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letzter Beitrag von thorben96 am

Sammelaufruf >>>>Hormomyces<<<<

  • Hallo zusammen,


    gestern hatte ich mit Keith Seifert geschrieben, der mich auf einen Sammelaufruf seines Schülers Jonathan N. Mack aufmerksam gemacht hat.

    Es geht um die Gattung Hormomyces, wo er europäische Funde mit amerikanischen Funde vergleichen möchte.

    Hier ist auch die komplette Anfrage von ihm auf Ascofrance mit einem Link mit Bilder die zeigen wie eine Hormomyces aussieht. :

    Research Hormomyces - Forum ASCOFrance

    Falls jemand einen Hormomyces Fund gemacht hat oder in Zukunft einen macht, dann würde ich diese Person doch bitten einen Beleg (Trockenmaterial) dazu anzufertigen und sich bei Jonathan (E-Mail) zu melden.

    Ideal wäre es auch, wenn Makro und Mikrobilder vorhanden sind, damit man den Fund nachvollziehen kann.

    Falls Englisch nicht so euer Ding ist, dann könnt ihr euch auch bei mir melden und ich leite eure Fundmeldung dann weiter.


    VG : Thorben

  • Hi,


    Sammelaufruf gut und schön aber erstmal eine finden. ;)


    Ich finde aber toll, dass du dich da so reinhängst. :daumen:


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo Thorben!

    Den Aufruf hatte ich gar nicht gesehen…

    Also, nur noch mal zum Verständnis: er sucht diese ganz normalen Goldgelben Zitterlinge, die einem im Herbst so schön entgegenleuchten? Das Foto, das er angehängt hat ist irgendwie so gar nicht ähnlich, oder ich habe ihn in diesem Zustand noch nicht gefunden, oder ist das eine NFF?

    Falls ich wieder einen finde, kann ich gerne Mikros, Makros und Exsikkat liefern. Auf Englisch und Französisch betitelt.

    Schade, dass der Aufruf immer so schnell wieder verschwindet.

  • Hallo Thorben!

    Den Aufruf hatte ich gar nicht gesehen…

    Also, nur noch mal zum Verständnis: er sucht diese ganz normalen Goldgelben Zitterlinge, die einem im Herbst so schön entgegenleuchten? Das Foto, das er angehängt hat ist irgendwie so gar nicht ähnlich, oder ich habe ihn in diesem Zustand noch nicht gefunden, oder ist das eine NFF?

    Falls ich wieder einen finde, kann ich gerne Mikros, Makros und Exsikkat liefern. Auf Englisch und Französisch betitelt.

    Schade, dass der Aufruf immer so schnell wieder verschwindet.

    Hi,


    das sind aus meiner Sicht die NFF eines Ascomyceten. Mit den Zitterlingen haben die nix zu tun, das wären Basidiomyceten.


    l.g.

    Stefan


    P.S. Leider entpuppen sich ähnliche Funde bei mir immer als irgendwelche Dacrymycetales. ==Gnolm2

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo, zu so einem Aufruf gehört m.E. eine ordentliche Aufstellung des Forschungsstandes. Wo zu finden, wie zu identifiziern, Verwechslungsmöglichkeiten, Artenvielfalt, bebildert. Mit den dort gemachten Links muss man für das Fachgebiet ein besserer Experte sein, um die Dinger überhaupt finden zu können. Und wenn man ein besserer Experte ist, warum sollte man die dem Anfragenden denn schicken? Sorry, aber das sieht für mich nicht nach seröser Wissenschaft aus.


    LG, Bernd

  • Hallo zusammen,


    @: Stefan

    das sind aus meiner Sicht die NFF eines Ascomyceten. Mit den Zitterlingen haben die nix zu tun, das wären Basidiomyceten.

    Wie kommst du auf die NFF eines Ascomyceten ? Das sollte schon ein Anamorphe eines Heterobasidiomyceten sein, die in einem Ascomyceten Forum gestellt wurde.

    Es sei denn die Genetik sagt wieder etwas anderes :/


    @: Bernd


    Vorab, ich kann deine Antwort verstehen und auch deine Bedenken, nur bei den Pilzen ist es etwas anderes.

