Meine déjà vu’s treten immer häufiger auf. Wobei ich nicht so sicher bin, ob’s am Alter liegt, oder daran, dass dieselben Debatten immer häufiger und erbitterter geführt werden.
Ihr seid doch alle kluge Menschen. Ihr wisst: Strom kommt nicht einfach aus der Steckdose, Milch nicht aus dem Tetrapack und Schinken nicht vom fröhlichen Schwein. Wer mit Tierschutz nichts am Hut hat, könnte sich zumindest über die ökologischen Konsequenzen unseres Ernährungsverhaltens Gedanken machen.
Die Menschheit hat zum Erdüberlastungstag am 30.Juli 2026 alle Ressourcen von 2026 vertilgt, wir essen bis zum 31.12.26 also auf pump. Unsere Wälder und geliebten Funga leiden unter den Folgen der globalen Erhitzung. Das Thema Methan und Rinderhaltung hat Sabine bereits ausgeführt. Lasst uns also nicht so tun, als hinge das alles nicht mit unserem Verhalten zusammen.
Richtig, alle sollen nach eigenem Gusto leben können, aber jeder und jede soll auch die Chance auf ein beschwerdefreies Leben ohne Bluthochdruck, Arteriosklerose, Diabetes, Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko bekommen.
fleischlosem Essen in Kitas (wenn die Leitung oder die Trägerschaft mit entsprechendem Sendebewusstsein ausgestattet ist)
Dass man daher in Kindergärten den Grundstein für eine gesunde Ernährung und sinnvollere Essgewohnheiten als die krankmachenden etablierten legt, finde ich großartig.
Niemand muss verhungern, nur weil es an einem Tag der Woche in der Kantine kein Fleisch gibt. Vegetarisches Essen gab’s doch schon immer in Kantinen, nur hieß das nicht so. Wer die Kartoffelpuffer nicht mochte, musste sich halt Brote mitbringen.
Kein Vegetarier zwingt einen Carnivoren zum Fleischverzicht. Was ist falsch daran, wenn alle ihr Essverhalten auf den Prüfstand stellen und auch mal fleischfrei essen. Das tut gar nicht weh.
Meinem Mann hab ich vorgestern pflanzliches Geflügelgeschnetzeles untergejubelt. (Sorry für den sprachlichen Missbrauch. Ich kenne die korrekte Bezeichnung für dieses nicht tierische Produkt nicht. Der im Sprachgebrauch für Fleisch übliche Begriff, ist ja neuerdings für pflanzliche Produkte verboten!)
Jedenfalls hat mein Mann nicht herausgeschmeckt, dass er kein tierisches Eiweiß auf dem Tisch hatte.
Mir ist es übrigens nicht egal, wie die Menschheit konsumiert. Im Gegenteil, mich macht es traurig.
Zurück zum Maisbeulenbrand: Wenn der mir begegnet, werde ich ihn selbstverständlich testen. Nach meinen Verkostungen von Voreilenden Ackerlingen und Muschelseitlingen kann mich ohnehin kaum noch ein Pilzgericht erschüttern.