit Nummern.

    Macht's uns leichter, zu helfen.

    LG


    Malone


    .

    • Offizieller Beitrag

    Servus!


    Ja, solche Rotbuchenstämme sind wie Klebstoff für manchereiner... :gzwinkern:


    Der Stachelbart ist schon ein Ästiger, weil ja eben verästelt (Beim Igel kommen alle Stacheln aus einem "Hutklops"). Eventuell noch ein Tannenstachelbart (der vereinzelt wohl auch mal an Laubholz fremd gehen kann), ist erb hier recht unwahrscheinlich.

    Das komische krebsrote Dingens, das auf dem Bild vor dem Orangeroten Kammpilz aus der Rinde bricht, ist vermutlich das Gleiche, also auch >Phlebia radiata<.



    LG, Pablo.