    Ich bin mal auf deinen Text eingegangen und die Antworten von mir sollen jetzt nicht böse aufgenommen werden.

    zu so einem Aufruf gehört m.E. eine ordentliche Aufstellung des Forschungsstandes.

    Was möchtest du denn gerne über den Forschungsstand wissen ?

    Wie oben erwähnt, braucht er Europäischen Frk., damit er diese mit den Amerikanischen Funden (vor allem Genetisch) vergleichen kann.

    Wo zu finden, wie zu identifiziern, Verwechslungsmöglichkeiten, Artenvielfalt, bebildert.

    Das was du suchst ist eine Beschreibung des Pilzes, die du schon selber suchen müsstest. In der Regel ist das eine mühevolle Arbeit.


    Wo zu finden, wie zu identifiziern, Verwechslungsmöglichkeiten, Artenvielfalt, bebildert. Mit den dort gemachten Links muss man für das Fachgebiet ein besserer Experte sein, um die Dinger überhaupt finden zu können.

    Natürlich ist diese Anfrage nur an "bessere Experten" gerichtet.

    Sprich Leute die diesen Pilz gefunden haben und ihn selber bestimmt oder durch andere "bessere Experten" bestimmt bekommen haben.

    Die Angaben (wie zu identifizieren, Verwechslungsmöglichkeiten, Artenvielfalt,) wirst du nicht bekommen, dafür gibt es die beiden Fotos (Makro- und Mikromerkmal) an denen du dich richten kannst.

    Du musst also kein Experte sein, um diesen Pilz zufällig zu finden (meisten sind es Zufallsfunde) oder gar zu Mikroskopieren, wenn diese Makro- und Mikromerkmale auf einem oder mehreren Makro- und Mikrofotos zu sehen sind.

    Wer nicht Mikroskopiert oder Mikroskopieren lässt ist bei dieser Anfrage leider raus.

    Und wenn man ein besserer Experte ist, warum sollte man die dem Anfragenden denn schicken?

    Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er ihn bei seiner Forschung unterstützt oder nicht.

    Das Forum hat eine Vielzahl an Leuten, auch Leute die sich intensiver mit der Mykologie beschäftigen und für denen könnte es eine Möglichkeit sein, dass ihr Fund bearbeitet wird.

    Die meisten Mykologen arbeiten im Hintergrund und es ist sauschwer überhaupt jemanden zu finden, der mit diesen Pilzen arbeitet.

    Da die Hormomyces aurantiacus noch nicht gefunden wurde, vermute ich das es ein seltener Pilz ist, also schon etwas besonderes.

    Eine Anfrage nach nur einem bestimmten Pilz oder einer Pilzgruppe ohne ausführlicher Beschreibung ist nicht unüblich.

    Tuppie:

    Also, nur noch mal zum Verständnis: er sucht diese ganz normalen Goldgelben Zitterlinge, die einem im Herbst so schön entgegenleuchten? Das Foto, das er angehängt hat ist irgendwie so gar nicht ähnlich, oder ich habe ihn in diesem Zustand noch nicht gefunden, oder ist das eine NFF?

    Die Tremella mesenterica (Goldgelber Zitterling) wird hier nicht gesucht, auch nicht deren Nebenfruchtform.

    Der Belag muss schon genauso aussehen, wie auf dem Foto.

    Es ist eine Nebenfruchtform, die gezeigten Sporen sind Konidien.

    Falls ich wieder einen finde, kann ich gerne Mikros, Makros und Exsikkat liefern. Auf Englisch und Französisch betitelt.

    Ich bin gespannt, ob du fündig wirst. Du kannst den Fund ja ins Forum stellen und dann schauen wir mal, ob er zu der H. aurantiacus passt.


    VG : Thorben

  • Hallo Thorben, eigentlich hatte ich im nachhinein überlegt, dass das etwas zu krass war, wie ich das formuliert hatte. Aber trotzdem bin ich der Auffassung, dass Informationen auf dem Niveau eines Wiki-Artikels von jemandem, der wissenschaftlich auf dem Gebiet arbeitet, schon erstellt werden könnte, wenn man denn erwartet, dass dem Aufruf tatsächlich Folge geleistet werden soll. Es gibt natürlich auch Leute, die Bachelor, Master, PhD, PostDoc immer das selbe machen und sich nicht mehr vorstellen können, dass andere diese Sachen nicht wissen oder verstehen. Wenn der Herr Mack aber eine Anamorphe auch noch mackii nennt (natürlich nicht nach sich selbst, sondern nach dem Großvater väterlicherseits, der Bescheidenheit wegen), frage ich mich schon etwas ...

    Vielleicht ist so eine Anfrage nicht unüblich, aber dass sie erfolgversprechend ist, wage ich zu bezweifeln.


    Ein Spezialist ist jemand, der sehr viel über einen sehr kleinen Bereich weiß, und der immer mehr über immer weniger herausfindet, bis er schließlich alles über nichts weiß.


    LG, Bernd

  • Hallo Thorben!

    Da lag also das Missverständnis, der Trivialname von dem Gesuchten Pilz (im Netz) hatte mich verwirrt. Das wird dann wohl eher nichts werden, mit dem Fund. Aber ich werde trotzdem die Augen aufhalten. :)

  • Hi,


    die Anfrage wurde bei ASCOfrance eingestellt nicht bei Basidiofrance. ;) Einfaches Ausschlussprinzip. Klappt meistens, aber auch nicht immer. ==Gnolm4==Gnolm7==Gnolm10 Es wäre zumindest schön gewesen, wenn der Fragesteller mal etwas mehr zu der Gattung und zu Pilz gesagt hätte. So muss man erst Mal selbst recherchieren etc. Wie dem auch sei. Ich gebe Bernd recht. So eine Anfrage ist meist nicht erfolgreich, wenn keiner so richtig weiß, was er/sie so suchen muss und wie das aussieht, selbst für erfahrene Mykologen nicht.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


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  • Hallo zusammen,

    vielleicht ist es auch einfach so, dass Leute, die sich mit so etwas wie Hormomyces beschäftigen, nicht in Foren wie diesen rumtreiben, sondern in mehr wissenschaftlich orientierten. Also sollte es der Anfrager vielleicht anderswo probieren, wenn er mehr Erfolg haben will.

    Es ist nun mal so, dass wenn du zuviel über etwas weißt, dass du dann bald sozusagen der einzige bist, der darüber was weiß, und ab dann bist du Einzelkämpfer.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hallo zusammen,


    hätte ich gewusst, dass dieser Thread so schlecht aufgenommen wird, dann hätte ich gar nicht auf diese Anfrage verwiesen.

    Anscheinend ist alles an der Anfrage, bis hin zum Anfragesteller selber falsch.

    Ist das nicht egal, ob jemand eine Anfrage zu einem Basidiomyceten in einem Ascomyceten Forum stellt, wenn er die Chance sieht, denn gesuchten Pilz zu erhalten ?

    Ich hatte es immer gedacht, aber anscheinend spielt das eine große Rolle.

    Auch scheint die Anfrage selber auf Ascofrance nicht in Ordnung zu sein, auch wenn im zweiten Abschnitt der gesuchte Pilz beschrieben wird, sogar auch wo man ihn finden kann.

    Der Autor hat sich dann auch noch die Mühe gemacht Bilder anzuhängen, damit man ihn besser erkennen kann, aber auch das ist kaum von wert.

    So muss jemand der Wissenschaftlich Arbeitet, auch eine wissenschaftliche Anfrage machen.

    Es ging ursprünglich um eine Pilzanfrage, aber irgendwie hat sich das dazu entwickelt, den Autor der Anfrage zu kritisieren (teilweise sogar persönlich).

    Man muss die Anfrage nicht gut finden, aber alles zu kritisieren, nur um jemanden schlecht zu machen, weil man es persönlich nicht gut findet, dass finde ich nicht in Ordnung.

    Ich werde in Zukunft keine Anfragen dieser Art mehr stellen, auch werde ich keine Threads mehr erstellen, die in irgendeiner Weise Wissenschaftlich sein könnten.

    Mir ist durchaus klar, dass dieses Forum kein Wissenschaftliches Forum ist (warum auch, sind ja keine Wissenschaftler ==Gnolm12), aber es ist das größte Forum von Deutschland und das sollte auch seinen wert haben.

    Damit ist für mich dieses Thema auch beendet.


    Da lag also das Missverständnis, der Trivialname von dem Gesuchten Pilz (im Netz) hatte mich verwirrt. Das wird dann wohl eher nichts werden, mit dem Fund. Aber ich werde trotzdem die Augen aufhalten. :)

    Vielleicht hast du ja Erfolg.


    Beorn  Climbingfreak oder anderes von den Mods:

    Der Thread hat sich erledigt.

    Ich bitte darum, dass dieser Thread geschlossen wird.

    Vielen Dank schon einmal im voraus.


    VG : Thorben

  • Hallo Thorben,


    noch ist der Thread ja nicht geschlossen - also noch eine kurze Anmerkung von uns g:-)

    Ich werde in Zukunft keine Anfragen dieser Art mehr stellen, auch werde ich keine Threads mehr erstellen, die in irgendeiner Weise Wissenschaftlich sein könnten.

    es gab hier (und auch in anderen Foren) schon öfter Anfragen nach bestimmten Pilzen. Wir haben z.B vor ein paar Jahren mal Cordyceps militaris gesammelt und verschickt - wussten den wissenschaftlichen Hintergrund nicht und wollten "nur" einem Pilzfreund helfen... Genau so haben wir Deinen Aufruf auch verstanden. Leider konnten wir in diesem Fall wegen fehlendem Wissen nicht helfen. Wir hätten es getan - warum auch nicht? :gkopfkratz:

    Wir hoffen, Du schläfst noch eine Nacht über Deinen Entschluß, hier nichts mehr zu schreiben. Es wäre sehr schade, Deine tollen Beiträge nicht mehr zu lesen. Lesen tun wir immer - antworten können wir nicht (fehlendes Wissen :gzwinkern:)


    Liebe Grüße


    Holger und Sabine

  • Hi,


    das ganze war auch meinerseits nicht abwertend gemeint. Ich sehe das genau so wie die Hobis. Ich schätze deine tollen Beiträge mit den tollen Mikrodokus sehr und fände es mehr als bedauerlich, wenn hier nix mehr schreiben würdest. Das Problem ist hier wirklich "nur", dass sehr viele von uns den Pilz im Feld einfach nicht erkennen würden, deswegen auch die "Kritik". Ich hoffe sehr, dass du trotzdem dem Forum weiter treu bleibst, denn deine Beiträge und Anfragen bereichern es sehr. Mir würde was fehlen, wenn die nicht mehr wären.


    Herzliche Grüße


    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo Thorben,

    bitte betrachte das mögliche Endresultat noch einmal mit etwas Distanz. Weil sich hier niemand in der Lage sieht, dem Jonathan Mack ein paar Hormomyces-Proben zu schicken, und dann auch noch versucht, zu erklären, warum es nicht klappt, willst du hier nichts mehr schreiben. Also mit dieser Logik komme ich nicht ganz mit. An dir und deinen Beiträgen gab es ja auch keine Kritik.

    FG und schreibe doch bitte weiter

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hallo Stefan,

    das ganze war auch meinerseits nicht abwertend gemeint.

    Das ist mir klar, nur ist das so rüber gekommen.

    Denn hilfreich wäre es gewesen, wenn auf einer ernstgemeinten Frage.

    Wie hier:

    Hallo Thorben!

    Den Aufruf hatte ich gar nicht gesehen…

    Also, nur noch mal zum Verständnis: er sucht diese ganz normalen Goldgelben Zitterlinge, die einem im Herbst so schön entgegenleuchten? Das Foto, das er angehängt hat ist irgendwie so gar nicht ähnlich, oder ich habe ihn in diesem Zustand noch nicht gefunden, oder ist das eine NFF?

    Falls ich wieder einen finde, kann ich gerne Mikros, Makros und Exsikkat liefern. Auf Englisch und Französisch betitelt.

    Schade, dass der Aufruf immer so schnell wieder verschwindet.

    Auch eine vernünftige Antwort kommt. Tuppie hat sich den Thread angeschaut und gegoogelt und gemerkt, dass da etwas nicht stimmt.

    Sie nachgefragt, da sie den Pilz so nicht erkennen kann und erfahren, dass der Goldgelbe Zitterling (wie die Hormomyces aurantiacus im Internet bezeichnet wurde) nicht passt.

    Von dir kam so eine Antwort kommt:

    So ist das natürlich nicht förderlich diese Hormomyces zu erkennen.




    Hallo Oehrling,

    Hallo Thorben,

    bitte betrachte das mögliche Endresultat noch einmal mit etwas Distanz. Weil sich hier niemand in der Lage sieht, dem Jonathan Mack ein paar Hormomyces-Proben zu schicken, und dann auch noch versucht, zu erklären, warum es nicht klappt, willst du hier nichts mehr schreiben. Also mit dieser Logik komme ich nicht ganz mit. An dir und deinen Beiträgen gab es ja auch keine Kritik.

    FG und schreibe doch bitte weiter

    Oehrling

    Du verstehst mich völlig falsch. Es geht nicht darum, dass ich enttäuscht bin dann sich niemand in der Lage sieht Hormomyces-Proben zu verschicken. Das war von vorneherein klar, dass es schwierig ist diesen zu Finden oder sogar zu erkennen. Es geht darum, auf diese Hormomyces aurantiacus aufmerksam zu machen und auf die Möglichkeit hinzuweisen diesen an jemanden weiterzuleiten, der mit diesen arbeitet.

    Enttäuscht und ja auch wütend, bin ich dass eine Person kritisiert wird (teilweise sogar persönlich), was nichts mit der Anfrage mehr zu tun hat.

    Und wenn ich mir hier die Kritiken durchlese, dann frage ich mich, ob der Link auf Ascofrance mit den Inhalt überhaupt gelesen wurde :/Geschweige denn Antworten auf Tuppies berechtigten Fragen Beachtung geschenkt.

    Ich nehme es keinen übel, wenn er schreibt das er die Hormomyces nicht erkennen kann oder das keiner Proben verschicken kann.

    Auch gute Ratschläge sind gern zu lesen, wie dein Ratschlag es auch in Wissenschaftlichen Foren zu versuchen, Oehrling.

    Schade, finde ich es, wenn davon abgeraten wird es in einem Forum wie diesen zu versuchen.

    Ich denke wir sind uns alle einig, dass jeder der in der Lage ist Pilze zu suchen, diese auch finden kann, ob zufällig oder gezielt.

    Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und sage, dass jeder der ein Mikroskop hat, sogar gesehendes mit Bildern vergleichen kann.

    Deshalb wurde dieser Thread auch in Deutschlands größtem Pilzforum aufgemacht.

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    Ich möchte mich hier auch noch einmal auf folgenden Link mit der Anfrage beziehen und einige Sachen erklären, damit Missverständnisse ausgeräumt werden.

    Research Hormomyces


    In der Anfrage geht der Anfragesteller darauf ein das weiß, dass seine Anfrage für das Ascomyceten Forum nicht passend ist.


    Es wird eine kurze Beschreibung (Makro- und Mikroskopisch) des Pilzes angegeben.

    "Hormomyces produce gelatinous orange sporodochia on wet rotten wood or on polypores, the microscopy is remarquable due to the complex moniliform chains of conidia. in the field it may be confused by a plasmodial slime mold."

    Im Anhang gibt es ein Makroskopisches Bild und ein Bild, wo die Konidien angegeben sind. Es handelt sich daher, um eine Nebenfruchtform und es ist eine Anamorphe von einem Basidiomyceten.


    Warum stellt er diese Anfrage und worum geht es dabei, dass wird am Anfang und am Ende erklärt.

    Es geht darum, dass es eine Europäische Typusart gibt und er nur die Amerikanische Typusart kennt.

    Deshalb möchte er diese Europäische Typusart mit der Amerikanischen Typusart vergleichen.


    Alle anderen auftretenden Fragen, muss man sich entweder selber stellen und durch das Googeln beantworten oder halt einfach Fragen.

    Jetzt muss halt jeder für sich selber entscheiden, ob die Angaben reichen. Nur man sollte sich immer Fragen, ob die eigenen Ansprüche auch für die eigenen Anfragen gelten.


    VG : Thorben

  • Hallo allerseits,

    hallo Thorben,


    da ich hier ja der Oberbösewicht bin, möchte ich meinen Standpunkt erläutern.


    Zunächst, ich hab den kurzen Text gelesen und auch die Bilder angeschaut ("dann frage ich mich, ob der Link auf Ascofrance mit den Inhalt überhaupt gelesen wurde" siehst Du, so schnell kann es gehen, anderen etwas zu unterstellen, wenn auch nur implizit).

    Dass ich einerseits immer gern allen Leuten Sachen schicke, die diejenigen interessieren, dürftest Du wissen. Oder wenigstens zeige und anfrage, ob Interesse besteht. Sogar den Typ wegen Tympanula habe ich auf Deine Empfehlung hin angeschrieben, aber keine Antwort bekommen.


    Nun ist es ja so, dass es in dem Text heißt, die könnten an "Polypores" wachsen, und davon habe ich einiges vor Ort. Ich hätte es also gern gesehen, wie das aussieht. Das Bild mit "in situ" ist ein Witz. Kein Meßbalken, keine Größenangabe. Ein Laborbild ohne Kontext. OK, da gehe ich davon aus, dass er sich anscheinend nicht mehr vorstellen kann, dass hier Erklärungsbedarf besteht. Oder er richtet sich halt nur an Leute, die etwas finden, bis zur Gattung kommen und dann über die Aufforderung stolpern - recht unwahrscheinlich. Man sollte dem Wald- und Feldmykophilen schon etwas mehr an die Hand geben.


    Der Punkt mit der Wissenschaft. Literatur. Was es in Amiland gibt, sind sehr gute Bibliotheken. Wenn es einen Holotyp aus Europa gibt, fällt es mir schwer zu glauben, dass es davon nur ein Foto gibt. Ein Holotyp entsteht durch eine gültige Beschreibung. Die wäre zu erwähnen gewesen, idealerweise als Link, Scan, auszugsweiser Scan (der Urheberrechte wegen ggf.). Ganz klassisches Zitieren wäre aber auch schon schick.


    Der sogenannte persönliche Angriff, damit meinst Du wohl, dass ich es witzig finde, dass jemand eine Art nach sich selbst benennt? Da hast Du natürlich Recht, denn es heißt ja, nicht der hat schlechtes Benehmen, der auf die Tischdecke kleckert, sondern der, der es nicht übersieht. Mea culpa. Davon ab kann es natürlich sein, dass die Familie schon immer in Pilze macht. Vater und Großvater meines Doktorvaters waren auch schon Professoren an der gleichen Uni in ähnlichen Fachbereichen ...
    Aber ob man das nun als persönlichen Angriff werten muss?


    LG, Bernd

  • Hallo zusammen!


    Mal zwei grundsätzliche Sachen vorweg:


    1)

    Mykologische Grundlagenforschung ist ein schwieriges Unterfangen. Man muss sich dabei klar machen, daß zu den allermeisten Pilzen so gut wie nichts bekannt ist.

    Im Gegensatz zu Pflanzen und Tieren (sogar div. Phyla bei Einzellern sind besser erforscht!) haben Pilze über die Jahrhunderte der Forschung ein Nischendasein in unserer Wahrnehmung geführt. Wenn man in einzelnen Bereichen (egal welchen) alleine taxonomisch genauer hin sieht, wird vor allem eins klar: Wir (= "unsere Wissenschaft") haben keinen Plan, was da abläuft. Nun erregt ein Pilz (bzw. eine Gruppe von +/- nahe verwandten Organismen) die Aufmerksamkeit eines Forschers (akademischer Stand: egal). Zu dieser Organismengruppe gibt es aber eben so gut wie nichts. Keine wirklich abgesichterten morphologischen Hintergrundinformationen, weltweit vielleicht nur zwei oder drei schwer zuzuordnende Belege und einie handvoll "vielleicht" - Abbildungen.

    Es gibt sicherlich die eine oder andere Beschreibung, aber oft ohne verwertbares Typusmaterial, vermischt mit Beschreibungen anderer, ähnlicher Organismen. Also im Grunde genommen ein komplettes Informationsvakuum, bzw. einzelne Informationen, die vermutlich noch nicht mal wirklich zusammenpassen und zunächst mal gründlich sortiert werden müssen.

    Was also initial vor allem fehlt, um ein Problem weiter einzukreisen sind Daten. Daten sind in diesem Fall erstmal Funde, also bebildert, morphologisch erfasst und mit einem Beleg versehen.

    Solange solche Daten gar nicht vorhanden sind (zumindest nicht in verwertbarer Form): Was will man dann von einem Forscher an Basisinformation erwarten, der (oder die) eben anfängt ein Thema zu bearbeiten?
    Mal angenommen, es gibt zu den gesuchten Pilzen nicht mehr als das, was auch im hier relevanten Link abgebildet ist?
    Also eine grobe Vorstellung, wie der Pilz makroskopisch aussehen kann und was mikroskopisch zu erwarten wäre. Den Pilz tatsächlich "bestimmbar" zu machen, also ein Modell einer Species - Hypothese zu entwickeln, das in den Faktoren Morphologie, Ökologie und Genetik ein einigermaßen schlüssiges Bild ergibt, wird hier das Ziel der Arbeit sein.

    Bei sexuellen Formen von Pilzfruchtkörpern ist es noch etwas einfacher als hier, wo es um eine asexuelle Form geht: Da ist ja - solange es keine belastbaren genetischen Datensätze gibt - noch nicht mal bekannt, wohin diese asexuelle Form gehört bzw. ob dieser Pilz überhaupt Fruchtkörper zur sexuellen Vermehrung bildet. Das Problem besteht zB bei einem Röhrling eher nicht, denn da ist eben schon erheblich mehr bekannt welche anderen Arten in dem Umfeld vorkommen und wie diese sich verhalten.

    In einem Fall wie hier, ist das aber eben alles erst noch zu erforschen.


    B)

    Eine große Stärke von diesem Forum ist die Verbindung von "wissenschaftlicher" Pilzkunde und "Laien"- Pilzkunde. Holprig formuliert, aber ich denke, ihr versteht, was gemeint ist. Beides ist jeweils vom anderen abhängig und profitiert zugleich vom jeweils anderen. Die Grenzen sind fließend, ebenso wie die jeweiligen Kerninteressen jedes einzelnen Mitglieds im Forum.

    Der Sammelaufruf hier im Forum ergibt aus meiner Sicht durchaus Sinn. Denn hier wird schon ein recht großes "Publikum" erreicht, und eben auch eine ganze Reihe von Leuten, die mit so einer Anfrage durchaus was anfangen können, die sowas schon mal gefunden haben oder motiviert sind, die Augen nach passenden Funden offen zu halten. Zumal sich einige Leute hier ja schon auch mehr oder weniger intensiv mit diversen Anamorphen beschäftigen. Insbesondere in einem Fall wie hier, wo es primär um Grundlagenforschung / Datensammlung geht.

    Ein Resultat des offenen Austausches hier im Forum beinhaltet aber natürlich auch mögliche Kritik: Selbstverständlich darf (und soll!) sich auch ein vermeintlicher Laie (oder besser: Amateurwissenschaftler bzw. HobbyPilzkundler) kritisch gegenüber universitätswissenschaftlichen Methoden und Ergebnissen äußern.

    Dabei sollte man aber auch im Auge haben, daß wir alle im selben Boot sitzen, was den Kenntnisstand zu Pilzen betrifft: Es gibt unendlich viel mehr zu entdecken, als bislang bekannt ist. Nachfragen müssen damnach möglich sein, auch kritische Nachfragen sind grundsätzlich erstmal nichts anderes als ein Ausdruck von Interesse am Thema. :gzwinkern:

    Idealerweise sollte man dabei aber sachlich bleiben, also irgendwelche Einschätzungen zu persönlichen Eigenschaften der beteiligten Personen einfach ausklammern.


    So. Kritik hin und her, Nachfragen sind angekommen und wurden erklärt.

    Besteht von seiten Keith Seifert und Jonathan Mack nach wie vor Interesse, an Belegen von potentiellen Funden, die ihr Themengebiet betreffen?

    Weil dann wär's doch wirklich eher kontraproduktiv, dieses Thema einfach zu schließen bzw. abzuhaken.

    Zumal hier die Möglichkeit offen bleiben könnte, einen eigenen Fund kurz zu zeigen und mit Hilfe von der einen oder dem anderen Anamorpheninteressierten abzugleichen, ob das fürr die Studien von Mack / Seifert in Frage kommt.

    Denn dazu ist die geballte Hobbywissenschaftlerpower hier im Forum durchaus in der Lage, sich gegenseitig bei der Einschätzung von Funden zu helfen und einigermaßen zielführend eine universitätswissenschaftliche Arbeit zu unterstützen.

    Weil schon dadurch sind wir nachher viel besser in der Lage, die Ergebnisse der Arbeit sachlich zu kritisieren. g:D



    LG; Pablo.

  • Hallo Pablo,

    Weil dann wär's doch wirklich eher kontraproduktiv, dieses Thema einfach zu schließen bzw. abzuhaken.

    Zumal hier die Möglichkeit offen bleiben könnte, einen eigenen Fund kurz zu zeigen und mit Hilfe von der einen oder dem anderen Anamorpheninteressierten abzugleichen, ob das fürr die Studien von Mack / Seifert in Frage kommt.

    Zuerst einmal der Thread kann offen bleiben. Ich wollte ihn ursprünglich geschlossen haben, da die Diskussion nichts mehr mit dem eigentlichen Hauptthema zu tun hatte.

    Einen eigenen Fund zu zeigen sind mehr als erwünscht, auch wenn diese vielleicht nicht den gesuchten Pilz zeigen, so kann doch eine Verwechslungsmöglichkeit gezeigt werden.

    Besteht von seiten Keith Seifert und Jonathan Mack nach wie vor Interesse, an Belegen von potentiellen Funden, die ihr Themengebiet betreffen?

    Ich habe die beiden angeschrieben.

    Ebenso habe ich mal nachgefragt, ob sie wissen warum die Hormomyces aurantiacus als fälschlicherweise (?) als Synonyme für die Tremella mesenterica benutzt wird.

    Sobald ich eine Antwort erhalte werde ich das Forum informieren.


    kruenta

    Du kriegst von mir heute noch eine PN, damit wir unsere kleinen Reibereien aus der Welt schaffen ;)


    VG : Thorben

  • Hallo zusammen,


    ich habe mit Jonathan geschrieben und auch auf das Thema des Synonyms für Tremella mesenterica angesprochen.

    Er gab mir folgende Antwort, die ich euch zitiere.

    Zitat von Jonathan Mack

    The anamorph of Tremella mesenterica is already known and because if its conidial shape and presence of clamp, it is clear that what Bonord have seen was not that, even if regretably there are no type specimen from Bonord.


    Because of this it might be hard to prove exactly what bonord found. However, I did examine an old herbarium specimen originating from Salzburg which was undistinguishable from all the North American and South African specimens I have examined. This indicate at the very least that Tulasnella aurantiaca exist (or ast least used to) exist in Europe and might be very well be what Bonord have seen.


    That being said I would like to get fresh material of T. aurantiaca ideally from germany, which I can get a culture and sequence so I can confirm that T. aurantiaca from europe are the same from T. aurantiaca from North-America (and South Africa).

    Seit diesem Jahr gibt es auch seine Arbeit "Taxonomy and phylogeny of the basidiomycetous hyphomycete genus Hormomyces", die man hier herunterladen kann.

    Ich wusste vorher noch nichts von der Arbeit, weshalb die Überraschung groß war.

    Denn Link auf Ascofrance kann man jetzt mit ruhigem Gewissen abhaken :)

    Auf eine erfolgreiche Jagd ;)


    VG : Thorben

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